Schlagwort: Portraitshooting

  • Ein Integrationsprojekt: Brücke ins Handwerk

    Ein Integrationsprojekt: Brücke ins Handwerk

    Was ich beim Fotografieren besonders mag? Das Fotografieren von Menschen in ihrem Beruf zählt ganz sicher zu einer meiner Lieblingsdisziplinen. Ich liebe es, Fachleute bei ihrer Arbeit mit dem Fotoapparat zu „belauschen“. Die besten Fotos entstehen dabei immer, immer, immer aus der Kommunikation heraus. Es ist ja so bei der Handwerksfotografie: In der Regel hast du ü-ber-haupt keine Ahnung von dem, was die Fachfrauen und -männer mit ihren Händen und Werkzeugen dort anstellen. Du musst es dir also erklären lassen, wenn du gute und vor allem schlüssige (!) Fotos machen willst. Ansonsten besteht das Risiko, ein vielleicht technisch einwandfreies Foto zu machen, während jeder, der Ahnung vom jeweiligen Handwerk hat, den Kopf schüttelt. „So hält man doch keinen Pinsel…!“

    Malerei Wiese Integrationsprojekt Brücke ins Handwerk

    Maler Integrationsprojekt der Handwerkskammer Hamburg

    Integrationsprojekt der Handwerkskammer Hamburg

    Super sympathisch: Hashim Alwzwazy arbeitet in der Franz G. Wiese GmbH als Maler.

    Fotografie mit Sinn

    Dass du dich unterhalten musst, wenn du authentische Fotos erschaffen willst, haben wir eben gesagt. In diesem Blogbeitrag soll es aber auch um etwas anderes gehen: um Sinn! Denn das ist Punkt Nummer zwei in meinem „Das-macht-mir-am-Fotografieren-Spaß“-Ranking. Wenn meine Bilder einem höheren Zweck dienen, als nur der reinen Verkaufsförderung von Produkten oder Dienstleistungen, finde ich das gut. Also rrrichtig gut! Und hier kommt „Brücke ins Handwerk“ ins Spiel. Ich versuche mal, ein komplexes Projekt in zwei Absätzen zu erklären:

    Ein Förderprogramm Bundesregierung

    Grundsätzlich geht es um ein arbeitsmarktpolitisches Instrument des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales in Kooperation mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung. Oha, klingt ganz schön groß – ist es auch! Das bundesweite Förderprogramm heißt „Integration durch Qualifizierung (IQ)“.

    Einfach ausgedrückt: Hier sollen Erwachsene mit Migrations- und Fluchtgeschichte in den heimischen Arbeitsmarkt aufgenommen werden. Dazu braucht es Unterstützung, Beratung und vor allem auch die Prüfung, Anerkennung und manchmal auch Erweiterung von im Ausland erworbenen Fähigkeiten.

    Handwerkskammer Hamburg - Integrationsprojekt Brücke ins Handwerk

    Bei den Fotoaufträgen für „Brücke ins Handwerk“ legte ich die klassische Portraitaufnahme immer ans Ende des jeweiligen Shootings, damit für den direkten Blick in die Kamera bereits ein wenig Vertrautheit entstanden ist. Bei Rubén Delgado Gomez war das allerdings gar nicht nötig – der Elektriker ruhte in sich selbst.

    Fotoprojekt

    Handwerker Elektriker

    Fliesenleger Fotoprojekt Integration

    Den Fliesenleger Mustaja Haji Jumaan besuchte ich bei der Sanierung eines Mietkomplexes in Hamburg-Niendorf. 

    Fliesenleger bei der Arbeit

    Stadach Fliesenleger

    IQ-Projekt Brücke ins Handwerk

    Die Handwerkskammer Hamburg hat hierzu das IQ Projekt „Brücke ins Handwerk“ ins Leben gerufen und wird damit zu einem wichtigen Bindeglied zwischen Handwerksbetrieben und Innungen und den ausländischen Fachkräften. Neben der Vermittlung von qualifizierten und engagierten Fachkräften braucht es Beratung zu rechtlichen Rahmenbedingungen, Fördermöglichkeiten, kulturellen Herausforderungen am Arbeitsplatz und, und, und. 

    Hier schließt sich der Kreis zu meiner Fotografie: Bei rund 400 potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern in der Hansestadt Hamburg gibt es etliche Erfolgsgeschichten zu erzählen! Zu meiner Aufgabe wurde es, diese erfolgreich vermittelten Fachkräfte in ihren Betrieben zu portraitieren. Toll, oder? Der Sinngehalt dieser Aufträge ist aus meiner Sicht ziemlich hoch!  

    Leichtere Kost: Nach einer Ausschreibung der Handwerkskammer Hamburg (und einer ausführlichen Bewerbung meinerseits) erhielt ich den Zuschlag für die fotografische Begleitung der Erfolgsgeschichten und unterschrieb für das IQ Projekt „Brücke ins Handwerk“ einen Werksvertrag. Soweit die Formalitäten – jetzt wird fotografiert! 

    Lager

    Leseberg Hamburg

    Ghulamsakhi Alizada arbeitet als Fachkraft für Lagerlogistik bei der Leseberg Automobile Gmbh.

    IQ Hamburg Handwerkskammer

    Glaserei Ziegert

    Glaserei Ziegert - Intergrationsprojekt Brücke ins Handwerk

    Das erste von vielen weiteren Shootings für die Handwerkskammer Hamburg fand in der Glaserei Ziegert statt. Hier fotografierte ich Biran Ngum und Ebrima Fadika.

    Glaserei

    Aufgeregt? Ich auch!

    Jede(r) Teilnehmer/Teilnehmerin dieses Projekts wurde an einem anderen Tag fotografiert, insgesamt zog sich das Fotoprojekt über rund zwei Jahre. Jedes Shooting beinhaltete nicht nur die rund 1,5-stündige Fotografie, sondern auch zwei Interviews, die eine der fantastisch einfühlsamen Mitarbeiterinnen der Handwerkskammer Hamburg sowohl mit der ausländischen Fachkraft als auch mit einem Repräsentanten des Handwerksbetriebes führte. 

    Und nun stell dir diesen Tag aus Sicht einer der Fachkräfte vor: Deine sprachlichen Fähigkeiten sind meist noch nicht sehr tragfähig und jetzt sollst du mit dem Geschäftsführer deines Betriebes, einer Vertreterin der Handelskammer und einem fremden Fotografen Interviews führen, deine Arbeit erklären und: dabei auch noch einen guten Eindruck machen. Ganz ehrlich: Bei mir würde das für Herzklopfen sorgen, wenn ich das in Syrien, Irak oder Sierra Leone machen müsste…

    Perspektive Handwerk fotografieren

    Elektriker

    Mohajed Asto ist gelernter Elektroingenieur aus Syrien.

    Elektriker Details fotografieren

    Maler Brücke ins Handwerk

    Maler beim Farbe anrühren

    Perspektive

    Die fotografischen Anforderungen und das Briefing für das Projekt Brücke ins Handwerk verlangten nach einer eher sachlichen Fotografie. Hier und da bot sich aber – wie hier – eine pfiffige Perspektive an. Sowas mag ich.

    Fotografieren ist (auch) Psychologie

    Zu Beginn eines Shootings – und das mache ich fast immer so – habe ich die Kamera zunächst in der Fototasche gelassen. Erstmal quatschen, das lockert ein bisschen auf. Mich ebenfalls. Dann habe ich meist versucht mit dem jeweiligen Model alleine zu sein, bevor die Kamera erstmalig zum Einsatz kommt. Das geht übrigens fast allen Menschen so, vom Auszubildenden bis zur Geschäftsführerin: Sobald du als Fotograf mit deinem schwarzen Kasten vor dem Gesicht näher kommst, sorgt das für Unbehagen. Besser es guckt nicht noch die halbe Belegschaft zu! Professionelle Models können das ausblenden, alle anderen nur in seltenen Fällen. 

    Was bei der Fotografie von Menschen im Beruf oft für Sicherheit sorgt, ist, dass die zu fotografierende Person in ihrem Element, in ihrer fachlichen Tätigkeit steckt. Das hilft! Erst wenn nach und nach das Eis gebrochen ist, erstelle ich die „richtigen“ Portraits, bei denen mir die Models direkt in die Kamera lächeln sollen. Fast immer lege ich diese gestellten Aufnahmen ganz ans Ende vom Shooting – das hat sich bewährt.

    Handwerker bei der Arbeit fotografieren

    Radstation Bergedorf

    Radstation Bergedorf (Foto: Florian Läufer, Hamburg)

    Der hatte immer den Schalk im Nacken: Ben Tallents in der Radstation Bergedorf.

    Zahntechnikerin fotografieren

    Zahntechnikerin bei derArbeit fotografieren

    Einige Shootings fanden in den akuten Coronaphasen statt, sodass an Bilder ohne Maske nicht zu denken war. Die Zahntechnikerin Ioana Cosa kann ich hier also nur mit Mundschutz zeigen.

    Detail Zahntechnik

    So ging es dann zwei Jahre lang, bis nun am 31.12.2022 die Förderung dieses Projektes zunächst ausläuft. Für mich ist die Begleitung von „Brücke ins Handwerk“ eine ausgesprochen tolle Erfahrung gewesen. Ich habe ganz unterschiedliche Menschen aus Ländern fotografieren dürfen, die ich sonst mit Krieg und Unrechtssystemen zusammenbringe. Beklemmend, irgendwie. Bei einem der Shootings kam es zu einem Dialog, den ich nie vergessen werde. Aus dem Gespräch heraus stellte ich die Frage:

    „Hast du Kinder?“

    „Ja, vier Stück.“ Kurze Pause. „Jetzt nur noch zwei.. Ist Krieg, weißt du!?“

    Gänsehaut! Helfen hilft!

  • Elisa & Robin – Hochzeitsfotos in Lübeck bei den media docks

    Elisa & Robin – Hochzeitsfotos in Lübeck bei den media docks

    Hochzeitsfotos in Lübeck – für mich als Fotograf aus dem Nordosten Hamburgs ist der Lübecker Stadtkern tatsächlich unkomplizierter zu erreichen als die Hamburger City. Und so habe ich die letzten Jahre recht häufig im Lübecker Umkreis Hochzeiten begleiten dürfen, wie nun auch die von Elisa & Robin. Wie immer: In den 14 Tagen vor jeder Hochzeit treffe ich mich mit dem Brautpaar, um noch einmal den Ablauf des großen Tages durchzusprechen. Und, fast noch wichtiger, um gemeinsam Fotospots für die Hochzeitsfotos auszukundschaften. Die beiden Verliebten wollten ihre Hochzeitsfotos in Lübeck gerne im urbanen Umfeld realisieren. To make a long story short: Nach ersten Ideen in der City hat es uns letztlich zu den media docks an die Trave gezogen. 

    First Look Shooting und Hochzeitsfotos in Lübeck

    Die media docks bieten für diese Hochzeitsfotos in Lübeck gleich mehrere Vorteile: Du hast den direkten Bezug zur Hansestadt, du hast Wasser, Schiffe und irgendwie auch einen schönen Coolness-Faktor mit Graffiti, alten Schiebetoren und dieser rostigen Hafenromantik. Außerdem haben Elisa & Robin den First Look-Moment, also das erste Aufeinandertreffen im Hochzeits-Outfit, von ihrer eigentlichen Feier gelöst. Dadurch gehört dieser intim-emotionale Moment ganz ihnen alleine. Na gut, ich „belausche“ diesen Augenblick aus mittlerer Distanz mit der Kamera und friere ihn für immer in zeitlosen Fotos ein. Was dabei herausgekommen ist, siehst du hier:  

    Hochzeitsfotos in Lübeck. Hier geht die Braut beim First Look auf den Bräutigam zu.

    First Look – gleich ist es soweit. Noch liegen gut 30 Meter Distanz zwischen Elisa & Robin…

    Bräutigam warten auf seine Braut beim First Look Shooting an der Trave in Lübeck.

    Der Fotograf Florian Läufer hat hier den Bräutigam beim First Look fotografiert. Im Hintergrund ist die Braut zu sehen.

    Noch nicht umdrehen, Robin! 

    First Look Shooting an der Trave.

    Schau mal, wie der Wind durch das Hochzeitskleid streicht. Klasse, oder?

    Hochzeitsshooting bei den media docks in Lübeck. Gleich treffen Braut und Bräutigam erstmals aufeinander.

    Was für eine Situation: In wenigen Sekunden sehen sich Elisa & Robin zum ersten Mal am Tag ihrer Hochzeit. Als sich beide zueinander drehen, jubelt die kleine Familie lautstark vom Boot im Hintergrund. Denn die hatten diesen Moment längst aus der Ferne beobachtet.

    First Look - Das Hochzeitspaar sieht sich zum ersten Mal im Hochzeits-Outfit.

    Hochzeitspaar küsst sich beim Brautpaar-Shooting.

    Erstmal küssen – das hilft! 

