{"id":3421,"date":"2018-11-17T21:47:18","date_gmt":"2018-11-17T20:47:18","guid":{"rendered":"https:\/\/florianlaeufer-fotografie.de\/?p=3421"},"modified":"2018-11-17T21:47:18","modified_gmt":"2018-11-17T20:47:18","slug":"bildbearbeitung-in-schwarz-weiss-oder-farbe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/suspicious-mestorf.92-205-185-147.plesk.page\/index.php\/2018\/11\/17\/bildbearbeitung-in-schwarz-weiss-oder-farbe\/","title":{"rendered":"Bildbearbeitung in Schwarz-Wei\u00df oder Farbe?"},"content":{"rendered":"<p>Fr\u00fcher war alles besser? Nein, umst\u00e4ndlicher &#8211; zumindest in der fotografischen Vergangenheit. Die digitale Fotografie hat die M\u00f6glichkeiten der kreativen Gestaltungsm\u00f6glichkeiten nicht nur vereinfacht, sondern gleich vertausendfacht &#8211; ein Traum!<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Nochmal zu \u201eFr\u00fcher\u201c: Wir sprechen hier nicht \u00fcber Gro\u00dfvaters Zeiten, eher \u00fcber unsere eigenen vor rund 15 bis 20 Jahren! Gut, in der digitalen Welt sind das Lichtjahre, in unserem eigenen Erleben war das aber gerade eben. Wer mit Blitzanlagen arbeitete, brauchte einen Belichtungsmesser zum Einstellen der Lichter. Wer bei schwachem Licht fotografierte, hat einen anderen Film eingelegt als derjenige, der die Mittagssonne als Lichtquelle nutzte. Und wenn du ein Schwarz-Wei\u00df-Foto haben wolltest, musste ein Schwarz-Wei\u00df-Film her, kein Farbfilm. UM-ST\u00c4ND-LICH!<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>[ics-comparison-slider id=1]<\/p>\n<p><em>Das Pietzmoor in Schneverdingen. Eigentlich hatte ich eine Ausarbeitung in Schwarz-Wei\u00df im Hinterkopf, um die &#8222;Schwere&#8220; des Moores und seine D\u00fcsterheit darzustellen. Beim Bearbeiten der Bilder fiel mir auf: Die Blaut\u00f6ne des nebligen Novembermorgens passen auch ganz gut und machen das Bild richtig sch\u00f6n gruselig-kalt. Gut, dass die moderne Bildbearbeitung diese M\u00f6glichkeit(en) der individuellen Ausarbeitung bietet.\u00a0<\/em><\/p>\n<p>[ics-comparison-slider id=4]<\/p>\n<p><em>Eine weitere Aufnahme des Pietzmoors, kurz nach Sonnenaufgang. Urspr\u00fcnglich sollte das Foto durch seine Farben leben, ich mag aber die Schwarz-Wei\u00df-Variante deutlich lieber. Was meinst du?<\/em><\/p>\n<h3>Was bin ich &#8211; Fotograf oder Bildbearbeiter?<\/h3>\n<p>Heute kann sich der Fotograf viel mehr auf sein Motiv konzentrieren und mittels Knopfdruck auf sich ver\u00e4ndernde Gegebenheiten reagieren. Ein riesiger Gewinn sind die digitalen Bearbeitungsm\u00f6glichkeiten der Fotoergebnisse im Nachgang. Eine kreative Spielwiese! Ich sage: Das Fotografieren macht heutzutage mindestens 51% aus, w\u00e4hrend die Bildbearbeitung bis zu 49% f\u00fcr das Ergebnis verantwortlich sein kann. Ich selbst komme noch aus der analogen Fotografie, wo du ein schlechtes Foto erhalten hast, wenn du schlecht fotografiert hast. Deshalb lege ich bis heute viel Wert auf den handwerklichen Bereich der Fotografie &#8211; also auf die Aufnahme an sich. Ich kenne allerdings Fotografen, die relativ schludrig fotografieren und am Ende (mit viel Zeiteinsatz, das muss man dazu sagen) umwerfende Ergebnisse mittels Photoshop &amp; Co aus dem Ausgangsmaterial zaubern. Richtigerweise m\u00fcsste man hier zwischen der Bezeichnung Fotograf und Bildbearbeiter unterscheiden\u2026<\/p>\n<p>[ics-comparison-slider id=2]<\/p>\n<p><em>Diesen Priester einer Orthodoxen Kirche entdeckte ich auf Kreta vor dem Eingang des Gotteshauses. Ich zeigte auf meine Kamera und fragte, ob ich ihn fotografieren d\u00fcrfe. Er bejahte mit seinen Augen und ruhte dabei in sich selbst. Bei dieser Aufnahme kommt f\u00fcr mich gar nichts anderes infrage als die Bildbearbeitung in Schwarz-Wei\u00df!<\/em><\/p>\n<h3>Das Ziel: Optimierung, nicht Ver\u00e4nderung!