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  • Babybauch-Shooting – Indoor oder Outdoor?

    Babybauch-Shooting – Indoor oder Outdoor?

    Auf die Frage, ob du dein Babybauch-Shooting lieber Indoor oder Outdoor planen solltest, gibt es keine allgemeingültige Antwort. Zumindest nicht von mir als Fotograf. Mir ist beides recht. Dennoch bin ich ein großer Fan von einem gut geplanten Outdoor Babybauch-Shooting. Überspitzt formuliert: Wer natürliche Fotos haben möchte, muss in die Natur! Zur richtigen Zeit bietet die nämlich die schönsten Kulissen, außerdem können Bäume, Bänke, Wiesen, Strand und vieles mehr als ganz hervorragende Posing-Hilfen genutzt werden. Fotografenherz was willst du mehr? 

    Schwangerschaftsfotos im Frühling

    Ein Traum: Babybauch-Shooting zur Vollblüte der Narzissen. Der bewusst genutzte Sonnenstern macht das Foto besonders.

    Frühlingsfoto mit Babybauch

    Du brauchst Plan A, Plan B und manchmal auch Plan C! 

    Wichtig für ein Babybauch-Shooting Outdoor: Die Rahmenbedingungen müssen stimmen – und da bin ich durchaus ein penibler Planer! Zufällig gutes Wetter ist mir zu wenig. Ich möchte SICHERGEHEN, dass bei meinen Babybauch-Shootings gutes Fotografierwetter herrscht. Deshalb mache ich immer einen A- und gleich auch einen B-Termin ab, wenn es um die Abstimmung einer Verabredung geht. Am Vorabend checke ich nochmal den Wetterbericht und verschiebe notfalls das Babybauch-Shooting A auf den Ausweichtermin B, wenn die Vorhersage nichts Gutes verspricht. Man wünscht sich Sonnenschein, ja. Eine leichte Bewölkung ist aber ebenfalls super zum Fotografieren, weil das Licht dann weich und zart wird. Erst wenn richtig trüber Himmel oder (genauso schlimm) starker Wind oder (noch viel schlimmer) Regen zu erwarten ist, muss die Notbremse gezogen werden. Übers Knie brechen hat noch nie geholfen!  

    Outdoor Babybauch-Shooting am Rande von Hamburg

    Ein leicht bedeckter Himmel verhalf beim Babybauch-Shooting von Franziska & Matthias zu einer schattenfreien Belichtung – toll! Übrigens: Eine Auswahl der Bildergebnisse dieses Sommerabends findest du hier: Outdoor Babybauch-Shooting

    Paarfotos mit Babybauch

    Drei, die glücklich sind! Sieht man, oder?

    Babybauchfotos in Hamburg vom Fotograf Florian Läufer

    Wenn aus Liebe Leben wird!

    babybauchbilder im Frühling fotografieren

    Glück, Glück, Glück!

    Outdoor Babybauch-Shooting: Die goldene Stunde

    In den Sommermonaten treffe ich mich meistens erst am frühen Abend zum Outdoor Babybauch-Shooting. „Goldene Stunde“ sagen wir Fotografen zum späten Abendlicht rund um den Sonnenuntergang. Wenn ich eine Stunde vorher mit dem Shooting beginne, können wir alle (also du mit deinem Babybauch, dein Partner und ich) uns erstmal „eingrooven“ und haben uns zum besten, äh goldenen (!) Licht schon ein bisschen eingestimmt, um jetzt die richtig guten Fotos zu machen! Es ist so: Du kannst dieses späte Licht mit keiner Bildbearbeitung imitieren – die goldene Stunde ist magisch! 

    Babybauchfotos im Gegenlicht zur Goldenen Stunde (Foto: Florian Läufer)

    Hat was: Babybauch-Shooting mit Eli im „Orange & Teal-Look“. Mehr von diesem Abend kannst du dir hier ansehen: Shooting in den Boberger Dünen

    Goldene Stunde beim Fotografieren

    Babybauch-Shooting Outdoor im Licht der untergehenden Sonne

    Goldene Stunde beim Babybauch Shooting in Hamburg

    Manchmal reicht eine Silhouette im warmen Gegenlicht, um das Wichtigste zu zeigen.

    Schwangerschaftsfotos – diese besondere Energie

    Nicht jede werdende Mama möchte bei einem Babybauch-Shooting ihren Bauch freimachen. Und nicht jede, für die es grundsätzlich okay wäre, möchte dies in der Öffentlichkeit tun. Dazu kann ich sagen: In aller Regel kümmern sich andere Menschen kaum um uns, wenn sie uns am Timmendorfer Strand oder in der Lüneburger Heide beim Fotografieren sehen. Geglotzt wird selten bis nie und wenn, würde ich höflich um Distanz und Zurückhaltung bitten. Das musste ich bisher aber noch nie. 

    Babybauch Shooting im Hamburger Umland während der Heideblüte

    Man sagt, die Heide blüht verlässlich zwischen dem 8.8 und 9.9. eines jeden Jahres. Da ist was dran! Wenn du dir ebenfalls Babybauchbilder zur Heideblüte wünscht, ist dies die beste Zeit.

    Fotoshooting mit Babybauch in Hamburg

    Love is in the air!

    Babybauch Paarshooting im Wilhelmsburger Inselpark

    Janina & Tobias hatten sich den Wilhelmsburger Inselpark als Foto-Location ausgesucht – gute Entscheidung!

    Freier Bauch hin oder her – ich persönlich finde es vollkommen unerheblich, ob der freigelegte Bauch zu sehen ist oder ob er bedeckt bleibt. Letztlich möchte ich auch (und vor allem!) etwas ganz anderes auf meinen Fotos zeigen. Und das zeigt sich in den Augen der werdenden Mamas, es liegt in der Körpersprache und ist den Bald-Mamas quasi ins Gesicht gemalt. Dies sind Glück, Stolz, Neugierde, Überschwenglichkeit, eben diese besondere Energie, von der Schwangere erfüllt sind. Wenn mir jemand sagt, dass dies auf meinen Fotos von einem Babybauch-Shooting erkennbar ist, dann gibt es kein größeres Kompliment für mich.

    Babybauch-Shooting - Indoor oder Outdoor?

    Bestes Licht und eine sehr, sehr in sich ruhende Bald-Mama! Toll, oder?

    Frieren für Fotos? Lieber nicht!

    Um das mit dem „Übers-Knie-Brechen“ nochmal aufzugreifen: Manchmal bekomme ich Anfragen zu einem Babybauch-Shooting in freier Natur in der kälteren Jahreszeit. Selbstverständlich könnte ich auch jetzt technisch ausgereifte Fotos von dir und deinem Bauch hier draußen machen. Du müsstest dich in deiner leichten Kleidung ein bisschen durch die Kälte quälen und das Frieren weglächeln. Manche werdende Mamas wünschen sich so sehr diese Outdoor-Fotos von sich mit ihren Bäuchen, dass sie die Gänsehaut gerne in Kauf nehmen würden. Man kann sich ja schließlich kaum aussuchen, zu welcher Jahreszeit man hochschwanger ist. Trotzdem rate ich davon ab, in den Wintermonaten leicht bekleidete Schwangerschaftsfotos zu machen. Weil: Du selbst wirst mit den entstandenen Fotos gedanklich immer, immer, immer das Shooting verbinden und dir denken: „Brrr, war DAS kalt damals!“ Und so ganz nebenbei, wird jedem Betrachter der Fotos das gleiche durch den Kopf gehen. Bilder erzählen Geschichten und diese ist: „Ein freigelegter Bauch in einer Winterlandschaft? Das muss kalt gewesen sein!“

    Babybauch-Shooting Indoor

    Da ich – ganz bewusst – kein eigenes Fotostudio unterhalte, besuche ich werdende Mamas gewöhnlich für ein Homeshooting zu Hause. Was ebenfalls möglich ist: Ein Indoor Babybauch-Shooting im Hotel oder einer anderen tollen Location. Das kann ein ländliches Gutshaus, eine tolle Ferienwohnung oder ein ganz anderer Ort deiner Wahl sein. 

    Indoor Schwangerschaftsfotos im Landhaus

    Babybauch Shooting Indoor mit dem Hamburger Fotograf Florian Läufer

    Tolle Idee: Samantha & Christoph haben sich zum dritten Hochzeitstag für das Indoor Babybauch-Shooting in die Location eingemietet, in der auch ihre Hochzeitsfeier stattgefunden hat. Die Hochzeitsreportage davon findest du in einem älteren Blogbeitrag von mir: Hochzeit auf Gut Bardenhagen

    Ich möchte ehrlich sein: Beim Homeshooting kann es aus fotografischer Sicht eine Reihe limitierender Faktoren geben. Nicht jede(r) hat das Glück, ein 30 Quadratmeter großes Wohnzimmer mit heller Fensterfront und Kaminkulisse sein Eigen nennen zu können – ich leider auch nicht. Andererseits: Oft braucht es nicht viel, um trotzdem gefühlvolle Fotos gestalten zu können. Aber – jetzt kommt’s – ich bin recht zuversichtlich, dass wir in kleinen Räumen immer auch ein bisschen Möbelrücken müssen. (Ich helfe hinterher auch beim Aufräumen – versprochen!)

    Babybauch-Shooting Indoor

    Homeshooting mit Nina & Jan-Hendrik in der Hafencity-Hamburg. Die Einrichtungsgegenstände haben wir bewusst in das Babybauch-Shooting einfließen lassen und sind so zu ganz persönlichen Fotos gekommen.

    Homeshooting Schwangerschaftsfotos

    Ich mag solche Gegenlichtaufnahmen, auf denen man nicht alles erkennt, aber das Wesentliche spürt.

    Schwangerschaftsfotos lustig (Fotograf: Florian Läufer)

    Der Spaß kam nicht zu kurz! Wie so häufig kam auch dieses Shooting über die zuvor von mir fotografierte Hochzeit der beiden super Verliebten zustande.

    Babybauch Fotografie als Homeshooting

    Geschwister mit einbeziehen? Unbedingt! 

    Fotograf Florian Läufer hielt diese Szene bei einem Homeshooting fest

    Ein, zwei Studiolichter und eine weiße Wand – mehr war bei diesem Indoor Babybauch-Shooting nicht nötig.

    Schummerlicht ist im kleinsten Raum möglich

    Übertreiben wollen wir es mit den häuslichen Umbauarbeiten natürlich nicht. Ich finde es ehrlicherweise sogar häufig sehr passend, die persönliche Einrichtung in die Bilder vom Indoor Babybauch-Shooting einfließen zu lassen. Individueller geht’s doch gar nicht! Mehr als eine Notlösung ist übrigens mein kleines mobiles Fotostudio, welches ich nach Absprache gerne zu einem Homeshooting mitbringe. Das benötigt ein Viertelstündchen Aufbauzeit, danach können wir aber diese tollen Schwangerschaftsbilder vor schwarzem Hintergrund erstellen, die so eine schöne Schummrigkeit ausstrahlen. Wäre das nichts für dich?

    Homeshooting Schwangerschaft

    Schwangerschaftsfotos mit gerichtetem Licht

    Schwarzer Hintergrund (den bringe ich mit) und eine diffuse Beleuchtung sind im kleinsten Wohnzimmer zu realisieren.

    Indoor Babybauchfotos

    Kontrast!

    In eigener Sache: Wenn auch bei Dir das freudigste aller Ereignisse ansteht und du Dir vorstellen kannst, gemeinsam mit mir ein Babybauchshooting durchzuführen, dann komme gerne über das Kontaktformular ins Gespräch mit mir. So können wir unverbindlich über die fotografischen Möglichkeiten sprechen.

  • Florian denkt nach – meine schönsten (und schlimmsten) Fotomomente 2021

    Florian denkt nach – meine schönsten (und schlimmsten) Fotomomente 2021

    Was bisher geschah: Nach einem katastrophalen 2020er Corona-Jahr bin ich also irgendwie ins zweitausendeinundzwanzigste Jahr n. Chr. hineingescheitert. Endlich vorbei! Aufstehen, Krone richten, weitermachen! Wer hätte damals geahnt, dass 2021 genauso weitergeht – und zwar bis heute!? Ich finde ja, dass Corona auch eine psychische Erkrankung ist. Ganz egal, ob du’s hast, hattest oder hasst: Irgendwie verändert es die Menschen. Bei mir jedenfalls hat es für einige Rochaden im Freundeskreis und beruflichen Umfeld gesorgt. 

    Leichtere Kost – hier soll es um Fotografie gehen! Nach dem Jahreswechsel rette ich meinen Kontostand noch einige Wochen mithilfe eines 450-Euro-Jobs über die Zeit. Ich versuche, mit der Gelassenheit eines Hindu-Königs auf das zu warten, was da hoffentlich kommen möge – die Fotosaison 2021. Nach der kleinen Kälte zum Jahreswechsel folgt bald die große Kälte mit Schnee, Glätte, Eiszapfen und zugefrorenen Gewässern. Simsalabim! Das kommt mir aus fotografischer Sicht gleich mehrfach gelegen.