    Brautpaar tanz an der Trave beim Hochzeitsshooting

    Professionelle Hochzeitsfotos in Lübeck mit der Trave im Hintergrund.

    Toll – so sieht ein glückliches Hochzeitspaar aus!

    Hochzeitsbild vom Brautpaar an der Trave

    Hochzeitspaar auf dem Weg ins Glück.

    Mit dir in die Zukunft!

    Klassisches Hochzeitsfoto an der Trave in Lübeck.

    Klassisches Hochzeitsfoto bei der alten Kogge an der Trave.

    Hochzeitsportrait bei den Lagerhallen an den media docks in Lübeck.

    Brautstrauss

    Brautpaarfoto

    Hochzeitsfotos in Lübeck. Hier hat der Fotograf Florian Läufer aus Hamburg auf den Auslöser gedrückt.

    Die rostig-urigen Türen der großen Lagerhalle sind ein super Spot für urbane Hochzeitsfotos in Lübeck.

    Hochzeitsfotos bei den media docks in der Hansestadt Lübeck.

    Urbane Hochzeitsbilder an den Lübecker media docks an der Trave.

    Brautpaarshooting bei den media docks in Lübeck

    Emotionales Hochzeitsfoto vom Brautpaar bei ihrer freien Trauung in Lübeck.

    Nach den offiziellen Hochzeitsfotos folgt die freie Trauung mit anschließender Gartenparty. Die Bilder, die dabei entstehen, sind dem privaten Fotoalbum vorbehalten. Aber das darf ich verraten: Es ging sehr, sehr emotional zu!

    IN EIGENER SACHE

    Wenn auch dein großer Tag bevorsteht und du dir vorstellen kannst, dass ich ihn in dynamischen, stimmungsvollen, lustigen und emotionalen Bildern als dein Hochzeitsfotograf festhalten darf, dann komme gerne über das Kontaktformular ins Gespräch mit mir. Bei einer Tasse Kaffee können wir unverbindlich über die fotografischen Möglichkeiten auf deiner Hochzeitsfeier sprechen.

    Weitere Beispiele einiger meiner fotografischen Hochzeitsbegleitungen findest du unter oder rechts neben diesen Beitrag – je nach verwendetem Endgerät. Klicke einfach bei „Themen“ auf den Button „Hochzeitsreportage“. Viel Spaß beim Anschauen!

  • Sommerfotografie – Neun Kniffe für natürliche Fotos bei Sonnenschein

    Sommerfotografie – Neun Kniffe für natürliche Fotos bei Sonnenschein

    Licht, Licht, Licht – darum geht es in der Sommerfotografie. Doch das ist nur die halbe Wahrheit! Denn: Wo Licht ist, ist auch Schatten. Beides zusammen kann in der Sommerfotografie zu harten Kontrasten mit überstrahlten Bereichen und tiefdunklen Schatten führen. Im Einzelfall lässt sich das noch bewusst als gestalterisches Stilmittel einsetzen. Und in allen anderen Fällen? Eher nicht. Wie ich in der sommerlichen People-Fotografie aus der Not eine Tugend mache (oder Not gar nicht erst aufkommen lasse), zeige ich hier mit meinen neun Kniffen für natürliche Sommerfotos. 

    1. Silhouetten erzeugen

    Oft sind die Fotos am stärksten, die dem Betrachter Raum lassen, mit seiner Fantasie zu spielen. Im Gegenlicht der tief stehenden Sonne arbeite ich deshalb gerne mit dem Erzeugen von Silhouetten, wie wir sie aus dem Scherenschnitt kennen. Meist werden die gezeigten Personen schon mittels Belichtungsautomatik viel zu dunkel dargestellt, ich helfe durch gezielte Unterbelichtungen von ein, zwei Blendenstufen oft noch ein bisschen nach. Wichtig bei dieser Technik sind ein spannender oder besonders schön gefärbter Hintergrund und eine aussagekräftige und freigestellte Silhouette, die sich nicht mit anderen Bildteilen vereint.

    Silhouetten erzeugen im Gegenlicht.Man muss nicht alles erkennen, um Emotionen zu wecken. Im Gegenteil: Silhouetten regen die Fantasie des Betrachters an.

    2. Sommerfotografie – Tageszeit bewusst wählen

    Wenn ich Shootings zeitlich planen kann, vermeide ich immer, immer, immer das gleißende Tageslicht. Zusammengekniffene Augen, viel zu hartes Licht und kaum kontrollierbare Kontraste sind irgendwie nur mittelgut. Frühmorgens und in den Abendstunden kann das warme Sonnenlicht eine echte Offenbarung sein. Ich werde dann immer ganz kribbelig, wenn die Farben satt und kontrastreich dargestellt werden und die Haut des Models in dunklem Sommerteint erscheint. Jetzt gelingen die Fotos fast von alleine.

    Die Tageszeit ist in der Sommerfotografie entscheidend.Dieses Paarshooting hatte ich bewusst auf die Zeit des späten Nachmittagslichts gelegt – hat sich gelohnt!

    3. Reflektor einsetzen

    Reflektoren sind ganz hervorragendes Zubehör, um die Sommerfotografie mit einfachen Mitteln auf ein höheres Niveau upzugraden. Die hochstehende Sonne sorgt bei Portraits oft für Schatten in den Augenhöhlen und unter Nasenspitze und Kinn – ärgerlich. Mit einem schräg von unten gehaltenen Reflektor beamen wir die Schatten weg. Geübte Models können den kleinen Reflektor selbst halten (und dabei noch natürlich lächeln). Geübte Fotografen nehmen dem Model diese Arbeit ab und fotografieren einhändig, während die zweite Hand den Reflektor justiert. Alle anderen lassen sich hierbei assistieren. Dafür braucht übrigens niemand ein Fotodiplom! Ich bitte immer um eine helfende Hand im Freundeskreis (von mir oder dem Model) und mache einmal vor, wie das von oben einfallende Sonnenlicht auf das Model umgelenkt wird.

    Der Einsatz eines Reflektors hellt bei diesem Portrait die Schatten im Gesicht des Models auf.Ein von unten gehaltener Reflektor hellt bei diesem Portrait die Schatten auf.

    4. Vollschatten suchen

    Ist mir das Sonnenlicht zu harsch, vermeide ich es meistens. Es kann so einfach sein: Vollschatten heißt dann die Lösung in der Sommerfotografie! Ich liebe dieses gleichmäßige, weiche Licht, dass sich immer irgendwo finden lässt, wenn man nicht gerade auf freier Fläche fotografiert und der Sonne schonungslos ausgeliefert ist. Klingt komisch, ist aber so: Im Schatten hast du keine Schatten mehr. Allerdings: Liegt der Hintergrund in der Sonne, wird dieser stark überstrahlt und das Bild wirkt belichtungstechnisch unstimmig.

    Vollschatten hilft in der SommerfotografieDas Motorrad-Shooting fand an einem wolkenlosen Sommertag statt. Für dieses Foto suchten wir uns eine Häuserecke im Industriegebiet, die im Vollschatten liegt.

    5. Fleckiges Licht in der Sommerfotografie vermeiden

    Ist meine eigene Wortschöpfung: „fleckiges Licht“. Damit meine ich Sonnenlicht, welches z.B. durch Blätterdächer fällt und diesen komischen Mix aus Lichtflecken und Schatten kreiert. Insbesondere beim Fotografieren von Personengruppen ein absolutes No-Go. Die Belichtungsunterschiede zwischen Licht und Schatten sind einfach zu groß, als dass man die Bildergebnisse noch als „kreative Freiheit“ durchgehen lassen könnte. Kriegen zwei Gesichter der fünfköpfigen Personengruppe Licht ab, während die anderen drei im Schatten liegen, ist das irgendwie Murks. Entweder alle im Schatten oder alle in der Sonne. Und wenn Sonne, dann darf die Gruppe nicht direkt hinein blicken, damit es keine gekniffenen Augen gibt, als hätten gerade alle auf Zitrone gebissen. Ach, irgendwas ist ja immer…

    6. Blitzen – so hell wie die Sonne!

    Da ich häufig Hochzeiten mit dem Fotoapparat begleite und die Paarshootings aus organisatorischen Gründen oft zu fotografisch ungünstigen Uhrzeiten angesetzt sind, muss ich die Mittagssonne in Kauf nehmen. Meine absolute Geheimwaffe ist dabei ein leistungsstarkes Blitzgerät, das es mit der Sonne aufnehmen kann – der akkubetriebene Rollei HS Freeze 6S. Selbst bei schärfstem Sonnenschein lassen sich damit Schatten auf dem Hochzeitspaar aufhellen. Ich liebe das Licht dieser TTL-fähigen „Blitzkanone“! Zugegeben, der Rollei Freeze ist kein Leichtgewicht, die Bildergebnisse sind dafür aber unvergleichbar toll.

    Blitzen bei Sonnenschein

    Das fertige Hochzeitsfoto und das „Making of“ davon gleich darunter.

    Making of: Blitzen bei SonnenscheinSonne to go! Ein leistungsstarkes Blitzgerät ist im Sommer Gold wert! Ein Aufsteckblitz hätte hier kaum die nötige Power gehabt.

    7. Lens Flares nutzen

    Fluch oder Segen? Das mag man sich bei auftretenden Lens Flares fragen. Die Antwort ist eindeutig: beides! Hervorgerufen durch direkt auf die Linse einwirkende, helle Lichtstrahlen, können Lens Flares in Form von Schleier, (runden) Flecken oder Farbveränderungen auftreten. Auf den ersten Blick verschlechtert dies die Bildqualität. Auf den zweiten Blick können diese Irritationen aber auch als gestalterisches Mittel eingesetzt werden und dem Foto zu mehr Authentizität verhelfen. Da selbst minimale Perspektivänderungen große Auswirkungen auf auftretende Lens Flares haben, spiele ich gerne ein wenig damit herum. Mal mag ich sie, mal nicht. Gut zu wissen jedenfalls, dass man sie bei Gegenlicht gezielt einsetzen kann.

    Lens Flares bewusst eingesetzt.Gegenlicht doppelt genutzt: Die ins Objektiv scheinende Sonne verursacht auf diesem Foto einige Lens Flares über den Köpfen der Fahrradfahrerinnen, außerdem sorgt sie für Reflexionen in den Tautropfen der Gräser im Vordergrund. Ich mag dieses Foto sehr!

    8. Sonnensterne hervorrufen

    Landschaftsfotografen erzeugen sie gerne, ich mag sie in der Peoplefotografie ebenfalls – Sonnensterne! Zwar arbeite ich üblicherweise gerne sehr offenblendig, um die fotografierte Person durch maximale Hintergrundunschärfe freizustellen. Bei Gegenlicht juckt es mir aber doch immer wieder in den Fingern, die Blende zu schließen, damit sich aus der sonst sanft zerfließenden Sonne ein kitschig-schöner Stern bildet. Wichtig: Die Sonne darf nur gerade eben so hinter dem Model oder einem anderen Bildelement hervorgucken, um diesen Effekt bestmöglich zu erzeugen. An der richtigen Stelle im Bild eingebaut ein echter Eyecatcher. Sonnensterne finde ich super!

    Sonnenstern bei geschlossener Blende - ein schönes Stilmittel.

    Sonnenstern in der SommerfotografieOb hart oder zart – ein Sonnenstern passt bei beiden Fotos als perfekter Eyecatcher.

    9. Lichtkanten malen

    Trifft das Licht der (sehr) tief stehenden Sonne etwa in einem 45-Grad-Winkel auf die zu fotografierende Person, malt sie eine dünne Lichtkante um den Körper. Dazu die orange-rote Himmelsfärbung eines lauen Sommerabends und schon weißt du: Mehr Atmosphäre geht nicht! Diesen Lichtmoment darfst du in der Sommerfotografie einfach nicht verpassen!

    In der Sommerfotografie arbeite ich gerne mit Lichtkanten.Die Lichtkante zieht sich hier vom Babybauch bis ins Haar des Models.

    IN EIGENER SACHE:

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  • Florian denkt nach – meine schönsten (und schlimmsten) Fotomomente 2021

    Florian denkt nach – meine schönsten (und schlimmsten) Fotomomente 2021

    Was bisher geschah: Nach einem katastrophalen 2020er Corona-Jahr bin ich also irgendwie ins zweitausendeinundzwanzigste Jahr n. Chr. hineingescheitert. Endlich vorbei! Aufstehen, Krone richten, weitermachen! Wer hätte damals geahnt, dass 2021 genauso weitergeht – und zwar bis heute!? Ich finde ja, dass Corona auch eine psychische Erkrankung ist. Ganz egal, ob du’s hast, hattest oder hasst: Irgendwie verändert es die Menschen. Bei mir jedenfalls hat es für einige Rochaden im Freundeskreis und beruflichen Umfeld gesorgt. 

