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  • Madeline & Jan – Hochzeitsfeier auf Gut Schönau

    Madeline & Jan – Hochzeitsfeier auf Gut Schönau

    Eine Hochzeitsfeier auf Gut Schönau ist etwas ganz Besonderes. Die Bismarckscheune bietet als Hochzeitslocation hervorragende Möglichkeiten, um eine stilvolle Hochzeit bis in die späten (besser: frühen!) Stunden zu feiern. Madeline & Jan haben genau das getan! Aber drehen wir die Zeit zunächst einige Stunden zurück: Für mich begann dieser aufregende Fototag bereits mittags in der kleinen St. Marien-Kirche direkt neben dem Gut Basthorst. (Nicht verwechseln: Es handelt sich um zwei unterschiedliche Gutshöfe.) Als die Gäste peu à peu zur kirchlichen Trauung eintreffen, halte ich mich bereits mit meinen Kameras bereit. Bräutigam Jan ist zeitig vor Ort, ebenfalls seine fleißigen Helfer und Trauzeugen, die sich als langjährige Freunde bemerkenswert einbringen – toll! 

    Das Kirchenschiff

    Gleich neben dem Gut Basthorst steht die schnuckelige St. Marien Kirche. Ich mag diese Helligkeit im Kirchenschiff sehr!

    Trauungszeremonie

    Neugierige Kids bei Hochzeit.

    Ich liebe dieses Foto – schau dir die Aufregung in den vier Kulleraugen an! Gleich kommt die Braut!

    Trauung in der St. Marien-Kirche beim Gut Basthorst

    Es wird begrüßt, gedrückt und gebusserlt, dann läuten die Kirchenglocken. Ein spannender Moment! Die Kirche füllt sich. Alle sitzen, manche blicken sich verstohlen um. Wann kommt die Braut? Jetzt geht es los. Herzklopfen. Pastorin Diemut Stangl schreitet langsam durchs Kirchenschiff, gefolgt von Madeline, die am Arm ihres Vaters zum Altar geführt wird. Dort übergibt ihr Papa Madeline in die Hände des Bräutigams Jan, der seine Braut mit einem Kuss auf die Wange in Empfang nimmt. 

    Brautvater führt die Braut zum Altar der Kirche St. Marien beim Gut Basthorst. (Foto: Florian Läufer, hamburg)

    Magic moment! Schade, dass ein Foto nicht die „Ooohs!“ und „Aaahs!“ der Hochzeitsgesellschaft wiedergeben kann, die in diesem Moment durch die Kirche hallen. 

    Einzug der Braut mit Brautvater in die Kirche

    Bräutigam Jan nimmt seine Madeline am Altar in Empfang, die von ihrem Papa standesgemäß übergeben wird.

    Bräutigam nimmt seine Braut am Altar in Empfang.

    Kirchliche Trauung

    Kirchenschiff der St. Marien Kirche bei Gut Basthorst in Schleswig-Holstein.

    Die kleine St. Marien-Kirche strahlt hell von innen heraus, der Traugottesdienst ist klassisch gehalten mit Fürbitten, dem gemeinsamen Ausblasen der Hochzeitskerze und einem liebevoll arrangierten Ringtausch, mit anschließendem „Ja, ich will!“, zum Abschluss ein ausgiebiger Vermählungskuss. Love is in the air! Wenn ich es zusammenfassen darf: The perfect wedding! 

    Lange Schleppe bei kirchlicher Trauung

    Was für ein Brautkleid!

    Freundin der Braut spricht Fürbitte in der Kirche.

    Ganz schön mutig und ein echter Freundschaftsbeweis: Janica spricht eine Fürbitte. (Das Herz mit der eingearbeiteten Lichterkette im Vordergrund findest du später auch auf den Bildern in der Hochzeitslocation wieder.)

    Fürbitte sprechen

    Brautpaar während der Trauungszeremonie

    Hochzeitskerze entzünden und ausblasen.

    Freunde für’s Leben: Anna schenkt nicht nur die Traukerze, die gleich entzündet wird. Sie hat auch gleichzeitig mit Pastorin Diemut Stangl maßgeblich zur Gestaltung der Zeremonie beigetragen hat. 

    Hochzeitspaar wird in der Kirche getraut.

    Mit dem Fotoapparat bei der Hochzeitspredigt belauscht.

