Schlagwort: Eventfotografie

  • Warum ich als Fotograf keine Werbung (mehr) mache…

    Warum ich als Fotograf keine Werbung (mehr) mache…

    „Wer nicht wirbt, der stirbt!“ so hat es Henry Ford vor vielen Jahren einmal gesagt. Wer ihn nicht kennt: Henry heißt (besser: hieß) nicht umsonst Ford mit Nachnamen. Er war es, der im Jahre 1903 die Ford Motor Company gründete. Aha, der gute Mann wusste also schon damals, wie es mit der Werbung so läuft. 

    Als ich mich mit der Fotografie selbstständig machte, wollte ich also seinen guten Rat beherzigen. Nun gab es allerdings drei Probleme: Erstens, ich hatte nicht die geringste Ahnung, WIE man wirbt. Außerdem, zweitens, fehlte mir das Geld zum Werben. Der ewige Teufelskreis. Wenn Dich keiner kennt, hast Du wenig Aufträge, hast Du wenig Geld, hast Du keine Werbung. Aaaargh! Drittens: Ich bin zu allem Unglück die Sache ziemlich blauäugig angegangen. 

    Werbung? Flyer-Alarm!

    Der Reihe nach: Wer seinen Gewerbeschein in der Tasche hat (was keine Hürde darstellt) und durchstarten will, lässt sich erstmal Visitenkarten und Flyer drucken – was ebenfalls keine Hürde darstellt. Mit (m)einem Investment in Höhe von rund 100 Euro lieferte mir der Postbote schon bald mehrere Tausend Werbeflyer von meinem Druck-Dealer ins Haus. 

    Verbraucherinformation, keine Werbung! Doch ich hatte nicht damit gerechnet, gleich zur Rede gestellt zu werden…

    Kaltaquise. Ich versuchte es ganz klassisch, die Dinger unters Volk zu kriegen. Weil ich mir für nichts zu schade bin, hing ich mir also meine Schultertasche um und verteilte die frische Druckware in diversen Briefkästen. Ich hatte die Rechnung aber ohne den Wirt – oder anders ausgedrückt, ohne den Kopf einzuschalten – gemacht. Weil: Um 1000 Briefkästen zu befüllen, muss man verdammt viel Strecke machen! Im dreizehnstöckigen Hochhaus mag das theoretisch zwar noch ganz fix gehen, aber lebt dort tatsächlich meine Zielgruppe? Dann lieber die etwas gehobenere Einzel- und Reihenhaussiedlung. Da kamen schnell etliche Kilometer Fußstrecke zusammen… Und es war noch eine zusätzliche Schikane eingebaut. Denn: rechnerisch verdoppelte sich die Strecke. Ich weiß jetzt, was es bedeutet, auf jedem zweiten Briefkasten den Aufkleber „Bitte keine Werbung einwerfen!“ zu lesen. Die Steigerung: „Werbung einwerfen VERBOTEN!“ Oha! Kurz nachgedacht und resümiert: „Die wissen ja gar nicht was ihnen entgeht!“ Schwupps, schon hatte jeder, der wollte oder nicht, meinen Flyer im Briefkasten. Das ging natürlich nicht lange gut:

    „Eeey, kannst Du nicht lesen?“ Kunstpause. „Oder was?“

    „Doch, meistens klappt’s!“

    Wieder der böse Mann: „Ich will den Sch*** nicht in meinem Briefkasten haben!“

    „Ist kein Scheiß!“

    „Nun werd hier mal nicht komisch! Wir wollen hier sowas nicht!“

    „Guter Mann, das ist Papier, keine Bombe!“

    „Das gibt ne Anzeige, darauf kannst Du Dich verlassen! Ich ruf bei Deinem Chef an!“

    „Alles klar. Gute Besserung!“ (Ja, das war ein bisschen vorlaut – ist mir so rausgerutscht.)

    Ich verzichtete darauf ihm zu erklären, dass ich vermutlich selbst ans Telefon gehen würde. Geklingelt hat’s – all seinen Unkenrufen zum Trotz – nicht. Weder er noch ein Kunde rief an. Trotzdem: Beides hat mir nachhaltig die Lust am Austeilen meiner Wurfsendung genommen.

    Ich habe nie wieder Werbung in einen Briefkasten geworfen.

    Visitenkarte des Fotografen Florian Laeufer

    Visitenkarten des Hamburger Fotografen Florian Läufer. Schon für wenige Euro lassen sich qualitativ hochwertige Ergebnisse drucken. Erstaunlich, dass eine Druckerei daran noch Geld verdienen kann…

    Facebook – maßgeschneiderte Werbung?

    Von jetzt an setzte ich auf Facebook. Hier konnte ich mit relativ wenig Geldeinsatz sehr gezielt meine Werbung platzieren. Ganz easy. Eigentlich. „Beitrag bewerben“ oder „Mit 35,00 Euro bis zu 2.500 User erreichen“ – so oder ähnlich machten mir die FB-Werbestrategen die Entscheidung zu bezahlter Verbraucherinformation leicht. Klick…, Klick…, Klick… schon war meine erste Werbeanzeige aktiv. Ganz klar, Zielgruppe und -region hatte ich vorab genauso festgelegt, wie die Interessenschwerpunkte und das Alter der Personen, denen mein Beitrag angezeigt werden sollte. Vorsichtshalber hielt ich mein Telefon schonmal griffbereit, um die eingehenden Aufträge anzunehmen… Geklingelt hat’s natürlich wieder nicht. Bei Facebook in der Kasse, ja. 

    Immerhin: Etliche Likes habe ich trotzdem erhalten. Aus Aserbeidschan, der Türkei und Simbabwe. Echte Anfragen? Nullkommanull. Hatte ich da etwas falsch verstanden? Heute weiß ich, dass es als absoluter Nonsens gilt, derartige Werbeanzeigen bei Facebook zu schalten. Da muss man schon eine „Kampagne“ starten. Aber ganz ehrlich: Wie viel Geld muss ich in die Hand nehmen, um „richtig“ zu werben? Und: Wie viel Aufträge muss ich dafür fotografieren, damit a) das Geld wieder reinkommt und b) noch etwas übrig bleibt? 

    Ich habe nie wieder für eine Facebook-Werbung Geld in die Hand genommen.  

    Beste Werbung: 5-Sterne Bewertungen bei Facebook von dem Hamburger Fotografen Florian Läufer (Screenshot)

    Beiträge kostenpflichtig bei Facebook bewerben? Mache ich nicht mehr! Ich setze alles auf eine Karte: kompromisslose Kundenglücklichkeit. Dann darf man sich über tolles Feedback freuen.

    Hochzeitsmesse – da wo sich meine potenzielle Kundschaft informiert

    Im Winter kam mir dann die Idee mit der Hochzeitsmesse. Die Investition für einen eigenen Stand erschien mir für den Anfang zu hoch. Außerdem hörte ich, dass sich die Fotografen auf den Messen eine Schlacht liefern. Rabatte, Rabatte, Rabatte! Das finde ich doof. Und überhaupt: Ich hatte ja noch die Flyer! Also bestückte ich damit meine Schultertasche und wollte die Papierbotschaften vor der Eingangstür verteilen. Mist, da stand natürlich schon einer! Inkognito ließ ich mir von dem Typen einen Flyer aushändigen. Fehlalarm! Es ist DJ, kein Fotograf. Puh! Erst jetzt fiel mir auf, dass er sich immer hinter einer Säule versteckte, damit ihn die Security am Eingang nicht sieht. Klar, man soll natürlich eine Standmiete bezahlen und nicht auf Lau vor der Tür Flyer verteilen. Erinnerte mich irgendwie an die Aufkleber an den Briefkästen. „Betteln verboten!“ wäre hier angebracht gewesen.

    Okay, ich überließ dem Platzhirsch seinen Posten, ging zum Parkplatz und verteilte nun hier meine Flyer. Anders: Ich VERSUCHTE sie zu verteilen. Sobald mich die Leute mit meinen Handzetteln sahen, versuchten sie mir auszuweichen. Ich fühlte mich, als würde ich Drogen verkaufen. Einige hatten Mitleid. „Darf ich Ihnen einen Flyer überreichen?“ Die guten Seelen nahmen den Flyer lächelnd entgegen und stopften ihn irgendwo in die Jackentasche. Ob sie sich ihn jemals angesehen haben? Nach dreißig Minuten bin ich nach Hause gefahren. Wer also noch rund 2.300 Fotografen-Flyer benötigt, darf sich bei mir melden. Vielleicht für das nächste Osterfeuer…?

    Ich habe nie wieder einen Flyer verteilt.

    Hochzeitspaar in der leeren Kirche während einer Hochzeitsreportage von Hochzeitsfotograf Florian Läufer fotografiert

    Zufriedene Hochzeitspaare empfehlen mich weiter – bessere Werbung kann es doch gar nicht geben. 

    Spezialisiere Dich!

    Und ich machte noch einen Fehler. Ich las Bücher, besuchte diverse Webseiten und belegte Webinare zum Thema Marketing. Überall der gleiche Rat: Spezialisiere Dich! Sei nicht irgendein Fotograf, sei DER Hochzeitsfotograf. DER Babyfotograf oder DER Event-Fotograf. Nur dann wirst du regelmäßig gebucht. 

    Je länger ich darüber nachdachte, desto mehr Zweifel. Keine Frage, es klang natürlich schlüssig, sich in einem Bereich zur Nummer Eins hochzuarbeiten. Bloß: Theoretisch dürfte es dann nur Arbeit für sehr wenige Fotografen geben – für die ganzen Einsen. Vielleicht noch für die Nummern Zwei und Drei. Aber alle anderen? Und mir ging in der Theorie noch etwas gegen den Strich: Soll ich bis zum jüngsten Tag wirklich nur noch EIN Thema fotografieren? Immer nur Produktfotos? Tagein, tagaus Hochzeiten? Oder ausschließlich Babys? Laaaang-wei-lig! Ich fotografiere, weil ich das Fotografieren an sich liebe, nicht um ein Routine-Repertoire abzuspulen. 

    Ich habe nie wieder darüber nachgedacht, mich zu spezialisieren.

    Outdoorshooting mit einem Baby und seiner stolzen Mama auf einer grünen Sommerwiese

    Ich liebe Abwechslung und Herausforderungen. Spezialisierung auf einen bestimmten Bereich in der Fotografie? Nein Danke! Die Nummer eins möchte ich nur in einer Disziplin sein: Kundenzufriedenheit!

