Schlagwort: Business-Fotografie

  • Landwirtschaft Fotos: die Agrargenossenschaft Ranzig

    Landwirtschaft Fotos: die Agrargenossenschaft Ranzig

    Wenn du in der Landwirtschaft Fotos machen möchtest, musst du raus aufs Land – logisch. Als naturverbundener Fotograf brauchst du mir das nicht zweimal sagen. Ich liebe es, in der Natur zu fotografieren. In diesem Fall bei der Agrargenossenschaft Ranzig eG in Brandenburg. Hier wird zukunftsorientiert und – vor allem – lokal gedacht. Das gut gelaunte Team steht für umweltgerechte und gesunde Versorgung in der Region. Neben der Produktion von Futtermitteln, Getreide und Ölfrüchten betreiben die sympathischen Agrarprofis eine naturnahe Mutterkuhhaltung auf den Spreewiesen, was der ursprünglichen Lebensform der Rinder entspricht. 

    Schöne Fotos Landwirtschaft

    Ländliche Idylle auf der Kuhweide. 

    So sieht ein Team-Meeting unter Landwirten aus.

    Landwirt Christian Rußig im Portrait

    Zwei Kraftprotze!

    Agrar Fotos auf der Kuhweide

    Landwirtschaft Fotos: die Agrargenossenschaft Ranzig

    Für diese Weitwinkelaufnahme musste ich ganz dicht ran an diesen schnaubenden, nasenberingten Riesenkopf. Ein Glück, dass Christian aufpasst!

    Zwischen Trecker & Kuhfladen

    Dass du als Fotograf dicht ran musst, ist klar. Also lasse ich im ersten Teil des Shootings den Auslöser auf der Kuhweide rattern. Um die gehörnten Models alles beisammen zu haben, lässt Cheffe Christian Rußig eine groooße Treckerschaufel Kraftfutter auf die Weide fahren. Die Kuhherde lässt sich nicht lange bitten und versammelt sich zum Schlemmen rund um den Traktor. Ganz vorne dabei: der Bulle mit dem klassischen Ring durch die Nase. So entstehen hier in der Brandenburger Landwirtschaft Fotos für die Webseite der nachhaltigen Ökonomen. 

    Brandenburg

    Besprechung auf dem Feld am späten Nachmittag.

    Landwirte auf dem Feld

    Teamfoto der Landwirte der Agrargenossenschaft Ranzig.

    Ein Teamfoto der drei Landwirte, die hinter der Agrargenossenschaft Ranzig stehen. Von links: Thomas Kläber, Christian Rußig, Frank Groß.

    Moderne Landwirtschaft – Fotos auf den Spreewiesen

    Der von der Natur entfremdete Städter bruacht jetzt vermutlich eine Triggerwarnung, jedem anderen ist klar: Am Ende jeder modernen Tierproduktion steht die Verwertung der Schlachttiere. Extrem kurze Wege sorgen dafür, dass in der Agrargenossenschaft Ranzig keine Tiertransporte durchgeführt werden müssen. Gut für die Tiere, gut für das Klima! Am Ende der Produktionsstätte steht der Verkauf in der eigenen Landfleischerei in Ranzig. Hier findet der zweite Teil des Fotoshootings statt, bevor wir pünktlich zur untergehenden Sonne nochmal zu den Spreewiesen fahren, um noch einige atmosphärische Landwirtschaft Fotos im Licht der tiefstehenden Sonne zu machen. Tolles Fotoprojekt für mich! 

    Die Landfleischerei Ranzig in Brandenburg steht für hochwertiges Fleisch aus eigener Aufzucht.

    Landfleischerei Ranzig

    „Darf’s auch ein bisschen mehr sein?“

    Unternehmensfotografie Landfleischerei.

    Tresenverkauf 

    Mutterkuhherde im Abendlicht fotografiert.

    Mutterkuhhaltung auf den Spreewiesen – naturnaher geht’s nicht!

    Landwirtschaft Fotoshooting

    Na, der traut sich was!

    Fotografie Landwirtschaft.

    Umstecken der Zäune

    Stimmungsvolle Agrar Fotos vom Profifotografen Florian Läufer aus Hamburg.

    Landschaftsaufnahme der Spreewiesen in Brandenburg

    Idyllisch – am Ufer der Spree in Brandenburg.

    Hund Portrait fotografieren

    „Ich habe die Ohren schön!“ Mein Lieblingsfoto aus diesem landwirschaftlichen Shooting. Hündin Gundi lässt sich auf der Ladefläche des Pickups den Fahrtwind um die Ohren wehen. Drollig, oder?

    IN EIGENER SACHE

    Solltest Du Interesse haben, Schaffensprozesse in deinem Unternehmen, Business-Events oder deine Mitarbeiter ins rechte Licht zu rücken, dann nimm gerne über das Kontaktformular Kontakt zu mir auf. Hier siehst du einige Beispiele vergangener Shootings: KLICK

    Ganz gleich ob Handwerksbetrieb, Ladengeschäft, Büro, Hotel oder Fitnesscenter: Um sich von Mitbewerbern abzuheben, kann ein niveauvolles Firmenporträt zu einem wichtigen Baustein werden. Authentische Unternehmensfotos helfen, deinen Betrieb im richtigen Licht zu präsentieren und sprechen die Emotionen des Betrachters an. Ein stilvolles Ambiente, Schaffensprozesse im Handwerksbetrieb oder positive Eindrücke von deinen Mitarbeitern lassen sich über eine entsprechende Bildsprache perfekt vermitteln. Das hilft bei der Kundengewinnung und vermittelt ein überzeugendes Image deines Betriebes.

  • Eventfotografie: Singen können sie nicht…

    Eventfotografie: Singen können sie nicht…

    …aber Gutes tun! Und das mit reichlich Fun und Feuer in der Kehle!

    Worum geht’s? Darum: Ein Mitglied vom Hamburger Kult-Männerchor „Die Goldkehlchen“ erleidet im Juni 23 an der Alster einen Herzinfarkt, sein Leben wird dank fachkundigen Ersthelfern gerettet. Zweiter Geburtstag für den 41-jährigen Malte Claussen!

    Jetzt, rund sechs Monate später, kommt gemeinsam mit der Initiative „Herzretter“ und den trendigen Bäckern der Braaker Mühle eine knusprige Aktion aus dem Backofen: die Goldkekschen! Singen, backen, leben retten – so kann man es zusammenfassen. Jeder macht das, was er am besten kann. Die Goldkehlchen (versuchen zu) singen, die Braaker Mühle backt (Gold-)Kekschen und die Herzretter werben für ihre Initiative, anderen Menschen die (nur wenigen) Fähigkeit zu lebensrettenden Sofortmaßnahmen beizubringen. Jetzt kommt’s: Pro 100 Gramm verkaufter Goldkekschen in einer der 27 Braaker Mühle-Filialen gehen 25 Cent an den „Ich kann Leben retten e.V.“ Kekse knabbern für den guten Zweck!

    Eventfotografie mit viel Dynamik

    Damit alle von der Aktion erfahren, kommen Goldkehlchen, Herzretter und die Jungs und Mädels von der Braaker Mühle zum gemeinsamen Backen der Goldkekschen zusammen, außerdem ist reichlich Presse geladen. Und hier komme ich ins Spiel: die Backaktion fotografisch begleiten, damit die Tageszeitungen am Folgetag berichten können. Und ja, es ist eine Herausforderung, den wilden Haufen mit dem Fotoapparat in seiner Dynamik einzufangen. Viel Bewegung, wenig Licht, ein großes Tohuwabohu! Aber das kenne ich ja von der Hochzeitsfotografie und so kann ich mir auch in schwierigen fotografischen Situationen selbst ganz gut vertrauen, die richtigen Eintellungen am Fotoapparat vorzunehmen.

    Liegt alles schon drei Wochen zurück und Morgenpost, Abendblatt, Bild & Co. haben längst mit meinem Bildmaterial ihre Artikel bestücken können. Nun zeige ich hier auch nochmal eine Bildauswahl der musikalischen Backaktion:

    Kekse backen und Leben retten mit den Goldkehlchen und der Initiative Herzretter

    Rund 70 Männer umfasst der Männerchor „Die Hamburger Goldkehlchen“, der sich selbst mit „70 Männer – ein Chor – keiner kann singen!“ bewirbt. Auf jeden Fall haben sie Spaß – und das ist vermutlich das Wichtigste!

    Goldkehlchen in Aktion

    Ob die Goldkehlchen das Zeug zum Backen haben?

    Goldstaub

    Tim Lessau, Chef der inhabergeführten Braaker Mühle, packt ordentlich mit an.

    Schmeckt's?

    „Schmeckt’s denn?“

    Die Goldkehlchen in Aktion. Fotograf: Florian Läufer, Hamburg

    Ganz links: Malte Claussen. Der 41-jährige überlebte dank schneller und fachkundiger Hilfe einen Herzinfarkt im Juni diesen Jahres. 

    Hamburger Goldkehlchen

    Kehlchen-Kutte

    Detailaufnahme Kekse backen.

    Freestyle – am heutigen Backtag sind für die Goldkekschen alle Formen erlaubt.

    PR-Veranstaltung der Braaker Mühle fotografieren.

    Schnell in den Ofen damit, Fabian! 

    Herzretter und Braaker Mühle auf einem Foto.

    Malte Buchholz (links) und Nicole Kolbe von der Initiative Herzetter bei der ersten Goldkekschen-Kostprobe mit Brotsommelier Tim Lessau.

    Tim Lessau und Malte Claussen auf PR-Veranstaltung von Florian Läufer fotografiert.

    Goldkekschen der Braaker Mühle. Fotografiert von Florian Läufer.

    Lass krachen!

    Übrigens: Zum Team der Braaker Mühle verbindet mich seit einigen Jahren eine stetig gewachsene Kooperation und so konnte ich in der Vergangenheit schon häufig mit meinen Fotos zu einer guten Unternehmenskomunikation beitragen. Hier siehst du eine bildgewaltige Kostprobe ganz unterschiedlicher Bäckerei-Fotoshootings: Bäckerei – KLICK und hier eine tolle Fotoreportage aus der Backstube: Backstube – KLICK

    In eigener Sache

    Wenn du auch in Zukunft Blogartikel von mir lesen möchtest, dann markiere meine Facebook-Seite mit Gefällt mir – so verpasst du keine Neuigkeiten. Fragen, Anregungen, Kritik? Dann komme gerne über das Kontaktformular ins Gespräch mit mir. Ich freue mich auf deine Nachricht.

  • Ein Integrationsprojekt: Brücke ins Handwerk

    Ein Integrationsprojekt: Brücke ins Handwerk

    Was ich beim Fotografieren besonders mag? Das Fotografieren von Menschen in ihrem Beruf zählt ganz sicher zu einer meiner Lieblingsdisziplinen. Ich liebe es, Fachleute bei ihrer Arbeit mit dem Fotoapparat zu „belauschen“. Die besten Fotos entstehen dabei immer, immer, immer aus der Kommunikation heraus. Es ist ja so bei der Handwerksfotografie: In der Regel hast du ü-ber-haupt keine Ahnung von dem, was die Fachfrauen und -männer mit ihren Händen und Werkzeugen dort anstellen. Du musst es dir also erklären lassen, wenn du gute und vor allem schlüssige (!) Fotos machen willst. Ansonsten besteht das Risiko, ein vielleicht technisch einwandfreies Foto zu machen, während jeder, der Ahnung vom jeweiligen Handwerk hat, den Kopf schüttelt. „So hält man doch keinen Pinsel…!“

    Malerei Wiese Integrationsprojekt Brücke ins Handwerk

    Maler Integrationsprojekt der Handwerkskammer Hamburg

    Integrationsprojekt der Handwerkskammer Hamburg

    Super sympathisch: Hashim Alwzwazy arbeitet in der Franz G. Wiese GmbH als Maler.

    Fotografie mit Sinn

    Dass du dich unterhalten musst, wenn du authentische Fotos erschaffen willst, haben wir eben gesagt. In diesem Blogbeitrag soll es aber auch um etwas anderes gehen: um Sinn! Denn das ist Punkt Nummer zwei in meinem „Das-macht-mir-am-Fotografieren-Spaß“-Ranking. Wenn meine Bilder einem höheren Zweck dienen, als nur der reinen Verkaufsförderung von Produkten oder Dienstleistungen, finde ich das gut. Also rrrichtig gut! Und hier kommt „Brücke ins Handwerk“ ins Spiel. Ich versuche mal, ein komplexes Projekt in zwei Absätzen zu erklären:

    Ein Förderprogramm Bundesregierung

    Grundsätzlich geht es um ein arbeitsmarktpolitisches Instrument des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales in Kooperation mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung. Oha, klingt ganz schön groß – ist es auch! Das bundesweite Förderprogramm heißt „Integration durch Qualifizierung (IQ)“.

    Einfach ausgedrückt: Hier sollen Erwachsene mit Migrations- und Fluchtgeschichte in den heimischen Arbeitsmarkt aufgenommen werden. Dazu braucht es Unterstützung, Beratung und vor allem auch die Prüfung, Anerkennung und manchmal auch Erweiterung von im Ausland erworbenen Fähigkeiten.

    Handwerkskammer Hamburg - Integrationsprojekt Brücke ins Handwerk

    Bei den Fotoaufträgen für „Brücke ins Handwerk“ legte ich die klassische Portraitaufnahme immer ans Ende des jeweiligen Shootings, damit für den direkten Blick in die Kamera bereits ein wenig Vertrautheit entstanden ist. Bei Rubén Delgado Gomez war das allerdings gar nicht nötig – der Elektriker ruhte in sich selbst.

    Fotoprojekt

    Handwerker Elektriker

    Fliesenleger Fotoprojekt Integration

    Den Fliesenleger Mustaja Haji Jumaan besuchte ich bei der Sanierung eines Mietkomplexes in Hamburg-Niendorf. 

