Schlagwort: Landschaftsfotografie

  • Freie Arbeit: Lofoten fotografieren im Winter (Part I)

    Freie Arbeit: Lofoten fotografieren im Winter (Part I)

    Wenn du im Winter nach Norwegen fliegst, weil du rund 200 Kilometer oberhalb des Polarkreises die Lofoten fotografieren willst, denkst du an: die große Kälte! Na gut, und an Stockfisch, Polarlicht und raue See. Daran dachten wir auch, als mein Landschaftsfotografen-Buddy Holger Kröger und ich diese Tour ins Auge fassten. Weil sich Natur aber nicht ausrechnen lässt, kam dann doch vieles anders als gedacht. 

    Zunächst einmal: Die große Kälte blieb aus. Dafür kam die kleine Kälte – und die hatte es in sich! Unsere niedrigste Temperaturmessung ergab -6 Grad Celsius. Geht, oder? Gleichzeitig mussten wir aber die höchstmögliche Windstärke von über 12 Bft einstecken. (Wir erinnern uns: Ein gutes Stück südlich von uns havarierte während unserer Reise das Kreuzfahrtschiff Viking Sky, geriet in Seenot und die Weltpresse berichtete darüber.) In Kombination sind Orkan und leichte Minusgrade ganz schön Aua! An den Fingern, klar. Ganz besonders aber im Gesicht, wenn mit 150 km/h die Hagelkörner wie Nägel in die Haut einschlagen – so gewesen! Aber hey, mit uns scheint irgendwas nicht zu stimmen: Wir lieben das! 

    Fangen wir von vorne an: Die Lofoten sind Teil einer bergigen Inselgruppe vor der Küste Nordnorwegens, die aus rund 80 Inseln besteht. Im Winter sind die markant spitz zulaufenden Berge schneebedeckt und man kann in klaren Nächten wahre Feuerwerke leuchtend grüner Nordlichter (Aurora borealis) erleben. In den letzten Jahren hat das unter Landschaftsfotografen zu einem wahren Boom geführt, dem auch wir uns nicht entziehen konnten. Und jetzt sind wir da! 

    Dieser Fotograf lichtet gerade die Kirche in Sildpollnes ab

    Schon auf dem Hinweg kribbelt’s in den Fingern und wir müssen immer wieder aus dem Auto aussteigen, um die sagenhafte Landschaft entlang der E10 zu fotografieren.

    Lofoten fotografieren: Fischerboot und die Kirche in Vestpollen

    Was die Lofoten ausmacht, ist hier auf einem Foto vereint: schneebedeckte Berge, von kreischenden Möwen umzingelte Fischerboote und viel Wasser! Im Hintergrund ist eine Kapelle der Gemeinde Vågan auf der Halbinsel Sildpollnesset auf Vestvågøya zu sehen. (Wenn du dich fragst, wie man die norwegischen Orte und Inseln ausspricht: Ich weiß es auch nicht…)

    Bergsitzen auf den Lofoten

    Oben in den Bergen. Sieht kalt aus – ist es auch.

    Havarie der Viking Sky im März 2019

    Und dann kam der Orkan mit Windgeschwindigkeiten von bis 150 km/h, der die „Viking Sky“ vor der Küste Norwegens in ernsthafte Schwierigkeiten brachte. (Foto: Screenshot www.br.de)

    Die Kirche von Gimsøy

    Vom Flughafen Harstadt-Narvik kommend ist unser erster offizieller Fotospot die weiße Strandkirche auf der Insel Gimsøy, die bereits Achtzehnhundertund erbaut wurde. Das muss man sich mal vorstellen: Um den kräftigen Stürmen zu trotzen, ist die Kirche mit Stahlseilen gesichert! Für mich, als gebürtiger Hamburger mit gut über 1.000 verbrachten Nächten im Freien oder Zelt, sind Stürme ja nur’n büschen Wind. Eigentlich. Aber Häuser anketten muss man bei uns nicht… 

    Wir haben Glück: Als wir zum Fotografieren auf Gimsøy sind, streichelt uns eine Windstärke 5-6 Bft über die roten Wangen, die Wolken ziehen nur langsam. Gute Bedingungen aus unserer Sicht. Ich mag die trübe Stimmung des Tages, die den Bildern eine Portion Schwere gibt. An diesem unwirklichen Ort kann ich mir beides vorstellen: Eine sommerliche Trauung im Boho-Look mit Blumengirlanden, einer blonden Braut und einem vollbärtigen Bräutigam. Aber ebenso eine November-Prozession mit dem Pastor im schwarzem Talar vorweg, tiefen Glockenklängen und Sargträgern mit ernsten Mienen im kalten Herbstnebel. Mich schaudert’s. 

    Die Strandkirche bei Gimsøy ist ein beliebtes Fotomotiv auf den Lofoten

    Auflaufendes Wasser an der alten Holzkirche auf der Insel Gimsøy.

    Die Holzkirche auf Gimsøy ist mit Stahlseilen gegen Sturm gesichert

    Mit Stahlseilen ist die Kirche vor den kräftigen Stürmen auf den Lofoten gesichert.

    Kirche auf Gimsøy in Schwarzweiß

    In Schwarzweiß gefällt mir die Ausarbeitung dieses Fotos am besten.

    Grab vor der Strandkirche Gimsøy

    Haukland Beach verwirrt dich!

    Es bleibt mystisch. Eine unserer Top 3 Destinationen sind Haukland Beach und Uttakleiv, die nur durch einen Tunnel getrennt und doch so gegensätzlich sind. Haukland Beach verwirrt dich. Türkisfarbenes Wasser und ein karibisch anmutender Sandstrand erinnern an Barbados oder Bahamas. Schneidender Wind und schneebedeckte Berge holen dich aber unverzüglich in die Realität zurück: Lofoten, nicht Malediven!

    Um ehrlich zu bleiben: Mich macht Haukland aus fotografischer Sicht nicht so an. Ich weiß, dass Holger ein Fan von „Wuuusch-Bildern“ ist. (So nennt er (jetzt wir!) Fotos, auf denen Wellen durch lange Verschlusszeiten verwischt dargestellt werden.) Auf Sandstrand sieht das cool aus. Aber: Ich liebe das Drama und wünsche mir für das „Wuuusch“ eher zerklüftete Felsen. Okay, wir machen also unsere Bilder. Ganz nett, ja. Wir sind uns dennoch einig – zurückkommen wollen wir vorerst nicht. Ab durch den Tunnel nach Uttakleiv…

    Fotospot Haukland Beach auf den Lofoten in Norwegen

    Sand in Sicht! Der Strand von Haukland ist einer der wenigen Orte der Lofoten, wo du auf Sandstrand spazieren gehen kannst.

    In der untergehenden Sonne bricht ein Schneesturm am Haukland Beach herein

    Glück ist: Wenn an einem stürmischen, kalten und ungemütlichen Tag im März kurz vor dem nächsten Hagelschauer die Sonne unter der Wolkendecke herauskommt. „Wuuusch!“

    Uttakleiv – The Dragon’s Eye 

    Auf diesen „Strand“ hatte ich mich ganz besonders gefreut. Von den Gezeiten glattgespülte riesige Steine, brechende Wellen und irgendwo dazwischen: „The Dragon’s Eye“! Von vielen auch nur „Das Auge“ genannt. Dabei handelt es sich um einen fast kreisrund geformten Stein, der in einer tief ausgespülten, mit Wasser gefüllten Furche liegt und dadurch wie ein Drachenauge samt Pupille aussieht. Ein absolutes Must-have wenn du die Lofoten fotografieren willst und nur bei Niedrigwasser zu sehen. Lange suchen müssen wir nicht. Bei unserem ersten Besuch steht ein zehnköpfiger Foto-Workshop mit ebenso vielen Stativen um das Auge herum… Aaaargh! Wir lassen das Auge Auge sein, kehren aber im Verlauf unseres achttägigen Aufenthalts nochmals hierher zurück. Nun haben wir das gesamte Areal für uns und können uns mit den Fotoapparaten austoben. YIIEEHAAAH!