    Urbanes Portraitshooting mit Sarah

    Egal, ob Baby-, Portrait- oder Eventfotografie – ich find alles klasse. Solange der Auslöser rattert, bin ich in meinem Element. 

    Fotograf Florian Läufer bei einer freien Arbeit im winterlichen Island an dem Wasserfall Aldeyarfoss

    Überschüssige Einnahmen investiere ich in Equipment und Fotoreisen. Ich brauche weder Luxus noch ein dickes Auto. Aber das Fotografieren, das brauche ich wie die Luft zum Atmen! (Fotocredit: Holger Kröger)

    SEO (Suchmaschinenoptimierung)

    In einer Sache bin ich mir mit vielen Tippgebern einig. Irgendwie muss man im Internet gefunden werden. Und da geht dann eben kein Weg an der Suchmaschinenoptimierung (SEO) vorbei. Ach Gott, hätte ich doch nur gewusst, was auf mich zukommt. Dass SEO keine einmalige, sondern eine kontinuierliche Arbeit ist, war mir nie bewusst. Naiverweise dachte ich doch tatsächlich, dass es mit ein paar Suchbegriffen getan sei. Ich Unwissender, ich! Um der Wahrheit die Ehre zu geben: In diesem Bereich ist bei mir noch viel Luft nach oben. Ich arbeite daran… 

    Wer stirbt, weil er nicht wirbt, hat bei all der „Bedarfslenkung“ vielleicht einen übersehen: den Kunden! Was nützt das größte Werbebudget, wenn der Klient nicht zufrieden ist? Anders ausgedrückt: Wer die Käufer ins Geschäft lockt, hat erst 50 Prozent des Zieles geschafft. (Vorausgesetzt, man setzt nicht auf Nepp und Bauernfängerei, sondern auf Qualität. Und dabei ist es ganz egal, ob es sich um eine Ware, Dienstleistung oder weiß ich was handelt.) Erst wenn Kunden wiederkommen und Dich weiterempfehlen, sind auch die fehlenden 50 Prozent erreicht. 

    Das Erfolgsrezept: Du musst für deine Sache brennen!

    Ich bin in den letzten Jahren genau diesen Weg gegangen. Ich brenne für meine Leidenschaft und glaube, dass dies meine Kunden spüren. Hier und da waren meine Einsätze aus betriebswirtschaftlicher Sicht sogar nur wenig sinnvoll. Zu viel eingesetzte Zeit für zu wenig Ertrag. Das ist eine Kategorie, in der ich unternehmerisch denken sollte, gelegentlich aber völlig außer acht lasse. Dazu noch ein Zitat: „Lieber Geld verlieren als Vertrauen“ – Robert Bosch hat das gesagt. Und tatsächlich, irgendwann setzt ein Dominoeffekt in Sachen Weiterempfehlung ein. Wer zufrieden ist, erzählt es seinen Freunden. Und die können von noch so viel Werbung anderer Fotografen beeinflusst werden: Wenn Tante Klara mit dem Fotografen Florian Läufer zufrieden ist, wird sich vermutlich auch Onkel Klaus bei mir melden. Faire Preise und eine engagierte und solide Dienstleistung mit richtig tollen Bildergebnissen tun ihr Übriges. Außerdem lege ich großen Wert auf gute Kommunikation. Nur wenn sich Fotograf und Kunde intensiv austauschen, können tolle Fotos entstehen. Ganz klar: Technisch hervorragend fotografieren können viele. Aber nur durch Kommunikation weiß ich als Fotograf, was Du in den Fotos transportieren möchtest. 

    Und hier schließt sich der Kreis zu all den Werbemaßnahmen. Meine Werbung ist: Ich mache einfach das, was ich am besten kann und mache dies so gut wie ich kann. Die berühmte Mund-zu-Mund-Propaganda trägt es von ganz alleine nach außen. Geld für Werbung, nehme ich nicht mehr in die Hand (und bin heute zufrieden und erfolgreich).

    Aber Zeit, die nehme ich mir! 

     

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  • Messefotos vom Grill & BBQ Court auf der Internorga 2018

    Messefotos vom Grill & BBQ Court auf der Internorga 2018

    Für das Grill-Kontor Hamburg habe ich schon häufiger fotografiert. Diesmal war ich als Messefotograf auf der Gastronomie-Messe Internorga in Hamburg von dem dynamischen Team um Grill-Kontor-Geschäftsführer Dirk Alberts engagiert worden. Die fotografische Herausforderung ist, trotz Enge, ungünstigen Lichtbedingungen und allerlei Trubel die spannendsten Momente in Form toller Messefotos einzufangen. Unter der Regie des Grill-Kontors Hamburg erwartete das Publikum ein starkes Rahmenprogramm des Grill & BBQ Courts auf dem Freigelände der A-Hallen.

    Messefotos – leicht gemacht dank echter Entertainment-Profis!

    Um ehrlich zu sein: Die Aussteller hatten ihre Präsentationen mit namhaften Größen der Grill-Scene besetzt und die machten mir das Fotografieren einfach – Profis eben! Sterneköche, Fleischkenner, Grillmeister, und, und, und heizten das interessierte Publikum im ursprünglichen Wortsinne ordentlich ein. Es zischte, qualmte und brutzelte auf den Grills und in den Smokern und Öfen. Und der Geruch von frisch Gegrilltem erst… Lecker! Man darf es so sagen: Wem hier nicht das Wasser im Munde zusammenlief, dem war nicht mehr zu helfen.

    Eine kleine Auswahl der Messefotos von der Internorga 2018 zeige ich in diesem Blogbeitrag. Für 2019 also am besten gleich vormerken: Vom 15.3. bis 19.03. findet die Gastronomie-Messe auch im kommenden Jahr wieder statt und ganz sicher wird das Grill-Kontor Hamburg wieder in Zusammenarbeit mit dem Team von Partyrent die Schirmherrschaft des Grill & BBQ Coourts übernehmen. Diese Aussteller waren in diesem Jahr dabei:

    Ankerkraut GmbH

    Broil King

    Grill-Kontor Hamburg

    H.C.C. Hanseatic Coffee Company GmbH

    Iron Molly

    Monolith Grill GmbH

    Napoleon Grills

    Otto Wilde Grillers GmbH

    Party Rent Group Bernard & Roes GmbH

    the-Oliveoil.com

    vinzenzmurr Vertriebs GmbH

     

    Guiseppe Messina und Sternekoch Rene Kalobius auf der Internorga Messe in Hamburg

    Ein starkes Team: Koch, Gastro-Coach und Blogger Guiseppe Messina (links) und Sternekoch René Kalobius. Getreu der Devise: „I wanna be your Grill-Instructor!“

    Als Messefotograf bei der Präsentation von Fleischsommelier Christoph Grabowski

    Messefoto von Fleischsommelier Christoph Grabowski auf der Internorga 2018

    Christoph Grabowski – Dieser Mann ist nicht nur diplomierter Fleischsommelier sondern auch ein begnadeter Entertainer. 

    Tolle Messepräsentation von der Hanseatic Coffee Company

    Hmmm…, wie das duftet! Wer Kaffee liebt, kommt an den handgerösteten Kaffeespezialitäten der Hanseatic Coffee Company nur schwer vorbei. 

    Messefoto Detail Ankerkraut GmbH

    Ankerkraut steht für hochwertige Gewürze direkt aus dem Hamburger Hafen. Die Gewürzmanufaktur wurde 2013 gegründet.

    Nils Stallmach von The-Oliveoil präsentiert hochwertiges Olivenöl

    Nils Stallmach präsentiert hochwertiges Olivenöl aus der Region Sparta/Lakonia im Süden Griechenlands, eines der berühmtesten Anbaugebiete für Oliven.

    Das Team vom Grill-Kontor Hamburg auf dem Grill & BBQ Court der Internorga

    Das dynamische Team vom Grill-Kontor Hamburg. Wer mit solchen Leuten zusammenarbeitet, muss sich um gute Laune nicht Sorgen. Keine Angst: Die wollen nur grillen, nicht killen! (Von links: John, Mitch und Marcus. Das ist übrigens DER Marcus von Waterkant BBQ!)

    Freelancer Mitch Hein und Projektmanagerin Vanessa Politz repräsentierten u.a. das Grill-Kontor Hamburg

    Freelance-Koch Mitch Hein hat hier zwei Augen auf Grill-Kontor Projektmanagerin Vanessa Politz geworfen. 

    Rumpsteaks auf einem Monolith Grill

    Mini-Grilltomaten

    Frisch Gegrilltes für die Besucher der Internorga 2018

    Die Verkostungen waren für die Besucher des Grill & BBQ Courts auf der Internorga zweifelsfrei ein echtes Highlight. Der Duft von frisch Gegrilltem überträgt sich bei solchen Messefotos fast bis auf den Bildschirm. Wetten, dass…

    Sollten Sie Interesse haben, Schaffensprozesse in Ihrem Unternehmen, Business-Events oder Ihre Mitarbeiter ins rechte Licht zu rücken, dann nehmen Sie über das Kontaktformular gerne Kontakt zu mir auf. Hier sehen Sie einige Beispiele vergangener Shootings: KLICK

    Ganz gleich ob Handwerksbetrieb, Ladengeschäft, Büro, Hotel oder Fitnesscenter: Um sich von Mitbewerbern abzuheben, kann ein niveauvolles Firmenporträt zu einem wichtigen Baustein werden. Aussagekräftige Fotos helfen, Ihr Unternehmen im richtigen Licht zu präsentieren und sprechen die Emotionen des Betrachters an. Ein stilvolles Ambiente, Schaffensprozesse im Handwerksbetrieb oder positive Eindrücke von Ihren Mitarbeitern lassen sich über eine entsprechende Bildsprache perfekt vermitteln. Das hilft bei der Kundengewinnung und vermittelt ein überzeugendes Image Ihres Betriebes.