    Leichtere Kost – hier soll es um Fotografie gehen! Nach dem Jahreswechsel rette ich meinen Kontostand noch einige Wochen mithilfe eines 450-Euro-Jobs über die Zeit. Ich versuche, mit der Gelassenheit eines Hindu-Königs auf das zu warten, was da hoffentlich kommen möge – die Fotosaison 2021. Nach der kleinen Kälte zum Jahreswechsel folgt bald die große Kälte mit Schnee, Glätte, Eiszapfen und zugefrorenen Gewässern. Simsalabim! Das kommt mir aus fotografischer Sicht gleich mehrfach gelegen.

    Winter is coming

    Für den Hamburger Winterdienst Borchers hatte ich in der Vergangenheit mehrere Fotoaufträge übernommen, für die echten Winterbilder, also die mit Schnee und Räumfahrzeugen, fehlte in der Vergangenheit der Schnee. „Sobald es schneit, musst du uns mal mit dem Fotoapparat begleiten, Florian!“ So waren wir die letzten beiden Jahre verblieben. Dann geht es ganz fix. Das Wetter hält sich an den Wetterbericht und es schneit, schneit, schneit. Noch in der gleichen Nacht (und am nächsten Tag) begleite ich das fleißige Borchers-Team und kann die Speicherkarten mit Winterdienstbildern vollmachen, die heute die Homepage der zuverlässigen Schneeschipper zieren. 

    Zwischen Anruf („Es schneit, Florian! Kannst du heute Abend Fotos machen?“) und Schneetreiben liegen nur wenige Stunden. Fast zwei Jahre hatten Winterdienst Borchers und ich auf diesen Moment gewartet. 

    Ein Blitzlicht habe ich hinter Lino versteckt, um diese Gegenlichtsituation zu erzeugen.

    Winterdienst-Romantik: Sonnenaufgang!

    Da bekommt man (fast) Lust auf Schneeschippen.

    Und ich nutze die kalten Tage und zugefrorenen Gewässer, um für das Anglermagazin „Fisch & Fang“ Foto- und Textmaterial zum Thema Eisangeln in Mecklenburg-Vorpommern zu erstellen. Solche Bilder sind schließlich auch nicht in jedem Jahr möglich! Chance nutzen! Auch witzig: Jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, ist die Januarausgabe 2022 im Zeitschriftenhandel (oder hier versandkostenfrei: Januarausgabe Fisch & Fang) erhältlich, in dem auf gut 15 Seiten meine Fotos erschienen sind. 

    Eisangeln ist in unseren Breitengraden nicht in jedem Jahr möglich. Im Februar ’21 passt alles und ich kann den Fishing-Guide David Bernhardt in Mecklenburg-Vorpommern mit der Kamera aufs Eis begleiten. In diesen Tagen ist das Ergebnis auf gut 15 Seiten im Anglermagazin erschienen und ist bis Ende des Monats im Zeitschriftenhandel erhältlich.

    David schafft es sogar aufs Cover!

    Noch mehr winterliche Landschaften fotografiere ich in der Lüneburger Heide, sowie an der Ost- und Nordsee. Ein Traum, dass ich mein umfangreiches Bildarchiv mit einigen Gigabyte Winterfotos auffüllen kann. 

    Kleine Welt ganz groß – Eiskristalle im Gegenlicht der aufgehenden Sonne.

    Behind the scenes – mein langjähriger Fotobuddy Holger Kröger machte dieses Foto von mir an einem frostigen Februarmogen. (Danke, Holger!) Das Ergebnis siehst du unten: 

    Ganz schön kalt!

    Am Leuchtturm Obereversand sind einige Tage später Schnee und Eis schon wieder Geschichte. Kalt ist es trotzdem. Auch, wenn es auf diesem Foto nicht danach aussieht.

    Das letzte Kind hat Fell

    Im März kommt Leben in die Bude. Läufers sind auf den Hund gekommen! Mein neuer Fotobuddy heißt Milow und bringt erstmal den Alltag ganz schön durcheinander. „Wuff-wuff!“ Was soll’s, die Kids sind längst erwachsen, da fangen wir nochmal von vorne an. Wie sagt man? „Das letzte Kind hat Fell!“ Isso!

    Gestatten, Milow! 

    Ich kann auch anders!

    Süß, oder?

    Fotografisch ist sonst nüscht los. Hier und da mache ich einige Produktfotos für verschiedene Online-Shops, nichts Aufregendes. Schattenfrei ausgeleuchtete Produkte auf weißem Grund. Menschen fotografieren ist spannender.

    Ende des Monats kommt eines meiner schönsten Fotoprojekte 2021 ins Spiel. Ich erstelle in der Atelier-Werkstatt von Frank Pressentin ein fotografisches Portrait von ihm und seiner künstlerischen Tätigkeit als Erschaffer hochwertigster Schreibgeräte unter der Marke „Elbwood“. Man muss sich das vorstellen: Füllfederhalter aus edelsten Materialien in Einzelanfertigung. Da kostet ein fertiges Schreibgerät zwischen 1.000 und 8.500 Euro! Man fängt automatisch an zu flüstern, wenn man solch ein edles Stück in den Händen hält. 

    Ich liebe die Fotos, die an diesem Tag entstehen. Frank Pressentin „The Penmaker“ auch. Inzwischen werden die Bilder von dem Autodidakten auf seiner Webseite, in Infobroschüren und in verschiedenen Magazinen verwendet. Tolles Fotoprojekt, super Typ!

    Die Atelier-Werkstatt von „The Penmaker“ Frank Pressentin.

    Frank Pressentin – The Penmaker hinter der Marke Elbwood.

    Die Feder ist aus purem Gold.

    Mit kleinen, selbstgebastelten Reflektoren setze ich einen der exklusiven Füller ins rechte Licht.

    Unter anderem in der deutschsprachigen Ausgabe der „Heritage Post“ werden meine Fotos verwendet. (Handyfoto)

    Fotografieren im Untergrund

    Die Sache mit dem U-Bahnhof ist dann mein April-Highlight und ein Beweis, dass dich freie Arbeiten immer irgendwie weiterbringen. Und das kam so: Gleich im allerersten Corona-Lockdown 2020 wurde mir schnell langweilig und ich wollte nicht auf der Couch verkümmern. Ich fotografierte Hamburgs schönste U-Bahnhöfe und bastelte aus den Ergebnissen einen vielbeachteten Blogartikel. Nur so, um fotografisch und kreativ im Spiel zu bleiben. 

    Jetzt, ein Jahr später, klingelt das Telefon zu diesem Blogbeitrag. In Kurzform: Man habe die Fotos gesehen, sei begeistert und als professioneller Ladenbauer gerade dabei, einen groooßen Edekamarkt direkt über dem U-Bahnhof Mümmelmannsberg in Hamburg einzurichten. Das Ganze soll an die darunterliegende Bahnstation erinnern, bestenfalls mit meinen Fotos. „Hätten Sie nicht Lust, in ihrem Stil den Bahnhof als Auftragsarbeit zu fotografieren? Die Bilder sollen später in gut drei Metern Größe gedruckt und aufgehängt werden. Ist das was für Sie, Herr Läufer?“ Darüber muss ich nicht allzu lange nachdenken…

    Industriefotografie im U Bahnhof Mümmelmannsberg in Hamburg

    Der U-Bahnhof Mümmelmannsberg im Hamburger Stadtteil Billstedt.

    Der U-Bahnhof Mümmelmannsberg im Hamburger Stadtteil Billstedt

    Industriefotografie im Hamburger U-Bahnhof

    Industriefotografie im Edekamarkt Woelm in Hamburg. Foto: Florian Läufer

    Und so sieht das alles einige Wochen später im neu gestalteten Edekamarkt aus.

    Der Edekamarkt Woelm in Hamburg-Billstedt mit Fotografien von Florian Läufer

    Zwei Dutzend Schwarzweiss-Portraits

    Mit einem umfangreichen freien Projekt lasse ich den April ausklingen. Die Idee: Ich möchte gut 20 vollkommen unterschiedliche Personen fotografisch portraitieren. In Schwarzweiß und vor weißem Hintergrund. Dazu stets das gleiche Licht, stets das gleiche Set-up, stets die gleichen Kameraeinstellungen, stets der gleiche Barhocker, den ich für diese Portraits für einen Zehner auf ebay-Kleinanzeigen kaufe. In der Bildbearbeitung verzichte ich auf echte Retusche und verleihe den Ergebnissen lediglich einen kontraststarken, körnigen Look und mache den Hintergrund gleichmäßig weiß. That’s it! Herausgekommen sind – trotz aller Gleichheit – vollkommen unterschiedliche Fotos. 

    Charakter-Portraits - Fotograf: Florian Läufer, Hamburg

    Mein Schwarzweiß-Fotoprojekt hat mich mit etlichen interessanten Menschen zusammengebracht.

    Die Hochzeitssaison

    Jetzt sollte eigentlich die Zeit der Hochzeiten beginnen. Zwischen April und Oktober ist meine Fotografie geprägt von Trauungen – normalerweise. Doch es kommt wie im vergangenen Jahr: Stornierungen am laufenden Band. Viele Paare sagen ihre Hochzeit ab, manche feiern trotz der Corona-Einschränkungen, wenn auch im stark reduzierten Umfang. Dafür ist dann allerdings kaum noch ein Fotograf vonnöten. Klar, wenn du mit acht statt achtzig Gästen in der Kirche sitzt, betrachtet man die Dinge anders.

    Und dennoch: Einige Vermählungen mit überschaubarer Gästezahl (und ohne Tanz und Musik) bleiben, in die kniee ich mich umso mehr rein. Und so werden die Trauungen von Lisa & Timo, Anja & Lars und Carolin & Lukas für mich immer etwas Besonderes sein. Später kommen noch Ricarda & Marco, Caroline & Manuel und andere Kurzentschlossene hinzu.

    Natürliche Hochzeitsfotos Hamburg und Norddeutschland

    Lisa & Timo in Nortorf

    Hochzeitspaar im Oldtimer nach der Trauung. (Fotografiert von Florian Läufer, Hamburg.)

    Anja & Lars werde ich in 2022 wiedersehen. Nach der standesamtlichen Trauung in diesem Jahr wird im kommenden ein großes Fest gefeiert! Freu mich drauf!

    Hochzeitsfotos am Baumwall auf der Gangway zur Cap San Diego

    Die Gangway zur Cap San Diego an den Hamburger Landungsbrücken wird man nur selten ohne Menschen fotografieren können. Die Coronaeinschränkungen machen es in diesem Fall möglich, sodass Carolin & Lukas zu einem sehr individuellen Hochzeitsfoto kommen.

    Hochzeitsfotos im Wald. Der Fotograf Florian Läufer drückte hier auf den Auslöser

    Ricarda & Marco mochten den Wald in der Nähe der Location – ich auch!

    Landhochzeit in Brandenburg - Hochzeitsfoto

    Caroline & Manuel – auch hier sind Holz und Natur ein Thema. Caroline ist Landwirtin, Manuel Forstwirt. Logisch, dass wir diese Kulisse aufgreifen.

    Ach, und noch ein toller Moment für mich: Für eines meiner im Vorjahr gemachten Fotos erhalte ich bei den „Masters of German Wedding Photography“ einen Award von der internationalen Jury verliehen. Dieser Fotwettbewerb findet im deutschsprachigen Raum auf sehr hohem Niveau statt. Der gewonnene Award ist eine hervorragende Bestätigung für mich, mit meiner Fotografie auf dem richtigen Weg zu sein. *Florian stolz!

     

    Tschüss, Photobooth!

    Apropos: Meine Fotobox, die ich 2019 für Hochzeiten und Events anschaffte und mit zwei Partnern als eine klitzekleine Personengesellschaft führte, war schon 2020 pleite. Corona halt! Sich mit einem Dutzend halbbetrunkener Gäste vor einer Fotobox auf engstem Raum zu präsentieren, ist vermutlich das Letzte, was je wieder erlaubt sein wird. In der Hoffnung auf ein besseres 2021 kaufe ich Anfang des Jahres die „Konkursmasse“ (also die Fotobox) meiner soeben abgewickelten Gbr ab. To make a long story short: Ich hatte sie im laufenden Jahr kein einziges Mal im Einsatz. Inzwischen sind die Geräte in einer dunklen Kellerecke abgestellt und ich möchte an dieses Abenteuer nicht mehr denken. Es ist verzwickt: Nicht nur, dass der Umsatz der Fotobox seit Februar 2020 bei null Euro liegt. Die Abwicklung der Personengesellschaft muss aus Komplexitätsgründen der Steuerberater übernehmen, der dafür mit einem Stundensatz von 135,- Euro plus Steuer entlohnt werden musste. So sieht sie also aus, die schnelle unbürokratische Hilfe, von der im Fernsehen immer berichtet wurde. Soll ja alles seine Richtigkeit haben. Resteverwertung? Doppelt blöd: Der Wert der Photobooth-Anlage liegt bei mehreren Tausend Euro. Theoretisch. Praktisch ist ein Photobooth in Coronazeiten ungefähr so gut zu verkaufen, wie Eisschränke in Alaska. Nun steht sie also seit zwei Jahren im Keller herum…

    Meine aufwändig gestaltete Fotobox werde ich 2022 nicht weiter betreiben – schade.