    Fliesenleger bei der Arbeit

    Stadach Fliesenleger

    IQ-Projekt Brücke ins Handwerk

    Die Handwerkskammer Hamburg hat hierzu das IQ Projekt „Brücke ins Handwerk“ ins Leben gerufen und wird damit zu einem wichtigen Bindeglied zwischen Handwerksbetrieben und Innungen und den ausländischen Fachkräften. Neben der Vermittlung von qualifizierten und engagierten Fachkräften braucht es Beratung zu rechtlichen Rahmenbedingungen, Fördermöglichkeiten, kulturellen Herausforderungen am Arbeitsplatz und, und, und. 

    Hier schließt sich der Kreis zu meiner Fotografie: Bei rund 400 potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern in der Hansestadt Hamburg gibt es etliche Erfolgsgeschichten zu erzählen! Zu meiner Aufgabe wurde es, diese erfolgreich vermittelten Fachkräfte in ihren Betrieben zu portraitieren. Toll, oder? Der Sinngehalt dieser Aufträge ist aus meiner Sicht ziemlich hoch!  

    Leichtere Kost: Nach einer Ausschreibung der Handwerkskammer Hamburg (und einer ausführlichen Bewerbung meinerseits) erhielt ich den Zuschlag für die fotografische Begleitung der Erfolgsgeschichten und unterschrieb für das IQ Projekt „Brücke ins Handwerk“ einen Werksvertrag. Soweit die Formalitäten – jetzt wird fotografiert! 

    Lager

    Leseberg Hamburg

    Ghulamsakhi Alizada arbeitet als Fachkraft für Lagerlogistik bei der Leseberg Automobile Gmbh.

    IQ Hamburg Handwerkskammer

    Glaserei Ziegert

    Glaserei Ziegert - Intergrationsprojekt Brücke ins Handwerk

    Das erste von vielen weiteren Shootings für die Handwerkskammer Hamburg fand in der Glaserei Ziegert statt. Hier fotografierte ich Biran Ngum und Ebrima Fadika.

    Glaserei

    Aufgeregt? Ich auch!

    Jede(r) Teilnehmer/Teilnehmerin dieses Projekts wurde an einem anderen Tag fotografiert, insgesamt zog sich das Fotoprojekt über rund zwei Jahre. Jedes Shooting beinhaltete nicht nur die rund 1,5-stündige Fotografie, sondern auch zwei Interviews, die eine der fantastisch einfühlsamen Mitarbeiterinnen der Handwerkskammer Hamburg sowohl mit der ausländischen Fachkraft als auch mit einem Repräsentanten des Handwerksbetriebes führte. 

    Und nun stell dir diesen Tag aus Sicht einer der Fachkräfte vor: Deine sprachlichen Fähigkeiten sind meist noch nicht sehr tragfähig und jetzt sollst du mit dem Geschäftsführer deines Betriebes, einer Vertreterin der Handelskammer und einem fremden Fotografen Interviews führen, deine Arbeit erklären und: dabei auch noch einen guten Eindruck machen. Ganz ehrlich: Bei mir würde das für Herzklopfen sorgen, wenn ich das in Syrien, Irak oder Sierra Leone machen müsste…

    Perspektive Handwerk fotografieren

    Elektriker

    Mohajed Asto ist gelernter Elektroingenieur aus Syrien.

    Elektriker Details fotografieren

    Maler Brücke ins Handwerk

    Maler beim Farbe anrühren

    Perspektive

    Die fotografischen Anforderungen und das Briefing für das Projekt Brücke ins Handwerk verlangten nach einer eher sachlichen Fotografie. Hier und da bot sich aber – wie hier – eine pfiffige Perspektive an. Sowas mag ich.

    Fotografieren ist (auch) Psychologie

    Zu Beginn eines Shootings – und das mache ich fast immer so – habe ich die Kamera zunächst in der Fototasche gelassen. Erstmal quatschen, das lockert ein bisschen auf. Mich ebenfalls. Dann habe ich meist versucht mit dem jeweiligen Model alleine zu sein, bevor die Kamera erstmalig zum Einsatz kommt. Das geht übrigens fast allen Menschen so, vom Auszubildenden bis zur Geschäftsführerin: Sobald du als Fotograf mit deinem schwarzen Kasten vor dem Gesicht näher kommst, sorgt das für Unbehagen. Besser es guckt nicht noch die halbe Belegschaft zu! Professionelle Models können das ausblenden, alle anderen nur in seltenen Fällen. 

    Was bei der Fotografie von Menschen im Beruf oft für Sicherheit sorgt, ist, dass die zu fotografierende Person in ihrem Element, in ihrer fachlichen Tätigkeit steckt. Das hilft! Erst wenn nach und nach das Eis gebrochen ist, erstelle ich die „richtigen“ Portraits, bei denen mir die Models direkt in die Kamera lächeln sollen. Fast immer lege ich diese gestellten Aufnahmen ganz ans Ende vom Shooting – das hat sich bewährt.

    Handwerker bei der Arbeit fotografieren

    Radstation Bergedorf

    Radstation Bergedorf (Foto: Florian Läufer, Hamburg)

    Der hatte immer den Schalk im Nacken: Ben Tallents in der Radstation Bergedorf.

    Zahntechnikerin fotografieren

    Zahntechnikerin bei derArbeit fotografieren

    Einige Shootings fanden in den akuten Coronaphasen statt, sodass an Bilder ohne Maske nicht zu denken war. Die Zahntechnikerin Ioana Cosa kann ich hier also nur mit Mundschutz zeigen.

    Detail Zahntechnik

    So ging es dann zwei Jahre lang, bis nun am 31.12.2022 die Förderung dieses Projektes zunächst ausläuft. Für mich ist die Begleitung von „Brücke ins Handwerk“ eine ausgesprochen tolle Erfahrung gewesen. Ich habe ganz unterschiedliche Menschen aus Ländern fotografieren dürfen, die ich sonst mit Krieg und Unrechtssystemen zusammenbringe. Beklemmend, irgendwie. Bei einem der Shootings kam es zu einem Dialog, den ich nie vergessen werde. Aus dem Gespräch heraus stellte ich die Frage:

    „Hast du Kinder?“

    „Ja, vier Stück.“ Kurze Pause. „Jetzt nur noch zwei.. Ist Krieg, weißt du!?“

    Gänsehaut! Helfen hilft!

  • Fotoreportage – DIY Kunsthandwerk

    Fotoreportage – DIY Kunsthandwerk

    DIY Kunsthandwerk – Vor zwei Jahren habe ich bereits eine vielbeachtete Fotoreportage über den gestaltenden Handwerker Frank Pressentin erstellt, der in seiner Atelier-Werkstatt exklusives Schreibgerät mit künstlerischen Ansprüchen herstellt. Die bei diesem Tages-Shooting entstandenen Fotos sind seitdem in diversen Magazinen und anderen Publikationen erschienen. Außerdem sind viele Aufnahmen an prominenten Stellen auf der Internetpräsenz von ELBWOOD – The Hanseatic Penmaker zu sehen – so wünscht du dir das als Fotograf. 

    Fotonutzung Handelsblatt, Zeitungsausschnitt

    Meine Fotos aus dem Shooting mit Frank Pressentin “ The Hanseatic Penmaker“ sind in diversen Publikationen erschienen. Hier ein Ausschnitt aus dem Handelsblatt Nr. 209.

    Nun kam es zu einer zweiten Fotoreportage in der Manufaktur des exklusiven Schreibgeräteherstellers. Neben seiner handwerklichen Kreativität, zeigt der 46-jährige auch bemerkenswerten Ideenreichtum für die Vermarktung seiner edlen Unikate. Ambitionierte Kunden und Kundinnen können sich unter Anleitung des in sich ruhenden Sympathen ihr eigenes Schreibgerät anfertigen. Sägen, schleifen, drehen, polieren bis aus den rohen Ausgangsmaterialien ein individuelles Schreibgerät entsteht, das vom ersten Tag an eine Geschichte erzählt. Tolle Idee!

    Stiller Beobachter mit dem Fotoapparat

    Ich blieb bei dieser Fotoreportage mit meiner Kamera Beobachter, schaltete das Auslösegeräusch meines Fotoapparates ab (was dank modernster Kameratechnik erfreulicherweise inzwischen möglich ist) und speicherte die wichtigsten Sequenzen dieses individuellen Einzel-Workshops auf meiner Speicherkarte. Was dabei herausgekommen ist, siehst du hier: 

    Fotoreportage von Florian Läufer aus Hamburg. Handwerker betritt die Werkstatt.

    Frank Pressentin auf dem Weg in seine Atelier-Werkstatt. Letzte Vorbereitungen für den individuellen Einzel-Workshop treffen.

    Barrista

    Dazu gehört: Kaffee kochen – und zwar nach guter Barrista-Art!

    Eingangsbereich zur Werkstatt von Elbwood

    Matthias Bretz wird sich heute unter Anleitung von Frank Pressentin sein eigenes Schreibgerät herstellen – Besprechung.

    Authentische Fotoreportage in der Werkstatt von Elbwood in Hamburg

    Zunächst geht es um die Auswahl der Rohmaterialien.

    Frank Pressentin bespricht mit Kunden ein Schreibgerät. (Fotograf: Florian Läufer)

    Besprechung der Ausgangsmaterialien.

    Ebonit

    Ebonit, Messing, Silber… 

    Details fotografieren

    Stiftkappen Elbwood

    Fertige Stiftkappen aus gebürstetem Neusilber. Sieht edel aus, oder? In der Elbwood-Werkstatt hast du als Fotograf immer etwas zu entdecken.

    Kunde beim Workshop an der Drehbank

    An der alten Drehbank ist Präzision gefragt. Computergesteuerte Hightech-Maschinen findet man bei Elbwood nicht. Wo bliebe dann die Kunst im Handwerk?

    Fotoreportage bei der Firma Elbwood in Hamburg

    Details

    Wichtig! 

    DIY Workshop

    Drehbank Foto

    Können Maschinen aus Stahl und Eisen „schön“ sein? Ich finde: JA! 

    Handwerk fotografieren in der Atelier-Werkstatt von Frank Pressentin.

    Frank Pressentin blickt mit Argusaugen auf das Werkstück von Matthias Bretz. Tadel gibt es nicht – was mit ausgesprochenem Lob auf einer Ebene steht!

    Bespoke Kunsthandwerk

    Nachmessen…

    Handwerk im DIY Workshop

    emeinsames Mittagessen mit Kerzenlicht

    Ein DIY-Workshop mit Wohlfühlgarantie: Mittagessen im Atelier-Kerzenschein.

    Notizen

    An der Drehbank beim Workshop

    Über die Schulter fotografiert: Bespoke Kunsthandwerk

    Als das Werkstück abends fertig und die Schreibfeder final eingesetzt ist, folgt die Schrift- und Zeichenprobe – ein Moment mit Bedächtigkeit und Spannung zugleich. 

    Kunde testet Schreibgerät

    Am Ende der Fotoreportage besprechen Kunde und Frank Pressentin das fertige Schreibgerät am Kamin

    Mein Eindruck: Matthias liebt sein Schreibgerät schon jetzt!

    Schreibfeder in der Nahaufnahme

    Mit vier Händen erschaffen: ein Longcap Elbwood-Füller aus purem Silber und Olivenholz. Toll!

    Wenn du „The Penmaker“ Frank Pressentin in bewegten Bilder sehen und hören möchtest, dann schau dir diesen kurzen Clip an. Eine gelungene Mischung aus Interview und den hier gezeigten Fotos.

    IN EIGENER SACHE

    Solltest Du Interesse haben, Schaffensprozesse in deinem Unternehmen, Business-Events oder deine Mitarbeiter ins rechte Licht zu rücken, dann nimm gerne über das Kontaktformular Kontakt zu mir auf. Hier siehst du einige Beispiele vergangener Shootings: KLICK

    Ganz gleich ob Handwerksbetrieb, Ladengeschäft, Büro, Hotel oder Fitnesscenter: Um sich von Mitbewerbern abzuheben, kann ein niveauvolles Firmenporträt zu einem wichtigen Baustein werden. Authentische Unternehmensfotos helfen, deinen Betrieb im richtigen Licht zu präsentieren und sprechen die Emotionen des Betrachters an. Ein stilvolles Ambiente, Schaffensprozesse im Handwerksbetrieb oder positive Eindrücke von deinen Mitarbeitern lassen sich über eine entsprechende Bildsprache perfekt vermitteln. Das hilft bei der Kundengewinnung und vermittelt ein überzeugendes Image deines Betriebes.

  • Authentische Unternehmensfotos: Die Backstube der Braaker Mühle

    Authentische Unternehmensfotos: Die Backstube der Braaker Mühle

    Ungestellte und authentische Unternehmensfotos kriegst du als Fotograf dann hin, wenn du dich direkt in die Produktion hineinschummelst. Klappe halten, die Mitarbeiter ihre Arbeit machen lassen und immer den Finger am Auslöser halten – so ist die Arbeitsweise. Vergiss den ganzen Technik-Quatsch mit Blitzlichtern, Softboxen und Aufhellern. Genau DAS habe ich eine Nacht lang in der Backstube der Braaker Mühle getan. Der Arbeitsbeginn ist Mitternacht, Schichtende um 6 Uhr in der Früh. Die Aufgabenstellung der Braaker Marketing-Crew lautete stichwortartig: echte Fotos, keine Arrangegements und die Arbeit zeigen wie sie ist – leidenschaftlich, rau, schön, heiß, kreativ und im Team. Du sollst den Mehlstaub sehen, die Hitze der Backöfen spüren, den Schokocroissant schmecken können. (Übrigens: In den vergangenen Jahren habe ich sehr ausgiebig und zu ganz unterschiedlichen Themen für die Mühlenfamilie fotografiert und einen weiteren großen Blogbeitrag dazu online gestellt. Klick doch bei Interesse mal rein: Unternehmensfotografie Braaker Mühle)

    Brotzeit: 3 Uhr nachts!

