Schlagwort: Fotoshooting

  • Warum ich als Fotograf keine Werbung (mehr) mache…

    Warum ich als Fotograf keine Werbung (mehr) mache…

    „Wer nicht wirbt, der stirbt!“ so hat es Henry Ford vor vielen Jahren einmal gesagt. Wer ihn nicht kennt: Henry heißt (besser: hieß) nicht umsonst Ford mit Nachnamen. Er war es, der im Jahre 1903 die Ford Motor Company gründete. Aha, der gute Mann wusste also schon damals, wie es mit der Werbung so läuft. 

    Als ich mich mit der Fotografie selbstständig machte, wollte ich also seinen guten Rat beherzigen. Nun gab es allerdings drei Probleme: Erstens, ich hatte nicht die geringste Ahnung, WIE man wirbt. Außerdem, zweitens, fehlte mir das Geld zum Werben. Der ewige Teufelskreis. Wenn Dich keiner kennt, hast Du wenig Aufträge, hast Du wenig Geld, hast Du keine Werbung. Aaaargh! Drittens: Ich bin zu allem Unglück die Sache ziemlich blauäugig angegangen. 

    Werbung? Flyer-Alarm!

    Der Reihe nach: Wer seinen Gewerbeschein in der Tasche hat (was keine Hürde darstellt) und durchstarten will, lässt sich erstmal Visitenkarten und Flyer drucken – was ebenfalls keine Hürde darstellt. Mit (m)einem Investment in Höhe von rund 100 Euro lieferte mir der Postbote schon bald mehrere Tausend Werbeflyer von meinem Druck-Dealer ins Haus. 

    Verbraucherinformation, keine Werbung! Doch ich hatte nicht damit gerechnet, gleich zur Rede gestellt zu werden…

    Kaltaquise. Ich versuchte es ganz klassisch, die Dinger unters Volk zu kriegen. Weil ich mir für nichts zu schade bin, hing ich mir also meine Schultertasche um und verteilte die frische Druckware in diversen Briefkästen. Ich hatte die Rechnung aber ohne den Wirt – oder anders ausgedrückt, ohne den Kopf einzuschalten – gemacht. Weil: Um 1000 Briefkästen zu befüllen, muss man verdammt viel Strecke machen! Im dreizehnstöckigen Hochhaus mag das theoretisch zwar noch ganz fix gehen, aber lebt dort tatsächlich meine Zielgruppe? Dann lieber die etwas gehobenere Einzel- und Reihenhaussiedlung. Da kamen schnell etliche Kilometer Fußstrecke zusammen… Und es war noch eine zusätzliche Schikane eingebaut. Denn: rechnerisch verdoppelte sich die Strecke. Ich weiß jetzt, was es bedeutet, auf jedem zweiten Briefkasten den Aufkleber „Bitte keine Werbung einwerfen!“ zu lesen. Die Steigerung: „Werbung einwerfen VERBOTEN!“ Oha! Kurz nachgedacht und resümiert: „Die wissen ja gar nicht was ihnen entgeht!“ Schwupps, schon hatte jeder, der wollte oder nicht, meinen Flyer im Briefkasten. Das ging natürlich nicht lange gut:

    „Eeey, kannst Du nicht lesen?“ Kunstpause. „Oder was?“

    „Doch, meistens klappt’s!“

    Wieder der böse Mann: „Ich will den Sch*** nicht in meinem Briefkasten haben!“

    „Ist kein Scheiß!“

    „Nun werd hier mal nicht komisch! Wir wollen hier sowas nicht!“

    „Guter Mann, das ist Papier, keine Bombe!“

    „Das gibt ne Anzeige, darauf kannst Du Dich verlassen! Ich ruf bei Deinem Chef an!“

    „Alles klar. Gute Besserung!“ (Ja, das war ein bisschen vorlaut – ist mir so rausgerutscht.)

    Ich verzichtete darauf ihm zu erklären, dass ich vermutlich selbst ans Telefon gehen würde. Geklingelt hat’s – all seinen Unkenrufen zum Trotz – nicht. Weder er noch ein Kunde rief an. Trotzdem: Beides hat mir nachhaltig die Lust am Austeilen meiner Wurfsendung genommen.

    Ich habe nie wieder Werbung in einen Briefkasten geworfen.

    Visitenkarte des Fotografen Florian Laeufer

    Visitenkarten des Hamburger Fotografen Florian Läufer. Schon für wenige Euro lassen sich qualitativ hochwertige Ergebnisse drucken. Erstaunlich, dass eine Druckerei daran noch Geld verdienen kann…

    Facebook – maßgeschneiderte Werbung?

    Von jetzt an setzte ich auf Facebook. Hier konnte ich mit relativ wenig Geldeinsatz sehr gezielt meine Werbung platzieren. Ganz easy. Eigentlich. „Beitrag bewerben“ oder „Mit 35,00 Euro bis zu 2.500 User erreichen“ – so oder ähnlich machten mir die FB-Werbestrategen die Entscheidung zu bezahlter Verbraucherinformation leicht. Klick…, Klick…, Klick… schon war meine erste Werbeanzeige aktiv. Ganz klar, Zielgruppe und -region hatte ich vorab genauso festgelegt, wie die Interessenschwerpunkte und das Alter der Personen, denen mein Beitrag angezeigt werden sollte. Vorsichtshalber hielt ich mein Telefon schonmal griffbereit, um die eingehenden Aufträge anzunehmen… Geklingelt hat’s natürlich wieder nicht. Bei Facebook in der Kasse, ja. 

    Immerhin: Etliche Likes habe ich trotzdem erhalten. Aus Aserbeidschan, der Türkei und Simbabwe. Echte Anfragen? Nullkommanull. Hatte ich da etwas falsch verstanden? Heute weiß ich, dass es als absoluter Nonsens gilt, derartige Werbeanzeigen bei Facebook zu schalten. Da muss man schon eine „Kampagne“ starten. Aber ganz ehrlich: Wie viel Geld muss ich in die Hand nehmen, um „richtig“ zu werben? Und: Wie viel Aufträge muss ich dafür fotografieren, damit a) das Geld wieder reinkommt und b) noch etwas übrig bleibt? 

    Ich habe nie wieder für eine Facebook-Werbung Geld in die Hand genommen.  

    Beste Werbung: 5-Sterne Bewertungen bei Facebook von dem Hamburger Fotografen Florian Läufer (Screenshot)

    Beiträge kostenpflichtig bei Facebook bewerben? Mache ich nicht mehr! Ich setze alles auf eine Karte: kompromisslose Kundenglücklichkeit. Dann darf man sich über tolles Feedback freuen.

    Hochzeitsmesse – da wo sich meine potenzielle Kundschaft informiert

    Im Winter kam mir dann die Idee mit der Hochzeitsmesse. Die Investition für einen eigenen Stand erschien mir für den Anfang zu hoch. Außerdem hörte ich, dass sich die Fotografen auf den Messen eine Schlacht liefern. Rabatte, Rabatte, Rabatte! Das finde ich doof. Und überhaupt: Ich hatte ja noch die Flyer! Also bestückte ich damit meine Schultertasche und wollte die Papierbotschaften vor der Eingangstür verteilen. Mist, da stand natürlich schon einer! Inkognito ließ ich mir von dem Typen einen Flyer aushändigen. Fehlalarm! Es ist DJ, kein Fotograf. Puh! Erst jetzt fiel mir auf, dass er sich immer hinter einer Säule versteckte, damit ihn die Security am Eingang nicht sieht. Klar, man soll natürlich eine Standmiete bezahlen und nicht auf Lau vor der Tür Flyer verteilen. Erinnerte mich irgendwie an die Aufkleber an den Briefkästen. „Betteln verboten!“ wäre hier angebracht gewesen.

    Okay, ich überließ dem Platzhirsch seinen Posten, ging zum Parkplatz und verteilte nun hier meine Flyer. Anders: Ich VERSUCHTE sie zu verteilen. Sobald mich die Leute mit meinen Handzetteln sahen, versuchten sie mir auszuweichen. Ich fühlte mich, als würde ich Drogen verkaufen. Einige hatten Mitleid. „Darf ich Ihnen einen Flyer überreichen?“ Die guten Seelen nahmen den Flyer lächelnd entgegen und stopften ihn irgendwo in die Jackentasche. Ob sie sich ihn jemals angesehen haben? Nach dreißig Minuten bin ich nach Hause gefahren. Wer also noch rund 2.300 Fotografen-Flyer benötigt, darf sich bei mir melden. Vielleicht für das nächste Osterfeuer…?

    Ich habe nie wieder einen Flyer verteilt.

    Hochzeitspaar in der leeren Kirche während einer Hochzeitsreportage von Hochzeitsfotograf Florian Läufer fotografiert

    Zufriedene Hochzeitspaare empfehlen mich weiter – bessere Werbung kann es doch gar nicht geben. 

    Spezialisiere Dich!

    Und ich machte noch einen Fehler. Ich las Bücher, besuchte diverse Webseiten und belegte Webinare zum Thema Marketing. Überall der gleiche Rat: Spezialisiere Dich! Sei nicht irgendein Fotograf, sei DER Hochzeitsfotograf. DER Babyfotograf oder DER Event-Fotograf. Nur dann wirst du regelmäßig gebucht. 