    Hände halten

    Jawort in der Kirche St. Marien

    Spannend – der Ringtausch steht unmittelbar bevor.

    Ringtausch, fotografiert von dem Hamburger Hochzeitsfotograf Florian Läufer

    Vermählungskuss

    Der wichtigste Moment jeder kirchlichen Trauung – der Vermählungskuss.

    Just married!

    Als sich die Kirchentüren öffnen, geht die Hochzeitsgesellschaft voran und bildet ein Spalier. Die beiden Frischvermählten durchschreiten die Gasse unter Beifall, Seifenblasen, Rosenblättern. Und diesen einen magischen Moment werde ich nicht vergessen: Am Ende der Gasse angekommen, geben sich Madeline und Jan einen langen Kuss, im Hintergrund lauter strahlende Gesichter ihrer Hochzeitsgäste. Glück, Glück, Glück! 

    Brautpaar jubelt nach der kirchlichen Hochzeit.

    Just married! Schrei vor Glück! 

    Frisch verheiratet in der Kirchentür. Das Brautpaar küsst sich.

    Just Married

    Hochzeitsgesellschaft steht Spalier. Fotograf Florian Läufer aus Hamburg hielt diese Szene fest.

    Wow, Wow, Doppel-Wow! Wie aus dem Bilderbuch.

    Busserln

    Glückwünsche!

    Paarshooting – gute Vorbereitung für gute Fotos!

    Bevor es zur Hochzeitsfeier auf Gut Schönau geht, steht für uns das Paarshooting auf der Agenda. Dies ist für jeden Hochzeitsfotograf der schönste Teil einer Hochzeitsbegleitung. Während die eigentliche Hochzeitsreportage eine situativ geprägte Fotografie ist, in der du auf Situationen reagierst, kannst du beim Paarshooting Situationen erzeugen, kreativ werden und gestalten. Nur eines darfst du nicht: das Paarshooting dem Zufall überlassen! Und so hatten Madeline, Jan und ich uns zehn Tage zuvor getroffen, um mögliche Fotospots auszukundschaften und Bildideen durchzusprechen. Diese Vorbereitung ist essenziell, um am Tag der Hochzeit die (meist wenige) Zeit bestmöglich nutzen zu können. Gute Fotos leben von guter Kommunikation – so einfach ist das.

    Klassisches Hochzeitsfoto auf Gut basthorst bei Hamburg. (Auf den Auslöser drückte hier Florian Läufer)

    Dies war eines der Wunschfotos von Madeline & Jan. Der kleine Teich (gleich neben der Kirche) mit seinem Springbrunnen im Hintergrund, der knochige Baum bildet einen Rahmen um das Hochzeitspaar und zeichnet die Form des Hochzeitskleides nach. Hat was, oder!?

    Hochzeitsfotos auf Gut Basthorst.

    Madeline – auf Händen getragen!

    Trauringe

    Brautstrauss

    Bräutigam und Trauzeuge auf Gut Basthorst

    Jan mit seinem Trauzeugen Aaku vor der Destillerie auf Gut Basthorst.

    Team Hochzeit

    Team „Hochzeitsfotos“ – Julia und Aaku waren beim Paarshooting die helfenden Hände im Hintergrund. 

    Zwischen Kirche und Gut Schönau hatten Madeline & Jan bei unserem Vorabtreffen dieses Kornfeld entdeckt, welches am Tag der Hochzeit UN-BE-DINGT als Fotolocation dienen sollte. Nach einigen Probefotos mit dem Handy stand das Kornfeld ganz oben auf unserer To-Shoot-Liste. Übrigens: Im Vergleich zum nächsten Foto kann man gut sehen, wie sich das Kornfeld innerhalb von nur zehn Tagen farblich verändert hat. Dies ist ein Grund, warum ich das Vorabtreffen zum ausbaldowern der Fotospots auf die letzten Tage vor der Hochzeit lege. Nur so lassen sich die Orte (und die späteren Bildergebnisse) realistisch einschätzen.