    Und an dieser Stelle möchte ich für diese großartigen Handwerke der Bäcker, Bäckerinnen, Konditorinnen und Konditoren eine Lanze brechen. Mit Lebensmitteln arbeiten ist eine Tätigkeit, für die du Feeling, Hingabe und ja, auch ein bisschen Leidensfähigkeit benötigst, damit andere Menschen frische Brötchen und süße Leckereien auf dem Frühstücksteller liegen haben. Man darf diesen Beruf nicht verklären. Wer an Großmutter in Küchenschürze denkt, die beim Kuchenbacken ein Liedchen trällert, hat vermutlich eine allzu romantische Vorstellung dieses anstrengenden Handwerks. Nun ja, Oma Brigitte muss ja auch nicht täglich zu nachtschlafender Zeit aus den Federn hüpfen. Was ich sagen möchte: Respekt für diese fordernde Tätigkeit! Ich werde auch nie wieder maulen, wenn die Brötchen fünf Cent teurer geworden sind – versprochen. 

    Rührgeräte Bäckerei

    Die Schicht beginnt um Mitternacht an den riesigen Rührkesseln, in denen die Teige hergestellt werden.

    Unternehmensfotografie in der Braaker Mühle bei Hamburg.

    So stellt man es sich vor: Der Bäcker trägt einen Mehlsack auf den Schultern. 

    Industriefotografie Hamburg. Bäckerei Braaker Mühle.

    In der Produktion: Der Teig wird aus dem Rührkessel in die formgebende Apparatur gekippt. Dann noch…

    Corporatefotografie in der Backstube der Braaker Mühle.

    …gut auskratzen. Am anderen Ende des Fließbands wartet schon der Bäcker für die nächste Produktionsstufe.

    Bäcker stäubt Mehl

    In der Backstube wird nichts geölt, hier wird mit Mehl bestäubt, damit alles reibungslos läuft.

    Handwerkszeug Bäcker

    Handwerkszeug

    Meinschen bei der Arbeit in der Backstube.

    Dynamische Fotos von Menschen bei der Arbeit.

    Hat dich dein Chef heute schon gelobt? Hier ist es in großen Lettern an die Wand geschrieben – sympathisch!

    Professionelle Unternehmensfotos aus Hamburg

    Brotteig

    Teig, Teig, Teig!

    Bäckerhandwerk Fotograf

    Bakerman is baking bread!

    Zurück zu den authentischen Unternehmensfotos aus der Backstube der Braaker Mühle. In Zeiten der industriellen Fertigung von Lebensmitteln vereinfachen auch hier viele moderne Maschinen und computergesteuerte Öfen die Arbeit. Dennoch bin ich überrascht, wie groß der Anteil echter Handarbeit ist. Ich fasse es mal so zusammen, wie ich die Erstellung dieser Unternehmensfotos erlebt habe: In der erst 2021 neu gebauten und fertiggestellten Backstube sind die Maschinen kaum mehr als nützliche Helfer. Im Gegensatz zu vollständig industriellen, seelenlosen Backfabriken, in denen die Mitarbeiter zu reinen „Bedienelementen“ komplexer Apparaturen reduziert wurden. Und wo selbst die Brotteige den Ansprüchen der Gerätschaften angepasst werden, was zwangsläufig Nachteile in Geschmack, Konsistenz und Struktur zufolge hat. Mal ehrlich, ein frisches Brot, das beim Anschneiden keine krachend brechende Kruste aufs Brett verstreut, ist ein: Schwamm! Lecker geht anders…

    Brot backen. Detailfoto vom aufgehenden Teig.

    Fotoreportage Handwerk Hamburg

    Mit Lebensmitteln arbeiten. Traumberuf für Macher!

    Fotoreportage Bäckerei

    Ofenwagen Backstube

    Sesamkörner streuen.

    Fotoreportage Bäckereihandwerk. Hier: Bäcker am Ofen.

    Sieht toll aus mit den warmen Farben, oder? Apropos warm: Hier an den Öfen herrscht durchgängig eine Temperatur von gut 40 Grad!

    Butterkuchen wird mit flüssiger Sahne beträufelt.

    Beste Schlagsahne für den Butterkuchen – lecker!

    Bäcker bei der Arbeit. Fotografiert von Florian Läufer, Hamburg

    Brot einschneiden. Detailfoto eines Fotoreports

    Berliner backen im heißen Fett.

    Berliner schubsen!

    Authentische Unternehmensfotos für das Recruiting

    Hier schließt sich der Kreis, denn darum geht es bei diesem Fotoauftrag der familiengeführten Braaker Mühle. Die Bildergebnisse sollen gleich doppelt Appetit machen. Auf die leckeren Produkte, erstens. Aber, zweitens, auch auf die Berufsbilder der verschiedenen Gewerke. Es wird nämlich Nachwuchs gesucht. Stichwort: Recruiting für die Erweiterung des Backstuben-Siegerteams! Wenn dich meine Reportagefotos aus der dynamischen Septembernacht anmachen, dann bewirb dich doch einfach als Bäcker, Konditorin oder Backstubenunterstützer bei der Braaker Mühle. Guter Laden – ich hab’ das Team erlebt! 

    Bäcker kneten gemeinsam Teig

    Wer sie vorher nicht hat, kriegt sie als Bäcker: kräftige Arme!

    Professionelle Handwerkerfotos.

    Manchmal sind es die Details, die alles ausdrücken. Eines meiner Lieblingsfotos aus diesem Auftrags-Shooting. 

    Bäcker beim Brezeln formen fotografiert.

    Brezeln einschneiden in der Bäckerei

    Hier wird der Schnitt gemacht, der die Laugenbrezeln beim Backen aufbrechen lässt.

    Unternehmensfoto: Bäcker macht Franzbrötchen

    „A Franzbrötchen a day, keeps the doctor away!“

    Füllen von Croissants

    Ungelogen: Das Schokocroissant wird in der Braaker Mühle mit original Nutella gefüllt. Und zwar reichlich!

    Schokocroissant Herstellung

    Echte Handarbeit! Wusste ich auch nicht, dass das schöne Schokomuster mit der schwarzen „Tigerkralle“ auf die Croissants aufgetragen wird. 

    Die Backstube der Braaker Mühle. (Foto: Florian Läufer)

    Schnellschuss aus der Hüfte! Sah irgendwie cool aus, als dieser Bäcker immer wieder aus lockerer Hand das Mehl auf den Teig geschossen hat. 

    Konditor belegt Pflaumenkuchen

    Konditorin in der Herstellung. Auf den Auslöser drückte Florian Läufer aus Hamburg.

    Mit dem Fotoapparat über die Schulter geschaut.

    Zu „später“ Stunde (also gegen 3:30 Uhr morgens) habe ich meinen Fokus auf die Konditorei gelegt.

    Spritzbeutel im Detail

    Garnieren mit Herz!

    Unternehmensfotografie: Bäcker bei der Arbeit.

    Authentische Unternehmensfotos? Gelungen! Solch ein Strahlen im Gesicht kann man nicht arrangieren. Es kommt oder kommt nicht. In Backstube und Konditorei habe ich es allerdings regelmäßig gesehen. Klasse!

    Menschen im Beruf fotografieren.

    Fertigung in der Konditorei.

    Da könnte ich reinspringen! 

    Konditorei Detailfotos

    Konditorei

    Es blubbert und dampft in der süßen Abteilung.

    Konditorei Handwerk

    Handwerk fotografieren in der Konditorei.

    Paletten Konditorei

    Was dem Koch sein Messer, ist der Konditorin ihre Palette!

    Fotoreportage Konditorin

    Achtung, jetzt kommt Farbe ins Spiel!

    Temperatur messen Glasur

    Gaaanz wichtig: die Temperatur muss stimmen! 

    Unternehmensfotograf aus Hamburg in der Konditorei.

    Die hat immer gestrahlt! 

    Nappieren

    Red rules!!! 

    Garnieren

    Garnieren – fertig!

    Unternehmensfotografie Brotfahrer

    Zum Ende der Nacht ist bereits alles disponiert und die Ware wird backfrisch in die Filialen verteilt. 

    Unternehmensfotos Braaker Mühle. Fotograf: Florian Läufer, Hamburg

    Feierabend! Als es morgens um 6 Uhr dämmert, ist die meiste Arbeit der Bäcker von der Braaker Mühle getan. Übrigens: In der Mühle wird tatsächlich noch Korn gemahlen! Besichtigungen sind auch möglich. Und Workshops, und Hochzeiten, und, und, und… Das mit der Mühle ist also mehr als nur ein Firmenname!

    IN EIGENER SACHE

    Solltest Du Interesse haben, Schaffensprozesse in deinem Unternehmen, Business-Events oder deine Mitarbeiter ins rechte Licht zu rücken, dann nimm gerne über das Kontaktformular Kontakt zu mir auf. Hier siehst du einige Beispiele vergangener Shootings: KLICK

    Ganz gleich ob Handwerksbetrieb, Ladengeschäft, Büro, Hotel oder Fitnesscenter: Um sich von Mitbewerbern abzuheben, kann ein niveauvolles Firmenporträt zu einem wichtigen Baustein werden. Authentische Unternehmensfotos helfen, deinen Betrieb im richtigen Licht zu präsentieren und sprechen die Emotionen des Betrachters an. Ein stilvolles Ambiente, Schaffensprozesse im Handwerksbetrieb oder positive Eindrücke von deinen Mitarbeitern lassen sich über eine entsprechende Bildsprache perfekt vermitteln. Das hilft bei der Kundengewinnung und vermittelt ein überzeugendes Image deines Betriebes.

  • Fotografie für Handwerksbetriebe – Schuhmacherei Bartold

    Fotografie für Handwerksbetriebe – Schuhmacherei Bartold

    Schon häufig habe ich in der Fotografie für Handwerksbetriebe ganz besondere Menschen in den Fokus rücken dürfen. Es sind die Fachleute der verschiedenen Gewerke, die mittels Werkzeug viel Know-how und geschickten Händen Produkte für dich, für mich, für uns alle herstellen. Mich überkommt Ehrfurcht, wenn ich ein Handwerkserzeugnis in den Händen halte, dem von seinem Macher ein Stück Seele eingehaucht wurde. Ganz gleich, um welche Arbeit es sich handelt, handgemacht bedeutet: Im Geiste erschaffen, mit den Händen gemacht! 

    Es riecht anders, es fühlt sich anders an, ja, du selbst fühlst dich anders, wenn du von einem Stück Handwerkskunst durch den Alltag begleitet wirst. Das industrielle Gegenstück dazu? Kaum mehr als ein totes Ding – ein Wegwerfartikel, der nie einen echten Wert hatte. Der Hamburger „Penmaker“ (also ein Hersteller von handgefertigten Schreibgeräten) Frank Pressentin hat es so gesagt: „Emotionen übertragen sich von der Hand auf’s Werk. Was wir heute als Luxus empfinden, ist mehr als das bloße Produkt; es umfasst den Prozess ebenso wie das Erlebnis.“ Besser lässt es sich nicht beschreiben. (Übrigens: Im Rahmen meiner Fotografie für Handwerksbetriebe habe ich ein fotografisches Portrait über Frank Pressentin und seine Atelier-Werkstatt erstellt. Hier geht es direkt dorthin: „Penmaker Frank Pressentin“) 

    Die Hamburger Scuhmacherei Bartold im fotografischen Portrait

    Die Werkstatt – das Herzstück der Schuhmacherei Bartold in Hamburg-Uhlenhorst.

    Schuhmacher Martin Bartold

    Fast 40 Jahre Berufserfahrung hat der sympathische Schuhmacher-Obermeister Martin Bartold auf dem Buckel. Einige seiner traditionellen Maschinen dürften noch ein bisschen älter sein. Und sie schnurren wie am ersten Tag! 

    Schuhmacherei als Handwerksbetrieb

    Vorsprung durch Technik: Erst wird das Loch durch die harte Ledersohle gestochen, dann der Faden durchgeführt. Wer denkt sich solche Geräte aus?

    Rahmengenähte Schuhe - Detailfoto

    Handwerkszeug eines Schuhmachers in hamburg

    Schuhmacher, nicht Schuster! 

    Ein herausragender Fachmann in seinem Bereich ist Schuhmacher Martin Bartold, der auf der Hamburger Uhlenhorst den vor 30 Jahren eröffneten Meisterbetrieb mit Sohn Sascha führt. In einer eigenen Maßschuhkollektion bieten die beiden sympathischen Schuhprofis individuell vermessene und damit passgenaue Schuhe aus Wunschmaterialien an. Ab 500 Euro kann derartiges Bespoke-Schuhwerk hergestellt werden. Extra-Tipp: Wenn du bei den Bartolds am Tresen stehst, sag’ Schuhmacher, nicht Schuster! Das liegt zwar alles ein paar Hundert Jahre zurück, aber in der mittelalterlichen Epoche haben Schuhmacher die Schuhe hergestellt, während Schuster sie lediglich repariert haben. Wusste ich vorher auch nicht, jetzt haben wir aber gleichzeitig geklärt, woher der Begriff „Flickschusterei“ kommt. 

    Teambesprechung Handwerker

    In der Schuhmacherei Bartold herrscht ein erkennbar gutes Betriebsklima mit viel Know-how.

    Meister und Auszubildender in der Schuhmacherei Bartold.

    Hier muss und wird Hand in Hand gearbeitet.

    Unternehmensfotografie - Schuhmacherei Bartold in Hamburg

    Azubi Raven bereitet einen Schuh vor, dessen Fersenkappe lackiert werden soll. (Das Ergebnis siehst du auf einem späteren Foto weiter unten.)

    Handwerker Fotograf: Schuhmacher bei der Arbeit.

    Ich liebe diese Details beim Fotografieren! Die Nagelschale, den Holzschemel, den geschwungenen Hammer. Und: Saschas Socken mit Schatzi und Hund „Killer“! 

    Handwerk im fotografischen Portrait

    Handwerkerhände

    Echte Handarbeit – wo gibt’s das noch?

    In der Fotografie für Handwerksbetriebe kommt es auf Details an.