  • Fotografie – die Sache mit dem Geld

    Fotografie – die Sache mit dem Geld

    Letzte Woche im E-Mail-Eingang: „Hallo, ich hätte gerne ein kleines Fotoshooting am Hafen oder auf der Reeperbahn. Was wäre der beste Preis, den Sie machen können? Liebe Grüße, Babette “ Da kam es wieder. Das Gefühl der zwei Herzen, die in meiner Brust schlagen. Ich liebe die Fotografie und freue mich natürlich über jede Anfrage und die daraus entstehenden Shootings. Einerseits. Andererseits zucke ich innerlich immer zusammen, wenn das Etikett „billig, billig, billig“ auf einer E-Mail klebt.Ich möchte dann immer antworten mit: „Hallo, was wäre das Mindeste, was ich an Dienstleistung und Kenntnissen einbringen muss, um Sie zu fotografieren? Liebe Grüße, Florian“

    Mache ich natürlich nicht.

    Was hat die Fotografie eigentlich mit Kochen zu tun?

    Ich möchte jetzt nicht miesepeterig rüberkommen. Aber Fotografieren ist doch beides: Ein bisschen was Künstlerisches, vor allem aber eine Dienstleistung. Im Fall der People- und Portraifotografie mehr Dienstleistung. Und die kostet leider – wie in allen Branchen – Geld. Während dies beim Restaurantbesuch wie selbstverständlich eingepreist ist, hört man als Fotograf kaum einen Satz häufiger als „Ups, das ist aber teuer!“ Das kann man ja eigentlich kaum jemanden krumm nehmen, denn wer weiß schon im Detail, was hinter tollen Portraitfotos oder einer zwölfstündigen Hochzeitsreportage steckt? Vielleicht ist „teuer“ also gar nicht das richtige Wort. Können wir uns zunächst einmal auf das neutrale Wort „Kosten“ einigen?

    Bleiben wir beim Restaurantbesuch. Vor zwei Wochen gab es etwas Kleines zu feiern und ich war mit meinen beiden erwachsenen Kindern und meiner Frau auswärts essen. Steakhaus, kein Drei-Sterne-Restaurant. Bedeutet: Getränke, saftige Rumpsteaks, ein Eis zum Dessert und zwei Käffchen hinterher. Lecker! Nach einer guten Stunde traten wir fast 150 Euro ärmer den Heimweg an. Ich, als (vor vielen Jahren) gelernter Koch, hätte mit rund 40 Euro Wareneinsatz gut und gerne selbst kochen/braten/grillen können, habe aber gerne die Dienstleistung des Steakhauses in Anspruch genommen. Es sollte halt irgendwie nett sein. Und auf den Abwasch hätte im Hause Läufer eh keiner so richtig Lust gehabt.

    Was das mit Fotografieren zu tun hat? Nun, ein individuelles Portraitshooting kostet bei mir inklusive acht Fotos nach Wahl mit 149,- Euro ähnlich viel und dauert 1,5 bis 2 Stunden. Eher ein bisschen länger. Dazu kommen An- und Abfahrt und, jetzt kommt’s, die Bildbearbeitung, die durchschnittlich die gleiche Zeit wie das Fotografieren an sich in Anspruch nimmt und ein wichtiger Teil des kreativen Prozesses ist. (Hier findest du einen Blogartikel mit meinen Gedanken zur Bildbearbeitung.) Summa summarum: 5 Arbeitsstunden, wovon der Kunde nur die eigentliche Shootingzeit wahrnimmt. Das ist übrigens der zweithäufigste Satz, den man als Fotograf hört: „Der drückt ja nur ein paar Mal aufs Knöpfchen.“ Dazu sage ich: „Auch, aber nicht nur.“

    Das kennt jeder Fotograf: Buchungsanfrage via Whatsapp So kann eine Anfrage via Whatsapp für ein Fotoshooting aussehen. Wir wollen ja alle sparen, keine Frage. Wenn aber schon einleitend an der Preisschraube der Dienstleistung gedreht wird, ist’s irgendwie komisch…

    Warum in einer Hochzeitsreportage eine Woche Arbeit steckt

    Ich habe zwar nie eine kaufmännische Ausbildung genossen, aber ich besitze einen Taschenrechner. Beim eben aufgestellten Beispiel bleibt ein Brutto-Stundenlohn von 30 Euro. Den stecke ich mir natürlich nicht 1:1 ein. Grob gesagt: Ein Drittel für Steuern/Steuerberater, ein Drittel für Versicherungen, Equipment und allem Drumherum, ein Drittel Verdienst. Zehn Euro pro Stunde. Finanzielle Völlerei ist das nicht. Der „echte“ Verdienst kommt eigentlich erst mit der Bestellung zusätzlicher Fotos. (Unter uns: Ich bin ein Photo-Maniac! Überschüssiges Geld stecke ich am Ende sowieso wieder in die Ausrüstung.)

    Anderes Beispiel: Hochzeitsfotografie. Vergangenes Jahr wurde ich für eine 15-stündige Begleitung einer traumhaften Hochzeit im Harz gebucht. Rechnen wir zusammen: 15 Stunden Fotografie + 6 Stunden An- und Abfahrt + 17 Stunden Bildbearbeitung = 38 Stunden. In den knapp 1.000 Fotos, die das Hochzeitspaar eine Woche später von mir erhalten hat, steckt zeitlich also eine Arbeitswoche. Ich mag mir gar nicht vorstellen, was es gekostet hätte, meinen KFZ-Mechaniker 38 Stunden lang an meinem Kombi rumschrauben zu lassen… Ich habe ganz sicher deutlich weniger gekostet, trotzdem war das für das Brautpaar natürlich eine Stange Geld. Aber ist das dann „teuer?“ Und überhaupt, das mit den Steuern habe nicht ich mir ausgedacht…

    Hochzeitspaar nach der Trauung im Torhaus Wellingsbüttel

    An diese standesamtliche Trauung im Torhaus Wellingsbüttel denke ich gerne zurück. Ein tolles Paar, dass ich drei Stunden mit der Kamera begleitet habe. Während dieser Zeit entstanden rund 300 professionelle Bilder für das private Fotoalbum. Was kaum jemand weiß: Die Dauer für die nachträgliche Bildbearbeitung betrug vier Stunden.

    Bitte nicht falsch verstehen: Ich möchte nicht zur Litanei der ewigen Klage einstimmen und der Job eines Fotografen ist ganz sicher keine Arbeit im Steinbruch. Ich liebe die Fotografie und es ist ein Geschenk, beruflich das tun zu dürfen, was ich liebe. Dennoch ist Fotografieren ein Tick mehr, als nur aufs Knöpfchen zu drücken und kostet vor allem Zeit. Das Ergebnis, also die Fotos, ist nur schwer als „Produkt“ zu begreifen. Tolle Bilder sind dabei viel mehr! Es sind Momentaufnahmen für die Ewigkeit, in denen Emotionen und Erinnerungen gespeichert sind und die mit jedem Jahr mehr an persönlichem Wert gewinnen. Oder hast Du schonmal ein altes Kinderfoto in den Papierkorb geworfen? Ich auch nicht.

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  • Das Geheimnis guter Fotos ist…

    Das Geheimnis guter Fotos ist…

    …vielseitig! Klingt logisch, ist es auch. Nur: Immer wieder hört man Sätze wie „Der Fotograf macht das Bild, nicht die Technik.“ Und andererseits: „Du machst so tolle Fotos. Du hast bestimmt eine gute Kamera.“ Wie denn nun? Beliebt ist auch: „Wie du fotografierst ist egal, du hast ja Photoshop“. Nichts davon ist komplett falsch, nichts komplett richtig. Am Ende bleibt es eine Kombination aus vielen Faktoren, die allesamt – jetzt kommt’s – GLEICH wichtig sind, um zu optimalen Bildergebnissen zu gelangen. So einfach ist das: Das eine ist ohne das andere nichts.

    Die Bildidee

    Der Reihe nach: Am Anfang steht die Bildidee. Die kann spontan kommen, verlassen sollte man sich als Fotograf aber nicht darauf. Wenn ich ein Shooting vorbereite, versuche ich, mich vorab mit a) der zu fotografierenden Person und b) der Location gedanklich vertraut zu machen. Ist eine Besichtigung der Location nicht möglich, lasse ich mir zumindest einige Handyfotos schicken, damit ich weiß, was mich erwartet. Dazu gleich noch mehr.

    Ein Gespräch mit der zu fotografierenden Person hilft, nicht nur Wünsche und Vorstellungen auszuloten, sondern auch, einen Eindruck vom „Wesen“ zu bekommen. Was hier nach Esoterik oder Psychologie klingt, ist nicht ganz unwichtig: Nicht alle Ideen passen zu jedem. Und darum entwickelt man erste Ideen am besten gemeinsam und bereits im Vorfeld und geht so mit einigen Zielfotos im Hinterkopf ins Shooting. Meistens sprudeln während des Fotografierens immer noch einige zusätzliche Bildideen heraus. Halten wir also fest: Das Ziel ist der Weg!

    Die Location

    Auch, wenn es bei den Fotos um DICH geht, steht und fällt die Qualität mit der Location. Und bei Outdoor-Fotos zusätzlich mit der Tageszeit, zu der das Shooting stattfindet. Je nachdem was mit den Fotos transportiert werden soll, die Location muss sprichwörtlich „ins Bild passen“. Sie muss stimmig sein. Auch das ist eine Gemeinschaftsarbeit zwischen Model und Fotograf. Ich bekomme regelmäßig Anfragen zu sehr speziellen Themengebieten. Heute eine Country-Band, morgen ein Harley-Fahrer und übermorgen die seriöse Business-Dame. Es lohnt sich, gemeinsam über mögliche Locations nachzudenken. Ich betrachte dies aus fotografischer, das Model aus themenbezogener Sicht – zusammen wird ein Schuh draus!

    Ganz besonders wichtig: die Tageszeit. Die gleißende Mittagssonne wollen wir vermeiden. Für Paarfotos warten wir lieber bis zum späten Nachmittag, um die warmen Abendstrahlen der Sonne zu nutzen. Babyfotos sollten sich nach den Aktivitätsphasen des kleinen Neu-Erdenbürgers richten, während Bilder mit Tieren häufig in den Morgenstunden besonders gut umzusetzen sind.

    Lachendes Baby beim Outdoor-Shooting

    Timing ist aus vielerlei Hinsicht wichtig. Bei Babyfotos geht es in erster Linie darum, die Aktivitätsphasen gut abzupassen, damit wir solche glücklichen Gesichter einfangen können.

    Engagement Shooting im Wald

    Grundsätzlich gilt, die gleißende Mittagssonne zu meiden. Deshalb: Entweder zu einer anderen Tageszeit fotografieren oder (wie hier) die direkte Einwirkung der Sonnenstrahlen umgehen.

