Schlagwort: Business-Fotografie

  • Unternehmensfotografie – Folierung eines HVV-Busses

    Unternehmensfotografie – Folierung eines HVV-Busses

    Wenn ich Anfragen zur Unternehmensfotografie bekomme, geht es meistens darum, betriebliche Abläufe darzustellen oder Image-Fotos zu erstellen. Oft stehen dabei Mitarbeiter und Kunden im Vordergrund oder es geht um aussagekräftige Architekturbilder. (Hier sind einige Beispiele solcher Arbeiten zu sehen: Your Business) Als mich der Winterdienst Borchers kontaktierte, war alles anders. Ich könnte mir gut vorstellen, die Schaffensprozesse während einer kalten Phase mit reichlich Schneefall zu fotografieren. Schneeschippen und -räumen würde fotografisch ganz sicher einiges hergeben und es ließen sich dynamische Fotos erstellen, keine Frage. 

    In diesem Fall sollte der Star allerdings ein Räumfahrzeug sein. Kennt jeder: So ein orangefarbener 4×4-Geländewagen mit vorgeschalteter Schaufel. Die fotografische Anforderung waren aber keine Fotos vom Fahrzeug im Einsatz – im Gegenteil. Die Idee, die hinter den Fotos steckte war, damit später einen Hamburger HVV-Bus zu folieren. Ursprünglich sollte so optisch aus einem Personenbeförderungsbus quasi ein Räumfahrzeug werden. Problem: Die Radstände und Abmessungen der beiden Fahrzeugtypen stimmen natürlich nicht im Ansatz überein und es wäre vermutlich nur Murks herausgekommen. Also alles anders. Auf der freien Fläche eines Industriehafens erstellten wir dafür schattenfreie Fotos ohne – ganz wichtig – Spiegelungen.

    WANTED – Wer hat diesen Bus in Hamburg gesehen?

    Was bei dieser Form der Unternehmensfotografie herausgekommen ist, hat mir Juniorchef Daniel Borchers nun zukommen lassen. Ab sofort fährt in Hamburg also für mehrere Jahre ein HVV-Bus durch die City, auf denen meine Fotos zu sehen sind. Witzig-geniale Idee, auf diese Weise Werbung zu machen. 

    Hamburger Nahverkehrsbus mit Fotografie von Florian Läufer

    Daumen hoch für diese besondere Idee aus der Kombination Unternehmensfotografie und Fahrzeugfolierung eine einprägsame Werbung zu gestalten. Mehrere Jahre wird dieser Bus auf Hamburgs Straßen die Blicke auf sich ziehen. 

    HVV Bus mit Folierung von Fotos aus einem Shooting mit Fotograf Florian Läufer

    Macht auch im Sommer eine gute Figur: Der HVV-Bus mit meinen Fotos aus einem ungewöhnlichen Shooting.

    HVV Bus Rückseite mit Bild aus der Unternehmensfotografie von Florian Läufer

    Starke Idee von Winterdienst Borchers!

    Große Bitte an alle Hamburger: Wer diesen Bus sieht und mir davon ein Handyfoto zukommen lässt, darf sich über eine Veröffentlichung hier auf dem Blog freuen. Auf die…, Plätze…., fertig…, KLICK!  Schickt euer Foto an: fotosimfokus@gmx.de

  • Homeshooting – von der Idee zum Foto

    Homeshooting – von der Idee zum Foto

    Das kleine Fotostudio um die Ecke scheint ein Auslaufmodell zu sein. Das Homeshooting liegt voll im Trend und die Nachfrage wird immer größer – zu Recht! Denn worum geht es bei Portraitfotos? Die Persönlichkeit der fotografierten Person herauszustellen. Und das funktioniert eben ganz besonders gut, wenn wir Einrichtung und wichtige Accessoires aus dem eigenen Wohnbereich mit einfließen lassen. Getreu dem Motto: „Zeige mir, wie du wohnst und ich sage dir, wer du bist!“ 

    Wie so ein Homeshooting abläuft? Immer anders! Das macht es für mich als Hamburger Fotograf ganz besonders spannend. Es gibt kein Schema F nach dem man vorgehen könnte. Zu unterschiedlich sind die Bedingungen vor Ort, noch unterschiedlicher die Menschen. Gut so! Am Anfang steht die Idee. Was soll mit dem individuellen Homeshooting transportiert werden? Welche Gegenstände aus dem täglichen Leben können einfließen, welche Räume eignen sich? Meistens lasse ich mir vorab einige Handybilder von der Wohnung schicken, um eine Idee zu bekommen was mich erwartet. Dann besprechen wir Bildideen und legen einige Zielfotos fest, die wir realisieren wollen. Meistens lasse ich dabei mein Gegenüber ein bisschen kommen, um nicht Gefahr zu laufen, dass ich meine Ideen unterschwellig überstülpe. 

    Was soll ich bloß anziehen?

    Die Kleidung ist natürlich immer ein großes Thema. Grundsätzlich sage ich: Es gibt kein richtig oder falsch, nur ein „Darin-Fühle-Ich-Mich-Wohl“. Grobe Muster, riesige Schriftzüge oder zu viele unterschiedliche Farben können sich nachteilig auswirken, weil entsprechende Kleidung zu unruhig wirken könnte. Und auch sehr dunkle Kleidung in schwarz, dunkelblau oder dunkelbraun ist nicht immer erste Wahl, wenn man eine freundliche Stimmung erzeugen möchte. (Wo ein düsterer Look gefragt ist, sieht die Welt natürlich ganz anders aus.) Bringen wir also Farbe ins Spiel. Aber – und das schreibe ich gerne ein zweites Mal – sich wohlfühlen kommt vor Kleiderregeln!  

    Häufig ist das Platzangebot bei einem Homeshooting begrenzt. Daraus das beste herauszuholen, ist meine Aufgabe. Das kann hier und da ein wenig knifflig werden, weil man so gerne hier noch ein Licht oder dort einen Reflektor einsetzen möchte, die Gegebenheiten dies aber nicht zulassen. Bisher ist mir aber immer eine Lösung eingefallen. 

    Und jetzt kommt der wichtigste Teil beim Homeshooting, der häufig falsch eingeschätzt wird: Die Fotos „entwickeln“ sich erst beim Fotografieren – im ursprünglichen Sinne des Wortes. Selten bin ich in einer Situation, bei der ich sage: „Hier ein Licht, dort ein Aufheller und woanders ein Reflektor, dann passt es.“ Ich gehe so vor: Zunächst definiere ich das Zielfoto im Kopf und richte die Situation mit der zu fotografierenden Person ein. Jetzt setze ich das Hauptlicht, welches für die zentrale Beleuchtung verwendet wird und mache ein erstes Testfoto, um die Lichtcharakteristik einzuschätzen. Danach kommt die Akzentuierung durch ein oder zwei zusätzliche Lichter. Ein etwas härteres Licht von hinten verursacht eine schöne Lichtkante am Körper des Models und/oder hellt die Haare auf. Nicht umsonst sagt hierzu der Fachmann „Haarlicht“. Extra-Tipp: In meinem Portfolio findest du allerlei Beispielarbeiten aus vergangenen Shootings.

    Nun geht es an der Hintergrund. Oft lasse ich ihn unbeleuchtet, genauso oft helle ich ihn mit zwei zusätzlichen Blitzgeräten auf – je nach Situation. Manchmal gefällt es mir, auf bestimmte Accessoires ein weiteres dezentes Licht zu setzen, um dieses mehr zur Geltung zu bringen. Sind alle Lichter nacheinander gesetzt, beginnt das Homeshooting. Ein wenig Feinjustage an den Blitzgeräten ist hier und da noch nötig, ansonsten heißt es jetzt: „Bitte lächeln!“

    Homeshooting mit Martina

    Hier siehst du einige Making of-Bilder aus einem Homeshooting mit Martina. Die ist selbst Fotografin mit exzellenten Photoshop-Skills und die Idee war, sie in einer Arbeitssituation am Schreibtisch abzulichten. Den Bezug zur Fotografie stellen Kamera und Fotobücher her. So entwickelte sich das fertige Portraitfoto:

    Der hamburger Fotograf Florian Laeufer beim Aufbau des Setups für ein Homeshooting

    Hier seht ihr mich beim Aufbau des Setups in dem geräumigen Wohnzimmer von Martina. Richtig klasse: ordentlich Platz für die Blitzgeräte. Super!