     

    Fotografie für Handwerksbetriebe: Schuhmacher-Obermeister Martin Bartold

    Ich schrieb es oben schon: Die Menschen hinter der Handwerkskunst sind für mich als Fotograf besonders interessant. Sie sind Erschaffer und werden automatisch Teil des fertigen Produktes. Schuhmacher-Obermeister Martin Bartold liebt und lebt seine Arbeit. Man sieht es, man spürt es! Wie er von seinen traditionellen Maschinen schwärmt, wie er die Materialien durch die Hände gleiten lässt und wie er im Umgang mit Kunden agiert – so machen es nur Menschen, die ihre Passion gefunden haben. 

    Der junggebliebene Endfünfziger duzt seine Kundschaft – jeden Kunden! Und wie es sich für den Stadtteil Uhlenhorst gehört, ist das Klientel gemischt. Vom Akademiker bis zum leichten Gewerbe, vom kauzigen Professor bis zum Paradiesvogel ist alles dabei. Martin Bartold: „Moin, was kann ich für dich tun!?“ Hamburger eben!

    Details fotografieren Handwerker

    Schuhe weiten? Mit diesem Gerät wird es gemacht.

    Schuhmacher bei der Arbeit fotografiert.

    Schuhmacherobermeister Martin bartold wurde hier von dem Unternehmensfotograf Florian Läufer fotografiert.

    Der junge Martin Bartold aus Hamburg

    Schuhmacher-Obermeister Martin Bartold – hier war er noch ein bisschen jünger, im Geiste hat sich nichts geändert. Ist’n dufte Kerl!

    Firmenportrait und Unternehmensfotografie von Florian Läufer

    Auch Gürtel und Armbänder stellen die Jungs nach individuellem Wunsch in der Werkstatt her. 

    Handwerkszeug

    4,9 von 5 Sternen bei Google

    Was über Generationen weitergegeben wurde, führt Martin Bartold konsequent weiter: Der humorvolle und sportliche Obermeister möchte nachrückende Generationen für das alte Handwerk begeistern. Mit Erfolg! Zwei Bundessieger haben schon bei ihm gelernt und auch Sohn Sascha hat seine Ausbildung zum Schuhmacher hier erfolgreich absolviert. Aktuell ist Azubi Raven im zweiten Lehrjahr bei Martin Bartold und mit erkennbarem Spaß bei der Sache – netter Kerl! 

    Portrait von Schuhmacherobermeister Martin Bartold. (Foto: Florian Läufer, Hamburg)

    Teamfotos: Martin Bartold

    Teamfoto Handwerksbetrieb: Sascha Bartold

    Sohn Sascha Bartold

    Handwerker fotografieren. Hier: Azubi Raven

    Azubi Raven

    das Team der Schuhmacherei Bartold in Hamburg Uhlenhorst

    Das Team der Schuhmacherei Bartold im Verkaufsraum auf der Uhlenhorst in Hamburg.

    Aber nicht nur die Handwerkskammer weiß die Kompetenzen der Schuhmacherei Bartold zu schätzen, auch die Kundschaft teilt aus: Satte 4,9 von 5 möglichen Sternen ist der Durchschnitt bei den vielen Google-Rezensionen dieser hanseatischen Maßschuhmacherei. Das muss man erstmal schaffen! Was mich abseits von Siegern und Sternen aber noch viel mehr fasziniert und man bestenfalls aus dem Fernsehen kennt: Dass der Vater dem Sohne sein Handwerk beibringt. Muss ein tolles Gefühl sein!

    Wie vor 30 Jahren!

    Meine Art der Fotografie für Handwerksbetriebe ist meist eine Mischung aus Beobachtung, vielen gestellten Fragen und überschaubarer Technik. Hin und wieder setze ich mehrere Blitzgeräte ein – in diesem Fall bei den gestellten Portraits von Martin und Sascha Bartold und Azubi Raven. Überwiegend arbeite ich aber nur mit dem vorhandenen Licht (Available Light-Fotografie), um die natürliche Werkstatt-Atmosphäre zu erhalten. Dazu dezentes Color Grading in der Postproduktion, was der Szenerie in Kombination mit einem leicht entsättigten Look mehr Ausdruck (und meine fotografische Handschrift) verleihen soll. 

    Handwerk fotografieren - Stillleben

    Handwerkszeug wie im Museum!

    Fotografie für Handwerksbetriebe - Schuhmacherei Bartold

    Hände, die Schuhe erschaffen!

    Ich habe die Fotografie in der Schuhmacherei Bartold wie eine kleine Zeitreise erlebt. Viele Geräte und Maschinen dürften längst ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel haben. Es riecht nach Leder und Kleber, wie ich es aus Jugendjahren kenne, als ich die Sohlen meiner Durango-Boots beim Schuhmacher erneuern ließ. Und: Ich würde wetten, dass die nummerierten Etiketten im Abholregal hinterm Tresen die gleichen sind wie 1986 – damals bei den Durango-Boots. Echtes Kulturgut!

    Handwerksbetrieb Bartold

    Schuhmacher Sascha Bartold

    Als Fotograf für handwerker hat hier Florian Läufer ein Portrait über die Schuhmacherei Bartold erstellt.

    Abholzettel

    So sahen die Abholzettel eines Schuhmachers schon vor 35 Jahren aus – und gehen damit durchaus als „Kulturgut“ durch! 

    IN EIGENER SACHE

    Solltest Du Interesse haben, Schaffensprozesse in deinem Unternehmen, Business-Events oder deine Mitarbeiter ins rechte Licht zu rücken, dann nimm gerne über das Kontaktformular Kontakt zu mir auf. Hier siehst du einige Beispiele vergangener Shootings: KLICK

    Ganz gleich ob Handwerksbetrieb, Ladengeschäft, Büro, Hotel oder Fitnesscenter: Um sich von Mitbewerbern abzuheben, kann ein niveauvolles Firmenporträt zu einem wichtigen Baustein werden. Aussagekräftige Fotos helfen, dein Unternehmen im richtigen Licht zu präsentieren und sprechen die Emotionen des Betrachters an. Ein stilvolles Ambiente, Schaffensprozesse im Handwerksbetrieb oder positive Eindrücke von deinen Mitarbeitern lassen sich über eine entsprechende Bildsprache perfekt vermitteln. Das hilft bei der Kundengewinnung und vermittelt ein überzeugendes Image deines Betriebes.

  • Unternehmensfotograf: die Druckerey in Berlin

    Unternehmensfotograf: die Druckerey in Berlin

    Als Unternehmensfotograf komme ich in ganz Norddeutschland herum. Einer meiner aktuellen Aufträge führte mich nun in die Druckerey nach Berlin-Weißensee. Und ja, Druckerey mit Ypsilon, nicht mit i! Die Druckerey ist eben nicht irgendeine Druckerei. Es ist ein Ort von Tradition, Leidenschaft, althergebrachter Technologien und vieler mechanischer Klänge. Es rattert, rüttelt und zischt in der Druckerey mit ihren historischen Heidelberger Druckmaschinen. Diese eindrucksvollen Druckerpressen brauchen Öl und Händchen, keine Updates. Wer sich also fragt, wo die gute alte Zeit geblieben ist, der findet sie jetzt und hier in der Meyerbeerstraße im Komponistenviertel von Berlin-Weißensee. Sowas liebe ich als Unternehmensfotograf!

    Die gute alte Zeit ist heute

    Inhaber Martin Z. Schröder ist gelernter Setzer, leidenschaftlicher Drucker und enthusiastischer Traditionsbewahrer in Personalunion. „Schweizerdegen“ nennt man diese Beideskönner, die in Schriftsetzerei ebenso ausgebildet wurden wie im Buchdruck. Schrift und Sprache liegen im Blut: Der Vater Redakteur, die Mutter Lektorin – man könnte meinen, die Richtung sei vorbestimmt gewesen. War sie auch: Bereits mit 14 Jahren trat Martin Z. Schröder der Arbeitsgemeinschaft „Junge Schriftsetzer“ im Pionierpalast in der Berliner Wuhlheide bei. Das liegt nun vier Dekaden zurück. Sei es wie es sei – für mich ein sehr besonderer Mensch, wenn ich das nach diesem gemeinsamen Fotoprojekt sagen darf. 

    Als Unternehmensfotograf in der Druckerey

    Dieses Portrait der Schriftsetzers Martin Z. Schröder machte der Unternehmensfotograf Florian Läufer aus Hamburg.

    Martin Z. Schröder in seiner Druckerey in Berlin-Weißensee. Ich habe den sympathischen Mittfünfziger als einen Bewahrer der guten alten Zeit erlebt. Die Süddeutsche Zeitung schrieb über ihn: „Schlechten Geschmack und kruden Stil lässt er seinen Kunden nicht durchgehen.“

    Schriftsetzer Details

    Buchsstabe für Buchstabe, überkopf und spiegelverkehrt – die Schriftsetzerei wie man sie nur noch aus dem Museum kennt. Hast du das Wort im Winkelhaken schon erkannt?

    Schriftsetzer mit geschwungenem A

    Holzletter in der Schriftsetzerei

    Als Unternehmensfotograf in der Werkstatt von Martin Z. Schröder

    Ich habe Martin Z. Schröder – der sich in seiner Vita kurz MZS nennt – als sympathischen Feingeist erlebt. Wenn er die bleiernen Buchstaben in den Druckstock spannt, mit Metallstegen fixiert und zu Wörtern und Sätzen zusammenfügt, scheint es, als würde der Berliner voller Vorsicht mit gläsernen Lettern hantieren. Und da ist was dran! „Blei ist ein sehr weiches Material und verzeiht keine Fehler. Fällt ein Buchstabe herunter, kann er schnell unbrauchbar werden!“ so der 55-jährige. Die Schriftsetzerei ist eine filigrane Arbeit, die Präzision bis auf das letzte Mμ erfordert. Ich finde es bereichernd, dieses alte Handwerk als Unternehmensfotograf festhalten und den Worten des Fachmanns zuhören zu dürfen. Martin Z. Schröder spricht wie gedruckt und mit geschwungenen Buchstaben: gewählt, bedacht, auf den Viertelmillimeter genau. 

    Schriftsetzer Martin Z. Schröder im Firmenportrait

    Als Schriftsetzer brauchst du viel Licht auf deinem Arbeitsbereich und gute Augen. Oder wie hier: ZWEI Brillen!

    Schriftsetzer bei der Arbeit über die Schulter fotografiert.

    Filigrane Arbeit: Mit der Ahle werden die kleinen (und das hier sind längst nicht die kleinsten!) Buchstaben im Bleisatz zurechtgerückt.

    Schriftsetzer Detailfoto

    „4000 TALER“ Zahlen gehen natürlich auch! Nachdem die Zwischenräume mit Stegen, Füllstücken und Regletten ausgefüllt sind, wird die druckfertige Form geschlossen und gebunden.

    Visitenkarten aus der Druckerey in Berlin-Weißensee

    Eleganz. Kräftiges Papier mit Struktur, im Bleisatz gedruckt und mit Prägung versehen – was für tolle Visitenkarten!

    MZS

    Das ist Kunst und darf auf keinen Fall weg!

    Aus fotografischer Sicht gibt es für mich einen kleinen Pferdefuß: MZS ist Sammler. Oder sagen wir Aufheber. Vieles ist eben zu schade zum Wegwerfen. Als Herr Schröder zum Beispiel die Farbe für den Druck einer exklusiven Visitenkarte auf einem Blatt Papier anmischt, liegen gleich mehrere solcher (längst getrocknete) Mischunterlagen auf der Arbeitsplatte herum. Martin Z. Schröder dazu: „Für mich ist das eine Form von Schönheit, wie sich die Farben auf dem Papier vereinen – ich lasse das immer ein bisschen liegen und schaue es mir gerne an.“ 

    Der Unternehmensfotograf Florian Läufer aus hamburg fotografierte hier in der Druckerei Berlin

    Zwei historische Heidelberger Druckmaschinen sind das mechanische Herzstück der Druckerey. 

    Handwerker fotografieren in der Werkstatt Druckerey in Berlin-Weißensee.

    Der Hamburger Fotograf Florian Läufer nutzte hier die Perspektive von oben, um dem Schriftsetzer auf die Hände zu gucken.

    Die Druckplatte wird für den Druck einer Visitenkarte eingerichtet.

    Der Druckstock wird eingerichtet.

    „Wenn man ein Handwerk lange ausübt, staunt man eines Tages über seine Hände. Also wie autonom sie arbeiten. Als wüssten sie, was zu tun ist.“ Eine ausdrucksstarke Aussage von Martin Z. Schröder, die ich ihm entwendet und in abgewandelter Form auf meine Homepage geschummelt habe. 

    Schriftsetzer am Druckstock.

    Alles vorsichtig festklopfen und schon kann der erste Probedruck beginnen.

    Handwerk fotografieren an der historischen Heidelberger Druckmaschine.

    So eine historische Druckerpresse gibt es nur noch in der Erinnerung – und in der Berliner Druckerey!

    Details der Heidelberger Druckmaschine

    Details!

    Visitenkarten in der Heidelberger Druckmaschine

    So sieht das Ergebnis aus. Hat was, gell?

    Drucker betrachtet das Papier im Gegenlicht

    Erste Inaugenscheinnahme im Gegenlicht, dann…

    Betrachtung des ersten Drucks durch die Lupe

    …nochmal mit der Lupe. 

    Die Dinge sind kompliziert

    Und so liegen unzählige schöne Dinge in der Druckerei herum. Übereinander, nebeneinander, scheinbar durcheinander. Es ist schwierig, beim Fotografieren nicht irgendwo gegenzustoßen. Allerdings: Was Martin Z. Schröder braucht, findet er auf Anhieb. Immer! Das Wort „Unordnung“ passt hier also nur bedingt. Können wir uns auf eine „nicht ausschließlich auf Systematik beruhende Ordnung“ einigen? Immerhin: Setzerei und Druckerei sind räumlich voneinander getrennt – ein anerkennenswerter Ansatz von Gliederung.

    Drucker und Schriftsetzer Martin Z. Schröder im Firmenportrait.

    Oder doch lieber mit einem anderen Farbton? 

    Farbe anmischen für den Druck.

    Gemischt wird von Hand, mit Gefühl und nach Gusto.