    Je länger ich darüber nachdachte, desto mehr Zweifel. Keine Frage, es klang natürlich schlüssig, sich in einem Bereich zur Nummer Eins hochzuarbeiten. Bloß: Theoretisch dürfte es dann nur Arbeit für sehr wenige Fotografen geben – für die ganzen Einsen. Vielleicht noch für die Nummern Zwei und Drei. Aber alle anderen? Und mir ging in der Theorie noch etwas gegen den Strich: Soll ich bis zum jüngsten Tag wirklich nur noch EIN Thema fotografieren? Immer nur Produktfotos? Tagein, tagaus Hochzeiten? Oder ausschließlich Babys? Laaaang-wei-lig! Ich fotografiere, weil ich das Fotografieren an sich liebe, nicht um ein Routine-Repertoire abzuspulen. 

    Ich habe nie wieder darüber nachgedacht, mich zu spezialisieren.

    Outdoorshooting mit einem Baby und seiner stolzen Mama auf einer grünen Sommerwiese

    Ich liebe Abwechslung und Herausforderungen. Spezialisierung auf einen bestimmten Bereich in der Fotografie? Nein Danke! Die Nummer eins möchte ich nur in einer Disziplin sein: Kundenzufriedenheit!

    Urbanes Portraitshooting mit Sarah

    Egal, ob Baby-, Portrait- oder Eventfotografie – ich find alles klasse. Solange der Auslöser rattert, bin ich in meinem Element. 

    Fotograf Florian Läufer bei einer freien Arbeit im winterlichen Island an dem Wasserfall Aldeyarfoss

    Überschüssige Einnahmen investiere ich in Equipment und Fotoreisen. Ich brauche weder Luxus noch ein dickes Auto. Aber das Fotografieren, das brauche ich wie die Luft zum Atmen! (Fotocredit: Holger Kröger)

    SEO (Suchmaschinenoptimierung)

    In einer Sache bin ich mir mit vielen Tippgebern einig. Irgendwie muss man im Internet gefunden werden. Und da geht dann eben kein Weg an der Suchmaschinenoptimierung (SEO) vorbei. Ach Gott, hätte ich doch nur gewusst, was auf mich zukommt. Dass SEO keine einmalige, sondern eine kontinuierliche Arbeit ist, war mir nie bewusst. Naiverweise dachte ich doch tatsächlich, dass es mit ein paar Suchbegriffen getan sei. Ich Unwissender, ich! Um der Wahrheit die Ehre zu geben: In diesem Bereich ist bei mir noch viel Luft nach oben. Ich arbeite daran… 

    Wer stirbt, weil er nicht wirbt, hat bei all der „Bedarfslenkung“ vielleicht einen übersehen: den Kunden! Was nützt das größte Werbebudget, wenn der Klient nicht zufrieden ist? Anders ausgedrückt: Wer die Käufer ins Geschäft lockt, hat erst 50 Prozent des Zieles geschafft. (Vorausgesetzt, man setzt nicht auf Nepp und Bauernfängerei, sondern auf Qualität. Und dabei ist es ganz egal, ob es sich um eine Ware, Dienstleistung oder weiß ich was handelt.) Erst wenn Kunden wiederkommen und Dich weiterempfehlen, sind auch die fehlenden 50 Prozent erreicht. 

    Das Erfolgsrezept: Du musst für deine Sache brennen!

    Ich bin in den letzten Jahren genau diesen Weg gegangen. Ich brenne für meine Leidenschaft und glaube, dass dies meine Kunden spüren. Hier und da waren meine Einsätze aus betriebswirtschaftlicher Sicht sogar nur wenig sinnvoll. Zu viel eingesetzte Zeit für zu wenig Ertrag. Das ist eine Kategorie, in der ich unternehmerisch denken sollte, gelegentlich aber völlig außer acht lasse. Dazu noch ein Zitat: „Lieber Geld verlieren als Vertrauen“ – Robert Bosch hat das gesagt. Und tatsächlich, irgendwann setzt ein Dominoeffekt in Sachen Weiterempfehlung ein. Wer zufrieden ist, erzählt es seinen Freunden. Und die können von noch so viel Werbung anderer Fotografen beeinflusst werden: Wenn Tante Klara mit dem Fotografen Florian Läufer zufrieden ist, wird sich vermutlich auch Onkel Klaus bei mir melden. Faire Preise und eine engagierte und solide Dienstleistung mit richtig tollen Bildergebnissen tun ihr Übriges. Außerdem lege ich großen Wert auf gute Kommunikation. Nur wenn sich Fotograf und Kunde intensiv austauschen, können tolle Fotos entstehen. Ganz klar: Technisch hervorragend fotografieren können viele. Aber nur durch Kommunikation weiß ich als Fotograf, was Du in den Fotos transportieren möchtest. 

    Und hier schließt sich der Kreis zu all den Werbemaßnahmen. Meine Werbung ist: Ich mache einfach das, was ich am besten kann und mache dies so gut wie ich kann. Die berühmte Mund-zu-Mund-Propaganda trägt es von ganz alleine nach außen. Geld für Werbung, nehme ich nicht mehr in die Hand (und bin heute zufrieden und erfolgreich).

    Aber Zeit, die nehme ich mir! 

     

    Wenn du auch in Zukunft Blogartikel von mir lesen möchtest, dann markiere meine Facebook-Seite mit Gefällt mir – so verpasst du keine Neuigkeiten. Fragen, Anregungen, Kritik? Dann komme gerne über das Kontaktformular ins Gespräch mit mir. Ich freue mich auf deine Nachricht.

  • Fotografie – die Sache mit dem Geld

    Fotografie – die Sache mit dem Geld

    Letzte Woche im E-Mail-Eingang: „Hallo, ich hätte gerne ein kleines Fotoshooting am Hafen oder auf der Reeperbahn. Was wäre der beste Preis, den Sie machen können? Liebe Grüße, Babette “ Da kam es wieder. Das Gefühl der zwei Herzen, die in meiner Brust schlagen. Ich liebe die Fotografie und freue mich natürlich über jede Anfrage und die daraus entstehenden Shootings. Einerseits. Andererseits zucke ich innerlich immer zusammen, wenn das Etikett „billig, billig, billig“ auf einer E-Mail klebt.Ich möchte dann immer antworten mit: „Hallo, was wäre das Mindeste, was ich an Dienstleistung und Kenntnissen einbringen muss, um Sie zu fotografieren? Liebe Grüße, Florian“

    Mache ich natürlich nicht.

    Was hat die Fotografie eigentlich mit Kochen zu tun?

    Ich möchte jetzt nicht miesepeterig rüberkommen. Aber Fotografieren ist doch beides: Ein bisschen was Künstlerisches, vor allem aber eine Dienstleistung. Im Fall der People- und Portraifotografie mehr Dienstleistung. Und die kostet leider – wie in allen Branchen – Geld. Während dies beim Restaurantbesuch wie selbstverständlich eingepreist ist, hört man als Fotograf kaum einen Satz häufiger als „Ups, das ist aber teuer!“ Das kann man ja eigentlich kaum jemanden krumm nehmen, denn wer weiß schon im Detail, was hinter tollen Portraitfotos oder einer zwölfstündigen Hochzeitsreportage steckt? Vielleicht ist „teuer“ also gar nicht das richtige Wort. Können wir uns zunächst einmal auf das neutrale Wort „Kosten“ einigen?

    Bleiben wir beim Restaurantbesuch. Vor zwei Wochen gab es etwas Kleines zu feiern und ich war mit meinen beiden erwachsenen Kindern und meiner Frau auswärts essen. Steakhaus, kein Drei-Sterne-Restaurant. Bedeutet: Getränke, saftige Rumpsteaks, ein Eis zum Dessert und zwei Käffchen hinterher. Lecker! Nach einer guten Stunde traten wir fast 150 Euro ärmer den Heimweg an. Ich, als (vor vielen Jahren) gelernter Koch, hätte mit rund 40 Euro Wareneinsatz gut und gerne selbst kochen/braten/grillen können, habe aber gerne die Dienstleistung des Steakhauses in Anspruch genommen. Es sollte halt irgendwie nett sein. Und auf den Abwasch hätte im Hause Läufer eh keiner so richtig Lust gehabt.

