Schlagwort: Freie Arbeit

  • Handwerk fotografieren: „Elbwood – The Hanseatic Penmaker“

    Handwerk fotografieren: „Elbwood – The Hanseatic Penmaker“

    Als ich Frank Pressentin in seiner Hamburger Schreibgeräte-Manufaktur für ein fotografisches Portrait besuche, bin ich ein bisschen aufgeregt. Obwohl: Handwerk fotografieren ist keine unbekannte Tätigkeit für mich. Im Gegenteil, ich liebe diese konzeptionelle Art zu fotografieren, die eine klassische Reportage mit ein wenig künstlerischer Gestaltung vereint. (Hier siehst du ein weiteres tolles Handwerker-Shooting von mir: Geigenbaumeister Stefan Sielaff) Und wie bei jeder guten Produktion führte ich auch in diesem Fall ein Vorgespräch mit dem hanseatischen Handwerker, um ein gutes Gefühl für Produkt und Persönlichkeit zu bekommen. Warum ich aufgeregt bin? Weil ich es nicht vermasseln will! 

    Zunächst das Produkt: Frank Pressentin „The Penmaker“ stellt edle und kostbare Schreibgeräte her. Und zwar so kostbar, dass beim Kauf eines dieser Einzelstücke mit Leichtigkeit ein vierstelliger Betrag über den Ladentisch gereicht wird. Wobei: Einen Ladentisch gibt es bei Elbwood nicht – nur die Werkstatt. Hier kann der Kunde sein späteres Schreibutensil nach Terminvereinbarung mit Frank Pressentin besprechen und hier lagern auch die edlen Hölzer und ganz unterschiedliche Metalle, aus denen Füllfederhalter, Kugelschreiber, Bleistifte und Accessoires angefertigt werden. 

    Die persönlichsten Schreibgeräte der Welt

    Viele Hölzer lagern über etliche Jahre, bis sie „reif“ für die Weiterverarbeitung sind. Und dann gibt es beim Zuschnitt keine Garantie, dass sich nicht vielleicht doch ein Wurm durchs Holz gefressen hat oder dass es Risse aufweist – Berufsrisiko. Für die handgefertigten metallenen Teile verarbeitet der sympathische Mittvierziger Bronze, Messing, Silber und sogar Gold. Aus all diesen hochwertigen Werkstoffen entstehen in nahezu 400 Arbeitsschritten die persönlichsten Schreibinstrumente der Welt!  

    Handwerker fotografieren in der Werkstatt

    Handwerk fotografieren in der Atelier-Werkstatt von Elbwood in Hamburg

    Lass die Sonne rein! „The Hanseatic Penmaker“ Frank Pressentin in seiner Atelier-Werkstatt im Osten Hamburgs.

    Von der Skizze zum fertigen Schreibgerät sind rund 400 Arbeitsschritte nötig

    Die handgefertigten Unikate entstehen zunächst im Kopf, dann auf Papier, danach werden sie in mühevoller Handarbeit auf den Hundertstel Millimeter genau erschaffen.

    Werkstatt Detail

    Antiquarische Drehbank

    Ich habe keinen Schimmer, welche Funktionen diese Hebel und Kurbeln haben. Aber das Bedienpult sieht verdammt sexy aus, findest du nicht?!

    Ofen anheizen in der Manufaktur der international ausgerichteten Firma Elbwood. Fotograf Florian Läufer aus Hamburg hielt diese Szene fest.

    Bevor es losgeht: Ofen anheizen! Man könnte Fernwärme nutzen, klar. Die würde aber vermutlich so wenig zu Frank Pressentin passen, wie computergesteuerte Präzisionsmaschinen. In der kleinen Manufaktur bestimmen Traditionen den Alltag, kein Hightech.  

    Handwerk fotografieren – wer den Stiften ihre Seele gibt

    Wer Frank Pressentin in seiner stilvollen Manufaktur besucht, merkt schnell: Hier ist ein Ästhet am Werk! Spricht er von seinen Drehbänken, leuchten die Augen. Beschreibt der Wahlhamburger die Arbeitsschritte bis zum fertigen Produkt, wird die Stimme sanft. Und wenn Frank Pressentin die teuren Hölzer und Wurzelknollen zur Herstellung der späteren Griffstücke präsentiert, inhaliert er ihren Duft. Keine Frage, der Autodidakt liebt und lebt sein Handwerk! Er ist es, der den Schritt für Schritt in Perfektion hergestellten Unikaten ihre Seele schenkt. Dem ambitionierten Anspruch, seine kostbaren Schreibgeräte international erfolgreich zu vermarkten, wird der detailverliebte Handwerker bedingungslos gerecht.  

    Holzlager

    Im Holzlager – pro Zentimeter Durchmesser muss das Holz ein Jahr lagern, bis es zur Weiterverabeitung tauglich ist.

    Holzlagerung

    The hanseatic Penmaker Frank Pressentin prüft eine Wurzelknolle

    Risse im Wurzelholz

    Dieses hochpreisige Wurzelholz hat Risse im Inneren bekommen und genügt damit nicht mehr den Ansprüchen, die zur Herstellung edler Schreibgeräte nötig sind – ärgerlich.

    Holzauswahl für die Fertigung kostbarer Schreibinstrumente

    Ebonit-Muster im Querschnitt – sieht klasse aus, oder?

    Metall zur Weiterverarbeitung

    Metallrohlinge in Reih und Glied.

    Arbeitsmaterial des Penmakers

    Meine Bildsprache für diesen Auftrag: Hell, symmetrisch, leicht entsättigt.

    Der Tag des Foto-Shootings beginnt mit einer gemeinsamen Tasse Kaffee. Gestern war noch das Fernsehen da, heute ich. (Nach Ausstrahlung verlinke ich hier den Beitrag des NDR.) Wir legen los. Die Herstellung eines ganzen Füllfederhalters an einem Tag zu fotografieren ist unmöglich – zu viele Arbeitsschritte. Wir beschränken uns zunächst also auf die Auswahl des Royal White Ebony-Holzes zur Herstellung des Griffstücks. Nachdem es gemessen, gesägt und gedrechselt ist, wird der Rohling geölt. Dieser Prozess sorgt für eine regelrechte Explosion der Holzmaserung. Was eben noch stumpf und kontrastarm wirkte, zeigt sich nun matt-glänzend in voller Brillanz – ein echter Handschmeichler. 

    Bei dem Shooting „Handwerk fotografieren“ habe ich Wert darauf gelegt, der hellen und aufgeräumten Atelier-Werkstatt in der Bildsprache gerecht zu werden. Dafür habe ich auf Symmetrie in den Bildern geachtet und mich für eine eine klare, leicht entsättigte Bildbearbeitung entschieden. Was dabei herausgekommen ist, siehst du in der folgenden Fotostrecke.   

    Royal White Ebony-Holz

    Messen, messen, messen! Unzählige Male setzt Frank Pressentin das Zentimetermaß nach (und vor) jedem Arbeitsschritt an. Perfektion ist hier nicht nur ein Wort, sondern ein Versprechen.

    Handwerker an der Kreissäge beim Fotoshooting

    Zunächst wird das „Royal White Ebony-Holz“ mittels Kreissäge zurechtgeschnitten…

    Rohlinge zur Herstellung edler Schreibgeräte

    …dann das passende Stück ausgesucht und schließlich…

    Handwerkerhände an der Drehmaschine

    …in der Drehmaschine eingespannt, um daraus den Griffrohling herzustellen. 

    Handwerker fotografieren - Hier der Penmaker Frank Pressentin, Gründer der Firma Elbwood

    Frank Pressentin ruht in sich selbst und ist ein begnadeter Handwerker.

    Handwerk fotografieren aus einer neuen Perspektive

    Details beim Handwerker Fotoshooting

    Antiquarische Mechanik – Schönheit und Präzision in einem.

    Detailaufnahme Drehbank

    Wo gehobelt wird, da fallen Späne!

    Portraitfoto vom Handwerker Frank Pressentin (Elbwood)

    Gleich nochmal: messen!

    Ölen des Holzrohlings für die Herstellung eines Füllfederhalters.

    Jetzt wird der Rohling mit Öl bestrichen. Schau mal, wie dieser Arbeitsschritt die Holzmaserung betont!

    Begutachtung des Werkstücks durch den Fachmann

    Wirken lassen!

    Exklusive Werkstoffe für echte Schreibkultur

    Handwerk fotografieren in der Werkstatt

    Ein Produktfoto gehört beim Handwerk fotografieren einfach dazu.

    „The Penmaker“ Frank Pressentin kreiert auch aus vielen weiteren Werkstoffen und Metallen handgearbeitete Schreibutensilien. Eine Füllerspitze aus Gold ist hier die logische Vollendung eines edlen Füllfederhalters.  

    Handwerk fotografieren - der Hamburger Frank Pressentin prüft ein Werkstück. Foto: Florian Läufer

    Detailaufnahme während des Shootings mit dem Titel Handwerk fotografieren

    Schreibprobe!

    Elbwood - handgefertigte Schreibutensilien. Fotograf: Florian Läufer

    Ton in Ton. Die liegende Stiftkappe wird zur Benutzung rückseitig aufgeschraubt und sorgt so für einen Füllhalter, der gut in der Hand liegt. Das Holz ist aus einer Tuja Maser Knolle (Lebensbaum)

    Produktfoto aus dem Studio

    Später habe ich diesen Cumberland-Füller aus der Sonderedition in meinem kleinen Fotostudio unter optimalen Bedingungen fotografiert. Hat was, oder?

    Füllfedern aus 18K Gold

    Handwerker Portraitfoto

    Kreativer Kopf mit dem Herz am rechten Fleck: „The Hanseatic Penmaker“ Frank Pressentin im Portrait.

    Making of: „Handwerk fotografieren“

    Das Shooting in der Elbwood Atelier-Werkstatt war in vielerlei Hinsicht eine Bereicherung für mich. Ich habe Frank Pressentin als gestaltenden Handwerker mit Hang zur Vollkommenheit kennengelernt. Mancher mag das als Pedanterie abtun. Ich denke, dass dies die Grundvoraussetzung zur Fertigung auf absolutem Weltniveau ist. Franks zweite Kernkompetenz aber ist, dass er ein guter und intelligenter Erzähler und Zuhörer ist. Während des Shootings nahm er selbst die Kamera in die Hand und fotografierte mich beim Fotografieren. Und mittags zauberte er unter freiem Himmel gleich noch einen Strammen Max auf dem Gaskocher für uns – toll!

    Making of "Handwerk fotografieren" in der Mittagspause

    Mittagspause – Strammer Max unter freiem Himmel zubereitet! Lecker kann er auch! 

    Arbeiten mit kleinen Reflektoren

    Die kleinen Reflektoren hatte ich mir ursprünglich zum Fotografiern von Uhren angefertigt. Und was bei Uhren funktioniert, kommt bei Füllhaltern gerade recht! 

    Fotograf Florian Läufer in Action beim Werkstattbesuch

    Perspektive wechseln! Danke für die feinen Making of-Fotos, Frank! 

    Die Atelier-Werkstatt des Penmakers Frank Pressentin zur Blauen Stunde

    Feierabend! Werkstatt aufräumen, den Tag ausklingen lassen. Was für ein tolles Shooting! 

    IN EIGENER SACHE

    Solltest Du Interesse haben, Schaffensprozesse in deinem Unternehmen, Business-Events oder deine Mitarbeiter ins rechte Licht zu rücken, dann nimm gerne über das Kontaktformular Kontakt zu mir auf. Hier siehst du einige Beispiele vergangener Shootings: KLICK

    Ganz gleich ob Handwerksbetrieb, Ladengeschäft, Büro, Hotel oder Fitnesscenter: Um sich von Mitbewerbern abzuheben, kann ein niveauvolles Firmenporträt zu einem wichtigen Baustein werden. Aussagekräftige Fotos helfen, dein Unternehmen im richtigen Licht zu präsentieren und sprechen die Emotionen des Betrachters an. Ein stilvolles Ambiente, Schaffensprozesse im Handwerksbetrieb oder positive Eindrücke von deinen Mitarbeitern lassen sich über eine entsprechende Bildsprache perfekt vermitteln. Das hilft bei der Kundengewinnung und vermittelt ein überzeugendes Image deines Betriebes.

  • Motorrad-Fotoshooting in Hamburg: Macker mit Maschinen

    Motorrad-Fotoshooting in Hamburg: Macker mit Maschinen

    Die Idee zum Motorrad-Fotoshooting liegt lange zurück. Etwa 1,5 Jahre ist es her, dass ich hier auf meinem Blog eine freie Arbeit präsentiert habe, die ich „Typen mit Tattoos“ genannt hatte. (Hier findest du die Bilderserie: Typen mit Tattoos) Was dahinter steckte? Der Titel hat’s längst verraten – Typen mit Tattoos halt! Alles in düsterer Atmosphäre umgesetzt und möglichst authentisch. Das Projekt kam unfassbar gut an und ich wollte schon längst eine Fortsetzung fotografieren. Jetzt ist es endlich soweit. Darf ich vorstellen: „Macker mit Maschinen“. Tadaaaa!!

    Mit Maschinen sind Motorräder gemeint, ist klar. Nicht irgendwelche Maschinen, sondern Harleys und nicht irgendwelche Macker, sondern echte Typen, aussagekräftige Persönlichkeiten. Und hier schließt sich der Kreis zum vorherigen Projekt: Tattoos sind natürlich Pflicht. Es geht mir um Glaubwürdigkeit. Ich wollte bei diesem Motorrad-Fotoshooting nicht unbedingt den Zahnarzt, der sich am Wochenende die Lederjacke überstülpt, fotografieren. (Was per se nicht gegen Zahnärzte gerichtet ist – meiner ist super!) Nein, es soll hier um Biker gehen, die man vom äußeren Erscheinungsbild nicht nach dem Weg fragen mag. Aber unter uns: Jeder der hier abgebildeten Protagonisten würde ihn dir sofort verraten, davon bin ich überzeugt. 

    Motorrad-Fotoshooting: Gute Vorbereitung ist alles!

    Wann immer ich mir ein Projekt in den Kopf setze, erarbeite ich mir vorab gedankliche Zielfotos. Es ist ja so: Ohne Ziel taugt der beste Weg nichts. Was ging mir also durch den Kopf? Ein ernster Blick, die erwähnten Tattoos, tolle Maschinen und morbide Locations. Aus diesen Elementen sollten sowohl Portraits als auch dynamische Fahrbilder entstehen – so der Plan. 

    Am Anfang steht das Location-Scouting, was gleichzeitig die größte Herausforderung darstellte. Wer von meinem Plan wusste, sagte reflexartig: „Jo, ein halb abgerissenes Fabrikgelände, irgendwelche heruntergekommenen Hafenanlagen oder andere vom Zerfall geprägten Orte sind genau das Richtige dafür!“ Das stimmt! Solche Orte gibt es in Hamburg. Nur: Es handelt sich dabei stets um Privatgelände, die aus Haftungsgründen immer, immer, immer von einem Zaun umgeben sind. Schwierig! Letztlich fand ich ein paar Locations, die ich hier aber lieber ungenannt lasse. Betriebsgeheimnis. 

    Biker und Tattoos gehören zusammen!

    Dynamische Fahrbilder sind beim Motorrad-Fotoshooting Pflicht, in dieser Form aber etwas tricky in der Umsetzung.

    „Wrroooommm!“

    Und nochmal, und nochmal….

    Den Anfang machte Peter, mit dem ich mich an einem warmen Tag im Mai traf. Peter fährt eine Harley-Davidson Street Bob (Bj. 2009) mit einer Sitzbank im Buckanear Design von Ute Jaeckel.  Ich war schon längere Zeit in Kontakt mit ihm. Ich hätte ihn am liebsten schon 2019 fotografiert, da war ich aber an den Wochenenden die gesamte Saison mit der Hochzeitsfotografie beschäftigt. Corona-bedingt ist das in diesem Jahr anders, wir konnten also durchstarten. Apropos durchstarten: Einen Teil meiner Zielfotos bei einem Motorrad-Shooting machen die sogenannten „Mitzieher“ aus. Dabei stelle ich eine relativ lange Verschlusszeit ein, während der ich die vorbeifahrende Harley mit dem Objektiv verfolge (also mitziehe) und dabei den Auslöser drücke. Dabei wird der Hintergrund verwischt dargestellt, während das Model auf dem Motorrad scharf abgebildet werden soll.