    Uttakleiv - Dragon's Eye. Wer die Lofoten fotografieren will, kommt um diesem Spot nicht herum

    Das berühmte „Dragon’s Eye“ am Uttakleiv Beach in Leknes. Wie lange es wohl gedauert hat, Stein und Furche glattzuspülen, um diese einmalige Komposition auszubilden? 

    Uttakleiv - ein Küstenabschnitt der Lofoten mit 1001 Möglichkeiten zum Fotografieren

    Auf dem oberen Foto ist im Hintergrund bereits diese Formation zu erkennen. Ich sach mal so: Wenn oben „Das Auge“ zu sehen ist, dann ist dies hier das Schlitzauge! 

    Uttakleiv - Langzeitbelichtung zur blauen Stunde

    Gestalterische Möglichkeiten für kreative Langzeitbelichtungen gibt es am Uttakleiv Beach noch und nöcher. Hier ist mir der große runde Stein besonders aufgefallen. Wetten, dass dein Blick auch wie ferngesteuert immer wieder dorthin gezogen wird?

    Unstad – Arctic Surf

    Und dann gibt es noch die ganz Verrückten – Wellenreiter! Der schmale Strandabschnitt bei Unstad gilt quasi als das Hawaii der Lofoten. Wer Wellenreiter ist, also ein RICHTIGER Wellenreiter, kein Mode-Wellenreiter, muss einmal im Leben die Surfzone von Unstad im Neoprenanzug er- und überlebt haben! Ich bin kein Wellenreiter. Und wenn ich die gigantische Brandung hier aus meiner muckelig-warmen Funktionsbekleidung sehe, denke ich: „Wenn mich eine Welle erwischt, bin ich tot!“ Die Typen mit den langen Brettern unter den Füßen denken vermutlich: „Wenn ich eine Welle erwische, bin ich Gott!“ Verkehrte Welt. Wir sind jedenfalls bei fiesem Wind und ordentlich Brandung hier und lassen die Auslöser unserer Kameras rattern. 

    Haus im winterlichen Unstad

    Ein kleines Haus in Unstad. Mich friert’s schon beim Ansehen des Fotos!

    Lofoten fotografieren im Winter. Hier der Fotograf Florian Läufer bei Unstad

    Gi-gan-tisch!!!

    Riesige Wellen bei Unstad in Norwegen

    Die perfekte Welle – aus Sicht eines Fotografen.

    Tosende Wellen bei unstad auf den Lofoten.

    Wellenreiter im Neoprenanzug

    Geht’s noch? Warum tut man das? Egal, meinen allergrößten Respekt haben die Waghälse, die sich in die eiskalten Wellen trauen!

    Wellenreiter bei Minusgraden am Skagsanden Beach

    Fotograf vor brechenden Wellen auf den Lofoten

    Hörst du es?

    Lofoten fotografieren – Skagsanden Beach ist unverzichtbar

    Skagsanden Beach bei Flakstad ist ein eindrucksvoller Küstenabschnitt auf den Lofoten. Wenn man Skagsanden googelt, findet man in englischer Sprache sehr treffende Wörter: iconic, scenic, imposing, amazing… Wie sagt man’s auf Deutsch? Geil! Wenn du die Lofoten fotografieren willst, hast du hier unfassbar viele Möglichkeiten, dich kreativ auszutoben. Die Bergkette im Hintergrund erinnert mich strukturell an das Vestrahorn in Island. Und auch hier, am Skagsanden Beach, kannst du mit starken Vordergründen, Spiegelungen und bewegtem Wasser („Wuuusch!“) arbeiten. Und mit Wellenreitern – denn die sind hier ebenfalls auf der Suche nach der perfekten Welle.

    Flakstad Kirche

    Feines Fotomotiv – die Pfarrkirche im Dorf Flakstad. Den Berg im Hintergrund siehst du gleich auch auf den Abbildungen von Skagsanden Beach.

    Langzeitbelichtung Skagsanden bei Flakstad

    Was für ein Berg! Erinnert mich an das Vestrahorn, das wir 2017 und 2018 in Island fotografierten.

    Zwischen den Felsen am Skagsanden Beach hat sich ein kleiner Pool gebildet

    Beeindruckender Pool!

    Lofoten fotografieren im Winter. Hier: Skagsanden bei Flakstad

    …den Holger längst im Blick hatte.

    White Water!

    Fischerboot auf den Lofoten. Fotograf: Florian Läufer

    Lofoten fotografieren: Solche farbenfrohen Motive findet, wer sich einfach mit dem Auto durchs Nirgendwo treiben lässt.

    Dir hat es bis hierher gefallen? Dann freue dich auf den zweiten Teil von „Lofoten fotografieren im Winter“, den ich in den nächsten zwei bis drei Wochen hier veröffentliche. Ich möchte nicht zu dick auftragen, aber die wahren Schätze kommen erst noch! Malerische Fotos von Sakrisøy, Hamnøy und Reine erwarten dich. Und außerdem verrate ich, warum ich als Hamburger nie, nie, nie wieder „Fischkopp“ genannt werden möchte seit unserer Fotoreise…

    Einige Ergebnisse vom Lofoten fotografieren im Winter in einer Ausstellung

    Übrigens: Einige meiner Lofoten-Fotos kannst du direkt auf dieser Homepage als Highend-Druck auf Leinwand, Alu Dibond, Holz, Acrylglas oder Künstlerpapier ordern. Hier geht es direkt in die Galerien: LEINWAND-SHOP

    (Nachtrag: Inzwischen ist der zweite Teil längst online gegangen. Hier geht es direkt dorthin: Lofoten fotografieren im Winter – Part II )

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  • Freie Arbeit: Fotoreise – Island in 8 Tagen (Part II)

    Freie Arbeit: Fotoreise – Island in 8 Tagen (Part II)

    Island im Winter und das Wetter schlägt um. Im ersten Teil dieses Reiseberichts trotzten wir Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt bei ganz fiesem Nordwind. Klingt kalt, ist es auch! Aber es geht noch kälter: Seit heute Morgen zeigt das Thermometer zweistellige Minusgrade an, außerdem bekommt der Norden Islands satten Schneefall ab. Holger und ich reden uns ein, dass uns das nichts ausmacht. Schließlich geht es ja auch um Schneelandschaften, die wir auf unserem Roadtrip fotografieren wollen. Voilá – alles weiß!

    Angetrieben von unserer Leidenschaft heißt unser nächstes Ziel: der Basaltfelsen Hvítserkur. (Wie bei fast allen isländischen Bezeichnungen: Keine Ahnung, wie man das ausspricht.) Gut 15 Meter wächst „das Ding“ an der Ostküste der Halbinsel Vatnsnes in die Höhe und ist Nistplatz unterschiedlicher Vogelarten. Seine Form: einzigartig! Die einen sagen, der Felsen erinnere an einen Elefanten, andere sind der Meinung, an einen Dinosaurier. Die Isländer sind sich einig, dass es sich bei dem Felsen der Sage nach um einen Troll handelt, der von der Sonne versteinert wurde. Wie denn nun? Für mich ist es ein Elefant – basta! Und weil ich eben von Leidenschaft sprach: Der gekraxelte Weg die Steilküste auf frisch gefallenem Schnee hinab bis zum Felsen wird ein Stück weit zum Leidensweg. Puh, ist das anstrengend…

    Island im Winter. Schnee und Kälte sind die natürlichen Begleiter

    Was im Sommer eine kleine Kraxelei ist, wird bei Schnee und Eis zu einer kleinen Herausforderung. Nicht mehr weit – hinten links ist der Basaltfelsen Hvítserkur schon erkennbar.