    Winter is coming

    Für den Hamburger Winterdienst Borchers hatte ich in der Vergangenheit mehrere Fotoaufträge übernommen, für die echten Winterbilder, also die mit Schnee und Räumfahrzeugen, fehlte in der Vergangenheit der Schnee. „Sobald es schneit, musst du uns mal mit dem Fotoapparat begleiten, Florian!“ So waren wir die letzten beiden Jahre verblieben. Dann geht es ganz fix. Das Wetter hält sich an den Wetterbericht und es schneit, schneit, schneit. Noch in der gleichen Nacht (und am nächsten Tag) begleite ich das fleißige Borchers-Team und kann die Speicherkarten mit Winterdienstbildern vollmachen, die heute die Homepage der zuverlässigen Schneeschipper zieren. 

    Zwischen Anruf („Es schneit, Florian! Kannst du heute Abend Fotos machen?“) und Schneetreiben liegen nur wenige Stunden. Fast zwei Jahre hatten Winterdienst Borchers und ich auf diesen Moment gewartet. 

    Ein Blitzlicht habe ich hinter Lino versteckt, um diese Gegenlichtsituation zu erzeugen.

    Winterdienst-Romantik: Sonnenaufgang!

    Da bekommt man (fast) Lust auf Schneeschippen.

    Und ich nutze die kalten Tage und zugefrorenen Gewässer, um für das Anglermagazin „Fisch & Fang“ Foto- und Textmaterial zum Thema Eisangeln in Mecklenburg-Vorpommern zu erstellen. Solche Bilder sind schließlich auch nicht in jedem Jahr möglich! Chance nutzen! Auch witzig: Jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, ist die Januarausgabe 2022 im Zeitschriftenhandel (oder hier versandkostenfrei: Januarausgabe Fisch & Fang) erhältlich, in dem auf gut 15 Seiten meine Fotos erschienen sind. 

    Eisangeln ist in unseren Breitengraden nicht in jedem Jahr möglich. Im Februar ’21 passt alles und ich kann den Fishing-Guide David Bernhardt in Mecklenburg-Vorpommern mit der Kamera aufs Eis begleiten. In diesen Tagen ist das Ergebnis auf gut 15 Seiten im Anglermagazin erschienen und ist bis Ende des Monats im Zeitschriftenhandel erhältlich.

    David schafft es sogar aufs Cover!

    Noch mehr winterliche Landschaften fotografiere ich in der Lüneburger Heide, sowie an der Ost- und Nordsee. Ein Traum, dass ich mein umfangreiches Bildarchiv mit einigen Gigabyte Winterfotos auffüllen kann. 

    Kleine Welt ganz groß – Eiskristalle im Gegenlicht der aufgehenden Sonne.

    Behind the scenes – mein langjähriger Fotobuddy Holger Kröger machte dieses Foto von mir an einem frostigen Februarmogen. (Danke, Holger!) Das Ergebnis siehst du unten: 

    Ganz schön kalt!

    Am Leuchtturm Obereversand sind einige Tage später Schnee und Eis schon wieder Geschichte. Kalt ist es trotzdem. Auch, wenn es auf diesem Foto nicht danach aussieht.

    Das letzte Kind hat Fell

    Im März kommt Leben in die Bude. Läufers sind auf den Hund gekommen! Mein neuer Fotobuddy heißt Milow und bringt erstmal den Alltag ganz schön durcheinander. „Wuff-wuff!“ Was soll’s, die Kids sind längst erwachsen, da fangen wir nochmal von vorne an. Wie sagt man? „Das letzte Kind hat Fell!“ Isso!

    Gestatten, Milow! 

    Ich kann auch anders!

    Süß, oder?

    Fotografisch ist sonst nüscht los. Hier und da mache ich einige Produktfotos für verschiedene Online-Shops, nichts Aufregendes. Schattenfrei ausgeleuchtete Produkte auf weißem Grund. Menschen fotografieren ist spannender.

    Ende des Monats kommt eines meiner schönsten Fotoprojekte 2021 ins Spiel. Ich erstelle in der Atelier-Werkstatt von Frank Pressentin ein fotografisches Portrait von ihm und seiner künstlerischen Tätigkeit als Erschaffer hochwertigster Schreibgeräte unter der Marke „Elbwood“. Man muss sich das vorstellen: Füllfederhalter aus edelsten Materialien in Einzelanfertigung. Da kostet ein fertiges Schreibgerät zwischen 1.000 und 8.500 Euro! Man fängt automatisch an zu flüstern, wenn man solch ein edles Stück in den Händen hält. 

    Ich liebe die Fotos, die an diesem Tag entstehen. Frank Pressentin „The Penmaker“ auch. Inzwischen werden die Bilder von dem Autodidakten auf seiner Webseite, in Infobroschüren und in verschiedenen Magazinen verwendet. Tolles Fotoprojekt, super Typ!

    Die Atelier-Werkstatt von „The Penmaker“ Frank Pressentin.

    Frank Pressentin – The Penmaker hinter der Marke Elbwood.

    Die Feder ist aus purem Gold.

    Mit kleinen, selbstgebastelten Reflektoren setze ich einen der exklusiven Füller ins rechte Licht.

    Unter anderem in der deutschsprachigen Ausgabe der „Heritage Post“ werden meine Fotos verwendet. (Handyfoto)

    Fotografieren im Untergrund

    Die Sache mit dem U-Bahnhof ist dann mein April-Highlight und ein Beweis, dass dich freie Arbeiten immer irgendwie weiterbringen. Und das kam so: Gleich im allerersten Corona-Lockdown 2020 wurde mir schnell langweilig und ich wollte nicht auf der Couch verkümmern. Ich fotografierte Hamburgs schönste U-Bahnhöfe und bastelte aus den Ergebnissen einen vielbeachteten Blogartikel. Nur so, um fotografisch und kreativ im Spiel zu bleiben. 

    Jetzt, ein Jahr später, klingelt das Telefon zu diesem Blogbeitrag. In Kurzform: Man habe die Fotos gesehen, sei begeistert und als professioneller Ladenbauer gerade dabei, einen groooßen Edekamarkt direkt über dem U-Bahnhof Mümmelmannsberg in Hamburg einzurichten. Das Ganze soll an die darunterliegende Bahnstation erinnern, bestenfalls mit meinen Fotos. „Hätten Sie nicht Lust, in ihrem Stil den Bahnhof als Auftragsarbeit zu fotografieren? Die Bilder sollen später in gut drei Metern Größe gedruckt und aufgehängt werden. Ist das was für Sie, Herr Läufer?“ Darüber muss ich nicht allzu lange nachdenken…

    Industriefotografie im U Bahnhof Mümmelmannsberg in Hamburg

    Der U-Bahnhof Mümmelmannsberg im Hamburger Stadtteil Billstedt.

    Der U-Bahnhof Mümmelmannsberg im Hamburger Stadtteil Billstedt

    Industriefotografie im Hamburger U-Bahnhof

    Industriefotografie im Edekamarkt Woelm in Hamburg. Foto: Florian Läufer

    Und so sieht das alles einige Wochen später im neu gestalteten Edekamarkt aus.

    Der Edekamarkt Woelm in Hamburg-Billstedt mit Fotografien von Florian Läufer

    Zwei Dutzend Schwarzweiss-Portraits

    Mit einem umfangreichen freien Projekt lasse ich den April ausklingen. Die Idee: Ich möchte gut 20 vollkommen unterschiedliche Personen fotografisch portraitieren. In Schwarzweiß und vor weißem Hintergrund. Dazu stets das gleiche Licht, stets das gleiche Set-up, stets die gleichen Kameraeinstellungen, stets der gleiche Barhocker, den ich für diese Portraits für einen Zehner auf ebay-Kleinanzeigen kaufe. In der Bildbearbeitung verzichte ich auf echte Retusche und verleihe den Ergebnissen lediglich einen kontraststarken, körnigen Look und mache den Hintergrund gleichmäßig weiß. That’s it! Herausgekommen sind – trotz aller Gleichheit – vollkommen unterschiedliche Fotos. 

    Charakter-Portraits - Fotograf: Florian Läufer, Hamburg

    Mein Schwarzweiß-Fotoprojekt hat mich mit etlichen interessanten Menschen zusammengebracht.

    Die Hochzeitssaison

    Jetzt sollte eigentlich die Zeit der Hochzeiten beginnen. Zwischen April und Oktober ist meine Fotografie geprägt von Trauungen – normalerweise. Doch es kommt wie im vergangenen Jahr: Stornierungen am laufenden Band. Viele Paare sagen ihre Hochzeit ab, manche feiern trotz der Corona-Einschränkungen, wenn auch im stark reduzierten Umfang. Dafür ist dann allerdings kaum noch ein Fotograf vonnöten. Klar, wenn du mit acht statt achtzig Gästen in der Kirche sitzt, betrachtet man die Dinge anders.

    Und dennoch: Einige Vermählungen mit überschaubarer Gästezahl (und ohne Tanz und Musik) bleiben, in die kniee ich mich umso mehr rein. Und so werden die Trauungen von Lisa & Timo, Anja & Lars und Carolin & Lukas für mich immer etwas Besonderes sein. Später kommen noch Ricarda & Marco, Caroline & Manuel und andere Kurzentschlossene hinzu.

    Natürliche Hochzeitsfotos Hamburg und Norddeutschland

    Lisa & Timo in Nortorf

    Hochzeitspaar im Oldtimer nach der Trauung. (Fotografiert von Florian Läufer, Hamburg.)

    Anja & Lars werde ich in 2022 wiedersehen. Nach der standesamtlichen Trauung in diesem Jahr wird im kommenden ein großes Fest gefeiert! Freu mich drauf!

    Hochzeitsfotos am Baumwall auf der Gangway zur Cap San Diego

    Die Gangway zur Cap San Diego an den Hamburger Landungsbrücken wird man nur selten ohne Menschen fotografieren können. Die Coronaeinschränkungen machen es in diesem Fall möglich, sodass Carolin & Lukas zu einem sehr individuellen Hochzeitsfoto kommen.

    Hochzeitsfotos im Wald. Der Fotograf Florian Läufer drückte hier auf den Auslöser

    Ricarda & Marco mochten den Wald in der Nähe der Location – ich auch!

    Landhochzeit in Brandenburg - Hochzeitsfoto

    Caroline & Manuel – auch hier sind Holz und Natur ein Thema. Caroline ist Landwirtin, Manuel Forstwirt. Logisch, dass wir diese Kulisse aufgreifen.

    Ach, und noch ein toller Moment für mich: Für eines meiner im Vorjahr gemachten Fotos erhalte ich bei den „Masters of German Wedding Photography“ einen Award von der internationalen Jury verliehen. Dieser Fotwettbewerb findet im deutschsprachigen Raum auf sehr hohem Niveau statt. Der gewonnene Award ist eine hervorragende Bestätigung für mich, mit meiner Fotografie auf dem richtigen Weg zu sein. *Florian stolz!

     

    Tschüss, Photobooth!

    Apropos: Meine Fotobox, die ich 2019 für Hochzeiten und Events anschaffte und mit zwei Partnern als eine klitzekleine Personengesellschaft führte, war schon 2020 pleite. Corona halt! Sich mit einem Dutzend halbbetrunkener Gäste vor einer Fotobox auf engstem Raum zu präsentieren, ist vermutlich das Letzte, was je wieder erlaubt sein wird. In der Hoffnung auf ein besseres 2021 kaufe ich Anfang des Jahres die „Konkursmasse“ (also die Fotobox) meiner soeben abgewickelten Gbr ab. To make a long story short: Ich hatte sie im laufenden Jahr kein einziges Mal im Einsatz. Inzwischen sind die Geräte in einer dunklen Kellerecke abgestellt und ich möchte an dieses Abenteuer nicht mehr denken. Es ist verzwickt: Nicht nur, dass der Umsatz der Fotobox seit Februar 2020 bei null Euro liegt. Die Abwicklung der Personengesellschaft muss aus Komplexitätsgründen der Steuerberater übernehmen, der dafür mit einem Stundensatz von 135,- Euro plus Steuer entlohnt werden musste. So sieht sie also aus, die schnelle unbürokratische Hilfe, von der im Fernsehen immer berichtet wurde. Soll ja alles seine Richtigkeit haben. Resteverwertung? Doppelt blöd: Der Wert der Photobooth-Anlage liegt bei mehreren Tausend Euro. Theoretisch. Praktisch ist ein Photobooth in Coronazeiten ungefähr so gut zu verkaufen, wie Eisschränke in Alaska. Nun steht sie also seit zwei Jahren im Keller herum…

    Meine aufwändig gestaltete Fotobox werde ich 2022 nicht weiter betreiben – schade.

    Die zweite Jahreshälfte – es geht bergauf

    Genug der Schwarzmalerei. Im Juni ergibt sich wieder eine Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Seenland Oder/Spree e.V., mit dem mich eine langjährige Kooperation verbindet. Die Zielgruppe der Brandenburger Touristiker hat sich im Laufe der Zeit erweitert. Von der Generation der „Best Ager“ (50+) hin zu deren Nachwuchs (25 bis 35). Und so streife ich (inzwischen selbst „Best Ager“) einige Tage mit einer Handvoll Laien-Models und den Mitarbeiterinnen des Tourismusverbandes durch die Wälder und an die Ufer Brandenburger Gewässer. Ich liebe diese naturverbundenen Shootings!   

    Die Zielgruppe der Touristiker hat sich erweitert. Mit ihren „Slow Trips“ sollen hauptsächlich junge Menschen angesprochen werden. „Slow Trips“? Gemeint sind damit kreative Reiseerlebnisse abseits üblicher Klischees. 