    Das Shooting

    Jetzt wird es spannend: das Shooting an sich! Meistens ist die zu fotografierende Person zu Beginn ein bisschen aufgeregt. Dazu verrate ich dir ein kleines Geheimnis: Ich auch! Und viele andere Fotografen ebenfalls – das geben nur die wenigsten zu. Fotografieren und fotografiert werden ist etwas sehr Persönliches. Und echte Routine gibt es ja eigentlich nie, wenn man mit Menschen zusammenarbeitet. Jede Person ist anders, hat andere Erwartungen, Wünsche und Vorstellungen. Seien wir also froh, dass wir beide das alles sehr spannend finden, schließlich spornt dies immer auch ein bisschen an. Nach kurzer Zeit sind wir dann im Hier und Jetzt und arbeiten an unseren gemeinsamen Ideen. Gott sei Dank können wir in der digitalen Fotografie die Bildergebnisse direkt am Display sehen. Die werde ich dir zwischendurch immer wieder zeigen und miteinander besprechen. So „entwickeln“ sich Bilder während des Shootings. Wem sein Lächeln bis hierher zu wenig/zu stark war, dosiert es danach anders. Was zu hell ist, kann beim nächsten Bild dunkler fotografiert werden und wem seine Haare nicht gefallen, der frisiert noch fix um. Kommunikation ist das Zauberwort beim Shooting.

    Fotograf Florian Laeufer beim Babyshooting

    Fotograf Florian Läufer mit seinem „Model“ beim Babyshooting. (Handyfoto) Selbst die Kleinsten werden einbezogen. 😉

    Die Kamera

    Viele Fotografen sind verrückt nach Technik. Ich schließe mich da nicht ganz aus und habe schon viel Geld in noch bessere Kameras, noch schärfere Objektive investiert. In „normalen“ Situationen sieht der Laie an den Bildergebnissen vermutlich nicht einmal einen Unterschied. Bei schwierigen Lichtverhältnissen trennt sich aber rasch die Spreu vom Weizen. (Puh, damit habe ich die Investitionen nicht umsonst getätigt.) Was sind schwierige Lichtverhältnisse? Fotografieren ohne Blitz in Innenräumen, fotografieren in der Kirche, fotografieren in der Dämmerung, fotografieren von sich bewegenden Objekten, und, und, und. Sprich: In ziemlich vielen Situationen, die meinen Alltag ausmachen. Professionelle Technik ersetzt nicht das Auge, die Idee und das Drumherum – keine Frage. Aber in eben genannten Situationen sind die Bilder einfach schärfer, knackiger, rauschärmer und farbechter, wo einfaches Equipment längst in die Knie gegangen ist.

    Equipment für den Hochzeitsfotograf

    „Mein Haus, mein Auto, mein Foto-Equipment!“ Ich bin eigentlich kein Technik-Freak aber gute und lichtstarke Objektive sind unerlässlich für die Fotografie bei grenzwertigen Lichtbedingungen. Die hat man beispielsweise in der Event- und Hochzeitsfotografie häufig.

    Eventfotografie im letzten Licht

    Wenn Restlicht und der Schein einer Petroleum-Lampe die einzigen Lichtquellen sind, bist du als Fotograf froh, ein lichtstarkes Objektiv und eine rauscharme Kamera zu besitzen. Ein Blitzgerät hätte hier die Lichtstimmung zerstört.

    Die Bildbearbeitung

    Fotografieren ohne Bildoptimierung ist längst undenkbar geworden. Die Bildbearbeitung gehört für den Fotograf inzwischen zum kreativen Prozess einfach dazu. Außerdem ist sie häufig für den eigenen Stil verantwortlich. Und damit sind NICHT diese merkwürdigen One-Klick-Filter gemeint, wie wir sie von Instagram & Co kennen. Nur weil irgendeine Automatik das Farbspektrum verschiebt, hat man noch längst kein Superfoto erschaffen.

    Ich meine hier die selektive Bearbeitung, die es erlaubt, bestimmte Bildteile hervorzuheben oder abzuschwächen. Das Anziehen oder Verringern von Kontrast, Schärfe und Farbintensität zur Erschaffung neuer/eigener Looks oder das dezente Retuschieren störender Elemente.

    Screenshot Bildbearbeitung mit Lightroom

    Junge Frau beim Business Fotoshooting

    Ohne Bildbearbeitung geht es heutzutage nicht mehr. Wenn allerdings das Foto an sich murks ist, kannst du auch mit dem besten Programm nichts mehr retten. Bildbearbeitung ist die Würze der Fotografie und verleiht den Fotos den letzten Schliff.

    Ein Verzicht auf Bildbearbeitung ist aus einem weiteren Grund für mich gar nicht mehr möglich: Dazu muss man wissen, dass JEDE Kamera bereits intern ein Bild mit einer Art Automatik bearbeitet, wenn es ein JPG-Foto erzeugt. Es wird also ohne zutun geschärft, Farben angezogen, Kontraste gesteigert etc… Ich arbeite mit RAW-Dateien, die keinerlei Bearbeitung erfahren und entwickle diese Datei später individuell am Rechner. Was zu anlogen Zeiten in der Entwicklung durch Auswahl unterschiedlicher Filme und durch diverse Flüssigkeiten erreicht wurde, wird heute am Computer gemacht. Das ist zeitintensiv und muss für jedes Bild individuell vorgenommen werden. Die deutlich besseren Ergebnisse rechtfertigen aber diese wichtigen Bearbeitungsschritte.Viele sagen, die Bildbearbeitung würde das eigentliche Fotografieren entzaubern. Da ist was dran. Ohne geht’s aber nicht mehr.

    Unbearbeitetes Foto der Landschaftsfotografie

    Vorher/Nachher Bildbearbeitung in der Landschaftsfotografie

    Vorher/Nachher: Oben ist das Bild zu sehen wie es aus der Kamera kommt. Die Idee, das fließende Wasser durch eine lange Verschlusszeit darzustellen, wurde perfekt umgesetzt. Erst nach Ausarbeitung der RAW-Datei wird das Bild zu einem kleinen Kunstwerk.

    Erfahrung

    Ich fasse mich kurz und du weisst es selbst aus den Gebieten, in denen du Fachmann bist: Ohne Erfahrung kommst du natürlich auch als Fotograf nicht weit. Nicht falsch verstehen, die experimentelle Fotografie kann spannend, kreativ, künstlerisch und im Ergebnis sogar umwerfend sein – muss sie aber nicht! Wer auf Ansage gute Ergebnisse abliefern soll, muss wissen, was er tut und auf (s)einen Erfahrungsschatz zurückgreifen können.

    Immer wieder höre ich das Argument von Hochzeitspaaren, dass sie das Geld für einen professionellen Fotografen sparen wollen und einen Freund bitten, den großen Tag in Bildern festzuhalten. „Zum Üben!“ Wollen wir tatsächlich den schönsten Tag im Leben einem Experiment hergeben…?

    Hochzeitspaar vor dem Altar fotografiert

    „Ja, ich will!“ Der schönste Tag im Leben ist es wert, von einem erfahrenen Fotografen für immer in stimmungsvollen Bildern konservieren zu lassen.  

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  • Nadine und Benny – Hochzeitsfotos im Harz

    Nadine und Benny – Hochzeitsfotos im Harz

    Die Hochzeitsfotos von Nadine und Benny entstanden aus ungewöhnlichen örtlichen Umständen. Und die sind so: Hochzeitspaar Nadine und Benny wohnen im Süden Deutschlands, weil ihre Wurzeln aber im Harz liegen, fanden dort Trauung und die spätere Feier statt. Ich bin als Hamburger Hochzeitsfotograf eher in Norddeutschland unterwegs, freute mich aber riesig, mal wieder etwas weiter entfernt Hochzeitsfotos machen zu dürfen – spannend! Was diese Ganztagsreportage dann aber tatsächlich anders machte, war, dass Nadine, Benny und ich wegen der großen Distanz zwischen Ulm und Hamburg auf ein Treffen vorab verzichten mussten. Klar, wir telefonierten einige Male, sprachen über Details und Wünsche. In die Augen schauten wir uns aber erstmalig am Tag der Hochzeit. Was aber schon am Telefon spürbar war, bestätigte sich innerhalb weniger Minuten: die Chemie stimmte!

    Die ersten Hochzeitsfotos jeder Reportage beginnen schon morgens, wenn sich Braut und Bräutigam für den Tag zurecht machen. Und während bei der Braut mit Friseur, Visagistin und dem Überziehen des Brautkleids deutlich mehr anliegt als beim baldigen Gatten, war auch hier die erste Station das Elternhaus von Nadine. Später pendelte ich zwischen Benny (komisch, bei den Männern liegt irgendwie meistens mehr Tohuwabohu in der Luft als bei den Bräuten) und Nadine hin und her und konnte viele tolle Momente im Kreise der Lieben festhalten.

    Braut bei den morgendlichen Vorbereitungen mit der Friseurin

    Gehört bei den Hochzeitsfotos dazu: Braut wird geschminkt

    Braut wird von Visagistin geschminkt

    Vater zieht seiner Tochter die Brautschuhe an

    Braut schaut glücklich in den Handspiegel

    Brautmutter schnürt während einer Hochzeitsreportage das Brautleid

    Letzte Vorbereitungen im Elternhaus

    Manschettenknopf wird beim Brautigam geschlossen

    Krawatte binden vor dem Spiegel

    Vater und Sohn kurz vor der Hochzeit

     

    Hochzeitsfotos im Schlosspark

    Gegen Mittag stieg die Spannung! Die Trauung im Schloßpark Blankenburg rückte näher und näher… Ich fuhr vor, um das Eintreffen der Gäste und – viel wichtiger – das Eintreffen der Braut zu fotografieren. Was für ein magischer Moment als Nadine von ihrem Vater durch den Schloßpark zur Trauungszeremonie geführt wurde. Statt Nieselregen hätte sich jeder Sonnenschein gewünscht, aber gutes Wetter lässt sich leider nicht verbindlich bestellen. Und überhaupt: Nadine und Benny und die gesamte stolze Familie strahlten um die Wette – da kamen die Wolken nicht gegen an.