    Was das mit Fotografieren zu tun hat? Nun, ein individuelles Portraitshooting kostet bei mir inklusive acht Fotos nach Wahl mit 149,- Euro ähnlich viel und dauert 1,5 bis 2 Stunden. Eher ein bisschen länger. Dazu kommen An- und Abfahrt und, jetzt kommt’s, die Bildbearbeitung, die durchschnittlich die gleiche Zeit wie das Fotografieren an sich in Anspruch nimmt und ein wichtiger Teil des kreativen Prozesses ist. (Hier findest du einen Blogartikel mit meinen Gedanken zur Bildbearbeitung.) Summa summarum: 5 Arbeitsstunden, wovon der Kunde nur die eigentliche Shootingzeit wahrnimmt. Das ist übrigens der zweithäufigste Satz, den man als Fotograf hört: „Der drückt ja nur ein paar Mal aufs Knöpfchen.“ Dazu sage ich: „Auch, aber nicht nur.“

    Das kennt jeder Fotograf: Buchungsanfrage via Whatsapp So kann eine Anfrage via Whatsapp für ein Fotoshooting aussehen. Wir wollen ja alle sparen, keine Frage. Wenn aber schon einleitend an der Preisschraube der Dienstleistung gedreht wird, ist’s irgendwie komisch…

    Warum in einer Hochzeitsreportage eine Woche Arbeit steckt

    Ich habe zwar nie eine kaufmännische Ausbildung genossen, aber ich besitze einen Taschenrechner. Beim eben aufgestellten Beispiel bleibt ein Brutto-Stundenlohn von 30 Euro. Den stecke ich mir natürlich nicht 1:1 ein. Grob gesagt: Ein Drittel für Steuern/Steuerberater, ein Drittel für Versicherungen, Equipment und allem Drumherum, ein Drittel Verdienst. Zehn Euro pro Stunde. Finanzielle Völlerei ist das nicht. Der „echte“ Verdienst kommt eigentlich erst mit der Bestellung zusätzlicher Fotos. (Unter uns: Ich bin ein Photo-Maniac! Überschüssiges Geld stecke ich am Ende sowieso wieder in die Ausrüstung.)

    Anderes Beispiel: Hochzeitsfotografie. Vergangenes Jahr wurde ich für eine 15-stündige Begleitung einer traumhaften Hochzeit im Harz gebucht. Rechnen wir zusammen: 15 Stunden Fotografie + 6 Stunden An- und Abfahrt + 17 Stunden Bildbearbeitung = 38 Stunden. In den knapp 1.000 Fotos, die das Hochzeitspaar eine Woche später von mir erhalten hat, steckt zeitlich also eine Arbeitswoche. Ich mag mir gar nicht vorstellen, was es gekostet hätte, meinen KFZ-Mechaniker 38 Stunden lang an meinem Kombi rumschrauben zu lassen… Ich habe ganz sicher deutlich weniger gekostet, trotzdem war das für das Brautpaar natürlich eine Stange Geld. Aber ist das dann „teuer?“ Und überhaupt, das mit den Steuern habe nicht ich mir ausgedacht…

    Hochzeitspaar nach der Trauung im Torhaus Wellingsbüttel

    An diese standesamtliche Trauung im Torhaus Wellingsbüttel denke ich gerne zurück. Ein tolles Paar, dass ich drei Stunden mit der Kamera begleitet habe. Während dieser Zeit entstanden rund 300 professionelle Bilder für das private Fotoalbum. Was kaum jemand weiß: Die Dauer für die nachträgliche Bildbearbeitung betrug vier Stunden.

    Bitte nicht falsch verstehen: Ich möchte nicht zur Litanei der ewigen Klage einstimmen und der Job eines Fotografen ist ganz sicher keine Arbeit im Steinbruch. Ich liebe die Fotografie und es ist ein Geschenk, beruflich das tun zu dürfen, was ich liebe. Dennoch ist Fotografieren ein Tick mehr, als nur aufs Knöpfchen zu drücken und kostet vor allem Zeit. Das Ergebnis, also die Fotos, ist nur schwer als „Produkt“ zu begreifen. Tolle Bilder sind dabei viel mehr! Es sind Momentaufnahmen für die Ewigkeit, in denen Emotionen und Erinnerungen gespeichert sind und die mit jedem Jahr mehr an persönlichem Wert gewinnen. Oder hast Du schonmal ein altes Kinderfoto in den Papierkorb geworfen? Ich auch nicht.

    Anregungen, Kritik, Feedback zu diesem Blogbeitrag? Schicke mir gerne eine Nachricht über das Kontaktformular.

  • Das Geheimnis guter Fotos ist…

    Das Geheimnis guter Fotos ist…

    …vielseitig! Klingt logisch, ist es auch. Nur: Immer wieder hört man Sätze wie „Der Fotograf macht das Bild, nicht die Technik.“ Und andererseits: „Du machst so tolle Fotos. Du hast bestimmt eine gute Kamera.“ Wie denn nun? Beliebt ist auch: „Wie du fotografierst ist egal, du hast ja Photoshop“. Nichts davon ist komplett falsch, nichts komplett richtig. Am Ende bleibt es eine Kombination aus vielen Faktoren, die allesamt – jetzt kommt’s – GLEICH wichtig sind, um zu optimalen Bildergebnissen zu gelangen. So einfach ist das: Das eine ist ohne das andere nichts.

    Die Bildidee

    Der Reihe nach: Am Anfang steht die Bildidee. Die kann spontan kommen, verlassen sollte man sich als Fotograf aber nicht darauf. Wenn ich ein Shooting vorbereite, versuche ich, mich vorab mit a) der zu fotografierenden Person und b) der Location gedanklich vertraut zu machen. Ist eine Besichtigung der Location nicht möglich, lasse ich mir zumindest einige Handyfotos schicken, damit ich weiß, was mich erwartet. Dazu gleich noch mehr.

    Ein Gespräch mit der zu fotografierenden Person hilft, nicht nur Wünsche und Vorstellungen auszuloten, sondern auch, einen Eindruck vom „Wesen“ zu bekommen. Was hier nach Esoterik oder Psychologie klingt, ist nicht ganz unwichtig: Nicht alle Ideen passen zu jedem. Und darum entwickelt man erste Ideen am besten gemeinsam und bereits im Vorfeld und geht so mit einigen Zielfotos im Hinterkopf ins Shooting. Meistens sprudeln während des Fotografierens immer noch einige zusätzliche Bildideen heraus. Halten wir also fest: Das Ziel ist der Weg!

    Die Location

    Auch, wenn es bei den Fotos um DICH geht, steht und fällt die Qualität mit der Location. Und bei Outdoor-Fotos zusätzlich mit der Tageszeit, zu der das Shooting stattfindet. Je nachdem was mit den Fotos transportiert werden soll, die Location muss sprichwörtlich „ins Bild passen“. Sie muss stimmig sein. Auch das ist eine Gemeinschaftsarbeit zwischen Model und Fotograf. Ich bekomme regelmäßig Anfragen zu sehr speziellen Themengebieten. Heute eine Country-Band, morgen ein Harley-Fahrer und übermorgen die seriöse Business-Dame. Es lohnt sich, gemeinsam über mögliche Locations nachzudenken. Ich betrachte dies aus fotografischer, das Model aus themenbezogener Sicht – zusammen wird ein Schuh draus!

    Ganz besonders wichtig: die Tageszeit. Die gleißende Mittagssonne wollen wir vermeiden. Für Paarfotos warten wir lieber bis zum späten Nachmittag, um die warmen Abendstrahlen der Sonne zu nutzen. Babyfotos sollten sich nach den Aktivitätsphasen des kleinen Neu-Erdenbürgers richten, während Bilder mit Tieren häufig in den Morgenstunden besonders gut umzusetzen sind.

    Lachendes Baby beim Outdoor-Shooting

    Timing ist aus vielerlei Hinsicht wichtig. Bei Babyfotos geht es in erster Linie darum, die Aktivitätsphasen gut abzupassen, damit wir solche glücklichen Gesichter einfangen können.

    Engagement Shooting im Wald

    Grundsätzlich gilt, die gleißende Mittagssonne zu meiden. Deshalb: Entweder zu einer anderen Tageszeit fotografieren oder (wie hier) die direkte Einwirkung der Sonnenstrahlen umgehen.

    Das Shooting

    Jetzt wird es spannend: das Shooting an sich! Meistens ist die zu fotografierende Person zu Beginn ein bisschen aufgeregt. Dazu verrate ich dir ein kleines Geheimnis: Ich auch! Und viele andere Fotografen ebenfalls – das geben nur die wenigsten zu. Fotografieren und fotografiert werden ist etwas sehr Persönliches. Und echte Routine gibt es ja eigentlich nie, wenn man mit Menschen zusammenarbeitet. Jede Person ist anders, hat andere Erwartungen, Wünsche und Vorstellungen. Seien wir also froh, dass wir beide das alles sehr spannend finden, schließlich spornt dies immer auch ein bisschen an. Nach kurzer Zeit sind wir dann im Hier und Jetzt und arbeiten an unseren gemeinsamen Ideen. Gott sei Dank können wir in der digitalen Fotografie die Bildergebnisse direkt am Display sehen. Die werde ich dir zwischendurch immer wieder zeigen und miteinander besprechen. So „entwickeln“ sich Bilder während des Shootings. Wem sein Lächeln bis hierher zu wenig/zu stark war, dosiert es danach anders. Was zu hell ist, kann beim nächsten Bild dunkler fotografiert werden und wem seine Haare nicht gefallen, der frisiert noch fix um. Kommunikation ist das Zauberwort beim Shooting.