    Der Basaltfelsen Hvitserkur bei Eis und Schnee im Winter

    Island im Winter: Da gefriert selbst das salzige Fjordwasser am Ufer der Halbinsel Vatnsnes zu einer wabernden Eissuppe.

    Der Basaltfelsen Hvitserkur ist der Sage nach ein versteinerter Troll

    Ich bleibe dabei – der Basaltfelsen Hvítserkur hat die Form eines Elefefanten. Was meinst du?

    Weiter geht’s! Um eine lange Autofahrt bei Schneegestöber kurz zu machen: Wir verfahren uns (mehrfach), fluchen (häufig) und sind uns sicher, dass einige Straßen gar nicht existent sind, auf die uns unser Navi lenken möchte. Immer die Ruhe, verdammt nochmal! Irgendwann sind wir endlich da. Am Wasserfall der Götter – dem Goðafoss. Warum der Wasserfall diesen göttlichen Namen bekommen hat? Fotos angucken! Muss man DAS noch erklären?

    Godafoss in der winterlichen Landschaft Islands eingebettet

    Aus der Ferne betrachtet wirkt der Goðafoss noch recht unspektakulär. Warte ab, bis du ihn aus der Nähe siehst! 

    Fotograf Florian Läufer am Godafoss Wasserfall auf Island

    Dichter dran geht nicht! Ein Gedicht aus Wasser, Schnee und Eis. (Fotocredit: Holger Kröger)

    Langzeitbelichtung vom Godafoss - Wasserfall der Götter in Island

    Bis zuletzt kann ich mich nicht entscheiden, welche Seite des Wasserfalls mir besser gefällt.

    Godafoss bei Eis und Schnee

    Diese Langzeitbelichtung wird man nicht mal eben nachfotografieren können. Der Grund: Auf dem Fluss treiben allerlei Eisschollen deren Oberfläche mit einer Schicht ganz frisch gefallenem Schnee gepudert ist. Das fotografische Ergebnis sind die weißen Formationen im Wasser, welche die Treibrichtungen aufgrund der langen Belichtungszeit nachmalen. Einige Stunden später ist der Schnee auf den Eisschollen geschmolzen, sodass sich das Foto so nicht wiederholen ließ.

    Beim Fotografieren am Godafoos im Winter ist warme Kleidung unerlässlich

    Reisepartner und Landschaftsfotograf Holger Kröger in seinem Element – am Fuße des Goðafoss.

    Der untere Teil des Godafoss in einer Langzeitbelichtung festgehalten

    Nicht zu verachten: Der Unterlauf des Wasserfalls ist ebenfalls jederzeit ein Foto wert.

    Island im Winter – unbefahrbare Straßen!

    Nach diesem optischen Highlight fragen wir uns: Kann man diese sensationellen Eindrücke noch toppen? Man kann! Der Schnee macht es zwar nicht einfach, aber einmalig! Der Reihe nach: Bei starken Schneefällen gehen die Isländer ganz pragmatisch vor. Die Ringstraße, also die, die einmal um Island herumführt, hat oberste Priorität und wird als erstes geräumt. Alle weiteren Straßen sind in unterschiedliche Kategorien eingeteilt und werden nach der Ringstraße ihrer Hierarchie entsprechend von den Schneemassen befreit. Bedeutet: Irgendwann oder gar nicht.

    Und hier schließt sich der Kreis: Die letzten Kilometer Schotterweg, die zum Aldeyarfoss – unserem nächsten Fotospot – führen, sind unbefahrbar. Nicht mit dem PKW, nicht mit unserem 4×4-Geländewagen und auch nicht mit den Arctic Trucks der Isländer. (Na gut, mit den Trucks vielleicht…) Also: 12 Kilo Ausrüstung auf den Rücken schnallen und die gut vier Kilometer (wovon gefühlt fünf bergauf führen) durch den Schnee zum Wasserfall stapfen. Hätte nicht gedacht, bei dieser Kälte so ins Schwitzen zu kommen. In der Nachbetrachtung muss ich sagen: Wären es zehn Kilometer gewesen, wir hätten sie mit einem Lächeln genommen. Was für ein Anblick. Der Aldeyarfoss gehört jetzt uns! Die Auslöser rattern und wir hauen die Speicherkarten voll – ein Traum im Schnee!

    Islandpferd auf Tuchfühlung mit dem Fotograf Holger Kröger

    Islandpferde auf dem Fußmarsch zum Aldeyarfoss – sie kommen als Freunde und gingen als „Feinde“. Warum? Darum: Unser abgestelltes Auto war vom Streugut mit einer feinen Salzschicht überzogen. Und das bemerkten auch die Pferde. Sie leckten und bissen (!) am Autolack, was zu ziemlich unschönen Kratzern führte… Gut, dass wir gut versichert waren!

    Ganz nah dran: Fotograf Florian Laeufer aus Hamburg fotografiert ein Islandpferd

    Unter uns: Ein kleines bisschen bin ich ja auf die Haarpracht der Islandpferde neidisch. Dann hätte ich mir die Mütze sparen können unter der ich ganz schön ins Schwitzen komme. (Fotocredit: Holger Kröger)

    Fotograf am Rand des Aldeyarfoss

    Endlich angekommen! Am oberen Rand des Aldeyarfoss Wasserfalls werden erstmal die Fotoapparate eingerichtet, dann die Aussicht genossen. „Beeindruckend“ ist dabei eine offenkundige Untertreibung! (Fotocredit: Holger Kröger)

    Der Aldeyarfoss ist im verschneiten Winter eine wahre Pracht

    Bei einer Fotoreise nach Island im Winter wünscht sich jeder Fotograf, den eingeschneiten Aldeyarfoss zu fotografieren. Wir haben Glück und freuen uns wie die Schneekönige über diesen Anblick!

    Island im Winter. Hier der Aldeyarfoss aus Sicht des Fotografen

    Ganz schön hoch! Die besten Fotos vom Aldeyarfoss sind realisierbar, wenn man sich bis an die äußerste Felskante vortraut…

    Der aufmerksame Leser dieses Blogs hat es längst bemerkt: Der Zusatz „-foss“ steht für Wasserfall. Worauf ich hinaus möchte: Es bleibt vorerst bei Wasserfällen bei unserem weiteren Weg. Kurze Orientierung – wir befinden uns jetzt im Nordosten der Insel, haben rund 1.200 Kilometer zurückgelegt und wollen uns Dettifoss und Selfoss anschauen. Vorbei am dampfenden Geothermal-Gebiet Krafla und dann immer geradeaus entlang der Ringstraße durch die weiße Schneewüste.