    Die zweite Jahreshälfte – es geht bergauf

    Genug der Schwarzmalerei. Im Juni ergibt sich wieder eine Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Seenland Oder/Spree e.V., mit dem mich eine langjährige Kooperation verbindet. Die Zielgruppe der Brandenburger Touristiker hat sich im Laufe der Zeit erweitert. Von der Generation der „Best Ager“ (50+) hin zu deren Nachwuchs (25 bis 35). Und so streife ich (inzwischen selbst „Best Ager“) einige Tage mit einer Handvoll Laien-Models und den Mitarbeiterinnen des Tourismusverbandes durch die Wälder und an die Ufer Brandenburger Gewässer. Ich liebe diese naturverbundenen Shootings!   

    Die Zielgruppe der Touristiker hat sich erweitert. Mit ihren „Slow Trips“ sollen hauptsächlich junge Menschen angesprochen werden. „Slow Trips“? Gemeint sind damit kreative Reiseerlebnisse abseits üblicher Klischees. 

    Enjoy! Wer möchte dort jetzt nicht sitzen und den Sonnenuntergang genießen?

    Back to Hamburg: Die Zusammenarbeit mit dem jungen Team der Braaker Mühle hat sich in diesem Jahr intensiviert. Die Bäckerei – mit immerhin 24 Filialgeschäften – setzt im Marketing intensiv auf Social Media und hat dadurch ständigen Bedarf an neuen Fotos. Zwischenmenschlich passt es perfekt bei uns – eine tolle Grundlage. Und so fotografiere ich im Laufe des Jahres alle (!) 24 Filialen (mein Favorit: Semperstraße!) für den in Kürze neu gestalteten Internetauftritt der Brot- und Brötchenprofis. Dazu Mitarbeiter- und Kampagnenfotos und, und, und. Spannend!  

    Die Filiale in der Semperstraße in Hamburg-Winterhude ist aus stylischer Betrachtung mein Favorit. Sieht gemütlich aus, gell!? Reinsetzen, Kaffee trinken!

    Diversity-Fotoshooting in der Braaker Mühle

    Zwei Kolleginnen der Braaker Mühle beim Fotoshooting mit Florian Läufer aus Hamburg.

    Mitarbeiterfotos – anders, frech & frisch! Als Fotograf ist es ein Traum, in diesem Stil fotografieren zu können.

    Mitarbeiterin Braaker Mühle beim Fotoshooting. Fotograf: Florian Läufer

    Portrait Unternehmensfotografie

    Unternehmensfotografie Hamburg - witzige Handwerkerfotos in der Bäckerei Braaker Mühle.

    Stellenanzeige mit Witz

    Eines der vielen Bildergebnisse in meinen Händen: Wer mit so einem Plakat Mitarbeiter sucht, für den ist „Diversity“ nicht nur ein Modewort. (Handyfoto)

    Das 5-Kilo-Hochzeitsbuch

    Im Sommer hat sich die Coronalage beruhigt und wir alle denken, dass Corona nun endlich ausgestanden ist. Tolles Gefühl. Jetzt steigt die Nachfrage! Ich fotografiere einige kurzfristig organisierte Hochzeiten, werdende Mamas mit ihren Babybäuchen und gewordene Mamas mit ihren Babys. Es fühlt sich gut an, endlich wieder normal arbeiten zu können – nach 1,5 Jahren Dauereinschränkung. Dass das alles nur eine Fata Morgana ist und sich zum Winter wieder massiv verschlechtern wird, daran denke ich jetzt nicht. Möchte ich auch nicht. Wir haben unser altes Leben zurück. Jiieeehhaaaah!!! 

    Natürliche Babybauchfotos fertigt der Fotograf Florian Läufer aus Hamburg an.

    Babybauch-Shooting in der Abendsonne

    Was um alles in der Welt willst du mit einem Fotostudio, wenn dir die Natur die schönsten Kulissen bietet? Eben! Ich werde auch in den kommenden Jahren auf ein eigenes Studio verzichten und überwiegend Outdoor fotografieren. Und wenn ich doch mal eines brauche, lässt es sich jederzeit tageweise mieten.

    Glückliches Paar beim Babybauch-Fotoshooting

    Die hochschwangere Franziska in der blühenden Heide

    Ein Outdoor Babybauch-Shooting mit blühender heide im letzten Abendlicht der Sonne

    Matthias & Franziska beim Outdoor Babybauch-Shooting bei Hamburg

    Natürliche Newbornfotos vom schlafenden Baby.

    Meine Babyshootings finden grundsätzlich als Homeshooting statt. Einige Accessoires habe ich im Gepäck.

    Natürliche Babyfotos in Hamburg bei gedämpften Licht

    Ganz besonders wird mir in dieser Zeit die Hochzeit von einem Paar in Erinnerung bleiben, das hier lieber ungenannt bleiben möchte. Ein rauschendes Fest im Oldenburger Land, ich fotografiere was das Zeug hält. Die Zusammenarbeit kam recht überraschend zustande. Für mich genauso wie für das Brautpaar übrigens. Denn: Ich selbst bin quasi das Hochzeitsgeschenk der Eltern! Und es geht weiter. Die Bildergebnisse kommen bei Gästen, Eltern und Hochzeitspaar so gut an, dass die Beschenkung in die zweite Runde geht: ein exklusives Fotobuch! Das gestalte ich gemeinsam mit der sympathischen Brautmama. Und was für die Ewigkeit gedacht ist, soll auch für die Ewigkeit gemacht sein! Mehr als fünf Kilo wiegt das Präsent als es aus dem Druck kommt. Die Präsentationsbox mit Leder überzogen, das Buch in Leinen gebunden, das Papier in bestmöglicher, schwerer Qualität. Aufgeschlagen ist das Fotobuch gut 80 Zentimeter breit! Ein Wahnsinnsgefühl, die eigenen Bildergebnisse in dieser Form betrachten zu können! Am liebsten hätte ich es selbst behalten.   

    Bin ich zu teuer?

    Und dann ist da im Sommer noch die Anfrage eines Unternehmens mit Welt(!)ruf. Alles klingt nach einem sehr spannenden und dauerhaften Fotoprojekt. Wie das bei solchen Unternehmen ist: Die Vergabe erfolgt nach Ausschreibung. Den Zuschlag würde ich gerne bekommen, gleichzeitig muss ich aus betriebswirtschaftlicher Sicht natürlich realistisch kalkulieren. Und das ist manchmal die Krux an solchen Ausschreibungen: Gehst du zu hoch ran, erhält oft der günstigere Anbieter den Zuschlag. Bist du an dem Projekt vom Herzen her interessiert, kann es sich schon aus Prestige-Gründen lohnen. Gehst du allerdings zu niedrig ran, wertest du deine Leistung ab, kannst unglaubwürdig erscheinen und bist am Ende vermutlich schon aus diesem Grund unzufrieden. Und überhaupt: Wer möchte schon unter Wert arbeiten? Ich löse die Situation so, dass ich mit dem niedrigstmöglichen Stundenlohn eines steuerzahlenden Handwerkers die zu erwartenden Arbeitstunden multipliziere. Darunter geht nicht. Zusätzlich darf ich noch ein (kostenloses) Probeshooting absolvieren, um meine Chancen zu erhöhen, in den erlesenen Kreis der Angebotsabgeber zu kommen. Meine Bildergebnisse bewertet mein potenzieller Auftraggeber nach dem Shooting mit „sehr gut“. Einige Wochen später die Absage. In gebogenen Worten wird mir erklärt, mein Angebot sei zu hoch gewesen, man habe sich für einen günstigeren Bewerber entschieden. „Alles Gute für die Zukunft.“ „Danke, Ihnen ebenfalls!“

    Kirche & Kiez

    Eine kleine Besonderheit ist im September die Kieztour mit der Pastorin Angelika Gogolin, die ich vor einigen Jahren über die Hochzeitsfotografie kennenlernte und zu der ich heute ein freundschaftliches Verhältnis habe. Ja, du hast richtig gelesen: Eine echte Pastorin auf der Hamburger Reeperbahn im Stadtteil St. Pauli! Was es damit exakt auf sich hat, kläre ich im zeitigen Frühjahr in einem eigenen Blogbeitrag auf. Aktuell müssen wir die Hintergründe noch topsecret halten. Aber so viel darf ich spoilern: Ich habe eine echte Pastorin im Freudenhaus auf der Reeperbahn fotografiert! Abgedreht!

    Pastorin Angelika Gogolin im Freudenhaus auf dem Hamburger Kiez

    Pastorin Angelika Gogolin im Freudenhaus auf St. Pauli. Da fragt man sich: Was will sie dort? Dazu bald mehr…

    Mit den Hochzeiten von Lisa & Thorben, Katharina & Nils und Jessica & Max neigt sich der Herbst seinem Ende entgegen. Die drei Trauungen waren tolle Abschlüsse mit drei super sympathischen Paaren für mich. Und dass mit einer fotografierten Hochzeit nicht automatisch die Verbindung wieder auseinander geht, kommt häufig vor. Oft klingelt ein bis zwei Jahre später das Telefon mit einer Anfrage für ein Newborn-Shooting. Bei Thorben ist es anders: Kurz vor der Hochzeit mit Lisa hat er sich als Tischlermeister selbstständig gemacht, benötigt nun Bilder für seinen Internetauftritt, der in den kommenden Wochen fertiggestellt sein wird. Beim Shooting erkenne ich neben seinem handwerklichen Geschick seine Liebe zum Beruf und beauftrage wiederum ihn im Nachgang, um mir ein spezielles Möbelstück herzustellen. Networking at it’s best! 

    Hochzeitsfotos beim Cafe Langes Mühle

    Die mag ich: Thorben & Lisa! 

    Die Anfrage zur fotografischen Begleitung der Hochzeit von Jessica & Max war extreeem kurzfristig! Spontan kann ich!

    Scheunenhochzeit in Niedersachsen. Hochzeitsfotograf war hier Florian Läufer aus Hamburg.

    Katharina & Nils hatten hingegen schon einmal verschoben, die freie Trauung samt großer Feier fand dann aber im September endlich statt. Tolles Paar!

    Tischlermeister Thorben.

    Thorben ist ein ungewöhnlicher Tischler. Seinen Meister hat er mit Bestnote bestanden, sein Arbeitsalltag ist von maximaler Flexibilität geprägt. Der Holzprofi arbeitet aus seinem Auto heraus direkt beim Kunden. Die Werkstücke werden in (s)einer kleinen Werkstatt vorgefertigt. Meine Aufgabe besteht darin, dies in atmosphärischen Fotos für seine Webseite herauszuarbeiten. 

    Portraits: Menschen im Beruf

    Bleiben wir beim Handwerk. Die Fotografie von Menschen im Beruf wird 2021 ein großes Thema für mich, das ich in den kommenden Jahren ausbauen möchte. Schon immer liebte ich es, Handwerker mit dem Fotoapparat zu portraitieren. Auf meinem Blog findest du etliche Beiträge zu diesem spannenden Fotothema. (Klicke unter „Themen“ einfach auf „Unternehmensfotografie“, um dir die Beiträge anzeigen zu lassen.) In diesem Zusammenhang bewarb ich mich auf zwei Ausschreibungen der Hamburger Handwerkskammer und erhielt jeweils den Zuschlag. Darum geht es dabei: Im Rahmen eines Integrationsprojektes sollen Handwerkerinnen und Handwerker mit Migrationshintergrund in ihren Betrieben portraitiert werden. Grundlage sind die jeweiligen Erfolgsgeschichten, die sich aus der erfolgreichen Integration und Anerkennung der fachlichen Leistung ergeben haben. Noch sind die Projekte (hinter denen ein Dutzend Fotoshootings stecken) nicht abgeschlossen und ich darf aus rechtlichen Gründen (noch) keine Ergebnisse zeigen. Ich fotografierte Menschen aus Afrika, Syrien, England, Rumänien, Irak und erhielt Einblicke in die bewegenden Geschichten dahinter. Ich führe das nicht weiter aus. Ich meine: Wir können uns sehr, sehr glücklich schätzen, in einem der reichsten Länder dieser Welt zu leben, in dem Demokratie (mit all ihren Unzulänglichkeiten und Kuriositäten), Meinungs- und Pressefreiheit herrschen. Ausrufezeichen!   

    Mit dem Fotoapparat belauscht: traditionelles Handwerk

    Außerhalb der Handwerkskammer-Projekte führt mich der Fotoapparat Ende November in den Stadthafen von Eckernförde. In der Frau Clara-Straße (heißt tatsächlich so!) brodelt es ordentlich in den Töpfen der Bonbonkocherei von Hermann und Heike Hinrichs. Altes, traditionelles Handwerk – ich liebe das! Aus viel Zucker, Glucose und einigen Farb- und Aromastoffen werden hier mithilfe jahrzehntealter Bonbonwalzen süße Leckereien in Handarbeit hergestellt. Ich darf die Herstellung und die Menschen dahinter fotografieren. Und ich darf probieren – lecker! Ein Fotoprojekt für alle Sinne! 