    Fotograf Florian Laeufer beim Babyshooting

    Fotograf Florian Läufer mit seinem „Model“ beim Babyshooting. (Handyfoto) Selbst die Kleinsten werden einbezogen. 😉

    Die Kamera

    Viele Fotografen sind verrückt nach Technik. Ich schließe mich da nicht ganz aus und habe schon viel Geld in noch bessere Kameras, noch schärfere Objektive investiert. In „normalen“ Situationen sieht der Laie an den Bildergebnissen vermutlich nicht einmal einen Unterschied. Bei schwierigen Lichtverhältnissen trennt sich aber rasch die Spreu vom Weizen. (Puh, damit habe ich die Investitionen nicht umsonst getätigt.) Was sind schwierige Lichtverhältnisse? Fotografieren ohne Blitz in Innenräumen, fotografieren in der Kirche, fotografieren in der Dämmerung, fotografieren von sich bewegenden Objekten, und, und, und. Sprich: In ziemlich vielen Situationen, die meinen Alltag ausmachen. Professionelle Technik ersetzt nicht das Auge, die Idee und das Drumherum – keine Frage. Aber in eben genannten Situationen sind die Bilder einfach schärfer, knackiger, rauschärmer und farbechter, wo einfaches Equipment längst in die Knie gegangen ist.

    Equipment für den Hochzeitsfotograf

    „Mein Haus, mein Auto, mein Foto-Equipment!“ Ich bin eigentlich kein Technik-Freak aber gute und lichtstarke Objektive sind unerlässlich für die Fotografie bei grenzwertigen Lichtbedingungen. Die hat man beispielsweise in der Event- und Hochzeitsfotografie häufig.

    Eventfotografie im letzten Licht

    Wenn Restlicht und der Schein einer Petroleum-Lampe die einzigen Lichtquellen sind, bist du als Fotograf froh, ein lichtstarkes Objektiv und eine rauscharme Kamera zu besitzen. Ein Blitzgerät hätte hier die Lichtstimmung zerstört.

    Die Bildbearbeitung

    Fotografieren ohne Bildoptimierung ist längst undenkbar geworden. Die Bildbearbeitung gehört für den Fotograf inzwischen zum kreativen Prozess einfach dazu. Außerdem ist sie häufig für den eigenen Stil verantwortlich. Und damit sind NICHT diese merkwürdigen One-Klick-Filter gemeint, wie wir sie von Instagram & Co kennen. Nur weil irgendeine Automatik das Farbspektrum verschiebt, hat man noch längst kein Superfoto erschaffen.

    Ich meine hier die selektive Bearbeitung, die es erlaubt, bestimmte Bildteile hervorzuheben oder abzuschwächen. Das Anziehen oder Verringern von Kontrast, Schärfe und Farbintensität zur Erschaffung neuer/eigener Looks oder das dezente Retuschieren störender Elemente.

    Screenshot Bildbearbeitung mit Lightroom

    Junge Frau beim Business Fotoshooting

    Ohne Bildbearbeitung geht es heutzutage nicht mehr. Wenn allerdings das Foto an sich murks ist, kannst du auch mit dem besten Programm nichts mehr retten. Bildbearbeitung ist die Würze der Fotografie und verleiht den Fotos den letzten Schliff.

    Ein Verzicht auf Bildbearbeitung ist aus einem weiteren Grund für mich gar nicht mehr möglich: Dazu muss man wissen, dass JEDE Kamera bereits intern ein Bild mit einer Art Automatik bearbeitet, wenn es ein JPG-Foto erzeugt. Es wird also ohne zutun geschärft, Farben angezogen, Kontraste gesteigert etc… Ich arbeite mit RAW-Dateien, die keinerlei Bearbeitung erfahren und entwickle diese Datei später individuell am Rechner. Was zu anlogen Zeiten in der Entwicklung durch Auswahl unterschiedlicher Filme und durch diverse Flüssigkeiten erreicht wurde, wird heute am Computer gemacht. Das ist zeitintensiv und muss für jedes Bild individuell vorgenommen werden. Die deutlich besseren Ergebnisse rechtfertigen aber diese wichtigen Bearbeitungsschritte.Viele sagen, die Bildbearbeitung würde das eigentliche Fotografieren entzaubern. Da ist was dran. Ohne geht’s aber nicht mehr.

    Unbearbeitetes Foto der Landschaftsfotografie

    Vorher/Nachher Bildbearbeitung in der Landschaftsfotografie

    Vorher/Nachher: Oben ist das Bild zu sehen wie es aus der Kamera kommt. Die Idee, das fließende Wasser durch eine lange Verschlusszeit darzustellen, wurde perfekt umgesetzt. Erst nach Ausarbeitung der RAW-Datei wird das Bild zu einem kleinen Kunstwerk.

    Erfahrung

    Ich fasse mich kurz und du weisst es selbst aus den Gebieten, in denen du Fachmann bist: Ohne Erfahrung kommst du natürlich auch als Fotograf nicht weit. Nicht falsch verstehen, die experimentelle Fotografie kann spannend, kreativ, künstlerisch und im Ergebnis sogar umwerfend sein – muss sie aber nicht! Wer auf Ansage gute Ergebnisse abliefern soll, muss wissen, was er tut und auf (s)einen Erfahrungsschatz zurückgreifen können.

    Immer wieder höre ich das Argument von Hochzeitspaaren, dass sie das Geld für einen professionellen Fotografen sparen wollen und einen Freund bitten, den großen Tag in Bildern festzuhalten. „Zum Üben!“ Wollen wir tatsächlich den schönsten Tag im Leben einem Experiment hergeben…?

    Hochzeitspaar vor dem Altar fotografiert

    „Ja, ich will!“ Der schönste Tag im Leben ist es wert, von einem erfahrenen Fotografen für immer in stimmungsvollen Bildern konservieren zu lassen.  

    Anregungen, Kritik, Feedback zu diesem Blogbeitrag? Schicke mir gerne eine Nachricht über das Kontaktformular.

  • Touristik – Fotografie

    Touristik – Fotografie

    Kaum ein Auftrag ist so vielseitig wie die Fotoshootings der letzten zwei Jahre, die der Tourismusverband Seenland Oder-Spree e.V. gemeinsam mit mir realisiert hat. Worum es geht, wie die Fotografie bei diesen mehrtägigen Shootings abläuft und welche Herausforderungen es zu meistern gilt, liest du hier.

    Die Idee, die hinter diesen Shootings steckt, ist mit einem Satz auf den Punkt gebracht: Die Region durch aussagekräftige, stimmungsvolle und emotionale Fotos stärken, den Tourist neugierig machen und dadurch bestenfalls Begeisterung und Reisebereitschaft wecken. So weit, so einfach. Fotografisch decken die Anforderungen eigentlich alle Bereiche ab: Architekturaufnahmen (innen und außen), Landschaftsfotografie, touristische People- und Portraitfotos, bei der typische Freizeitbeschäftigungen wie Radfahren, Wandern, Sightseeing, Angeln, und, und, und herausgearbeitet werden. Später wird das Bildmaterial für Broschüren, Kataloge, Flyer, Webauftritt und Anzeigen genutzt.

    Die Straussee Fähre im besten Licht der Abendsonne fotografiert

    Pusteblume

    Naturwiese im Licht der untergehenden Sonne

    Detailaufnahme im Licht des Sonnenuntergangs

    Naturfoto Kanufahren auf der Spree

    Fotoshooting mit junger Frau in Jeanslook im Kornfeld

    Paarfoto im Ruderboot auf der Oder

    Die Fotografie für die Brandenburger Touristiker ist vielseitig. Es sollen Emotionen transportiert werden, Landschaften und Sehenswürdigkeiten gezeigt und stimmungsvolle Details ebenso herausgearbeitet werden, wie unterschiedliche Freizeitaktivitäten. 

    Das Wetter ist eine Diva

    Das alles muss geplant werden, klar. Models unterschiedlichen Alters, Dienstleister vor Ort, Steuerung der Shootings durch die (auffällig engagierten) Mitarbeiterinnen des Tourismusverbands, ich als Fotograf – wir alle müssen zusammenkommen. Um möglichst effektiv zu arbeiten, komprimieren wir dann immer ein straffes Programm, welches über mehrere Tage abgearbeitet wird. Und damit fangen manchmal die ersten Problemchen an… Auch, wenn du alle Beteiligten zu genanntem Termin an einen Tisch bekommst, es gibt immer eine Diva, die sich kaum an Abmachungen hält: das Wetter! Und das muss man eben nehmen, wie es kommt.

    Aber: Das kluge Team baut vor! Neben „echten“ Shooting-Terminen haben wir immer auch Plan B in Form von Ausweichterminen in der Tasche, falls es doch einmal Bindfäden regnet. Insgesamt gilt bei den straffen Terminen allerdings, dass du als Fotograf aus den aktuell gegebenen Umständen das Beste herausholen musst. Während der Landschaftsfotograf oft stunden- oder tagelang auf DAS Licht wartet, bleibt hier an vielen Spots oft nur ein Zeitfenster von einer Stunde. Die Shootings sind also auf Output ausgelegt und die Kunst ist, aus diesen Situationen tolle Ergebnisse herauszuholen.

    Touristen im Museumspark Rüdersdorf

    Besucherin im Luftfahrtmuseum

    Architekturfotografie

    Touristen in dem Heimatmuseum Erkner

    Unternehmensfotografie mit Gästen im Cafe

    Galerie in der Alte Dampfbäckerei

    Das Wetter – es richtet sich ja leider nicht immer nach dem Wetterbericht. Deshalb halten wir meistens noch einige Ausweichtermine frei (falls es mal ganz böse kommt) oder weichen kurzfristig auf Architektur- und Innenaufnahmen aus. Da die Region ausgesprochen groß ist und es entsprechend viel zu entdecken gibt, gehen den Touristikern nie die Orte und Ideen aus.