    Farbe auftragen

    Ganz dünn wird die Farbe auf die Walze gestrichen, dann wird wieder gedruckt…

    Unternehmensfotograf - Die Druckerey in Berlin-Weißensee

    Druckerey-Inhaber Martin Z. Schröder ist ein Schweizerdegen. So nennt man Facharbeiter, die sowohl ausgebildete Schriftsetzer als auch Buchdrucker sind. Wie viele mag es davon wohl noch in Deutschland geben?

    IN EIGENER SACHE

    Solltest Du Interesse haben, Schaffensprozesse in deinem Unternehmen fotografisch festzuhalten, Business-Events zu begleiten oder jede andere Form der Industriefotografie durchzuführen, dann nimm gerne über das Kontaktformular Kontakt zu mir auf. Hier siehst du einige Beispiele vergangener Shootings: Unternehmensfotograf Florian Läufer

    Ganz gleich, ob Handwerksbetrieb, Ladengeschäft, Büro, Hotel oder Fitnesscenter: Um sich von Mitbewerbern abzuheben, kann ein niveauvolles Firmenporträt zu einem wichtigen Baustein werden. Aussagekräftige Fotos helfen, dein Unternehmen im richtigen Licht zu präsentieren und sprechen die Emotionen des Betrachters an. Ein stilvolles Ambiente, Schaffensprozesse im Handwerksbetrieb oder positive Eindrücke von deinen Mitarbeitern lassen sich über eine entsprechende Bildsprache perfekt vermitteln. Das hilft bei der Kundengewinnung und vermittelt ein überzeugendes Image deines Betriebes.

  • Florian denkt nach – meine schönsten (und schlimmsten) Fotomomente 2021

    Florian denkt nach – meine schönsten (und schlimmsten) Fotomomente 2021

    Was bisher geschah: Nach einem katastrophalen 2020er Corona-Jahr bin ich also irgendwie ins zweitausendeinundzwanzigste Jahr n. Chr. hineingescheitert. Endlich vorbei! Aufstehen, Krone richten, weitermachen! Wer hätte damals geahnt, dass 2021 genauso weitergeht – und zwar bis heute!? Ich finde ja, dass Corona auch eine psychische Erkrankung ist. Ganz egal, ob du’s hast, hattest oder hasst: Irgendwie verändert es die Menschen. Bei mir jedenfalls hat es für einige Rochaden im Freundeskreis und beruflichen Umfeld gesorgt. 

    Leichtere Kost – hier soll es um Fotografie gehen! Nach dem Jahreswechsel rette ich meinen Kontostand noch einige Wochen mithilfe eines 450-Euro-Jobs über die Zeit. Ich versuche, mit der Gelassenheit eines Hindu-Königs auf das zu warten, was da hoffentlich kommen möge – die Fotosaison 2021. Nach der kleinen Kälte zum Jahreswechsel folgt bald die große Kälte mit Schnee, Glätte, Eiszapfen und zugefrorenen Gewässern. Simsalabim! Das kommt mir aus fotografischer Sicht gleich mehrfach gelegen.

    Winter is coming

    Für den Hamburger Winterdienst Borchers hatte ich in der Vergangenheit mehrere Fotoaufträge übernommen, für die echten Winterbilder, also die mit Schnee und Räumfahrzeugen, fehlte in der Vergangenheit der Schnee. „Sobald es schneit, musst du uns mal mit dem Fotoapparat begleiten, Florian!“ So waren wir die letzten beiden Jahre verblieben. Dann geht es ganz fix. Das Wetter hält sich an den Wetterbericht und es schneit, schneit, schneit. Noch in der gleichen Nacht (und am nächsten Tag) begleite ich das fleißige Borchers-Team und kann die Speicherkarten mit Winterdienstbildern vollmachen, die heute die Homepage der zuverlässigen Schneeschipper zieren. 

    Zwischen Anruf („Es schneit, Florian! Kannst du heute Abend Fotos machen?“) und Schneetreiben liegen nur wenige Stunden. Fast zwei Jahre hatten Winterdienst Borchers und ich auf diesen Moment gewartet. 

    Ein Blitzlicht habe ich hinter Lino versteckt, um diese Gegenlichtsituation zu erzeugen.

    Winterdienst-Romantik: Sonnenaufgang!

    Da bekommt man (fast) Lust auf Schneeschippen.

    Und ich nutze die kalten Tage und zugefrorenen Gewässer, um für das Anglermagazin „Fisch & Fang“ Foto- und Textmaterial zum Thema Eisangeln in Mecklenburg-Vorpommern zu erstellen. Solche Bilder sind schließlich auch nicht in jedem Jahr möglich! Chance nutzen! Auch witzig: Jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, ist die Januarausgabe 2022 im Zeitschriftenhandel (oder hier versandkostenfrei: Januarausgabe Fisch & Fang) erhältlich, in dem auf gut 15 Seiten meine Fotos erschienen sind. 

    Eisangeln ist in unseren Breitengraden nicht in jedem Jahr möglich. Im Februar ’21 passt alles und ich kann den Fishing-Guide David Bernhardt in Mecklenburg-Vorpommern mit der Kamera aufs Eis begleiten. In diesen Tagen ist das Ergebnis auf gut 15 Seiten im Anglermagazin erschienen und ist bis Ende des Monats im Zeitschriftenhandel erhältlich.

    David schafft es sogar aufs Cover!

    Noch mehr winterliche Landschaften fotografiere ich in der Lüneburger Heide, sowie an der Ost- und Nordsee. Ein Traum, dass ich mein umfangreiches Bildarchiv mit einigen Gigabyte Winterfotos auffüllen kann. 

    Kleine Welt ganz groß – Eiskristalle im Gegenlicht der aufgehenden Sonne.

    Behind the scenes – mein langjähriger Fotobuddy Holger Kröger machte dieses Foto von mir an einem frostigen Februarmogen. (Danke, Holger!) Das Ergebnis siehst du unten: 

    Ganz schön kalt!

    Am Leuchtturm Obereversand sind einige Tage später Schnee und Eis schon wieder Geschichte. Kalt ist es trotzdem. Auch, wenn es auf diesem Foto nicht danach aussieht.

    Das letzte Kind hat Fell

    Im März kommt Leben in die Bude. Läufers sind auf den Hund gekommen! Mein neuer Fotobuddy heißt Milow und bringt erstmal den Alltag ganz schön durcheinander. „Wuff-wuff!“ Was soll’s, die Kids sind längst erwachsen, da fangen wir nochmal von vorne an. Wie sagt man? „Das letzte Kind hat Fell!“ Isso!

    Gestatten, Milow! 

    Ich kann auch anders!

    Süß, oder?

    Fotografisch ist sonst nüscht los. Hier und da mache ich einige Produktfotos für verschiedene Online-Shops, nichts Aufregendes. Schattenfrei ausgeleuchtete Produkte auf weißem Grund. Menschen fotografieren ist spannender.

    Ende des Monats kommt eines meiner schönsten Fotoprojekte 2021 ins Spiel. Ich erstelle in der Atelier-Werkstatt von Frank Pressentin ein fotografisches Portrait von ihm und seiner künstlerischen Tätigkeit als Erschaffer hochwertigster Schreibgeräte unter der Marke „Elbwood“. Man muss sich das vorstellen: Füllfederhalter aus edelsten Materialien in Einzelanfertigung. Da kostet ein fertiges Schreibgerät zwischen 1.000 und 8.500 Euro! Man fängt automatisch an zu flüstern, wenn man solch ein edles Stück in den Händen hält. 

    Ich liebe die Fotos, die an diesem Tag entstehen. Frank Pressentin „The Penmaker“ auch. Inzwischen werden die Bilder von dem Autodidakten auf seiner Webseite, in Infobroschüren und in verschiedenen Magazinen verwendet. Tolles Fotoprojekt, super Typ!

    Die Atelier-Werkstatt von „The Penmaker“ Frank Pressentin.

    Frank Pressentin – The Penmaker hinter der Marke Elbwood.

    Die Feder ist aus purem Gold.

    Mit kleinen, selbstgebastelten Reflektoren setze ich einen der exklusiven Füller ins rechte Licht.

    Unter anderem in der deutschsprachigen Ausgabe der „Heritage Post“ werden meine Fotos verwendet. (Handyfoto)

    Fotografieren im Untergrund

    Die Sache mit dem U-Bahnhof ist dann mein April-Highlight und ein Beweis, dass dich freie Arbeiten immer irgendwie weiterbringen. Und das kam so: Gleich im allerersten Corona-Lockdown 2020 wurde mir schnell langweilig und ich wollte nicht auf der Couch verkümmern. Ich fotografierte Hamburgs schönste U-Bahnhöfe und bastelte aus den Ergebnissen einen vielbeachteten Blogartikel. Nur so, um fotografisch und kreativ im Spiel zu bleiben. 

    Jetzt, ein Jahr später, klingelt das Telefon zu diesem Blogbeitrag. In Kurzform: Man habe die Fotos gesehen, sei begeistert und als professioneller Ladenbauer gerade dabei, einen groooßen Edekamarkt direkt über dem U-Bahnhof Mümmelmannsberg in Hamburg einzurichten. Das Ganze soll an die darunterliegende Bahnstation erinnern, bestenfalls mit meinen Fotos. „Hätten Sie nicht Lust, in ihrem Stil den Bahnhof als Auftragsarbeit zu fotografieren? Die Bilder sollen später in gut drei Metern Größe gedruckt und aufgehängt werden. Ist das was für Sie, Herr Läufer?“ Darüber muss ich nicht allzu lange nachdenken…

    Industriefotografie im U Bahnhof Mümmelmannsberg in Hamburg

    Der U-Bahnhof Mümmelmannsberg im Hamburger Stadtteil Billstedt.

    Der U-Bahnhof Mümmelmannsberg im Hamburger Stadtteil Billstedt

    Industriefotografie im Hamburger U-Bahnhof

    Industriefotografie im Edekamarkt Woelm in Hamburg. Foto: Florian Läufer

    Und so sieht das alles einige Wochen später im neu gestalteten Edekamarkt aus.

    Der Edekamarkt Woelm in Hamburg-Billstedt mit Fotografien von Florian Läufer

    Zwei Dutzend Schwarzweiss-Portraits

    Mit einem umfangreichen freien Projekt lasse ich den April ausklingen. Die Idee: Ich möchte gut 20 vollkommen unterschiedliche Personen fotografisch portraitieren. In Schwarzweiß und vor weißem Hintergrund. Dazu stets das gleiche Licht, stets das gleiche Set-up, stets die gleichen Kameraeinstellungen, stets der gleiche Barhocker, den ich für diese Portraits für einen Zehner auf ebay-Kleinanzeigen kaufe. In der Bildbearbeitung verzichte ich auf echte Retusche und verleihe den Ergebnissen lediglich einen kontraststarken, körnigen Look und mache den Hintergrund gleichmäßig weiß. That’s it! Herausgekommen sind – trotz aller Gleichheit – vollkommen unterschiedliche Fotos. 

    Charakter-Portraits - Fotograf: Florian Läufer, Hamburg

    Mein Schwarzweiß-Fotoprojekt hat mich mit etlichen interessanten Menschen zusammengebracht.

    Die Hochzeitssaison

    Jetzt sollte eigentlich die Zeit der Hochzeiten beginnen. Zwischen April und Oktober ist meine Fotografie geprägt von Trauungen – normalerweise. Doch es kommt wie im vergangenen Jahr: Stornierungen am laufenden Band. Viele Paare sagen ihre Hochzeit ab, manche feiern trotz der Corona-Einschränkungen, wenn auch im stark reduzierten Umfang. Dafür ist dann allerdings kaum noch ein Fotograf vonnöten. Klar, wenn du mit acht statt achtzig Gästen in der Kirche sitzt, betrachtet man die Dinge anders.

    Und dennoch: Einige Vermählungen mit überschaubarer Gästezahl (und ohne Tanz und Musik) bleiben, in die kniee ich mich umso mehr rein. Und so werden die Trauungen von Lisa & Timo, Anja & Lars und Carolin & Lukas für mich immer etwas Besonderes sein. Später kommen noch Ricarda & Marco, Caroline & Manuel und andere Kurzentschlossene hinzu.

    Natürliche Hochzeitsfotos Hamburg und Norddeutschland

    Lisa & Timo in Nortorf

    Hochzeitspaar im Oldtimer nach der Trauung. (Fotografiert von Florian Läufer, Hamburg.)

    Anja & Lars werde ich in 2022 wiedersehen. Nach der standesamtlichen Trauung in diesem Jahr wird im kommenden ein großes Fest gefeiert! Freu mich drauf!

    Hochzeitsfotos am Baumwall auf der Gangway zur Cap San Diego

    Die Gangway zur Cap San Diego an den Hamburger Landungsbrücken wird man nur selten ohne Menschen fotografieren können. Die Coronaeinschränkungen machen es in diesem Fall möglich, sodass Carolin & Lukas zu einem sehr individuellen Hochzeitsfoto kommen.

    Hochzeitsfotos im Wald. Der Fotograf Florian Läufer drückte hier auf den Auslöser

    Ricarda & Marco mochten den Wald in der Nähe der Location – ich auch!

    Landhochzeit in Brandenburg - Hochzeitsfoto

    Caroline & Manuel – auch hier sind Holz und Natur ein Thema. Caroline ist Landwirtin, Manuel Forstwirt. Logisch, dass wir diese Kulisse aufgreifen.

    Ach, und noch ein toller Moment für mich: Für eines meiner im Vorjahr gemachten Fotos erhalte ich bei den „Masters of German Wedding Photography“ einen Award von der internationalen Jury verliehen. Dieser Fotwettbewerb findet im deutschsprachigen Raum auf sehr hohem Niveau statt. Der gewonnene Award ist eine hervorragende Bestätigung für mich, mit meiner Fotografie auf dem richtigen Weg zu sein. *Florian stolz!

     

    Tschüss, Photobooth!