    Achtung, heiß!

    „Wuuusch!“ Mit 160 Grad Celsius wird der Bonbonteig auf die Arbeitsplatte gegossen.

    Einfärben des Bonbonteiges durch Firmeninhaber Hermann Hinrichs.

    Dann muss alles ganz schnell gehen. Kühlt der Teig aus, wird er hart und kann nicht mehr weiterverarbeitet werden.

    Fotoreportage über das traditionelle Herstellen von Bonbons

    Das Aussieben der Bonbons

    Ein tolles Foto dieses Firmenportraits: Der Koch am Dragierkessel

    Bonbonkocher Kai bei der letzten Veredelung der Leckereien. War ein tolles Fotoprojekt! 

    Der Unfall zum Jahresende

    Die zweite Jahreshälfte fühlt sich aus beruflicher Sicht seit Ausbruch der Pandemie erstmalig wieder fast normal an. Die Auftragslage erreicht phasenweise Vorkrisenniveau. Der Verlust aus 1,5 Jahren Pandemie bleibt Verlust und ist nicht wieder aufzuholen, das steht fest. Jetzt möchte ich aber nach vorne blicken und da darfst du nicht nach hinten denken! Ich gönne mir eine einwöchige Auszeit. Die erste seit 2019. Um die Fotoaufträge der letzten Monate Revue passieren zu lassen, fahre ich: FOTOGRAFIEREN! Die Landschaftsfotografie ist bei mir das Hobby im Beruf. Geld ist damit kaum zu verdienen, dafür sind echte Leidenschaften aber vermutlich auch nicht gedacht. Es geht um mich, um die Weite, um das Wetter und vielleicht um EIN schönes Foto am Ende des Tages. 

    Wohin es mich zieht? Auf die Insel Madeira mitten im Nordatlantik auf Höhe Marokkos. Und zwar unbegleitet, sieht man vom Fotoequipment ab. Die Kosten – überschaubar. 300 Euro Flug, 300 Euro Unterkunft, 300 Euro Mietwagen. Das gönne ich mir jetzt! 

    Es sind vor allem die Nebelwälder und die Trekkingtouren im Gebirge, die mich fotografisch reizen. Ich genieße die ersten Tage sehr und bin mit der Fotoausbeute mehr als zufrieden. Gegen Mitte des Trips ist Sturm, sodass sich die eh schon beeindruckenden Atlantikwellen zu echten Brechern aufbauen. Die Ostsee? Ein Ententeich dagegen! In Seixal bricht die tosende See in zerklüftetes Lavagestein. Ein Traum zum Fotografieren. Auch, wenn man unmöglich die Wucht und den ohrenbetäubenden Lärm der peitschenden See auf einem Foto wiedergeben könnte. Ich bin wirklich ergriffen von diesen Eindrücken. 

    Fast scheint es so, als würde der alte Lorbeerbaum nach mir greifen – gespenstisch!

    Denken wir das Gleiche?

    Für mich als Norddeutscher ist der Segeberger Kalkberg (das ist da, wo alljährlich die Karl May-Festspiele stattfinden) mit fast 100 Metern schon verdammt hoch. Auf diesem Foto beginnt der Weg auf Madeiras höchsten Gipfel: den Pico Ruivo mit 1862 Meter Höhe. In einer Woche bin ich viermal hochgestiegen, weil ich eine bestimmte Lichtsituation erleben wollte. Ob ich sie vorgefunden habe? Mehr dazu in Kürze in einem gesonderten Blogbeitrag. 

    15.000 Euro Schaden?

    Das Problem beim Fotografieren ist manchmal, dass man die Umwelt nur durchs Okular wahrnimmt. Daraus ergibt sich eine gewisse Distanz zum Geschehen. Es ist, als wäre der Fotoapparat ein Schutzschild, der dich unverwundbar macht. Mitten drin aber doch nicht ganz dabei. Ich möchte dicht ran an die Wellen, sie in ihrer vollen Dynamik abbilden. Zehn, zwölf Minuten lang passt meine Position zum Weißwasser der brechenden Wellen. Wir kommen uns nicht zu nahe. Dann rollt eine Welle ein, die nicht nur ein wenig, sondern gleich deutlich größer als alle vorherigen ist. Ich weiß, was mir blüht und mit diesem Gedanken ist bereits alles zu spät. Während die Welle bricht, reiße ich noch das Stativ nach oben, um es vor den Wassermassen zu schützen. Es hilft nicht. Der Rucksack mit dem Ersatzequipment lag eben noch knapp hinter mir, jetzt treibt er mit Schlagseite im fast brusttiefen Wasser. Ich hinterher. Ich kriege alles gegriffen, rette mich und die Ausrüstung ans Ufer. Außer einer zerrissenen Hose und einem geprellten Knie geht es für mich glimpflich aus. Die 15.000-Euro-Ausrüstung kann ich zur Hälfte abschreiben – das wird eine Woche später das Gutachten in Deutschland ergeben. Ich bin gut versichert, meine ich. Wie gut tatsächlich, werde ich nach der eingereichten Schadenmeldung wohl bald erfahren. Als wenn Corona nicht schon genug wäre… Auf ins neue Jahr!

    Die raue Küste Madeiras. Aus der Höhe betrachtet denkst du: Bloß nicht runterfallen! Bist du mit den Wellen auf Augenhöhe, denkst du: Bloß nicht reinfallen! Dass mir letzten Endes eine Welle die Beine wegreißen würde, finde ich in der Nachbetrachtung fast schon unfreiwillig komisch. Wenn da nicht der große Kameraschaden wäre…

    Hörst du es? 

    Auf ins neue Jahr!

    Nun geht in wenigen Tagen das Jahr zu Ende. Ich fühle mich durchgeschüttelt. Oder eher wachgerüttelt? Denn: Die vergangenen 12 Monate habe ich fast ein wenig pädagogisch wahrgenommen. Die Umstände haben mir Fragen gestellt. Was ist wichtig? Und was ist WIRKLICH wichtig? Wie will ich weitermachen? Wie gehe ich mit Krisen um? Und wie mit Erfolgen? Was macht es, wenn es mehr Krisen als Erfolge gibt? Welche Bedeutung haben materielle Dinge und welche hat Freiheit? Was macht frei – und was nicht?  

    Mir geht es gut. Und Sorgen habe ich erst, sobald sie da sind. Nicht schon wenn ich sie mir vorher mache. Dies soll mein Mantra für 2022 sein. Bis auf Weiteres lasse ich den Auslöser also weiterrattern. Dabei werde ich (noch) mehr in die Natur gehen, so wünsche ich es mir. „Spaß und Zufriedenheit“ heißt meine neue Währung. Dies wird dazu führen, dass ich nur noch Aufträge fotografiere, die 100% zu mir passen. Alle anderen empfehle ich an meine Berufskollegen weiter. Auch eine Form von Freiheit – die ist mir wichtig. 

  • Ricarda & Marco – Boho-Hochzeit in Rosengarten

    Ricarda & Marco – Boho-Hochzeit in Rosengarten

    Die Boho-Hochzeit von Ricarda & Marco passte perfekt auf die beiden freiheitsliebenden Individualisten mit ihrem knalleblauen VW-Bus. Die beiden träumen nicht nur vom „Vanlife“, sie leben es und sind schon ganz gut in Europa rumgekommen – genial! Da liegt der Gedanke einer unkonventionellen Boho-Hochzeit nahe. Auf „So-gehört-sich-das-Regeln“ legen Ricarda & Marco keinen Wert und so sind ihre Hochzeitsgäste so frei und formlos, alternativ und ausgefallen, locker und leger, bunt und bequem wie eine moderne Gesellschaft eben ist. Ich mag das! 

    Im VW-Bus zur freien Trauung

    Das Landhaus Westerhof in der Gemeinde Rosengarten (Niedersachsen) ist die perfekte Location für diese Boho-Hochzeit. Ricarda & Marco entschließen sich für eine freie Trauung im großzügigen Garten der norddeutschen Hochzeitsprofis. Braut Ricarda wird – wie sollte es anders sein – im eigenen VW-Bus von ihrem Papa vorgefahren und an Bräutigam Marco übergeben, nachdem die Gäste ihre Sitzplätze eingenommen haben. Hier und da wird verstohlen eine Träne weggetupft, als Traurednerin Elke durch die Zeremonie führt. Dann folgt der große Moment: Ricarda & Marco erheben sich vor ihren Gästen, leisten den Treueschwur, stecken sich die Ringe auf und geben sich den Vermählungskuss. Verliebt, verlobt, verheiratet! 

    -> Extra-Tipp: Du möchtest mehr über das Landhaus Westerhof als Hochzeitslocation wissen? Dann habe ich hier einen interesseanten Blogbeitrag veröffentlicht: „Hochzeitsfotograf im Landhaus Westerhof.“

    Hochzeitssaal fotografiert von Florian Läufer

    Der große Saal im Landhaus Westerhof. Das hat Stil, gell?

    Tischdeko Brauttisch

    Tischdeko Hochzeit

    Handyfoto

    Bräutigam mit Mutter

    Marcos Mama ist sichtlich stolz – darf sie auch sein!

    Freie Trauung unter freiem Himmel

    Boho-Hochzeit mit Trauung unter freiem Himmel. Hach, das ist schon schön!

    Schmuck für Stühle bei freier Trauung

    Bräutigam wartet bei Boho-Hochzeit auf die Braut

    „Die Braut, die Braut kommt!“ 

    Brautvater geleitet seine Tochter zum Altar

    Ricarda kommt mit ihrem Dad in dem blitzblank geputzten VW-Bus vorgefahren und wird ihrem Gleich-Gatten übergeben. Zu diesem Zeitpunkt wurden etliche Taschentücher gezückt.

    Freie Trauung im Boho Stil

    VW Bus bei Boho-Hochzeit unter freiem Himmel

    Vanlife!

    Trauung unter freiem Himmel

    Heimlich mitgefilmt… 

    Eheringe auf dem Ringkissen

    Die Trauringe kommen in wenigen Minuten zum Einsatz!

    Das Jawort bei Boho Hochzeit im Landhaus Westerhof (Rosengarten)

    Was wird er sagen?

    Aufstecken der Ringe bei Boho-Hochzeit in Rosengarten

    Done! Beide haben JA gesagt – Ringtausch.

    Ring aufstecken Hochzeit

    Vermählungskuss fotografieren

    Hochzeit im Boho Style

    Das beste Blumenkind auf der ganzen Welt! Warum? Das siehst du zwei Bilder weiter unten…

    Glückwünsche nach freier Trauung

    Glückwünsche!

    Blumenkinder sammeln Blütenblätter ein.

    Weil er die Blütenblätter sogar wieder einsammelt! Süß!

    Die Hochzeitstorte wird serviert

    Zur Kaffeezeit folgt die Hochzeitstorte, die im großen Saal vor dem Kamin von den beiden Frischvermählten angeschnitten wird. Jetzt übernimmt das freundliche Westerhof-Personal das Weiterschneiden der Torte. Für mich beginnt bei dieser Boho-Hochzeit nun der wichtigste Teil meiner Aufgabe als Hochzeitsfotograf: das Brautpaarshooting! 

    Hochzeitsvorbereitungen an der Torte

    Das Team vom Landhaus Westerhof macht, tut, kümmert sich. Hier weden die letzten Vorbereitungen für die Hochzeitstorte getroffen.

    Hochzeitstorte in Pastellfarben

    Ein dreistöckiger Traum in Pastell!

    Tanzsaal vom Landhaus Westerhof

    Trommelwirbel..!

    Das Servicepersonal bringt die Hochzeitstorte in den Saal

    Voilá, die Torte wird in den Saal gebracht!

    Anschnitt der Hochzeitstorte (Foto: Florian Läufer)

    Man sagt, wer beim Anschneiden die Hand oben hält, hat in der Ehe das Sagen. Glaube ich nicht! Ich habe Ricarda & Marco als absolute Einheit wahrgenommen.

    Anschnitt der Hochzeitstorte mit dem Tortenmesser

    Brautpaar isst Hochzeitstorte

    Partystimmung auf einer Hochzeit

    Lasst es raaauuuus: „Yiieehaaah!!!“

    Einige Tage zuvor haben Ricarda & Marco gemeinsam mit mir die Gegend rund um das Landhaus erkundet, um mögliche Fotospots und -ideen auszubaldowern. Das ist für mich übrigens der wichtigste Teil VOR einer Hochzeit! Während ich bei sämtlichen Schlüsselmomenten auf die Ereignisse fotografisch reagiere (aber niemals eingreife), ist das Brautpaarshooting das Element, welches sich planen, vorbereiten und beeinflussen lässt. Und zwar nicht erst am Tag der Hochzeit!  Bedeutet: Ich treffe mich mit jedem Hochzeitspaar kurz vor der Hochzeit, damit wir mögliche Orte und Posings vorab besprechen können. Ricarda & Marco sind gut vorbereitet, bringen eigene Ideen mit (klasse!), ich mache ebenfalls Vorschläge. Auf diese Weise haben wir allerlei Möglichkeiten herausgearbeitet, aus denen die beiden für den Tag der Trauung eine Prioritätenliste erstellen. Also festlegen, welches die wichtigsten Motive sind und auf welche wir eventuell verzichten, falls der Zeitplan durcheinandergerät – was häufig der Fall ist! 