    Available Light-Fotografie

    Aber auch bei den People- und Portraitaufnahmen weiß ich nur selten vorab, welche Lichtsituationen mich erwarten. Zeit für einen komplizierten Lichtaufbau mit mehreren Blitzgeräten und Lichtformern ist kaum. Wo man also theoretisch eine schöne Studiosituation erschaffen könnte, bleiben ein paar Minuten. Gut werden soll es natürlich trotzdem. Kein Problem: Hier setze ich auf Available Light-Fotografie, also das Arbeiten mit vorhandenem Licht. Machmal ergänze ich mit ein oder zwei batteriebetriebenen Systemblitzen, um Schatten aufzuhellen oder Lichtkanten zu setzen – das war’s.

    Portraitfoto von Martin Haupt, Pfarrer im Dom Fürstenwalde

    Traditionell gekleidet

    Stimmungsfoto von zwei jungen Damen auf einem Steg am See

    Mitarbeiterin der Landschlachterei

    Portraitaufnahme eines Fischers im Oderbruch

    Fahrradfahrerinnen im Oderbruch

    Portraitfotograf Florian Läufer bei der Arbeit

    Gastronomie-Fotografie im Landhaus Alte Eichen

    Landhaus Alte Eichen in Bad Saarow

    Imagefoto im Cafe Prinz Albrecht

    Bei den Portraitfotos von Dienstleistern und Touristen arbeite ich überwiegend mit vorhandenem Licht und helfe maximal mit ein zwei batteriebetriebenen Blitzen nach. Nur gelegentlich steht ausreichend Zeit zur Verfügung, um aufwendigere Sets aufzubauen. (Danke für das Handybild, Katrin!) Aber mal ganz ehrlich: Keines der Ergebnisse muss sich verstecken, oder?

    Inzwischen habe ich mich gut in die Anforderungen dieser situativen Fotografie eingearbeitet und mein (fast) wichtigstes Ausrüstungsteil ist: ein faltbarer Bollerwagen! Ich glaube, manch einer kann sich ein Schmunzeln nicht verkneifen, wenn wir als Fotocrew an den Locations unterwegs sind und ich meinen blauen „Bolli“ mit dem Equipment hinter mir herziehe. Unter uns: Manchmal lache ich sogar selbst. Gut so! Spaß und Freude ist vermutlich das Geheimnis jeder guten Arbeit. Und das haben wir trotz der langen und anstrengenden Tage immer. (Danke für das Vertrauen, danke für die Planung und gemeinsame Durchführung unserer Shootings Ellen, Sandra, Katrin, Marie und Steffen. Wir sind schon fleißige Bienchen, gell!)

    Fotoshooting im Barockgarten Neuzelle

    Kellergewölbe im Brauereimuseum

    Landschaftsfotografie Scharmützelsee

    Tierfotografie – Storch auf geerntetem Feld

    Innenaufnahmen im Besucherzentrum Schweizer Haus

    Kinderfoto im Campingzelt

    Angler am Lagerfeuer kurz nach Sonnenuntergang

    Angelfoto zwei erfolgreicher Angler im Sonnenuntergang

    Abwechslungsreiche Fotografie in Brandenburg. Nicht selten geht es innerhalb von 12 Stunden von der Architektur- über die Landschafts- und Tierfotografie bis zur Erstellung von stimmungsvollen Aufnahmen typischer Freizeitaktivitäten wie zum Beispiel dem Angeln. Ich mag diese spannenden Fototage! 🙂

    3. Platz beim Tourismuspreis

    Dass die gemeinsame Arbeit belohnt wird, zeigt die Prämierung der „Entdeckertouren“. Dieser handliche Ausflugsplaner (der mit 172 Seiten schon fast ein kleines Buch geworden ist) wurde vom Tourismusverband bei der Berliner Medienagentur Möller in Auftrag gegeben und kooperativ mit einer Vielzahl meiner Fotos erstellt. Nicht nur, dass die für zwei Jahre vorgesehene Auflage bereits nach einem Jahr vergriffen war und jüngst nachgedruckt wurde. Sie belegte auch einen beachtlichen 3. Platz bei der Vergabe des Brandenburgischen Tourismuspreises 2017 im Rahmen der ITB. Herzlichen Glückwunsch!

    Längst finden sich auch viele weiterer meiner Fotografien auf diversen Titelbildern touristischer Printprodukte wieder. Jüngstes Projekt ist die Erstellung der 108 Seiten starken Broschüre „Flanieren in Parks und Gärten“. Rund 90 Prozent der gezeigten Fotos stammen aus unseren gemeinsamen Shootings. Allerdings: Das Titelfoto kommt nicht aus meiner Kamera – wir erwischten leider keinen einzigen Tag mit blauem Himmel zum Fotografieren des gezeigten Schlossparks Steinhöfel. Das Wetter ist und bleibt eben eine Diva!

    Entstandene Titelfotos

    Titelbild Urlaubsplaner 2018 Seenland Oder-Spree

    Ferienmagazin Coverfoto

    Titelfoto aus einem gemeinsamen Fotoshooting mit dem Tourismusverband Seenland Oder/Spree

    Titelfoto Tourismusverband Seenland Oder-Spree

    Titelfoto aus der Werbefotografie

    Titelfoto aus einer Beilage des Berliner Wochenmagazins Zitty

    Frontcover aus Fotoshooting mit Tourismusverband Seenland Oder/Spree

    Frontcover aus Fotoshooting

     

    In eigener Sache:

    Ganz gleich ob Handwerksbetrieb, Ladengeschäft, Büro, Hotel oder Fitnesscenter: Um sich von Mitbewerbern abzuheben, kann ein niveauvolles Firmenporträt zu einem wichtigen Baustein werden. Aussagekräftige Fotos helfen, Ihr Unternehmen im richtigen Licht zu präsentieren und sprechen die Emotionen des Betrachters an. Ein stilvolles Ambiente, Schaffensprozesse im Handwerksbetrieb oder positive Eindrücke von Ihren Mitarbeitern lassen sich über eine entsprechende Bildsprache perfekt vermitteln. Das hilft bei der Kundengewinnung und vermittelt ein überzeugendes Image Ihres Betriebes. Hier sehen Sie beispielhaft von ganz unterschiedlichen Unternehmen, wie Ihr Ergebnis aussehen könnte: Your Business

    Kommen Sie bei Interesse gerne über das Kontaktformular oder telefonisch ins Gespräch mit mir.

  • Fotoauftrag ablehnen?

    Fotoauftrag ablehnen?

    Warum ich auch mal einen Fotoauftrag ablehne? Ganz bestimmt nicht, weil ich es mir leisten könnte. Im Gegenteil, eigentlich besteht mindestens 50 Prozent meiner Arbeit (und die fast aller Fotografen) darin, Aufträge zu generieren. Gleicht es da nicht einem betriebswirtschaftlichen Harakiri, eine Kundenanfrage abzulehnen? „Ganz schön arrogant!“ – so hat es ein Bekannter mal formuliert, als ich ihm erzählte, einen lukrativen Job aufgrund eines schlechten Gefühls abgelehnt zu haben. Ich hielt dagegen und sagte: „Ganz schön arrogant, wer sich anmaßt, JEDEN Job machen zu können!“

    Worauf ich hinaus möchte: Ich habe bisher noch niemanden kennengelernt, der alles kann und weiß. Und zwar quer durch alle Berufsgruppen. Es gab einige Zeitgenossen, die GLAUBTEN alles zu können und zu wissen. Meistens sogar besser. Wir alle kennen sie: Die Großsprecher und Selbstlober, die Nichts-Dahinter–Seier und Hinterher-Zurückruderer. Erst wird versprochen, später kleingeredet.

    Der Zweifel gibt mir Sicherheit

    Ich komme als Verkäufer nicht gut zurecht. Denn da muss man das vermutlich können. Mit viel Charisma und noch mehr Überzeugung dem Kunden seinen Bedarf einreden, ihn davon überzeugen, was er heute morgen selbst noch nicht wusste. Zweifel? Nicht mal in Spurenelementen vorhanden! Bei mir ist das anders. Ich bin ein Leisetreter. Und überhaupt: Verkäufer wollte ich nie werden. Fotograf schon.

    Kein Grund, die Flinte (in diesem Fall die Kamera) ins Korn zu werfen! Ich bin der festen Überzeugung, dass man in einem kreativen Beruf nur wirklich gut sein kann, wenn man für eine Sache brennt. Und was ist mit dem Zweifel? Der gehört – in gesunder Ausprägung – unbedingt dazu! Ja, mir gibt Zweifel Sicherheit. Klingt wie ein Widerstreit, ist es aber nicht. Denn: Nur wer seine Arbeit immer wieder hinterfragt, die Ergebnisse selbstkritisch begutachtet, kann sich weiterentwickeln. Wer mit 80 Prozent zufrieden ist, kann niemals hundertprozentige Arbeit abliefern – so einfach ist das.