    Der Hund macht es sich beim Shooting für Portraitfotos in der Fototasche gemütlich

    Mit Hund Gino bin ich gleich auf Du und Du. Nach einigen Streicheleinheiten macht er es sich in meiner Stativtasche gemütlich. „Wuff – Wuff!“

    One Light Setup beim Fotoshooting mit der Fotografin Martina Thewes

    Ist alles aufgebaut, setze ich nacheinander die Lichter. Hier sorgt eine 70er Softbox für das Hauptlicht von oben links. Noch ist die rechte Gesichtshälfte unbeleuchtet…

    Ein Hauptlicht von oben links und ein Strip Light von hinten rechts sorgten für dieses Portraitfoto

    …was sich mit dem Einsatz eines zusätzlichen Strip Lights von hinten rechts ändert. Die nun entstandene dezente Lichtkante an Martinas linker Kopf- und Körperhälfte lässt das vorläufige Ergebnis schön plastisch wirken. Was mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht ganz gefällt: die etwas dunkel geratene Rückseite des MacBooks. 

    Das Endergebnis eines Hoomeshootings. Drei Blitzgeraete sorgten für die Ausleuchtung

    Nun aber! Ein drittes Licht, das ich rechts vor dem Tisch platziert und auf den Laptop ausgerichtet habe, betont das MacBook und die Fotobücher und hellt Martinas Gesicht gleich noch ein wenig auf. Mit diesem Endergebnis sind Martina und ich gleichermaßen zufrieden. Und zwar sehr!

    Making of eines Homeshootings in Hamburg

    Und so sieht das Setup nach ein wenig Möbelrücken und Herumprobieren aus. (Nicht im Bild: Das zusätzliche Blitzgerät für das MacBook.) 

    Wenn du ebenfalls Interesse an einem Homeshooting hast, dann nimm gerne Kontakt zu mir auf, damit wir über deine Wünsche und Vorstellungen sprechen können. Ich freue mich auf deine Nachricht. Hier geht es zum Kontaktformular: KLICK

  • Kochfotos: RTL II-Kochprofi Nils Egtermeyer über die Schulter fotografiert

    Kochfotos: RTL II-Kochprofi Nils Egtermeyer über die Schulter fotografiert

    Einem Fernsehkoch blickt man nicht jeden Tag über die Schulter – schon gar nicht mit dem Fotoapparat, um appetitliche Kochfotos zu erstellen. Im Rahmen einer Videoproduktion für das Portal „ANGELNplus“ hatte ich jedoch kürzlich die Gelegenheit, Kochprofi Nils Egtermeyer bei der Arbeit fotografisch zu begleiten. Zum Hintergrund: Der Sternekoch präsentierte in Zusammenarbeit mit dem Redakteur Rainer Korn drei Fischrezepte, die auf dem Abonnenten-Videoportal ANGELNplus in jeweils gut fünfzehnminütigen Clips gezeigt werden. Begleitend dazu werden die Rezepte im Angelmagazin BLINKER vorgestellt –  dafür kam ich als Fotograf zur Produktion hinzu. 

    Making of der Videoproduktion mit Koch Nils Egtermeyer im Smeg Küchenstudio in Hamburg

    Mit dem SMEG-Küchenstudio Hamburg wurde eine tolle Location für die Filmproduktion mit Kochprofi Nils Egtermeyer gefunden.

    Makin of Foto vom Filmdreh mit Nils Egtermeyer

    Making of der Filmproduktion für das Format ANGELNplus. Nach jeder abgedrehten Folge fotografierte ich die einzelnen Zubereitungsschritte nach.

    Kochfotos: Die Zutaten des Gerichtes Hecht Ceviche

    Die Zutaten für das Rezept „Hecht Ceviche“ von RTL II-Kochprofi Nils Egtermeyer.

    Die Challenge des Tages war, sich mit dem Filmteam einig zu werden, wer wann mit Kamera oder Fotoapparat seine Sequenzen für die spätere Veröffentlichung realisieren kann, damit sich Filmer und Fotograf (ich) nicht gegenseitig im Bild stehen. Und: Während das Filmteam bereits zwei Stunden vor Beginn im Smeg-Küchenstudio Hamburg zum Setzen des (Dauer-)lichts eintraf, ich meine Kochfotos aber mit meinem eigenen (Blitz-)licht realisierte, wurde es zwischenzeitlich schonmal eng vor der geräumigen Küchenzeile.  

    Fernsehkoch Nils Egtermeyer ist aber selbstverständlich Profis genug, um der Situation lässig zu begegnen. Und selbst die Filmer freuten sich, dass am Ende die Realisierung des Vorhabens zügiger vonstatten ging als geplant und gedacht. Alles Profis eben. 

    Ich machte fleißig Making of-Bilder, außerdem fotografierte ich die Arbeitsgänge der drei Rezepte Step-by-Step zur späteren Veröffentlichung im Magazin. Bevor das Wasser im Munde zusammenläuft – dies waren die drei Rezepte, die als Video auf ANGELNplus und in gedruckter Fassung im BLINKER erscheinen werden:

    – „Hecht Ceviche“ mit Paprika, Mango, Koriander und Wildkräutersalat

    – Hering mit Bohnensalat und Cashewkernen

    – Knoblauchsüppchen „Hering Escabeche“ mit Avocado und Roter Beete

    Making of bei der Videoproduktion mit Fernsehkoch Nils Egtermeyer

    Während der Dreharbeiten hatte ich die Möglichkeit, neben der Kochfotos auch einige Making of-Bilder der Produktion zu erstellen, die später im Angelmagazin BLINKER gezeigt wurden.

    Heringszubereitung im Smeg Küchenstudio in Hamburg

    So lecker kann ein professionell zubereiteter Hering aussehen. „Mhmmm…!“

    So entstehen Kochfotos beim Anrichten eines Heringsrezeptes

    Es wird angerichtet! Hering mit Bohnensalat und Cashewkernen. Da läuft einem doch glatt das Wasser im Munde zusammen. 

    Fotograf Florian Läufer beim Fotografieren des angerichteten Tellergerichts

    Fotograf Florian Läufer im Einsatz. Ganz schön viel Licht für so einen kleinen Teller. „Wat mutt, dat mutt!“ sagt der Hamburger. (Handyfoto) 

    Rezeptfotos von Fotograf Florian Laufer aus Hamburg

    Und so sieht dann eines der drei gekochten Rezepte im Angelmagazin Blinker aus.

    Angelnpluss Titelfoto zur Kochserie mit Fernsehkoch Nils Egtermeyer

    „Der Fond Manager“ cooler Titel für eine dreiteilige Videoproduktion aus dem Jahr Top Special Verlag. Mit dem innovativen Video on Demand Portal für Angler geht der Verlag neue und professionelle Wege. Der Zugang ist den Abonennten des Magazins BLINKER vorenthalten, die einen exklusiven Zugangscode zu hochwertigen Filmen rund um das Thema Angeln erhalten. Eine starke crossmediale Vernetzung aus Print und Online. Respekt!

    Interesse geweckt? Hier geht es zum Trailer der Videoproduktion: Klick! 

    Sie Interessieren sich für meine fotografische Dienstleistung? Kommen Sie gerne über das Kontaktformular ins Gespräch mit mir. Ich freue mich auf Ihre Nachricht!

     

     

     

     

     

  • Warum ich als Fotograf keine Werbung (mehr) mache…

    Warum ich als Fotograf keine Werbung (mehr) mache…

    „Wer nicht wirbt, der stirbt!“ so hat es Henry Ford vor vielen Jahren einmal gesagt. Wer ihn nicht kennt: Henry heißt (besser: hieß) nicht umsonst Ford mit Nachnamen. Er war es, der im Jahre 1903 die Ford Motor Company gründete. Aha, der gute Mann wusste also schon damals, wie es mit der Werbung so läuft. 