    Das Paarshooting der Boho-Hochzeit

    Ricarda & Marco entscheiden sich so: Auf jeeeden Fall Paarfotos im Wald (wo wir neben Nadelbäumen tolle Farne gefunden haben) und Bilder mit dem VW-Bus bei den naheliegenden Feldern. Und so machen wir es dann auch! Was dabei herausgekommen ist, siehst du hier: 

    Hochzeitsfotos im Wald. Der Fotograf Florian Läufer drückte hier auf den Auslöser

    Florian Läufer aus Hamburg fotografierte die Boho-Hochzeit mit anschließendem Paarshooting

    Hochzeitsfoto zu dritt. Der Wald mit seinem Farnbewuchs war nicht nur Ricardas & Marcos Wunschlocation Nummer 1. Ich hatte gehofft, dass sie diesen Spot ganz oben auf der Liste haben. 

    Romantisches Hochzeitsbild

    Boho-Hochzeit mit VW-Bus

    Das A-Team

    This is us!

    Hochzeitspaar mit VW-Bus beim Brautpaarshooting

    Boho-Hochzeit mit verrückten Hochzeitsfotos von dem Hamburger Fotografen Florian Läufer

    Wir zwei gegen den Rest der Welt!

    Hochzeitsfoto in der Natur aufgenommen

    Natürliche Hochzeitsfotos entstehen in der Natur!

    Brautstrauss

    Hochzeitspaar zeigt Eheringe auf dem Ringfinger

    Nein, es ist nicht der böse F-Finger – es ist der R-Finger (Ringfinger)! Von daher: „Rock you!“

    Hochzeitsfoto im letzten Sonnenlicht

    Dieses Foto ist zu etwas späterer Stunde ganz spontan entstanden. Ein letzter Lichtstrahl schien durch die Bäume im Garten des Landhauses. Ich bat die beiden, sich in dem Lichtkegel aufzustellen, der diese tolle Lichtkante um die Köpfe wirft und fotografierte durch einige überhängende Zweige hindurch. „Klick!“ und schon war innerhalb weniger Sekunden ein weiteres stimmungsvolles Bild auf die Speicherkarte gebannt. Den Hintergrund kann man sich in diesem flüchtigen Moment zwar nicht aussuchen, manchmal geht es aber mehr um Momente als um Makellosigkeit. Oder was meinst du?

    In eigener Sache

    Wenn auch dein großer Tag bevorsteht und du dir vorstellen kannst, dass ich ihn in dynamischen, stimmungsvollen, lustigen und emotionalen Bildern als dein Hochzeitsfotograf festhalten darf, dann komme gerne über das Kontaktformular ins Gespräch mit mir. Bei einer Tasse Kaffee können wir unverbindlich über die fotografischen Möglichkeiten auf deiner Hochzeitsfeier sprechen.

    Weitere Beispiele einiger meiner fotografischen Hochzeitsbegleitungen findest du unter oder rechts neben diesen Beitrag – je nach verwendetem Endgerät. Klicke einfach bei „Themen“ auf den Button „Hochzeitsreportage“. Viel Spaß beim Anschauen!

  • Ein Pferde-Fotoshooting zur Konfirmation

    Ein Pferde-Fotoshooting zur Konfirmation

    Gar nicht so lange her: Marietta hat von ihren Eltern ein Pferde-Fotoshooting zur Konfirmation geschenkt bekommen. „Ü-ber-raaaa-schuuung!“ Nachdem ich bereits Mariettas Konfirmation mit dem Fotoapparat begleitet habe, machten wir gleich für das kommende Wochenende einen Termin für das Pferde-Fotoshooting aus. 

    Konfirmation in der Kirche Brunstorf

    Mariettas Konfirmation in der schnuckeligen Elisabeth-Kirche in Brunstorf mit ihrem tollen Sternenhimmel im Gewölbe.

    Konfirmation.

    Konfirmation

    Pastorin Angelika Gogolin mit Tochter Marietta

    Pastorin Angelika Gogolin ist nicht nur Pastorin, sondern gleichzeitig Mariettas Mama! Was für ein toller Moment!

    Konfirmandin hält eine Rede.

    Die traut sich was: Marietta bei ihrer Dankesrede nach der offiziellen Konfirmation. Chapeau – gut gemacht!

    Gruppenfoto Konfirmation

    Bekommt nicht jede(r): Einzelkonfirmation mit ZWEI Pastorinnen! 

    Zurück zum Pferde-Fotoshooting. Um die gleißende Mittagssonne zu vermeiden und stattdessen das warme Abendlicht zu nutzen, legten wir den Treffpunkt auf den Abend. Mit jeder vergangenen Viertelstunde würde nun das Licht immer besser werden. Die finalen Bilder sollten dann gegen 21 Uhr im Schein der untergehenden Sonne entstehen – so der Plan! 

    Ohne Aufregung geht es nicht

    Marietta ist zum Pferde-Fotoshooting ein bisschen aufgeregt. Ich bin es auch! Es ist ja so: Du weißt als Fotograf nie, wie Pferd und Reiterin miteinander harmonieren und ob du den so wichtigen „Draht“ zu den beiden bekommst. Tiere sind in ihrem Verhalten kaum auszurechnen. Das macht ein Pferde-Fotoshooting so einzigartig und spannend und kitzelt immer ein wenig die Aufregung hervor. Ganz ohne wäre ja auch irgendwie langweilig.

    Die ersten Fotos mit Marietta und Pferd Fridolin entstehen auf einer unfassbar großen Weide, die wir ganz für uns alleine haben. Fotografenherz was willst du mehr? Selbst Fotos im Trab und Galopp sind bei diesem Platzwohlstand kein Problem. Marietta strahlt, strahlt, strahlt beim Fotografieren! Man sieht ihr die Verbundenheit zu Fridolin einfach an und es macht riesigen Spaß, wieder und wieder auf den Auslöser zu drücken! 

    Fotograf Florian Läufer erklärt beim Pferde-Fotoshooting was als nächstes geschieht.

    Vor dem Foto steht die Fotobesprechung. Die unendlich große Weide bietet ganz ausgezeichnete Voraussetzungen für allerlei Bewegungsbilder. (Handyfoto)

    Marietta mit Pferd Fridolin

    Darf ich vorstellen: Fridolin und Marietta!

    Reiterin und Pferd blicken sich an.

    Pferdefoto

    Reiterin mit ihrem Pferd in der warmen Abendsonne

    Pferd und reiterin von hinten mit dem Fotoapparat festgehalten.

    Making of: Pferdeshooting

    „Do legst di nieda!“ Warum ich bäuchlings auf der Weide liege? Darum: Bei einigen Fotos siehst du im Vordergrund verschwommenes Gras, welches den Bildern mehr Tiefe verleiht. Nun ja, dafür muss man halt auf Höhe des Grases agieren – nütztjanix.

    Fridolin im Trab beim Pferdeshooting

    Pferd mit Reiterin im Galopp beim Pferde-Fotoshooting

    Mariettas Strahlen war ihr in jeder Sekunde des Pferde-Fotoshootings ins Gesicht gezaubert.

    Pferde-Fotoshooting Part II – das späte Abendlicht

    Die richtig stimmungsvollen Bilder entstehen dann auf dem kleinen Wiesengrundstück hinter Mariettas Haus. Die Sonne schiebt sich gerade noch über die Büsche hinweg und erhellt einen schmalen Bereich auf der Wiese. Genau hier sollen (müssen!) die warmen Abendbilder im Gegenlicht entstehen. Die Sonnenstrahlen malen eine helle Lichtkante in Mariettas Haare und Fridolins Mähne und tauchen die Szenerie in ein orangefarbenes warmes Licht – ein Traum! 

    Konfirmandin mit Pferd vor der Kirche

    Das Pferdeshooting war ein Konfirmationsgeschenk von Mariettas Mama und Papa. Da ist ein Bild vor der Kirche Pflicht! 

    Pferde-Fotoshooting im letzten Sonnenlicht

    Ich liebe dieses späte Gegenlicht der untergehenden Sonne!

    Pferde-Fotoshooting im Licht der untergehenden Sonne.

    Reiterin und Pferd im Abendlicht fotografiert.

    Das warme Gegenlicht verleiht der Mähne eine flammende Lichtkante, die so viel Stimmung ins Bild bringt. Toll, oder?

    In eigener Sache: Wenn du ebenfalls Interesse an einem individuellen Shooting bei mir hast, dann komme gerne über das Kontaktformular ins Gespräch mit mir. Eine kleine Auswahl von Ergebnissen ganz unterschiedlicher Pferde-Fotoshootings findest du HIER in meinem Portfolio.

  • Freie Arbeit: Charakter-Portrait in Schwarzweiß

    Freie Arbeit: Charakter-Portrait in Schwarzweiß

    Ein Charakter-Portrait ist ein sehr persönliches Foto. Es soll die fotografierte Person nicht einfach nur zeigen. Viel mehr: Es soll einen vorsichtigen Blick in die Seele erlauben. Und das ist für beide eine kleine Herausforderung – für die fotografierte Person ebenso, wie für für den Fotografen. Man muss sich vertrauen. Während ich in meiner üblichen Arbeit als Fotograf bei einem Portrait-Shooting mit den Werkzeugen Licht und Bildbearbeitung nicht nur einfach das Beste heraushole, sondern gleich noch ein Fünkchen optimiere, geht es beim Charakter-Portrait um nicht weniger als die Wahrheit. Die kleinen und großen Fältchen, eine Narbe oder das Muttermal einfach mit Photoshop entfernen? Sünde! Das aufgesetzte Passfotolächeln, welches sich wie eine Maske auf das Gesicht legt? Es taugt nicht für ein ehrliches Charakter-Portrait! 

    Daraus ist im vergangenen Monat ein kleines Projekt entstanden und hier zeige ich das Ergebnis dieser freien Arbeit. (Übrigens, eine weitere freie Arbeit von mir, bei der ich auf Portraits gesetzt habe, siehst du hier: Düstere Männerportraits) Die Idee dahinter: Ich wollte gut 20 vollkommen unterschiedliche Personen fotografisch portraitieren. In Schwarzweiß und vor weißem Hintergrund – so lenkt den Betrachter nichts ab, das Foto ist maximal reduziert. Dazu stets das gleiche Licht (ein einzelnes batteriebetriebenes Blitzlicht), stets das gleiche Set-up, stets die gleichen Kameraeinstellungen, stets der gleiche Barhocker, den ich für diese Charakter-Portraits für einen Zehner auf ebay-Kleinanzeigen gekauft habe. In der Bildbearbeitung verzichte ich auf echte Retusche und verleihe den Ergebnissen lediglich einen kontraststarken, körnigen Look und mache den Hintergrund gleichmäßig weiß. That’s it! 

    Die Hoffnung dahinter: Obwohl sich technisch alles gleicht, sollen die Bildergebnisse doch so unterschiedlich wie die Persönlichkeiten werden. 

    Charakter-Portrait – ausdrucksstark und ehrlich

    Am Anfang stand der Facebook-Aufruf: „Ganz normale Leute zum Fotografieren für eine freie Arbeit gesucht!“ Dann ging es ganz fix und das Postfach war voll. Oha! Nach zwei intensiven Messenger-Tagen hatte ich dann einen Großteil sehr unterschiedlicher Charaktere beisammen. Mancher bekam kalte Füße („Nein, ich mache dich nicht mit Photoshop schlanker.“; „Nein, ich retuschiere keine Fältchen weg.“; „Ja, wir lassen das Foto so, wie ich es fotografiert habe.“), mancher steuerte Freunde, Freunde von Freunden und Fremde hinzu. Das Projekt bekam seine Eigendynamik. Am Ende saßen 27 Personen im Alter zwischen 14 und 84 Jahren auf meinem Barhocker. Das waren Macker, Muttis, Models und Mutige. Fiel mir erst hinterher auf: Die Tattoo-Quote ist dabei recht hoch ausgefallen. Aber das ist vermutlich ein ganz normaler Durchschnitt unserer Gesellschaft. Color your Life! 

    Übrigens: Ich habe die eingesetzte Zeit für dieses freie Projekt getrackt. Ziehe ich die Stunden für Kommunikation, Fahrtwege, Auf- und Abbau, Fotografieren und Bildoptimierung zusammen, stehen unterm Strich gut 120 eingesetzte Stunden.