    Um realistisch (und bei den 100 Prozent) zu bleiben: Jeder Fotograf ist auf der lebenslangen Suche nach dem perfekten Foto. Ein Foto, wo ALLES stimmt. Ich habe es nach 20 Jahren leidenschaftlicher Fotografie bisher nicht geschafft, so ein Foto zu machen. Zumindest aus meiner Perspektive betrachtet. Ich bekomme viel Lob für meine Arbeiten, wische die aber meistens mit einem „…ja…, doch… aber hier hätte das Licht noch einen Tick mehr von der Seite fallen können…“ beiseite. Man könnte das auch Perfektionismus nennen, da schwingt allerdings irgendwie immer etwas Getriebenes mit.

    Und das Business?

    Bevor nun der Eindruck der Unprofessionalität entsteht, muss ich gestehen, dass ich natürlich auch strategisch vorgehe. Ich plane meine Shootings vorab, ich betreibe Location-Scouting, ich versuche, die Beweggründe der fotografierten Personen für das Shooting zu ergründen, all das. Und ich habe einen Grundsatz für meine Aufträge: under promise and over deliver. Bedeutet: Ich verspreche weniger als ich halten kann und liefere mehr als ich versprochen habe. Manchmal blende ich dabei sogar die Ebene des betriebswirtschaftlichen Denkens aus und bringe mich weit über Gebühr ein. Dafür halte ich gleich meine zweite Maxime bereit: Lieber Geld verlieren als das Vertrauen des Kunden. Beides zusammen zahlt sich am Ende in Kundenglücklichkeit aus und wie wichtig die ist, lernt jeder BWL-Student im ersten Semester.

    Und hier schließt sich der Kreis zu meiner eingangs erwähnten Einstellung bezüglich der Ablehnung von Fotoaufträgen. Aufträge, die nicht mein Spezialgebiet sind, für die ich mich verbiegen müsste, die meiner Philosophie zuwider laufen, kann ich vermutlich nur schwer so erfüllen, dass ich von nachhaltig zufriedenen Kunden ausgehen darf. Weiterempfehlungen sind meine Währung, nicht das schnelle Geld.

    Kinder mit Tränen in den Augen

    Konkret? Konkret: Vor einiger Zeit erhielt ich die Anfrage eines Kindergartens, um dort für Mutti und Vati die klassischen Kinderbilder zu machen. Technisch wäre das weder aus fotografischer Sicht noch in Hinblick auf die Bestellabwicklung problematisch geworden. Finanziell hätte sich das durchaus gelohnt. Die Krux an der Sache war die Anzahl der Kinder und die zur Verfügung stehende Zeit. 60 Kinder in zweieinhalb Stunden. Während andere da sofort das Klingeln in der Kasse hören, sah ich so eine Art Massentierhaltung. Pro Kind hätten mir rechnerisch 150 Sekunden zur Verfügung gestanden. Ganz egal, ob die armen Kids Tränen in den Augen oder Unbehagen im Herzen gehabt hätten – 150 Sekunden! Ich habe den (lukrativen) Auftrag abgelehnt. So möchte ich nicht arbeiten. Die Moral von der Geschichte: Einige Monate später habe ich in einem Waldkindergarten die Kids fotografiert. Halb so viele Kinder in doppelter Zeit. Das hat in jeder Hinsicht Spaß gemacht und wo Tränchen flossen, blieb Zeit, um ein bisschen killekille zu machen.

    Und auch eine Modestrecke habe ich nicht angenommen, die Nackedei-Anfragen lehne ich ab und selbst wenn einfach „die Chemie“ nicht stimmt, denke ich nicht allzu lange darüber nach. Und da, wo alles passt, punkte ich mit Biss, Durchhaltevermögen und vollem Einsatz. Sich selbst treu bleiben – vielleicht ist das ganz am Ende mehr Wert als volle Auftragsbücher…

  • Pferde-Fotoshooting mit Anne und Index

    Pferde-Fotoshooting mit Anne und Index

    Gutes Timing ist bei einem Pferde-Fotoshooting in Hinsicht auf das Wetter ganz sicher der erste Schritt zu tollen Fotos. Bei dem lange im Voraus geplanten Shooting mit Anne und ihrem Wallach Index hinkte die Sonne der Wettervorhersage zwar ein wenig hinterher, allerdings wurden wir uns schnell einig, dass wir darüber sogar ziemlich glücklich sind. Denn auf diese Weise entstanden bei dem zweistündigen Pferde-Fotoshooting diverse Aufnahmen mit ganz unterschiedlichen Stimmungen.

    Vorausgesagt war Sonnenschein ab 8 Uhr, Bewölkung und Regen ab Mittags. Was machst Du? Genau, um 9 Uhr loslegen, um das gute Licht zu nutzen. Weil sich das Wetter aber nicht immer nach der Wetterprognose richtet, begann der Morgen neblig-trüb. Das allerdings verwandelte die nahegelegene Koppel in eine mystisch-frühherbstliche Weide, was den hier entstandenen Fotos einen leichten Dunstschleier verleiht und den Betrachter dadurch auf das Hauptmotiv – die sympathische Anne mit und auf ihrem Pferd Index – lenkt. Und so haben wir sehr stimmungsvolle Fotos realisieren können, die den Blick in die Ferne schemenhaft verschleiern. (Wer mir hier ja besonders gefällt: Hund Bob!) Anne und ich sind ausgesprochen zufrieden mit den Ergebnissen aus dem ersten Teil von diesem Pferde-Fotoshooting.

    Pferde-Fotoshooting mit Hund auf einer Koppel im Frühherbst

    Reiterin mit Cowboy-Hut auf dem Pferd von hinten fotografiert

    Portrait von Pferd und Reiterin

    Foto von Reiterin und Pferd im Frühherbst

    Der zweite Teil vom Pferde-Fotoshooting

    Nur einen Katzensprung war der kleine Teich entfernt, an dem wir nun noch zusätzliche Bilder realisieren wollten. Und was sich eben schon abzeichnete, bekam plötzlich ein strahlendes Gesicht: Die Sonne kämpfte sich im Nu durch den morgendlichen Dunst und sorgte für ein warmes Licht. Na bitte! Jetzt kamen die Farben richtig schön zum Leuchten und das Licht half, die abspritzenden Tropfen auf den Bildern richtig schön „einzufrieren“. Der Fotoapparat ratterte in einer Tour und es kam eine schöne Auswahl toller Fotoergebnisse dabei heraus. Klasse!

    Pferd und Reiterin im flachen Wasser beim Fotoshooting

    Pferde-Fotoshooting mit Reiterin und Hund

    Übrigens: Dieses tolle Pferde-Shooting entstand aus einem meiner Fotoshooting-Gutscheine heraus, den Anne von ihren Freundinnen zum Geburtstag geschenkt bekam. Wenn du also noch nach einem persönlichen Geschenk für eine(n) deiner Liebsten suchst, könntest du ja vielleicht…!?

    Schreibe mir einfach eine Nachricht über das Kontaktformular, wenn du an dieser Geschenkidee interessiert bist.

    Weitere Fotos aus der Kategorie „Pferd und Reiter“ findest du in meinem Portfolio. Hier geht es direkt dorthin: Pferd & Reiter

  • Grill-Kontor Hamburg – ein Firmenportrait

    Grill-Kontor Hamburg – ein Firmenportrait

    Bereits zum zweiten Mal hatte ich ein Fotoshooting im Grill-Kontor Hamburg. Diesmal war es eine Mischung aus Eventfotografie, Firmenportrait und Mitarbeiterfotos. Einen Tag lang erstellte ich ganz unterschiedliche Fotos, die für Internetauftritt, Social Media und Werbematerialien genutzt werden sollen.

    Im Grill-Kontor Hamburg geht es heiß her: Auf rund 200 Quadratmetern präsentiert das dynamische Team um Inhaber Dirk Alberts eine beachtliche Auswahl diverser Grills der ganz großen Marken wie Weber, Napoleon, Monolith oder Broil King. Ein echtes Highlight ist für mich aber die integrierte Grill-Akademie. Hier finden Grillkurse für bis 16 Personen statt – und zwar Indoor!

    Firmenportrait – das Shooting

    Der Tag begann mit einigen Aufnahmen des Ladengeschäfts, die bei keinem Firmenportrait fehlen dürfen. Danach schaute ich mit der Kamera den Teilnehmerinnen eines kleinen Grillkures über die Schultern. Besonders klasse: Beim späteren Verzehr des Grillguts durfte ich mich mit an den Tisch setzen und mich für die späteren Mitarbeiterfotos stärken. Fotografieren kann so lecker sein! Was an diesem Tag an Bildmaterial herausgekommen ist? Rund 150 professionelle Bilder für ein stimmiges Firmenportrait. Hat Spaß gemacht!  Hier sehen Sie eine Handvoll der Ergebnisse:

    Die Bücherwand im Grill-Kontor Hamburg

    Tresenbereich im Grill-Kontor Hamburg

    Beim Firmenportrait entstanden: Detailfoto hochwertiger Messer

    Firmenportrait Grill-Kontor Innenaufnahme

    Zu Beginn des Tages entstanden allerlei Bilder vom Ladengeschäft aus unterschiedlichen Perspektiven sowie diverse Detailfotos. Hier und bei allen weiteren Fotos achtete ich darauf, dass immer wieder das Logo des Grill-Kontors auftaucht. Aus meiner Sicht darf das bei einem Firmenportrait nicht übertrieben aber auch keinesfalls vergessen werden.