    Enjoy! Wer möchte dort jetzt nicht sitzen und den Sonnenuntergang genießen?

    Back to Hamburg: Die Zusammenarbeit mit dem jungen Team der Braaker Mühle hat sich in diesem Jahr intensiviert. Die Bäckerei – mit immerhin 24 Filialgeschäften – setzt im Marketing intensiv auf Social Media und hat dadurch ständigen Bedarf an neuen Fotos. Zwischenmenschlich passt es perfekt bei uns – eine tolle Grundlage. Und so fotografiere ich im Laufe des Jahres alle (!) 24 Filialen (mein Favorit: Semperstraße!) für den in Kürze neu gestalteten Internetauftritt der Brot- und Brötchenprofis. Dazu Mitarbeiter- und Kampagnenfotos und, und, und. Spannend!  

    Die Filiale in der Semperstraße in Hamburg-Winterhude ist aus stylischer Betrachtung mein Favorit. Sieht gemütlich aus, gell!? Reinsetzen, Kaffee trinken!

    Diversity-Fotoshooting in der Braaker Mühle

    Zwei Kolleginnen der Braaker Mühle beim Fotoshooting mit Florian Läufer aus Hamburg.

    Mitarbeiterfotos – anders, frech & frisch! Als Fotograf ist es ein Traum, in diesem Stil fotografieren zu können.

    Mitarbeiterin Braaker Mühle beim Fotoshooting. Fotograf: Florian Läufer

    Portrait Unternehmensfotografie

    Unternehmensfotografie Hamburg - witzige Handwerkerfotos in der Bäckerei Braaker Mühle.

    Stellenanzeige mit Witz

    Eines der vielen Bildergebnisse in meinen Händen: Wer mit so einem Plakat Mitarbeiter sucht, für den ist „Diversity“ nicht nur ein Modewort. (Handyfoto)

    Das 5-Kilo-Hochzeitsbuch

    Im Sommer hat sich die Coronalage beruhigt und wir alle denken, dass Corona nun endlich ausgestanden ist. Tolles Gefühl. Jetzt steigt die Nachfrage! Ich fotografiere einige kurzfristig organisierte Hochzeiten, werdende Mamas mit ihren Babybäuchen und gewordene Mamas mit ihren Babys. Es fühlt sich gut an, endlich wieder normal arbeiten zu können – nach 1,5 Jahren Dauereinschränkung. Dass das alles nur eine Fata Morgana ist und sich zum Winter wieder massiv verschlechtern wird, daran denke ich jetzt nicht. Möchte ich auch nicht. Wir haben unser altes Leben zurück. Jiieeehhaaaah!!! 

    Natürliche Babybauchfotos fertigt der Fotograf Florian Läufer aus Hamburg an.

    Babybauch-Shooting in der Abendsonne

    Was um alles in der Welt willst du mit einem Fotostudio, wenn dir die Natur die schönsten Kulissen bietet? Eben! Ich werde auch in den kommenden Jahren auf ein eigenes Studio verzichten und überwiegend Outdoor fotografieren. Und wenn ich doch mal eines brauche, lässt es sich jederzeit tageweise mieten.

    Glückliches Paar beim Babybauch-Fotoshooting

    Die hochschwangere Franziska in der blühenden Heide

    Ein Outdoor Babybauch-Shooting mit blühender heide im letzten Abendlicht der Sonne

    Matthias & Franziska beim Outdoor Babybauch-Shooting bei Hamburg

    Natürliche Newbornfotos vom schlafenden Baby.

    Meine Babyshootings finden grundsätzlich als Homeshooting statt. Einige Accessoires habe ich im Gepäck.

    Natürliche Babyfotos in Hamburg bei gedämpften Licht

    Ganz besonders wird mir in dieser Zeit die Hochzeit von einem Paar in Erinnerung bleiben, das hier lieber ungenannt bleiben möchte. Ein rauschendes Fest im Oldenburger Land, ich fotografiere was das Zeug hält. Die Zusammenarbeit kam recht überraschend zustande. Für mich genauso wie für das Brautpaar übrigens. Denn: Ich selbst bin quasi das Hochzeitsgeschenk der Eltern! Und es geht weiter. Die Bildergebnisse kommen bei Gästen, Eltern und Hochzeitspaar so gut an, dass die Beschenkung in die zweite Runde geht: ein exklusives Fotobuch! Das gestalte ich gemeinsam mit der sympathischen Brautmama. Und was für die Ewigkeit gedacht ist, soll auch für die Ewigkeit gemacht sein! Mehr als fünf Kilo wiegt das Präsent als es aus dem Druck kommt. Die Präsentationsbox mit Leder überzogen, das Buch in Leinen gebunden, das Papier in bestmöglicher, schwerer Qualität. Aufgeschlagen ist das Fotobuch gut 80 Zentimeter breit! Ein Wahnsinnsgefühl, die eigenen Bildergebnisse in dieser Form betrachten zu können! Am liebsten hätte ich es selbst behalten.   

    Bin ich zu teuer?

    Und dann ist da im Sommer noch die Anfrage eines Unternehmens mit Welt(!)ruf. Alles klingt nach einem sehr spannenden und dauerhaften Fotoprojekt. Wie das bei solchen Unternehmen ist: Die Vergabe erfolgt nach Ausschreibung. Den Zuschlag würde ich gerne bekommen, gleichzeitig muss ich aus betriebswirtschaftlicher Sicht natürlich realistisch kalkulieren. Und das ist manchmal die Krux an solchen Ausschreibungen: Gehst du zu hoch ran, erhält oft der günstigere Anbieter den Zuschlag. Bist du an dem Projekt vom Herzen her interessiert, kann es sich schon aus Prestige-Gründen lohnen. Gehst du allerdings zu niedrig ran, wertest du deine Leistung ab, kannst unglaubwürdig erscheinen und bist am Ende vermutlich schon aus diesem Grund unzufrieden. Und überhaupt: Wer möchte schon unter Wert arbeiten? Ich löse die Situation so, dass ich mit dem niedrigstmöglichen Stundenlohn eines steuerzahlenden Handwerkers die zu erwartenden Arbeitstunden multipliziere. Darunter geht nicht. Zusätzlich darf ich noch ein (kostenloses) Probeshooting absolvieren, um meine Chancen zu erhöhen, in den erlesenen Kreis der Angebotsabgeber zu kommen. Meine Bildergebnisse bewertet mein potenzieller Auftraggeber nach dem Shooting mit „sehr gut“. Einige Wochen später die Absage. In gebogenen Worten wird mir erklärt, mein Angebot sei zu hoch gewesen, man habe sich für einen günstigeren Bewerber entschieden. „Alles Gute für die Zukunft.“ „Danke, Ihnen ebenfalls!“

    Kirche & Kiez

    Eine kleine Besonderheit ist im September die Kieztour mit der Pastorin Angelika Gogolin, die ich vor einigen Jahren über die Hochzeitsfotografie kennenlernte und zu der ich heute ein freundschaftliches Verhältnis habe. Ja, du hast richtig gelesen: Eine echte Pastorin auf der Hamburger Reeperbahn im Stadtteil St. Pauli! Was es damit exakt auf sich hat, kläre ich im zeitigen Frühjahr in einem eigenen Blogbeitrag auf. Aktuell müssen wir die Hintergründe noch topsecret halten. Aber so viel darf ich spoilern: Ich habe eine echte Pastorin im Freudenhaus auf der Reeperbahn fotografiert! Abgedreht!

    Pastorin Angelika Gogolin im Freudenhaus auf dem Hamburger Kiez

    Pastorin Angelika Gogolin im Freudenhaus auf St. Pauli. Da fragt man sich: Was will sie dort? Dazu bald mehr…

    Mit den Hochzeiten von Lisa & Thorben, Katharina & Nils und Jessica & Max neigt sich der Herbst seinem Ende entgegen. Die drei Trauungen waren tolle Abschlüsse mit drei super sympathischen Paaren für mich. Und dass mit einer fotografierten Hochzeit nicht automatisch die Verbindung wieder auseinander geht, kommt häufig vor. Oft klingelt ein bis zwei Jahre später das Telefon mit einer Anfrage für ein Newborn-Shooting. Bei Thorben ist es anders: Kurz vor der Hochzeit mit Lisa hat er sich als Tischlermeister selbstständig gemacht, benötigt nun Bilder für seinen Internetauftritt, der in den kommenden Wochen fertiggestellt sein wird. Beim Shooting erkenne ich neben seinem handwerklichen Geschick seine Liebe zum Beruf und beauftrage wiederum ihn im Nachgang, um mir ein spezielles Möbelstück herzustellen. Networking at it’s best! 

    Hochzeitsfotos beim Cafe Langes Mühle

    Die mag ich: Thorben & Lisa! 

    Die Anfrage zur fotografischen Begleitung der Hochzeit von Jessica & Max war extreeem kurzfristig! Spontan kann ich!

    Scheunenhochzeit in Niedersachsen. Hochzeitsfotograf war hier Florian Läufer aus Hamburg.

    Katharina & Nils hatten hingegen schon einmal verschoben, die freie Trauung samt großer Feier fand dann aber im September endlich statt. Tolles Paar!

    Tischlermeister Thorben.

    Thorben ist ein ungewöhnlicher Tischler. Seinen Meister hat er mit Bestnote bestanden, sein Arbeitsalltag ist von maximaler Flexibilität geprägt. Der Holzprofi arbeitet aus seinem Auto heraus direkt beim Kunden. Die Werkstücke werden in (s)einer kleinen Werkstatt vorgefertigt. Meine Aufgabe besteht darin, dies in atmosphärischen Fotos für seine Webseite herauszuarbeiten. 

    Portraits: Menschen im Beruf

    Bleiben wir beim Handwerk. Die Fotografie von Menschen im Beruf wird 2021 ein großes Thema für mich, das ich in den kommenden Jahren ausbauen möchte. Schon immer liebte ich es, Handwerker mit dem Fotoapparat zu portraitieren. Auf meinem Blog findest du etliche Beiträge zu diesem spannenden Fotothema. (Klicke unter „Themen“ einfach auf „Unternehmensfotografie“, um dir die Beiträge anzeigen zu lassen.) In diesem Zusammenhang bewarb ich mich auf zwei Ausschreibungen der Hamburger Handwerkskammer und erhielt jeweils den Zuschlag. Darum geht es dabei: Im Rahmen eines Integrationsprojektes sollen Handwerkerinnen und Handwerker mit Migrationshintergrund in ihren Betrieben portraitiert werden. Grundlage sind die jeweiligen Erfolgsgeschichten, die sich aus der erfolgreichen Integration und Anerkennung der fachlichen Leistung ergeben haben. Noch sind die Projekte (hinter denen ein Dutzend Fotoshootings stecken) nicht abgeschlossen und ich darf aus rechtlichen Gründen (noch) keine Ergebnisse zeigen. Ich fotografierte Menschen aus Afrika, Syrien, England, Rumänien, Irak und erhielt Einblicke in die bewegenden Geschichten dahinter. Ich führe das nicht weiter aus. Ich meine: Wir können uns sehr, sehr glücklich schätzen, in einem der reichsten Länder dieser Welt zu leben, in dem Demokratie (mit all ihren Unzulänglichkeiten und Kuriositäten), Meinungs- und Pressefreiheit herrschen. Ausrufezeichen!   

    Mit dem Fotoapparat belauscht: traditionelles Handwerk

    Außerhalb der Handwerkskammer-Projekte führt mich der Fotoapparat Ende November in den Stadthafen von Eckernförde. In der Frau Clara-Straße (heißt tatsächlich so!) brodelt es ordentlich in den Töpfen der Bonbonkocherei von Hermann und Heike Hinrichs. Altes, traditionelles Handwerk – ich liebe das! Aus viel Zucker, Glucose und einigen Farb- und Aromastoffen werden hier mithilfe jahrzehntealter Bonbonwalzen süße Leckereien in Handarbeit hergestellt. Ich darf die Herstellung und die Menschen dahinter fotografieren. Und ich darf probieren – lecker! Ein Fotoprojekt für alle Sinne! 

    Achtung, heiß!

    „Wuuusch!“ Mit 160 Grad Celsius wird der Bonbonteig auf die Arbeitsplatte gegossen.

    Einfärben des Bonbonteiges durch Firmeninhaber Hermann Hinrichs.

    Dann muss alles ganz schnell gehen. Kühlt der Teig aus, wird er hart und kann nicht mehr weiterverarbeitet werden.

    Fotoreportage über das traditionelle Herstellen von Bonbons

    Das Aussieben der Bonbons

    Ein tolles Foto dieses Firmenportraits: Der Koch am Dragierkessel

    Bonbonkocher Kai bei der letzten Veredelung der Leckereien. War ein tolles Fotoprojekt! 

    Der Unfall zum Jahresende

    Die zweite Jahreshälfte fühlt sich aus beruflicher Sicht seit Ausbruch der Pandemie erstmalig wieder fast normal an. Die Auftragslage erreicht phasenweise Vorkrisenniveau. Der Verlust aus 1,5 Jahren Pandemie bleibt Verlust und ist nicht wieder aufzuholen, das steht fest. Jetzt möchte ich aber nach vorne blicken und da darfst du nicht nach hinten denken! Ich gönne mir eine einwöchige Auszeit. Die erste seit 2019. Um die Fotoaufträge der letzten Monate Revue passieren zu lassen, fahre ich: FOTOGRAFIEREN! Die Landschaftsfotografie ist bei mir das Hobby im Beruf. Geld ist damit kaum zu verdienen, dafür sind echte Leidenschaften aber vermutlich auch nicht gedacht. Es geht um mich, um die Weite, um das Wetter und vielleicht um EIN schönes Foto am Ende des Tages. 