<\/h3>\n<p>Ich verstehe mich als Fotograf. Und das zu einem erheblichen Teil. Ich mag nur selten Looks auf Grundlage von Farbverschiebungen und andere extreme Bearbeitungen. Fast immer bin ich bem\u00fcht, die urspr\u00fcnglich vorhandene Lichtsituation eins zu eins abzubilden. Deshalb verwende ich inzwischen auch gerne einen anderen Ausdruck und spreche im Rahmen meiner Fotografie eher von Bild-OPTIMIERUNG, nicht -BEARBEITUNG. Vielleicht ist das Erbsenz\u00e4hlerei. Ich will aber nur bestimmte Wirkungen betonen, nicht in sich ver\u00e4ndern und schon gar nicht v\u00f6llig neu zusammensetzen. Bin halt ein alter Knacker aus der analogen Fotografie. Was damals in der Dunkelkammer durch verschiedene Fl\u00fcssigkeiten und unterschiedliche Verweildauer des Fotos darin erreicht wurde, regele ich heute unkompliziert am Bildschirm. (In einem fr\u00fcheren Blogbeitrag habe ich mir ganz grunds\u00e4tzliche Gedanken \u00fcber die Bildbearbeitung gemacht, die heute noch genauso aktuell sind. Hier geht es direkt dorthin: <a href=\"https:\/\/suspicious-mestorf.92-205-185-147.plesk.page\/darum-gehoert-die-bildbearbeitung-zum-fotografieren-dazu\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;Darum geh\u00f6rt die Bildbearbeitung zum Fotografieren dazu.&#8220;)<\/a><\/p>\n<p>[ics-comparison-slider id=7]<\/p>\n<p><em>In der Hochzeitsfotografie ist die Bildbearbeitung in Schwarz-Wei\u00df ein gro\u00dfes Thema. Viele Fotos gewinnen an Wirkung, wenn wir die Farbe weglassen und erhalten dadurch eine zeitlose Eleganz. Der hier abgelichtete Er\u00f6ffnungstanz wird als S\/W-Version auch in 30 Jahren noch sch\u00f6n anzusehen sein. Bei der Farbausarbeitung d\u00fcrfte man sp\u00e4ter wohl eher sagen: &#8222;Echt jetzt? Wir haben bei fliederfarbener Beleuchtung gefeiert..?&#8220;<\/em><\/p>\n<p>[ics-comparison-slider id=6]<\/p>\n<p><em>Und auch beim &#8222;Getting Ready&#8220;, also bei den morgendlichen Vorbereitungen am Tag der Hochzeit, setze ich gerne auf Schwarz-Wei\u00df. Sieht toll aus und reduziert die Aufnahme aufs Wesentliche.<\/em><\/p>\n<p>[ics-comparison-slider id=8]<\/p>\n<p><em>In der Babyfotografie ziehe ich hin und wieder ebenfalls eine Bildbearbeitung in Schwarz-Wei\u00df vor.\u00a0<\/em><\/p>\n<h3>Die ewige Frage: Bildbearbeitung in Schwarz-Wei\u00df oder Farbe?<\/h3>\n<p>Was ich aber wirklich genial finde, ist die M\u00f6glichkeit, mich nicht vorher festlegen zu m\u00fcssen, ob ich ein Schwarz-Wei\u00df- oder Farbfoto erstellen m\u00f6chte. Vor 20 Jahren habe ich den guten Ilford-Film eingelegt (mit 36 Aufnahmen. Aaargh!) wenn ich mich in S\/W austoben wollte. F\u00fcr die Landschaftsbilder musste dann wieder der Fujicolor her. Damals w\u00e4re ich im Leben nicht auf die Idee gekommen, den Ilford-Schwarz-Wei\u00df-Film f\u00fcr den Sonnenuntergang in den Alpen zu verwenden. Heute kann ich solche Dinge am Rechner ausprobieren und bin oft \u00fcberrascht, wie gut Fotos in Schwarz-Wei\u00df wirken k\u00f6nnen, die urspr\u00fcnglich von ihren Farben leben sollten.<\/p>\n<p>[ics-comparison-slider id=5]<\/p>\n<p><em>Ich gestehe: Bei dieser Aufnahme vom Hopfensee vor dem Alpenpanorama kann ich mich kaum entscheiden, welche Version ich besser finde. Schwarz-Wei\u00df oder Farbe? Tagesabh\u00e4ngig &#8211; ich mag beides!\u00a0<\/em><\/p>\n<h3>Wenn die Wahl zur Qual wird<\/h3>\n<p>Hier ist die moderne Bildbearbeitung wirklich ein Segen. Und es wird noch besser: Selbst die unterschiedlichen Charakteristika fr\u00fcherer S\/W-Filme (K\u00f6rnung, Kontrast etc.) lassen sich am Rechner nachempfinden. Nicht bis zur Perfektion aber mit tollen Ergebnissen. Ich liebe es!