    Grillkursteilnehmer im Grill-Kontor Hamburg

    Detailfoto von einem Messerblock im Grill-Kontor

    Schönes Eventfoto: Dirk Alberts mit Teilnehmern eines Grillkurses

    Detailfoto während eines Grillkurses in Hamburg

    Danach blickte ich den Teilnehmerinnen eines Grillkurses in der Grill-Akademie mit dem Fotoapparat über die Schultern. Inhaber und Geschäftsführer Dirk Alberts und seine Mitarbeiter erklärten, zeigten und halfen, die Gäste nahmen das Wissen mit reichlich guter Laune auf. Dass die Mitarbeiter vom Grill-Kontor Hamburg ihren Job lieben, war spürbar. 

    Grillfleisch auf dem Grill

    Gehört zum Firmenportrait dazu: zwei Grillmeister in Aktion

    Die Grill-Akademie Hamburg im Firmenportrait. Hier eine Innenaufnahme

    Wenn man sich ganz fest konzentriert, kann man den Duft von perfekt zubereitetem Grillfleisch auf dem Display „sehen“, oder? Es ist schon erstaunlich, was hier Leckeres gezaubert wurde. Und das ganz easy und mit ansteckender Gelassenheit. Top Team!

    Mitarbeiterfoto Grill-Kontor Hamburg

    Photobombing beim Shooting der Mitarbeiterfotos

    Ganz zum Schluss erstellten wir bei diesem Firmenportrait dann noch einige Mitarbeiterfotos – die kleine mitgebrachte Studio-Blitzanlage machte es möglich. Marcus und Ulrike von Waterkant BBQ (oben) sind zwei sympathische Kooperationspartner der Grill-Akademie. Und zum unteren Bild: Wer solche Kollegen hat, braucht keine bösen Nachbarn mehr – Photobombing par excellence! 

    Übrigens: Eine kleine Auswahl weiterer Firmenportraits findest du hier auf der Webseite unter dem Menüpunkt Your Business. In Kürze werden dort und hier auf dem Blog einige zusätzliche Unternehmen zu sehen sein. Und wenn Sie selbst Interesse an Unternehmensfotos haben, dann kommen Sie gerne telefonisch oder über das Kontaktformular ins Gespräch mit mir.

  • Portraitshooting mit Plan

    Portraitshooting mit Plan

    Häufig sind es die kleinen Dinge bei einem Portraitshooting, die Fotos zu etwas ganz Großem machen. Dies können Gesten, Körperhaltungen, Hintergründe, Locations oder natürliche Accessoires sein – oder ein Zusammenspiel aus mehreren dieser Faktoren.

    Die Krux an der Sache: Was dem einen (Fotograf) gefällt, muss dem anderen (Model) noch lange nicht begeistern. Und damit bin ich bei einem Punkt, der vor jedem Portraitshooting steht. Damit sich eine möglichst große Schnittmenge zwischen den Ideen des Fotografen und deinen Wünschen bildet, muss man: miteinander sprechen! Klingt einfach, ist es auch. Eigentlich. Bevor wir ein gemeinsames Portraitshooting planen, versuche ich herauszufinden, was Deine Wünsche sind und was Du von den späteren Bildergebnissen erwartest. Und dann: „Och, schön sollen sie sein. Du machst das schon, du bist der Fachmann.“ Über das Vertrauen freue ich mich natürlich, einerseits. Andererseits besteht das Risiko, dass Du in unpassenden Posen oder Locations abgelichtet wirst. Was willst du mit den Portraitfotos transportieren? Wie möchtest du dargestellt werden? Anders ausgedrückt: Lieber cool oder verspielt? Seriös oder salopp?

    Schwarzweiss Businessfoto Seriöses Business-Foto. Der Griff an den Manschettenknopf soll suggerieren: Ich kann anpacken!

    Frau mit knallroten Haaren bei urbanem Portraitshooting

    Die urbane Umgebung war für dieses Portraitshooting mit Sarah genau die richtige Location.

    Dein Portraitshooting: So wird es zum Erfolg

    Wie im Restaurant: Wenn der Kellner fragt, was ich essen möchte, reicht „Lecker soll es sein. Und mich satt machen!“ nicht aus. Jetzt geht’s ins Detail: Lammrücken oder Kalbsmedaillons? Kartoffeln oder Reis? Beim Fotografieren geht es kaum anders zu und so stelle ich viele Fragen, um eine Idee zu bekommen, was Du haben möchtest. Worauf ich hinaus möchte: Lass uns gemeinsam Deine Bildideen erarbeiten. Schau dich gerne in meinem Portfolio für erste Eindrücke um. Klicke hier: Portfolio

    Dazu ein Erlebnis: Hochzeits-Shooting im Schloßpark. Irgendwann bat ich das Hochzeitspaar, sich zu umarmen. „Ja…so ist es schön.“ Klick. „Schaut mal in die Kamera…uuund ganz viel lächeln…“ Klick, Klick. „Und jetzt schließt mal eure Augen.“ Klick. Plötzlich Gelächter. „Florian, sei uns nicht böse. Aber wir gehen als Pärchen so burschikos miteinander um, dass die verträumte Nummer bei uns nicht ganz passt.“ Jetzt musste ich auch lachen. Der Stil für diesen Tag war damit klar.

    Portraitfoto Mann mit grauem Bart und Zigarette

    Charakterportrait bei einem Shooting in meiner Heimatstadt Hamburg. Erst die Zigarette lässt den Seebären zum Seebären werden. Na gut, und der grau melierte Vollbart…

    Fotos leben von Ideen – deinen und meinen!

    Die besten Ergebnisse werden wir in der Portraitfotografie also immer erzielen, wenn wir unser Shooting gemeinsam planen. Die passende Location und ein aussagekräftiges Outfit sind das eine. Jetzt geht’s für mich ans Fotografieren – und für Dich ans Posing. Auch hier ist es gut, wenn Du Dich einbringst. Grundsätzlich gebe ich eher wenig Anweisungen und lasse Dich ein bisschen kommen, so wirkt es am natürlichsten. Aber ganz klar, im Hinterkopf habe ich natürlich auch eigene Ideen, wie Du Dich stellen kannst.

    Portraitshooting auf einem Feld mit junger Frau in Jeanskleidung und Cowboy-Hut

    Stell dir dieses tolle Foto ohne Sandras Cowboy-Hut vor. Genau: Die Bildwirkung wäre eine ganz andere!

    Ganz wichtige Sache: Accessoires! Wenn der Hund, mit dem Du Dich ablichten lassen willst, ein süßes Halstuch um den Hals gebunden hat, wirkt er gleich noch knuffiger. Fotos im Kornfeld und du bringst Jeanskleidung und einen Cowboy-Hut mit zum Shooting? Genial! In der Baby- und Newborn-Fotografie sind die kleinen Schleifchen und feinen Stoffe gar nicht wegzudenken. Und hier schließt sich der Kreis zum oben Gesagten: Lass uns miteinander besprechen, wie wir aus unserem gemeinsamen Portrait-Shooting das Optimale für Dich herausholen. Dann werden die Fotos zum Spaziergang und die Ergebnisse begeistern dich und deine Lieben.

    Wenn du Interesse an einem Portraitshooting mit mir bekommen hast, dann schicke mir einfach eine Nachricht über mein Kontaktformular. Hier geht es direkt dorthin: Kontakt

  • Darum gehört die Bildbearbeitung zum Fotografieren dazu

    Darum gehört die Bildbearbeitung zum Fotografieren dazu

    Wer will es leugnen: Die digitale Fotografie hat die klassische Fotografie revolutioniert – und das ist noch vorsichtig formuliert. Die wichtigsten Errungenschaften sind, erstens, die Tatsache, dass wir das Ergebnis unmittelbar nach der Aufnahme betrachten können. Zu hell? Zu dunkel? Zu irgendwas? Kein Problem, dann machen wir das Foto einfach nochmal. Zumindest in den Fällen, wo dies möglich ist. Außerdem haben sich, zweitens, die Möglichkeiten der nachträglichen Bearbeitung unserer Fotos vertausendfacht. Ich kann mich noch viel zu gut an die Zeiten erinnern, in denen ich mit Diafilmen fotografiert habe. Wenn Du da Murks gemacht hast, war es Murks. Und das hast Du erst drei Tage später gesehen, wenn Du den Film aus der Entwicklung zurückbekommen hast…

    Junges Paar auf der Schaukel beim Fotoshooting mit zwei Pferden

    Bei diesem Foto war nur wenig Bildbearbeitung nötig – das ist aber nicht immer so.

    Verletzt Bildbearbeitung die Fotografenehre?

    Bleiben wir bei der Bildbearbeitung, denn um die geht es in diesem Blogbeitrag. Ich sage: Fotografieren besteht heutzutage zu 51% aus Fotografieren und zu 49% aus der Bildbearbeitung! Warum Bildbearbeitung? Weil man es kann! Ich höre schon förmlich den Aufschrei der „echten“ Fotografen. „Das ist doch kein wirkliches Fotografieren mehr, wenn erst hinterher am Computer die eigentlichen Bildergebnisse entstehen!“ Darauf entgegne ich: „Jaein!“ Wer hier mit Fotografenehre, Stolz oder Nimbus kommt, hat vermutlich Recht. Ein bisschen zumindest. Denn: Zählt am Ende nicht das Bildergebnis mehr als der Weg dorthin? In meinem ersten Beruf als Koch, habe ich die Mikrowelle verwünscht wie kein Zweiter. „Das ist doch kein echtes Kochen!“ habe ich im Brustton der Überzeugung gewettert. Ob das auch der Restaurantgast schmecken konnte, auf welchem Wege sein Essen zubereitet wurde?