    Wohin es mich zieht? Auf die Insel Madeira mitten im Nordatlantik auf Höhe Marokkos. Und zwar unbegleitet, sieht man vom Fotoequipment ab. Die Kosten – überschaubar. 300 Euro Flug, 300 Euro Unterkunft, 300 Euro Mietwagen. Das gönne ich mir jetzt! 

    Es sind vor allem die Nebelwälder und die Trekkingtouren im Gebirge, die mich fotografisch reizen. Ich genieße die ersten Tage sehr und bin mit der Fotoausbeute mehr als zufrieden. Gegen Mitte des Trips ist Sturm, sodass sich die eh schon beeindruckenden Atlantikwellen zu echten Brechern aufbauen. Die Ostsee? Ein Ententeich dagegen! In Seixal bricht die tosende See in zerklüftetes Lavagestein. Ein Traum zum Fotografieren. Auch, wenn man unmöglich die Wucht und den ohrenbetäubenden Lärm der peitschenden See auf einem Foto wiedergeben könnte. Ich bin wirklich ergriffen von diesen Eindrücken. 

    Fast scheint es so, als würde der alte Lorbeerbaum nach mir greifen – gespenstisch!

    Denken wir das Gleiche?

    Für mich als Norddeutscher ist der Segeberger Kalkberg (das ist da, wo alljährlich die Karl May-Festspiele stattfinden) mit fast 100 Metern schon verdammt hoch. Auf diesem Foto beginnt der Weg auf Madeiras höchsten Gipfel: den Pico Ruivo mit 1862 Meter Höhe. In einer Woche bin ich viermal hochgestiegen, weil ich eine bestimmte Lichtsituation erleben wollte. Ob ich sie vorgefunden habe? Mehr dazu in Kürze in einem gesonderten Blogbeitrag. 

    15.000 Euro Schaden?

    Das Problem beim Fotografieren ist manchmal, dass man die Umwelt nur durchs Okular wahrnimmt. Daraus ergibt sich eine gewisse Distanz zum Geschehen. Es ist, als wäre der Fotoapparat ein Schutzschild, der dich unverwundbar macht. Mitten drin aber doch nicht ganz dabei. Ich möchte dicht ran an die Wellen, sie in ihrer vollen Dynamik abbilden. Zehn, zwölf Minuten lang passt meine Position zum Weißwasser der brechenden Wellen. Wir kommen uns nicht zu nahe. Dann rollt eine Welle ein, die nicht nur ein wenig, sondern gleich deutlich größer als alle vorherigen ist. Ich weiß, was mir blüht und mit diesem Gedanken ist bereits alles zu spät. Während die Welle bricht, reiße ich noch das Stativ nach oben, um es vor den Wassermassen zu schützen. Es hilft nicht. Der Rucksack mit dem Ersatzequipment lag eben noch knapp hinter mir, jetzt treibt er mit Schlagseite im fast brusttiefen Wasser. Ich hinterher. Ich kriege alles gegriffen, rette mich und die Ausrüstung ans Ufer. Außer einer zerrissenen Hose und einem geprellten Knie geht es für mich glimpflich aus. Die 15.000-Euro-Ausrüstung kann ich zur Hälfte abschreiben – das wird eine Woche später das Gutachten in Deutschland ergeben. Ich bin gut versichert, meine ich. Wie gut tatsächlich, werde ich nach der eingereichten Schadenmeldung wohl bald erfahren. Als wenn Corona nicht schon genug wäre… Auf ins neue Jahr!

    Die raue Küste Madeiras. Aus der Höhe betrachtet denkst du: Bloß nicht runterfallen! Bist du mit den Wellen auf Augenhöhe, denkst du: Bloß nicht reinfallen! Dass mir letzten Endes eine Welle die Beine wegreißen würde, finde ich in der Nachbetrachtung fast schon unfreiwillig komisch. Wenn da nicht der große Kameraschaden wäre…

    Hörst du es? 

    Auf ins neue Jahr!

    Nun geht in wenigen Tagen das Jahr zu Ende. Ich fühle mich durchgeschüttelt. Oder eher wachgerüttelt? Denn: Die vergangenen 12 Monate habe ich fast ein wenig pädagogisch wahrgenommen. Die Umstände haben mir Fragen gestellt. Was ist wichtig? Und was ist WIRKLICH wichtig? Wie will ich weitermachen? Wie gehe ich mit Krisen um? Und wie mit Erfolgen? Was macht es, wenn es mehr Krisen als Erfolge gibt? Welche Bedeutung haben materielle Dinge und welche hat Freiheit? Was macht frei – und was nicht?  

    Mir geht es gut. Und Sorgen habe ich erst, sobald sie da sind. Nicht schon wenn ich sie mir vorher mache. Dies soll mein Mantra für 2022 sein. Bis auf Weiteres lasse ich den Auslöser also weiterrattern. Dabei werde ich (noch) mehr in die Natur gehen, so wünsche ich es mir. „Spaß und Zufriedenheit“ heißt meine neue Währung. Dies wird dazu führen, dass ich nur noch Aufträge fotografiere, die 100% zu mir passen. Alle anderen empfehle ich an meine Berufskollegen weiter. Auch eine Form von Freiheit – die ist mir wichtig. 

  • Franziska & Matthias – Outdoor Babybauch-Shooting

    Franziska & Matthias – Outdoor Babybauch-Shooting

    Das Outdoor Babybauch-Shooting von Franziska und ihrem Mann Matthias (seeehr sympathisches Paar!) sollte im späten Licht der Nachmittagssonne stattfinden. Nur: Wer den gerade ausklingenden Sommer noch in Erinnerung hat, weiß, dass Sommer und Sonne in diesem Jahr nur schwer zueinanderfanden. Nach einem kleinen Kennenlerntelefonat machten wir also vorsorglich das, was ich aus Wettergründen für jedes Outdoor-Shooting vorschlage: einen A- und einen B-Termin. Passt das Wetter beim ersten Termin nicht, haben wir gleich einen Ausweichtermin parat.

    Outdoor Babybauch-Shooting im perfekten Licht

    Dass wir bei diesem Outdoor Babybauch-Shooting letztlich erst beim C-Termin die optimalen Wetterbedingungen hatten, machte die Sache spannend. Die anvisierten Treffen zuvor wären von der Witterung vielleicht okay gewesen, aber eben noch nicht richtig klasse. Es ist ja so: Wer mit 80% zufrieden ist, kann niemals hundertprozentige Arbeit abliefern! Das Warten (und Verschieben) hat sich gelohnt und so wurden wir an einem Mittwochabend im August mit ausgezeichneten Bedingungen beschenkt. Auf geht’s! Die knackige Nachmittagssonne verwandelte sich nach und nach in ein warmes Abendlicht mit allen Farbnuancen der tiefstehenden Sonne – ein Traum! Was bei diesem Outdoor Babybauch-Shooting herausgekommen ist, siehst du mit einigen Beispielfotos hier: 

    Paar geht Hand in Hand auf Sand

    Paarfoto mit Babybauch

    Schon zu Beginn des Shootings hatten wir gute Lichtbedingungen, die zum Abend von Minute zu Minute immer besser wurden. Tschakkaaa!

    Babybauchfoto auf einer Düne

    Die hochschwangere Franziska & Matthias beim Spaziergang in der Heide

    Tolles Paar: Matthias & Franziska

    Shooting mit Babybauch in der Heide

    Matthias & Franziska beim Outdoor Babybauch-Shooting bei Hamburg

    Kein Zweifel, hier ist Liebe im Spiel! 

    Dieses babybauchbild von Franziska entstand im Gegenlicht

    Babybauchbilder im Gegenlicht

    Babybauchfoto

    Wenn aus Liebe Leben wird!

    Dieses Licht wünscht du dir als Fotograf!

    Franziska mit ihrem Babybauch in der späten Abendsonne

    Zum Abend hin kam der Moment, in dem ich immer ein bisschen euphorisch werde: die goldene Stunde! JETZT ist das perfekte warme Licht, welches es zu nutzen gilt. Hier hat das Gegenlicht der tiefstehenden Sonne zu großartigen Reflexionen in den Gräsern geführt. Nur wenige Fotos später war dieses kleine Lichtwunder schon wieder vorbei. Und so ganz nebenbei: Schau mal, wie zufrieden und glücklich Franziska in die Kamera schaut – toll!

    Die Sonne geht unter beim Babybauch-Shooting in der Nähe von Hamburg

    Bei wem der kleine Elefant bald neben dem Bettchen steht ist selbsterklärend.

    Die hochschwangere Franziska in der blühenden Heide

    Die hochschwangere Franziska in der Abendsonne und: inmitten blühender Heide!

    Ein Outdoor Babybauch-Shooting mit blühender heide im letzten Abendlicht der Sonne

    Das Gegenlicht der untergehenden Sonne malte die Lichtkante um die Köpfe von Matthias & Franziska beim Babybauch-Shooting

    Die letzten Sonnenstrahlen haben diese feine Lichtkante um die Köpfe von Franziska & Matthias gemalt. Abschlussfoto eines abwechslungsreichen Outdoor Babybauch-Shootings mit einem chillig-angenehmen Paar!

    In eigener Sache: Wenn auch bei Dir das freudigste aller Ereignisse ansteht und du Dir vorstellen kannst, gemeinsam mit mir ein Babybauchshooting durchzuführen, dann komme gerne über das Kontaktformular ins Gespräch mit mir. So können wir unverbindlich über die fotografischen Möglichkeiten sprechen.

    Übrigens: In meinem Portfolio findest Du unter dem Menüpunkt Babybauch weitere Beispiele für meine Arbeiten. Viel Spaß beim Anschauen!

  • Babybauch-Shooting in den Boberger Dünen

    Babybauch-Shooting in den Boberger Dünen

    Ein Babybauch-Shooting in den Boberger Dünen – eine schönere Location kann man sich dafür in Hamburg kaum vorstellen. Zwar ist man in dem Naturschutzgebiet selten ganz alleine, aber die große Fläche, die aus sandigen Abschnitten mit Strandflair, Wald und Heidelandschaft besteht, bietet immer einige ruhige Ecken, um ein vertrautes Babybauch-Shooting mit Wohlfühlstimmung zu realisieren. 

    Als Eli für dieses Babybauch-Shooting in den Boberger Dünen Kontakt mit mir aufnahm, stand zunächst noch das Elbufer als örtliche Alternative zur Auswahl. Dass wir uns letztlich gegen die Elbe entschieden und uns zum besten Licht in der Boberger Niederung verabredeten, war genau die richtige Entscheidung. Hier konnten wir ganz unterschiedliche Bildideen mit wechselnden Spots und Stimmungen umsetzen – und das alles auf maximal 500 Quadratmetern. 

    Babybauchbilder in den Boberger Dünen

    Mit diesem Foto starteten wir gegen 18 Uhr in den Fotoabend. Die Sonne brannte noch sehr stark, sodass wir uns zunächst schattige Orte suchten.

    Schwangerschaftsfoto - aufgenommen in den Boberger Dünen in Hamburg

    Paarfoto mit Babybauch in Boberger Dünen in Hamburg

    Nun mal ehrlich: Könnte man denken, dass wir hier in Hamburg und nicht an der Ostsee sind?

    Babybauchfoto in der Natur aufgenommen

    Natürliches Schwangerschaftsfoto Outdoor

    Als die Sonne immer tiefer stand, konnte ich ganz hervorragend mit Gegenlicht arbeiten, was eine tolle Lichtkante um Eli legt und die Haare zur Geltung bringt. 

    Schwangerschaft – wenn aus Liebe Leben wird

    Übrigens: Eli und ihre Familie kenne ich durch vorherige Shootings schon länger, was das Fotografieren an diesem Sommerabend flüssig von der Hand gehen ließ. Schon während Elis ersten Schwangerschaft durfte ich die Babybauch-Bilder machen, damals jahreszeitlich bedingt bei einem Homeshooting mit Studiolicht. Es folgten Baby- und Familienfotos und nun eben das Babybauch-Shooting in den Boberger Dünen. Das ist im übrigen ein Teil, den ich an meinem Job als Fotograf sehr mag: Ich erlebe häufig die Entwicklungsstadien von Familien fotografisch mit und durfte für manche Paare schon vom Verlobungs-Shooting, über die Hochzeitsbegleitung bis zu Baby- und Familienbildern die Dokumentation übernehmen. (Extra-Tipp! Wenn du weitere Babybauchbilder aus einem Shooting am Ahrensburger Schloss von mir sehen möchtest, dann klicke hier: KLICK)

    Schwangerschaftsfoto mit gedämpften Licht

    Babybauch von tätowiertem Arm umschlungen

    Zeitsprung! Die beiden oberen Bilder sind vor 3,5 Jahren während Elis ersten Schwangerschaft bei einem Homeshooting entstanden.

    Genug geschrieben – hier sind die schönsten Momente vom Babybauch-Shooting in den Boberger Dünen. 

    Babybauchbilder in Hamburg. Hier passt das Kleid zu den Birken.