<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Aber: Wo Schatten ist, ist auch Licht! Wer w\u00fcsste das besser als der Fotograf? Denn: Die Wahl wird rasch zur Qual! Manchmal sitze ich stundenlang (!) in meiner digitalen Dunkelkammer vor einem Bild und schiebe die virtuellen Regler unentschlossen am Bildschirm hin und her. Warum? Darum:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Weil ich mich nicht entscheiden kann, wie ich das Foto entwickeln soll. Bin ich endlich zu einer L\u00f6sung gekommen und schaue mir das Foto einige Tage sp\u00e4ter wieder an, mache ich nicht selten alles noch einmal von vorne. Die Wirkung eines Fotos kann &#8211; je nach Entwicklung &#8211; vollkommen anders ausfallen! Farbe oder Schwarz-Wei\u00df? Das ist eben mehr als eine Frage zur Farbe!<\/p>\n<p>[ics-comparison-slider id=3]<\/p>\n<p><em>Dieses Foto entstand bei einem TFP-Shooting an den Elbbr\u00fccken in Hamburg. Weil mir in der Farbausarbeitung zu viele unterschiedliche Farben auftauchen, entschied ich mich f\u00fcr Schwarz-Wei\u00df. Was als &#8222;Fluchtl\u00f6sung&#8220; gedacht war, gef\u00e4llt mir ohne Farbe sehr viel besser. Dir auch?<\/em><\/p>\n<p>[ics-comparison-slider id=9]<\/p>\n<p><em>In der k\u00fcnstlerischen Architektur-Fotografie m\u00f6chte ich nicht auf Schwarz-Wei\u00df verzichten! (\u00dcbrigens, hier findest du einen Blogbeitrag mit weiteren Architekturfotos \u00e4hnlicher Machart:\u00a0<a href=\"https:\/\/suspicious-mestorf.92-205-185-147.plesk.page\/freie-arbeit-architekturfotografie-sw\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Freie Arbeit: Architekturfotografie<\/a>)<\/em><\/p>\n<p>Anregungen, Kritik, Feedback zu diesem Blogbeitrag? Schicke mir gerne eine Nachricht \u00fcber das <a href=\"https:\/\/suspicious-mestorf.92-205-185-147.plesk.page\/kontakt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kontaktformular<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fr\u00fcher war alles besser? Nein, umst\u00e4ndlicher &#8211; zumindest in der fotografischen Vergangenheit. Die digitale Fotografie hat die M\u00f6glichkeiten der kreativen Gestaltungsm\u00f6glichkeiten nicht nur vereinfacht, sondern gleich vertausendfacht &#8211; ein Traum!\u00a0 Nochmal zu \u201eFr\u00fcher\u201c: Wir sprechen hier nicht \u00fcber Gro\u00dfvaters Zeiten, eher \u00fcber unsere eigenen vor rund 15 bis 20 Jahren! Gut, in der digitalen Welt [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":3410,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[10,9,6,11],"class_list":["post-3421","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","tag-fotoshooting","tag-freie-arbeit","tag-hochzeitsreportage","tag-portraitshooting"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/suspicious-mestorf.92-205-185-147.plesk.page\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3421","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/suspicious-mestorf.92-205-185-147.plesk.page\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/suspicious-mestorf.92-205-185-147.plesk.page\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/suspicious-mestorf.92-205-185-147.plesk.page\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/suspicious-mestorf.92-205-185-147.plesk.page\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3421"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/suspicious-mestorf.92-205-185-147.plesk.page\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3421\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/suspicious-mestorf.92-205-185-147.plesk.page\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3410"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/suspicious-mestorf.92-205-185-147.plesk.page\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3421"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/suspicious-mestorf.92-205-185-147.plesk.page\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3421"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/suspicious-mestorf.92-205-185-147.plesk.page\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3421"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}