    Meine Güte sind wir uffgeregt. Und das hat seinen Grund: Dettifoss und Selfoss liegen nur einige Hundert Meter voneinander entfernt. Während der Dettifoss der leistungsstärkste Wasserfall Europas ist und auf einer Breite von 100 Metern mit seinen Wassermassen 45 Meter in die Tiefe stürzt, besticht der Selfoss durch seine epische Schönheit. Geil! (Verzeihung ob der Saloppheit!) Und es kommt am Ende doch ganz anders…

    Das Geothermalgebiet Krafla im Gegenlicht

    Nein, nicht der Mars! Dieses Foto ist im Geothermalgebiet Krafla entstanden. Dort blubbert und qualmt es aus jeder Ritze. Und es stinkt – nach Schwefel! Nicht schön…

    Island – Insel aus Feuer und Eis

    Unwirklich. Laut zischend. Heiß und kalt zugleich. Muss man gesehen haben!

    Fotograf im Geothermalgebiet Krafla

    Wer hat Angst vor’m schwarzen Mann? Keine Sorge, der will nur fotografieren! Eine Szene wie aus einem Endzeitfilm.

    Ausgeträumt: So hatten wir uns das nicht vorgestellt…

    Die zehn Kilometer lange Zufahrt, die auf einer Schotterpiste zu den Wasserfällen führt, ist mit Warnschildern markiert und frisch zugeschneit. Da stehst du dann frühmorgens, freust dich auf die eindrucksvollsten Wasserfälle Islands und plötzlich ist alles dichtgemacht. Wie weiter? Ich weiß nicht, ob ich dagegen oder dafür bin. Holger ist ist nicht so wankelmütig: „Dafür!“ Heißt: „Da müssen wir jetzt durch! Wir sind doch nicht zum Spaß hier!“ Auf der Strecke gibt es nur Sekt oder Selters. Wenn du in den Schneewehen anhältst, bleibst du stecken. Holger gibt also Gas, ich gute (und schlechte) Ratschläge. Stellenweise sind wir über die Schneebretter „geschwommen“, irgendwann haben wir es aber geschafft und sind an den Wasserfällen. Der letzte Kilometer geht nur noch zu Fuß. Und jetzt würde ich so gerne etwas von aufregenden Superlativen schreiben. Eindrucksvolle Wasserfälle, ohrenbetäubendes Rauschen, blabla… Ich will ehrlich bleiben: Als wir die Wasserfälle sehen, sind wir auf dem Tiefpunkt dieses Roadtrips angekommen. 90 Prozent des Selfoss sind eingefroren! Da, wo sonst die Wassermassen in die Tiefe fallen, ist alles mit einer weißen Schneedecke überzogen. Ich bin enttäuscht. Wir stapfen durch den frischen Schnee bis zum Dettifoss, der zwar wenig Wasser führt, aber dennoch imposant ist. Nur: Die Gischt zeigt sich in einer riesigen Wolke, die fast den gesamten Wasserfall einhüllt. Ich mache einige Fotos, arbeite später aber kein einziges am Computer aus. Das hier ist kein Wasserfall, das ist aus fotografischer Sicht ein Reinfall. So ist das auf Island im Winter.

    Aber jedes Übel hat schließlich auch sein Gutes: Hätten wir uns von den Warnschildern abhalten lassen und uns nicht durch die Schneemassen gekämpft, hätten wir immer im Hinterkopf behalten, diese beiden Wasserfälle verpasst zu haben. Jetzt sind wir um das Gegenteil schlauer: Nix verpasst. Na bitte!

    Wer island im Winter bereist, hat es oft mit gesperrten Straßen zu tun. Hier wegen frischem Schneefall

    Eine frische Schneedecke und gelb-rote Schilder bedeuten nix Gutes. Impassable? Das gilt doch nicht für uns, oder?

    Unfall mit dem Mietwagen auf Island im Winter

    Man neigt ja dazu, Erlebnisse ein bisschen auszuschmücken. Ich bin eher Leisetreter und sage: „Was in Island passiert ist, bleibt in Island!“ Nachdem das rechte Fahrzeug wenige Meter vor uns von der Fahrbahn geschossen und in einer weißen Wand verschwunden ist, müssen Holger und ich erstmal rechts ran und mit zittrigen Händen einen Kaffee trinken. War knapp! Die gute Nachricht: Es gab keinen Personenschaden.

    Im Winter führt der Selfoss ausgesprochen wenig Wasser und büßt dadurch reichlich von seiner sonst imposanten Erscheinung ein

    Man muss sich das vorstellen: Wenn der Selfoss im Sommer seine gewohnte Menge Wasser führt, besteht die gesamte rechte Seite aus in die Tiefe stürzendem Wasser, was in diesem Fall komplett eingefroren ist. Schade. Den benachbarten Dettifoss habe ich gar nicht erst fotografiert, weil er in einer Gischtwolke nahezu komplett verschwunden ist.

    Glück gehabt – gerade noch durchgekommen!

    Nun ist erstmal Strecke machen angesagt. Insgesamt rund 500 Winterkilometer, die uns über ein gut 100 Kilometer langes Plateau zum Südosten der Insel führen, um die geplante Umrundung innerhalb der anvisierten 8 Tage zu schaffen. Die Straßenbedingungen sind schlecht und wir kommen gerade noch durch, bevor EINEN Tag später aufgrund der starken Schneefälle die Ringstraße auf dem Plateau gesperrt wird. Glück gehabt!

    Wir nehmen noch den Svartifoss (Schwarzer Wasserfall) mit seinen imposanten Basaltsäulen mit, dann kommen wir am Bergmassiv Vestrahorn auf der Landzunge Stokksnes an, was bei unserer Reise im Vorjahr damals unsere östlichste Location war. Von diesem Zeitpunkt an verändert sich in meiner Wahrnehmung die Reise. Während viele Menschen – unabhängig vom Fotografieren – häufig mehrfach die gleichen Orte besuchen, um bereits Gesehenes erneut und in anderem Licht zu erleben, nehme ich die letzten Tage als Wiederholung wahr. Der Reiz des Neuen und Unbekannten ist verloren. Nicht falsch verstehen, aber ich bin eben ein Getriebener, der ständig neuen Eindrücken und keinen Wiederholungen hinterher jagt.

    Aber unter uns: Als am Vestrahorn die Sonne langsam untergeht und die ganze Szenerie in kühles Abendlicht taucht, bin ich natürlich trotzdem wieder wie besessen mit der Kamera unterwegs, um tolle Stimmungen einzufangen.

    Der Svartifoss mit Eiszapfen im Winter

    Schwarz-weiß ist bunt genug! Der Svartifoss „lebt“ von seinen dunklen Basaltsteinen.

    Basaltsäulen am Svartifoss Wasserfall

    Die Basaltsäulen im Detail. Natur ist etwas Schönes, oder?

    Schwarzweiss-Aufnahme Vestrahorn

    „Wuuusch!“ – eine große Welle überspült das Ufer am schwarzen Lavastrand vom Vestrahorn.

    Das Vestrahorn kurz nach Sonnenuntergang im Winter

    Die einmalige Form des Bergmassivs und die vorgelagerten schwarzen Dünen machen diesen Fotospot am Vestrahorn zu einem Must-have eines jeden Landschaftsfotografen. 

    Rentiere sind im Bereich rund um das Vestrahorn kein seltener Anblick

    Rentiere sehen wir hier im Süden zu Dutzenden. Dieses lässt uns ein bisschen näher heran, wahrt dann aber doch eine gewisse Distanz.

    Den Abschluss unserer Tour bildet das Gebiet am südlichen Rand des Vatnajökull-Nationalparks mit seinen Gletschern. Und auch hier bekommen wir erneut vorgeführt, dass man die Natur beim besten Willen nicht ausrechnen kann. Als Highlight wollen wir am berühmten Diamond Beach die von der Brandung des Atlantiks zurückgeworfenen Eisblöcke fotografieren, die uns im vergangenen Jahr so tolle Fotomotive boten. (Hier habe ich einen Blogbeitrag dazu geschrieben: Der Weg des Eises.) In diesem Jahr herrscht kräftiger ablandiger Wind, was dazu führt, dass der Strand nahezu eisfrei ist. Wo letztes Jahr zu Tausenden mannsgroße Eisbrocken in allen Formen und Farben liegen, sind jetzt nur wenige Eisplatten in geringer Größe zu sehen. Un-glaub-lich!