    Birken und Kleid passen irgendwie zusammen – ganz besonders im warmen Abendlicht. Jetzt kommt die beste Zeit des Tages für natürliche Babybauchbilder!

    Familienfoto im Gegenlicht

    Natürliche Babybauchfotos von dem Fotografen Florian Läufer aus Hamburg

    „Komm, ich zeige dir die Welt!“

    Babybauch-Shooting mit dem Vater

    Eli & Sven – super Team!

    Eine Kombination aus Babybauch-Shooting in den Boberger Dünen und Familienfotos

    Natürlich kommt von Natur – wer natürliche Babybauchbilder will, muss raus ins Grüne! Bestenfalls im goldenen Licht der späten Sonne.

    Bei einem Babybauch-Shooting in den Boberger dünen gelang dem Fotografen Florian Läufer dieses stimmungsvolle Schwangerschaftsfoto.

    Mein Lieblingsfoto von diesem tollen Babybauch-Shooting in den Boberger Dünen.

    Outdoor Babybauch-Shooting

    Gleicher Spot, zwei unterschiedliche Bildergebnisse. Was gefällt dir besser: Im Gegenlicht mit leichter Farbveränderung (oben) oder bei natürlicher Farbwiedergabe mit Aufhellblitz (unten)? 

    Schwangerschaftsfotos in der Natur

    Natürliche Familienfotos im Sonnenuntergang

    Feierabend – jetzt geht’s nach Hause…!

    In eigener Sache: Wenn auch bei Dir das freudigste aller Ereignisse ansteht und du Dir vorstellen kannst, gemeinsam mit mir ein Babybauchshooting durchzuführen, dann komme gerne über das Kontaktformular ins Gespräch mit mir. So können wir unverbindlich über die fotografischen Möglichkeiten sprechen.

    Übrigens: In meinem Portfolio findest Du unter dem Menüpunkt Babybauch weitere Beispiele für meine Arbeiten. Viel Spaß beim Anschauen!

  • Babybauchshooting am Ahrensburger Schloss

    Babybauchshooting am Ahrensburger Schloss

    Vera und Marcel wünschten sich ein Babybauchshooting am Ahrensburger Schloss. Das liegt nun knapp zwei Jahre zurück und es gab zu dem Zeitpunkt ein kleines Problem: die Jahreszeit. Es war Winter mit echten Bibbertemperaturen. Klar, man hätte die Zähne zusammenbeißen und es durchziehen können. Nur: Jeder, der sich später die bauchfreien Fotos angesehen hätte, würde damit sofort assoziieren, dass es für die werdende Mama unangenehm kalt gewesen sein muss beim Shooting…

    Also alles anders. Wir verabredeten damals ein Homeshooting bei Vera und Marcel im Wohnzimmer. Ich brachte meine Studioblitzanlage mit und dann stand einem Babybauchshhooting nichts mehr im Wege. Hier siehst Du eine Handvoll Ergebnisse:

    Schwangerschaftsfoto das bei einem Homeshooting bei Hamburg entstanden ist

    Werdende Eltern beim Home-Babybauchshooting

    Das Babybauchshooting fand wegen der niedrigen Temperaturen letztlich im Wohnzimmer der werdenden Eltern statt. 

    Babybauch mit HSV Babykleidung

    Papa ist HSV-Fan – sieht man, gell?

    Der Nachwuchs ist da!

    Es dauerte nicht lange bis wieder das Telefon klingelte. Aus Vera und Marcel waren inzwischen stolze Eltern geworden. Und was eben noch im Bauch war, wollte nun als neuer Erdenbürger abgelichtet werden – ein Newbornshooting. Die kleine Maus war noch ganz erschöpft von der Geburt vor wenigen Tagen. Weil sich die Newborn-Fotografie aber eh am schlafenden Baby orientiert, nutzten wir die ausgeprägten Schlafphasen für tolle Babyfotos.

    Newbornshooting

    Schlafendes Baby beim Newbornshooting

    Schlafendes Baby bei Papa in den Händen

    Einige Zeit nach dem ersten Babybauchshooting kam das Baby gesund, munter und zuckersüß zur Welt. Auch diese Fotos entstanden bei einem Homeshooting im Wohnzimmer von Vera und Marcel.

    Endlich! Babybauchshooting am Ahrensburger Schloss

    Zeitsprung. Weil die Welt ein Dorf ist, traf ich die super sympathischen Eltern im Mai auf einer Hochzeit wieder, die ich mit dem Fotoapparat begleitete. Und hier schließt sich der Kreis: Geheiratet wurde im Ahrensburger Schloss. (Hier gibt es einen Blogbeitrag zu dieser Hochzeit: KLICK) Bei der anschließenden Hochzeitsfeier im Strandhus am Großensee kam Marcel auf mich zu:

    „Was machst du im August, Florian?“

    „An den Wochenenden fotografiere ich Hochzeiten. Wieso?“

    „Erinnerst du dich, dass wir damals ein Babybauchshooting am Schloss machen wollten?“

    „Klar!“

    „Holen wir nach.“

    „Wie jetzt?“

    „Vera ist wieder schwanger!“

    „Jaaaa!“ 

    Und so kamen wir letztlich doch noch zu einem Babybauchshooting am Ahrensburger Schloss. Bei bestem Wetter, optimalen Temperaturen und mit dem bald zweijährigen Geschwisterchen aus dem vorletzten Winter. Einige der sommerlichen Bildergebnisse siehst Du hier:

    Babybauchshooting am Ahrensburger Schloss mit werdender Mama im Vordergrund und Papa und Tochter unscharf im Hintergrund

    Das Babybauchshooting am Ahrensburger Schloss klappte erst im zweiten Anlauf – und das bei großartigem Wetter!

    Babybauchshooting in Ahrensburg bei Hamburg

    Der Eingangsbereich am efeubewachsene Haus eignet sich ganz hervorragend zum Fotografieren. Wenn da nicht… 

    Outtake beim Babybauchshooting

    …der Fahrradweg und die kleine Durchgangsstraße gewesen wäre. Irgendwas ist ja immer!

    Schwangerschaftsfoto des Fotografen Florian Laeufer aus Hamburg. Paar liegt an Baum gelehnt in der späten Abendsonne

    Endlich kam die späte Abendsonne mit ihrem warmen Licht aus den Wolken hervor. Ich konnte mich gar nicht entscheiden, ob wir lieber MIT dem Licht oder…

    Verliebtes Pärchen im Gegenlicht beim Babybauchshooting

    …GEGEN das Licht fotografieren sollen. Was gefällt Dir besser?

    Paarfoto in der späten Abendsonne beim Babybauchshhoting in Ahrensburg bei Hamburg

    Werdende Eltern halten beim Babybauchshooting eine Wäscheleine mit Babykleidung im Gegenlicht

    In eigener Sache: Wenn auch bei Dir das freudigste aller Ereignisse ansteht und du Dir vorstellen kannst, gemeinsam mit mir ein Babybauchshooting durchzuführen, dann komme gerne über das Kontaktformular ins Gespräch mit mir. So können wir unverbindlich über die fotografischen Möglichkeiten sprechen.

    Übrigens: In meinem Portfolio findest Du unter dem Menüpunkt Babybauch weitere Beispiele für meine Arbeiten. Viel Spaß beim Anschauen!

    Nachtrag (November 2018): Inzwischen ist der kleine Mann gesund zur Welt gekommen und hält Mama und Papa mit seiner großen Schwester auf Trab. Kürzlich habe ich ihn mit dem Fotoapparat besucht:

    Mutter mit Neugeborenen beim Homeshooting mit dem Fotograf Florian Laeufer

  • Katrin & René – Standesamtliche Trauung in Henstedt-Ulzburg

    Katrin & René – Standesamtliche Trauung in Henstedt-Ulzburg

    „Ja, ich will!“ – diesen Satz hört man als Hochzeitfotograf regelmäßig. Und bei der standesamtlichen Trauung von Katrin und René im Standesamt Henstedt-Ulzburg waren hierbei ordentlich Emotionen im Spiel. Hach, wie schön! 

    Die Konstellation für die fünfstündige fotografische Begleitung des Hochzeitspaares war etwas ganz Besonderes: Trauzeuge Tim hat den beiden diese kleine Hochzeitsreportage zur Vermählung geschenkt. Vom morgendlichen „Getting Ready“ (was ich immer ganz besonders spannend finde!), über die Trauung bis zu den Paarfotos waren also die Ergebnisse auf den Speicherkarten das Hochzeitsgeschenk. Das darf man so sagen: Eine großzügige Geste! 

    Im Ergebnis sind es gut 350 Fotos, die letzte Woche auf USB-Stick an Katrin und René gingen. Ein dickes Lob und die Erlaubnis, eine Auswahl davon hier als Blogbeitrag zeigen zu dürfen, sind das Feedback von dem frischvermählten Hochzeitspaar. Großes Dankeschön dafür! Hier eine kleine Kostprobe der standesamtlichen Trauung in Henstedt-Ulzburg.

    Getting Ready 

    Früh aufstehen hieß es, um die Verwandlung von Katrin zur BRAUT zu dokumentieren. Zwischen allerlei helfenden Händen, Marmeladenbrötchen und Kaffee wurde frisiert, gesprüht und geschminkt. Bis hierher hielten sich Katrin und Gleich-Ehegatte René noch zusammen in der gemeinsamen Wohnung auf. Das traumhafte Hochzeitskleid wartete aber ein Haus weiter – und das durfte René natürlich nicht vor dem Eintreffen am Standesamt Henstedt-Ulzburg zu Gesicht bekommen.

    Bei jeder Hochzeit eine gute Seele: Die Trauzeugin hilft, macht, tut und kümmert sich.

    Katrin sieht jetzt schon klasse aus – dabei sind die Haare noch nichtmal gemacht.

    Was halt alles so benötigt wird… Visagistin Michelle ist Vollprofi und hat neben einem Haufen Schminkzeug reichlich Erfahrung im Gepäck!

    Make up und Beauty Coach Michelle bei der Arbeit

    Make up & Beauty Coach Michelle als Visagistin in ihrem Element. Sie sieht ihren Beruf als Berufung und füllt ihn mit Perfektion und Liebe zum Detail aus – sowas gibt es heutzutage nicht mehr oft. Mehr über Michelle: www.made-perfect.de

     

    Bei den Männern geht es traditionell etwas entspannter zu und meist steht der Trauzeuge zur Seite. In diesem Fall kann man von einer harmonischen Männerrunde sprechen, denn nicht nur Trauzeuge Tim, sondern auch Sohnemann verbrachten die letzten Stunden gemeinsam. Bald ging es zur Ankleide. Unter uns: Jetzt kam auch hier eindeutig Spannung auf…

    Boys just wanna have sun! Noch ist Bräutigam René gaaanz entspannt.

    Männerfreundschaft – mein Auto, mein Haus, mein Trauzeuge! 

    Raus aus den Crocs, rein in die Lackschuhe! Langsam wird’s ernst…

    „Ham wir noch Zeit für einen Kaffee?“ – „Ham wir!“ Hier werden noch fix die letzten Details besprochen.

    Wichtig für jede Hochzeit ist: Einen Ablaufplan mit den Uhrzeiten im Hinterkopf zu haben! Allerdings habe ich noch NIE erlebt, dass er eingehalten wurde – jede Hochzeit entwickelt ihre ganz eigene Dynamik. OHNE Plan läuft dann alles durcheinander, MIT Plan weiß man zumindest irgendwann: Wir müssen jetzt Gas geben, um wieder im Zeitrahmen zu bleiben!  Beim Anziehen des Hochzeitskleids im Nebenhaus ist klar: Nun ist es nicht mehr lange hin bis zum Ja-Wort. Ein emotionaler Moment!

    Beruhigungs-Zigarette – in den letzten 1,5 Stunden wird es aufregend. Sehr aufregend!

    Standesamt Henstedt-Ulzburg

    Ich fuhr mit dem Auto vor, um das Eintreffen von Katrin am Standesamt festzuhalten. Das Wetter zeigte sich von seiner sonnigsten Seite. So, wie es bei einer Hochzeit im Mai sein soll. Ein schickes Trauzimmer und eine freundliche Standesbeamtin mit tollen Worten warteten jetzt auf Katrin und René.

    Ankunft am Standesamt – eine tolle Braut in einem traumhaften Hochzeitskleid und das alles bei Kaiserwetter. Mehr geht nicht!

    Im Trauzimmer des Standesamts in Henstedt-Ulzburg wird die Trauung mit netten Worten der freundlichen Standesbeamtin besiegelt.

    Freunde und Verwandte hatten sich vor dem Eingangsbereich einige Überraschungen einfallen lassen und überraschten mit Gesang, Baumstamm sägen, Sektempfang, und, und, und. Toll! Und so entstanden direkt nach der standesamtlichen Trauung viele tolle Fotos als bleibende Erinnerungen.

    Frisch verheiratet – eine klasse Familie!

    Eisgekühlter Sekt bei Schwimmbad-Temperaturen. Freunde und Verwandte haben gute Vorbereitungen getroffen.

    Dosenfutter! Ganz Henstedt-Ulzburg soll wissen: Katrin und René haben sich getraut!

    Meins, meins, meins! 