    Soweit die Theorie. Die Praxis ist, dass dies nur in wenigen Fällen zufriedenstellend gelingt, weil das Motorrad zu stark vibriert und der Fahrer dadurch ebenfalls unscharf abgebildet wird. Man braucht Glück für diese Fotos und viele Versuche. Irgendwann erwischt man eine Zehntel Sekunde, in der gerade keine Vibrationen auf den Fahrer übertragen werden und man hat sein Bild. Zusammengefasst: Ich forderte das Glück des Tüchtigen heraus und Peter war geduldig wie ein Lamm, als ich ihn wieder und wieder durch den schmalen Gang heizen ließ, bis wir endlich ein Fahrfoto hatten, das meinen Ansprüchen genügte. Danke, Peter! 

    Richtig klasse war die späte Abendsonne, die sich langsam am Horizont verabschiedete und nochmal für eine tolle Stimmung sorgte. Mit einer Portion zusätzlichem Licht aus dem Blitzgerät wurde ein Schuh draus. Ich glaube, wir sind beide sehr happy mit den Ergebnissen. Zumindest hängt jetzt ein großformatiger Abzug von diesem Motorrad-Fotoshooting bei Peter an der Wand.  

    Peter wird’s nicht gerne hören, eine gewisse Großstadt-Romantik kann man diesem Bild aber nicht absprechen, oder?

    Kleine Accessoires sind wichtig in der Fotografie! (Note: Selbstverständlich alles legal und registriert!)

    Ist ja nur Spaß! 

    Fotos vom Shooting auf Leinwand im Wohnzimmer

    Zwei Leinwände, zwei Ehrenplätze: Links aus einem Shooting mit Peter und Larissa im Juni, rechts vom Motorrad-Shooting. 

    Biker-Freundschaft

    Und dann waren da noch die beiden Freunde Maseehla und Eddy, die ich parallel (und gemeinsam) fotografierte. Maseehla kennt ihr noch von dem Projekt „Typen mit Tattoos“, außerdem ist er regelmäßiges Model für das Klamotten-Label „Men of Mayhem“. Jetzt kommt’s: Maseehla ist vermutlich der einzige Biker auf der ganzen Welt, der die komplette Motorradsaison mit Birkenstock-Latschen fährt! Haltet eure Augen in Hamburgs Stadtverkehr auf – seht ihr einen Harleyfahrer mit Birkenstock, ist es Masi! 

    Maseehla kennt ihr vermutlich schon aus meiner Serie „Typen mit Tattoos“. Dass er häufiger vor der Kamera steht, macht das Fotografieren einfacher. Super Typ!

    Biker mit Birkenstock – kannst du dir nicht ausdenken.

    Mattschwarz kommt die Harley Davidson Road Glide daher – schlichte Eleganz.

    „Moin Moin“ Der Mann hat Humor! 

    Eddy fährt eine Harley Davidson Street Glide Special und hat Oberarme, die ungefähr doppelt so dick sind wie meine. Da passen natürlich reichlich großflächige Tätowierungen drauf, die bei diesem Motorrad-Fotoshooting gut zur Geltung kommen. Dazu die halb verspiegelte Sonnenbrille, gegeelte Haare, Jeans… Aus meiner Sicht verkörpert er perfekt den Lifestyle. Dass die beiden dicke miteinander sind, wollten wir auf den Bildern natürlich ebenfalls herausarbeiten. Ich glaube, das ist uns bei den Fahrbildern auf den Hamburger Elbbrücken ganz gut gelungen. Was meinst du? 

    Eddy mit seiner Street Glide Special-Harley.

    Was für Oberarme – viel Platz für Tinte! 

    Stahl & Beton: Hier dienten die Elbbrücken als Kulisse.

    Faust auf Faust – Männerfreundschaft!

    Nein, der Sonnenstern am Brückenpfeiler ist kein Zufall und bei einem „Mitzieher-Foto“ nicht ganz easy einzubauen.

    Eines meiner Lieblingsbilder aus dem Shooting mit Maseehla und Eddy.

    Funfact: Wenn du denkst, dass ein Biker ein Motorrad besitzen muss, ist das nur die halbe Wahrheit. Peter, Eddy und Maseehla besitzen jeweils ZWEI Motorräder! Demnächst wird es noch ein weiteres Shooting mit den anderen Maschinen geben und ich werde die Bilder hier im Nachgang verlinken. Es lohnt sich also, hier mal wieder vorbeizuschauen. 

    In eigener Sache

    Du bist selbst an einem Motorrad-Fotoshooting interessiert? Oder möchtest ein Shooting verschenken? Dann komme gerne über das Kontakformular ins Gespräch mit mir. Tattoos sind selbstverständlich KEINE Pflicht und es muss ja auch nicht gleich eine Harley Davidson sein.

    Für 299,- Euro (inkl. MwSt.) biete ich für Privatpersonen ein individuelles Motorrad-Shooting an. (Gewerbliche Shootings inkl. Nutzungsrechte unterliegen gesonderten Konditionen auf Anfrage.) Gut 50 bearbeitete Bilder als hochauflösende JPG-Dateien sind im Preis enthalten. Damit kannst du dir beim Anbieter deiner Wahl so viele Abzüge, Poster, Leinwände etc. machen lassen wie du möchtest.

  • Hamburgs Unterwelt fotografieren: U-Bahnhöfe in stylish!

    Hamburgs Unterwelt fotografieren: U-Bahnhöfe in stylish!

    Dass Hamburg die schönste Stadt der Welt ist? Geschenkt! Elbe, Alster, Bille und ganz viel Grün prägen des Stadtbild. Und wer von A nach B will, der nimmt den HVV! Häh? Als echter Hamburger weißt du: Gemeint sind damit die öffentlichen Verkehrsmittel. Seit meiner Kindheit lasse ich mich von U- und S-Bahn durch die Stadt chauffieren. Längst sind neue, fast futuristisch anmutende U-Bahnstationen wie zum Beispiel Überseequartier, Hafencity Universität oder die Elbbrücken hinzugekommen, andere zeigen sich seit anno dazumal unverändert. Nun habe ich mich mit dem Fotoapparat bewaffnet in den Hamburger Untergrund begeben und zeige euch die schönsten, schicksten und schrägsten Einblicke aus den U-Bahnhöfen der Hansestadt. Auf geht’s, die Tageskarte ist gelöst. Lass uns Hamburgs Unterwelt fotografieren:

    Niendorf Nord (U2)

    „Alle aussteigen bitte, alle aussteigen – diese Linie endet hier!“ Wer nach durchzechter Nacht in der Linie U2 eingeschlafen ist, kennt diese Lautsprecherdurchsage vermutlich genauso gut wie den Schrecken, der einem jetzt durch die Glieder fährt. Ja, dann stehst du also morgens um fünf in Niendorf Nord und fragst dich: „Wie komme ich jetzt nach Hause?“ Woher ich das weiß? Ach, lassen wir das… Jedenfalls erinnere ich mich noch an diese hässlich-schönen Stützpfeiler, die wie Krakenarme in die Decke greifen und beidseitig von schnöden Backsteinwänden flankiert werden.  Nein, hier möchte man morgens wirklich nicht aufwachen!

    Strukturen der U-Bahnstation Niendorf Nord

    Wie Krakenarme greifen die tragenden Pfeiler in die Decke.

    Joachim-Mähl-Strasse  (U2)

    Auf dem Rückweg kommen wir zwei Stationen später in der U-Bahnstation Joachim-Mähl-Strasse heraus. Gelb ist hier die alles beherrschende Farbe. Die Sonne geht auf! Na ja, nicht ganz. Aber zumindest gibt es Licht am Ende des Tunnels. Ursprünglich sollte diese U-Bahnstation 1987 eröffnet werden, Bauverzögerungen sorgten aber dafür, dass erst 1991 die erste U-Bahn hier einfuhr und somit die Linie von Hagenbeks-Tierpark in den Stadtteil Niendorf verlängerte. 

    U Bahn - symmetrie fotografieren

    Ich mag klare Symmetrien, gelb nicht ganz so gerne. Irgendwas ist ja immer…

    Hagendeel (U2)

    Wenn sich etwas durch Hamburgs U-Bahnhöfe zieht, dann sind es die bunten Kacheln. Ich frage mich schon ewig, ob die Kreativschmiede der Bahnhofsgestalter einen höheren Plan im Sinne hat. Jedenfalls mögen die Jungs knallige Farben! Im U-Bahnhof Hagendeel der Linie U2 sind es rote und grüne Fliesen, die mit weißen abgesetzt sind, während die tragenden Säulen weinrot gestrichen wurden. Als Fotograf liebe ich knallige Farben und symmetrische Formen. Hier werde ich aber das Gefühl nicht los, als blicke mich jemand an. Ist da was dran? 

    kacheln im Bahnhof Hagendeel

    „Was guckst du…?!“

    Klosterstern (U1)

    Wie von einem anderen Stern! Als einer der wenigen Vorkriegsbahnhöfe, befindet sich der U-Bahnhof Klosterstern nach einer Renovierung im Jahre 1980 großteils noch im architektonischen Originalzustand. So weit, so alt. Irgendwann wird sich jemand gedacht haben, dass zu den aquamarinfarbenen Kachel ein sattes Orange ganz gut passen könnte. Gesagt, getan: Wer die Stufen zur Linie U1 hinuntersteigt, wird rechts- und linksseitig von knallig-orangeroten Lichtkästen beleuchtet. Keine Macht den Drogen!

    Eingangsbereich der U-Bahnstation Klosterstern

    Der Eingangsbereich vom U-Bahnhof Klosterstern sah schon vor dem zweiten Weltkrieg so aus – und das ist nun wirklich lange her!

    U-Bahn Klosterstern mit seinem bunten Eingangsbereich

    Der Treppenabgang im U-Bahnhof Klosterstern – ganz schön psychedelish.

    Messehallen (U2)

    Im U-Bahnhof Messehallen sind wir nun in der Hamburger Innenstadt angekommen. Und: Von kantig, eckig, bunt werden wir in einem kreisrund gefrästen, fast farblosen Tunnel ausgespuckt – sehr spacig! Hier kann man getrost irgendeinen Raumschiff-Film drehen und niemand würde vermuten, dass sich 15 Meter weiter oben das 97.000 Quadratmeter große Messegelände befindet und die Grenze zum Stadtteil St. Pauli beginnt. Na, und ab dort ist Hamburg bekanntlich eh braun-weiß!

    U-Bahntunnel Messehallen in Hamburg

    „Beam me up, Scotty!“ Hat was von Raumschiff Enterprise, findest du nicht?

    Kacheln

    Paar Fliesen waren von den anderen Bahnhöfen noch übrig… 

    Jolly Roger St. Pauli

    Eine Etage höher vom U-Bahnhof Messehallen liegt gleich um die Ecke das Millerntorstadion und damit St. Pauli-Gebiet. Ab hier ist Hamburg braun-weiß.

    Landungsbrücken (U3 & S-Bahn)

    Im U-Bahnhof Landungsbrücken ist immer was los. Immer! Während sich draußen dicke Pötte und schnaufende Schlepper durch die Wechselströmung der Elbe schieben, Touristen Hafenluft schnuppern und sich die Möwen heiser krächzen, versuche ich also hier unter der Oberfläche Farben und Formen zu finden. Ganz ehrlich: Fotografisch gibt dieser Knotenpunkt aus meiner Sicht nicht so viel her. Diese beiden Gucklöcher haben mir dann aber doch noch gefallen und ich habe sie statt im hellen Braun, in schwarzweiß ausgearbeitet.

    Architektur fotografieren

    Untertage finden sich klare Strukturen, wer zehn Schritte aus dem Bahnhof Landungsbrücken hinaus wagt, darf sich in der Dämmerung über diesen Blick freuen. (Bild unten)

    HDR-Aufnahme der Landungsbrücken während der blauen Stunde

    Morgens, zwanzig vor vier in Hamburg: Blick vom „Stintfang“, der 26 Meter hohen Anhöhe am U-Bahnhof Landungsbrücken, auf die Elbe.

    Jungfernstieg (U1, U2, U4 & S-Bahn)

    Etwas weiter Richtung Innenstadt liegt der U-Bahnhof Jungfernstieg direkt an der wunderschönen Binnenalster, in deren Mitte die große Wasserfontäne speit und rot-weiße Alsterdampfer ihre Fahrgäste aufnehmen. Oben der Hotspot der Schönen und Reichen, unten ein Bahnhofskomplex auf drei Ebenen. So lange ich denken kann, sind die tragenden Säulen der U-Bahn-Ebene quietschgelb gefliest und fensterartig miteinander verbunden. Naja, wenn’s mal wieder modern wird, dann ist es halt schon da.

    Jungfernstieg U-Bahnhof

    Kaltes Neonlicht, leuchtendes Gelb, im minutentakt einfahrende Züge – das ist der U-Bahnhof Jungfernstieg.

    Rolltreppen im U-Bahnhof Jungfernstieg

    Hamburgs Unterwelt fotografieren – der Bahnhof Jungfernstieg geht über drei Ebenen.

    Hamburg Jungfernstieg mit rot-weißen Alsterdampfern auf der Binnenalster

    An der frischen Luft sieht es am Jungfernstieg ganz anders aus. Typisch für die Hamburger Binnenalster: die rot-weißen Alsterdampfer. Hast du den Eingang vom Bahnhof mit seinem blauen U auf diesem Bild schon entdeckt?

    Meßberg (U1)

    Dass der U-Bahnhof Meßberg Anfang der Sechziger fertiggestellt wurde, sieht man ihm an. Der Bahnhof liegt teilweise unter dem UNESCO-Weltkulturerbe Speicherstadt und Kontorhausviertel und passt so gar nicht zu den historischen Gebäuden, die von hier aus fußläufig zu erreichen sind.  Stumpfe, gelb- bis erdfarbige Kacheln zieren die Wände dieses Bahnhofs der Linie U1, die mittleren Säulen ragen pilzartig an die Decke. Wer’s mag…

    U Bahnstation Messberg, Hamburg

    Wer auf Gelb- und Erdtöne steht, ist im U-Bahnhof Meßberg genau richtig. Wer nicht, nicht! Macht nix – die Rolltreppe hoch, dann links rum, warten Speicherstadt und Kontorhausviertel als UNESCO-Weltkulturerbe auf die zahlreichen Hamburg-Touristen. Spätestens dort werden die Fotoapparate gezückt…

    Messberg

    Wasserschloss Hamburg zur blauen Stunde. Fotograf war Florian Läufer aus Hamburg

    Das Wasserschloss in der Hamburger Speicherstadt gilt als das meist fotografierte Motiv der (meiner!) Hansestadt. Von der Brücke gegenüber lässt sich dieser Klassiker fotografieren. In der Dämmerung stehen hier die Fotografen wie an einer Perlenkette aufgereiht.

    Treppenhaus Sprinkenhof. Foto: Florian Läufer

    Super interessant: die Treppenhäuser im Kontorhausviertel. Dieses Bild ist im Sprinkenhof entstanden, wo es noch einen der wenigen Paternoster Hamburgs gibt. Übrigens, einen eigenen Blogbeitrag mit Hamburgs schönsten Treppenhäusern habe ich hier veröffentlicht: KLICK

    Wartenau (U1)

    Durch den U-Bahntunnel der Station Wartenau bin ich seit meiner Kindheit tausende Male gefahren – aber niemals ausgestiegen! Irgendwie ist das für mich ein Bahnhof zwischen zwei Welten: In Wandsbek aufgewachsen (und eingestiegen) hat es mich immer in die Hamburger City gezogen. Erst jetzt, als ich „sehend“ durch den Tunnel fuhr, sind mir die sattroten Fliesen aufgefallen. Kurz mal gegoogelt: Die sind tatsächlich erst 2008 angebracht worden. Die letzten 12 Jahre muss ich also im Blindflug durch den Bahnhof gefahren sein…

    Red rules! U-Bahn Wartenau

    Red rules! Mich macht die Kombination aus Schwarz, Weiß & Rot total an.

    Überseequartier (U4)

    Kommen wir zu den neueren Hamburger U-Bahnhöfen der Linie U4. Erste Station vom Jungfernstieg kommend hält die Bahn am Überseequartier. Knapp 20 Meter liegt der U-Bahnhof mit seinen acht Metern Deckenhöhe unter dem Geländeniveau. Eingeweiht wurde die blau geflieste Bahnstation 2012. Mann muss das Überseequartier als Gesamtkunstwerk betrachten. Die Fliesen sollen an Unterwasserwelten erinnern und ihre Farbe dunkelt mit der Tiefe immer weiter ab. Die silberne Decke imitiert (genauer: soll imitieren) die Wasseroberfläche, aus diversen Lautsprechern klingen Meeresrauschen und andere maritime Geräusche.