    Ich bin ein Fotograf, der relativ wenige Anweisungen gibt. Je mehr ich vorgebe, desto gestellter. Meistens lasse ich also die fotografierte Person „kommen“. Daraus ergibt sich dann oft eine natürliche Haltung, eine Idee, eine Pose. Einige Personen sind nicht so ernst, wie sie gucken. Bei anderen ist es umgekehrt. Und: Mehr als den Vornamen verrate ich hier nicht. Voilá, hier sind die Ergebnisse:

    Schwarzweiß Portraitfoto Beleuchtung

    René

    Portraitfoto Dame in Schwarzweiß

    Gisela

    Gute Portraitfotos in Schwarzweiß

    Günter

    Portrait fotografieren in Schwarzweiß

    Josi

    Charakter Portrait Biker

    Peter

    Portrait

    Sabrina

    Herren Portrait vor weißem Hintergrund

    Meiki

    Portraitfoto

    Birgit

    Schwarzweiß_Portrait vor hellem Hintergrund

    Andreas

    Portraitfotografie in Schwarzweiß

    Anna

    Portraitfotografie Business

    Dennis

    Freches Portraitfoto

    Myriam

    Gutes Portraitfoto in schwarzweiß

    Holger

    Portrait in schwarzweiß

    Bettina

    Portraitfoto Posen

    Jacky

    Charakter_Portrait in schwarzweiß von einem Biker

    Bernd

    Teenager Portrait in Schwarzweiß

    Julia

    Portraitfoto Schwarzweiß

    Claudia

    Portrait schwarzweiß

    Billy

    Portraitfotografie Mann

    Florian

    Portrait Pastorin. Fotograf: Florian Läufer

    Angelika

    Charakter Portrait. Der Fotograf Florian Läufer aus Hamburg machte dieses Portraitfoto in schwarzweiß.

    Maseehla

    Hunde_Portrait Schwarzweiß

    Milow

    Damen Portraitfoto in schwarzweiß

    Maren

    Schwarzweiß Portrait des Rappers Daniel Gun

    Daniel

    Natürliche Portraitfotografie

    Hedi

    Elegenates Damen Portrait in schwarzweiß

    Eli

    Das Making of: One Light Set-up

    Noch ein Wort zum Licht. Als ich es erklärt habe, nannte ich es immer „böses Licht“. Weil: Je nach Intensität und Richtung, kann Licht schmeichelnd oder betonend ehrlich wirken. Ich entschied mich für die betonende Version, also schräg von oben. Dieses Licht verursacht starke Schatten. Alle Fotos zeigen einen kräftigen Schatten unterm Kinn, den man in der Beauty-Fotografie mit einem Aufheller beseitigen würde. Hier ist er gewollt. Gleichzeitig werfen auch Falten, Nase oder Augenhöhlen einen Schatten. Verstärkt wird all das durch zwei Abschatter, die ich seitlich neben den Personen platziert habe. Für dieses Set-up braucht es Mut, um sich auf den Barhocker zu setzen. Ein Charakter-Portrait ist halt ehrlich.

    Da auch immer mal andere Fotografen auf meinem Blog vorbeischauen, sind hier noch fix die technischen Daten:

    Portraitfoto Making of

    Für diese freie Arbeit war ich ordentlich auf Tournee und habe die Protagonisten zu Hause besucht. Der Aufbau des Set-ups blieb stets gleich: Weiße Leinwand, Barhocker und zwei seitliche Abschatter. Das Licht spendet ein einfaches Systemblitzgerät, welches mit einem Durchlichtschirm etwas weicher fällt. (Handyfoto)

    Die Kamera vom Fotograf Florian Läufer für die Portraitfotografie

    Einfach fotografieren: Kamera, Objektiv und ein funkgesteuertes Blitzlicht – mehr brauchte es nicht für diese Portrait-Serie.

    In eigener Sache

    Du bist selbst an einem Shooting interessiert? Oder möchtest ein Shooting verschenken? Dann komme gerne über das Kontakformular ins Gespräch mit mir. Ab 299,- Euro (inkl. MwSt.) biete ich für Privatpersonen 1,5-stündige individuelle Outdoor-Shootings an. (Gewerbliche Shootings inkl. Nutzungsrechte unterliegen gesonderten Konditionen auf Anfrage.) Eine satte Bildauswahl von rund 50 Fotos als hochauflösende JPG-Dateien sind im Preis enthalten. Damit kannst du dir beim Anbieter deiner Wahl so viele Abzüge, Poster, Leinwände etc. machen lassen wie du möchtest. 

  • Handwerk fotografieren: „Elbwood – The Hanseatic Penmaker“

    Handwerk fotografieren: „Elbwood – The Hanseatic Penmaker“

    Als ich Frank Pressentin in seiner Hamburger Schreibgeräte-Manufaktur für ein fotografisches Portrait besuche, bin ich ein bisschen aufgeregt. Obwohl: Handwerk fotografieren ist keine unbekannte Tätigkeit für mich. Im Gegenteil, ich liebe diese konzeptionelle Art zu fotografieren, die eine klassische Reportage mit ein wenig künstlerischer Gestaltung vereint. (Hier siehst du ein weiteres tolles Handwerker-Shooting von mir: Geigenbaumeister Stefan Sielaff) Und wie bei jeder guten Produktion führte ich auch in diesem Fall ein Vorgespräch mit dem hanseatischen Handwerker, um ein gutes Gefühl für Produkt und Persönlichkeit zu bekommen. Warum ich aufgeregt bin? Weil ich es nicht vermasseln will! 

    Zunächst das Produkt: Frank Pressentin „The Penmaker“ stellt edle und kostbare Schreibgeräte her. Und zwar so kostbar, dass beim Kauf eines dieser Einzelstücke mit Leichtigkeit ein vierstelliger Betrag über den Ladentisch gereicht wird. Wobei: Einen Ladentisch gibt es bei Elbwood nicht – nur die Werkstatt. Hier kann der Kunde sein späteres Schreibutensil nach Terminvereinbarung mit Frank Pressentin besprechen und hier lagern auch die edlen Hölzer und ganz unterschiedliche Metalle, aus denen Füllfederhalter, Kugelschreiber, Bleistifte und Accessoires angefertigt werden. 

    Die persönlichsten Schreibgeräte der Welt

    Viele Hölzer lagern über etliche Jahre, bis sie „reif“ für die Weiterverarbeitung sind. Und dann gibt es beim Zuschnitt keine Garantie, dass sich nicht vielleicht doch ein Wurm durchs Holz gefressen hat oder dass es Risse aufweist – Berufsrisiko. Für die handgefertigten metallenen Teile verarbeitet der sympathische Mittvierziger Bronze, Messing, Silber und sogar Gold. Aus all diesen hochwertigen Werkstoffen entstehen in nahezu 400 Arbeitsschritten die persönlichsten Schreibinstrumente der Welt!  

    Handwerker fotografieren in der Werkstatt

    Handwerk fotografieren in der Atelier-Werkstatt von Elbwood in Hamburg

    Lass die Sonne rein! „The Hanseatic Penmaker“ Frank Pressentin in seiner Atelier-Werkstatt im Osten Hamburgs.

    Von der Skizze zum fertigen Schreibgerät sind rund 400 Arbeitsschritte nötig

    Die handgefertigten Unikate entstehen zunächst im Kopf, dann auf Papier, danach werden sie in mühevoller Handarbeit auf den Hundertstel Millimeter genau erschaffen.

    Werkstatt Detail

    Antiquarische Drehbank

    Ich habe keinen Schimmer, welche Funktionen diese Hebel und Kurbeln haben. Aber das Bedienpult sieht verdammt sexy aus, findest du nicht?!

    Ofen anheizen in der Manufaktur der international ausgerichteten Firma Elbwood. Fotograf Florian Läufer aus Hamburg hielt diese Szene fest.

    Bevor es losgeht: Ofen anheizen! Man könnte Fernwärme nutzen, klar. Die würde aber vermutlich so wenig zu Frank Pressentin passen, wie computergesteuerte Präzisionsmaschinen. In der kleinen Manufaktur bestimmen Traditionen den Alltag, kein Hightech.  

    Handwerk fotografieren – wer den Stiften ihre Seele gibt

    Wer Frank Pressentin in seiner stilvollen Manufaktur besucht, merkt schnell: Hier ist ein Ästhet am Werk! Spricht er von seinen Drehbänken, leuchten die Augen. Beschreibt der Wahlhamburger die Arbeitsschritte bis zum fertigen Produkt, wird die Stimme sanft. Und wenn Frank Pressentin die teuren Hölzer und Wurzelknollen zur Herstellung der späteren Griffstücke präsentiert, inhaliert er ihren Duft. Keine Frage, der Autodidakt liebt und lebt sein Handwerk! Er ist es, der den Schritt für Schritt in Perfektion hergestellten Unikaten ihre Seele schenkt. Dem ambitionierten Anspruch, seine kostbaren Schreibgeräte international erfolgreich zu vermarkten, wird der detailverliebte Handwerker bedingungslos gerecht.  

    Holzlager

    Im Holzlager – pro Zentimeter Durchmesser muss das Holz ein Jahr lagern, bis es zur Weiterverabeitung tauglich ist.

    Holzlagerung

    The hanseatic Penmaker Frank Pressentin prüft eine Wurzelknolle

    Risse im Wurzelholz

    Dieses hochpreisige Wurzelholz hat Risse im Inneren bekommen und genügt damit nicht mehr den Ansprüchen, die zur Herstellung edler Schreibgeräte nötig sind – ärgerlich.

    Holzauswahl für die Fertigung kostbarer Schreibinstrumente

    Ebonit-Muster im Querschnitt – sieht klasse aus, oder?

    Metall zur Weiterverarbeitung

    Metallrohlinge in Reih und Glied.

    Arbeitsmaterial des Penmakers

    Meine Bildsprache für diesen Auftrag: Hell, symmetrisch, leicht entsättigt.

    Der Tag des Foto-Shootings beginnt mit einer gemeinsamen Tasse Kaffee. Gestern war noch das Fernsehen da, heute ich. (Nach Ausstrahlung verlinke ich hier den Beitrag des NDR.) Wir legen los. Die Herstellung eines ganzen Füllfederhalters an einem Tag zu fotografieren ist unmöglich – zu viele Arbeitsschritte. Wir beschränken uns zunächst also auf die Auswahl des Royal White Ebony-Holzes zur Herstellung des Griffstücks. Nachdem es gemessen, gesägt und gedrechselt ist, wird der Rohling geölt. Dieser Prozess sorgt für eine regelrechte Explosion der Holzmaserung. Was eben noch stumpf und kontrastarm wirkte, zeigt sich nun matt-glänzend in voller Brillanz – ein echter Handschmeichler. 

    Bei dem Shooting „Handwerk fotografieren“ habe ich Wert darauf gelegt, der hellen und aufgeräumten Atelier-Werkstatt in der Bildsprache gerecht zu werden. Dafür habe ich auf Symmetrie in den Bildern geachtet und mich für eine eine klare, leicht entsättigte Bildbearbeitung entschieden. Was dabei herausgekommen ist, siehst du in der folgenden Fotostrecke.   

    Royal White Ebony-Holz

    Messen, messen, messen! Unzählige Male setzt Frank Pressentin das Zentimetermaß nach (und vor) jedem Arbeitsschritt an. Perfektion ist hier nicht nur ein Wort, sondern ein Versprechen.

    Handwerker an der Kreissäge beim Fotoshooting

    Zunächst wird das „Royal White Ebony-Holz“ mittels Kreissäge zurechtgeschnitten…

    Rohlinge zur Herstellung edler Schreibgeräte

    …dann das passende Stück ausgesucht und schließlich…

    Handwerkerhände an der Drehmaschine

    …in der Drehmaschine eingespannt, um daraus den Griffrohling herzustellen. 

    Handwerker fotografieren - Hier der Penmaker Frank Pressentin, Gründer der Firma Elbwood

    Frank Pressentin ruht in sich selbst und ist ein begnadeter Handwerker.

    Handwerk fotografieren aus einer neuen Perspektive

    Details beim Handwerker Fotoshooting

    Antiquarische Mechanik – Schönheit und Präzision in einem.

    Detailaufnahme Drehbank

    Wo gehobelt wird, da fallen Späne!

    Portraitfoto vom Handwerker Frank Pressentin (Elbwood)

    Gleich nochmal: messen!

    Ölen des Holzrohlings für die Herstellung eines Füllfederhalters.

    Jetzt wird der Rohling mit Öl bestrichen. Schau mal, wie dieser Arbeitsschritt die Holzmaserung betont!

    Begutachtung des Werkstücks durch den Fachmann

    Wirken lassen!

    Exklusive Werkstoffe für echte Schreibkultur

    Handwerk fotografieren in der Werkstatt

    Ein Produktfoto gehört beim Handwerk fotografieren einfach dazu.

    „The Penmaker“ Frank Pressentin kreiert auch aus vielen weiteren Werkstoffen und Metallen handgearbeitete Schreibutensilien. Eine Füllerspitze aus Gold ist hier die logische Vollendung eines edlen Füllfederhalters.  