    Paarfotos

    Als letzter fotografischer Akt standen nun noch die klassischen Paarfotos an. Die sollten ländlich geprägt sein und wir realisierten sie in unmittelbarer Nähe zum Wohnort. Dass es dabei durchaus lustig zugehen kann (soll!) und man vor Überraschungen nie so ganz sicher ist… Ach, einfach Bilder anschauen!

    „Die Kühe sollen mit aufs Bild!“ war der Fotoauftrag für mich. Dass die Rindviecher keinen Sinn für Romantik haben, machen sie uns unmissverständlich klar. Irgendwas ist ja immer…

    Hochzeitsfoto mit Hochzeitsauto Mercedes

    Und wieder geht ein USB-Stick mit mehreren Hundert Hochzeitsfotos an ein glückliches und zufriedenes Hochzeitspaar. Danke, dass ich diese Momente festhalten durfte! 

    In eigener Sache: Wenn auch dein großer Tag bevorsteht und du dir vorstellen kannst, dass ich ihn in dynamischen, stimmungsvollen, lustigen und emotionalen Bildern als dein Hochzeitsfotograf festhalten darf, dann komme gerne über das Kontaktformular ins Gespräch mit mir. Bei einer Tasse Kaffee können wir unverbindlich über die fotografischen Möglichkeiten auf deiner Hochzeitsfeier sprechen.

    Weitere Beispiele von einigen Hochzeitsreportagen aus diesem Jahr findest du ganz oben rechts neben diesen Beitrag. Klicke einfach unter „Themen“ auf den Button „Hochzeitsreportage“. Viel Spaß beim Anschauen!

  • Warum ich als Fotograf keine Werbung (mehr) mache…

    Warum ich als Fotograf keine Werbung (mehr) mache…

    „Wer nicht wirbt, der stirbt!“ so hat es Henry Ford vor vielen Jahren einmal gesagt. Wer ihn nicht kennt: Henry heißt (besser: hieß) nicht umsonst Ford mit Nachnamen. Er war es, der im Jahre 1903 die Ford Motor Company gründete. Aha, der gute Mann wusste also schon damals, wie es mit der Werbung so läuft. 

    Als ich mich mit der Fotografie selbstständig machte, wollte ich also seinen guten Rat beherzigen. Nun gab es allerdings drei Probleme: Erstens, ich hatte nicht die geringste Ahnung, WIE man wirbt. Außerdem, zweitens, fehlte mir das Geld zum Werben. Der ewige Teufelskreis. Wenn Dich keiner kennt, hast Du wenig Aufträge, hast Du wenig Geld, hast Du keine Werbung. Aaaargh! Drittens: Ich bin zu allem Unglück die Sache ziemlich blauäugig angegangen. 

    Werbung? Flyer-Alarm!

    Der Reihe nach: Wer seinen Gewerbeschein in der Tasche hat (was keine Hürde darstellt) und durchstarten will, lässt sich erstmal Visitenkarten und Flyer drucken – was ebenfalls keine Hürde darstellt. Mit (m)einem Investment in Höhe von rund 100 Euro lieferte mir der Postbote schon bald mehrere Tausend Werbeflyer von meinem Druck-Dealer ins Haus. 

    Verbraucherinformation, keine Werbung! Doch ich hatte nicht damit gerechnet, gleich zur Rede gestellt zu werden…

    Kaltaquise. Ich versuchte es ganz klassisch, die Dinger unters Volk zu kriegen. Weil ich mir für nichts zu schade bin, hing ich mir also meine Schultertasche um und verteilte die frische Druckware in diversen Briefkästen. Ich hatte die Rechnung aber ohne den Wirt – oder anders ausgedrückt, ohne den Kopf einzuschalten – gemacht. Weil: Um 1000 Briefkästen zu befüllen, muss man verdammt viel Strecke machen! Im dreizehnstöckigen Hochhaus mag das theoretisch zwar noch ganz fix gehen, aber lebt dort tatsächlich meine Zielgruppe? Dann lieber die etwas gehobenere Einzel- und Reihenhaussiedlung. Da kamen schnell etliche Kilometer Fußstrecke zusammen… Und es war noch eine zusätzliche Schikane eingebaut. Denn: rechnerisch verdoppelte sich die Strecke. Ich weiß jetzt, was es bedeutet, auf jedem zweiten Briefkasten den Aufkleber „Bitte keine Werbung einwerfen!“ zu lesen. Die Steigerung: „Werbung einwerfen VERBOTEN!“ Oha! Kurz nachgedacht und resümiert: „Die wissen ja gar nicht was ihnen entgeht!“ Schwupps, schon hatte jeder, der wollte oder nicht, meinen Flyer im Briefkasten. Das ging natürlich nicht lange gut:

    „Eeey, kannst Du nicht lesen?“ Kunstpause. „Oder was?“

    „Doch, meistens klappt’s!“

    Wieder der böse Mann: „Ich will den Sch*** nicht in meinem Briefkasten haben!“

    „Ist kein Scheiß!“

    „Nun werd hier mal nicht komisch! Wir wollen hier sowas nicht!“

    „Guter Mann, das ist Papier, keine Bombe!“

    „Das gibt ne Anzeige, darauf kannst Du Dich verlassen! Ich ruf bei Deinem Chef an!“

    „Alles klar. Gute Besserung!“ (Ja, das war ein bisschen vorlaut – ist mir so rausgerutscht.)

    Ich verzichtete darauf ihm zu erklären, dass ich vermutlich selbst ans Telefon gehen würde. Geklingelt hat’s – all seinen Unkenrufen zum Trotz – nicht. Weder er noch ein Kunde rief an. Trotzdem: Beides hat mir nachhaltig die Lust am Austeilen meiner Wurfsendung genommen.

    Ich habe nie wieder Werbung in einen Briefkasten geworfen.

    Visitenkarte des Fotografen Florian Laeufer

    Visitenkarten des Hamburger Fotografen Florian Läufer. Schon für wenige Euro lassen sich qualitativ hochwertige Ergebnisse drucken. Erstaunlich, dass eine Druckerei daran noch Geld verdienen kann…

    Facebook – maßgeschneiderte Werbung?

    Von jetzt an setzte ich auf Facebook. Hier konnte ich mit relativ wenig Geldeinsatz sehr gezielt meine Werbung platzieren. Ganz easy. Eigentlich. „Beitrag bewerben“ oder „Mit 35,00 Euro bis zu 2.500 User erreichen“ – so oder ähnlich machten mir die FB-Werbestrategen die Entscheidung zu bezahlter Verbraucherinformation leicht. Klick…, Klick…, Klick… schon war meine erste Werbeanzeige aktiv. Ganz klar, Zielgruppe und -region hatte ich vorab genauso festgelegt, wie die Interessenschwerpunkte und das Alter der Personen, denen mein Beitrag angezeigt werden sollte. Vorsichtshalber hielt ich mein Telefon schonmal griffbereit, um die eingehenden Aufträge anzunehmen… Geklingelt hat’s natürlich wieder nicht. Bei Facebook in der Kasse, ja. 

    Immerhin: Etliche Likes habe ich trotzdem erhalten. Aus Aserbeidschan, der Türkei und Simbabwe. Echte Anfragen? Nullkommanull. Hatte ich da etwas falsch verstanden? Heute weiß ich, dass es als absoluter Nonsens gilt, derartige Werbeanzeigen bei Facebook zu schalten. Da muss man schon eine „Kampagne“ starten. Aber ganz ehrlich: Wie viel Geld muss ich in die Hand nehmen, um „richtig“ zu werben? Und: Wie viel Aufträge muss ich dafür fotografieren, damit a) das Geld wieder reinkommt und b) noch etwas übrig bleibt? 

    Ich habe nie wieder für eine Facebook-Werbung Geld in die Hand genommen.  

    Beste Werbung: 5-Sterne Bewertungen bei Facebook von dem Hamburger Fotografen Florian Läufer (Screenshot)

    Beiträge kostenpflichtig bei Facebook bewerben? Mache ich nicht mehr! Ich setze alles auf eine Karte: kompromisslose Kundenglücklichkeit. Dann darf man sich über tolles Feedback freuen.

    Hochzeitsmesse – da wo sich meine potenzielle Kundschaft informiert

    Im Winter kam mir dann die Idee mit der Hochzeitsmesse. Die Investition für einen eigenen Stand erschien mir für den Anfang zu hoch. Außerdem hörte ich, dass sich die Fotografen auf den Messen eine Schlacht liefern. Rabatte, Rabatte, Rabatte! Das finde ich doof. Und überhaupt: Ich hatte ja noch die Flyer! Also bestückte ich damit meine Schultertasche und wollte die Papierbotschaften vor der Eingangstür verteilen. Mist, da stand natürlich schon einer! Inkognito ließ ich mir von dem Typen einen Flyer aushändigen. Fehlalarm! Es ist DJ, kein Fotograf. Puh! Erst jetzt fiel mir auf, dass er sich immer hinter einer Säule versteckte, damit ihn die Security am Eingang nicht sieht. Klar, man soll natürlich eine Standmiete bezahlen und nicht auf Lau vor der Tür Flyer verteilen. Erinnerte mich irgendwie an die Aufkleber an den Briefkästen. „Betteln verboten!“ wäre hier angebracht gewesen.

    Okay, ich überließ dem Platzhirsch seinen Posten, ging zum Parkplatz und verteilte nun hier meine Flyer. Anders: Ich VERSUCHTE sie zu verteilen. Sobald mich die Leute mit meinen Handzetteln sahen, versuchten sie mir auszuweichen. Ich fühlte mich, als würde ich Drogen verkaufen. Einige hatten Mitleid. „Darf ich Ihnen einen Flyer überreichen?“ Die guten Seelen nahmen den Flyer lächelnd entgegen und stopften ihn irgendwo in die Jackentasche. Ob sie sich ihn jemals angesehen haben? Nach dreißig Minuten bin ich nach Hause gefahren. Wer also noch rund 2.300 Fotografen-Flyer benötigt, darf sich bei mir melden. Vielleicht für das nächste Osterfeuer…?

    Ich habe nie wieder einen Flyer verteilt.

    Hochzeitspaar in der leeren Kirche während einer Hochzeitsreportage von Hochzeitsfotograf Florian Läufer fotografiert

    Zufriedene Hochzeitspaare empfehlen mich weiter – bessere Werbung kann es doch gar nicht geben. 

    Spezialisiere Dich!

    Und ich machte noch einen Fehler. Ich las Bücher, besuchte diverse Webseiten und belegte Webinare zum Thema Marketing. Überall der gleiche Rat: Spezialisiere Dich! Sei nicht irgendein Fotograf, sei DER Hochzeitsfotograf. DER Babyfotograf oder DER Event-Fotograf. Nur dann wirst du regelmäßig gebucht. 

    Je länger ich darüber nachdachte, desto mehr Zweifel. Keine Frage, es klang natürlich schlüssig, sich in einem Bereich zur Nummer Eins hochzuarbeiten. Bloß: Theoretisch dürfte es dann nur Arbeit für sehr wenige Fotografen geben – für die ganzen Einsen. Vielleicht noch für die Nummern Zwei und Drei. Aber alle anderen? Und mir ging in der Theorie noch etwas gegen den Strich: Soll ich bis zum jüngsten Tag wirklich nur noch EIN Thema fotografieren? Immer nur Produktfotos? Tagein, tagaus Hochzeiten? Oder ausschließlich Babys? Laaaang-wei-lig! Ich fotografiere, weil ich das Fotografieren an sich liebe, nicht um ein Routine-Repertoire abzuspulen. 

    Ich habe nie wieder darüber nachgedacht, mich zu spezialisieren.

    Outdoorshooting mit einem Baby und seiner stolzen Mama auf einer grünen Sommerwiese

    Ich liebe Abwechslung und Herausforderungen. Spezialisierung auf einen bestimmten Bereich in der Fotografie? Nein Danke! Die Nummer eins möchte ich nur in einer Disziplin sein: Kundenzufriedenheit!

    Urbanes Portraitshooting mit Sarah

    Egal, ob Baby-, Portrait- oder Eventfotografie – ich find alles klasse. Solange der Auslöser rattert, bin ich in meinem Element. 

    Fotograf Florian Läufer bei einer freien Arbeit im winterlichen Island an dem Wasserfall Aldeyarfoss

    Überschüssige Einnahmen investiere ich in Equipment und Fotoreisen. Ich brauche weder Luxus noch ein dickes Auto. Aber das Fotografieren, das brauche ich wie die Luft zum Atmen! (Fotocredit: Holger Kröger)

    SEO (Suchmaschinenoptimierung)

    In einer Sache bin ich mir mit vielen Tippgebern einig. Irgendwie muss man im Internet gefunden werden. Und da geht dann eben kein Weg an der Suchmaschinenoptimierung (SEO) vorbei. Ach Gott, hätte ich doch nur gewusst, was auf mich zukommt. Dass SEO keine einmalige, sondern eine kontinuierliche Arbeit ist, war mir nie bewusst. Naiverweise dachte ich doch tatsächlich, dass es mit ein paar Suchbegriffen getan sei. Ich Unwissender, ich! Um der Wahrheit die Ehre zu geben: In diesem Bereich ist bei mir noch viel Luft nach oben. Ich arbeite daran… 

    Wer stirbt, weil er nicht wirbt, hat bei all der „Bedarfslenkung“ vielleicht einen übersehen: den Kunden! Was nützt das größte Werbebudget, wenn der Klient nicht zufrieden ist? Anders ausgedrückt: Wer die Käufer ins Geschäft lockt, hat erst 50 Prozent des Zieles geschafft. (Vorausgesetzt, man setzt nicht auf Nepp und Bauernfängerei, sondern auf Qualität. Und dabei ist es ganz egal, ob es sich um eine Ware, Dienstleistung oder weiß ich was handelt.) Erst wenn Kunden wiederkommen und Dich weiterempfehlen, sind auch die fehlenden 50 Prozent erreicht. 