    Vogelperspektive U-Bahn Überseequartier

    Blau gemacht – das Überseequartier soll einer Unterwasserwelt nachempfunden sein. Damit man’s glaubt, wird über Lautsprecher Meeresrauschen eingespielt.

    Blick in den U-Bahnhof Überseequartier

    Das Überseequartier habe ich 2015 in der Nacht fotografiert. Als der (strunzbesoffene) Typ am Fahrplan mich bemerkt hat, begann er damit, mich zu bepöbeln und schwankte die Treppen hoch. Oha, schnell weg mit der teuren Kameraausrüstung..!

    Hafencity Universität (U4)

    Mein absolutes Highlight: Der U-Bahnhof Hafencity Universität, welcher ebenfalls 2012 eröffnet wurde. Der 200 Meter lange und ganze 10 Meter hohe U-Bahnhof entstand aus Entwürfen einer Gemeinschaftsarbeit von Architekten, Lichtplanern und Industriedesignern. Beleuchtet wird der Bahnsteig von 12 je sechs Tonnen schweren Lichtcontainern, die (jetzt kommt’s!) über die Abmessungen eines 20 Fuß-Schiffscontainer verfügen. Und es geht weiter: Die Beleuchtung wechselt in regelmäßigen Abständen ihre Farbe und wird von den dunklen Metallplatten der Wände reflektiert. Ich sag’s mal ganz salopp: Sieht schon sehr geil aus!

    U-Bahnstation Hafencity Universität. Fotografiert für ein freies Projekt des Fotografen Florian Läufer

    No words needed. Ich liebe diesen U-Bahnhof mit seinen Lichtcontainern!

    Illumination der U-Bahnstation Hafencity Universität in Hamburg

    Elbbrücken (U4 & S-Bahn)

    Der neueste Coup des Hamburger Verkehrsverbundes HVV (und der der Deutschen Bundesbahn) ist der U- und S-Bahnhof Elbbrücken. Der wurde 2018 mit einer bombastischen Lightshow eingeweiht und: war im Februar 2020 erstmalig von einer Sturmflut betroffen. Die Stationseingänge liefen voll, das Wasser unterspülte die Gehwege, sodass die Station im Akutfall nicht mehr betreten werden durfte. Wir Hamburger sind Kummer gewohnt – ist ja nur’n büschen Wasser! Rund um den Bahnhof Elbbrücken wird weiterhin am Ausbau der Hafencity gefeilt und gebaut und man sieht aktuell noch mehr Bau- als Schiffskrähne. Auch das ist irgendwann fertig, der Bahnhof ist jedenfalls schonmal futuristisch-schick geworden. Von mir gibt’s ein Like!

    Einfahrt eines Zuges in den Bahnhof Elbbrücken

    Man will ja nicht meckern, aber die Scheiben könnten mal wieder geputzt werden.

    U-Bahn Elbbrücken während der blauen Stunde fotografiert

    Rechts ist ein Baukran zu sehen, außerhalb des Bildes stehen ein Dutzend weitere. Irgendwann, irgendwann wird aber auch die Hafencity fertig sein! 

    Langzeitbelichtung zur blauen Stunde am Bahnhof Elbbruecken. Fotograf: Florian Läufer

    „Zuuu-rück-bleiben, bitteeee! Die S31 fährt ein…!“

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  • Jahresrückblick – meine Lieblingsmomente 2019

    Jahresrückblick – meine Lieblingsmomente 2019

    Zurücklehnen, durchschnaufen, Füße hochlegen – das Jahr 2019 geht in den Ruhestand, während 2020 vor der Tür schon mit den Füßen scharrt. Denn das weiß ich jetzt schon: Das neue Jahr trägt einen Sack voller Überraschungen, Herausforderungen und tollen Projekten auf dem Rücken. Doch so weit sind wir noch nicht! Zeit, mit einem Glühwein in der Hand und dem Blick in den knisternden Kamin Rückschau zu halten. (Na gut, ich habe gerade etwas dick aufgetragen: Fernwärme statt Kamin und Kräutertee statt Glühwein. Hauptsache gemütlich!) In den letzten 12 Monaten ist unfassbar viel geschehen. Und zwar zum allergrößten Teil Positives, sodass ich sehr zufrieden zurückblicke. Lust auf ein fotografisches Resümee? Voilá, dies war mein Jahr 2019 beim Blick durch den Kamerasucher:

    Typen mit Tattoos

    Ach, der Januar… Der ist nicht nur eisig kalt und grau, als Fotograf hast Du meistens auch nicht allzu viel zu tun. Klar, Hochzeiten, Gartenpartys, Outdoorshootings, Konfirmationen, und, und, und finden selten bei drei Grad Minus statt. Ich nutze die kalte Jahreszeit immer sehr gerne für freie Arbeiten, für die später im Jahr kaum noch Zeit bleibt. Also kreative Projekte, in denen ich eigene Ideen umsetzen kann. Ich mag diese Arbeiten. An ihnen klebt Blut. Herzblut! Ein absolutes Wanna Do war seit langer Zeit die Serie mit den düsteren Männerportraits: Starke Typen in schwarzweiß und mit viel Farbe auf der Haut. „Typen mit Tattoos“ habe ich das Projekt genannt und später auf meiner Webseite in einem Blogbeitrag gezeigt. Man darf es so sagen: Das Ding ging durch die Decke! Ich habe sehr, sehr viele begeisterte Rückmeldungen zu der Bilderstrecke bekommen. Ich fürchte, es wird diesen Winter einen zweiten Teil geben… Freiwillige vor!

    Die Serie mit den düsteren Männerportraits kam sehr gut an. Andreas, der hier seinen Hund auf dem Arm trägt, findest du weiter unten nochmal bei den Hochzeitsfotos – in Farbe. 

    Februar-Hochzeiten

    Im Februar standen bereits die ersten Hochzeitsreportagen im Terminkalender. Samantha & Christoph gaben sich in Lüneburg das Jawort und feierten im Anschluss ein rauschendes Fest (und das war es tatsächlich!) auf Gut Bardenhagen. Schon beim ersten Kennenlerntreffen merkten wir schnell: das passt! So ein sympathisches und natürliches Paar! Die Familien und Freunde genauso! Alle zusammen machten es mir leicht, die tollen Stimmungen des Tages einzufangen. Und: Wenn bei einer Winterhochzeit im Februar gut 20 Grad und Sonnenschein herrschen, dann ist das ein Zeichen! 

    Getting Ready für die Trauung in Lüneburg.

    Warum?

    Herrliche Kulisse zum Heiraten: der Lüneburger Wasserturm.

    Trauringe in der hand des Hochzeitspaares

    Lasst es raus! Samantha & Christoph – ein tolles Paar, zu dem ich noch immer Kontakt habe.

    Die Trauung von Katharina & Matthias war ebenso herzlich, aber rund 20 Grad kühler. Brrr…! Der Wetterdienst sprach von Sibirienkälte an diesem Wochenende. Egal, gefeiert wird in gewärmter Atmosphäre an (Zum Alten Lotsenhaus) und auf (Schiffsbarkasse) der Elbe. Was mir ewig in Erinnerung bleibt: Katharina & Matthias kamen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu ihrer eigenen Hochzeit!

    Es war kalt. Sehr, sehr kalt!

    Internorga Hamburg 2019

    Im März habe ich wieder einmal für das Grill-Kontor Hamburg als Eventfotograf auf der Internorga-Messe fotografiert. Das ist immerhin DIE Leitmesse für Gastronomie und dem Außer-Haus-Markt. Der Grill- & BBQ-Cuort präsentiert sich unter der Schirmherrschaft vom Grill-Kontor-Gründer Dirk Alberts auf dem Freigelände. Und da war ordentlich was los! Tagsüber Live-Grillen, abends tanzen, trinken und talken. Mittendrin: der Florian mit seiner Knipskiste! 

    Auf dem Grill & BBQ Court war Feuer im Spiel.

    Lagerfeuerstimmung – Heute ein König!

    Fotografieren nördlich des Polarkreises

    Deutlich ruhiger (und dennoch anstrengender) ging es dann bei meinem zweiten freien Projekt zu, das ich wieder einmal mit meinem Landschaftsfotografen-Freund Holger Kröger verwirklicht habe. Die norwegischen Lofoten nördlich des Polarkreises standen auf unserer Bucket List, die wir sehr erfolgreich mit Häkchen versehen konnten. Ja, es war teilweise eine echte Plackerei und wir mussten uns ordentlich abmühen, unsere Wunschfotos in den Kasten zu bekommen. Aber es hat sich gelohnt! Unser Mantra bei dieser Tour: „Alles fürs Foto!“ 

    (Pssst…, nicht weitersagen: Im kommenden März werden wir wieder mit dem Fallschirm auf einer eiskalten, stürmischen und ungemütlichen Inselgruppe abgeworfen. Hilfeee! Mir ist jetzt schon mulmig…)

    Alles klar, Holger?

    „Sind deine Bilder nicht gut genug, warst du nicht nah genug dran!“ (Zitat: Robert Capa) Mag sein, hier war mir trotzdem nicht ganz wohl in meiner durchnässten Haut.

    Fotobox mit Fun-Garantie

    Bevor dann die Hochzeitssaison im April losging, stand ein weiteres Projekt auf dem Plan. Meine Fotobox sollte in Heimarbeit entstehen. Sie entstand auch, ja. Ich bin sogar mega zufrieden mit dem Ergebnis. Und der teure Industriedrucker liefert zuverlässige Sofortausdrucke in Profiqualität auf jeder Hochzeit. Nur: Hätte mir jemand vorher gesagt, dass die Locations teilweise darauf bestehen, dass die Box noch in der Nacht abgebaut werden muss, hätte ich die Idee gleich unter „mussichnichthaben“ gebucht. Man muss sich das so vorstellen: Ich begleite ein Hochzeitspaar von morgens oder mittags an mit dem Fotoapparat, um eine komplette Hochzeitsreportage zu fotografieren. Bedeutet: Selbst das Aufbauen der Fotobox geht nicht, da ich ja das Paar fotografiere und begleite. Das ist aber noch das kleinste Problem, denn hier springen meine wunderbaren Kinder (die ja auch schon erwachsen sind) ein. Wenn ich dann aber nach zehn, zwölf oder fünfzehn Stunden gegen Mitternacht Feierabend mache und mir der Wirt mitteilt, dass ich die Box gegen drei Uhr (oder so) noch abbauen muss, dann… Aaargh! (O-Ton: „Ick will dat Ding hier morgen früh nicht mehr rumstehen haben!“) Ach, lassen wir das! An dieser Stelle muss ich 2020 noch ein bisschen an den Optimierungsschrauben drehen. Anstrengend, sich nach solchen Arbeitstagen noch ein paar Stündchen wachzuhalten, um die Box in der Morgendämmerung abzuholen…

    Meine Fotobox entstand in mühevollen Bastelstunden in meinem kleinen Keller. Ganz schick geworden, oder?

    Kabelsalat – was du hier siehst, ist alles in der Box verbaut.

    Auf den Hochzeitsfeiern hat die Fotobox für ordentlich Spaß gesorgt.

    Print ist King

    Noch ein Projekt, so ganz nebenbei: der Angelführer vom Tourismusverband Seenland Oder-Spree. Zum Tourismusverband verbindet mich inzwischen eine mehrjährige Kooperation, die ich sehr mag. Also so richtig! Mehrmals im Jahr organisieren die Super-Mädels (anders kann man das dynamische Team ob ihrer Ideen- und Energievielfalt nicht nennen) zwei bis viertägige Fotoshootings mit mir, um touristische Orte und Freizeitangebote ins beste Licht zu rücken. Für 2019 hatten sie sich in Zusammenarbeit mit dem Landkreis einen Angelführer vorgenommen, der die Brandenburger Region als Anglerdestination schmackhaft machen soll. „Broschüre“ haben sie das Druckwerk genannt. Wenn ich korrigieren darf: Buch! Es ist mit 172 Seiten (!) ein Buch geworden. Hier hatte ich gleich mehrfach meine Finger im Spiel: Als gelernter Redakteur habe ich die textlichen Inhalte zum Thema Angeln geliefert und an insgesamt acht Shooting-Tagen die Fotografien für diesen kostenlosen (Ja, umsonst! Für umme! Kosta gar nix!) Informationsbrocken geliefert. Haben wollen? Hier kannst du dir ein kostenloses Exemplar bestellen: KLICK

    Das ist bisher mein fotografischer Auftrag für den Tourismusverband gewesen: Stimmungen aus Brandenburg für diverse touristische Produkte, Flyer, Webseiten, Titelbilder etc. einfangen. 

    In diesem Jahr ging es dann eher um Angelfotos. Auch schön, gell? 

    Und dies war 2019 mein Auftrag: Angelgewässer vorstellen, um Angler aus ganz Deutschland auf die Region neugierig zu machen. Dieses Foto wurde später als Titelfoto für die 172 Seiten starke Broschüre ausgewählt.

    Flo im Flow

    Ab jetzt läuteten die Hochzeitsglocken für mich. Und zwar jedes Wochenende, teilweise mehrfach. Eine unglaublich intensive Phase, die dich nach kurzer Zeit in einen Flow bringt. So sahen meine Monate April bis September aus: Am Freitag und/oder Samstag begleite ich die Hochzeitspaare zwischen fünf und fünfzehn Stunden bei ihren standesamtlichen, kirchlichen und freien Trauungen mit dem Fotoapparat. Sonntag schalte ich einen Gang runter und sichte, ordne, präpariere die 2.000 bis 4.000 Bilder für die Bildbearbeitung, die ich ab Montag beginne. Jetzt treffe ich mich auch nochmal mit den Paaren des kommenden Wochenendes, um mich abzustimmen und alle Orte und Locations gemeinsam zu besichtigen, mögliche Fotospots zu besprechen und die Paarshootings zu planen. Meistens ist bis spätestens Donnerstag die gesamte Bildbearbeitung erledigt, sodass ab Freitag das nächste Wochenende beginnen kann. Und weißt du was? Ich liebe das! In diesem Zeitabschnitt lebe und atme ich Hochzeiten. Du hast immer mit gut gelaunten Menschen zu tun, die sich wochenlang auf diesen Tag freuen, vorbereiten, basteln, organisieren, machen, tun. Alle sind rausgeputzt, halten tolle Reden, spielen Hochzeitsspiele und feiern ausgelassen. Und ich darf das alles fotografieren – toll! 

    Getting Ready – die Verwandlung der Braut begleite ich sehr gerne mit dem Fotoapparat.

    Direkt nach der Trauung: Leichter Nieselregen setzt ein. Der guten Stimmung ist das (noch) nicht abträglich. Dass daraus pünktlich zum Brautpaar-Shooting ein kräftiges Gewitter wird, hat zu diesem Zeitpunkt niemand geahnt. Scrolle ein paar Bilder nach unten, dann weißt du, was ich meine…

    Papa freut sich riesig!

    Viele emotionale Momente durfte ich 2019 festhalten. Hier hat die hochschwangere Alina zur Überraschung der Hochzeitsgesellschaft ihrem Schatz ein A-Capella-Lied gesungen. Da wurde so manches Auge feucht.

    Das klassische Gruppenfoto ist obligatorisch. Die Gäste der standesamtlichen Trauung von Carrie und Mirco waren prima drauf und offen für eine Variante mit dem rot-weißen Bulli. Super!

    Wolkenbruch! Das Brautpaar-Shooting von Wiebke & Philipp mussten wir abbrechen, holten es aber einige Tage später nach. 

    Andrea & Jakob feierten eine ländliche Zelthochzeit und waren sooo mega entspannt an ihrem großen Tag. 

    Das Paarshooting von Tanja & Marco war für den Nachmittag geplant, aufgrund von Verzögerungen konnten wir aber erst in der Dämmerung loslegen. Dadurch sind Fotos mit ganz eigener Stimmung rund ums Dockland im Hamburger Hafen entstanden.

    Super Team: Marie & Moritz! Die Beiden ließen sich in einer Scheune trauen und feierten eine tolle Party. 

    Ich mag es sehr, wenn in die Paarfotos Elemente aus Hobby, Beruf oder Wohnort einfließen. Welches Hobby Katharina und Max verbindet, muss hier nicht gefragt werden.

    Carrie & Mirco nach ihrer standesamtlichen Trauung in Bad Bramstedt.