    Vater des Bräutigams mit zwei Enkeltöchtern

    Brautigam mit Bruder vor dem Standesamt im Schlosspark Blankenburg

    Braut im Mustang auf dem Weg zum Standesamt

    Bräutigam sieht im Standesamt zum ersten Mal seine Braut im Hochzeitskleid

    Vater führt die Braut im Schlosspark zur Trauungszeremonie

    Trauung im Standesamt Schlosspark Blankenburg

    Standesbeamtin mit Brautpaar

    Braut und Bräutigam schauen sich während der Trauung ins Gesicht

     

    Jetzt wurde es emotional und viele der bereitgelegten Taschentücher wurden ihrem angedachten Zweck zugeführt: kullernde Tränchen trocknen. Es folgten der Ringtausch, ein nicht enden wollender Hochzeitskuss, später das Ausschneiden des übergroßen Herzchens aus dem bettlaken und Glückwünsche, Glückwünsche, Glückwünsche! Später nahmen wir uns noch eine ruhige Stunde Zeit, um einige Paarbilder zu realisieren, dann begann auch schon bald die Hochzeitsfeier im nahegelegenen Gemeinschaftsaus. Die Party begann direkt nach dem Eröffnungstanz und ich fotografierte bis in der Nacht die Hochzeitstorte angeschnitten wurde. Diese Bilder gehören allerdings ins Familienalbum…

    Vermählungskuss nach dem Ringtausch im Standesamt

    Braut leistet Unterschrift im Standesamt

    Trauzeugin im Standesamt

    Herz aus dem bettlaken ausschneiden gehört bei jeder Hochzeitsreportage dazu

    Brautpaar auf einer Bank im Schlosspark Blankenburg

    Im Schlosspark Blankenburg entstanden viele Hochzeitsfotos wie dieses

    Hochzeitsfotos im Schlosspark

    Brautsrauss während der Hochzeitsreportage fotografiert

    Mustang mit roter Innenausstattung als Hochzeitsauto

    Hochzeitsfotos im Hochzeitsauto – leider bei Regen

    Brautpaar vor dem Schlosshotel Blankenburg

    Hochzeitspaar auf der Landstrasse im Cabrio

    Hochzeitsgesellschaft kurz vor Beginn der abendlichen Feier

    Pfiffige Perspektive - Brautpaar mit Mama

    Hochzeitsfotos im warmen Licht der untergehenden Sonne

    Eröffnungstanz des Brautpaars

    Hochzeitsfotos bei Nacht geht auch

     

  • Hochzeitsreportage – Nina & Jan-Hendrik

    Hochzeitsreportage – Nina & Jan-Hendrik

    Wer am 9.9. heiraten möchte, muss sich rechtzeitig um seine Termine für Location und Hochzeitsfotograf kümmern – ganz besonders hier in Hamburg. Und so kam es, dass der Stichtag für die kirchliche Trauung von Nina und Jan-Hendrik schon rund 1,5 Jahre in meinem Terminkalender stand. Zuvor fotografierte ich im März die standesamtliche Hochzeit, nun war endlich die Zeit für die liebevoll geplante Hochzeitsfeier gekommen. Eine kleine Besonderheit: Die Trauung fand in der Martin Luther Kirche in der Samtgemeinde Fredenbeck statt, danach fuhr die Hochzeitsgesellschaft mit dem gecharterten Reisebus zum Hotel Hafen Hamburg, direkt bei den Landungsbrücken. Ein besseres Datum hätten Nina und Jan-Hendrik kaum finden können. Abends konnte bequem aus der Ellipse – dem Veranstaltungsraum im 8. Stock des Hotels mit seinem atemberaubenden Panoramablick – die Auslaufparade der Cruise Days inklusive gewaltigem Feuerwerk bestaunt werden. Toll!

    Der Beginn der Hochzeitsreportage

    Ganz von vorne: Das erste Mal klickte der Auslöser meines Fotoapparats, als ich in die Strasse fuhr, wo sich Braut Nina mit und von ihrer Mama und ihrer Schwester für den großen Tag fertig machte/machen ließ. Meine Hochzeitsreportagen beginnen eben meist schon vor der Haustür, wo ich erste Impressionen einfange. Hier, im Elternhaus, ging es herzlich und gelassen zu und es machte richtig Laune, den Verwandlungsprozess von der Dame im T-Shirt zur Braut im Hochzeitskleid im Kreise der Familie zu fotografieren.

    Hochzeitsreportage beim morgendlichen Styling der Braut

    Detailaufnahme Hochzeitskleid

    Jede Hochzeitsreportage beginnt beim morgendlichen Anziehen der Braut

    Der Hochzeitstrauss gehört zu jeder Hochzeitsreportage dazu

    Nun eilte ich mit dem Auto voraus, um vor der Kirche die eintreffenden Gäste zu fotografieren und mit Pastor Michael Blömer die letzten Fotoregeln abzustimmen. Ich schaffte es gerade noch, die leere Kirche mitsamt einigen Details zu fotografieren, da ging es auch schon los. Die Kirchenglocken begannen zu läuten, dann kam die Braut. Leider (und ungeplant) im geschlossenen Cabrio, weil sich der Himmel wolkenverhangen und regnerisch zeigte. Das Wetter ist leider das Einzige, was man nicht im Voraus planen kann – sich in diesem Fall später aber noch von seiner allerschönsten Seite zeigte.

    Kirche in Fredenbeck kurz vor der Hochzeit

    Küsterin zündet die Kerzen vor der kirchlichen Trauung an

    Kirchenheft

    Eintreffen der Braut mit Brautvater an der Kirche

    Hochzeitspaar während der Trauungszeremonie

    Brautpaar vor dem Altar in der Martin Luther Kirche

    Braut und Bräutigam vor dem Altar

    Detailaufnahme von Brautstrauss und Kirchenheft

    Hochzeitsfotograf Florian Läufer hielt diese Szene in der Kirche fest

    Als Hochzeitsfotograf über den Dächern von Hamburg

    Nach der Trauung folgten die vielen Glückwünsche. Gemeinsam wurden rote und weiße Herzchen-Ballons in den Himmel steigen gelassen, dann machte sich die Hochzeitsgesellschaft auf den Weg in die Hochzeits-Location. Und was die Ellipse für eine tolle Location ist! Mit bestem Blick über Innenstadt und den Hamburger Hafen wurden nun die Gäste aus 14 Nationen (!) offiziell zur Feier begrüßt. Genau zu diesem Zeitpunkt riss der Himmel auf – was für ein traumhaftes Wetter!

    Hochzeitsgesellschaft lässt Ballons in den Himmel steigen

    Der Eingang zur Hochzeitslocation im Hotel Hafen Hamburg

    Braut mit Familienmitgliedern bei der Hochzeitsfeier

    Die Ellipse als Hochzeitslocation

    Bräutigam hält Eröffnungsrede vor großartiger Hamburg-Kulisse

    Blick aus der Hochzeitslocation Hotel Hafen Hamburg

    Hochzeitsreportage

    Bevor die ganz große Sause nun losging, stahl sich das Hochzeitspaar mit mir davon – Hochzeitsfotos im Hamburger Hafen machen. „Die paar Leute blende ich beim Fotografieren aus!“ sagte ich zunächst noch. „Uns stört das auch nicht.“ entgegneten Nina und Jan-Hendrik. Aber wie bereits erwähnt: Heute fanden die Cruise Days statt und es war megavoll auf den Landungsbrücken. Die paar Leute? Oha! Das Gedrängel machte viele Fotoideen zunichte, wenn man auf Tuchfühlung mit all den Hafenbesuchern ist, sich aber am Tag vorher schon die eine oder andere versteckte Ecke ausgeguckt hatte. Allerdings: Genau das macht diese Hochzeitsfotos nun zu Ninas und Jan-Hendriks ganz persönlichen Hochzeitfotos und es sind nicht trotz sondern wegen all der Menschen tolle Bilder entstanden.

    Hochzeitsfoto auf den Landungsbrücken

    Hochzeitsfoto durch den Schleier fotografiert auf den Landungsbrücken Hamburg

    Hochzeitsfoto im Hamburger Hafen während der Cruise days

    Blue Port – Hochzeitspaar im Elbtunnel

    Hochzeitsfoto über den Dächern von Hamburg

    Um einen langen Abend kurz zu machen: Die Feier begann und dauerte bis in die frühen Morgenstunden. Ich hielt die vielen ausgelassenen Momente dieses Teils der Hochzeitsreportage in dynamischen Bildern fest und verabschiedete mich nach der Hochzeitstorte. Was für eine tolle Hochzeitsfeier!

    Als Hochzeitsfotograf in der Ellipse Hamburg

    Photobooth mit Braut und ihren Mädels

    Photobooth während der Hochzeitsreportage in Hamburg

    Hochzeitsgäste beim Selfie machen

    Anschneiden der Hochzeitstorte

    Hochzeitsreportage im Hotel Hafen Hamburg. Hier: Brautpaar

    Gehört zu jeder Hochzeitsreportage: der Eröffnungstanz

    Die letzten Bilder einer Hochzeitsreportage werden meistens auf der Tanzfläche fotografiert

    In eigener Sache: Wenn auch dein großer Tag bevorsteht und du dir vorstellen kannst, dass ich ihn in dynamischen, stimmungsvollen, lustigen und emotionalen Bildern als dein Hochzeitsfotograf festhalten darf, dann komme gerne über das Kontaktformular ins Gespräch mit mir. Bei einer Tasse Kaffee können wir unverbindlich über die fotografischen Möglichkeiten auf deiner Hochzeitsfeier sprechen.

    Weitere Beispiele von einigen Hochzeitsreportagen aus diesem Jahr findest du ganz oben rechts neben diesen Beitrag. Klicke einfach unter „Themen“ auf den Button „Hochzeitsreportage“. Viel Spaß beim Anschauen!

  • Grill-Kontor Hamburg – ein Firmenportrait

    Grill-Kontor Hamburg – ein Firmenportrait

    Bereits zum zweiten Mal hatte ich ein Fotoshooting im Grill-Kontor Hamburg. Diesmal war es eine Mischung aus Eventfotografie, Firmenportrait und Mitarbeiterfotos. Einen Tag lang erstellte ich ganz unterschiedliche Fotos, die für Internetauftritt, Social Media und Werbematerialien genutzt werden sollen.