    Als ich mich mit der Fotografie selbstständig machte, wollte ich also seinen guten Rat beherzigen. Nun gab es allerdings drei Probleme: Erstens, ich hatte nicht die geringste Ahnung, WIE man wirbt. Außerdem, zweitens, fehlte mir das Geld zum Werben. Der ewige Teufelskreis. Wenn Dich keiner kennt, hast Du wenig Aufträge, hast Du wenig Geld, hast Du keine Werbung. Aaaargh! Drittens: Ich bin zu allem Unglück die Sache ziemlich blauäugig angegangen. 

    Werbung? Flyer-Alarm!

    Der Reihe nach: Wer seinen Gewerbeschein in der Tasche hat (was keine Hürde darstellt) und durchstarten will, lässt sich erstmal Visitenkarten und Flyer drucken – was ebenfalls keine Hürde darstellt. Mit (m)einem Investment in Höhe von rund 100 Euro lieferte mir der Postbote schon bald mehrere Tausend Werbeflyer von meinem Druck-Dealer ins Haus. 

    Verbraucherinformation, keine Werbung! Doch ich hatte nicht damit gerechnet, gleich zur Rede gestellt zu werden…

    Kaltaquise. Ich versuchte es ganz klassisch, die Dinger unters Volk zu kriegen. Weil ich mir für nichts zu schade bin, hing ich mir also meine Schultertasche um und verteilte die frische Druckware in diversen Briefkästen. Ich hatte die Rechnung aber ohne den Wirt – oder anders ausgedrückt, ohne den Kopf einzuschalten – gemacht. Weil: Um 1000 Briefkästen zu befüllen, muss man verdammt viel Strecke machen! Im dreizehnstöckigen Hochhaus mag das theoretisch zwar noch ganz fix gehen, aber lebt dort tatsächlich meine Zielgruppe? Dann lieber die etwas gehobenere Einzel- und Reihenhaussiedlung. Da kamen schnell etliche Kilometer Fußstrecke zusammen… Und es war noch eine zusätzliche Schikane eingebaut. Denn: rechnerisch verdoppelte sich die Strecke. Ich weiß jetzt, was es bedeutet, auf jedem zweiten Briefkasten den Aufkleber „Bitte keine Werbung einwerfen!“ zu lesen. Die Steigerung: „Werbung einwerfen VERBOTEN!“ Oha! Kurz nachgedacht und resümiert: „Die wissen ja gar nicht was ihnen entgeht!“ Schwupps, schon hatte jeder, der wollte oder nicht, meinen Flyer im Briefkasten. Das ging natürlich nicht lange gut:

    „Eeey, kannst Du nicht lesen?“ Kunstpause. „Oder was?“

    „Doch, meistens klappt’s!“

    Wieder der böse Mann: „Ich will den Sch*** nicht in meinem Briefkasten haben!“

    „Ist kein Scheiß!“

    „Nun werd hier mal nicht komisch! Wir wollen hier sowas nicht!“

    „Guter Mann, das ist Papier, keine Bombe!“

    „Das gibt ne Anzeige, darauf kannst Du Dich verlassen! Ich ruf bei Deinem Chef an!“

    „Alles klar. Gute Besserung!“ (Ja, das war ein bisschen vorlaut – ist mir so rausgerutscht.)

    Ich verzichtete darauf ihm zu erklären, dass ich vermutlich selbst ans Telefon gehen würde. Geklingelt hat’s – all seinen Unkenrufen zum Trotz – nicht. Weder er noch ein Kunde rief an. Trotzdem: Beides hat mir nachhaltig die Lust am Austeilen meiner Wurfsendung genommen.

    Ich habe nie wieder Werbung in einen Briefkasten geworfen.

    Visitenkarte des Fotografen Florian Laeufer

    Visitenkarten des Hamburger Fotografen Florian Läufer. Schon für wenige Euro lassen sich qualitativ hochwertige Ergebnisse drucken. Erstaunlich, dass eine Druckerei daran noch Geld verdienen kann…

    Facebook – maßgeschneiderte Werbung?

    Von jetzt an setzte ich auf Facebook. Hier konnte ich mit relativ wenig Geldeinsatz sehr gezielt meine Werbung platzieren. Ganz easy. Eigentlich. „Beitrag bewerben“ oder „Mit 35,00 Euro bis zu 2.500 User erreichen“ – so oder ähnlich machten mir die FB-Werbestrategen die Entscheidung zu bezahlter Verbraucherinformation leicht. Klick…, Klick…, Klick… schon war meine erste Werbeanzeige aktiv. Ganz klar, Zielgruppe und -region hatte ich vorab genauso festgelegt, wie die Interessenschwerpunkte und das Alter der Personen, denen mein Beitrag angezeigt werden sollte. Vorsichtshalber hielt ich mein Telefon schonmal griffbereit, um die eingehenden Aufträge anzunehmen… Geklingelt hat’s natürlich wieder nicht. Bei Facebook in der Kasse, ja. 

    Immerhin: Etliche Likes habe ich trotzdem erhalten. Aus Aserbeidschan, der Türkei und Simbabwe. Echte Anfragen? Nullkommanull. Hatte ich da etwas falsch verstanden? Heute weiß ich, dass es als absoluter Nonsens gilt, derartige Werbeanzeigen bei Facebook zu schalten. Da muss man schon eine „Kampagne“ starten. Aber ganz ehrlich: Wie viel Geld muss ich in die Hand nehmen, um „richtig“ zu werben? Und: Wie viel Aufträge muss ich dafür fotografieren, damit a) das Geld wieder reinkommt und b) noch etwas übrig bleibt? 

    Ich habe nie wieder für eine Facebook-Werbung Geld in die Hand genommen.  

    Beste Werbung: 5-Sterne Bewertungen bei Facebook von dem Hamburger Fotografen Florian Läufer (Screenshot)

    Beiträge kostenpflichtig bei Facebook bewerben? Mache ich nicht mehr! Ich setze alles auf eine Karte: kompromisslose Kundenglücklichkeit. Dann darf man sich über tolles Feedback freuen.

    Hochzeitsmesse – da wo sich meine potenzielle Kundschaft informiert

    Im Winter kam mir dann die Idee mit der Hochzeitsmesse. Die Investition für einen eigenen Stand erschien mir für den Anfang zu hoch. Außerdem hörte ich, dass sich die Fotografen auf den Messen eine Schlacht liefern. Rabatte, Rabatte, Rabatte! Das finde ich doof. Und überhaupt: Ich hatte ja noch die Flyer! Also bestückte ich damit meine Schultertasche und wollte die Papierbotschaften vor der Eingangstür verteilen. Mist, da stand natürlich schon einer! Inkognito ließ ich mir von dem Typen einen Flyer aushändigen. Fehlalarm! Es ist DJ, kein Fotograf. Puh! Erst jetzt fiel mir auf, dass er sich immer hinter einer Säule versteckte, damit ihn die Security am Eingang nicht sieht. Klar, man soll natürlich eine Standmiete bezahlen und nicht auf Lau vor der Tür Flyer verteilen. Erinnerte mich irgendwie an die Aufkleber an den Briefkästen. „Betteln verboten!“ wäre hier angebracht gewesen.

    Okay, ich überließ dem Platzhirsch seinen Posten, ging zum Parkplatz und verteilte nun hier meine Flyer. Anders: Ich VERSUCHTE sie zu verteilen. Sobald mich die Leute mit meinen Handzetteln sahen, versuchten sie mir auszuweichen. Ich fühlte mich, als würde ich Drogen verkaufen. Einige hatten Mitleid. „Darf ich Ihnen einen Flyer überreichen?“ Die guten Seelen nahmen den Flyer lächelnd entgegen und stopften ihn irgendwo in die Jackentasche. Ob sie sich ihn jemals angesehen haben? Nach dreißig Minuten bin ich nach Hause gefahren. Wer also noch rund 2.300 Fotografen-Flyer benötigt, darf sich bei mir melden. Vielleicht für das nächste Osterfeuer…?

    Ich habe nie wieder einen Flyer verteilt.