    Apropos: Meine Fotobox, die ich 2019 für Hochzeiten und Events anschaffte und mit zwei Partnern als eine klitzekleine Personengesellschaft führte, war schon 2020 pleite. Corona halt! Sich mit einem Dutzend halbbetrunkener Gäste vor einer Fotobox auf engstem Raum zu präsentieren, ist vermutlich das Letzte, was je wieder erlaubt sein wird. In der Hoffnung auf ein besseres 2021 kaufe ich Anfang des Jahres die „Konkursmasse“ (also die Fotobox) meiner soeben abgewickelten Gbr ab. To make a long story short: Ich hatte sie im laufenden Jahr kein einziges Mal im Einsatz. Inzwischen sind die Geräte in einer dunklen Kellerecke abgestellt und ich möchte an dieses Abenteuer nicht mehr denken. Es ist verzwickt: Nicht nur, dass der Umsatz der Fotobox seit Februar 2020 bei null Euro liegt. Die Abwicklung der Personengesellschaft muss aus Komplexitätsgründen der Steuerberater übernehmen, der dafür mit einem Stundensatz von 135,- Euro plus Steuer entlohnt werden musste. So sieht sie also aus, die schnelle unbürokratische Hilfe, von der im Fernsehen immer berichtet wurde. Soll ja alles seine Richtigkeit haben. Resteverwertung? Doppelt blöd: Der Wert der Photobooth-Anlage liegt bei mehreren Tausend Euro. Theoretisch. Praktisch ist ein Photobooth in Coronazeiten ungefähr so gut zu verkaufen, wie Eisschränke in Alaska. Nun steht sie also seit zwei Jahren im Keller herum…

    Meine aufwändig gestaltete Fotobox werde ich 2022 nicht weiter betreiben – schade.

    Die zweite Jahreshälfte – es geht bergauf

    Genug der Schwarzmalerei. Im Juni ergibt sich wieder eine Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Seenland Oder/Spree e.V., mit dem mich eine langjährige Kooperation verbindet. Die Zielgruppe der Brandenburger Touristiker hat sich im Laufe der Zeit erweitert. Von der Generation der „Best Ager“ (50+) hin zu deren Nachwuchs (25 bis 35). Und so streife ich (inzwischen selbst „Best Ager“) einige Tage mit einer Handvoll Laien-Models und den Mitarbeiterinnen des Tourismusverbandes durch die Wälder und an die Ufer Brandenburger Gewässer. Ich liebe diese naturverbundenen Shootings!   

    Die Zielgruppe der Touristiker hat sich erweitert. Mit ihren „Slow Trips“ sollen hauptsächlich junge Menschen angesprochen werden. „Slow Trips“? Gemeint sind damit kreative Reiseerlebnisse abseits üblicher Klischees. 

    Enjoy! Wer möchte dort jetzt nicht sitzen und den Sonnenuntergang genießen?

    Back to Hamburg: Die Zusammenarbeit mit dem jungen Team der Braaker Mühle hat sich in diesem Jahr intensiviert. Die Bäckerei – mit immerhin 24 Filialgeschäften – setzt im Marketing intensiv auf Social Media und hat dadurch ständigen Bedarf an neuen Fotos. Zwischenmenschlich passt es perfekt bei uns – eine tolle Grundlage. Und so fotografiere ich im Laufe des Jahres alle (!) 24 Filialen (mein Favorit: Semperstraße!) für den in Kürze neu gestalteten Internetauftritt der Brot- und Brötchenprofis. Dazu Mitarbeiter- und Kampagnenfotos und, und, und. Spannend!  

    Die Filiale in der Semperstraße in Hamburg-Winterhude ist aus stylischer Betrachtung mein Favorit. Sieht gemütlich aus, gell!? Reinsetzen, Kaffee trinken!

    Diversity-Fotoshooting in der Braaker Mühle

    Zwei Kolleginnen der Braaker Mühle beim Fotoshooting mit Florian Läufer aus Hamburg.

    Mitarbeiterfotos – anders, frech & frisch! Als Fotograf ist es ein Traum, in diesem Stil fotografieren zu können.

    Mitarbeiterin Braaker Mühle beim Fotoshooting. Fotograf: Florian Läufer

    Portrait Unternehmensfotografie

    Unternehmensfotografie Hamburg - witzige Handwerkerfotos in der Bäckerei Braaker Mühle.

    Stellenanzeige mit Witz

    Eines der vielen Bildergebnisse in meinen Händen: Wer mit so einem Plakat Mitarbeiter sucht, für den ist „Diversity“ nicht nur ein Modewort. (Handyfoto)

    Das 5-Kilo-Hochzeitsbuch

    Im Sommer hat sich die Coronalage beruhigt und wir alle denken, dass Corona nun endlich ausgestanden ist. Tolles Gefühl. Jetzt steigt die Nachfrage! Ich fotografiere einige kurzfristig organisierte Hochzeiten, werdende Mamas mit ihren Babybäuchen und gewordene Mamas mit ihren Babys. Es fühlt sich gut an, endlich wieder normal arbeiten zu können – nach 1,5 Jahren Dauereinschränkung. Dass das alles nur eine Fata Morgana ist und sich zum Winter wieder massiv verschlechtern wird, daran denke ich jetzt nicht. Möchte ich auch nicht. Wir haben unser altes Leben zurück. Jiieeehhaaaah!!! 

    Natürliche Babybauchfotos fertigt der Fotograf Florian Läufer aus Hamburg an.

    Babybauch-Shooting in der Abendsonne

    Was um alles in der Welt willst du mit einem Fotostudio, wenn dir die Natur die schönsten Kulissen bietet? Eben! Ich werde auch in den kommenden Jahren auf ein eigenes Studio verzichten und überwiegend Outdoor fotografieren. Und wenn ich doch mal eines brauche, lässt es sich jederzeit tageweise mieten.

    Glückliches Paar beim Babybauch-Fotoshooting

    Die hochschwangere Franziska in der blühenden Heide

    Ein Outdoor Babybauch-Shooting mit blühender heide im letzten Abendlicht der Sonne

    Matthias & Franziska beim Outdoor Babybauch-Shooting bei Hamburg

    Natürliche Newbornfotos vom schlafenden Baby.

    Meine Babyshootings finden grundsätzlich als Homeshooting statt. Einige Accessoires habe ich im Gepäck.

    Natürliche Babyfotos in Hamburg bei gedämpften Licht

    Ganz besonders wird mir in dieser Zeit die Hochzeit von einem Paar in Erinnerung bleiben, das hier lieber ungenannt bleiben möchte. Ein rauschendes Fest im Oldenburger Land, ich fotografiere was das Zeug hält. Die Zusammenarbeit kam recht überraschend zustande. Für mich genauso wie für das Brautpaar übrigens. Denn: Ich selbst bin quasi das Hochzeitsgeschenk der Eltern! Und es geht weiter. Die Bildergebnisse kommen bei Gästen, Eltern und Hochzeitspaar so gut an, dass die Beschenkung in die zweite Runde geht: ein exklusives Fotobuch! Das gestalte ich gemeinsam mit der sympathischen Brautmama. Und was für die Ewigkeit gedacht ist, soll auch für die Ewigkeit gemacht sein! Mehr als fünf Kilo wiegt das Präsent als es aus dem Druck kommt. Die Präsentationsbox mit Leder überzogen, das Buch in Leinen gebunden, das Papier in bestmöglicher, schwerer Qualität. Aufgeschlagen ist das Fotobuch gut 80 Zentimeter breit! Ein Wahnsinnsgefühl, die eigenen Bildergebnisse in dieser Form betrachten zu können! Am liebsten hätte ich es selbst behalten.   

    Bin ich zu teuer?

    Und dann ist da im Sommer noch die Anfrage eines Unternehmens mit Welt(!)ruf. Alles klingt nach einem sehr spannenden und dauerhaften Fotoprojekt. Wie das bei solchen Unternehmen ist: Die Vergabe erfolgt nach Ausschreibung. Den Zuschlag würde ich gerne bekommen, gleichzeitig muss ich aus betriebswirtschaftlicher Sicht natürlich realistisch kalkulieren. Und das ist manchmal die Krux an solchen Ausschreibungen: Gehst du zu hoch ran, erhält oft der günstigere Anbieter den Zuschlag. Bist du an dem Projekt vom Herzen her interessiert, kann es sich schon aus Prestige-Gründen lohnen. Gehst du allerdings zu niedrig ran, wertest du deine Leistung ab, kannst unglaubwürdig erscheinen und bist am Ende vermutlich schon aus diesem Grund unzufrieden. Und überhaupt: Wer möchte schon unter Wert arbeiten? Ich löse die Situation so, dass ich mit dem niedrigstmöglichen Stundenlohn eines steuerzahlenden Handwerkers die zu erwartenden Arbeitstunden multipliziere. Darunter geht nicht. Zusätzlich darf ich noch ein (kostenloses) Probeshooting absolvieren, um meine Chancen zu erhöhen, in den erlesenen Kreis der Angebotsabgeber zu kommen. Meine Bildergebnisse bewertet mein potenzieller Auftraggeber nach dem Shooting mit „sehr gut“. Einige Wochen später die Absage. In gebogenen Worten wird mir erklärt, mein Angebot sei zu hoch gewesen, man habe sich für einen günstigeren Bewerber entschieden. „Alles Gute für die Zukunft.“ „Danke, Ihnen ebenfalls!“

    Kirche & Kiez

    Eine kleine Besonderheit ist im September die Kieztour mit der Pastorin Angelika Gogolin, die ich vor einigen Jahren über die Hochzeitsfotografie kennenlernte und zu der ich heute ein freundschaftliches Verhältnis habe. Ja, du hast richtig gelesen: Eine echte Pastorin auf der Hamburger Reeperbahn im Stadtteil St. Pauli! Was es damit exakt auf sich hat, kläre ich im zeitigen Frühjahr in einem eigenen Blogbeitrag auf. Aktuell müssen wir die Hintergründe noch topsecret halten. Aber so viel darf ich spoilern: Ich habe eine echte Pastorin im Freudenhaus auf der Reeperbahn fotografiert! Abgedreht!

    Pastorin Angelika Gogolin im Freudenhaus auf dem Hamburger Kiez

    Pastorin Angelika Gogolin im Freudenhaus auf St. Pauli. Da fragt man sich: Was will sie dort? Dazu bald mehr…

    Mit den Hochzeiten von Lisa & Thorben, Katharina & Nils und Jessica & Max neigt sich der Herbst seinem Ende entgegen. Die drei Trauungen waren tolle Abschlüsse mit drei super sympathischen Paaren für mich. Und dass mit einer fotografierten Hochzeit nicht automatisch die Verbindung wieder auseinander geht, kommt häufig vor. Oft klingelt ein bis zwei Jahre später das Telefon mit einer Anfrage für ein Newborn-Shooting. Bei Thorben ist es anders: Kurz vor der Hochzeit mit Lisa hat er sich als Tischlermeister selbstständig gemacht, benötigt nun Bilder für seinen Internetauftritt, der in den kommenden Wochen fertiggestellt sein wird. Beim Shooting erkenne ich neben seinem handwerklichen Geschick seine Liebe zum Beruf und beauftrage wiederum ihn im Nachgang, um mir ein spezielles Möbelstück herzustellen. Networking at it’s best! 

    Hochzeitsfotos beim Cafe Langes Mühle

    Die mag ich: Thorben & Lisa! 

    Die Anfrage zur fotografischen Begleitung der Hochzeit von Jessica & Max war extreeem kurzfristig! Spontan kann ich!

    Scheunenhochzeit in Niedersachsen. Hochzeitsfotograf war hier Florian Läufer aus Hamburg.

    Katharina & Nils hatten hingegen schon einmal verschoben, die freie Trauung samt großer Feier fand dann aber im September endlich statt. Tolles Paar!

    Tischlermeister Thorben.

    Thorben ist ein ungewöhnlicher Tischler. Seinen Meister hat er mit Bestnote bestanden, sein Arbeitsalltag ist von maximaler Flexibilität geprägt. Der Holzprofi arbeitet aus seinem Auto heraus direkt beim Kunden. Die Werkstücke werden in (s)einer kleinen Werkstatt vorgefertigt. Meine Aufgabe besteht darin, dies in atmosphärischen Fotos für seine Webseite herauszuarbeiten. 

    Portraits: Menschen im Beruf

    Bleiben wir beim Handwerk. Die Fotografie von Menschen im Beruf wird 2021 ein großes Thema für mich, das ich in den kommenden Jahren ausbauen möchte. Schon immer liebte ich es, Handwerker mit dem Fotoapparat zu portraitieren. Auf meinem Blog findest du etliche Beiträge zu diesem spannenden Fotothema. (Klicke unter „Themen“ einfach auf „Unternehmensfotografie“, um dir die Beiträge anzeigen zu lassen.) In diesem Zusammenhang bewarb ich mich auf zwei Ausschreibungen der Hamburger Handwerkskammer und erhielt jeweils den Zuschlag. Darum geht es dabei: Im Rahmen eines Integrationsprojektes sollen Handwerkerinnen und Handwerker mit Migrationshintergrund in ihren Betrieben portraitiert werden. Grundlage sind die jeweiligen Erfolgsgeschichten, die sich aus der erfolgreichen Integration und Anerkennung der fachlichen Leistung ergeben haben. Noch sind die Projekte (hinter denen ein Dutzend Fotoshootings stecken) nicht abgeschlossen und ich darf aus rechtlichen Gründen (noch) keine Ergebnisse zeigen. Ich fotografierte Menschen aus Afrika, Syrien, England, Rumänien, Irak und erhielt Einblicke in die bewegenden Geschichten dahinter. Ich führe das nicht weiter aus. Ich meine: Wir können uns sehr, sehr glücklich schätzen, in einem der reichsten Länder dieser Welt zu leben, in dem Demokratie (mit all ihren Unzulänglichkeiten und Kuriositäten), Meinungs- und Pressefreiheit herrschen. Ausrufezeichen!   