    Babybauchfotos im Vergleich Schwarzweiß und Farbe

    Es ist so einfach geworden: Mit wenigen Klicks wird aus dem Farb- ein Schwarweiß-Foto. Früher musste man dafür noch einen neuen Film einlegen… Wer wünscht sich da noch die „guten alten Zeiten“ herbei? Ich nicht!

    Es gibt natürlich Grenzen. Deshalb würde mir der Begriff Bildoptimierung besser gefallen als Bildbearbeitung. Mein Anspruch in der Fotografie liegt darin, die Wahrheit zu zeigen. Allerdings ein bisschen schöner als in der Realität. Was ich sagen will: Meine Bilder sollen nicht lügen! Gewiss, ich ziehe im Nachgang die Kontraste an, drehe an den Tonwerten, verändere den Bildausschnitt, füge ein wenig Sättigung und Schärfe hinzu (oder entferne sie), entferne Bildrauschen oder spiele mit Vignetten und anderen Stilmitteln herum. Dies ist längst ein Teil des kreativen Prozesses in der Fotografie geworden. Aber ich erstelle keine Composings aus unterschiedlichen Fotos, die ich am Computer zusammenfüge. Ganz konkret: Wer sich in meinem mobilen Fotostudio fotografieren lässt, erhält Studiofotos. Wer sich bei einem Outdoor-Shooting ablichten lässt, erhält Fotos aus der Natur. Nichtmal in einem Moment größter Albernheit käme ich auf die Idee, ein Portraitfoto im Studio zu erstellen, um dann am Rechner die Person in eine Traumlandschaft einzufügen. Ja, ich weiß, oben habe ich gesagt, dass das Ergebnis zählt. Ich habe aber auch gesagt, dass die Fotografie bei mir mit einem Anteil von 51% überwiegt… Für Traumlandschaften (und da gibt es richtig tolle Ergebnisse!) bin ich vermutlich der falsche Fotograf.

    Schlafendes Neugeborenes mit der schützenden Hand das Vaters am Köpfchen

    In der Baby- und Newborn-Fotografie wird die Bildbearbeitung nicht nur zu einem wichtigen Stilelement. Kleine Hautunreinheiten – die bei Neugeborenen völlig normal sind – können ganz hervorragend korrigiert werden, während die natürliche Hautstruktur erhalten bleibt.

    Ich beschreibe heute meine Art des Fotografierens am liebsten so: Die Bildidee entsteht in meinem Kopf, das Foto in der Kamera und der Look am Rechner. Das eine geht ohne das andere nicht. Der Computer ist neben der Fotoausrüstung längst zu meinem Partner geworden. Viele Fotos sind fotografisch gar nicht möglich, erst die Bildoptimierung kitzelt den letzten Schliff heraus. Auf diese Perfektionierung zu verzichten, wäre… Tja, wie drücke ich das aus? Am besten wie es ist: doof!

    Bildlook erstellen in der Bildbearbeitung. Vergleich von zwei Portraitfotos

    Zweimal das gleiche Foto: LINKS, wie es aus der Kamera kommt und RECHTS in mittels Bildbearbeitung erschaffenem Look.

    Bildbearbeitung braucht Zeit!

    Der einzige Pferdefuß an der Sache: Bildoptimierung kostet Zeit! Aber ich bleibe dabei, darauf zu verzichten, kommt für mich nicht infrage. Je nach Auftrag kommen pro Stunde Fotografierzeit ein bis eineinhalb Stunden für die Bildbearbeitung hinzu! Arbeit, die nicht gesehen wird und wovon viele Kunden natürlich nichts wissen (können). Mit dem Fotoshooting, ist erst der halbe Weg gegangen. Die andere Hälfte findet im stillen Kämmerlein statt…

    Screenshot Lightroom für Bildbearbeitung von Hochzeitsfotos

    Bei der Hochzeitsfotografie entstehen extrem viele Fotos in sehr kurzer Zeit. Ich gehe von rund 1,5 Stunden Bildbearbeitung pro Stunde Fotografierzeit aus. Viele, viele Stunden verbringe ich nachträglich mit Adobe Lightroom in (m)einem stillen Kämmerlein. Die Ergebnisse sind es wert!

  • Warum (D)ein Fotoshooting Zeit braucht

    Warum (D)ein Fotoshooting Zeit braucht

    Schnell soll es gehen. Im Beruf, im Wartezimmer, im Straßenverkehr. Und natürlich beim Fotoshooting. Fast wöchentlich bekomme ich diese Anfragen: „Hallo, ich brauche ganz schnell Portraitfotos von mir. Kriegst Du das morgen in meiner Mittagspause hin?“ Klar, technisch geht das natürlich. Ich schicke diese Leute trotzdem immer zum Fotografen im nächsten Einkaufszentrum. Fotos-to-go statt Coffee-to-go? Nicht bei mir. Es entspricht einfach nicht meinem Verständnis des Fotografierens, Bilder am Fließband zu produzieren.

    Outdoorshooting – ganz entspannt beim Fotowalk

    Fotos sollen „leben“, bestenfalls ein Stück Persönlichkeit zeigen. Mit einem hastig aufgesetzten Lächeln ist noch längst kein echtes Glück aufs Bild gezaubert. Ganz klar, Fotos dürfen (und sollen) natürlich auch ein bisschen dicker auftragen. Wer schlüpft nicht gerne mal in eine andere Rolle? Vom Jeansträger zum Businessman – oder andersherum. Und aus der grauen Maus wird die elegante Dame. Nur: Das alles benötigt Zeit! Authentizität zieht man sich nicht über wie ein Faschingskostüm.

    Harleyfahrer auf seinem Bike sitzend mit ernstem Blick in die Kamera

    Zwei Schwestern liegen in hohem Gras und halten eine Sonnenblume in der Hand

    Jedes Fotoshooting ist ein kleines Event – auf Deine persönlichen Wünsche zugeschnitten

    Vielleicht bin ich auch aus diesem Grund ein Fotograf, der relativ wenige Anweisungen gibt. Selbstverständlich habe ich ein Repertoire an Posen und Bildideen im Hinterkopf, trotzdem lasse ich Dich gerne ein wenig von selbst kommen. Wer seine Models verbiegt wie eine Brezel, darf sich nicht wundern, wenn die Ergebnisse nicht stimmig sind.

    Die beste Methode Anspannung entgegenzuwirken ist, Studiosituationen zu vermeiden. Zumindest wenn du kein professionelles Model bist. Darum gehe ich zum Fotografieren gerne in die Natur.

    Pärchen auf Holzbrücke blickt in die Ferne und wird vom Sonnenlicht beschienen

    Herbstliches Fotoshooting: Zwei Kids aus dem Kindergarten Hand in Hand

    Wo lassen sich ungezwungenere Fotos besser realisieren als in der Natur?

    Das Fotoshooting: Gute Bilder leben von Ideen

    Bei einem Fotowalk kann man sich treiben lassen und natürliche Accessoires und Gegebenheiten einbinden. Ob Parkbank, Blumenwiese oder Sandstrand: Rattert es bei den Gedanken daran nicht auch bei Dir im Kopf, was für tolle Bilder wir dort realisieren können? Versuch das mal im Fotostudio vor weißem Hintergrund…

    Und es geht weiter: Um verträumte Bilder mit Deiner/Deinem Liebsten im Sonnenuntergang auf die Speicherkarte zu bannen, solltet ihr TATSÄCHLICH ins Träumen geraten. In einem Viertelstündchen ist das nicht getan. In diesem Fall arbeite ich gerne aus dem Hintergrund und „belausche“ Euch mit dem langen Telezoom.

    Paarfotos im Sonnenuntergang

    Paar beim Fotoshooting auf einer Parkbank im Rosengarten

    Mit dem langen Telezoom „belauscht“ – so lassen sich ungezwungene Paarfotos realisieren

    Auf diese Weise entsteht bei einem rund zweistündigen Fotoshooting eine kleine Reportage mit ganz unterschiedlichen Ergebnissen. Mein Anspruch beim Fotoshooting ist: Die Wahrheit zu zeigen – ein bisschen schöner als die Realität. Gelungen ist das, wenn Du Dir später die Fotoergebnisse mit Deinen Liebsten anschaust und das glückliche Gefühl beim Betrachten erneut geweckt wird. Wenn ein Bild mehr als tausend Worte sagt, dann erzählt die kleine Reportage ein ganzes Buch!

    Wenn auch Du Interesse an einem Fotoshooting bei mir haben solltest, dann sende mir gerne über das Kontaktformular eine Nachricht. Dann besprechen wir Deine individuellen Wünsche ganz unverbindlich per Mail, Telefon oder bei einer Tasse Kaffee. Ich freue mich auf Deine Nachricht!