    Das Erfolgsrezept: Du musst für deine Sache brennen!

    Ich bin in den letzten Jahren genau diesen Weg gegangen. Ich brenne für meine Leidenschaft und glaube, dass dies meine Kunden spüren. Hier und da waren meine Einsätze aus betriebswirtschaftlicher Sicht sogar nur wenig sinnvoll. Zu viel eingesetzte Zeit für zu wenig Ertrag. Das ist eine Kategorie, in der ich unternehmerisch denken sollte, gelegentlich aber völlig außer acht lasse. Dazu noch ein Zitat: „Lieber Geld verlieren als Vertrauen“ – Robert Bosch hat das gesagt. Und tatsächlich, irgendwann setzt ein Dominoeffekt in Sachen Weiterempfehlung ein. Wer zufrieden ist, erzählt es seinen Freunden. Und die können von noch so viel Werbung anderer Fotografen beeinflusst werden: Wenn Tante Klara mit dem Fotografen Florian Läufer zufrieden ist, wird sich vermutlich auch Onkel Klaus bei mir melden. Faire Preise und eine engagierte und solide Dienstleistung mit richtig tollen Bildergebnissen tun ihr Übriges. Außerdem lege ich großen Wert auf gute Kommunikation. Nur wenn sich Fotograf und Kunde intensiv austauschen, können tolle Fotos entstehen. Ganz klar: Technisch hervorragend fotografieren können viele. Aber nur durch Kommunikation weiß ich als Fotograf, was Du in den Fotos transportieren möchtest. 

    Und hier schließt sich der Kreis zu all den Werbemaßnahmen. Meine Werbung ist: Ich mache einfach das, was ich am besten kann und mache dies so gut wie ich kann. Die berühmte Mund-zu-Mund-Propaganda trägt es von ganz alleine nach außen. Geld für Werbung, nehme ich nicht mehr in die Hand (und bin heute zufrieden und erfolgreich).

    Aber Zeit, die nehme ich mir! 

     

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  • Fotografie – die Sache mit dem Geld

    Fotografie – die Sache mit dem Geld

    Letzte Woche im E-Mail-Eingang: „Hallo, ich hätte gerne ein kleines Fotoshooting am Hafen oder auf der Reeperbahn. Was wäre der beste Preis, den Sie machen können? Liebe Grüße, Babette “ Da kam es wieder. Das Gefühl der zwei Herzen, die in meiner Brust schlagen. Ich liebe die Fotografie und freue mich natürlich über jede Anfrage und die daraus entstehenden Shootings. Einerseits. Andererseits zucke ich innerlich immer zusammen, wenn das Etikett „billig, billig, billig“ auf einer E-Mail klebt.Ich möchte dann immer antworten mit: „Hallo, was wäre das Mindeste, was ich an Dienstleistung und Kenntnissen einbringen muss, um Sie zu fotografieren? Liebe Grüße, Florian“

    Mache ich natürlich nicht.

    Was hat die Fotografie eigentlich mit Kochen zu tun?

    Ich möchte jetzt nicht miesepeterig rüberkommen. Aber Fotografieren ist doch beides: Ein bisschen was Künstlerisches, vor allem aber eine Dienstleistung. Im Fall der People- und Portraifotografie mehr Dienstleistung. Und die kostet leider – wie in allen Branchen – Geld. Während dies beim Restaurantbesuch wie selbstverständlich eingepreist ist, hört man als Fotograf kaum einen Satz häufiger als „Ups, das ist aber teuer!“ Das kann man ja eigentlich kaum jemanden krumm nehmen, denn wer weiß schon im Detail, was hinter tollen Portraitfotos oder einer zwölfstündigen Hochzeitsreportage steckt? Vielleicht ist „teuer“ also gar nicht das richtige Wort. Können wir uns zunächst einmal auf das neutrale Wort „Kosten“ einigen?

    Bleiben wir beim Restaurantbesuch. Vor zwei Wochen gab es etwas Kleines zu feiern und ich war mit meinen beiden erwachsenen Kindern und meiner Frau auswärts essen. Steakhaus, kein Drei-Sterne-Restaurant. Bedeutet: Getränke, saftige Rumpsteaks, ein Eis zum Dessert und zwei Käffchen hinterher. Lecker! Nach einer guten Stunde traten wir fast 150 Euro ärmer den Heimweg an. Ich, als (vor vielen Jahren) gelernter Koch, hätte mit rund 40 Euro Wareneinsatz gut und gerne selbst kochen/braten/grillen können, habe aber gerne die Dienstleistung des Steakhauses in Anspruch genommen. Es sollte halt irgendwie nett sein. Und auf den Abwasch hätte im Hause Läufer eh keiner so richtig Lust gehabt.

    Was das mit Fotografieren zu tun hat? Nun, ein individuelles Portraitshooting kostet bei mir inklusive acht Fotos nach Wahl mit 149,- Euro ähnlich viel und dauert 1,5 bis 2 Stunden. Eher ein bisschen länger. Dazu kommen An- und Abfahrt und, jetzt kommt’s, die Bildbearbeitung, die durchschnittlich die gleiche Zeit wie das Fotografieren an sich in Anspruch nimmt und ein wichtiger Teil des kreativen Prozesses ist. (Hier findest du einen Blogartikel mit meinen Gedanken zur Bildbearbeitung.) Summa summarum: 5 Arbeitsstunden, wovon der Kunde nur die eigentliche Shootingzeit wahrnimmt. Das ist übrigens der zweithäufigste Satz, den man als Fotograf hört: „Der drückt ja nur ein paar Mal aufs Knöpfchen.“ Dazu sage ich: „Auch, aber nicht nur.“

    Das kennt jeder Fotograf: Buchungsanfrage via Whatsapp So kann eine Anfrage via Whatsapp für ein Fotoshooting aussehen. Wir wollen ja alle sparen, keine Frage. Wenn aber schon einleitend an der Preisschraube der Dienstleistung gedreht wird, ist’s irgendwie komisch…

    Warum in einer Hochzeitsreportage eine Woche Arbeit steckt

    Ich habe zwar nie eine kaufmännische Ausbildung genossen, aber ich besitze einen Taschenrechner. Beim eben aufgestellten Beispiel bleibt ein Brutto-Stundenlohn von 30 Euro. Den stecke ich mir natürlich nicht 1:1 ein. Grob gesagt: Ein Drittel für Steuern/Steuerberater, ein Drittel für Versicherungen, Equipment und allem Drumherum, ein Drittel Verdienst. Zehn Euro pro Stunde. Finanzielle Völlerei ist das nicht. Der „echte“ Verdienst kommt eigentlich erst mit der Bestellung zusätzlicher Fotos. (Unter uns: Ich bin ein Photo-Maniac! Überschüssiges Geld stecke ich am Ende sowieso wieder in die Ausrüstung.)

    Anderes Beispiel: Hochzeitsfotografie. Vergangenes Jahr wurde ich für eine 15-stündige Begleitung einer traumhaften Hochzeit im Harz gebucht. Rechnen wir zusammen: 15 Stunden Fotografie + 6 Stunden An- und Abfahrt + 17 Stunden Bildbearbeitung = 38 Stunden. In den knapp 1.000 Fotos, die das Hochzeitspaar eine Woche später von mir erhalten hat, steckt zeitlich also eine Arbeitswoche. Ich mag mir gar nicht vorstellen, was es gekostet hätte, meinen KFZ-Mechaniker 38 Stunden lang an meinem Kombi rumschrauben zu lassen… Ich habe ganz sicher deutlich weniger gekostet, trotzdem war das für das Brautpaar natürlich eine Stange Geld. Aber ist das dann „teuer?“ Und überhaupt, das mit den Steuern habe nicht ich mir ausgedacht…

    Hochzeitspaar nach der Trauung im Torhaus Wellingsbüttel

    An diese standesamtliche Trauung im Torhaus Wellingsbüttel denke ich gerne zurück. Ein tolles Paar, dass ich drei Stunden mit der Kamera begleitet habe. Während dieser Zeit entstanden rund 300 professionelle Bilder für das private Fotoalbum. Was kaum jemand weiß: Die Dauer für die nachträgliche Bildbearbeitung betrug vier Stunden.

    Bitte nicht falsch verstehen: Ich möchte nicht zur Litanei der ewigen Klage einstimmen und der Job eines Fotografen ist ganz sicher keine Arbeit im Steinbruch. Ich liebe die Fotografie und es ist ein Geschenk, beruflich das tun zu dürfen, was ich liebe. Dennoch ist Fotografieren ein Tick mehr, als nur aufs Knöpfchen zu drücken und kostet vor allem Zeit. Das Ergebnis, also die Fotos, ist nur schwer als „Produkt“ zu begreifen. Tolle Bilder sind dabei viel mehr! Es sind Momentaufnahmen für die Ewigkeit, in denen Emotionen und Erinnerungen gespeichert sind und die mit jedem Jahr mehr an persönlichem Wert gewinnen. Oder hast Du schonmal ein altes Kinderfoto in den Papierkorb geworfen? Ich auch nicht.

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  • Das Geheimnis guter Fotos ist…

    Das Geheimnis guter Fotos ist…

    …vielseitig! Klingt logisch, ist es auch. Nur: Immer wieder hört man Sätze wie „Der Fotograf macht das Bild, nicht die Technik.“ Und andererseits: „Du machst so tolle Fotos. Du hast bestimmt eine gute Kamera.“ Wie denn nun? Beliebt ist auch: „Wie du fotografierst ist egal, du hast ja Photoshop“. Nichts davon ist komplett falsch, nichts komplett richtig. Am Ende bleibt es eine Kombination aus vielen Faktoren, die allesamt – jetzt kommt’s – GLEICH wichtig sind, um zu optimalen Bildergebnissen zu gelangen. So einfach ist das: Das eine ist ohne das andere nichts.

    Die Bildidee

    Der Reihe nach: Am Anfang steht die Bildidee. Die kann spontan kommen, verlassen sollte man sich als Fotograf aber nicht darauf. Wenn ich ein Shooting vorbereite, versuche ich, mich vorab mit a) der zu fotografierenden Person und b) der Location gedanklich vertraut zu machen. Ist eine Besichtigung der Location nicht möglich, lasse ich mir zumindest einige Handyfotos schicken, damit ich weiß, was mich erwartet. Dazu gleich noch mehr.

    Ein Gespräch mit der zu fotografierenden Person hilft, nicht nur Wünsche und Vorstellungen auszuloten, sondern auch, einen Eindruck vom „Wesen“ zu bekommen. Was hier nach Esoterik oder Psychologie klingt, ist nicht ganz unwichtig: Nicht alle Ideen passen zu jedem. Und darum entwickelt man erste Ideen am besten gemeinsam und bereits im Vorfeld und geht so mit einigen Zielfotos im Hinterkopf ins Shooting. Meistens sprudeln während des Fotografierens immer noch einige zusätzliche Bildideen heraus. Halten wir also fest: Das Ziel ist der Weg!

    Die Location

    Auch, wenn es bei den Fotos um DICH geht, steht und fällt die Qualität mit der Location. Und bei Outdoor-Fotos zusätzlich mit der Tageszeit, zu der das Shooting stattfindet. Je nachdem was mit den Fotos transportiert werden soll, die Location muss sprichwörtlich „ins Bild passen“. Sie muss stimmig sein. Auch das ist eine Gemeinschaftsarbeit zwischen Model und Fotograf. Ich bekomme regelmäßig Anfragen zu sehr speziellen Themengebieten. Heute eine Country-Band, morgen ein Harley-Fahrer und übermorgen die seriöse Business-Dame. Es lohnt sich, gemeinsam über mögliche Locations nachzudenken. Ich betrachte dies aus fotografischer, das Model aus themenbezogener Sicht – zusammen wird ein Schuh draus!

    Ganz besonders wichtig: die Tageszeit. Die gleißende Mittagssonne wollen wir vermeiden. Für Paarfotos warten wir lieber bis zum späten Nachmittag, um die warmen Abendstrahlen der Sonne zu nutzen. Babyfotos sollten sich nach den Aktivitätsphasen des kleinen Neu-Erdenbürgers richten, während Bilder mit Tieren häufig in den Morgenstunden besonders gut umzusetzen sind.

    Lachendes Baby beim Outdoor-Shooting

    Timing ist aus vielerlei Hinsicht wichtig. Bei Babyfotos geht es in erster Linie darum, die Aktivitätsphasen gut abzupassen, damit wir solche glücklichen Gesichter einfangen können.

    Engagement Shooting im Wald

    Grundsätzlich gilt, die gleißende Mittagssonne zu meiden. Deshalb: Entweder zu einer anderen Tageszeit fotografieren oder (wie hier) die direkte Einwirkung der Sonnenstrahlen umgehen.