    Kein Grund sich zu beschweren. Es ist der letzte Abend und gleichzeitig mein Geburtstag. Den farbenprächtigsten Trumpf spielt die Vulkaninsel nach Einbruch der Dunkelheit aus und der heißt: Aurora Borealis! Die tanzenden Polarlichter erhellen den Nachthimmel über der Jökulsárlón-Gletscherlagune bis zum nächsten Morgen, an dem wir den Heimweg antreten müssen. Was für eine Abschiedsveranstaltung. Danke, Island!

    Der hamburger Fotograf Florian Läufer am Gletscher im Vatnajökul-Nationalpark

    Die wahren Dimensionen der Gletscher werden erst mit einem Größenvergleich sichtbar. Wahnsinn, oder?

    Toursiten bei einer geführten Gletschertour im Vatnajökull Nationalpark

    Jetzt bloß nicht ausrutschen…

    Seehund in der Gletscherlagune Jokulsarlon auf Island

    In der Jökulsárlón-Gletscherlagune treiben immer diverse Seehunde ihr Unwesen. Drollig, die frechen Kerle. 

    Island im Winter. Der Diamond Beach ist für Fotografen aus aller Welt ein Paradies

    Island im Winter – eine unentdeckte Welt? Man möchte es ja so gerne, die Realität sieht aber anders aus. Der Diamond Beach zieht ganze Fotografenrudel an. Nur: Wo sonst mannsgroße Eisbrocken zu Tausenden liegen, hat dieses Jahr der ablandige Wind ganze Arbeit geleistet. Das meiste Eis wird aufs Meer hinaus getrieben und so lagen am schwarzen Strand wenige und nur sehr kleine Eisbrocken herum.

    Eisplatte am Diamond Beach von Island

    Diese Jahr müssen wir viel Suchen, um zumindest ein paar fototaugliche Eisblöcke zu finden. Bei den meisten handelt es sich eher um Eisplatten…

    Langzeitbelichtung Diamond Beach, Island

    Geht, oder?

    Wellenformationen am schwarzen Strand von Island

    Wenn man das sieht, möchte man reinspringen. Wenn man die Kälte spürt, möchte man weg.

    Aurora Borealis im Winter am Jokulsarlon

    Unfassbar tolle Polarlichter bieten uns an der Gletscherlagune eine echte Lightshow am letzten Abend. Hier hat sich sogar noch eine Sternschnuppe ins Bild geschossen. (Was ich mir gewünscht habe, wird nicht verraten.)

    Polarlichter am Jökulsarlon

    Aurora Borealis – die Sonnenstürme geben über Stunden alles! Atemberaubend!

    Übrigens: Die schönsten Island-Fotos kannst du direkt auf dieser Homepage als Highend-Druck auf Leinwand, Alu Dibond, Holz, Acrylglas oder Künstlerpapier ordern. Hier geht es direkt in die Galerien: LEINWAND-SHOP

    Fazit: Island macht süchtig – so hatte ich es im ersten Teil dieses Reiseberichts gesagt. Und tatsächlich: Zwar haben wir die Insel auf unseren beiden Wintertouren insgesamt umrundet, trotzdem ist der Reiz groß, dass alles noch einmal in der warmen Jahreszeit in seiner vollen Farbpracht zu sehen. Ganz besonders das Hochland, welches im Winter unerreichbar ist, steht ganz weit oben auf der Liste. Man möchte sich ja nicht drängen lassen, aber der Tourismusboom schreitet immer weiter voran und die Besucherzahlen haben sich in den letzten Jahren vervielfacht! Drum müsste man sich eigentlich beeilen mit dem nächsten Trip. Ich selbst kenne die „guten alten Zeiten“ ja nicht, aber an vielen markanten Orten sind im Vergleich mit wenige Jahre alten Fotos inzwischen Besucherplattformen, Geländer, Seile und Warnschilder aufgebaut. Ich könnte mir vorstellen, dass dies erst der Anfang ist. Nicht umsonst: In der Vergangenheit ist zu viel passiert und es sind schon etliche Touristen zu Tode gekommen, weil sie zu dicht an Wasser oder Abhängen standen. Und so wird die Insel aus Feuer und Eis vermutlich in einigen Jahren viel von ihrer Urtümlichkeit verloren haben. Darum: Du willst auch eines Tages nach Island? Nicht aufschieben. Machen! Jetzt!

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  • Freie Arbeit: Fotoreise – Island in 8 Tagen (Part I)

    Freie Arbeit: Fotoreise – Island in 8 Tagen (Part I)

    Man darf es so sagen: Island macht süchtig! Wer die Natur liebt, das Raue mag und böses Wetter nicht scheut, kommt an der Vulkaninsel aus Feuer und Eis nicht vorbei. Nachdem ich vor genau einem Jahr „mein erstes Mal“ auf Island erlebte, war klar: Das zweite Mal darf eine Fotoreise nach Island nicht allzu lange auf sich warten lassen! Wie schon im letzten Winter ging es auch dieses Jahr wieder gemeinsam mit dem ausgezeichneten Landschaftsfotografen Holger Kröger in das Reich von Kälte, Schnee und Eis.

    Und an dieser Stelle muss ich gleich ein fettes Lob herausstellen: Holger ist nicht nur ein erfahrener Landschaftsfotograf, er ist ebenso eine Organisationsmaschine! Bei jedem Roadtrip arbeitet man eine Reiseroute aus, klar. In unserem Fall sind die wichtigen Eckpunkte spektakuläre Fotospots. Auch klar. Holger studierte allerdings sämtliche Zuwegungen, Sonnenauf- und -untergangszeiten (samt der jeweiligen Richtungen), hatte Apps zwecks der zu erwartenden Polarlichter aufs Handy geladen, und, und, und. Wir hatten also Berge von Informationen zu unseren anvisierten Fotospots auf dieser Fotoreise nach Island. Kurz: Wo andere einen Plan B in der Tasche haben, sorgt Holger gleich noch für Plan C und manchmal auch Plan D. Die Schwierigkeit besteht eher darin, sich zwischen all den Möglichkeiten zu entscheiden. Glücklicherweise haben wir beide aber die gleichen Prioritäten auf diesem Roadtrip und können eigentlich alle Entscheidungen mit zweimal JA treffen.

    Fotoreise nach Island – und das Wetter?

    Die letzten zwei Wochen vor dem Abflug sind dann doch irgendwie ernüchternd. Das einzig nicht planbare bei einer Fotoreise ist das Wetter. Wir wollen Schnee und Eiszapfen, der Wetterbericht verspricht 10 Grad über Null, Regen und trüben Himmel. Also das, was man als Fotograf am wenigsten gebrauchen kann. Oder eher gar nicht. Mist!

    Wenige Tage vor der Abreise beginnt es in den Fingern zu kribbeln. Die Vorhersage dreht und uns erwarten satte Minusgrade, Schneefall und sogar sonnige Abschnitte. Bingo! Wenn sich das Wetter jetzt noch nach dem Wetterbericht richtet, dürfte es ziemlich cool werden… Um das vorweg zu nehmen: Das Wetter tut uns den Gefallen. Eine Woche lang! Mehr Glück darf man nicht erwarten. Also, lass uns in den Flieger setzen und unsere winterliche Rundreise beginnen. Bereit? Bereit!