    Als abends die letzten Sonnenstrahlen unter der Brücke hindurchschienen, entführte ich Katja & Dirk für ein schnelles Foto nach draußen. Danach ging die fette Party im Vierländer Landhaus weiter.

    Bis über beide Ohren verliebt, super sympathisch und sehr, sehr feierwütig: Karolin & Henning.

    Anja & Raffael heirateten in einer kleinen Dorfkirche und ließen es im Schulauer Fährhaus später richtig krachen.

    An Nicola & Florian denke ich gerne zurück. Die Zwei sind absolute LARP-Fans (Live Action Role Playing) und es war klar, dass so einige Utensilien aus dem Hobby in die Hochzeitsfotos einfließen sollen. Sogar Rauchbomben organisierte ich für das Shooting. Und abends? Party Hard!

    Katharina & Hagen mit ihrem Hochzeitsauto, dem Heidebulli. Später folgte eine chillig-schöne Gartenhochzeitsparty.

    Emmelin & Andreas beim After Wedding Shooting. Die freie Trauung der Beiden war der Hammer!

    Maxime & Patrick feierten an der Außenmühle in Harburg. Uns ist es gelungen, sehr natürliche Hochzeitsfotos umzusetzen.

    Keine 300 Meter von diesem Ponton im Hamburger Hafen entfernt, wohnen Meike & Daniel direkt auf St. Pauli. Klar, dass wir hier die Paarfotos realisierten.

    Der Eröffnungstanz ist auf jeder Hochzeit ein besonderer Schlüsselmoment. Danach geht es meist sehr ausgelassen zu. 

    Der Lichtstern ist kein Zufall. Für solche Fotos „verstecke“ ich mehrere Blitzgeräte im Raum, die über die Kamera gesteuert werden.

    Let’s Dance!

    Der offizielle Part ist beendet, die Party beginnt! Ab jetzt entstehen die coolsten Fotos…

    Was Mineralwasser mit Partygästen so alles anrichtet…

    Häufig sagen mir Hochzeitspaare, dass abends bei der Party die Gäste („Onkel Klaus hat doch auch eine gute Kamera!“) ein paar Fotos schießen werden und ich zur späten Stunde nicht mehr als Fotograf benötigt werde. Die Wahrheit ist vielschichtig: Meistens hat zu später Stunde niemand mehr richtig Lust zum Fotografieren, sondern möchte feiern, feiern, feiern (und trinken). Und: Für gute Partyfotos ist gleichzeitig das meiste fotografische Können und gutes Equipment nötig, um die Dynamik bildlich darzustellen. Ich kombiniere häufig mehrere Aufnahmetechniken und „verstecke“ bis zu drei Blitzgeräte um die Tanzfläche herum, um pfiffige Fotos zu erhalten. Ob das Onkel Klaus auch so hinbekommt..?

    „Dragged Shutter“ nennt sich die Aufnahmetechnik, bei der Personen und Umgebung scharf und gleichzeitig unscharf abgebildet werden. Das beherrscht nicht jeder.

    Die Farbe Lila

    Im August setze ich unter der Woche teils alleine, teils mit Holger (der von den Lofoten) noch eine weitere Fotoidee um. Die Heide blüht und wir wollen es fotografieren! Im Jahr zuvor blieb die Heideblüte aufgrund des Hitzesommers fast gänzlich aus. Damals guckten wir in die Röhre. Dafür galt 2019 als sehr intensives Jahr und das Blütenbarometer zeigte nur in eine Richtung: nach Lila! Uns hat’s gefreut, schließlich konnten wir so einige Wunschfotos umsetzen, die im Jahr zuvor leider ausfielen. Glück muss man haben!

    Heide fotografieren - Panorama vom Totengrund im Morgennebel

    Holger hat schon erste Bilder im Kasten.

    Relax!

    Im September kam dann nochmal der Tourismusverband ins Spiel – ein Gemeinschaftsprojekt mit Polen. Dem geneigten Kurzurlauber sollen Tagesausflüge von Brandenburg aus ins Nachbarland schmackhaft gemacht werden. Nun ja, weil das am besten mit aussagekräftigen Fotos geht, tourten wir (die Super-Mädels und ich) also als eingespieltes Team einige Tage durch Polen und hielten Sehenswürdigkeiten, Landschaften und Ausflugsziele mit unseren Models fest. Man kommt schon rum als Fotograf.

    So schön ist Polen morgens um 8 Uhr! Wer möchte hier nicht unter dem Baumstamm hindurch paddeln? 

    Eine alte Mühle im grenznahen Raum in Polen.

    Trotzdem war jetzt die Zeit gekommen, mal wieder die Seele baumeln zu lassen. Ich steige kurzerhand ins Flugzeug. Abwurfort: Spanien. Eine Woche mit Karl-Heinz (der heißt wirklich so) auf einem sechs Meter langen Boot den Rio Ebro herunterfahren. Angeln, rasieren am Flussufer, einfaches Essen auf dem Gaskocher zubereiten, schlafen unter freiem Himmel. Außerdem: Fotografieren, klar! Die Tage haben es eilig und schon bald sitze ich wieder im Flieger auf dem Weg zurück nach Hamburg. Jahresendspurt! 

    Katalonien kämpft für seine Unabhängigkeit. Wir waren es in dieser Woche, die wir wie Zigeuner auf dem kleinen Boot am Rio Ebro verbrachten – ein Traum!

    Einfach essen heißt nicht automatisch schlecht essen. Denn: In der Not schmecken die Scampis auch ohne Beilage! Yammi!

    Hochzeitsmesse

    Die Hausmesse des Hochzeits- und Festmodenausstatters Laue in Tellingstedt öffnete seine Tore und war noch größer, noch besser und noch besser besucht als im Vorjahr. Ich hielt wieder das Highlight des Abends, die Hochzeitsmodenschau, fotografisch fest und sicherte viele weitere Momente dieser tollen Veranstaltung auf meinen Speicherkarten. Von Miss Germany auf dem Catwalk, über Workshops zum Thema Hochzeit und Feiern bis zu unterschiedlichen Auftritten wurde hier alles gegeben. Außerdem konnte man mich auf meinem kleinen Messestand besuchen und sich über Möglichkeiten der fotografischen Hochzeitsbegleitung informieren. Der Termin für 2020 steht bereits (19. September, 17:00 bis 21:00 Uhr), ich bin wieder als Fotograf gebucht. Übrigens: Die Zahl der Eintrittskarten ist beschränkt. Wer sich eines der begehrten Tickets sichern will, sollte sich rechtzeitig registrieren. Hier gibt es zu gegebener Zeit aktuelle Infos: www.laue-festmoden.de 

    Der Fest- und Brautmodenausstatter Laue lud zur Hochzeitsmesse ein. Ich war Fotograf und Aussteller zugleich.

    Sogar Miss Germany 2019, Nadine Berneis, präsentierte exklusive Brautmode auf dem Catwalk.

    Nach der Fashionshow stand ich an meinem kleinen Messestand Rede und Antwort rund ums Thema Hochzeitsfotografie.

    Dies & Das

    In meinem kleinen Fotostudio konnte ich wieder für diverse Anbieter und Hersteller von Angel-Equipment Produktfotos der neusten Zubehörteile fotografieren, die für Marketingzwecke und Katalogpräsentationen genutzt werden. Sehr gerne mag ich ja immer diese Unterwasserfotos schießen, die natürlich nicht wirklich unter Wasser, sondern quasi neben dem Wasser produziert werden. Also: Aquariumbecken volllaufen lassen, hier ein Blitz, dort ein Blitz und schon geht das Geplansche los. Ich bin ein Spielkind, ich mag sowas.

    So sieht das fertige Foto aus und so die fertige Anzeige im Printmagazin (unten).

    Aber neben Angelködern kam auch noch eine etwas ungewöhnliche Anfrage rein: Stühle fotografieren. Bitte was? Bei genauer Betrachtung wurde ein Schuh draus, denn ein kleiner Importeur wollte Gamerstühle ins rechte Licht rücken. Neben klassischen schattenfrei ausgeleuchteten Produktfotos sollten auch Bilder entstehen, die den Zocker geradezu einladen, Platz zu nehmen und das nächste Spiel zu starten. Was herausgekommen ist, siehst du hier. 

    Produktfotografie im Studio.

    Nun mal ehrlich: Hier kann man sich doch eine durchgezockte Nacht vorstellen, oder?

    Britt fand ich auch super! Die Fitness-, Tanz- und Pilates-Trainerin engagierte mich, um in ihrem Seminarraum aussagekräftige Fotos für ihren Internet-Auftritt zu erstellen. Drei mutige Kursteilnehmerinnen wurden als Models verpflichtet und „durften“ schweißtreibende Übungen für die Kamera nachstellen. Haben sie gut gemacht! Mir gefallen solche fotografischen Aufgaben, bei denen ich mich in berufliche, sportliche oder handwerkliche Abläufe eindenken muss, um diese bildlich darzustellen. Würde ich gerne häufiger machen, leider ist die Nachfrage nur sporadisch vorhanden. Sprich mich also gerne an, falls du ebenfalls deinen Webauftritt verbessern oder anderweitiges Präsentationsmaterial mit meinen Fotografien aufwerten möchtest.

    Pilates-Trainerin Britt Worofsky in ihrem Seminarraum.

    Und ich liebe es, die kleinen Babys und Newborns zu fotografieren, Pferde und Hunde sowieso. Hier ist es die Unberechenbarkeit, die mich reizt. Planen kannst du bei diesen Shootings nichts und musst es so nehmen, wie es kommt. Geduld ist der Schlüssel zum Fotoerfolg! 

    Die kleinen Newborns fotografiere ich sehr gerne, habe es 2019 aber viel zu selten gemacht. 

    War mal wieder was anderes: ein Hundeportrait.

    Sony – der Game Changer 2020

    Nun ist das Jahr fast vorbei und hält mich nochmal richtig in Atem. Die letzte Hochzeit fotografiere ich wenige Tage vor Weihnachten und drücke schon jetzt ganz fest die inzwischen blau angelaufenen Daumen, dass das Wetter mitspielt. Es wird gleichzeitig meine letzte fotografische Begleitung mit Canon-Equipment sein. Ich bin das Gegenteil eines Technik-Freaks – obwohl das Fotografieren doch eine so technische Tätigkeit ist. Meine feste Überzeugung ist, dass der Mensch hinter der Kamera, der das Bild mit Herz und Verstand macht, einen viel größeren Einfluss auf die emotionale Wirkung eines Fotos hat, als Bits, Bytes und Blende. Einerseits. Andererseits, und das darf man nicht kleinreden, benötige ich bestimmte technische Mindestvoraussetzungen, um meine Ideen kreativ gestalten zu können. Und das auch bei ungünstigen Rahmenbedingungen und Lichtverhältnissen. Hierbei hat mich das Equipment des (derzeitigen) Marktführers Canon in den letzten Jahren unterstützt. 

    Die gesamte Profirange des Kameraherstellers Sony auf der „Sony Pro Conference“ in Hamburg-Harvestehude. Nachdem ich das Equipment ausgiebig testen konnte, steht fest: Ab Januar 2020 wird mein Equipment von Canon auf Sony umgestellt.

    Leider haben es die japanischen Techniker verpasst, innovative Game Changer auf den Markt zu bringen. Die Firma Sony mischt den Markt seit einiger Zeit ordentlich auf und macht durch revolutionäre Neuerungen das Fotografieren für mich einfacher und sicherer. Nachdem ich in Hamburg-Harvestehude auf die „Sony Pro Conference“ eingeladen war, ist die Entscheidung gefallen: Ab Januar 2020 werden modernste Sony-Vollformatkameras meine Canon-Spiegelreflexkameras und damit meinen gesamten Objektivpark ablösen. Eine Entscheidung, die mich viel Geld kosten, zeitgleich aber fünf Schritte nach vorne bringen wird. Warum ich dir das erzähle? Weil du als Kunde von einer noch brillanteren Bildqualität und zuverlässig scharfen Fotos in Highend-Qualität profitieren wirst. 2020 wird guuut!

    Ich bleibe weiterhin breit aufgestellt und lasse den Auslöser rattern… Jetzt ist erstmal Weihnachten, was Du, ich, hoffentlich wir alle, im Kreise lieber Menschen verbringen. Enjoy! 

     

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  • Freie Arbeit: Heide fotografieren – die Farbe Lila

    Freie Arbeit: Heide fotografieren – die Farbe Lila

    Schon im vergangenen Jahr wollte ich die blühende Heide fotografieren und machte mich mit meinem Landschaftsfotografen-Buddy Holger Kröger auf den Weg in das riesige Gebiet der Lüneburger Heide. Es gab nur ein Problem: Der Hitzesommer 2018 hatte einen Großteil der Pflanzen verdorren lassen. Riesige lilafarbene Felder mit blühenden Heidekräutern? Vergiss es! 

    Geduld ist eine Tugend. Also warteten wir auf die diesjährige Heideblüte. Nach ein wenig Location-Scouting war klar: Dieses Jahr wird’s was. Und wie! Aber: Wer die (Lüneburger) Heide fotografieren will, braucht eine Eintrittskarte. Und die heißt „Fußmarsch“. Das über 1.000 Quadratkilometer große Gebiet des Naturparks Lüneburger Heide darf nicht mit dem Auto befahren werden. Von welcher Seite man auch kommt: Einige Kilometer vor der flachwelligen Heidelandschaft muss das Auto abgestellt und die lila Pracht erwandert werden. Ein durchschnittlicher Morgen (oder Abend) unserer Fototouren bestand also aus rund 70 Kilometern Anfahrt und 10 Kilometern Marsch. 

    Sitzbank in der Lüneburger Heide zum Sonnenuntergang

    Mein erster Besuch der Lüneburger Heide war in diesem Jahr eher eine spontane Entscheidung. Wetterbericht geguckt, Sonne war versprochen, Sonnenuntergang habe ich bekommen. Ich mag dieses Foto sehr!

    Heidschnuckenstall in der Lüneburger Heide

    Ein Heidschnuckenstall in der Lüneburger Heide.

    Hier wird Heidehonig gemacht. Fotograf: Florian Läufer

    Wo kommt eigentlich der Heidehonig her? Von hier!

    Landschaftsfotograf Holger Kröger

    Holger und ich haben schon etliche Fototouren miteinander unternommen. So gut kenne ich ihn inzwischen: Wenn er diesen Blick hat, sind bereits erste gute Fotos auf die Speicherkarte gebannt. Oder, Holger?

    heideblüte in der Abenddämmerung

    Je nach Umgebungslicht variiert die Farbe der Blütenpracht. Im dämmerigen Abendlicht sieht die Heide dann so aus.

    Birken in der Abenddämmeru ng in der Fischbeker Heide

    Jetzt noch ein bisschen Nebel… Man kann nicht alles haben!

    Heide fotografieren – perfekte Bedingungen

    Was im letzten Jahr nicht blühen wollte, kommt dieses Jahr doppelt so schön zum Vorschein. Das Heideblütenbarometer zeigt ausschließlich in Richtung Lila! In diesem Jahr sind sich alle Fans der Blütenpracht einig: Es ist die schönste Blüte der letzten Jahre. Ich muss allerdings gestehen: Holger und ich sind anspruchsvoll! Am liebsten sind uns Vollblüte, Morgennebel und eine aufgehende Sonne. Wir machen schöne Fotos an den sonnigen Abenden, ja. Als aber eines Morgens die Bedingungen passen, können wir endlich unsere Wunschfotos umsetzen. Ein Traum in weichgezeichnetem Lila. Jetzt drücken wir uns selbst die Daumen, noch einen zweiten Tag mit ähnlichen Bedingungen zu erleben. Wer weiß? Mit ein wenig Glück…

    Sturm kommt auf, gleich legt das Gewitter los. Fischbeker Heide

    Ein Sturm kommt auf – die Heide ist in Bewegung. Ich war kaum zehn Minuten vor Ort, als dieses Foto entstand und fuhr keine zehn Minuten später wieder nach Hause. WOLKENBRUCH!

    Heide fotografieren mit dem Fotograf Florian Läufer

    Fotograf Florian Läufer – was er hier fotografiert, zeigt die nächste Aufnahme… (Fotocredit: Holger Kröger)

    Weitwinkelaufnahme der Heideblüte

    Weitwinkel-Aufnahme von der Heide.

    Sonnenuntergang Heideblüte

    Zum Abend kommt nochmal ein bisschen Drama in den Himmel.