    Hochzeitspaar in der leeren Kirche während einer Hochzeitsreportage von Hochzeitsfotograf Florian Läufer fotografiert

    Zufriedene Hochzeitspaare empfehlen mich weiter – bessere Werbung kann es doch gar nicht geben. 

    Spezialisiere Dich!

    Und ich machte noch einen Fehler. Ich las Bücher, besuchte diverse Webseiten und belegte Webinare zum Thema Marketing. Überall der gleiche Rat: Spezialisiere Dich! Sei nicht irgendein Fotograf, sei DER Hochzeitsfotograf. DER Babyfotograf oder DER Event-Fotograf. Nur dann wirst du regelmäßig gebucht. 

    Je länger ich darüber nachdachte, desto mehr Zweifel. Keine Frage, es klang natürlich schlüssig, sich in einem Bereich zur Nummer Eins hochzuarbeiten. Bloß: Theoretisch dürfte es dann nur Arbeit für sehr wenige Fotografen geben – für die ganzen Einsen. Vielleicht noch für die Nummern Zwei und Drei. Aber alle anderen? Und mir ging in der Theorie noch etwas gegen den Strich: Soll ich bis zum jüngsten Tag wirklich nur noch EIN Thema fotografieren? Immer nur Produktfotos? Tagein, tagaus Hochzeiten? Oder ausschließlich Babys? Laaaang-wei-lig! Ich fotografiere, weil ich das Fotografieren an sich liebe, nicht um ein Routine-Repertoire abzuspulen. 

    Ich habe nie wieder darüber nachgedacht, mich zu spezialisieren.

    Outdoorshooting mit einem Baby und seiner stolzen Mama auf einer grünen Sommerwiese

    Ich liebe Abwechslung und Herausforderungen. Spezialisierung auf einen bestimmten Bereich in der Fotografie? Nein Danke! Die Nummer eins möchte ich nur in einer Disziplin sein: Kundenzufriedenheit!

    Urbanes Portraitshooting mit Sarah

    Egal, ob Baby-, Portrait- oder Eventfotografie – ich find alles klasse. Solange der Auslöser rattert, bin ich in meinem Element. 

    Fotograf Florian Läufer bei einer freien Arbeit im winterlichen Island an dem Wasserfall Aldeyarfoss

    Überschüssige Einnahmen investiere ich in Equipment und Fotoreisen. Ich brauche weder Luxus noch ein dickes Auto. Aber das Fotografieren, das brauche ich wie die Luft zum Atmen! (Fotocredit: Holger Kröger)

    SEO (Suchmaschinenoptimierung)

    In einer Sache bin ich mir mit vielen Tippgebern einig. Irgendwie muss man im Internet gefunden werden. Und da geht dann eben kein Weg an der Suchmaschinenoptimierung (SEO) vorbei. Ach Gott, hätte ich doch nur gewusst, was auf mich zukommt. Dass SEO keine einmalige, sondern eine kontinuierliche Arbeit ist, war mir nie bewusst. Naiverweise dachte ich doch tatsächlich, dass es mit ein paar Suchbegriffen getan sei. Ich Unwissender, ich! Um der Wahrheit die Ehre zu geben: In diesem Bereich ist bei mir noch viel Luft nach oben. Ich arbeite daran… 

    Wer stirbt, weil er nicht wirbt, hat bei all der „Bedarfslenkung“ vielleicht einen übersehen: den Kunden! Was nützt das größte Werbebudget, wenn der Klient nicht zufrieden ist? Anders ausgedrückt: Wer die Käufer ins Geschäft lockt, hat erst 50 Prozent des Zieles geschafft. (Vorausgesetzt, man setzt nicht auf Nepp und Bauernfängerei, sondern auf Qualität. Und dabei ist es ganz egal, ob es sich um eine Ware, Dienstleistung oder weiß ich was handelt.) Erst wenn Kunden wiederkommen und Dich weiterempfehlen, sind auch die fehlenden 50 Prozent erreicht. 

    Das Erfolgsrezept: Du musst für deine Sache brennen!

    Ich bin in den letzten Jahren genau diesen Weg gegangen. Ich brenne für meine Leidenschaft und glaube, dass dies meine Kunden spüren. Hier und da waren meine Einsätze aus betriebswirtschaftlicher Sicht sogar nur wenig sinnvoll. Zu viel eingesetzte Zeit für zu wenig Ertrag. Das ist eine Kategorie, in der ich unternehmerisch denken sollte, gelegentlich aber völlig außer acht lasse. Dazu noch ein Zitat: „Lieber Geld verlieren als Vertrauen“ – Robert Bosch hat das gesagt. Und tatsächlich, irgendwann setzt ein Dominoeffekt in Sachen Weiterempfehlung ein. Wer zufrieden ist, erzählt es seinen Freunden. Und die können von noch so viel Werbung anderer Fotografen beeinflusst werden: Wenn Tante Klara mit dem Fotografen Florian Läufer zufrieden ist, wird sich vermutlich auch Onkel Klaus bei mir melden. Faire Preise und eine engagierte und solide Dienstleistung mit richtig tollen Bildergebnissen tun ihr Übriges. Außerdem lege ich großen Wert auf gute Kommunikation. Nur wenn sich Fotograf und Kunde intensiv austauschen, können tolle Fotos entstehen. Ganz klar: Technisch hervorragend fotografieren können viele. Aber nur durch Kommunikation weiß ich als Fotograf, was Du in den Fotos transportieren möchtest. 

    Und hier schließt sich der Kreis zu all den Werbemaßnahmen. Meine Werbung ist: Ich mache einfach das, was ich am besten kann und mache dies so gut wie ich kann. Die berühmte Mund-zu-Mund-Propaganda trägt es von ganz alleine nach außen. Geld für Werbung, nehme ich nicht mehr in die Hand (und bin heute zufrieden und erfolgreich).

    Aber Zeit, die nehme ich mir! 

     

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  • Messefotos vom Grill & BBQ Court auf der Internorga 2018

    Messefotos vom Grill & BBQ Court auf der Internorga 2018

    Für das Grill-Kontor Hamburg habe ich schon häufiger fotografiert. Diesmal war ich als Messefotograf auf der Gastronomie-Messe Internorga in Hamburg von dem dynamischen Team um Grill-Kontor-Geschäftsführer Dirk Alberts engagiert worden. Die fotografische Herausforderung ist, trotz Enge, ungünstigen Lichtbedingungen und allerlei Trubel die spannendsten Momente in Form toller Messefotos einzufangen. Unter der Regie des Grill-Kontors Hamburg erwartete das Publikum ein starkes Rahmenprogramm des Grill & BBQ Courts auf dem Freigelände der A-Hallen.

    Messefotos – leicht gemacht dank echter Entertainment-Profis!

    Um ehrlich zu sein: Die Aussteller hatten ihre Präsentationen mit namhaften Größen der Grill-Scene besetzt und die machten mir das Fotografieren einfach – Profis eben! Sterneköche, Fleischkenner, Grillmeister, und, und, und heizten das interessierte Publikum im ursprünglichen Wortsinne ordentlich ein. Es zischte, qualmte und brutzelte auf den Grills und in den Smokern und Öfen. Und der Geruch von frisch Gegrilltem erst… Lecker! Man darf es so sagen: Wem hier nicht das Wasser im Munde zusammenlief, dem war nicht mehr zu helfen.