    Ohne Allradantrieb bist du im winterlichen Island verloren, das wissen wir von unserem letzten Trip. Die Sache mit dem Mietwagen geht unkompliziert vonstatten und ehe wir uns versehen, sind wir mit unserem Suzuki auch schon „on the road“. Wie vorausgesagt bei Minusgraden und Sonnenschein. Während wir im vergangenen Winter nur den Süden der Insel erkundeten, wollen wir dieses Jahr innerhalb von 8 Tagen eine komplette Umrundung der Insel wagen – beginnend mit dem Norden. Das sind netto rund 1.400 Kilometer, inklusive unserer Fotoziele gut über 2.000.

    Erstes Ziel: Kirkjufell (dt.: Kirchberg). Der markante Berg im Westen Islands, direkt am Fjord Grundarfjörður gelegen, besticht durch seine einmalige Form und die ihm zu Füßen liegenden Wasserfälle. Ein Traum für Fotografen – und für die Filmindustrie! Hier wurden Sequenzen aus „Game of Thrones“ und „Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“ (Ben Stiller) gedreht. Schnee gibt es hier noch nicht, dafür einen eiskalten Ostwind der Stärke 6-7 Bft bei minus drei Grad – seeehr unangenehm!

    Fototrip: Mit dem Auto durch Island

    On the road again! Kurz nach unserer Ankunft mussten wir mit unserer kleinen 4×4 Suzuki-Bergziege erstmal ordentlich Kilometer machen. 

    Auf der Fotoreise Island auf den ersten Kilometern entstanden: eine tolle Lichtstimmung

    Wenn dich der erste Abend mit so einem Sonnenuntergang verwöhnt, weisst du: Es könnte schlimmer sein!

    Sonnenaufgang am vereisten Kirkjufell im Winter

    Die oberen Wasserfälle am Kirkjufell bei Sonnenaufgang. Was man auf diesem Foto nicht sieht: Rund ein Dutzend internationaler Landschaftsfotografen rechts und links von uns. Beliebte Spots sind eben gefragt.

    Die unteren Wasserfälle am Kirkjufell im Winter

    Und hier noch die Sicht an den unteren Wasserfällen rund eine halbe Stunde nachdem das obere Foto entstand.

    Kirkjufell als Filmlocation von Game of Thrones

    Eine Scene aus „Game of Thrones“, die am Kirkjufell gedreht wurde. (Screenshot: www.mustsee.is)

    Spikes? Ohne bist du aufgeschmissen!

    Unser nächstes Ziel ist ein eher unbekannter Wasserfall auf der dünn besiedelten Snæfelsness Halbinsel: der Svöðufoss/Svodufoss, den Holger irgendwann beim Googeln fand. Warum man diesen eindrucksvollen Wasserfall nur in wenigen Reiseführern findet, erschließt sich uns schnell. Während die bekannten Spots gut mit dem Auto erreichbar sind, verlangt der Svöðufoss nach einer „Eintrittskarte“. Um ihn aus der Nähe betrachten zu können, müssen wir über Stock und Stein. Der Weg ist nicht weit aber mühsam. Und das wissen wir von unserem letzten Aufenthalt: Spikes an den Schuhen sorgen nicht nur für sicheren Tritt, sondern oft für die grundsätzliche Möglichkeit, die rutschigen Eispartien überhaupt bewältigen zu können. Viele Fotos wären mit normalem Schuhwerk nicht möglich gewesen. Ja, der Satz: „Spikes? Brauchen wir hier nicht!“ ist sogar unser Running Gag in Island, weil aus der Ferne betrachtet vieles recht harmlos aussieht, wir aber häufig nach kurzem Weg eines Besseren belehrt werden und die Schuh-Schneeketten doch auspacken müssen.

    Auch das gehört bei einer Fotoreise Island dazu: Über Stock und Stein zum Fotospot

    Das Gute liegt nicht immer nah! Jetzt bloß nicht reinfallen – auf dem Rücken befindet sich Foto-Equipment im Wert vieler Tausend Euro… (Foto: Holger Kröger)

    Graufilter Fotografie am Fusse des Svodufoss in Island

    Am Fuße des eindrucksvollen Svöðufoss. Wer hier steht, will sich den Blick vom oberen Rand des Wasserfalls nicht entgehen lassen. Ergo: Let’s go bergauf! 

    Bei diesem Foto des Svodufoss kamen ein Grauverlauffilterfilter und der Lee Little Stopper zum Einsatz

    Geschafft! Die Gischt des Wasserfalls sorgt für allerlei Vereisungen auf der Wind zugewandten Seite.

    Selfie beim Fotografieren in Island

    Believe in your Selfie! Meine vor einigen Jahren neu erworbene Höhenangst macht mir oft zu schaffen bei dieser Fotoreise nach Island. Hier kauere ich einen Meter vor dem Abgrund hinter meiner Kamera und habe mich minutenlang nicht getraut wieder aufzustehen. (Handyfoto)

    Eisfläche oberhalb des Svodufoss in Island

    Wer dieses riesige vereiste Feld am oberen Rand des Svöðufoss nicht gesehen hat, kann die Ausmaße nur schwer einschätzen.

    Spikes waren auf dieser Eisfläche beim Fotografieren unverzichtbar

    Ohne Spikes an den Schuhen wären viele Fotospots für uns nicht erreichbar gewesen.

    Eis wohin das Auge blickt - dafür unternimmt man eine Fotoreise im Winter nach Island

    Eis – wohin das Auge blickt!

    Die Gischt des Wasserfalls führte zu bizarren Eisskulpturen

     

    Das „Must see“ auf unserer Island Fotoreise: Arnarstapi auf der Snæfelsness Halbinsel

    Nun zieht es uns in den kleinen Fischerort Arnarstapi. Hier haben wir ein kleines Problem: Das Wetter ist für eindrucksvolle Fotos zu gut! Klingt verrückt, ist aber so. Die zerklüfteten Felsvorsprünge, Inseln und der offene Atlantik stellt man sich als Fotograf ruppig, unwirtlich und mit dramatischen Wolken vor. Uns präsentiert sich aufgrund des ablandigen Windes spiegelglatte See, blauer Himmel und Sonnenschein, was eher zum Palmenstrand in der Karibik als zu der herben Landschaft Islands gepasst hätte. Sei’s drum – du kannst halt nicht alles haben. Und überhaupt: Polarlichter (Aurora borealis) stehen ja auch noch auf unserer Wunschliste und die sind eben nur bei freiem Himmel zu sehen. Theoretisch – praktisch bleiben uns die farbenprächtigen Sonnenstürme die meiste Zeit verwehrt. Dazu im zweiten Teil mehr… *zwinker

    Der Felsbogen bei Arnarstapi mit Sonnenstern

    Ein Bild, das ich mit Selbstauslöser aufgenommen habe. Hätte mich jemand dabei beobachtet, hätte man mich für einen ziemlich schrägen Typen gehalten: Kamera aufbauen, Timer-Auslöser einstellen, im Affenzahn auf den Torbogen rennen und bei einer Sekunde Belichtungszeit gaaanz still halten. Weil das nicht auf Anhieb klappt, musste ich die Prozedur etwa ein Dutzend Mal wiederholen… Wer denkt da nicht: „Hat der sie nicht alle?“

    Das meistfotografierte Haus auf der Snaefelsness Halbinsel bei Arnarstapi

    Wie sehr hätte ich mir hier eine neblig-trübe Suppe statt des Sonnenscheins gewünscht… Naja, ist ja trotzdem ganz hübsch geworden.