    Heide fotografieren - Panorama vom Totengrund im Morgennebel

    Jaaaaa!!! So haben wir es uns gewünscht! Der Morgennebel hält sich bis ca. 8 Uhr in den Senken.

    Totengrund in der Lüneburger Heide

    Heidelandschaft im Morgennebel

    Wie eine andere Welt!

    Heide fotografieren zum Sonnenaufgang

    Eines meiner Lieblingsfotos aus der Lüneburger Heide. Übrigens: Der Verein Naturschutzpark e.V. sorgt für die Pflege und den Erhalt der Heideflächen. Mit einer Spende in Höhe von 225,- Euro bekommst Du „Deine“ Bank samt Gravurplatte in der Heidelandschaft aufgestellt – unterstützenswert! Hier geht es zu den Hütern der Heide: KLICK

    Spinnennetz im warmen Licht der aufgehenden Sonne

    Übrigens: Einige meiner Heidefotos kannst du direkt auf dieser Homepage als Highend-Druck auf Leinwand, Alu Dibond, Holz, Acrylglas oder Künstlerpapier ordern. Hier geht es direkt in die Galerien: LEINWAND-SHOP

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  • Freie Arbeit: Lofoten fotografieren im Winter (Part II)

    Freie Arbeit: Lofoten fotografieren im Winter (Part II)

    Und wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo die Sonne her!“ So geschehen auf unserem Fototrip, bei dem „Lofoten fotografieren im Winter“ auf dem Plan stand. Wenn du den ersten Teil dieses Blogs gelesen hast, dann erinnerst du dich vielleicht: Mein Buddy Holger Kröger und ich hatten offenbar ein Abo auf Sturm, Hagel, Sturm, Schnee und Sturm abgeschlossen. Meine Güte, was für ein fürchterliches Wetter! Ernsthaftes Fotografieren ist oft stundenlang nicht möglich. Wir nutzen die wenigen und kurzen Phasen, in denen die Bedingungen wenigstens nur mittelschlecht sind. Und damit ist die Abwesenheit von Niederschlag (in flüssigem, halbflüssigem und festem Aggregatzustand) gemeint. Mehr erwarten wir nicht.

    Lofoten fotografieren im Winter: Erste Zielfotos im Kasten

    Na gut, ich will hier nicht zur Litanei der ewigen Klage einstimmen. Unser absoluter Hotspot dieser Reise soll das kleine Fischerdorf Hamnøy sein. Genauer: der Blick von der Brücke auf die roten Fischerhütten – die Rorbuer – in Hamnøy. Dass wir genau fünf Mal die 60 Kilometer von unserer Unterkunft in Gravdal antreten, um endlich, endlich, endlich unsere Traumbedingungen vorzufinden? Geschenkt! Alles vergeben und vergessen! Fotografieren ist ja so: Du hast klar definierte Zielbilder im Kopf, die du an der jeweiligen Location technisch umsetzen möchtest.

    Wenn du im Studio arbeitest, ist das leicht, schließlich stellst du selbst die Lichtsituation her. Als Landschaftsfotograf hast du es hingegen mit dem Wetter zu tun und das richtet sich nunmal nicht nach dem Wetterbericht – und schon gar nicht nach deinen Wünschen. Geduld ist ein Tugend – verflixt nochmal! Machen wir es kurz: Bei den ersten vier Anläufen kauern wir ziemlich erbärmlich hinter unseren Fotoapparaten und sehnen uns bessere Bedingungen herbei – erfolglos. Lofoten fotografieren im Winter? Sei gewarnt: Das Wetter macht dich klein!

    Lofoten fotografieren im Winter: Die Kirche in Gravdal während der blauen Stunde

    Geht schlechter: Keine 50 Meter von der Kirche in Gravdal entfernt liegt unsere Unterkunft dieser Fotoreise.

    Sturm in Hamnoy

    Sturm in Hamnøy – das ist nicht ohne!

    Der Lilandstinden von Hamnoy mit Fischerboot im Sturm. So ist das beim Lofoten fotografieren im Winter!

    Verrückt, plötzlich legt dieses Fischerboot ab. Sind die denn irre?

    Festhalteeeeen!!! (Fotocredit: Holger Kröger)

    Lofoten fotografieren im Winter. Hier ein Making of in Hamnoy

    Lofoten fotografieren im Winter: Für die roten Fischerhütten in Hamnøy gibt es zwei Spots. Entweder fotografierst du oben von der Brücke oder du kletterst unten auf die Steine und nimmst einen niedrigen Kamerastandpunkt ein. Aufgrund des Sturmes ist es stellenwiese unmöglich, auf der Brücke zu stehen und du musst dich am Geländer festklammern. Fotografieren mit Stativ? Vergiss es! Unten ist es etwas erträglicher, hier werden wir aber vom Schnee überrascht. Irgendwas ist ja immer…

    Klassiker: Hamnoy in den frühen Morgenstunden

    Beim dritten oder vierten Anlauf gelingt mir diese Aufnahme im Morgenlicht. Ich bin ganz happy über das Foto – aber es ist noch nicht das, was ich im Hinterkopf hatte.

    Nun aber…

    Jetzt, beim fünften Versuch am vorletzten Tag, stimmt für eine gute Stunde alles: Blauer Himmel mit Schäfchenwolken, sporadische Sonneneinstrahlung und bewegtes Wasser an den vorgelagerten Klippen! Wir feixen wie kleine Kinder und sind es in diesem Moment vermutlich auch. Hamnøy in bestem Licht – unseren Zielfotos steht jetzt nichts mehr im Wege! Die Auslöser rattern.

    Die roten Fischerhütten von Hamnoy im besten Licht

    Hamnoy und seine berühmten Rorbuer

    Jaaaa!!! Diese Aufnahmen kommen meinem Ideal schon sehr nahe: Niedrigwasser, Wellen, tolles Licht, Drama im Himmel! *Florian glücklich*

    Lofoten fotografieren im Winter – Sturm auf Sakrisøy

    Gleich hinter der Brücke von Hamnøy liegt die winzige Insel Sakrisøy mit ihren gelben Stelzenhütten. Man darf es so sagen: Bunt können die Norweger! Hier sind farbig angepinselten Häuser vermutlich halb Tradition, halb Intuition – man weiß, was Touristen aus aller Herren Länder lieben und sehen wollen. Wieso, weshalb, warum ist uns egal. Die knallgelbe Rorbuer-Front vor dem 675 Meter in die Höhe ragenden Olstinden ist der Hammer! Und das Beste daran: Der vorgelagerte Flachwasserbereich, der durch das satte Türkis fast schon karibisch anmutet.

    Das weiß jeder Fotograf: Perspektive ist alles! Wir klettern auf den gegenüberliegenden Berg. Hier erleben wir beim ersten Besuch den stärksten Sturm unseres Aufenthalts. An einem Strommast klammern wir uns während der Spitzenstärken von 150 km/h Windgeschwindigkeit fest. Ich habe Angst um mich und meine Ausrüstung, finde es aber irgendwie auch ganz cool hier oben. Ich frage mich: „Warum? Warum tust du das hier?“ Und dann ist mit der nächsten Frage alles geklärt: „Warum nicht?“ 

    Die kleine Insel Sakrisoy auf den Lofoten mit den gelben Fischerhütten

    Die kleine Insel Sakrisøy mit ihren gelben Fischerhütten. Dieses Foto entstand vom gegenüberliegenden Berg. Ich war an diesem Tag schon dreimal hinaufgeklettert, war aber nie ganz zufrieden mit dem Licht. Als sich am Abend für wenige Minuten die Wolkendecke hinter dem Olstinden lichtete, kletterte ich ein viertes Mal hinauf. Es hat sich gelohnt!

    Gelbe Fischerhütte vor dem Olstinden

    Die kleine gelbe Hütte vor dem Olstinden. Dieses Motiv ist ein Klassiker und findet sich in jedem Portfolio von Landschaftsfotografen, die auf den Lofoten fotografiert haben. 

    Sakrisoy im besten Licht fotografiert

    Gelbe Rorbuer auf der kleinen Insel Sakrisoy

    Sonnenschein und blauer Himmel über den gelben Fischerhütten auf Sakrisøy. Solche Bedingungen haben wir während unseres Acht-Tage-Trips insgesamt für etwa acht Stunden.

    Weiße Fischerhütten Lofoten

    Sag nie wieder „Fischkopp“ zu einem Hamburger!

    Egal, wo du dich auf den Lofoten aufhältst, der Stockfisch ist allgegenwärtig. Schon seit Hunderten von Jahren hängt der Kabeljau – der hier Skrei genannt wird – in salziger Küstenluft an den Holzgestellen. Während der mehrwöchigen Trocknungsphase wird der Fisch haltbar gemacht. Kopf und Innereien sind üblicherweise entfernt, die Flanken paarweise an den Schwanzflossen zusammengebunden und dann an den Gestellen (norwegisch: Stokk) aufgehängt. So weit, so duftig. 

    Auffällig ist, dass geschätzt 75% der Holzgestelle ausschließlich mit Kabeljauköpfen bestückt sind. Ein Anblick wie in der Fisch-Geisterbahn. Holger und ich können uns beim besten Willen nicht vorstellen, was man mit Millionen (!) dieser Köppe anfangen soll/will/muss. Dass die Zunge des Skrei eine Delikatesse ist, wissen wir. Aber der fleischarme Schädel? Google gibt die Antwort: Afrikaner werfen ihn in den Suppentopf! Knapp zwei Cent wird pro Kopf bezahlt, dann gehen sie in Containern nach Westafrika. Unter uns: Ich weiß nicht, was ich darüber denken soll. Ist die Fischkopfsuppe tatsächlich eine Delikatesse in Nigeria, wie es hier erzählt wird? Oder wird aus der Not eine Tugend gemacht und es handelt sich um eine weitere post-kolonialistische Benachteiligung des ohnehin schon ausgebeuteten Kontinents? Würden die nicht auch lieber Fischfilets als Fischköpfe essen? Lassen wir das, ich möchte kein Spielverderber sein.

    Einsame Fischerhütte auf den Lofoten

    An jedem noch so kleinen Haus hängen irgendwo Fische zum Trocknen…

    Kabeljau Banknote

    Der Skrei brachte den Norwegern viel Reichtum. Bezahlt wird demnach mit „Dorsch-Dollars“. 

    Lofoten fotografieren im Winter - Trockenfisch gehört dazu

    Bleibt noch zu klären, warum man uns Hamburger so häufig als Fischköppe bezeichnet – noch nie auf den Lofoten gewesen? 

    Trockenfisch auf den Lofoten

    Ich klettere fleißig unter den Holzgestellen antlang, um pfiffige Perspektiven zu suchen. Die paar Tropfen, die von oben runterkommen, stören mich nicht. Oder doch? Meine Jacke hat hinterher tagelang nach gammelndem Fisch gestunken…

    Kabeljauköpfe Trockenfisch

    Alles dufte!

    Stop and go auf den Lofoten

    Das haben wir im Vorfeld unserer Reise mehrfach gehört: „Macht euch nicht zu eng getaktete Pläne! Ihr werdet alle 200 Meter anhalten wollen, weil ihr schon wieder ein neues Motiv gesehen habt. Die Lofoten bieten eine unerschöpfliche Anzahl spannender Fotospots!“ Jupp, das ist nicht ganz falsch – aber auch nicht ganz richtig. Denn: Schneebedeckte Berge, Eisformationen, raues Wasser und brechende Wellen sind beim Lofoten fotografieren im Winter allgegenwärtig. Und so wird der Überfluss an entsprechenden Motiven rasch beliebig.

    Bei aller Begeisterung – und das bitte ich nicht falsch zu verstehen: Mit der fünfzehnten Langzeitbelichtung von bewegtem Wasser im Vorder- und weiß bestäubten Bergketten im Hintergrund, wird es irgendwann auch mal eintönig. Man sucht sich also Highlights und starke Vordergründe. Die gibt es, keine Frage. Dennoch bin ich der Meinung, dass aus fotografischer Sicht mehr als eine Woche auf den Lofoten nicht zwingend notwendig ist.  

    Gefrorener Wasserfall auf den Lofoten

    Hier fanden wir einen kleinen vereisten Wasserfall als feinen Vordergrund.

    Knochige Bäume auf den Lofoten

    Ganz schön kalt!

    Warten auf den richtigen Moment

    Lofoten fotografieren im Winter irgendwo am Straßenrand. Keine 30 Meter hinter uns steht unser Auto. (Fotocredit: Holger Kröger)

    Graufilter-Fotografie in Norwegen

    Das Ergebnis kann sich sehen lassen, oder?

    Langzeitbelichtung mit schneebedeckten Bergen im Hintergrund

    Diese Aufnahme dokumentiert recht gut, wie schnell sich das Wetter auf den Lofoten ändert. Zwischen diesem und dem oberen Foto liegt eine gute Stunde Zeitunterschied.

    Reine im Sonnenaufgang – ein Traum!

    Die südlichste unserer Stationen ist das kleine Fischerdorf Reine, keine 4 Kilometer von Hamnøy entfernt. Den einzigen echten Sonnenaufgang, den das Wetterradar vorhersagt, verbringen wir am Reinehalsen. Von hier ist der berühmte Blick auf das winterliche Reine möglich, den man auf so vielen Postkarten wiederfindet. Der Wecker geht um 3 Uhr morgens, eineinhalb Stunden später stehen wir hinter unseren Stativen und blicken auf das noch nächtlich beleuchtete Dorf Reine. Dann kriecht nach und nach die Sonne am Horizont empor und beleuchtet mit ihrem warmen Licht die schneebedeckten Berge. Ein Traum in sattem Orange und kühlem Blau. Als Hamburger möchte ich es mal hanseatisch zurückhaltend beschreiben: Das sieht nicht schlecht aus!

    Malerischer Ausblick auf das winterliche Reine

    Der klassische Blick auf das Fischerdorf Reine mit seinen 300 Einwohnern. Noch in der Dunkelheit kommen wir an, um hier den Sonnenaufgang zu erleben.

    Making of "Lofoten fotografieren im Winter": Reine kurz vor Sonnenaufgang

    Es dämmert…

    reine kurz vor dem Sonnenaufgang

    Sonnenaufgang Reinehalsen

    Und dann treffen die ersten warmen Strahlen der aufgehenden Sonne auf Hütten und Berge. It’s a kind of magic!

    Der berühmte Steg in Reine

    Bis zum Mittag haben wir an diesem Tag Sonnenschein, dann verschlechtert sich das Wetter rapide. Egal, es ist eh höchste Zeit für den Heimflug.

    Die besten Zimtrollen der Welt!

    Bleiben wir bei unser norddeutschen Mundart, die sich vor allem durch Reduzierung ausdrückt: Alles was über ein breit gezogenes „Moooin!“ hinausgeht, gilt ja schon als palavert. So darf dieser Blogbeitrag gerne als Roman angesehen werden. Um es nicht ausufern zu lassen, sind hier die weiteren Eckpunkte unserer achttägigen Fotoreise auf die Lofoten: Stromausfall, Schneehühner, salzverkrustete Kameras, drei Tage Spaghetti Bolognese, fünf Tage Schokoriegel, keine Polarlichter, zerbrochene Filter, kalte Füße, kalte Hände, kalte Nasen, Sitzdusche, fahruntüchtige Asiaten (viele!), die besten Zimtrollen der Welt, Teamwork, zwei Dutzend Seeadler, falscher Bus, zerstörter Stativkopf und ganz viel Fischgeruch. Hammer! 

    Das Ergebnis vom Lofoten fotografieren im Winter als Galerie-Ausstellung

    Übrigens: Die schönsten Lofoten-Fotos kannst du direkt auf dieser Homepage als Highend-Druck auf Leinwand, Alu Dibond, Holz, Acrylglas oder Künstlerpapier ordern. Hier geht es direkt in die Galerien: LEINWAND-SHOP

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  • Freie Arbeit: Lofoten fotografieren im Winter (Part I)

    Freie Arbeit: Lofoten fotografieren im Winter (Part I)

    Wenn du im Winter nach Norwegen fliegst, weil du rund 200 Kilometer oberhalb des Polarkreises die Lofoten fotografieren willst, denkst du an: die große Kälte! Na gut, und an Stockfisch, Polarlicht und raue See. Daran dachten wir auch, als mein Landschaftsfotografen-Buddy Holger Kröger und ich diese Tour ins Auge fassten. Weil sich Natur aber nicht ausrechnen lässt, kam dann doch vieles anders als gedacht. 