    Eine kleine Auswahl der Messefotos von der Internorga 2018 zeige ich in diesem Blogbeitrag. Für 2019 also am besten gleich vormerken: Vom 15.3. bis 19.03. findet die Gastronomie-Messe auch im kommenden Jahr wieder statt und ganz sicher wird das Grill-Kontor Hamburg wieder in Zusammenarbeit mit dem Team von Partyrent die Schirmherrschaft des Grill & BBQ Coourts übernehmen. Diese Aussteller waren in diesem Jahr dabei:

    Ankerkraut GmbH

    Broil King

    Grill-Kontor Hamburg

    H.C.C. Hanseatic Coffee Company GmbH

    Iron Molly

    Monolith Grill GmbH

    Napoleon Grills

    Otto Wilde Grillers GmbH

    Party Rent Group Bernard & Roes GmbH

    the-Oliveoil.com

    vinzenzmurr Vertriebs GmbH

     

    Guiseppe Messina und Sternekoch Rene Kalobius auf der Internorga Messe in Hamburg

    Ein starkes Team: Koch, Gastro-Coach und Blogger Guiseppe Messina (links) und Sternekoch René Kalobius. Getreu der Devise: „I wanna be your Grill-Instructor!“

    Als Messefotograf bei der Präsentation von Fleischsommelier Christoph Grabowski

    Messefoto von Fleischsommelier Christoph Grabowski auf der Internorga 2018

    Christoph Grabowski – Dieser Mann ist nicht nur diplomierter Fleischsommelier sondern auch ein begnadeter Entertainer. 

    Tolle Messepräsentation von der Hanseatic Coffee Company

    Hmmm…, wie das duftet! Wer Kaffee liebt, kommt an den handgerösteten Kaffeespezialitäten der Hanseatic Coffee Company nur schwer vorbei. 

    Messefoto Detail Ankerkraut GmbH

    Ankerkraut steht für hochwertige Gewürze direkt aus dem Hamburger Hafen. Die Gewürzmanufaktur wurde 2013 gegründet.

    Nils Stallmach von The-Oliveoil präsentiert hochwertiges Olivenöl

    Nils Stallmach präsentiert hochwertiges Olivenöl aus der Region Sparta/Lakonia im Süden Griechenlands, eines der berühmtesten Anbaugebiete für Oliven.

    Das Team vom Grill-Kontor Hamburg auf dem Grill & BBQ Court der Internorga

    Das dynamische Team vom Grill-Kontor Hamburg. Wer mit solchen Leuten zusammenarbeitet, muss sich um gute Laune nicht Sorgen. Keine Angst: Die wollen nur grillen, nicht killen! (Von links: John, Mitch und Marcus. Das ist übrigens DER Marcus von Waterkant BBQ!)

    Freelancer Mitch Hein und Projektmanagerin Vanessa Politz repräsentierten u.a. das Grill-Kontor Hamburg

    Freelance-Koch Mitch Hein hat hier zwei Augen auf Grill-Kontor Projektmanagerin Vanessa Politz geworfen. 

    Rumpsteaks auf einem Monolith Grill

    Mini-Grilltomaten

    Frisch Gegrilltes für die Besucher der Internorga 2018

    Die Verkostungen waren für die Besucher des Grill & BBQ Courts auf der Internorga zweifelsfrei ein echtes Highlight. Der Duft von frisch Gegrilltem überträgt sich bei solchen Messefotos fast bis auf den Bildschirm. Wetten, dass…

    Sollten Sie Interesse haben, Schaffensprozesse in Ihrem Unternehmen, Business-Events oder Ihre Mitarbeiter ins rechte Licht zu rücken, dann nehmen Sie über das Kontaktformular gerne Kontakt zu mir auf. Hier sehen Sie einige Beispiele vergangener Shootings: KLICK

    Ganz gleich ob Handwerksbetrieb, Ladengeschäft, Büro, Hotel oder Fitnesscenter: Um sich von Mitbewerbern abzuheben, kann ein niveauvolles Firmenporträt zu einem wichtigen Baustein werden. Aussagekräftige Fotos helfen, Ihr Unternehmen im richtigen Licht zu präsentieren und sprechen die Emotionen des Betrachters an. Ein stilvolles Ambiente, Schaffensprozesse im Handwerksbetrieb oder positive Eindrücke von Ihren Mitarbeitern lassen sich über eine entsprechende Bildsprache perfekt vermitteln. Das hilft bei der Kundengewinnung und vermittelt ein überzeugendes Image Ihres Betriebes.

  • Fotografie – die Sache mit dem Geld

    Fotografie – die Sache mit dem Geld

    Letzte Woche im E-Mail-Eingang: „Hallo, ich hätte gerne ein kleines Fotoshooting am Hafen oder auf der Reeperbahn. Was wäre der beste Preis, den Sie machen können? Liebe Grüße, Babette “ Da kam es wieder. Das Gefühl der zwei Herzen, die in meiner Brust schlagen. Ich liebe die Fotografie und freue mich natürlich über jede Anfrage und die daraus entstehenden Shootings. Einerseits. Andererseits zucke ich innerlich immer zusammen, wenn das Etikett „billig, billig, billig“ auf einer E-Mail klebt.Ich möchte dann immer antworten mit: „Hallo, was wäre das Mindeste, was ich an Dienstleistung und Kenntnissen einbringen muss, um Sie zu fotografieren? Liebe Grüße, Florian“

    Mache ich natürlich nicht.

    Was hat die Fotografie eigentlich mit Kochen zu tun?

    Ich möchte jetzt nicht miesepeterig rüberkommen. Aber Fotografieren ist doch beides: Ein bisschen was Künstlerisches, vor allem aber eine Dienstleistung. Im Fall der People- und Portraifotografie mehr Dienstleistung. Und die kostet leider – wie in allen Branchen – Geld. Während dies beim Restaurantbesuch wie selbstverständlich eingepreist ist, hört man als Fotograf kaum einen Satz häufiger als „Ups, das ist aber teuer!“ Das kann man ja eigentlich kaum jemanden krumm nehmen, denn wer weiß schon im Detail, was hinter tollen Portraitfotos oder einer zwölfstündigen Hochzeitsreportage steckt? Vielleicht ist „teuer“ also gar nicht das richtige Wort. Können wir uns zunächst einmal auf das neutrale Wort „Kosten“ einigen?

    Bleiben wir beim Restaurantbesuch. Vor zwei Wochen gab es etwas Kleines zu feiern und ich war mit meinen beiden erwachsenen Kindern und meiner Frau auswärts essen. Steakhaus, kein Drei-Sterne-Restaurant. Bedeutet: Getränke, saftige Rumpsteaks, ein Eis zum Dessert und zwei Käffchen hinterher. Lecker! Nach einer guten Stunde traten wir fast 150 Euro ärmer den Heimweg an. Ich, als (vor vielen Jahren) gelernter Koch, hätte mit rund 40 Euro Wareneinsatz gut und gerne selbst kochen/braten/grillen können, habe aber gerne die Dienstleistung des Steakhauses in Anspruch genommen. Es sollte halt irgendwie nett sein. Und auf den Abwasch hätte im Hause Läufer eh keiner so richtig Lust gehabt.

    Was das mit Fotografieren zu tun hat? Nun, ein individuelles Portraitshooting kostet bei mir inklusive acht Fotos nach Wahl mit 149,- Euro ähnlich viel und dauert 1,5 bis 2 Stunden. Eher ein bisschen länger. Dazu kommen An- und Abfahrt und, jetzt kommt’s, die Bildbearbeitung, die durchschnittlich die gleiche Zeit wie das Fotografieren an sich in Anspruch nimmt und ein wichtiger Teil des kreativen Prozesses ist. (Hier findest du einen Blogartikel mit meinen Gedanken zur Bildbearbeitung.) Summa summarum: 5 Arbeitsstunden, wovon der Kunde nur die eigentliche Shootingzeit wahrnimmt. Das ist übrigens der zweithäufigste Satz, den man als Fotograf hört: „Der drückt ja nur ein paar Mal aufs Knöpfchen.“ Dazu sage ich: „Auch, aber nicht nur.“

    Das kennt jeder Fotograf: Buchungsanfrage via Whatsapp So kann eine Anfrage via Whatsapp für ein Fotoshooting aussehen. Wir wollen ja alle sparen, keine Frage. Wenn aber schon einleitend an der Preisschraube der Dienstleistung gedreht wird, ist’s irgendwie komisch…

    Warum in einer Hochzeitsreportage eine Woche Arbeit steckt

    Ich habe zwar nie eine kaufmännische Ausbildung genossen, aber ich besitze einen Taschenrechner. Beim eben aufgestellten Beispiel bleibt ein Brutto-Stundenlohn von 30 Euro. Den stecke ich mir natürlich nicht 1:1 ein. Grob gesagt: Ein Drittel für Steuern/Steuerberater, ein Drittel für Versicherungen, Equipment und allem Drumherum, ein Drittel Verdienst. Zehn Euro pro Stunde. Finanzielle Völlerei ist das nicht. Der „echte“ Verdienst kommt eigentlich erst mit der Bestellung zusätzlicher Fotos. (Unter uns: Ich bin ein Photo-Maniac! Überschüssiges Geld stecke ich am Ende sowieso wieder in die Ausrüstung.)