    Fotoreise Island – Fotograf vor eindrucksvoller Kulisse

    Bitte recht freundlich! Holger auf einer Bergkuppe an dem zerklüfteten Uferabschnitt in Arnarstapi.

    Die schwarze Kirche in Búðir

    Was mich echt anmacht, sind Kirchen. Ich mag einfach das Sakrale. In seinem Prunk genauso wie in seiner Schlichtheit. Und in Sachen Schlichtheit ist die berühmte schwarze Kirche von Búðir natürlich ein Muss. Auch hier finde ich den Sonnenschein nicht ganz passend und hätte mir die Kirche vor mystisch-wolkenverhangenem Himmel gewünscht und eine spätere Ausarbeitung der Fotos in düsterem Schwarz-Weiß. Wir halten uns gut zwei Stunden an der Kirche auf, was zu ganz unterschiedlichen Bildergebnissen führt. Wolken hin, Sonnenschein her. Ich sag’s mal hanseatisch zurückhaltend: Am Ende bin ich gar nicht mal so unzufrieden mit den Fotos der Kirche.

    Schwarze Kirche in Budir, schwarzweiss

    Ein Schwarzweiss-Foto von der Kirche schwebte mir im Kopf umher. Allerdings eher bei dramatisch bewölktem Himmel als im Gegenlicht der untergehenden Sonne.  

    Die schwarze Kirche bei Budir in der untergehenden Sonne mit reichlich Lens flares im Bild

    Die sonst so gefürchteten Lens Flares finde ich bei diesem Foto sehr passend und konnte sie bewusst einsetzen.

    Black church in Budir im letzten Licht

    Dieses Foto kam bei Facebook sehr gut an, wo ich kürzlich vier unterschiedliche Bilder der schwarzen Kirche gezeigt habe.

    Kolufossar – wenn du hier runterfällst, bist du tot!

    Nur einen Tag vor Abreise fand ich zufällig das Foto eines Wasserfalls im Internet, von dem ich zuvor nie etwas gehört hatte: der Kolufossar. Nimmt man es genau, handelt es sich bei diesem eindrucksvollen Katerakt um mehrere aufeinanderfolgende Wasserfälle, die gut 8 Meter in die Tiefe führen. So ist es bei Wikipedia zu lesen: Der Fluss Víðidalsá erodierte die Schlucht Kolugil und stürzt hier über die drei Wasserfälle Efrifoss („Oberer Wasserfall“), Kolufoss („Wasserfall der Kola“) und Neðri-Kolufoss („Unterer Wasserfall der Kola“). Auch wenn 8 Meter erstmal nicht sehr hoch klingen. Wenn man an den ungesicherten Rändern der Schlucht steht und unten mit ohrenbetäubenden Lärm das Wasser in die Tiefe stürzt, dann weiß man instinktiv: Wenn du hier runterfällst, bist du tot. Aaargh!

    Nichts für Höhenangst - in der Schlucht am Kolufossar gibt es keine Absperrungen

    Jupp, hinter dem Schild geht es einige Meter nach unten…

    Der Kolufossar fällt über insgesamt drei Wasserfälle in die Tiefe

    Hörst du das ohrenbetäubende Rauschen des oberen Teils vom Kolufossar? Ganz schön laut!

    Schon den Fotografen unten rechts am winterlichen Kolufossar erkannt?

    Eine Mischung aus Wasser und Eis – toll! Und: Holger schon auf dem Bild gefunden?

    Langzeitbelichtung am Kolufossar im Winter

    Hochwertiger Leinwand-Druck von dem Fotografen Florian Läufer

    Übrigens: Die schönsten Island-Fotos kannst du direkt auf dieser Homepage als Highend-Druck auf Leinwand, Alu Dibond, Holz, Acrylglas oder Künstlerpapier ordern. Hier geht es direkt in die Galerien: LEINWAND-SHOP

    Wenn dir dieser kleine Reisebericht gefällt, darfst du dich auf den zweiten Teil freuen, den ich in Kürze hier veröffentlichen werde. Darin wird es um einen Basaltfelsen gehen, der nach isländischer Sage ein Troll ist, die Wasserfälle Goðafoss, Aldeyarfoss, Svartifoss (waren super!), Dettifoss und Sellfoss (waren suboptimal), um Islandpferde, das Bergmassiv Vestrahorn, den Diamond Beach (leider fast ohne Diamonds) am Auslauf des Jökulsárlón-Gletschers und natürlich um Polarlichter. Und zu guter Letzt: Um Schnee. Viel Schnee!

    Wenn du den zweiten Teil auch lesen möchtest, dann markiere meine Facebook-Seite mit Gefällt mir – so verpasst du keine Neuigkeiten. Fragen, Anregungen, Kritik? Dann komme gerne über das Kontaktformular ins Gespräch mit mir. Ich freue mich auf deine Nachricht.

  • Touristik – Fotografie

    Touristik – Fotografie

    Kaum ein Auftrag ist so vielseitig wie die Fotoshootings der letzten zwei Jahre, die der Tourismusverband Seenland Oder-Spree e.V. gemeinsam mit mir realisiert hat. Worum es geht, wie die Fotografie bei diesen mehrtägigen Shootings abläuft und welche Herausforderungen es zu meistern gilt, liest du hier.

    Die Idee, die hinter diesen Shootings steckt, ist mit einem Satz auf den Punkt gebracht: Die Region durch aussagekräftige, stimmungsvolle und emotionale Fotos stärken, den Tourist neugierig machen und dadurch bestenfalls Begeisterung und Reisebereitschaft wecken. So weit, so einfach. Fotografisch decken die Anforderungen eigentlich alle Bereiche ab: Architekturaufnahmen (innen und außen), Landschaftsfotografie, touristische People- und Portraitfotos, bei der typische Freizeitbeschäftigungen wie Radfahren, Wandern, Sightseeing, Angeln, und, und, und herausgearbeitet werden. Später wird das Bildmaterial für Broschüren, Kataloge, Flyer, Webauftritt und Anzeigen genutzt.

    Die Straussee Fähre im besten Licht der Abendsonne fotografiert

    Pusteblume

    Naturwiese im Licht der untergehenden Sonne

    Detailaufnahme im Licht des Sonnenuntergangs

    Naturfoto Kanufahren auf der Spree

    Fotoshooting mit junger Frau in Jeanslook im Kornfeld

    Paarfoto im Ruderboot auf der Oder

    Die Fotografie für die Brandenburger Touristiker ist vielseitig. Es sollen Emotionen transportiert werden, Landschaften und Sehenswürdigkeiten gezeigt und stimmungsvolle Details ebenso herausgearbeitet werden, wie unterschiedliche Freizeitaktivitäten. 

    Das Wetter ist eine Diva

    Das alles muss geplant werden, klar. Models unterschiedlichen Alters, Dienstleister vor Ort, Steuerung der Shootings durch die (auffällig engagierten) Mitarbeiterinnen des Tourismusverbands, ich als Fotograf – wir alle müssen zusammenkommen. Um möglichst effektiv zu arbeiten, komprimieren wir dann immer ein straffes Programm, welches über mehrere Tage abgearbeitet wird. Und damit fangen manchmal die ersten Problemchen an… Auch, wenn du alle Beteiligten zu genanntem Termin an einen Tisch bekommst, es gibt immer eine Diva, die sich kaum an Abmachungen hält: das Wetter! Und das muss man eben nehmen, wie es kommt.