    Mit dem Fotoapparat belauscht: traditionelles Handwerk

    Außerhalb der Handwerkskammer-Projekte führt mich der Fotoapparat Ende November in den Stadthafen von Eckernförde. In der Frau Clara-Straße (heißt tatsächlich so!) brodelt es ordentlich in den Töpfen der Bonbonkocherei von Hermann und Heike Hinrichs. Altes, traditionelles Handwerk – ich liebe das! Aus viel Zucker, Glucose und einigen Farb- und Aromastoffen werden hier mithilfe jahrzehntealter Bonbonwalzen süße Leckereien in Handarbeit hergestellt. Ich darf die Herstellung und die Menschen dahinter fotografieren. Und ich darf probieren – lecker! Ein Fotoprojekt für alle Sinne! 

    Achtung, heiß!

    „Wuuusch!“ Mit 160 Grad Celsius wird der Bonbonteig auf die Arbeitsplatte gegossen.

    Einfärben des Bonbonteiges durch Firmeninhaber Hermann Hinrichs.

    Dann muss alles ganz schnell gehen. Kühlt der Teig aus, wird er hart und kann nicht mehr weiterverarbeitet werden.

    Fotoreportage über das traditionelle Herstellen von Bonbons

    Das Aussieben der Bonbons

    Ein tolles Foto dieses Firmenportraits: Der Koch am Dragierkessel

    Bonbonkocher Kai bei der letzten Veredelung der Leckereien. War ein tolles Fotoprojekt! 

    Der Unfall zum Jahresende

    Die zweite Jahreshälfte fühlt sich aus beruflicher Sicht seit Ausbruch der Pandemie erstmalig wieder fast normal an. Die Auftragslage erreicht phasenweise Vorkrisenniveau. Der Verlust aus 1,5 Jahren Pandemie bleibt Verlust und ist nicht wieder aufzuholen, das steht fest. Jetzt möchte ich aber nach vorne blicken und da darfst du nicht nach hinten denken! Ich gönne mir eine einwöchige Auszeit. Die erste seit 2019. Um die Fotoaufträge der letzten Monate Revue passieren zu lassen, fahre ich: FOTOGRAFIEREN! Die Landschaftsfotografie ist bei mir das Hobby im Beruf. Geld ist damit kaum zu verdienen, dafür sind echte Leidenschaften aber vermutlich auch nicht gedacht. Es geht um mich, um die Weite, um das Wetter und vielleicht um EIN schönes Foto am Ende des Tages. 

    Wohin es mich zieht? Auf die Insel Madeira mitten im Nordatlantik auf Höhe Marokkos. Und zwar unbegleitet, sieht man vom Fotoequipment ab. Die Kosten – überschaubar. 300 Euro Flug, 300 Euro Unterkunft, 300 Euro Mietwagen. Das gönne ich mir jetzt! 

    Es sind vor allem die Nebelwälder und die Trekkingtouren im Gebirge, die mich fotografisch reizen. Ich genieße die ersten Tage sehr und bin mit der Fotoausbeute mehr als zufrieden. Gegen Mitte des Trips ist Sturm, sodass sich die eh schon beeindruckenden Atlantikwellen zu echten Brechern aufbauen. Die Ostsee? Ein Ententeich dagegen! In Seixal bricht die tosende See in zerklüftetes Lavagestein. Ein Traum zum Fotografieren. Auch, wenn man unmöglich die Wucht und den ohrenbetäubenden Lärm der peitschenden See auf einem Foto wiedergeben könnte. Ich bin wirklich ergriffen von diesen Eindrücken. 

    Fast scheint es so, als würde der alte Lorbeerbaum nach mir greifen – gespenstisch!

    Denken wir das Gleiche?

    Für mich als Norddeutscher ist der Segeberger Kalkberg (das ist da, wo alljährlich die Karl May-Festspiele stattfinden) mit fast 100 Metern schon verdammt hoch. Auf diesem Foto beginnt der Weg auf Madeiras höchsten Gipfel: den Pico Ruivo mit 1862 Meter Höhe. In einer Woche bin ich viermal hochgestiegen, weil ich eine bestimmte Lichtsituation erleben wollte. Ob ich sie vorgefunden habe? Mehr dazu in Kürze in einem gesonderten Blogbeitrag. 

    15.000 Euro Schaden?

    Das Problem beim Fotografieren ist manchmal, dass man die Umwelt nur durchs Okular wahrnimmt. Daraus ergibt sich eine gewisse Distanz zum Geschehen. Es ist, als wäre der Fotoapparat ein Schutzschild, der dich unverwundbar macht. Mitten drin aber doch nicht ganz dabei. Ich möchte dicht ran an die Wellen, sie in ihrer vollen Dynamik abbilden. Zehn, zwölf Minuten lang passt meine Position zum Weißwasser der brechenden Wellen. Wir kommen uns nicht zu nahe. Dann rollt eine Welle ein, die nicht nur ein wenig, sondern gleich deutlich größer als alle vorherigen ist. Ich weiß, was mir blüht und mit diesem Gedanken ist bereits alles zu spät. Während die Welle bricht, reiße ich noch das Stativ nach oben, um es vor den Wassermassen zu schützen. Es hilft nicht. Der Rucksack mit dem Ersatzequipment lag eben noch knapp hinter mir, jetzt treibt er mit Schlagseite im fast brusttiefen Wasser. Ich hinterher. Ich kriege alles gegriffen, rette mich und die Ausrüstung ans Ufer. Außer einer zerrissenen Hose und einem geprellten Knie geht es für mich glimpflich aus. Die 15.000-Euro-Ausrüstung kann ich zur Hälfte abschreiben – das wird eine Woche später das Gutachten in Deutschland ergeben. Ich bin gut versichert, meine ich. Wie gut tatsächlich, werde ich nach der eingereichten Schadenmeldung wohl bald erfahren. Als wenn Corona nicht schon genug wäre… Auf ins neue Jahr!

    Die raue Küste Madeiras. Aus der Höhe betrachtet denkst du: Bloß nicht runterfallen! Bist du mit den Wellen auf Augenhöhe, denkst du: Bloß nicht reinfallen! Dass mir letzten Endes eine Welle die Beine wegreißen würde, finde ich in der Nachbetrachtung fast schon unfreiwillig komisch. Wenn da nicht der große Kameraschaden wäre…

    Hörst du es? 

    Auf ins neue Jahr!

    Nun geht in wenigen Tagen das Jahr zu Ende. Ich fühle mich durchgeschüttelt. Oder eher wachgerüttelt? Denn: Die vergangenen 12 Monate habe ich fast ein wenig pädagogisch wahrgenommen. Die Umstände haben mir Fragen gestellt. Was ist wichtig? Und was ist WIRKLICH wichtig? Wie will ich weitermachen? Wie gehe ich mit Krisen um? Und wie mit Erfolgen? Was macht es, wenn es mehr Krisen als Erfolge gibt? Welche Bedeutung haben materielle Dinge und welche hat Freiheit? Was macht frei – und was nicht?  

    Mir geht es gut. Und Sorgen habe ich erst, sobald sie da sind. Nicht schon wenn ich sie mir vorher mache. Dies soll mein Mantra für 2022 sein. Bis auf Weiteres lasse ich den Auslöser also weiterrattern. Dabei werde ich (noch) mehr in die Natur gehen, so wünsche ich es mir. „Spaß und Zufriedenheit“ heißt meine neue Währung. Dies wird dazu führen, dass ich nur noch Aufträge fotografiere, die 100% zu mir passen. Alle anderen empfehle ich an meine Berufskollegen weiter. Auch eine Form von Freiheit – die ist mir wichtig. 

  • Firmenportrait: Die Bonbonkocherei in Eckernförde

    Firmenportrait: Die Bonbonkocherei in Eckernförde

    Ein fotografisches Firmenportrait ist das perfekte Format, um den Geist eines Unternehmens dem Betrachter in einer authentischen Bildsprache näherzubringen. Es geht um Glaubwürdigkeit, Niveau und Exklusivität. Meine Lieblingsdisziplin: traditionelles Handwerk! Ich liebe es, althergebrachte Schaffensprozesse mit dem Fotoapparat zu begleiten. Das Handwerk lebt von den Machern und Fachleuten, die ich – neben dem Produkt – in einem natürlichen Firmenportrait gerne in den Vordergrund stelle. (Lesetipp: Hier siehst du ein weiteres tolles Firmenportrait: Geigenbaumeister S. Sielaff)

    Der heutige Fototermin führt mich in den Eckernförder Stadthafen. Instinktiv würde man hier an kauzige Fischer, reetgedeckte Räuchereien und heiser krächzende Möwen denken. Für mich geht es beim heutigen Firmenportrait allerdings um allerlei süße Leckereien aus der Bonbonkocherei von Hermann Hinrichs. Der Ingenieur gründete vor mehr als 15 Jahren mit seiner Frau Heike die Bonbonkocherei, die sich längst zu einem Touristenmagneten im Eckernförder Hafen entwickelt hat. Übrigens: So ganz weit hergeholt ist das mit der Räucherei nicht: Lange bevor die Hinrichs in dem Gebäude der Frau-Clara-Straße 22 Bonbons herstellten, befand sich hier eine alte Fischräucherei. Wo heute der Kessel mit dem Bonbonteig brodelt, standen einst die Altonaer Räucheröfen. Mein Extra-Tipp: Auf dem Weg in den nächsten Dänemarkurlaub unbedingt einen Abstecher in das süße Bonbonparadies einplanen! 

    Sprotten-Bonbons von der Ostseeküste

    Dass in der Bonbonkocherei von Herman Hinrichs neben der klassischen Himbeere auch Muscheln und Sprotten eine Rolle spielen? Geschenkt! Hier im hohen Norden wimmelt es in der Urlaubszeit von „Küstenkiekern“, die sich an den maritimen Bontje-Formen erfreuen. Sprotten-Bonbons mit Apfel-Vanille-Aroma und fruchtige Schleswig-Holstein-Muscheln sind der Renner – garantiert grätenfrei! Apropos: Wie die Schleswig-Holstein-Muscheln hergestellt werden, schauen wir uns in dieser Fotoreportage genauer an:

    Achtung, heiß!

    „Wuuusch!“ 160 Grad Celsius muss der Bonbonteig zur weiteren Verarbeitung haben. Kein Wunder, dass Jan Schiffer die dicken Handschuhe trägt!

    Herstellung des Bonbonteigs

    Farbe gibt’s aus der Flasche.

    Einfärben des Bonbonteiges durch Firmeninhaber Hermann Hinrichs.

    Hermann Hinrichs in seinem Element – er liebt seine Arbeit! 

    Showkochen mit Zuschauern hinter einer Glaswand

    Man sagt uns Nordlichtern nach, wir wären etwas mundfaul. Damit hätte man in der Bonbonkocherei keine Chance! Besuchergruppen werden in die Herstellungsprozesse durch spannende Vorträge und Erklärungen eingeweiht – ganz nebenbei.

    Unternehmensfotografie Firmenportrait

    Dustin Splittgerber ist gelernter Bäcker, mit Teigen kennt er sich also aus. Längst hat er die Bäckerschürze gegen eine lederne Bonbonschürze getauscht. 

    Zugabe von Aromen bei der Bonbonherstellung

    Noch etwas Aroma hinzugeben, dann…

    Klebriger Bonbonteig in unterschiedlichen Farben.

    …muss der zähe Teig ordentlich…

    Drei Mann beim Teig kneten in der Zubereitung

    …geknetet, gezogen und gewalkt werden!

    Fotostrecke Teig ziehen

    Bonbonkoch Kai Rehder ist schon viele Jahre dabei und hat es raus, wie der Teig perfekt gezogen wird. Durch diese Prozedur erhält der fertige Bonbon einen seidigen Glanz. 

    Schneiden des Bonbonteigs

    Muss man erstmal drauf kommen: Der Teig wird mit der Schere zerteilt, um…

    Bonbonteige in den Landesfarben von Schleswig-Holstein.

    …daraus die einzelnen Stränge für den dreifarbigen Bonbon (die Landesfarben Schleswig-Holsteins) zu formen.

    Showkochen in der Bonbonkocherei Eckernförde

    Nur durch eine Glaswand ist die Bonbon-Produktion vom Ladengeschäft getrennt. Das offene Konzept trägt ganz sicher zum großen Erfolg der Bobonkocherei bei. Ohne Zugucken wär’s ja auch langweilig!

    Norddeutsch für schmackhaft: legger!

    Das Konzept des sympathischen Bontje-Paares, Hermann und Heike Hinrichs, ist eine Mischung aus traditioneller Handwerkskunst und Erlebnisnascherei. Denn: Herstellung und Verkauf der bunten Candys finden in einem Raum statt! Nur durch eine Glaswand getrennt kann der Besucher den Bonbonkochern nicht nur über die Schulter schauen, sondern erfährt gleich noch Wissenswertes über den Herstellungsprozess. Die Süßwaren-Spezialisten beziehen die Besucher gerne in ihre Handwerkskunst mit ein und erklären bereitwillig die gekonnten Handgriffe und Arbeitsschritte. Man darf die Bonbonkocherei also getrost als Entertainment-Küche bezeichnen. Und mit ein wenig Glück kommt man gerade rechtzeitig zur Fertigstellung einer neuen Bonbonsorte, von der immer auch eine (noch warme!) Kostprobe genascht werden darf. Ich sach mal so: „Echt legger!“ (Mit doppelt-G gesprochen, nur so ist es norddeutsch korrekt.)  

    Offene Küche in der Bonbonkocherei

    Wichtigster Arbeitsschritt: Die Formgebung durch eine von mehr als 100 verschiedenen Bonbonwalzen. Dies muss geschehen solange der Teig noch warm ist. Kühlt er ab, härten die Bonbons rasant aus.

    Bonbonwalze bei der Herstellung

    Da sind sie: fruchtige Schleswig-Holsteiner Muscheln!

    Ein Firmenportrait von Fotograf Florian Läufer - Bonbonkocherei

    Hinten wird stetig Teig nachgeführt, während vorne…

    Der Fotograf Florian Läufer (Hamburg) erstellte dieses Firmenportrait der Eckernförder Bonbonkocherei.

    …die Muschelstränge auf dem großen Edelstahltisch abgelegt werden.