    Anderes Beispiel: Hochzeitsfotografie. Vergangenes Jahr wurde ich für eine 15-stündige Begleitung einer traumhaften Hochzeit im Harz gebucht. Rechnen wir zusammen: 15 Stunden Fotografie + 6 Stunden An- und Abfahrt + 17 Stunden Bildbearbeitung = 38 Stunden. In den knapp 1.000 Fotos, die das Hochzeitspaar eine Woche später von mir erhalten hat, steckt zeitlich also eine Arbeitswoche. Ich mag mir gar nicht vorstellen, was es gekostet hätte, meinen KFZ-Mechaniker 38 Stunden lang an meinem Kombi rumschrauben zu lassen… Ich habe ganz sicher deutlich weniger gekostet, trotzdem war das für das Brautpaar natürlich eine Stange Geld. Aber ist das dann „teuer?“ Und überhaupt, das mit den Steuern habe nicht ich mir ausgedacht…

    Hochzeitspaar nach der Trauung im Torhaus Wellingsbüttel

    An diese standesamtliche Trauung im Torhaus Wellingsbüttel denke ich gerne zurück. Ein tolles Paar, dass ich drei Stunden mit der Kamera begleitet habe. Während dieser Zeit entstanden rund 300 professionelle Bilder für das private Fotoalbum. Was kaum jemand weiß: Die Dauer für die nachträgliche Bildbearbeitung betrug vier Stunden.

    Bitte nicht falsch verstehen: Ich möchte nicht zur Litanei der ewigen Klage einstimmen und der Job eines Fotografen ist ganz sicher keine Arbeit im Steinbruch. Ich liebe die Fotografie und es ist ein Geschenk, beruflich das tun zu dürfen, was ich liebe. Dennoch ist Fotografieren ein Tick mehr, als nur aufs Knöpfchen zu drücken und kostet vor allem Zeit. Das Ergebnis, also die Fotos, ist nur schwer als „Produkt“ zu begreifen. Tolle Bilder sind dabei viel mehr! Es sind Momentaufnahmen für die Ewigkeit, in denen Emotionen und Erinnerungen gespeichert sind und die mit jedem Jahr mehr an persönlichem Wert gewinnen. Oder hast Du schonmal ein altes Kinderfoto in den Papierkorb geworfen? Ich auch nicht.

    Anregungen, Kritik, Feedback zu diesem Blogbeitrag? Schicke mir gerne eine Nachricht über das Kontaktformular.

  • Touristik – Fotografie

    Touristik – Fotografie

    Kaum ein Auftrag ist so vielseitig wie die Fotoshootings der letzten zwei Jahre, die der Tourismusverband Seenland Oder-Spree e.V. gemeinsam mit mir realisiert hat. Worum es geht, wie die Fotografie bei diesen mehrtägigen Shootings abläuft und welche Herausforderungen es zu meistern gilt, liest du hier.

    Die Idee, die hinter diesen Shootings steckt, ist mit einem Satz auf den Punkt gebracht: Die Region durch aussagekräftige, stimmungsvolle und emotionale Fotos stärken, den Tourist neugierig machen und dadurch bestenfalls Begeisterung und Reisebereitschaft wecken. So weit, so einfach. Fotografisch decken die Anforderungen eigentlich alle Bereiche ab: Architekturaufnahmen (innen und außen), Landschaftsfotografie, touristische People- und Portraitfotos, bei der typische Freizeitbeschäftigungen wie Radfahren, Wandern, Sightseeing, Angeln, und, und, und herausgearbeitet werden. Später wird das Bildmaterial für Broschüren, Kataloge, Flyer, Webauftritt und Anzeigen genutzt.

    Die Straussee Fähre im besten Licht der Abendsonne fotografiert

    Pusteblume

    Naturwiese im Licht der untergehenden Sonne

    Detailaufnahme im Licht des Sonnenuntergangs

    Naturfoto Kanufahren auf der Spree

    Fotoshooting mit junger Frau in Jeanslook im Kornfeld

    Paarfoto im Ruderboot auf der Oder

    Die Fotografie für die Brandenburger Touristiker ist vielseitig. Es sollen Emotionen transportiert werden, Landschaften und Sehenswürdigkeiten gezeigt und stimmungsvolle Details ebenso herausgearbeitet werden, wie unterschiedliche Freizeitaktivitäten. 

    Das Wetter ist eine Diva

    Das alles muss geplant werden, klar. Models unterschiedlichen Alters, Dienstleister vor Ort, Steuerung der Shootings durch die (auffällig engagierten) Mitarbeiterinnen des Tourismusverbands, ich als Fotograf – wir alle müssen zusammenkommen. Um möglichst effektiv zu arbeiten, komprimieren wir dann immer ein straffes Programm, welches über mehrere Tage abgearbeitet wird. Und damit fangen manchmal die ersten Problemchen an… Auch, wenn du alle Beteiligten zu genanntem Termin an einen Tisch bekommst, es gibt immer eine Diva, die sich kaum an Abmachungen hält: das Wetter! Und das muss man eben nehmen, wie es kommt.

    Aber: Das kluge Team baut vor! Neben „echten“ Shooting-Terminen haben wir immer auch Plan B in Form von Ausweichterminen in der Tasche, falls es doch einmal Bindfäden regnet. Insgesamt gilt bei den straffen Terminen allerdings, dass du als Fotograf aus den aktuell gegebenen Umständen das Beste herausholen musst. Während der Landschaftsfotograf oft stunden- oder tagelang auf DAS Licht wartet, bleibt hier an vielen Spots oft nur ein Zeitfenster von einer Stunde. Die Shootings sind also auf Output ausgelegt und die Kunst ist, aus diesen Situationen tolle Ergebnisse herauszuholen.

    Touristen im Museumspark Rüdersdorf

    Besucherin im Luftfahrtmuseum

    Architekturfotografie

    Touristen in dem Heimatmuseum Erkner

    Unternehmensfotografie mit Gästen im Cafe

    Galerie in der Alte Dampfbäckerei

    Das Wetter – es richtet sich ja leider nicht immer nach dem Wetterbericht. Deshalb halten wir meistens noch einige Ausweichtermine frei (falls es mal ganz böse kommt) oder weichen kurzfristig auf Architektur- und Innenaufnahmen aus. Da die Region ausgesprochen groß ist und es entsprechend viel zu entdecken gibt, gehen den Touristikern nie die Orte und Ideen aus.

    Available Light-Fotografie

    Aber auch bei den People- und Portraitaufnahmen weiß ich nur selten vorab, welche Lichtsituationen mich erwarten. Zeit für einen komplizierten Lichtaufbau mit mehreren Blitzgeräten und Lichtformern ist kaum. Wo man also theoretisch eine schöne Studiosituation erschaffen könnte, bleiben ein paar Minuten. Gut werden soll es natürlich trotzdem. Kein Problem: Hier setze ich auf Available Light-Fotografie, also das Arbeiten mit vorhandenem Licht. Machmal ergänze ich mit ein oder zwei batteriebetriebenen Systemblitzen, um Schatten aufzuhellen oder Lichtkanten zu setzen – das war’s.

    Portraitfoto von Martin Haupt, Pfarrer im Dom Fürstenwalde

    Traditionell gekleidet

    Stimmungsfoto von zwei jungen Damen auf einem Steg am See

    Mitarbeiterin der Landschlachterei

    Portraitaufnahme eines Fischers im Oderbruch

    Fahrradfahrerinnen im Oderbruch

    Portraitfotograf Florian Läufer bei der Arbeit

    Gastronomie-Fotografie im Landhaus Alte Eichen

    Landhaus Alte Eichen in Bad Saarow

    Imagefoto im Cafe Prinz Albrecht

    Bei den Portraitfotos von Dienstleistern und Touristen arbeite ich überwiegend mit vorhandenem Licht und helfe maximal mit ein zwei batteriebetriebenen Blitzen nach. Nur gelegentlich steht ausreichend Zeit zur Verfügung, um aufwendigere Sets aufzubauen. (Danke für das Handybild, Katrin!) Aber mal ganz ehrlich: Keines der Ergebnisse muss sich verstecken, oder?