    Zunächst einmal: Die große Kälte blieb aus. Dafür kam die kleine Kälte – und die hatte es in sich! Unsere niedrigste Temperaturmessung ergab -6 Grad Celsius. Geht, oder? Gleichzeitig mussten wir aber die höchstmögliche Windstärke von über 12 Bft einstecken. (Wir erinnern uns: Ein gutes Stück südlich von uns havarierte während unserer Reise das Kreuzfahrtschiff Viking Sky, geriet in Seenot und die Weltpresse berichtete darüber.) In Kombination sind Orkan und leichte Minusgrade ganz schön Aua! An den Fingern, klar. Ganz besonders aber im Gesicht, wenn mit 150 km/h die Hagelkörner wie Nägel in die Haut einschlagen – so gewesen! Aber hey, mit uns scheint irgendwas nicht zu stimmen: Wir lieben das! 

    Fangen wir von vorne an: Die Lofoten sind Teil einer bergigen Inselgruppe vor der Küste Nordnorwegens, die aus rund 80 Inseln besteht. Im Winter sind die markant spitz zulaufenden Berge schneebedeckt und man kann in klaren Nächten wahre Feuerwerke leuchtend grüner Nordlichter (Aurora borealis) erleben. In den letzten Jahren hat das unter Landschaftsfotografen zu einem wahren Boom geführt, dem auch wir uns nicht entziehen konnten. Und jetzt sind wir da! 

    Dieser Fotograf lichtet gerade die Kirche in Sildpollnes ab

    Schon auf dem Hinweg kribbelt’s in den Fingern und wir müssen immer wieder aus dem Auto aussteigen, um die sagenhafte Landschaft entlang der E10 zu fotografieren.

    Lofoten fotografieren: Fischerboot und die Kirche in Vestpollen

    Was die Lofoten ausmacht, ist hier auf einem Foto vereint: schneebedeckte Berge, von kreischenden Möwen umzingelte Fischerboote und viel Wasser! Im Hintergrund ist eine Kapelle der Gemeinde Vågan auf der Halbinsel Sildpollnesset auf Vestvågøya zu sehen. (Wenn du dich fragst, wie man die norwegischen Orte und Inseln ausspricht: Ich weiß es auch nicht…)

    Bergsitzen auf den Lofoten

    Oben in den Bergen. Sieht kalt aus – ist es auch.

    Havarie der Viking Sky im März 2019

    Und dann kam der Orkan mit Windgeschwindigkeiten von bis 150 km/h, der die „Viking Sky“ vor der Küste Norwegens in ernsthafte Schwierigkeiten brachte. (Foto: Screenshot www.br.de)

    Die Kirche von Gimsøy

    Vom Flughafen Harstadt-Narvik kommend ist unser erster offizieller Fotospot die weiße Strandkirche auf der Insel Gimsøy, die bereits Achtzehnhundertund erbaut wurde. Das muss man sich mal vorstellen: Um den kräftigen Stürmen zu trotzen, ist die Kirche mit Stahlseilen gesichert! Für mich, als gebürtiger Hamburger mit gut über 1.000 verbrachten Nächten im Freien oder Zelt, sind Stürme ja nur’n büschen Wind. Eigentlich. Aber Häuser anketten muss man bei uns nicht… 

    Wir haben Glück: Als wir zum Fotografieren auf Gimsøy sind, streichelt uns eine Windstärke 5-6 Bft über die roten Wangen, die Wolken ziehen nur langsam. Gute Bedingungen aus unserer Sicht. Ich mag die trübe Stimmung des Tages, die den Bildern eine Portion Schwere gibt. An diesem unwirklichen Ort kann ich mir beides vorstellen: Eine sommerliche Trauung im Boho-Look mit Blumengirlanden, einer blonden Braut und einem vollbärtigen Bräutigam. Aber ebenso eine November-Prozession mit dem Pastor im schwarzem Talar vorweg, tiefen Glockenklängen und Sargträgern mit ernsten Mienen im kalten Herbstnebel. Mich schaudert’s. 

    Die Strandkirche bei Gimsøy ist ein beliebtes Fotomotiv auf den Lofoten

    Auflaufendes Wasser an der alten Holzkirche auf der Insel Gimsøy.

    Die Holzkirche auf Gimsøy ist mit Stahlseilen gegen Sturm gesichert

    Mit Stahlseilen ist die Kirche vor den kräftigen Stürmen auf den Lofoten gesichert.

    Kirche auf Gimsøy in Schwarzweiß

    In Schwarzweiß gefällt mir die Ausarbeitung dieses Fotos am besten.

    Grab vor der Strandkirche Gimsøy

    Haukland Beach verwirrt dich!

    Es bleibt mystisch. Eine unserer Top 3 Destinationen sind Haukland Beach und Uttakleiv, die nur durch einen Tunnel getrennt und doch so gegensätzlich sind. Haukland Beach verwirrt dich. Türkisfarbenes Wasser und ein karibisch anmutender Sandstrand erinnern an Barbados oder Bahamas. Schneidender Wind und schneebedeckte Berge holen dich aber unverzüglich in die Realität zurück: Lofoten, nicht Malediven!

    Um ehrlich zu bleiben: Mich macht Haukland aus fotografischer Sicht nicht so an. Ich weiß, dass Holger ein Fan von „Wuuusch-Bildern“ ist. (So nennt er (jetzt wir!) Fotos, auf denen Wellen durch lange Verschlusszeiten verwischt dargestellt werden.) Auf Sandstrand sieht das cool aus. Aber: Ich liebe das Drama und wünsche mir für das „Wuuusch“ eher zerklüftete Felsen. Okay, wir machen also unsere Bilder. Ganz nett, ja. Wir sind uns dennoch einig – zurückkommen wollen wir vorerst nicht. Ab durch den Tunnel nach Uttakleiv…

    Fotospot Haukland Beach auf den Lofoten in Norwegen

    Sand in Sicht! Der Strand von Haukland ist einer der wenigen Orte der Lofoten, wo du auf Sandstrand spazieren gehen kannst.

    In der untergehenden Sonne bricht ein Schneesturm am Haukland Beach herein

    Glück ist: Wenn an einem stürmischen, kalten und ungemütlichen Tag im März kurz vor dem nächsten Hagelschauer die Sonne unter der Wolkendecke herauskommt. „Wuuusch!“

    Uttakleiv – The Dragon’s Eye 

    Auf diesen „Strand“ hatte ich mich ganz besonders gefreut. Von den Gezeiten glattgespülte riesige Steine, brechende Wellen und irgendwo dazwischen: „The Dragon’s Eye“! Von vielen auch nur „Das Auge“ genannt. Dabei handelt es sich um einen fast kreisrund geformten Stein, der in einer tief ausgespülten, mit Wasser gefüllten Furche liegt und dadurch wie ein Drachenauge samt Pupille aussieht. Ein absolutes Must-have wenn du die Lofoten fotografieren willst und nur bei Niedrigwasser zu sehen. Lange suchen müssen wir nicht. Bei unserem ersten Besuch steht ein zehnköpfiger Foto-Workshop mit ebenso vielen Stativen um das Auge herum… Aaaargh! Wir lassen das Auge Auge sein, kehren aber im Verlauf unseres achttägigen Aufenthalts nochmals hierher zurück. Nun haben wir das gesamte Areal für uns und können uns mit den Fotoapparaten austoben. YIIEEHAAAH!

    Uttakleiv - Dragon's Eye. Wer die Lofoten fotografieren will, kommt um diesem Spot nicht herum

    Das berühmte „Dragon’s Eye“ am Uttakleiv Beach in Leknes. Wie lange es wohl gedauert hat, Stein und Furche glattzuspülen, um diese einmalige Komposition auszubilden? 

    Uttakleiv - ein Küstenabschnitt der Lofoten mit 1001 Möglichkeiten zum Fotografieren

    Auf dem oberen Foto ist im Hintergrund bereits diese Formation zu erkennen. Ich sach mal so: Wenn oben „Das Auge“ zu sehen ist, dann ist dies hier das Schlitzauge! 

    Uttakleiv - Langzeitbelichtung zur blauen Stunde

    Gestalterische Möglichkeiten für kreative Langzeitbelichtungen gibt es am Uttakleiv Beach noch und nöcher. Hier ist mir der große runde Stein besonders aufgefallen. Wetten, dass dein Blick auch wie ferngesteuert immer wieder dorthin gezogen wird?

    Unstad – Arctic Surf

    Und dann gibt es noch die ganz Verrückten – Wellenreiter! Der schmale Strandabschnitt bei Unstad gilt quasi als das Hawaii der Lofoten. Wer Wellenreiter ist, also ein RICHTIGER Wellenreiter, kein Mode-Wellenreiter, muss einmal im Leben die Surfzone von Unstad im Neoprenanzug er- und überlebt haben! Ich bin kein Wellenreiter. Und wenn ich die gigantische Brandung hier aus meiner muckelig-warmen Funktionsbekleidung sehe, denke ich: „Wenn mich eine Welle erwischt, bin ich tot!“ Die Typen mit den langen Brettern unter den Füßen denken vermutlich: „Wenn ich eine Welle erwische, bin ich Gott!“ Verkehrte Welt. Wir sind jedenfalls bei fiesem Wind und ordentlich Brandung hier und lassen die Auslöser unserer Kameras rattern. 

    Haus im winterlichen Unstad

    Ein kleines Haus in Unstad. Mich friert’s schon beim Ansehen des Fotos!

    Lofoten fotografieren im Winter. Hier der Fotograf Florian Läufer bei Unstad

    Gi-gan-tisch!!!

    Riesige Wellen bei Unstad in Norwegen

    Die perfekte Welle – aus Sicht eines Fotografen.

    Tosende Wellen bei unstad auf den Lofoten.

    Wellenreiter im Neoprenanzug

    Geht’s noch? Warum tut man das? Egal, meinen allergrößten Respekt haben die Waghälse, die sich in die eiskalten Wellen trauen!

    Wellenreiter bei Minusgraden am Skagsanden Beach

    Fotograf vor brechenden Wellen auf den Lofoten

    Hörst du es?

    Lofoten fotografieren – Skagsanden Beach ist unverzichtbar

    Skagsanden Beach bei Flakstad ist ein eindrucksvoller Küstenabschnitt auf den Lofoten. Wenn man Skagsanden googelt, findet man in englischer Sprache sehr treffende Wörter: iconic, scenic, imposing, amazing… Wie sagt man’s auf Deutsch? Geil! Wenn du die Lofoten fotografieren willst, hast du hier unfassbar viele Möglichkeiten, dich kreativ auszutoben. Die Bergkette im Hintergrund erinnert mich strukturell an das Vestrahorn in Island. Und auch hier, am Skagsanden Beach, kannst du mit starken Vordergründen, Spiegelungen und bewegtem Wasser („Wuuusch!“) arbeiten. Und mit Wellenreitern – denn die sind hier ebenfalls auf der Suche nach der perfekten Welle.

    Flakstad Kirche

    Feines Fotomotiv – die Pfarrkirche im Dorf Flakstad. Den Berg im Hintergrund siehst du gleich auch auf den Abbildungen von Skagsanden Beach.

    Langzeitbelichtung Skagsanden bei Flakstad

    Was für ein Berg! Erinnert mich an das Vestrahorn, das wir 2017 und 2018 in Island fotografierten.

    Zwischen den Felsen am Skagsanden Beach hat sich ein kleiner Pool gebildet

    Beeindruckender Pool!

    Lofoten fotografieren im Winter. Hier: Skagsanden bei Flakstad

    …den Holger längst im Blick hatte.

    White Water!

    Fischerboot auf den Lofoten. Fotograf: Florian Läufer

    Lofoten fotografieren: Solche farbenfrohen Motive findet, wer sich einfach mit dem Auto durchs Nirgendwo treiben lässt.

    Dir hat es bis hierher gefallen? Dann freue dich auf den zweiten Teil von „Lofoten fotografieren im Winter“, den ich in den nächsten zwei bis drei Wochen hier veröffentliche. Ich möchte nicht zu dick auftragen, aber die wahren Schätze kommen erst noch! Malerische Fotos von Sakrisøy, Hamnøy und Reine erwarten dich. Und außerdem verrate ich, warum ich als Hamburger nie, nie, nie wieder „Fischkopp“ genannt werden möchte seit unserer Fotoreise…

    Einige Ergebnisse vom Lofoten fotografieren im Winter in einer Ausstellung

    Übrigens: Einige meiner Lofoten-Fotos kannst du direkt auf dieser Homepage als Highend-Druck auf Leinwand, Alu Dibond, Holz, Acrylglas oder Künstlerpapier ordern. Hier geht es direkt in die Galerien: LEINWAND-SHOP

    (Nachtrag: Inzwischen ist der zweite Teil längst online gegangen. Hier geht es direkt dorthin: Lofoten fotografieren im Winter – Part II )

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  • Freie Arbeit: Hamburgs schönste Treppenhäuser

    Freie Arbeit: Hamburgs schönste Treppenhäuser

    Als Fotograf hast du im Winter nicht viel zu tun. Ich zumindest. Geheiratet, gefeiert und gebucht wird in der warmen Jahreszeit, wenn sich die Natur von ihrer farbenprächtigsten Seite zeigt. Ein fotografischer Winterschlaf ist allerdings keine Option für mich – obwohl ich es natürlich genieße, ein wenig durchzuatmen. Trotzdem: Wenn ich drei Tage nichts zu tun habe, werde ich kribbelig. Deshalb nutze ich die Wintermonate, um freie Arbeiten umzusetzen, die mir durch den Kopf geistern. 

    Mach es zu deinem Projekt: Hamburgs schönste Treppenhäuser

    Das mit den Treppenhäusern war eigentlich schon länger auf meiner To-Do-Liste. Zwei Jahre ist es her, dass es mich – eher zufällig – mit meiner Kamera in das Ballin Haus (ein denkmalgeschütztes Hamburger Kontorhaus am Meßberg) zog. Ich nahm den Fahrstuhl nach ganz oben, blickte die Stockwerke herunter und war fasziniert von der eindrucksvollen Architektur und der Symmetrie des geschwungenen Geländers, welches den Blick in das Parterre führt. Ich positionierte mein Stativ, machte das Foto und dachte mir: „Da kannst du mehr draus machen, Florian…!“ 

    Nun ja, wie lange es gedauert hat, aus „könnte“ ein „MACHEN!“ zu generieren, siehst du mit diesem Blogbeitrag. Der dann übrigens ziemlich spontan entstand. Um eine lange Geschichte kurz zu machen: Im Dezember nehme ich mir zwei Tage Zeit, schnalle mir den Rucksack mit Kamera und Stativ auf den Rücken und lasse parallel den Akku meines Handys heißlaufen, indem ich Google nach Informationen ausquetsche. Wo befinden sich in Hamburg alte Kontorhäuser, ehrwürdige Bauten und andere Bauwerke, in deren Innerem sich schöne Treppenhäuser befinden können? Und weil die Suchmaschine ziemlich gut suchen kann, werde ich im Innenstadtbereich von Deutschlands schönster Stadt rasch fündig. Hamburg meine Perle! 

    Zwei Tage, eine Aufgabe, null Strafzettel!

    Hier siehst du Hamburgs schönste Treppenhäuser – (m)ein Ergebnis aus zwei Foto-Nachmittagen, mit gefühlt 300 gelaufenen Stockwerken. Geht man strategisch vor (was ich nur bedingt tat), könnte man diese Treppenhäuser an einem einzigen Tag „abarbeiten“. Fun fact: Ich habe die Exkursion mit dem Auto gemacht und damit fast mehr Zeit mit der Parkplatzsuche in der Hamburger City verbracht, als mit dem Fotografieren. Die Parkuhren verlangen pro angefangener Viertelstunde 50 Cent. Aaaargh! Spielernatur – ich ließ es drauf ankommen und zahlte kein einziges Mal. Ergebnis: Null Strafzettel und ca. 30 Euro Parkgeld gespart. Yeeesss!

    Wenn du dich angesteckt fühlst, ebenfalls Hamburgs schönste Treppenhäuser zu fotografieren, dann plane dir vorab deine Strecke, setze dich in die U-Bahn (oder aufs Fahrrad) und lass das Auto zu Hause stehen. 

    Genug gequatscht, hier sind die Fotos!