    Im Grill-Kontor Hamburg geht es heiß her: Auf rund 200 Quadratmetern präsentiert das dynamische Team um Inhaber Dirk Alberts eine beachtliche Auswahl diverser Grills der ganz großen Marken wie Weber, Napoleon, Monolith oder Broil King. Ein echtes Highlight ist für mich aber die integrierte Grill-Akademie. Hier finden Grillkurse für bis 16 Personen statt – und zwar Indoor!

    Firmenportrait – das Shooting

    Der Tag begann mit einigen Aufnahmen des Ladengeschäfts, die bei keinem Firmenportrait fehlen dürfen. Danach schaute ich mit der Kamera den Teilnehmerinnen eines kleinen Grillkures über die Schultern. Besonders klasse: Beim späteren Verzehr des Grillguts durfte ich mich mit an den Tisch setzen und mich für die späteren Mitarbeiterfotos stärken. Fotografieren kann so lecker sein! Was an diesem Tag an Bildmaterial herausgekommen ist? Rund 150 professionelle Bilder für ein stimmiges Firmenportrait. Hat Spaß gemacht!  Hier sehen Sie eine Handvoll der Ergebnisse:

    Die Bücherwand im Grill-Kontor Hamburg

    Tresenbereich im Grill-Kontor Hamburg

    Beim Firmenportrait entstanden: Detailfoto hochwertiger Messer

    Firmenportrait Grill-Kontor Innenaufnahme

    Zu Beginn des Tages entstanden allerlei Bilder vom Ladengeschäft aus unterschiedlichen Perspektiven sowie diverse Detailfotos. Hier und bei allen weiteren Fotos achtete ich darauf, dass immer wieder das Logo des Grill-Kontors auftaucht. Aus meiner Sicht darf das bei einem Firmenportrait nicht übertrieben aber auch keinesfalls vergessen werden.

    Grillkursteilnehmer im Grill-Kontor Hamburg

    Detailfoto von einem Messerblock im Grill-Kontor

    Schönes Eventfoto: Dirk Alberts mit Teilnehmern eines Grillkurses

    Detailfoto während eines Grillkurses in Hamburg

    Danach blickte ich den Teilnehmerinnen eines Grillkurses in der Grill-Akademie mit dem Fotoapparat über die Schultern. Inhaber und Geschäftsführer Dirk Alberts und seine Mitarbeiter erklärten, zeigten und halfen, die Gäste nahmen das Wissen mit reichlich guter Laune auf. Dass die Mitarbeiter vom Grill-Kontor Hamburg ihren Job lieben, war spürbar. 

    Grillfleisch auf dem Grill

    Gehört zum Firmenportrait dazu: zwei Grillmeister in Aktion

    Die Grill-Akademie Hamburg im Firmenportrait. Hier eine Innenaufnahme

    Wenn man sich ganz fest konzentriert, kann man den Duft von perfekt zubereitetem Grillfleisch auf dem Display „sehen“, oder? Es ist schon erstaunlich, was hier Leckeres gezaubert wurde. Und das ganz easy und mit ansteckender Gelassenheit. Top Team!

    Mitarbeiterfoto Grill-Kontor Hamburg

    Photobombing beim Shooting der Mitarbeiterfotos

    Ganz zum Schluss erstellten wir bei diesem Firmenportrait dann noch einige Mitarbeiterfotos – die kleine mitgebrachte Studio-Blitzanlage machte es möglich. Marcus und Ulrike von Waterkant BBQ (oben) sind zwei sympathische Kooperationspartner der Grill-Akademie. Und zum unteren Bild: Wer solche Kollegen hat, braucht keine bösen Nachbarn mehr – Photobombing par excellence! 

    Übrigens: Eine kleine Auswahl weiterer Firmenportraits findest du hier auf der Webseite unter dem Menüpunkt Your Business. In Kürze werden dort und hier auf dem Blog einige zusätzliche Unternehmen zu sehen sein. Und wenn Sie selbst Interesse an Unternehmensfotos haben, dann kommen Sie gerne telefonisch oder über das Kontaktformular ins Gespräch mit mir.

  • „Warum Hochzeitsfotograf? Onkel Karl hat doch auch eine gute Kamera…“

    „Warum Hochzeitsfotograf? Onkel Karl hat doch auch eine gute Kamera…“

    Man hört es ja nicht gerne als Hochzeitsfotograf, gänzlich verschont bleibt man vermutlich niemals: „Ich habe die Fotos auf Ihrer Webseite gesehen – toll! Sie müssen eine richtig gute Kamera haben!“ Ich ziehe dann innerlich immer die Schultern zusammen, denke an den Koch im Sterne-Restaurant und frage mich, ob der nach dem Fünf-Gänge-Menü ebenfalls für seine hervorragenden Töpfe gelobt wird? Um bei den anerkennenden (und ganz sicher gut gemeinten) Worten zur Kamera zu bleiben: Die Werbung gaukelt ja genau das vor. Kauf die neue Zwanzig-Millionen-Pixel-Super-Duper-Spiegelreflexkamera mit eingebauter Gesichtserkennung und – schwups – schon sind misslungene Fotos ein Relikt aus längst vergessener Vorzeit. Denkste! Kaufen ist das eine, damit sicher umgehen das nächste. Und dazwischen liegen meistens drei Dinge: Erfahrung, Erfahrung, Erfahrung!

    Ganz von vorne: Am Anfang jeder Hochzeitsreportage steht für mich (mindestens) ein Kennenlerngespräch mit dem Hochzeitspaar. Und darin geht es irgendwann natürlich auch um den Preis für meine fotografische Dienstleistung. Bei einer Ganztagsreportage mit 12 bis 15 Stunden Länge kommen dabei inklusive der nachträglichen Bildbearbeitung nicht nur allerlei Arbeitsstunden sondern auch eine gewisse Summe zusammen. Wer denkt da nicht ans Sparen? Und so kommen Braut oder Bräutigam schnell auf die Idee: „Onkel Karl hat doch auch eine gute Kamera. Eigentlich kann der doch in Standesamt und Kirche fotografieren!“ Das ist sachlich zwar richtig, kann im Ergebnis aber zu unerwarteten Ergebnissen führen. Neben der oben beschriebenen Erfahrung spielen noch ganz andere Überlegungen eine Rolle, auf die ich nachfolgend eingehe. Ob man sich einen professionellen Hochzeitsfotografen leisten möchte/kann, ist also nicht nur Frage des Budgets. Auch die ganz persönliche Wertigkeit für diese auf ewig eingefrorenen Erinnerungen kann nur jeder für sich selbst festlegen. Ich gestehe: Als Hochzeitsfotograf bin ich da natürlich befangen. Hobby- oder Hochzeitsfotograf? Hier findest Du meine Gedanken dazu:

    Fotografieren statt knipsen

    Jetzt reite ich nochmal auf der Kamera herum: Eine gute Kamera macht nicht automatisch gute Fotos – manchmal ist sogar das Gegenteil der Fall! Wer die Auswirkungen und gegenseitige Beeinflussung der wichtigsten Parameter wie Blende, Verschlusszeit, Brennweite und ISO nicht im Schlaf beherrscht, macht mit einer hochwertigen Spiegelreflexkamera oft sogar schlechtere Bilder als mit einer guten Kompakten, weil viel mehr Einstellungen zu berücksichtigen sind. Mit den eingebauten Motivprogrammen kommt man bei schlechten Lichtverhältnissen nur selten zu begeisternden Ergebnissen. Wollen wir das Aufstecken der Eheringe tatsächlich dem Zufall überlassen.

    Vom Hochzeitsfotograf eingefangen: das Aufstecken des Eherings

    Einer der Schlüsselmomente auf jeder Hochzeit: das Aufstecken der Eheringe. Ein Moment, den man als Hochzeitsfotograf nicht verpassen darf und in bestmöglicher Qualität festhalten möchte.

    Schlechte Lichtverhältnisse wie hier bei einer standesamtlichen Trauung im Museumsdorf Volksdorf sind für einen Hochzeitsfotograf nicht schwer zu meistern

    Schlechte Lichtverhältnisse, also nur wenig zur Verfügung stehendes Licht, stellen an Equipment und Fotograf besondere Ansprüche. Gut, wenn man darauf vorbereitet ist und die nötigen Kameraeinstellungen blind beherrscht.

    Dir bleiben nur Sekunden

    Selbst wenn Onkel Karl mit seiner Kamera grundsätzlich vertraut ist: Was fotografiert er, wenn er nicht gerade auf Eurer Hochzeit den Auslöser rattern lässt? Ist er daran gewöhnt, unter Zeitdruck und bei schlechten Lichtverhältnissen (beides ist der Normalfall auf Hochzeiten) kreative Ergebnisse zu realisieren? Wie viele Hochzeiten hat er schon fotografiert? Ich möchte niemandem zu nahe treten, aber wer sich z.B. auf die Architektur- oder Landschaftsfotografie spezialisiert, hat in der Regel ausreichend Zeit, an den Kameraeinstellungen herumzutüfteln. Das Alpenpanorama kann dem Fotografen ja nicht wegrennen. Auf Hochzeiten geschehen dagegen sehr viele Dinge in sehr kurzer Zeit – und das häufig ohne Vorankündigung. Aus meiner Erfahrung weiß ich: Oft habe ich nur Sekunden, um DAS Bild zu schießen.

    Mit Leidenschaft zu tollen Fotos

    Auch so eine Sache: Hat Onkel Karl eigentlich LUST Eure Hochzeit zu fotografieren? Es kommt gar nicht so selten vor, dass sich ein Freund/Verwandter eher unterschwellig gedrängt als wirklich berufen fühlt, dieses einmalige Ereignis auf die Speicherkarte zu bannen. Woher ich das weiß? Weil ich im Freundeskreis (mit hoher Dichte guter Hobbyfotografen) immer wieder angesprochen werde, ob ich einen Tipp parat hätte, weil derjenige demnächst für einen guten Freund die Hochzeit fotografieren SOLL. (Ach, wenn es doch mit EINEM Tipp getan wäre…) Wenn ich dann frage: „Hast du Bock darauf?“ Klingt die Antwort meistens so: „So richtig Nein sagen wollte ich nicht, aber richtig Ja auch nicht… Ich krieg das schon irgendwie hin!“ Ich denke dann immer: Hoffentlich reicht IRGENDWIE… Einen echten Gefallen ist am Ende vermutlich niemandem getan. Denn nur wer von Leidenschaft angetrieben ist, macht authentische und emotionale Bilder.