    Handwerk fotografieren - der Hamburger Frank Pressentin prüft ein Werkstück. Foto: Florian Läufer

    Detailaufnahme während des Shootings mit dem Titel Handwerk fotografieren

    Schreibprobe!

    Elbwood - handgefertigte Schreibutensilien. Fotograf: Florian Läufer

    Ton in Ton. Die liegende Stiftkappe wird zur Benutzung rückseitig aufgeschraubt und sorgt so für einen Füllhalter, der gut in der Hand liegt. Das Holz ist aus einer Tuja Maser Knolle (Lebensbaum)

    Produktfoto aus dem Studio

    Später habe ich diesen Cumberland-Füller aus der Sonderedition in meinem kleinen Fotostudio unter optimalen Bedingungen fotografiert. Hat was, oder?

    Füllfedern aus 18K Gold

    Handwerker Portraitfoto

    Kreativer Kopf mit dem Herz am rechten Fleck: „The Hanseatic Penmaker“ Frank Pressentin im Portrait.

    Making of: „Handwerk fotografieren“

    Das Shooting in der Elbwood Atelier-Werkstatt war in vielerlei Hinsicht eine Bereicherung für mich. Ich habe Frank Pressentin als gestaltenden Handwerker mit Hang zur Vollkommenheit kennengelernt. Mancher mag das als Pedanterie abtun. Ich denke, dass dies die Grundvoraussetzung zur Fertigung auf absolutem Weltniveau ist. Franks zweite Kernkompetenz aber ist, dass er ein guter und intelligenter Erzähler und Zuhörer ist. Während des Shootings nahm er selbst die Kamera in die Hand und fotografierte mich beim Fotografieren. Und mittags zauberte er unter freiem Himmel gleich noch einen Strammen Max auf dem Gaskocher für uns – toll!

    Making of "Handwerk fotografieren" in der Mittagspause

    Mittagspause – Strammer Max unter freiem Himmel zubereitet! Lecker kann er auch! 

    Arbeiten mit kleinen Reflektoren

    Die kleinen Reflektoren hatte ich mir ursprünglich zum Fotografiern von Uhren angefertigt. Und was bei Uhren funktioniert, kommt bei Füllhaltern gerade recht! 

    Fotograf Florian Läufer in Action beim Werkstattbesuch

    Perspektive wechseln! Danke für die feinen Making of-Fotos, Frank! 

    Die Atelier-Werkstatt des Penmakers Frank Pressentin zur Blauen Stunde

    Feierabend! Werkstatt aufräumen, den Tag ausklingen lassen. Was für ein tolles Shooting! 

    IN EIGENER SACHE

    Solltest Du Interesse haben, Schaffensprozesse in deinem Unternehmen, Business-Events oder deine Mitarbeiter ins rechte Licht zu rücken, dann nimm gerne über das Kontaktformular Kontakt zu mir auf. Hier siehst du einige Beispiele vergangener Shootings: KLICK

    Ganz gleich ob Handwerksbetrieb, Ladengeschäft, Büro, Hotel oder Fitnesscenter: Um sich von Mitbewerbern abzuheben, kann ein niveauvolles Firmenporträt zu einem wichtigen Baustein werden. Aussagekräftige Fotos helfen, dein Unternehmen im richtigen Licht zu präsentieren und sprechen die Emotionen des Betrachters an. Ein stilvolles Ambiente, Schaffensprozesse im Handwerksbetrieb oder positive Eindrücke von deinen Mitarbeitern lassen sich über eine entsprechende Bildsprache perfekt vermitteln. Das hilft bei der Kundengewinnung und vermittelt ein überzeugendes Image deines Betriebes.

  • Ela, Nicole & Kids – Herbstliches Outdoor-Shooting

    Ela, Nicole & Kids – Herbstliches Outdoor-Shooting

    Der Herbst ist eine wunderbare Zeit, um ein stimmungsvolles Outdoor-Shooting zu realisieren. Aber du musst Glück haben! Wenn das Wetter nicht mitspielt, bist du chancenlos. Eine leichte Bewölkung ist dabei gar nicht so schlimm. Weil der Herbst aber viel zu viele stürmische und/oder regnerische Tage hat, an denen das Fotografieren unmöglich wird, muss man stets einen terminlichen Plan B in der Tasche haben – und manchmal auch Plan C. 

    Beim Outdoor-Shooting mit den beiden Schwestern Ela & Nicole und ihren super entspannten Kids hat gleich Plan A funktioniert. Ach, was heißt „funktioniert“? Der Tag war ein Traum! Die Sonne strahlte mit den Fünfen um die Wette und brachte das rotbraune Buchenlaub in dem kleinen Wäldchen bei Trittau ganz hervorragend zum Leuchten! Und weil es auch die Tage vorher nicht geregnet hatte, war der Waldboden so schön trocken, dass man sich sogar hinsetzen konnte. Wir ließen uns ein wenig treiben, ich hielt den Finger dicht am Auslöser und was dabei herausgekommen ist, siehst du mit einigen Beispielbildern hier. 

    Wer natürliche Fotos will, muss in die Natur – so einfach ist das! Na gut, Tom, Moritz und Mariella sind aber auch talentierte Nachwuchs-Models! 

    Der große Bruder mit seiner Schwester.

    Teamwork! Während Tom in die Kamera strahlt, lassen Moritz und Marielle im Hintergrund Blätter ins Bild fallen.

    Jaaa, und nun die beiden Schwestern Ela und Nicole – sympathisches Duo! 

    Zusammenhalt! 

     

    In eigener Sache: Wenn auch du Interesse an einem Outdoor-Shooting mit mir hast, dann komme gerne via E-Mail, Telefon oder Whatsapp ins Gespräch mit mir. Ganz egal, ob bei dir zu Hause um die Ecke, am Ostseestrand oder in der Hafencity – wir finden eine individuelle Lösung für deine individuellen Fotos. Ein Kontaktformular findest du hier: Klick.

  • Sarah & Niels – Gartenhochzeit und After Wedding-Shooting

    Sarah & Niels – Gartenhochzeit und After Wedding-Shooting

    Heiraten, wo es am schönsten ist: zu Hause im eigenen Garten! Die Gartenhochzeit von Sarah & Niels fand bei absolutem Traumwetter auf der Wiese ihres Eigenheimes statt. Und damit haben die beiden Verliebten bewiesen, dass man mit guten Ideen und ein wenig kreativer Eigenleistung eine bezahlbare Trauung unter freiem Himmel feiern kann. My home is my castle? Ach was: My garden is my palace!! (Extra-Tipp: Eine weitere tolle Gartenhochzeit findest du hier: Emmelin & Andreas – Gartenhochzeit mit Stil)

    Um der freien Trauung den passenden Rahmen zu geben, engagierten Sarah & Niels die professionelle Traurednerin Antonia von traufeier.com, die elegant und emotional durch die Zeremonie führte und dabei auch die Hochzeitsgesellschaft einbezog. Dabei hatte sie während dieser Gartenhochzeit ein gutes Händchen für eine gelungene Mischung aus emotionalen und zerbrechlichen Momenten, die sich mit durchaus amüsanten Augenblicken abwechselten. Das machte es mir als Hochzeitsfotograf leicht, reichlich glückliche Gesichter mit der einen oder anderen Freudenträne abzulichten. Da wir in diesem Blogbeitrag keine Gesichter von Hochzeitsgästen zeigen mögen, beschränke ich mich in der Bildauswahl auf wenige Personen. Eine gute Idee von der Stimmung dieser gelungenen Gartenhochzeit solltest du aber dennoch bekommen. 

    Willkommensgruß zur Gartenhochzeit

    Gartenhochzeit Sarah & Niels

    Das man mit einfachen Mitteln, Kreativität und Einfallsreichtum ein tolles Ambiente für eine Gartenhochzeit schaffen kann, haben Sarah & Niels hier bewiesen. Klasse!

    Heuballen für Gartenhochzeit

    Sunglasses Wedding

    Traubogen für Gartenhochzeit

    Weltkugel

    Accessoires für freie Trauung im eigenen Garten

    Bis zuletzt wurde am Traubogen gebastelt, verworfen, verändert. Was meinst du? Die Ringe lieber am Halsband des Lamas oder in der Schachtel? (unten)

    Trauringe stehen zur freien Trauung bereit

    Letzte Instruktionen durch die freie Rednerin Antonia

    Letzte Instruktionen durch Traurednerin Antonia bevor Sarah von Ihrem Papa zum „Altar“ geführt wird – spannend!

    Bräutigam wartet auf die Braut

    Jetzt wird auf beiden Seiten gewartet! Niels am Traubogen…

    Braut mit Brautvater

    …und Sarah mit ihrem Papa hinter der Hausecke.

    Einzug der Braut mit ihrem Papa bei Gartenhochzeit

    Dann ist es soweit: der Einzug! Herzflattern, Tränchen, Aufregung!

    Freie Trauung Gartenhochzeit

    Hochzeitspaar bei ihrer freien Trauung im eigenen Garten

    Antonia

    Traurednerin Antonia (www.traufeier.com) führt bei strahlendem Sonnenschein durch die Zeremonie.

    Weltkugel mit Wünschen für das Hochzeitspaar

    Wünsche für das Hochzeitspaar

    Die Hochzeitsgesellschaft wurde perfekt in die Zeremonie einbezogen. Jeder Gast schrieb einen Guten Wunsch auf die kleinen Anhänger, las diesen vor und knotete ihn an den Globus.

    Ja, ich will!

    Brautpaar während ihrer Gartenhochzeit

    Emotionale Trauung - Gartenhochzeit

    No words needed! Beim Jawort wurde es emotional.

    Lama mit Eheringen um den Hals

    Freie Trauung - fotografiert von Florian Läufer aus Hamburg

    Hände des Hochzeitspaars und der freien Rednerin

    Inniger Vermählungskuss bei Gartenhochzeit

    „…darf der Bräutigam die Braut nun küssen!“ Das ließ Niels sich nicht zweimal sagen!

    Gartenhochzeit - Just Married

    „Woohooo!“ – Just Married!

    Nach der Gartenhochzeit: After Wedding-Shooting in Planten un Blomen

    Weil am Tag der Trauung die Zeit mit den Gästen kostbar ist, entschieden sich Sarah & Niels für ein After Wedding-Shooting. Dieses Shooting, welches gewöhnlicherweise kurz nach der Hochzeit stattfindet, nimmt ein wenig den oft herrschenden Zeitdruck am Tag der Feier. Außerdem lässt sich das Shooting an anderen Orten, bei bestem Wetter und mit reichlich Zeitwohlstand realisieren. Für Sarah & Niels stand zunächst ein After Wedding-Shooting am Ostseestrand an erster Stelle, später entschieden sie sich für ein Treffen in „Planten un Bloomen“ in der Hamburger Innenstadt. Was dabei herausgekommen ist, siehst du hier:

    Japanischer Garten Hochzeits-Shooting

    Bali? Nein, Hamburg! Für das After Wedding-Shooting holten wir uns eine Genehmigung von der Planten un Blomen-Verwaltung ein. Wir starteten im Japanischen Garten, der eine tolle Kulisse für diese Hochzeitsbilder ist. 

    Hochzeitspaar beim After Wedding-Shooting im Japanischen Garten in Planten un Blomen (Hamburg)

    Fotoshooting Hochzeit Planten un Blomen

    Japanischer garten Hochzeitsbilder

    „Ich liebe dich!“

    Natürliche Hochzeitsfotos bei After Wedding-Shooting in Planten un Blomen

    Hochzeitsbilder in Planten un Blomen (Foto: Florian Läufer)

    Hochzeitsbilder Planten un Blomen Hamburg

    Brautpaar Planten un Blomen

    Outtake Photobombing Hochzeitsbilder

    Photobombing at it’s best! „Mööp-mööp!“

    After Wedding-Shooting Planten un Blomen (Fotograf: Florian Läufer9

    Hochzeitspaar Fotoshooting Hamburg

    Trauringe Detailaufnahme

    Hochzeitsfotos Planten un Blomen

    Hochzeitspaar Fotoshooting

    Planten un Blomen liegt mitten in der Hamburger Innenstadt und ist zu jeder Jahreszeit ein ganz hervorragender Ort für stimmungsvolle Paarfotos.

    In eigener Sache: Wenn auch dein großer Tag bevorsteht und du dir vorstellen kannst, dass ich ihn in dynamischen, stimmungsvollen, lustigen und emotionalen Bildern als dein Hochzeitsfotograf festhalten darf, dann komme gerne über das Kontaktformular ins Gespräch mit mir. Bei einer Tasse Kaffee können wir unverbindlich über die fotografischen Möglichkeiten auf deiner Hochzeitsfeier sprechen.

    Weitere Beispiele einiger meiner fotografischen Hochzeitsbegleitungen findest du unter oder rechts neben diesen Beitrag – je nach verwendetem Endgerät. Klicke einfach bei „Themen“ auf den Button „Hochzeitsreportage“. Viel Spaß beim Anschauen!