    Fotoreportage über das traditionelle Herstellen von Bonbons

    Bonbonprofi Kai weiß, was er tut! 

    Geschäftsinhaber der Bonbonkocherei in Eckernförde: Hermann Hinrichs

    Cheffe auch! 

    Hermann Hinrichs in Aktion. Der Hamburger Fotograf Florian Läufer drückte auf den Auslöser.

    Da frage ich mich die ganze Zeit, wie sich um alles in der Welt die Muscheln aus ihrem Verbund lösen lassen. Und dann geschieht es mit einem Handstreich – „Rrrraaaatsch!!“ 

    Muschelbonbons in den Landesfarben Schleswig-Holsteins

    Das Aussieben der Bonbons

    Die feinen Enden, Knubbel und Überstände werden einfach ausgesiebt.

    Schleswig-Holsteiner Muschelbonbons. Lecker!

    Eine Handvoll Muscheln – fast fertig! 

    Ein tolles Foto dieses Firmenportraits: Der Koch am Dragierkessel

    Ihren letzten Schliff bekommen die bunten Naschereien im großen Dragierkessel. 

    Herman Hinrichs am Drageekessel

    Was man auf diesem Bild vom fotografischen Firmenportrait nicht sieht: Wie unfassbar laut es ist, wenn die Bonbons durch den großen Kessel scheppern! 

    Firmenportrait mit Zeitgeschichte

    Wichtigste Zutaten zur Herstellung der süßen Leckereien: Zucker und Glukose – besser bekannt als Traubenzucker. Zunächst muss beides mit Wasser verrührt und auf 160 Grad erhitzt werden. Dann muss, muss, muss alles ganz fix gehen, denn der zähe Teig lässt sich nur verarbeiten, solange er noch heiß ist. Farbstoffe und Aromen machen aus jeder Bontje-Sorte ein anderes Hinrichs-Original, dann folgt der wichtigste Schritt zum fertigen Bonbon: die Formgebung! Über 100 verschiedene Bonbonwalzen sorgen für die mundliche Form der farbenfrohen Nascherei.

    Besonders spannend bei diesem Firmenportrait ist für mich, dass die metallenen Walzen ein bewegtes Arbeitsleben hinter sich haben. Die jüngere Walzengeneration ist rund 40 Jahre alt, manche bringen es auf doppelt so viele Jahre und haben – glücklicherweise – den zweiten Weltkrieg überstanden. Die Kriegsindustrie benötigte Messing zur Herstellung von Patronenhülsen und so wurde gesammelt und eingezogen, was nicht irgendwo unter dem Dielenboden versteckt gehalten wurde. Ganz schön mutige Bonbonkocher gab es damals also, die ihre kostbaren Walzen vor dem Einschmelzen bis in die heutige Zeit retteten. Gut so!

    Glukose ist zähflüssig

    Zähflüssig!

    Das Bokeh des Sigma Art 85 f/1.4 Objektivs

    Mit diesem Foto von dem heiß blubbernden Bonbonteig können vermutlich nur die Fotografen unter den Lesern etwas anfangen. Ich kläre auf: Der Look, den ein Objektiv von den in Unschärfe versinkenden Bildteilen kreiert, nennen wir Fotografen „Bokeh“.  Sieht’s cool aus, hat das Objektiv ein „schönes Bokeh“. Ganz besonders die verschwommenen Lichtkreise sind dabei ein wichtges Kriterium. Diese hier – im oberen Bilddrittel – sind verdammt sexy, oder? Reinzoomen, wirken lassen!  

    Messingwalzen zur Bonbon-Herstellung. Foto: Florian Läufer

    Die Messingwalzen haben schon einiges er- und überlebt. Manche sogar den zweiten Weltkrieg!

    Die Himbeere

    Messingwalzen zur Herstellung von Bonbons.

    Der Klassiker – die Himbeere!

    Die Herstellung des Bonbonteigs muss flott gehen.

    Schnelles Arbeiten ist Pflicht! Nur wenn der Bonbonteig noch warm ist, lässt er sich verarbeiten. 

    Teig kneten

    Mit dem Fotoapparat die Herstellung von Bonbons begleitet.

    Himbeeren wie am Fließband! 

    Himbeerbonbons

    Die fertigen Himbeer-Bontjes in der Verkaufsauslage

    Nur mit der weißlichen Oberfläche ist die Himbeere „echt“. 

    Mitarbeiterinnen der Bonbonkocherei beim Abfüllen der Produkte.

    Letzte Schritte vor dem Verkauf: Verpacken und etikettieren. Selbstverständlich in Handarbeit.

    Gläserne Küche der Bonbonkocherei.

    Voilá – die Bonbonkocherei in der „Frau-Clara-Straße“ im Eckernförder Stadthafen.

    Die Auslage der Bonbonkocherei in Eckernförde

    Verkaufsauslage

    Merkel-Bonbons

    War auch schon da und ließ es sich nicht nehmen, selbst Hand anzulegen: Bundeskanzlerin a.D. Angela Merkel. Logisch, dass ihr eine eigene Bonbonsorte gewidmet wurde.

    Heike und Hermann Hinrichs. Für ein Firmenportrait fotografiert von Florian Läufer aus Hamburg.

    Gründer und Erfinder der Bonbonkocherei Eckernförde: das H-Team! (Heike & Hermann Hinrichs) 

    Gruppenfoto vom Team der Bonbonkocherei in Eckernförder Stadthafen. (Fotograf: Florian Läufer)

    Red rules! Ohne deine Mitarbeiter bist du nix.  

    IN EIGENER SACHE

    Solltest Du Interesse haben, Schaffensprozesse in deinem Unternehmen fotografisch festzuhalten, Business-Events zu begleiten oder jede andere Form der Industriefotografie durchzuführen, dann nimm gerne über das Kontaktformular Kontakt zu mir auf. Hier siehst du einige Beispiele vergangener Shootings: KLICK

    Ganz gleich ob Handwerksbetrieb, Ladengeschäft, Büro, Hotel oder Fitnesscenter: Um sich von Mitbewerbern abzuheben, kann ein niveauvolles Firmenporträt zu einem wichtigen Baustein werden. Aussagekräftige Fotos helfen, dein Unternehmen im richtigen Licht zu präsentieren und sprechen die Emotionen des Betrachters an. Ein stilvolles Ambiente, Schaffensprozesse im Handwerksbetrieb oder positive Eindrücke von deinen Mitarbeitern lassen sich über eine entsprechende Bildsprache perfekt vermitteln. Das hilft bei der Kundengewinnung und vermittelt ein überzeugendes Image deines Betriebes.

  • Unternehmensfotografie: Fliegenfischerschule Westensee

    Unternehmensfotografie: Fliegenfischerschule Westensee

    Das war in Sachen Unternehmensfotografie ein Auftrag nach meinem Geschmack: Der Betreiber der Fliegenfischerschule Westensee, Jan-Michael Knuthsen, möchte seinen Internetauftritt von Grund auf neu gestalten und benötigt dafür: Fotos. Gute Fotos! Und hier kommt mein berufliches Vorleben ins Spiel. Als gelernter Zeitschriftenredakteur habe ich etliche Jahre für Angelmagazine gearbeitet. Fotos vom Angeln? Kann ich, hab’ ich schonmal gemacht! 

    Nun muss man dazu sagen: Fliegenfischen ist nicht das Gleiche wie „richtiges“ Angeln. Fliegenfischen ist etwas für Feingeister. Während der normale Angler mit Bleigewichten, Würmern und mehr als handlangen Großködern „arbeitet“, stehen dem Fliegenfischer lediglich Rute, Rolle, Schnur und eine aus Federn, Fell und Garnen (selbst-) gebundene Fliege zum Fischfang zur Verfügung. Um diese, maximal wenige Gramm leichte, Imitation auf Weite und damit zu den Fischen zu bringen, muss der Fliegenfischer seine Schnur zunächst durch Vorwärts- und Rückwärtsbewegungen mit der Angelrute in rhythmische Schwingungen versetzen. Vor…, zurück…, vor…, zurück… Ist die Schnur aufgeladen, lässt der Angler sie nach vorne schießen, um damit den klitzekleinen Köder ins Wasser zu bringen – ganz schön kompliziert. Das muss man lernen! Deshalb die Fliegenfischerschule Westensee. 

    Demonstration einer Wurfübung beim Fliegenfischen

    Inhaber und Lehrer der Fliegenfischerschule Westensee Jan-Michael Knuthsen ist ein alter Hase, mit allen Wassern gewaschen und gibt sein Wissen an Jung und Alt weiter. Hier an Jung! 

    Unternehmensfotografie Outdoor: Lehrer Knuthsen erklärt seinen Schülern das Werfen mit der Fliegenrute

    Theorie ist wichtig.

    Jungangler beim Fliegenfischen

    Aber: Praxis ist und bleibt eben die beste Theorie! 

    Fliegenfischen lernen für Jungangler

    Unternehmensfotografie Outdoor

    Auch wenn es nicht die typische Unternehmensfotografie ist, gibt das Thema Fliegenfischen fotografisch ordentlich was her. Fliegenfischen ist elegant. Dass an unserem Shootingtag nun auch noch Herbstwetter wie aus dem Bilderbuch herrscht, ist ganz sicher Petrus zu verdanken. Das ist übrigens der, wegen dem man einem Angler „Petri Heil!“ wünscht und der seinen Ursprung bereits in der Bibel hat. 

    Als zweiter Mann ist heute der sympathische Aki von der Möllner Marketing-Agentur „Socialmedia-Nord“ dabei, der gleichzeitig einen Videoclip erstellt und für den Internetauftritt der Fliegenfischerschule Westensee verantwortlich ist. Tja, und dann sind da noch die Jungs und Männer, denen Fliegen-Guru Jan das Fliegenfischen beibringen und die Wurfperformance verbessern wird. Eine kleine Auswahl der Bildergebnisse siehst du hier: 

    Trockenübung Fliegenwerfen

    Bevor es ins Wasser geht: Trockenübung. Wobei man ehrlicherweise gestehen muss, dass er keine Übung mehr benötigt!

    Flyfishing

    Das mussten wir bestimmt zehnmal wiederholen, bis ich es endlich hinbekommen habe, das von der Schnur abspritzende Wasser scharf abzubilden. Fotografieren bedeutet oftmals: Try & Error!

    Fliegenschule am Westensee. Foto: Florian Läufer

    Werfen mit der Fliegenrute. Jan macht’s erst vor…

    Fliegenfischer-Lehrer Jan-Michael Knuthsen in Aktion

    …erklärt es nochmal theoretisch und dann…

    Fliegenfischen als Unterricht

    …sind die Männer dran. Learning by doing!

    Fliegenfischen lernen in kleinen Gruppen

    Alle auf einmal – wer soll da noch durchblicken?

    Gehört auch zur Ausbildung: werfen mit der Zweihandrute

    Gehört ebenfalls zum Ausbildungsprogramm: das Werfen mit der Zweihandrute!

    Lehrer und Schüler beim Wurftraining

    Suchbild – hast du schon die kleine Fliege entdeckt, die als Köder dient?

    Inhaber der Fliegenschule Jan-Michael Knuthsen beim Rückhandwurf

    Auf sympathische Art und Weise weiht Jan seine Schüler allen Alters in die hohe Kunst des Fliegenfischens ein. Jan kann Vorhand genauso wie Rückhand. Und…

    Kunstwerfen bei der Fliegenschule Westensee

    …sogar im Kreis! Beeindruckend, oder?

    Der Hamburger Fotograf Florian Läufer in vollem Einsatz bei dieser Outdoor-Unternehmensfotografie am Westensee

    Florian bei der Arbeit. Stehen die Angler im Wasser, musst du als Fotograf mitkommen – so einfach ist das! (Fotocredit: Aki)

    Aki von Socialmedia-Nord

    Der liebe Aki von der Marketing-Agentur www.socialmedia-nord.de hat fleißig gefilmt und mich für diesen Auftrag ins Spiel gebracht. Danke dir, mien Jung!

    Fliegenfischer beim Fachsimpeln

    Angeln ist die einzige Philosophie, von der man satt weden kann! Wichtigstes Thema: die Fliege! 

    Fliegenangler

    Angelknoten lernen

    Angelknoten stehen ebenfalls auf dem Stundenplan.

    Streamer unter kritischem Blick

    Kaum zu glauben, dass mit solch bunten „Fusseln“ 20-pfündige Lachse genarrt werden können.

    Jan-Michael Knuthsen im Portrait (Fotograf: Florian Läufer)

    Das gehört in der Unternehmensfotografie immer dazu: Portraits der Personen hinter der Firma. Voilá: Jan-Michael Knuthsen, Inhaber der Fliegenfischerschule Westensee. 

    Unternehmensfotografie bei der Fliegenfischerschule Westensee in Schleswig-Holstein

    „Wuuuusch!“

    Fliegenfischen im Herbst

    Drei Dinge sind wichtig beim Werfen mit der Fliegenrute: Üben, üben, üben!

    IN EIGENER SACHE

    Solltest Du Interesse haben, Schaffensprozesse in deinem Unternehmen fotografisch festzuhalten, Business-Events zu begleiten oder jede andere Form der Industriefotografie durchzuführen, dann nimm gerne über das Kontaktformular Kontakt zu mir auf. Hier siehst du einige Beispiele vergangener Shootings: KLICK

    Ganz gleich ob Handwerksbetrieb, Ladengeschäft, Büro, Hotel oder Fitnesscenter: Um sich von Mitbewerbern abzuheben, kann ein niveauvolles Firmenporträt zu einem wichtigen Baustein werden. Aussagekräftige Fotos helfen, dein Unternehmen im richtigen Licht zu präsentieren und sprechen die Emotionen des Betrachters an. Ein stilvolles Ambiente, Schaffensprozesse im Handwerksbetrieb oder positive Eindrücke von deinen Mitarbeitern lassen sich über eine entsprechende Bildsprache perfekt vermitteln. Das hilft bei der Kundengewinnung und vermittelt ein überzeugendes Image deines Betriebes.