    Als Hochzeitsfotograf immer auf Perspektivsuche. Hier der Blick von oben auf die Trauung in der Kirche

    Perspektivsucher – Während einer Hochzeitsreportage bin ich pro Stunde 60 Minuten damit beschäftigt, pfiffige Perspektiven, kleine und große Momente oder spannende Lichtstimmungen zu suchen. Hier erlaubte mir der erhöhte Stand in der Kapelle im Eutiner Schloss einen spannenden Blick auf Brautpaar und Hochzeitsgäste.

    Fulltimejob Hochzeitsfotograf

    Ist es eigentlich gerecht, Onkel Karl die Bürde aufzuerlegen, die Hochzeitsfotos seines Neffen/seiner Nichte zu schießen? Immerhin: Onkel Karl ist enges Familienmitglied und kann eigentlich gar nicht richtig mitfeiern, wenn er andererseits fotografieren soll. Tante Klara ist ja auch nicht in der Küche eingeteilt, obwohl sie sonst wirklich gerne kocht. Und noch etwas: Wenn ich als Berufsfotograf eine Reportage fotografiere, bin ich pro Stunde 60 Minuten damit beschäftigt, pfiffige Perspektiven, kleine und große Momente oder spannende Lichtstimmungen zu suchen. Meine beiden Kameras hängen dabei immer an einem speziellen Tragesystem an meinem Körper. Selbst wenn Onkel Karl das gleiche WOLLTE, wird er das nicht leisten KÖNNEN. Denn: Er ist schließlich auch Teil der Hochzeitsgesellschaft.

    Gut gemeint ist nicht immer gut genug

    Hin und wieder ist die Ausgangssituation mit Onkel Karl eine ganz andere: Denn er ist ein wirklich begeisterter Hobbyfotograf und möchte UN-BE-DINGT (!) Eure Hochzeit fotografieren. „Zum Üben!“ wie er sagt. Der gute Wille ehrt Onkel Karl, keine Frage. Nur: Wollt Ihr Eure Hochzeit, diesen unwiederbringlichen Tag mit all seinen emotionalen Schlüsselmomenten, wirklich zu einem fotografischen Übungsstück degradieren? Und ja, Onkel Karl sagt, dass er wirklich, wirklich gut mit dem Fotoapparat umgehen kann. So wie im Vorstellungsgespräch jeder behauptet, er könne Englisch sprechen – und dem beim Bestellen des Essens im Restaurant dann doch die nötigen Vokabeln gerade nicht einfallen. Deshalb mein Tipp an Euch: Klopft die Fähigkeiten von Onkel Karl, dem besten Kumpel, dem Freund des Nachbarn (oder wer auch immer Eure Hochzeit fotografieren möchte) ausgiebig ab, um Euch vor ungewollten Überraschungen zu schützen.

    Was das Smartphone kann – und was nicht

    „Hat doch jeder ein Smartphone!“ Stimmt! Und wenn man der Werbung Glauben schenken darf, hat die neueste Generation natürlich stets die aktuellste, nochmals verbesserte Kamera eingebaut. Ob das für die Hochzeit reicht? Nie!! Ich muss das sagen, ich bin Fotograf. Aus meiner Sicht: Dass man diesen Minimalismus Kamera nennen darf, gehört verboten. Klar, ein toller Sonnenuntergang sieht auch mit dem Smartphone aufgenommen schick aus. In der düsteren Kirche oder abends bei der Party wird es aber ganz schnell ganz grottig. Vergiss es! Ich spreche da aus ähnlicher Erfahrung bei meiner eigenen Hochzeit: Ich habe vor über 20 Jahren geheiratet und Handys waren noch nicht erfunden. Auf meiner Hochzeit machte ein Hochzeitsfotograf Bilder, für die Feier am Abend legten wir 25 Ritschratsch-Kameras auf den Gästetischen aus. (Diese Dinger mit eingebautem Film, die man nur einmal verwenden konnte und dann als Ganzes zum Entwickeln gab.) Kein einziges der rund 500 mit diesen Kameras entstandenen Fotos hat es in unser Hochzeitsalbum geschafft. Das gleiche Schicksal wird vermutlich die verpixelten Smartphone-Bilder ereilen. Ein schnelles Posting bei Facebook, vielleicht. RICHTIGE Fotos sehen anders aus.

    Während der Trauung wird ein Foto mit dem Smartphone gemacht

    Auf der Hochzeit mit dem Smartphone? Klar, warum nicht!? Aber als ernsthafte Fotografie wollen wir das nicht gleich bezeichnen, oder?

    Bei einer Hochzeitsreportage entstanden: Brautstrauss werfen

    Abends auf der Hochzeitsfeier haben wir es fast immer mit grenzwertigen Lichtverhältnissen zu tun. Um jetzt noch gute Fotos ohne das gefürchtete Bildrauschen hinzubekommen, sind lichtstarke Profiobjektive ein Muss.

    Wichtigstes Stilmittel: das Spiel mit der Unschärfe

    Was ich jetzt schreibe, beißt sich ein bisschen mit Punkt eins. Dort habe ich gesagt, dass nicht eine gute Kamera sondern ein guter Fotograf in der Hauptsache für starke Bildergebnisse verantwortlich ist. Auf der anderen Seite benötigt man in sehr vielen Situationen erstklassiges Equipment, um seine Ideen überhaupt in brillanter Qualität realisieren zu können. Insbesondere in der Hochzeitsfotografie sind dies lichtstarke Objektive. Die lassen auch unter den häufig schlechten Lichtverhältnissen das Arbeiten ohne Blitzgerät zu. Denn der Blitz zerstört, erstens, schnell die jeweilige Lichtsituation und ist, zweitens, häufig gar nicht erlaubt. (Das sage nicht ich, sondern die Standesbeamten, Pastoren, Pfarrer.) Und: Nur mit diesen lichtstarken Objektiven (und modernen Vollformatkameras) lässt sich das Spiel von Schärfe und Unschärfe bis zum Äußersten ausreizen. Gerade dieser Effekt ist aber eines der wichtigsten gestalterischen Mittel in der Fotografie und verschafft den Bildern ihren edlen Look. Was das mit Onkel Karl zu tun hat? Nun, der besitzt diese sündhaft teuren Linsen vermutlich nicht und ist dadurch in vielen Situationen ausgebremst. Wenn ich mit meiner Fototasche auf Eurer Hochzeit auftauche, befinden sich darin Objektive im Wert eines Kleinwagens – und sie sind jeden Euro wert!

    Eheringe auf dem Brautstrauss

    Das bewusste Spiel mit Schärfe und Unschärfe, sowie das exakte Setzen des Fokus gilt als wichtigstes Stilmittel in der Hochzeitsfotografie um den Blick auf bestimmte Bereiche zu lenken. Wetten, dass Dein Blick auf diesem Foto immer wieder auf den kleinen Diamant im Ring gezogen wird? 

    Wenn Du bis hier durchgehalten und alles gelesen hast, benötigst Du vermutlich erstmal eine gedankliche Verschnaufpause. Lass das alles auf dich wirken, überlege, welchen Stellenwert Deine Hochzeitsfotos für Dich einnehmen. Am Ende ist das auch eine Frage des Geldbeutels. Ist es Dir Wert, einen professionellen, vorausschauenden Fotografen für Deine Hochzeit zu engagieren? Oder reichen Dir die ambitionierten Fotos eines guten Freundes (um hier nicht durchgängig den armen Onkel Karl zu bemühen)? Diese Entscheidung kann Dir keiner abnehmen. Wenn Du Fragen oder Anregungen hast, darfst Du mir gerne über das Kontaktformular eine E-Mail schicken – ich freue mich auf Deine Nachricht.

    Noch mehr Lesestoff?

    Hier habe ich einen Blogbeitrag über meine (vierfache) Datensicherung von Hochzeitsfotos veröffentlicht: https://suspicious-mestorf.92-205-185-147.plesk.page/datensicherung-von-hochzeitsfotos-so-mache-ich-es/

    Hier findest Du einige Gedanken über die wichtige Kommunikation beim Fotoshooting, was analog zur Hochzeitsfotografie gilt: https://suspicious-mestorf.92-205-185-147.plesk.page/portraitshooting-mit-plan/

    Hier siehst Du einige Bildergebnisse aus einer kürzlich erstellten Hochzeitsreportage: https://suspicious-mestorf.92-205-185-147.plesk.page/hochzeitsreportage-anni-christoph/

  • Hochzeitsreportage Katrin & Daniel

    Hochzeitsreportage Katrin & Daniel

    Katrin und Daniel gaben sich vergangenes Wochenende in der St. Paulus Kirche (Buchholz) mit klopfendem Herzen das Jawort, später feierten sie in der Hochzeitslocation Westerhof. Ich durfte diesen Tag fotografisch begleiten und die schönsten Momente in einer stimmungsvollen Hochzeitsreportage festhalten. Und was da für eine Stimmung war! Tolles Hochzeitspaar, tolle Gäste und eine richtig tolle Location – so muss Hochzeit!

    Die Hochzeitslocation Westerhof

    Der Reihe nach: Wer will bestreiten, dass ein gut organisierter Ablaufplan für solch einen großen Tag hilfreich ist? Auf der anderen Seite: Wer will bestreiten, dass ein gut organisierter Ablaufplan für solch einen großen Tag kaum mehr als eine „Idee“ ist? Und so passierten auf dieser Hochzeit, die im rund 10 Kilometer entfernten Westerhof gefeiert wurde, allerlei unvorhergesehene Dinge und der Tag entwickelte wie auf jeder großen Feier seine ganz eigene Dynamik.

    Hochzeitskleid? Zerrissen!