    Aber: Das kluge Team baut vor! Neben „echten“ Shooting-Terminen haben wir immer auch Plan B in Form von Ausweichterminen in der Tasche, falls es doch einmal Bindfäden regnet. Insgesamt gilt bei den straffen Terminen allerdings, dass du als Fotograf aus den aktuell gegebenen Umständen das Beste herausholen musst. Während der Landschaftsfotograf oft stunden- oder tagelang auf DAS Licht wartet, bleibt hier an vielen Spots oft nur ein Zeitfenster von einer Stunde. Die Shootings sind also auf Output ausgelegt und die Kunst ist, aus diesen Situationen tolle Ergebnisse herauszuholen.

    Touristen im Museumspark Rüdersdorf

    Besucherin im Luftfahrtmuseum

    Architekturfotografie

    Touristen in dem Heimatmuseum Erkner

    Unternehmensfotografie mit Gästen im Cafe

    Galerie in der Alte Dampfbäckerei

    Das Wetter – es richtet sich ja leider nicht immer nach dem Wetterbericht. Deshalb halten wir meistens noch einige Ausweichtermine frei (falls es mal ganz böse kommt) oder weichen kurzfristig auf Architektur- und Innenaufnahmen aus. Da die Region ausgesprochen groß ist und es entsprechend viel zu entdecken gibt, gehen den Touristikern nie die Orte und Ideen aus.

    Available Light-Fotografie

    Aber auch bei den People- und Portraitaufnahmen weiß ich nur selten vorab, welche Lichtsituationen mich erwarten. Zeit für einen komplizierten Lichtaufbau mit mehreren Blitzgeräten und Lichtformern ist kaum. Wo man also theoretisch eine schöne Studiosituation erschaffen könnte, bleiben ein paar Minuten. Gut werden soll es natürlich trotzdem. Kein Problem: Hier setze ich auf Available Light-Fotografie, also das Arbeiten mit vorhandenem Licht. Machmal ergänze ich mit ein oder zwei batteriebetriebenen Systemblitzen, um Schatten aufzuhellen oder Lichtkanten zu setzen – das war’s.

    Portraitfoto von Martin Haupt, Pfarrer im Dom Fürstenwalde

    Traditionell gekleidet

    Stimmungsfoto von zwei jungen Damen auf einem Steg am See

    Mitarbeiterin der Landschlachterei

    Portraitaufnahme eines Fischers im Oderbruch

    Fahrradfahrerinnen im Oderbruch

    Portraitfotograf Florian Läufer bei der Arbeit

    Gastronomie-Fotografie im Landhaus Alte Eichen

    Landhaus Alte Eichen in Bad Saarow

    Imagefoto im Cafe Prinz Albrecht

    Bei den Portraitfotos von Dienstleistern und Touristen arbeite ich überwiegend mit vorhandenem Licht und helfe maximal mit ein zwei batteriebetriebenen Blitzen nach. Nur gelegentlich steht ausreichend Zeit zur Verfügung, um aufwendigere Sets aufzubauen. (Danke für das Handybild, Katrin!) Aber mal ganz ehrlich: Keines der Ergebnisse muss sich verstecken, oder?

    Inzwischen habe ich mich gut in die Anforderungen dieser situativen Fotografie eingearbeitet und mein (fast) wichtigstes Ausrüstungsteil ist: ein faltbarer Bollerwagen! Ich glaube, manch einer kann sich ein Schmunzeln nicht verkneifen, wenn wir als Fotocrew an den Locations unterwegs sind und ich meinen blauen „Bolli“ mit dem Equipment hinter mir herziehe. Unter uns: Manchmal lache ich sogar selbst. Gut so! Spaß und Freude ist vermutlich das Geheimnis jeder guten Arbeit. Und das haben wir trotz der langen und anstrengenden Tage immer. (Danke für das Vertrauen, danke für die Planung und gemeinsame Durchführung unserer Shootings Ellen, Sandra, Katrin, Marie und Steffen. Wir sind schon fleißige Bienchen, gell!)

    Fotoshooting im Barockgarten Neuzelle

    Kellergewölbe im Brauereimuseum

    Landschaftsfotografie Scharmützelsee

    Tierfotografie – Storch auf geerntetem Feld

    Innenaufnahmen im Besucherzentrum Schweizer Haus

    Kinderfoto im Campingzelt

    Angler am Lagerfeuer kurz nach Sonnenuntergang

    Angelfoto zwei erfolgreicher Angler im Sonnenuntergang

    Abwechslungsreiche Fotografie in Brandenburg. Nicht selten geht es innerhalb von 12 Stunden von der Architektur- über die Landschafts- und Tierfotografie bis zur Erstellung von stimmungsvollen Aufnahmen typischer Freizeitaktivitäten wie zum Beispiel dem Angeln. Ich mag diese spannenden Fototage! 🙂

    3. Platz beim Tourismuspreis

    Dass die gemeinsame Arbeit belohnt wird, zeigt die Prämierung der „Entdeckertouren“. Dieser handliche Ausflugsplaner (der mit 172 Seiten schon fast ein kleines Buch geworden ist) wurde vom Tourismusverband bei der Berliner Medienagentur Möller in Auftrag gegeben und kooperativ mit einer Vielzahl meiner Fotos erstellt. Nicht nur, dass die für zwei Jahre vorgesehene Auflage bereits nach einem Jahr vergriffen war und jüngst nachgedruckt wurde. Sie belegte auch einen beachtlichen 3. Platz bei der Vergabe des Brandenburgischen Tourismuspreises 2017 im Rahmen der ITB. Herzlichen Glückwunsch!

    Längst finden sich auch viele weiterer meiner Fotografien auf diversen Titelbildern touristischer Printprodukte wieder. Jüngstes Projekt ist die Erstellung der 108 Seiten starken Broschüre „Flanieren in Parks und Gärten“. Rund 90 Prozent der gezeigten Fotos stammen aus unseren gemeinsamen Shootings. Allerdings: Das Titelfoto kommt nicht aus meiner Kamera – wir erwischten leider keinen einzigen Tag mit blauem Himmel zum Fotografieren des gezeigten Schlossparks Steinhöfel. Das Wetter ist und bleibt eben eine Diva!

    Entstandene Titelfotos

    Titelbild Urlaubsplaner 2018 Seenland Oder-Spree

    Ferienmagazin Coverfoto

    Titelfoto aus einem gemeinsamen Fotoshooting mit dem Tourismusverband Seenland Oder/Spree

    Titelfoto Tourismusverband Seenland Oder-Spree

    Titelfoto aus der Werbefotografie

    Titelfoto aus einer Beilage des Berliner Wochenmagazins Zitty

    Frontcover aus Fotoshooting mit Tourismusverband Seenland Oder/Spree

    Frontcover aus Fotoshooting

     

    In eigener Sache:

    Ganz gleich ob Handwerksbetrieb, Ladengeschäft, Büro, Hotel oder Fitnesscenter: Um sich von Mitbewerbern abzuheben, kann ein niveauvolles Firmenporträt zu einem wichtigen Baustein werden. Aussagekräftige Fotos helfen, Ihr Unternehmen im richtigen Licht zu präsentieren und sprechen die Emotionen des Betrachters an. Ein stilvolles Ambiente, Schaffensprozesse im Handwerksbetrieb oder positive Eindrücke von Ihren Mitarbeitern lassen sich über eine entsprechende Bildsprache perfekt vermitteln. Das hilft bei der Kundengewinnung und vermittelt ein überzeugendes Image Ihres Betriebes. Hier sehen Sie beispielhaft von ganz unterschiedlichen Unternehmen, wie Ihr Ergebnis aussehen könnte: Your Business

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