    Das Shooting

    Jetzt wird es spannend: das Shooting an sich! Meistens ist die zu fotografierende Person zu Beginn ein bisschen aufgeregt. Dazu verrate ich dir ein kleines Geheimnis: Ich auch! Und viele andere Fotografen ebenfalls – das geben nur die wenigsten zu. Fotografieren und fotografiert werden ist etwas sehr Persönliches. Und echte Routine gibt es ja eigentlich nie, wenn man mit Menschen zusammenarbeitet. Jede Person ist anders, hat andere Erwartungen, Wünsche und Vorstellungen. Seien wir also froh, dass wir beide das alles sehr spannend finden, schließlich spornt dies immer auch ein bisschen an. Nach kurzer Zeit sind wir dann im Hier und Jetzt und arbeiten an unseren gemeinsamen Ideen. Gott sei Dank können wir in der digitalen Fotografie die Bildergebnisse direkt am Display sehen. Die werde ich dir zwischendurch immer wieder zeigen und miteinander besprechen. So „entwickeln“ sich Bilder während des Shootings. Wem sein Lächeln bis hierher zu wenig/zu stark war, dosiert es danach anders. Was zu hell ist, kann beim nächsten Bild dunkler fotografiert werden und wem seine Haare nicht gefallen, der frisiert noch fix um. Kommunikation ist das Zauberwort beim Shooting.

    Fotograf Florian Laeufer beim Babyshooting

    Fotograf Florian Läufer mit seinem „Model“ beim Babyshooting. (Handyfoto) Selbst die Kleinsten werden einbezogen. 😉

    Die Kamera

    Viele Fotografen sind verrückt nach Technik. Ich schließe mich da nicht ganz aus und habe schon viel Geld in noch bessere Kameras, noch schärfere Objektive investiert. In „normalen“ Situationen sieht der Laie an den Bildergebnissen vermutlich nicht einmal einen Unterschied. Bei schwierigen Lichtverhältnissen trennt sich aber rasch die Spreu vom Weizen. (Puh, damit habe ich die Investitionen nicht umsonst getätigt.) Was sind schwierige Lichtverhältnisse? Fotografieren ohne Blitz in Innenräumen, fotografieren in der Kirche, fotografieren in der Dämmerung, fotografieren von sich bewegenden Objekten, und, und, und. Sprich: In ziemlich vielen Situationen, die meinen Alltag ausmachen. Professionelle Technik ersetzt nicht das Auge, die Idee und das Drumherum – keine Frage. Aber in eben genannten Situationen sind die Bilder einfach schärfer, knackiger, rauschärmer und farbechter, wo einfaches Equipment längst in die Knie gegangen ist.

    Equipment für den Hochzeitsfotograf

    „Mein Haus, mein Auto, mein Foto-Equipment!“ Ich bin eigentlich kein Technik-Freak aber gute und lichtstarke Objektive sind unerlässlich für die Fotografie bei grenzwertigen Lichtbedingungen. Die hat man beispielsweise in der Event- und Hochzeitsfotografie häufig.

    Eventfotografie im letzten Licht

    Wenn Restlicht und der Schein einer Petroleum-Lampe die einzigen Lichtquellen sind, bist du als Fotograf froh, ein lichtstarkes Objektiv und eine rauscharme Kamera zu besitzen. Ein Blitzgerät hätte hier die Lichtstimmung zerstört.

    Die Bildbearbeitung

    Fotografieren ohne Bildoptimierung ist längst undenkbar geworden. Die Bildbearbeitung gehört für den Fotograf inzwischen zum kreativen Prozess einfach dazu. Außerdem ist sie häufig für den eigenen Stil verantwortlich. Und damit sind NICHT diese merkwürdigen One-Klick-Filter gemeint, wie wir sie von Instagram & Co kennen. Nur weil irgendeine Automatik das Farbspektrum verschiebt, hat man noch längst kein Superfoto erschaffen.

    Ich meine hier die selektive Bearbeitung, die es erlaubt, bestimmte Bildteile hervorzuheben oder abzuschwächen. Das Anziehen oder Verringern von Kontrast, Schärfe und Farbintensität zur Erschaffung neuer/eigener Looks oder das dezente Retuschieren störender Elemente.

    Screenshot Bildbearbeitung mit Lightroom

    Junge Frau beim Business Fotoshooting

    Ohne Bildbearbeitung geht es heutzutage nicht mehr. Wenn allerdings das Foto an sich murks ist, kannst du auch mit dem besten Programm nichts mehr retten. Bildbearbeitung ist die Würze der Fotografie und verleiht den Fotos den letzten Schliff.

    Ein Verzicht auf Bildbearbeitung ist aus einem weiteren Grund für mich gar nicht mehr möglich: Dazu muss man wissen, dass JEDE Kamera bereits intern ein Bild mit einer Art Automatik bearbeitet, wenn es ein JPG-Foto erzeugt. Es wird also ohne zutun geschärft, Farben angezogen, Kontraste gesteigert etc… Ich arbeite mit RAW-Dateien, die keinerlei Bearbeitung erfahren und entwickle diese Datei später individuell am Rechner. Was zu anlogen Zeiten in der Entwicklung durch Auswahl unterschiedlicher Filme und durch diverse Flüssigkeiten erreicht wurde, wird heute am Computer gemacht. Das ist zeitintensiv und muss für jedes Bild individuell vorgenommen werden. Die deutlich besseren Ergebnisse rechtfertigen aber diese wichtigen Bearbeitungsschritte.Viele sagen, die Bildbearbeitung würde das eigentliche Fotografieren entzaubern. Da ist was dran. Ohne geht’s aber nicht mehr.

    Unbearbeitetes Foto der Landschaftsfotografie

    Vorher/Nachher Bildbearbeitung in der Landschaftsfotografie

    Vorher/Nachher: Oben ist das Bild zu sehen wie es aus der Kamera kommt. Die Idee, das fließende Wasser durch eine lange Verschlusszeit darzustellen, wurde perfekt umgesetzt. Erst nach Ausarbeitung der RAW-Datei wird das Bild zu einem kleinen Kunstwerk.

    Erfahrung

    Ich fasse mich kurz und du weisst es selbst aus den Gebieten, in denen du Fachmann bist: Ohne Erfahrung kommst du natürlich auch als Fotograf nicht weit. Nicht falsch verstehen, die experimentelle Fotografie kann spannend, kreativ, künstlerisch und im Ergebnis sogar umwerfend sein – muss sie aber nicht! Wer auf Ansage gute Ergebnisse abliefern soll, muss wissen, was er tut und auf (s)einen Erfahrungsschatz zurückgreifen können.

    Immer wieder höre ich das Argument von Hochzeitspaaren, dass sie das Geld für einen professionellen Fotografen sparen wollen und einen Freund bitten, den großen Tag in Bildern festzuhalten. „Zum Üben!“ Wollen wir tatsächlich den schönsten Tag im Leben einem Experiment hergeben…?

    Hochzeitspaar vor dem Altar fotografiert

    „Ja, ich will!“ Der schönste Tag im Leben ist es wert, von einem erfahrenen Fotografen für immer in stimmungsvollen Bildern konservieren zu lassen.  

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  • Darum gehört die Bildbearbeitung zum Fotografieren dazu

    Darum gehört die Bildbearbeitung zum Fotografieren dazu

    Wer will es leugnen: Die digitale Fotografie hat die klassische Fotografie revolutioniert – und das ist noch vorsichtig formuliert. Die wichtigsten Errungenschaften sind, erstens, die Tatsache, dass wir das Ergebnis unmittelbar nach der Aufnahme betrachten können. Zu hell? Zu dunkel? Zu irgendwas? Kein Problem, dann machen wir das Foto einfach nochmal. Zumindest in den Fällen, wo dies möglich ist. Außerdem haben sich, zweitens, die Möglichkeiten der nachträglichen Bearbeitung unserer Fotos vertausendfacht. Ich kann mich noch viel zu gut an die Zeiten erinnern, in denen ich mit Diafilmen fotografiert habe. Wenn Du da Murks gemacht hast, war es Murks. Und das hast Du erst drei Tage später gesehen, wenn Du den Film aus der Entwicklung zurückbekommen hast…

    Junges Paar auf der Schaukel beim Fotoshooting mit zwei Pferden

    Bei diesem Foto war nur wenig Bildbearbeitung nötig – das ist aber nicht immer so.

    Verletzt Bildbearbeitung die Fotografenehre?

    Bleiben wir bei der Bildbearbeitung, denn um die geht es in diesem Blogbeitrag. Ich sage: Fotografieren besteht heutzutage zu 51% aus Fotografieren und zu 49% aus der Bildbearbeitung! Warum Bildbearbeitung? Weil man es kann! Ich höre schon förmlich den Aufschrei der „echten“ Fotografen. „Das ist doch kein wirkliches Fotografieren mehr, wenn erst hinterher am Computer die eigentlichen Bildergebnisse entstehen!“ Darauf entgegne ich: „Jaein!“ Wer hier mit Fotografenehre, Stolz oder Nimbus kommt, hat vermutlich Recht. Ein bisschen zumindest. Denn: Zählt am Ende nicht das Bildergebnis mehr als der Weg dorthin? In meinem ersten Beruf als Koch, habe ich die Mikrowelle verwünscht wie kein Zweiter. „Das ist doch kein echtes Kochen!“ habe ich im Brustton der Überzeugung gewettert. Ob das auch der Restaurantgast schmecken konnte, auf welchem Wege sein Essen zubereitet wurde?

    Babybauchfotos im Vergleich Schwarzweiß und Farbe

    Es ist so einfach geworden: Mit wenigen Klicks wird aus dem Farb- ein Schwarweiß-Foto. Früher musste man dafür noch einen neuen Film einlegen… Wer wünscht sich da noch die „guten alten Zeiten“ herbei? Ich nicht!

    Es gibt natürlich Grenzen. Deshalb würde mir der Begriff Bildoptimierung besser gefallen als Bildbearbeitung. Mein Anspruch in der Fotografie liegt darin, die Wahrheit zu zeigen. Allerdings ein bisschen schöner als in der Realität. Was ich sagen will: Meine Bilder sollen nicht lügen! Gewiss, ich ziehe im Nachgang die Kontraste an, drehe an den Tonwerten, verändere den Bildausschnitt, füge ein wenig Sättigung und Schärfe hinzu (oder entferne sie), entferne Bildrauschen oder spiele mit Vignetten und anderen Stilmitteln herum. Dies ist längst ein Teil des kreativen Prozesses in der Fotografie geworden. Aber ich erstelle keine Composings aus unterschiedlichen Fotos, die ich am Computer zusammenfüge. Ganz konkret: Wer sich in meinem mobilen Fotostudio fotografieren lässt, erhält Studiofotos. Wer sich bei einem Outdoor-Shooting ablichten lässt, erhält Fotos aus der Natur. Nichtmal in einem Moment größter Albernheit käme ich auf die Idee, ein Portraitfoto im Studio zu erstellen, um dann am Rechner die Person in eine Traumlandschaft einzufügen. Ja, ich weiß, oben habe ich gesagt, dass das Ergebnis zählt. Ich habe aber auch gesagt, dass die Fotografie bei mir mit einem Anteil von 51% überwiegt… Für Traumlandschaften (und da gibt es richtig tolle Ergebnisse!) bin ich vermutlich der falsche Fotograf.

    Schlafendes Neugeborenes mit der schützenden Hand das Vaters am Köpfchen

    In der Baby- und Newborn-Fotografie wird die Bildbearbeitung nicht nur zu einem wichtigen Stilelement. Kleine Hautunreinheiten – die bei Neugeborenen völlig normal sind – können ganz hervorragend korrigiert werden, während die natürliche Hautstruktur erhalten bleibt.

    Ich beschreibe heute meine Art des Fotografierens am liebsten so: Die Bildidee entsteht in meinem Kopf, das Foto in der Kamera und der Look am Rechner. Das eine geht ohne das andere nicht. Der Computer ist neben der Fotoausrüstung längst zu meinem Partner geworden. Viele Fotos sind fotografisch gar nicht möglich, erst die Bildoptimierung kitzelt den letzten Schliff heraus. Auf diese Perfektionierung zu verzichten, wäre… Tja, wie drücke ich das aus? Am besten wie es ist: doof!

    Bildlook erstellen in der Bildbearbeitung. Vergleich von zwei Portraitfotos

    Zweimal das gleiche Foto: LINKS, wie es aus der Kamera kommt und RECHTS in mittels Bildbearbeitung erschaffenem Look.

    Bildbearbeitung braucht Zeit!

    Der einzige Pferdefuß an der Sache: Bildoptimierung kostet Zeit! Aber ich bleibe dabei, darauf zu verzichten, kommt für mich nicht infrage. Je nach Auftrag kommen pro Stunde Fotografierzeit ein bis eineinhalb Stunden für die Bildbearbeitung hinzu! Arbeit, die nicht gesehen wird und wovon viele Kunden natürlich nichts wissen (können). Mit dem Fotoshooting, ist erst der halbe Weg gegangen. Die andere Hälfte findet im stillen Kämmerlein statt…

    Screenshot Lightroom für Bildbearbeitung von Hochzeitsfotos

    Bei der Hochzeitsfotografie entstehen extrem viele Fotos in sehr kurzer Zeit. Ich gehe von rund 1,5 Stunden Bildbearbeitung pro Stunde Fotografierzeit aus. Viele, viele Stunden verbringe ich nachträglich mit Adobe Lightroom in (m)einem stillen Kämmerlein. Die Ergebnisse sind es wert!