    Und genau darum geht es bei einer Hochzeitsreportage – die tollen und emotionalen Momente genauso einzufangen wie die kleinen Malheure, die den Tag erst zu dem machen, was er ist. Jede Hochzeit ist schließlich einzigartig. Was bei dieser dazugehörte? Ein gleich zu Anfang zerschossener Zeitplan (der sich später aber wieder eingependelt hat), ein zerrissenes Hochzeitskleid, ein liegengebliebenes Auto, eine Facebook-Live-Schaltung des Anschneidens der Hochzeitstorte, und, und, und… Klasse! O-Ton von Braut Katrin: „Am meisten freue ich mich auf das Foto, als Daniel mir beim Fotografieren auf das Hochzeitskleid trat und es zerrissen ist!“

    Also, genug der Gesprächigkeit. Jetzt lasse ich Bilder sprechen. Braut Katrin ließ sich von ihren Freundinnen im Hotel Holst stylen. Dabei ging es richtig, richtig nett zu:

    Braut lässt sich von Freundin stylen

    Braut mit Freundin bei den Vorbereitungen zur Hochzeit

    Die Braut wird geschminkt

    Brautkleid und Brautstrauss auf dem Hotelbett im Hotel Holst

    Brautmutter schnürt das Brautkleid

    Detailfoto vom Schnueren des Brautkleids

    Braut im Hochzeitskleid schaut in den Spiegel

    Die fertige Braut im Hotel Holst

    Ein bisschen mehr Hektik lag bei Bräutigam Daniel in der Luft, der sich mit Freunden und Familie in einer wenige Kilometer entfernten Ferienwohnung in Schale schmiss. Und da sag nochmal jemand, Frauen seien in Sachen Styling kribbelig…

    Brautvater beim Binden der Fliege

    Garderobe des Bräutigams

    Bräutigam lässt sich bei der Ankleide helfen

    Detailaufnahme vom zuschnueren der Hochzeitsschuhe des Bräutigams

    Nun wurde es spannend! Die Hochzeitsglocken der St. Paulus-Kirche in Buchholz läuteten. Und wer sich jetzt nicht von Aufregung anstecken ließ, muss mit Nachnamen vermutlich Eisklotz heißen:

    Brautvater führt die Braut zum Altar in der St Paulus Kirche

    Trauung in der Buchholzer St Paulus Kirche

    Hund bei einer Trauung in der St Paulus Kirche in Buchholz

    Taschentuch für die Freudentränen

    Braut schaut Bräutigam verliebt an während der Trauungszeremonie

    Trauung in der St Paulus Kirche in Buchholz

    Brautpaar vor dem Altar der St Paulus Kirche in Buchholz

    Aufkleber unter den Sohlen des Bräutigams mit der Aufschrift The end

    Gast macht Handyfoto von der Trauung in der St Paulus Kirche

    Jetzt kam die Zeit der Gratulanten und es ging sehr herzlich zu. Freunde standen Spalier mit Angelruten, weiße Tauben fanden den Weg in den Himmel, das obligatorische Bettlaken-Herz wurde ausgeschnitten und zum Schluss mussten Katrin und Daniel noch ein Schnäpschen trinken. Dem Gesichtern nach zu urteilen hatte der Inhalt der beiden Flachmänner einige Umdrehungen.

    Hochzeitspaar nach der Trauung in der St Paulus Kirche in Buchholz

    Brautpaar lässt weisse Tauben nach der Hochzeit fliegen

    Vor der St Paulus Kirche: Brautpaar schneidet Herz aus

    Bräutigam trägt Braut durchs ausgeschnittene Herz

    Brautpaar trinkt Schnaps nach der Trauung

    Inzwischen war der Zeitplan schon etwas überfällig, sodass wir für die Paarfotos nicht mehr ganz so viel Zeit wie eingeplant hatten. Und dann das: Als die beiden Frischvermählten auf meine Kamera zulaufen sollten, trat Daniel versehentlich auf die Schleppe – und Katrin lief weiter. „Raaatsch!!!“ Als eingefleischter Reportagefotograf hielt ich den Moment natürlich in einer Bilderserie fest. Zwei Sekunden später lachte sich Katrin kaputt und Daniel hatte noch immer eingezogene Schultern. Später wurde das Malheur geflickt und so gehört das zerrissene Kleid nun zu dieser Hochzeit dazu und vermutlich wird davon noch in vielen Jahren erzählt…

    Hochzeitsreportage: Brautpaar in der St Paulus Kirche

    Hochzeitsfoto mit Hunden

    Brautpaar von hinten fotografiert und der Bräutigam springt vor Freude in die Luft

    Hochzeitspaar beim Fotoshooting eine Sekunde nachdem das Brautkleid zerriss

    Derweil wurden in der Hochzeitslocation Westerhof letzte Vorbereitungen unternommen. Und: Mit der untergehenden Sonne gab es ein richtig schönes Licht auf der Terrasse des Westerhofs, wo nochmal eine Handvoll schöne Hochzeitsfotos der Beiden entstanden. Dann nahm ein tolles Fest seinen Verlauf bis zum frühen Morgen…

    Hochzeitslocation Westerhof

    Herzlich Willkommen "Show me love"

    Die letzten Vorbereitungen zur Hochzeitsfeier im Westerhof

    Aufgehängte Privatbilder bei Hochzeitsfeier in der Hochzeitslocation Westerhof

    Aufgehängte Fotos vom Junggesellenabschied

    Hochzeitspaar im Gegenlicht der Abendsonne

    Brautpaar im Gegenlicht auf der Wiese der Hochzeitslocation Westerhof

    Große Erdbeer-Hochzeitstorte in der Küche der Hochzeitslocation Westerhof

    Brautpaar bei der Ansprache zur Hochzeitsfeier im Westerhof

    Eröffnungstanz in der Hochzeitslocation Westerhof

    Tanzfläche in der Hochzeitslocation Westerhof

    Foto mit bewusster Unschärfe von der Tanzfläche einer Hochzeitsparty

    Dancefloor bei Hochzeitsfeier im Westerhof

    Bis in die Morgenstunden wurde im Westerhof gefeiert

  • Datensicherung von Hochzeitsfotos – so mache ich es

    Datensicherung von Hochzeitsfotos – so mache ich es

    Hochzeitsfotos sind unwiederbringliche Erinnerungen und gewinnen – wie ein guter Wein – mit den Jahren immer mehr an Wert. Gelobt sei das digitale Zeitalter. Denn wo früher nur ein einziges Original (das Negativ) existierte, können wir heutzutage das digitale Foto beliebig häufig verlustfrei kopieren. Ein vollständiger Datenverlust kann/darf/soll im 21. Jahrhundert eigentlich nicht mehr geschehen. Eigentlich. Denn noch immer vernachlässigen viele Fotografen die Datensicherung von Hochzeitsfotos. Ich bin als Fotograf und Hochzeitsfotograf in Hamburg (und weit darüber hinaus) tätig und lege großen Wert auf die wichtige Datensicherung. Und ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und behaupte, dass jeder, der seine fotografische Dienstleistung gewerblich ausübt, seinen Kunden gegenüber zu einer bestmöglichen Datensicherung verpflichtet ist.

    Screenshot – diverse Hochzeitsfotos

    Die Datensicherung von Hochzeitsfotos ist ausgesprochen wichtig – kein Foto ist wiederholbar!

    Die Datensicherung beginnt mit dem ersten Foto!

    Ganz wichtig: Datensicherung beginnt nicht erst zu Hause am Computer! Es wäre fatal, wenn ich als Hamburger Hochzeitsfotograf als letzten Akt das Anschneiden der Hochzeitstorte fotografiere und dann feststellen müsste, dass die Speicherkarte einen Defekt hat. Aaaargh! Eine unerklärbare Situation dem Hochzeitspaar gegenüber…

    Der Reihe nach: Professionelle Kameras bieten die Möglichkeit, ZWEI Speicherkarten einzusetzen. Während einer Hochzeitsreportage werden bei mir die Fotos auf der CF-Karte als RAW-Datei gespeichert und zusätzlich als JPG-Datei auf der zweiten SD-Karte. Jedes Foto existiert also doppelt in jeweils einem anderen Dateiformat. Zusätzlich fotografiere ich mit ZWEI Kameras (Canon 5D Mark III), um in der gleichen Situation mit unterschiedlichen Objektiven und Looks arbeiten zu können.

    Kartenslot der 5D Mark III mit zwei Speicherkarten

    Der Kartenslot der Canon EOS 5D Mark III im Detail: Zwei Speicherkarten bieten die Möglichkeit der doppelten Datenaufzeichnung

    Datensicherung durch externe Festplatten

    Am Tag nach dem Auftrag (oft noch am gleichen Abend, weil ich ausgesprochener Nightworker bin) sichere ich die Daten zur späteren Bearbeitung auf dem Computer, von dem ich über Apples „Time Machine“ ein zusätzliches vollautomatisches Backup erstelle. Damit mir weder Virus noch ein beschädigter Rechner Sorgenfalten auf die Stirn treiben können, sichere ich alle Bilder zusätzlich auf einer zweiten Festplatte. Und zwar auf einer externen Festplatte! Eine interne zweite Festplatte wäre bei einem Totalausfall des Rechners zwangsläufig mitbetroffen. Zwar kann in einigen Fällen spezielle Software helfen, die Fotos wiederherzustellen. Im Falle von Brand, Kurzschluss, Überspannung o.ä. sind dem Ganzen bei zerstörten Festplatten aber natürliche Grenzen gesetzt. Apropos Brand: Dass Computer und externe Festplatte an unterschiedlichen Orten gelagert werden, ist für mich selbstverständlich. Wenn nämlich beides einem möglichen Feuer zum Opfer fällt, ist das doppelt doof.

    Florian Laeufer Hochzeitsfotograf aus Hamburg am Computer

    Nightworker Florian Läufer – Hochzeitsfotograf aus Hamburg

     

    Datensicherung von Hochzeitsbildern auf externer Festplatte

    Unmittelbar nach einem Auftrag als Hochzeitsfotograf sichere ich die Fotos auf externen Festplatten gegen Datenverlust.

    Vier gewinnt!

    Und weil mir Sicherheit nicht sicher genug ist, spiegele ich alle Daten zusätzlich auf einer dritten Festplatte, die – Sie können es sich denken – an einem dritten Ort lagert. Erst jetzt lösche ich die Fotos von den Speicherkarten meiner Kamera, damit diese für den kommenden Einsatz wieder startklar ist. Schlussendlich kommt die vierte Datensicherung ins Spiel: Jeder Kunde bekommt seine hochauflösenden Fotos auf einem USB-Stick von mir überreicht. Eher geht ein Kamel durchs Nadelöhr, als dass bei diesen Sicherungsmaßnahmen noch Daten unwiderruflich verloren gehen.

    USB-Stick zur Weitergabe der Hochzeitsfotos

    Für die Übergabe der Fotos lasse ich mir immer etwas Besonderes einfallen. Hier ist es eine Miniaturkamera als USB-Stick, auf der ich die Bilder überreichte.