    1. Ballin Haus (auch: Meßberghof) – Willy-Brandt-Straße

    Hamburgs schönste Treppenhäuser - hier der Blick vom obersten Stockwerk im Ballin Haus

    Mit diesem Foto vom Treppenhaus im Ballin Haus war der Saatkorn im Kopf für mein Projekt „Hamburgs schönste Treppenhäuser“ gepflanzt. Nun habe ich die Idee an zwei Nachmittagen umgesetzt. Zum Ballin Haus etwas geschichtliches: Das Haus wurde 1922-1924 zu Ehren des Hamburger Reeders Albert Ballin, der jüdischer Abstammung war, errichtet. Während des Nationalsozialismus galt daher der Name „Ballin Haus“ als nicht mehr tragbar, was dazu führte, dass das Gebäude in Meßberghof umbenannt wurde – bis zum heutigen Tage. (Quelle: Wikipedia)

    2. Haus Alsterthor – Straßenecke Ferdinandstraße/Alstertor

    Hamburg Alsterthor Treppenhaus

    Ganz klein und unscheinbar ist der Eingang vom Alsterthor in der Hamburger City. Aus der oberen Etage betrachtet, fühlt man sich in die Zeit um 1900 zurückversetzt als das Gebäude an der Ferdinandstraße erbaut wurde.

    3. Laeiszhof – Nikolaifleet

    Innenarchitektur Laeiszhof in Hamburg

    Der Laeiszhof ist als Kulturdenkmal ausgewiesen und verfügt über einen von in Hamburg insgesamt 12 funktionstüchtigen und öffentlichen Paternostern.

    Blick von unten nach oben im Laeiszhof

    Im Laeiszhof lohnt sich auch der Blick aus dem Parterre nach oben. 

    Treppenhaus Laeiszhof, schwarzweiß

    4. Dermatologikum – Stephansplatz

    Das Treppenhaus im Dermatologikum in Hamburg

    Hat was: das Treppenhaus eines Seiteneingangs vom Dermatologikum am Stephansplatz.

    5. Versmannhaus – Mönckebergstraße/Knochenhauertwiete

    Das Treppenhaus im Versmannhaus wirkt futuristisch

    Das Treppenhaus im Versmannhaus

    Bei diesen beiden Bildern vom Treppenhaus im Versmannhaus kann man sehen, was für einen Unterschied es macht, den Kamerastandpunkt nur um einen Meter zu verschieben. Wie auch immer: Grün muss man mögen…

    6. Kontorhaus Stubbenhuk – Stubbenhuk

    Kontorhaus Stubbenhuk

    Treppenhaus vom Kontorhaus Stubbenhuk

    Es knirscht und knarscht wenn man die Stufen im Kontorhaus Stubbenhuk nach oben geht. Das hölzerne Treppengeländer hat etwas ehrwürdiges und macht den Aufgang zu etwas Besonderem. Findest du nicht?

    7. Büohaus Kajen – Kajen

    Unscheinbar, hat aber was: das Treppenhaus im Bürohaus Kajen

    Das Treppenhaus dieses Bürogebäudes gegenüber der Hamburger Speicherstadt hat den Chic der Siebzigerjahre – ich mag das.

    8. Brahms Kontor – Johannes-Brahms-Platz

    Das Treppenhaus im Brahms Kontor besticht durch seine Farben

    Beim Fotografieren der verschiedenen Treppenhäuser handelt es sich um Firmen- und Geschäftsgebäude mit ihrem Alltagstreiben. Nach dem Motto: „Wer viel fragt, kriegt viele Antworten“ verzichtete ich bei meiner Exkursion aufs Fragen, ob ich eintreten darf. Im Brahms Kontor führt der Weg allerdings an einem Pförtner vorbei. Und weil ich mich nun auch nicht gleich in einem Karton versteckt über den Hintereingang einschmuggeln (lassen) wollte, bat ich höflich um Erlaubnis, das Treppenhaus fotografieren zu dürfen. „Sehr gerne, hinten links um die Ecke ist der Fahrstuhl, damit geht’s bis ganz nach oben!“ Glück gehabt! Besten Dank dafür! 

    9. Bürohaus Hoheluftchaussee – Hoheluftchaussee

    Treppenhaus im Bürogebäude in der Hoheluftchaussee in Hamburg

    Das einzige Treppenhaus dieser Serie, das nicht in der Hamburger Innenstadt liegt. Über einen Parkplatz an der Hoheluftchaussee gelangte ich über eine kleine Eingangstür zu dieser Perle. Toll!

    10. Holstenhof – Kaiser-Wilhelm-Straße

    Hamburgs schönste Treppenhäuser. Die Blautöne und das warme Braun des Geländers passen perfekt zusammen

    Eines meiner Top 3 von Hamburgs schönsten Treppenhäusern belegt das Kontorhaus Holstenhof mit seinen Blautönen, der warmen Beleuchtung und dem Handlauf aus braunem Holz.

    11. Sprinkenhof – Burchardtsraße/Altstädter Straße

    Treppenhaus Sprinkenhof

    Architekturfotografie Sprinkenhof

    Das Treppenhaus vom Sprinkenhof ist ein Traum! Hier lohnt sich nicht nur der Blick aus dem obersten Stockwerk hinab ins Parterre. Auch auf den einzelnen Ebenen der 9 Stockwerke findet man als Fotograf Strukturen und Symmetrie. 

    Treppenhaus Chilehaus mit Paternoster

    Gleich nebenan im Hamburger Kontorhausviertel liegt das Chilehaus. Das Treppenhaus ähnelt dem vom Sprinkenhof. Nur: Im Chilehaus gibt es zusätzlich einen Paternoster, der die Besucher in die Stockwerke bringt. Ein Zufall führte mich ins Chilehaus, das ich eigentlich gar nicht auf dem Zettel hatte: Als ich im Sprinkenhof die beiden obigen Bilder machte, sah mich ein junger DHL-Bote, mit dem ich ins Gespräch kam. Er fand cool, was ich mache. Ich fand cool, dass er cool findet, dass ich Treppenhäuser fotografiere. „Zum Abschied (die Jungs haben es ja leider immer eilig) rief er mir hinterher: “ Geh mal rüber in die Fischertwiete, da gibt’s einen Paternoster!“ Hab ich gemacht und bin dem sympathischen Kerl dankbar für den Tipp – Ehrenmann!

    12. Esplanadebau – Esplanade

    Das Treppenhaus im Esplanadebau mit Adventskranz

    Zum Esplanadebau muss ich nochmal hin. Nobody is perfect – und so gefallen mir bei diesem Bild zwei Dinge nicht so sehr. Nämlich, dass ich a) am unteren Rand das Geländer beschnitten habe und dass b) im unteren Geschoss der Adventskranz hing. Wobei: Aus diesen 12 schönsten Treppenhäusern Hamburgs ließ ich für ein paar Freunde einen Jahreskalender drucken. Einmal darfst du raten, welches Bild ich für den Dezember ausgewählt habe… Es gibt ja nichts Schlechtes, was nicht auch etwas Gutes in sich trägt! 

    Kalender des Hamburger Fotografen Florian Läufer

     

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    Extra-Tipp

    Hier findest du weitere freie Arbeiten mit ähnlichen Themen von mir:

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  • Düstere Männerportraits – Typen mit Tattoos!

    Düstere Männerportraits – Typen mit Tattoos!

    Dies ist ein Blogbeitrag, auf den ich ein paar Wochen hingearbeitet und sorgfältig vorbereitet habe. Kurz: Es hat ganz schön in den Fingern gekribbelt, als ich im Hintergrund meiner Webseite auf „Veröffentlichen“ gedrückt habe. 

    Warum ist das so? Darum: Üblicherweise fotografiere ich, um Menschen nicht nur im besten, sondern vor allem bei viel Licht zu fotografieren. Hell und freundlich soll es sein und die fotografierten Personen sollen lachen, strahlen und glücklich aussehen. Nun möchte ich mit diesen ausdrucksstarken und düsteren Männerportraits eine andere Facette der Fotografie zeigen. Ich mag sowas! Es ist natürlich Quatsch zu glauben, dass man einfach nur das Licht herunter drehen muss, um ein bisschen Schummrigkeit vorzutäuschen. Ganz anders: Bei diesen dunklen Portraitfotos kamen – je nach Lichtstimmung – zwischen ein und vier bewusst gesetzte Blitzgeräte mit verschiedenen Lichtformern zum Einsatz. 

    Men of Mayhem, Fotoshooting

    Men of Mayhem – der Klamottenlabel hätte zu keinem anderen besser gepasst! Maßgeschneidert, sozusagen… 

    Portraitfoto bei wenig Beleuchtung. Mann im Sessel

    Portraitfoto Mann am Tisch in Schwarzweiss

    Beim Shooting: „So, jetzt denke mal bitte an die letzten zehn Jahre harte Arbeit“ – KLICK, da rattert auch schon der Auslöser!

    Portrait Best Ager

    Das Leben soll sich im Gesicht zeigen

    Aber so weit sind wir noch nicht. In der ersten Phase ging es darum, geeignete „Gesichter“ zu finden, damit düstere Männerportraits auch nach Mann aussehen. Ich wollte Macker, echte Typen zeigen. Deren Gesichtern soll man später das bisher gelebte Leben ansehen. Mehr noch: Falten, angegraute Haare und/oder Augenringe sollen durch gezielte Lichtsetzung betont werden. Und das ist vermutlich der große Unterschied zu weiblichen Portraits, bei denen das Leben im Gesicht (ungeachtet ihres Alters) am liebsten nach nicht mehr als 20 Jahren aussehen soll. Na gut, lassen wir es 25 sein… Wenn es tatsächlich einmal eine Frau von 40+ gibt, die sich auf diese Weise von mir fotografieren lassen möchte, würde ich mich sehr freuen.

    Portrait Biker in rotkariertem Hemd

    Neben Schwarzweiss gefällt mir auch die halb entsättigte Variante sehr gut in der Portraitfotografie.

    Dusteres Portrait von vollständig tätowiertem Mann mit Glatze

    Was ist die Steigerung von ausdrucksstark? Dieses Portrait!

    Mann mit Hund. Fotografiert von Florian Läufer

    Die Kombination aus elegant, stark und… Hund!

    Typen mit Tattoos

    Zurück zu „meinen“ Mackern. Ich habe mich ein bisschen in meinem Umfeld umgesehen und zwei, drei Freunden von dem Vorhaben erzählt, die sich ebenfalls umgehorcht haben. Wer sich zu den jeweils ca. 1,5-stündigen Shootings für düstere Männerportraits bereit erklärt hat, siehst du in diesem Blogbeitrag. Und damit wir uns nicht falsch verstehen: Hier wird nicht der Böse Buben-Club gezeigt. (Na gut, vielleicht ein bisschen…) Die hier gezeigten Männer stehen allesamt mit beiden Beinen im Berufsleben. Wer wer ist, verrate ich nicht. Aber was du hier siehst, das sind allesamt selbstbewusste, liebende Väter aus folgenden Berufen: IT-Berater, Ingenieur, Gastronom, Einzelhandelskaufmann, Techniker. 

    Lowlight Portrait von bärtigem Mann

    Profilfoto in Schwarzweiß von jungem Mann

    Ein einzelnes Striplight sorgte hier für das scharfe Konturlicht – hat was!

    Foto (halb entsättigt) von dunkelhaarigem Mann bei schwachem Licht

    Düstere Männerportraits im Wohnzimmer

    Genau darum geht es mir. In der Portraitfotografie kann, darf, soll man in Rollen schlüpfen und gerne mal eine andere Seite von sich zeigen. Und dass wir Männer uns als toughe Kerle verstehen, ist ja wohl klar. Aus diesem Grund habe ich dann auch ein Selfie von mir in die Auswahl geschummelt, das ich 2014 aufgenommen habe. Böser Blick und so… 

    Übrigens: Bei allen Fotos handelt es sich um „Wohnzimmerbilder“, die bei mir oder den fotografierten Personen zu Hause aufgenommen wurden. Man benötigt nicht viel für düstere Männerportraits. Rund vier Meter Platz in der Breite, damit ich meine Stative und Lichter aufbauen kann. Außerdem eine Entfernung von etwa vier bis fünf Metern, aus der ich fotografieren kann. Dazu eine schwarze Leinwand oder – besser noch – einen urigen Hintergrund, der bei schwachem Lichteinfall zum Gesamtbild passt. Und dann heißt es: „Bitte NICHT lächeln!“

    Ausdrucksstarkes Portrait von tätowiertem Mann

    Mein Lieblingsbild aus der Serie. Was für ein Typ! 

    Portrait Eleganz und Härte in einem

    Zu Hause im Wohnzimmer aufgenommen. „Cheers!“

    Das einzige Foto, welches ohne zusätzliches Licht entstand. Nur die Feuerzeugflamme sorgte hier für den Lichtschein. Ich find’s mega cool!

    Dusteres Männerportrait mit schwarzer Leinwand

    Believe in your Selfie! Dieses Selbstportrait habe ich 2014 aufgenommen. Seitdem stand die Idee der düsteren Männerportraits. Jetzt habe ich die freie Arbeit endlich zu meinem Projekt gemacht.

    Dein individuelles Homeshooting

    Mit dieser freien Arbeit habe ich einen neuen Menüpunkt in meinem Portfolio aufgenommen: Dark Portraits. Wenn du weitere ausdrucksstarke Fotos sehen möchtest, dann geht es hier direkt dorthin: KLICK.

    Du bist selbst an einem Shooting interessiert? Oder möchtest ein Shooting verschenken? Dann komme gerne über das Kontakformular ins Gespräch mit mir. Für 299,- Euro (inkl. MwSt.) biete ich für Privatpersonen ein individuelles Homeshooting an. (Gewerbliche Shootings inkl. Nutzungsrechte unterliegen gesonderten Konditionen auf Anfrage.) Eine satte Bildauswahl mit rund 30 bearbeiteten Fotos als hochauflösende JPG-dateien sind im Preis enthalten. Damit kannst du dir beim Anbieter deiner Wahl so viele Abzüge, Poster, Leinwände etc. machen lassen wie du möchtest. 

  • Weihnachtszeit – Mein Jahresrückblick 2018

    Weihnachtszeit – Mein Jahresrückblick 2018

    „Sti-hiii-le Naaaacht, hei-liii-ge Naaacht….“ Kaum ist der Jahrhundertsommer vorbei (*schwitz), steht Weihnachten vor der Tür (*frier). Als Fotograf drehen sich in dieser Zeit die Uhren etwas langsamer. Hier und da gibt es noch eilige Anfragen zu weihnachtlichen Familien-Shootings, ansonsten kehrt Ruhe ein. Zeit, einen Rückblick auf das fast vergangene Jahr zu wagen.

    Zunächst einmal: 2018 war aufregend! Es gab viele Höhen und nur ganz wenige Tiefen. Ach, und so richtig tief waren die eigentlich auch nicht. Nur: Ich versuche, mich stets auf alles gut vorzubereiten und dann kommen Dinge manchmal eben doch anders, als man sie sich vorher zurechtgelegt hat. Im Nachgang schmunzele ich dann oft sogar über diese kleinen Stolpersteine. 

    Let it snow!

    Bleiben wir positiv: Was mir vom Beginn diesen Jahres in guter Erinnerung blieb, war das Shooting mit dem Räumfahrzeug. Ja, Räumfahrzeug! So schräge das klingt, so witzig ist es eigentlich. Der Winterdienst Borchers hatte mich kontaktiert, weil der Juniorchef in Sachen Marketing ein bisschen Gas geben wollte. Der Plan: Eines seiner Räumfahrzeuge von allen Seiten fotografieren, um mit den entstandenen Bildern einen Linienbus des Hambuger Verkehrsverbunds zu folieren, der dann drei Jahre lang quasi als Räumfahrzeug durch Hamburg fährt. Gesagt, getan! Ich fotografierten auf einem verlassenen Hafengelände das Räumfahrzeug, der Bus wurde foliert und heute fährt er durch die Hamburger City. 

    HVV-Bus mit Folierung

    „Mööp-Mööp!“ So sieht der fertige HVV-Bus aus. Drei Jahre lang wird der folierte Bus nun durch die Hamburger City fahren.

    Ebenfalls in der kalten Jahreszeit fand das Shooting mit RTL II-Kochprofi Nils Egtermeyer statt. Dem Sternekoch wurde für eine Videoproduktion im Smeg-Küchenstudio von einem Kamerateam in die Töpfe geguckt, ich sollte entsprechende Fotos für begleitende Zeitschriftenartikel machen. Das Ganze lief von allen Seiten sehr professionell ab und es dauerte nicht lange, bis das Film- und Fotomaterial veröffentlicht wurde. Mir läuft heute noch das Wasser im Munde zusammen…

    Kochprofi Nils Egtermeyer beim Filmdreh

    RTL II-Kochprofi Nils Egtermeyer während der Aufnahmen. Gedreht wurde im Smeg-Küchenstudio in Hamburg.