    Inzwischen habe ich mich gut in die Anforderungen dieser situativen Fotografie eingearbeitet und mein (fast) wichtigstes Ausrüstungsteil ist: ein faltbarer Bollerwagen! Ich glaube, manch einer kann sich ein Schmunzeln nicht verkneifen, wenn wir als Fotocrew an den Locations unterwegs sind und ich meinen blauen „Bolli“ mit dem Equipment hinter mir herziehe. Unter uns: Manchmal lache ich sogar selbst. Gut so! Spaß und Freude ist vermutlich das Geheimnis jeder guten Arbeit. Und das haben wir trotz der langen und anstrengenden Tage immer. (Danke für das Vertrauen, danke für die Planung und gemeinsame Durchführung unserer Shootings Ellen, Sandra, Katrin, Marie und Steffen. Wir sind schon fleißige Bienchen, gell!)

    Fotoshooting im Barockgarten Neuzelle

    Kellergewölbe im Brauereimuseum

    Landschaftsfotografie Scharmützelsee

    Tierfotografie – Storch auf geerntetem Feld

    Innenaufnahmen im Besucherzentrum Schweizer Haus

    Kinderfoto im Campingzelt

    Angler am Lagerfeuer kurz nach Sonnenuntergang

    Angelfoto zwei erfolgreicher Angler im Sonnenuntergang

    Abwechslungsreiche Fotografie in Brandenburg. Nicht selten geht es innerhalb von 12 Stunden von der Architektur- über die Landschafts- und Tierfotografie bis zur Erstellung von stimmungsvollen Aufnahmen typischer Freizeitaktivitäten wie zum Beispiel dem Angeln. Ich mag diese spannenden Fototage! 🙂

    3. Platz beim Tourismuspreis

    Dass die gemeinsame Arbeit belohnt wird, zeigt die Prämierung der „Entdeckertouren“. Dieser handliche Ausflugsplaner (der mit 172 Seiten schon fast ein kleines Buch geworden ist) wurde vom Tourismusverband bei der Berliner Medienagentur Möller in Auftrag gegeben und kooperativ mit einer Vielzahl meiner Fotos erstellt. Nicht nur, dass die für zwei Jahre vorgesehene Auflage bereits nach einem Jahr vergriffen war und jüngst nachgedruckt wurde. Sie belegte auch einen beachtlichen 3. Platz bei der Vergabe des Brandenburgischen Tourismuspreises 2017 im Rahmen der ITB. Herzlichen Glückwunsch!

    Längst finden sich auch viele weiterer meiner Fotografien auf diversen Titelbildern touristischer Printprodukte wieder. Jüngstes Projekt ist die Erstellung der 108 Seiten starken Broschüre „Flanieren in Parks und Gärten“. Rund 90 Prozent der gezeigten Fotos stammen aus unseren gemeinsamen Shootings. Allerdings: Das Titelfoto kommt nicht aus meiner Kamera – wir erwischten leider keinen einzigen Tag mit blauem Himmel zum Fotografieren des gezeigten Schlossparks Steinhöfel. Das Wetter ist und bleibt eben eine Diva!

    Entstandene Titelfotos

    Titelbild Urlaubsplaner 2018 Seenland Oder-Spree

    Ferienmagazin Coverfoto

    Titelfoto aus einem gemeinsamen Fotoshooting mit dem Tourismusverband Seenland Oder/Spree

    Titelfoto Tourismusverband Seenland Oder-Spree

    Titelfoto aus der Werbefotografie

    Titelfoto aus einer Beilage des Berliner Wochenmagazins Zitty

    Frontcover aus Fotoshooting mit Tourismusverband Seenland Oder/Spree

    Frontcover aus Fotoshooting

     

    In eigener Sache:

    Ganz gleich ob Handwerksbetrieb, Ladengeschäft, Büro, Hotel oder Fitnesscenter: Um sich von Mitbewerbern abzuheben, kann ein niveauvolles Firmenporträt zu einem wichtigen Baustein werden. Aussagekräftige Fotos helfen, Ihr Unternehmen im richtigen Licht zu präsentieren und sprechen die Emotionen des Betrachters an. Ein stilvolles Ambiente, Schaffensprozesse im Handwerksbetrieb oder positive Eindrücke von Ihren Mitarbeitern lassen sich über eine entsprechende Bildsprache perfekt vermitteln. Das hilft bei der Kundengewinnung und vermittelt ein überzeugendes Image Ihres Betriebes. Hier sehen Sie beispielhaft von ganz unterschiedlichen Unternehmen, wie Ihr Ergebnis aussehen könnte: Your Business

    Kommen Sie bei Interesse gerne über das Kontaktformular oder telefonisch ins Gespräch mit mir.

  • Grill-Kontor Hamburg – ein Firmenportrait

    Grill-Kontor Hamburg – ein Firmenportrait

    Bereits zum zweiten Mal hatte ich ein Fotoshooting im Grill-Kontor Hamburg. Diesmal war es eine Mischung aus Eventfotografie, Firmenportrait und Mitarbeiterfotos. Einen Tag lang erstellte ich ganz unterschiedliche Fotos, die für Internetauftritt, Social Media und Werbematerialien genutzt werden sollen.

    Im Grill-Kontor Hamburg geht es heiß her: Auf rund 200 Quadratmetern präsentiert das dynamische Team um Inhaber Dirk Alberts eine beachtliche Auswahl diverser Grills der ganz großen Marken wie Weber, Napoleon, Monolith oder Broil King. Ein echtes Highlight ist für mich aber die integrierte Grill-Akademie. Hier finden Grillkurse für bis 16 Personen statt – und zwar Indoor!

    Firmenportrait – das Shooting

    Der Tag begann mit einigen Aufnahmen des Ladengeschäfts, die bei keinem Firmenportrait fehlen dürfen. Danach schaute ich mit der Kamera den Teilnehmerinnen eines kleinen Grillkures über die Schultern. Besonders klasse: Beim späteren Verzehr des Grillguts durfte ich mich mit an den Tisch setzen und mich für die späteren Mitarbeiterfotos stärken. Fotografieren kann so lecker sein! Was an diesem Tag an Bildmaterial herausgekommen ist? Rund 150 professionelle Bilder für ein stimmiges Firmenportrait. Hat Spaß gemacht!  Hier sehen Sie eine Handvoll der Ergebnisse:

    Die Bücherwand im Grill-Kontor Hamburg

    Tresenbereich im Grill-Kontor Hamburg

    Beim Firmenportrait entstanden: Detailfoto hochwertiger Messer

    Firmenportrait Grill-Kontor Innenaufnahme

    Zu Beginn des Tages entstanden allerlei Bilder vom Ladengeschäft aus unterschiedlichen Perspektiven sowie diverse Detailfotos. Hier und bei allen weiteren Fotos achtete ich darauf, dass immer wieder das Logo des Grill-Kontors auftaucht. Aus meiner Sicht darf das bei einem Firmenportrait nicht übertrieben aber auch keinesfalls vergessen werden.

    Grillkursteilnehmer im Grill-Kontor Hamburg

    Detailfoto von einem Messerblock im Grill-Kontor

    Schönes Eventfoto: Dirk Alberts mit Teilnehmern eines Grillkurses

    Detailfoto während eines Grillkurses in Hamburg

    Danach blickte ich den Teilnehmerinnen eines Grillkurses in der Grill-Akademie mit dem Fotoapparat über die Schultern. Inhaber und Geschäftsführer Dirk Alberts und seine Mitarbeiter erklärten, zeigten und halfen, die Gäste nahmen das Wissen mit reichlich guter Laune auf. Dass die Mitarbeiter vom Grill-Kontor Hamburg ihren Job lieben, war spürbar. 