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    Hering mit Bohnensalat und Cashewkernen – lecker! Ein Making of-Bild siehst du, wenn du den Slider mit der Maus (oben links) nach rechts bewegst.

    Angelnpluss Titelfoto zur Kochserie mit Fernsehkoch Nils Egtermeyer

    Das fertige Cover der Videoproduktion für „Angeln PLUS“ vom Jahr Top Special-Verlag

    Südlich des Polarkreises

    Kurz darauf entfloh ich mit meinem befreundeten Fotograf Holger Kröger der Hamburger Kälte, um in noch größere Kälte vorzurücken. Wir packten dicke Klamotten, Steigeisen und Wollmützen in unsere Reisetaschen und flogen ins winterliche Island. Und da? Vereiste Wasserfälle, schneebedeckte Landschaften und Polarlichter fotografieren. Auf diesem Trip gab es die eine oder andere Tiefe, von der ich oben schrieb. Der Schneesturm, war zum Beispiel nicht so witzig. Oder der Autounfall. Gesperrte Straßen auch nicht. Wenn ich bloß daran denke – könnte ich sofort wieder los!

    Kurz darauf fand die Internorga 2018 (Leitmesse der Gastronomie) statt, auf der ich auf dem Grill- und Barbeque-Court für das Grill-Kontor Hamburg fotografierte. Das Food-Thema blieb also weiterhin in meinem Fokus.

    Landschaftsfotograf Florian Läufer

    Fotograf Holger Kröger an einem Gletscher in Island

    Landschaftsfotograf Holger Kröger am Vatnajökull-Gletscher während unserer gemeinsamen Fototour im März 2018.

    Making of von Landschaftsfotos am Aldeyarfoss in Island

    Am Aldeyarfoss in Island. Keinen Schritt weiter! (Fotocredit: Holger Kröger)

    Fotograf Florian Läufer liegt bäuchlings auf einer Eisfläche für eine schöne Perspektive

    Alles für die Perspektive! (Fotocredit: Holger Kröger)

    Aurora Borealis im Winter am Jokulsarlon

    Ich hab‘ das Paradies gesehen!

    Fotograf mit zwei Canon EF 100-400 Objektiven an 5D Mark II und IV

    Mit diesem Handyfoto von Holger war rechtzeitig für einen Ostergruß gesorgt. (Outtake)

    Fotograf Florian Läufer

    Über dieses Portraitfoto habe ich mich sehr gefreut. (Fotocredit: Martina Thewes)

    Die Jungs vom Grill-Kontor Hamburg auf der Internorga 2018

    Internorga 2018 – Die wollen nur spielen. Und grillen. Ehrlich! (Outtake)

    Guiseppe Messina und Rene Kalobius. Fotograf Florian Läufer

    Verrückte Typen! Koch, Gastro-Coach und Blogger Guiseppe Messina (links) und Sternekoch René Kalobius.

    Hochzeitsfotos – manchmal mit einem Kloß im Hals

    Und dann begann nach und nach die Hochzeitssaison. Ob Standesamt, Kirche oder freie Trauung, ich durfte an den Wochenenden ganz unterschiedliche Hochzeiten mit dem Fotoapparat begleiten. Es gab so unglaublich viele schöne, romantische, lustige, aufregende, berührende, spannende und verliebte Momente, bei denen ich reichlich Glück und Freudentränen einfangen konnte. Allerdings: Man glaubt gar nicht, wie häufig auf Hochzeiten auch Trauer eine Rolle spielt. Wenn das Brautpaar ihren Weg in einen neuen Lebensabschnitt geht, wird in den Reden und Ansprachen immer auch zurückgeblickt. Häufig wird dabei bereits verstorbenen Familienmitgliedern gedacht, was zu sehr bewegenden Momenten führt. Ich nehme in diesen Momenten den Finger vom Auslöser. Unter uns: Ich bekomme dann manchmal selbst einen Kloß im Hals.

    (In eigener Sache: Viele Beispiele meiner fotografischen Hochzeitsbegleitungen findest du unter oder rechts neben diesem Beitrag – je nach verwendetem Endgerät. Klicke einfach bei „Themen“ auf den Button „Hochzeitsreportage“. Viel Spaß beim Anschauen!) 

    Die Ergebnisse sind so unterschiedlich wie die Hochzeitspaare

    Dies sind aber immer nur kurze Momentaufnahmen. Ansonsten durfte ich 2018 sehr, sehr schöne Hochzeiten mit dynamischen Partys und vielen Highlights begleiten. Ganz herzlichen Dank an „meine“ Brautpaare für das Vertrauen in mich und meine Arbeit als Hochzeitsfotograf! 

    Ringtausch bei kirchlichen Trauung in Kaltenkirchen

    Love is in the air! Und wie!

    Brautpaar mit wehendem Schleier in der Wilstermarsch

    Hochzeitspaar Birte & Leon in der Wilstermarsch.

    Outtake Hochzeitsfoto im Grünen mit Kuh

    Photobombing at it’s best! Irgendjemand vermasselt’s immer… (Outtake)

    Lebensfreude auf der Tanzfläche einer Hochzeitsfeier

    So viel Glück und Lebensfreude wie bei der Hochzeit von Martina und Thorsten erlebst du nur selten. Klasse!

    Getting Ready - Blick aus dem Flur in zwei unterschiedliche Zimmer

    Eines meiner Lieblingsfotos vom „Getting Ready“ aus 2018. Links wird Braut Katrin geschminkt, rechts blickt Gleich-Gatte René aus dem Fenster.

    Outtake auf der tanzfläche einer Hochzeit bei Hamburg

    Auch witzig: Durch die lange Belichtungszeit scheint das Gesicht der Tänzerin durch den Arm ihres Tanzpartners. (Outtake)

    Outtake kirchliche Trauung

    Was ist denn da los? Das Gesicht der Braut wirkt so… komisch! Man muss zweimal hinsehen, um das Foto zu „verstehen“. (Outtake)

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    Brautpaarshooting hinter dem Schloß in Bad Bramstedt. Bewege den Slider mit der Maus, um ein Making of-Foto zu sehen.

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    Auf allen Vieren entstand dieses Foto. 

    Noch etwas zum Schmunzeln: Auf jeder Hochzeit nimmt man sich irgendwann ein gutes Stündchen Zeit für die klassischen Hochzeitsfotos. Ich suche mir dann mit dem Hochzeitspaar und einem Helfer einige schöne Ecken zum Fotografieren. Hier und da gebe ich Anweisung für einen besseren Stand und das Posing. Und weil man ja nicht immer weiß wohin mit den Armen wenn man fotografiert wird, sage ich oft zum Bräutigam: „Deine Hand hängt ein bisschen ungenutzt herunter. Fass damit mal bitte deine Frau an.“ Jetzt kommt’s: In 50% dieser Situationen geht die Hand spaßeshalber (aber intuitiv) an: die Brust der Frau! Ich habe Dutzende solcher Fotos – zeigen werde ich sie hier natürlich nicht. 

    Könnte ein Buchtitel sein: „Fotograf Florian Läufer – ganz unten!“

    Und dann war da noch die Datenschutzgrundverordnung. (Tiefpunkt!!!) Was in seiner Länge so sperrig auszusprechen ist (sieben Silben), wird selbst in der Abkürzung (fünf Silben) nicht besser: DSGVO. Leichter schreiben lässt es sich, wenigstens das. Anfangs habe ich mich entschlossen, das Thema erstmal zu ignorieren. Damit kommst du natürlich nicht weiter. Also: Lesen, Rat holen, diskutieren, bedenken, verwerfen, bedenken. Vorsichtig geschätzt durfte ich mich rund 100 Arbeitsstunden mit der DSGVO beschäftigen. Und weil dich als selbstständig arbeitender Mensch dafür niemand bezahlt, war das natürlich reines Privatvergnügen. Angefühlt hat es sich wie eine Bestrafung. Und sehr viel schlauer bin ich darüber hinaus auch nicht geworden. Man darf es so sagen: Es wurde versucht, mit der DSGVO etwas zu regeln – und das ging schief. Bis heute herrscht in der Branche große Unruhe und niemand weiß, wie man die DSGVO als Fotograf rechtskonform umsetzt. Juristen sagen, man warte jetzt auf Urteile von Gerichten, um ein Gefühl für die Rechtsauslegung zu bekommen. Na, Mahlzeit! Da darf man nur hoffen, selbst kein Präzedenzfall zu werden. Dann ist nach Black-Friday und Cyber-Monday ganz schnell Insolvenz-Tuesday!

    Screenshot DSGVO

    Bei der Google-Bildersuche (Screenshot) wirkt die DSGVO wie ein Blick in den Sternenhimmel. Für mich war es ein Blick in den Abgrund!

    Arbeit mit Profis

    Spannend ist auch das Business-Shooting mit und bei der Möller-Medienagentur bei Berlin gewesen. Für eine Imagebroschüre sollten aussagekräftige Mitarbeiterfotos in typischen Arbeitssituationen erstellt werden. Und weil sich die Medienprofis berufsbedingt mit Fotos auskennen, konnten wir gemeinsam auf professioneller Ebene die entsprechende Bildsprache umsetzen. Was das konkret bedeutet? Wenn du als Fotograf mit deinem Gesprächspartner über Blenden, Verschlusszeiten und ISO-Einstellungen fachsimpeln kannst.

    Business-Fotografie

    Kreativschmiede Möller Medienagentur

    Detailaufnahme Business-Shooting

    Business-Foto Headset

    Making of eines Fotoshootings mit Fotograf Florian Läufer

    Es werde Licht!

    Brandenburg – Es kann so einfach sein

    Sehr gerne blicke ich auf meine seit einigen Jahren bestehende Kooperation mit dem Tourismusverband Seenland Oder/Spree zurück. Als vielseitig interessierter und naturverliebter Mensch sind die gemeinsam ausbaldowerten Shootings thematisch genau mein Ding. Von Kultur über Architektur bis zur Landschafts- und Peoplefotografie gehört alles dazu, um Urlaubern die Brandenburger Region fotografisch näherzubringen. Das ist das eine. Das Andere: Die Crew des Tourismusverbandes ist so eine klasse Truppe, dass sich die mehrtägigen Shootings gar nicht nach Arbeit anfühlen – so lang die Tage auch manchmal sind. Wenn ich hinterher die Fotos am Rechner bearbeite, denke ich manchmal: „Florian, du hast den schönsten Job der Welt!“

    Familie winkt vom Steg aus einem Dampfer auf dem Scharmützelsee zu

    Coverfoto: Florian Läufer

    Pack die Badehose ein… Dieses Foto wurde Titelbild vom Gastgeberverzeichnis Scharmützelsee.

    Outdoor-Portrait einer jungen Frau, die die Hand ihres Freundes hält

    Tolles Lächeln!

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    Der Weg zu diesem Foto war eine Herausforderung. Millionen blutrünstige Stechmücken bohrten ihre Rüssel in unsere Haut. Wenn der Fotoapparat mal nicht klickte, mussten wir uns sofort schützen. Wie das aussah, siehst du, wenn du den Slider mit der Maus bewegst. Model sein ist kein Honigschlecken.

    Paar sitzt auf Sandhügel in Brandenburg

    Auch so schaut es in Brandenburg aus. Hättest du DAS geglaubt?

    Junges Paar kauft Kugeleis

    Zwei Frauen in der Töpferwerkstatt

    In der Töpferwerkstatt.

    Junges Paar am Ufer der Spree. Fotograf: Florian Läufer

    Die Fotos für den Tourismusverband sollen Lust auf Brandenburg als Urlaubsdestination machen. Ich meine: Wer möchte hier nicht am Ufer der Spree ein Picknick genießen?

    Sonnenaufgang am See

    Morgens früh in Brandenburg. Ich könnte sofort wieder hin.

    Gewölbe eines Museums in Brandenburg

    Im Gewölbe des Museums Fürstenwalde.

    Cover: Florian Läufer

    Was aus den Fotos der Shootings mit dem Tourismusverband Seenland Oder-Spree wird? Das hier zum Beispiel – ein Cover. Aber auch Postkarten, Kalender, Flyer, Broschüren und, und, und.

    Von Babybauch zu Babyfotos

    Was gab es 2018 noch? Klasse fand ich die „Pronovias Fashionshow“ des Hochzeitsausstatters Laue Festgarderobe in Tellingstedt. Der Laden war brechend voll als Ende Juli zur Brautmodenschau geladen wurde. Ich fotografierte die Veranstaltung und konnte traumhafte Hochzeitskleider (präsentiert von ebenso traumhaften Models) auf meine Speicherkarten bannen.

    Catwalk bei Brautmodenschau im Hause Laue Festgarderobe

    Brautkleid bei Modenschau. Fotograf Florian Läufer

    Die traumhaften Hochzeitskleider wurden von ebenso hübschen Models auf dem Catwalk präsentiert. 

    Catwalk bei der Brautmodenschau von Laue Festgarderobe

    Brautmodenschau in Tellingstedt

    Fotografin bei Modenschau

    Handyfoto Hochzeitskleid

    Lauter Paparazzis…

    Im Gedächtnis bleiben werden mir auch die Shootings mit Vera und Marcel samt ihrem Nachwuchs. Dazu muss man wissen: Das erste Shooting hatte ich mit den beiden, als Vera mit dem ersten Kind schwanger war. Danach dann die Babyfotos, später dann der zweite Babybauch und auch die zweiten Babyfotos. Es ist wirklich toll, das bisherige Wachsen der jungen Familie dokumentiert zu haben. Und: Dazu sind die zwei (jetzt: vier!) auch noch so fürchterlich nett! Was willst du mehr?

    Verliebtes Pärchen im Gegenlicht beim Babybauchshooting

    Babyfoto Newborn

    Vera und Marcel während der zweiten Schwangerschaft im Spätsommer (oben). Was aus dem Bauch geworden ist, versteckt sich hier unter dem blauen Mützchen.

    Eine weitere tolle Erfahrung war das Outdoor-Shooting mit XXX (Name wird nicht verraten). Bisher hatte ich die unregelmäßigen Nackedei-Anfragen von anderen Damen immer abgelehnt. Weil wir uns aber ebenfalls von ihrem Babybauch- und Newborn-Shooting schon kannten und Ästhetik an vorderster Stelle stand, sagte ich in diesem Fall zu. Um es zusammenzufassen: Ihr Gatte war begeistert von den Bildern, die an diesem Tag entstanden und später das Geburtstagsgeschenk darstellten.

    Urbanes Unterwäscheshooting an den Hamburger Elbbrücken

    Bikini-Shooting (na gut, es war Bodywear) an den Hamburger Elbbrücken.

    Auf geht’s –  2019 wartet mit tollen Events und Herausforderungen!

    Wie geht es 2019 weiter? Ich hoffe, genauso aufregend wie das ausklingende Jahr! In Sachen Hochzeit stehen schon allerlei feste Termine mit verliebten Paaren in meinem Kalender. Ferner sind einige Projekte in der Pipeline, die mich herausfordern werden. (Wir wissen ja alle, wie wichtig positiver Stress ist.) Außerdem wird es wieder eine Tour in gefrorene Eis- und Schneelandschaften geben, diesmal aber oberhalb des Polarkreises, nicht nach Island – mehr wird noch nicht verraten. Ich bleibe also weiterhin als Fotograf breit aufgestellt und versuche, möglichst viel Abwechslung in meine Fotografie zu bringen. 

    Verdammt, es juckt jetzt schon so unglaublich im Auslösefinger… Ich freu mich drauf!

    Allen Besuchern meines Blogs, allen Fotobegeisterten da draußen und natürlich allen wunderbaren Menschen, die ich 2018 fotografieren (und mit denen ich zusammenarbeiten) durfte, wünsche ich eine tolle Weihnachtszeit, einen guten Rutsch und einen hervorragenden Start ins neue Jahr. 

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    Der Weihnachtsmarkt vor dem Hamburger Rathaus. Das Foto nahm ich kürzlich aus einem (sehr kleinen) Fenster der Petri Kirche auf. (Bewege den Slider mit der Maus, um ein Making of-Bild zu sehen.)

    Beleuchtete Elche auf der Mole in Travemünde

    Weihnachtsmann kann jeder – Weihnachtselche! Gesehen auf der Mole in Travemünde.