    Grillfleisch auf dem Grill

    Gehört zum Firmenportrait dazu: zwei Grillmeister in Aktion

    Die Grill-Akademie Hamburg im Firmenportrait. Hier eine Innenaufnahme

    Wenn man sich ganz fest konzentriert, kann man den Duft von perfekt zubereitetem Grillfleisch auf dem Display „sehen“, oder? Es ist schon erstaunlich, was hier Leckeres gezaubert wurde. Und das ganz easy und mit ansteckender Gelassenheit. Top Team!

    Mitarbeiterfoto Grill-Kontor Hamburg

    Photobombing beim Shooting der Mitarbeiterfotos

    Ganz zum Schluss erstellten wir bei diesem Firmenportrait dann noch einige Mitarbeiterfotos – die kleine mitgebrachte Studio-Blitzanlage machte es möglich. Marcus und Ulrike von Waterkant BBQ (oben) sind zwei sympathische Kooperationspartner der Grill-Akademie. Und zum unteren Bild: Wer solche Kollegen hat, braucht keine bösen Nachbarn mehr – Photobombing par excellence! 

    Übrigens: Eine kleine Auswahl weiterer Firmenportraits findest du hier auf der Webseite unter dem Menüpunkt Your Business. In Kürze werden dort und hier auf dem Blog einige zusätzliche Unternehmen zu sehen sein. Und wenn Sie selbst Interesse an Unternehmensfotos haben, dann kommen Sie gerne telefonisch oder über das Kontaktformular ins Gespräch mit mir.

  • Darum gehört die Bildbearbeitung zum Fotografieren dazu

    Darum gehört die Bildbearbeitung zum Fotografieren dazu

    Wer will es leugnen: Die digitale Fotografie hat die klassische Fotografie revolutioniert – und das ist noch vorsichtig formuliert. Die wichtigsten Errungenschaften sind, erstens, die Tatsache, dass wir das Ergebnis unmittelbar nach der Aufnahme betrachten können. Zu hell? Zu dunkel? Zu irgendwas? Kein Problem, dann machen wir das Foto einfach nochmal. Zumindest in den Fällen, wo dies möglich ist. Außerdem haben sich, zweitens, die Möglichkeiten der nachträglichen Bearbeitung unserer Fotos vertausendfacht. Ich kann mich noch viel zu gut an die Zeiten erinnern, in denen ich mit Diafilmen fotografiert habe. Wenn Du da Murks gemacht hast, war es Murks. Und das hast Du erst drei Tage später gesehen, wenn Du den Film aus der Entwicklung zurückbekommen hast…

    Junges Paar auf der Schaukel beim Fotoshooting mit zwei Pferden

    Bei diesem Foto war nur wenig Bildbearbeitung nötig – das ist aber nicht immer so.

    Verletzt Bildbearbeitung die Fotografenehre?

    Bleiben wir bei der Bildbearbeitung, denn um die geht es in diesem Blogbeitrag. Ich sage: Fotografieren besteht heutzutage zu 51% aus Fotografieren und zu 49% aus der Bildbearbeitung! Warum Bildbearbeitung? Weil man es kann! Ich höre schon förmlich den Aufschrei der „echten“ Fotografen. „Das ist doch kein wirkliches Fotografieren mehr, wenn erst hinterher am Computer die eigentlichen Bildergebnisse entstehen!“ Darauf entgegne ich: „Jaein!“ Wer hier mit Fotografenehre, Stolz oder Nimbus kommt, hat vermutlich Recht. Ein bisschen zumindest. Denn: Zählt am Ende nicht das Bildergebnis mehr als der Weg dorthin? In meinem ersten Beruf als Koch, habe ich die Mikrowelle verwünscht wie kein Zweiter. „Das ist doch kein echtes Kochen!“ habe ich im Brustton der Überzeugung gewettert. Ob das auch der Restaurantgast schmecken konnte, auf welchem Wege sein Essen zubereitet wurde?

    Babybauchfotos im Vergleich Schwarzweiß und Farbe

    Es ist so einfach geworden: Mit wenigen Klicks wird aus dem Farb- ein Schwarweiß-Foto. Früher musste man dafür noch einen neuen Film einlegen… Wer wünscht sich da noch die „guten alten Zeiten“ herbei? Ich nicht!

    Es gibt natürlich Grenzen. Deshalb würde mir der Begriff Bildoptimierung besser gefallen als Bildbearbeitung. Mein Anspruch in der Fotografie liegt darin, die Wahrheit zu zeigen. Allerdings ein bisschen schöner als in der Realität. Was ich sagen will: Meine Bilder sollen nicht lügen! Gewiss, ich ziehe im Nachgang die Kontraste an, drehe an den Tonwerten, verändere den Bildausschnitt, füge ein wenig Sättigung und Schärfe hinzu (oder entferne sie), entferne Bildrauschen oder spiele mit Vignetten und anderen Stilmitteln herum. Dies ist längst ein Teil des kreativen Prozesses in der Fotografie geworden. Aber ich erstelle keine Composings aus unterschiedlichen Fotos, die ich am Computer zusammenfüge. Ganz konkret: Wer sich in meinem mobilen Fotostudio fotografieren lässt, erhält Studiofotos. Wer sich bei einem Outdoor-Shooting ablichten lässt, erhält Fotos aus der Natur. Nichtmal in einem Moment größter Albernheit käme ich auf die Idee, ein Portraitfoto im Studio zu erstellen, um dann am Rechner die Person in eine Traumlandschaft einzufügen. Ja, ich weiß, oben habe ich gesagt, dass das Ergebnis zählt. Ich habe aber auch gesagt, dass die Fotografie bei mir mit einem Anteil von 51% überwiegt… Für Traumlandschaften (und da gibt es richtig tolle Ergebnisse!) bin ich vermutlich der falsche Fotograf.

    Schlafendes Neugeborenes mit der schützenden Hand das Vaters am Köpfchen

    In der Baby- und Newborn-Fotografie wird die Bildbearbeitung nicht nur zu einem wichtigen Stilelement. Kleine Hautunreinheiten – die bei Neugeborenen völlig normal sind – können ganz hervorragend korrigiert werden, während die natürliche Hautstruktur erhalten bleibt.

    Ich beschreibe heute meine Art des Fotografierens am liebsten so: Die Bildidee entsteht in meinem Kopf, das Foto in der Kamera und der Look am Rechner. Das eine geht ohne das andere nicht. Der Computer ist neben der Fotoausrüstung längst zu meinem Partner geworden. Viele Fotos sind fotografisch gar nicht möglich, erst die Bildoptimierung kitzelt den letzten Schliff heraus. Auf diese Perfektionierung zu verzichten, wäre… Tja, wie drücke ich das aus? Am besten wie es ist: doof!

    Bildlook erstellen in der Bildbearbeitung. Vergleich von zwei Portraitfotos

    Zweimal das gleiche Foto: LINKS, wie es aus der Kamera kommt und RECHTS in mittels Bildbearbeitung erschaffenem Look.

    Bildbearbeitung braucht Zeit!

    Der einzige Pferdefuß an der Sache: Bildoptimierung kostet Zeit! Aber ich bleibe dabei, darauf zu verzichten, kommt für mich nicht infrage. Je nach Auftrag kommen pro Stunde Fotografierzeit ein bis eineinhalb Stunden für die Bildbearbeitung hinzu! Arbeit, die nicht gesehen wird und wovon viele Kunden natürlich nichts wissen (können). Mit dem Fotoshooting, ist erst der halbe Weg gegangen. Die andere Hälfte findet im stillen Kämmerlein statt…

    Screenshot Lightroom für Bildbearbeitung von Hochzeitsfotos

    Bei der Hochzeitsfotografie entstehen extrem viele Fotos in sehr kurzer Zeit. Ich gehe von rund 1,5 Stunden Bildbearbeitung pro Stunde Fotografierzeit aus. Viele, viele Stunden verbringe ich nachträglich mit Adobe Lightroom in (m)einem stillen Kämmerlein. Die Ergebnisse sind es wert!