    Hochzeitsshooting im Kornfeld

    Brautpaarshooting im Kornfeld mit Fotograf Florian Läufer

    Fotoshooting mit Braut im Kornfeld

    Natürliche Hochzeitsfotos Schleswig-Holstein

    Hochzeitspaar

    Making of Hochzeitsfotos im Kornfeld

    Paarshooting – behind the scenes: Warum ich so weit entfernt stehe? Weil ich durch räumliche Distanz bestmöglich mit den unterschiedlichen Schärfeverläufen der oberen beiden Bilder spielen kann. Hast du schon die Kornblumen entdeckt, die auf beiden Fotos ein wichtiges gestalterisches Element sind? (Handyfoto)

    Hochzeitsfotos im Kornfeld (Fotograf: Florian Läufer aus Hamburg)

    Hochzeitsfeier auf Gut Schönau

    Als wir nach dem Paarshooting auf Gut Schönau ankommen, herrscht eine tolle Stimmung in der Hochzeitsgesellschaft. Alle sind gut drauf, zufrieden, chillig, gelöst. Es gibt ein paar Kennenlernspiele, ein Gläschen Sekt, später Kaffee und: die Hochzeitstorte! 

    Zur Dämmerung beginnt dann die eigentliche Hochzeitsfeier auf Gut Schönau. Lichterketten, silberne Kerzenleuchter, weiß gedeckte Tische, schummriges, warmes Licht – man muss die Scheune sehen, um sie zu spüren! Ein wirklich tolles Ambiente! Für mich als Fotograf: ein Traum! Für die Gäste: mindestens etwas sehr Außergewöhnliches! Wie müssen sich Madeline & Jan erst fühlen, hier und jetzt die Hauptpersonen des Tages zu sein?

    An dieser Stelle lasse ich einfach die Bilder für sich sprechen. Es ist nur ein klitzekleiner Ausschnitt einer großen Bildauswahl, vielleicht kann ich aber in Nuancen den Geist dieser außergewöhnlichen Hochzeitsfeier auf Gut Schönau auf den Bildschirm projizieren. Alleine der Eröffnungstanz… Ach, schau einfach selbst! 

    Anschnitt der Hochzeitstorte unter freiem Himmel bei dieser Hochzeitsfeier auf Gut Schönau.

    „Oh yeeaaah!“ Man darf es so sagen: Die Stimmung ist gelöst! Wo keine Musik ist, wird sie kurzerhand gemacht! 

    Brautstrauss fotografieren

    Cheers!

    Die Tischordnung im Eingangsbereich der Bismarckscheune. Das Herz aus der Kirche ist auch wieder da!

    Stell dir vor, du bist Brautpaar und dies ist dein Tisch. Toll!

    Nicht schummeln – die Tanzfläche ist noch gar nicht eröffnet…

    Madeline und Jan wollten keine Hochzeitsspiele bei ihrer Feier. Als sie dann aber doch zum vermeintlichen „Schuhspiel“ (Klassiker!) nach vorne gebeten werden, sieht man zunächst Verwirrung in ihren Gesichtern. Aber das ist alles nur eine Finte! Es gibt kein Schuhspiel, sondern eine Diashow und eine online zugeschaltete Freundin, die aufgrund von Krankheit an diesem Abend leider nicht dabei sein kann. Überraschung gelungen!

    Helfende Hände beim Hochzeitsspiel

    Systemadministratorin Anna.

    Der Eröffnungstanz – Madeline & Jan sind erkennbar tanzsicher. Da freut sich das Fotografenherz!

    Mein Lieblingsfoto dieses Abends mit den zwei Lichtsternen im Hintergrund – und Haltungsnote A+ im Vordergrund!

    IN EIGENER SACHE

    Wenn auch dein großer Tag bevorsteht und du dir vorstellen kannst, dass ich ihn in dynamischen, stimmungsvollen, lustigen und emotionalen Bildern als dein Hochzeitsfotograf festhalten darf, dann komme gerne über das Kontaktformular ins Gespräch mit mir. Bei einer Tasse Kaffee können wir unverbindlich über die fotografischen Möglichkeiten auf deiner Hochzeitsfeier sprechen.

    Weitere Beispiele einiger meiner fotografischen Hochzeitsbegleitungen findest du unter oder rechts neben diesen Beitrag – je nach verwendetem Endgerät. Klicke einfach bei „Themen“ auf den Button „Hochzeitsreportage“. Viel Spaß beim Anschauen!

  • Michaela & Christian – Hochzeit im Freien

    Michaela & Christian – Hochzeit im Freien

    Eine Hochzeit im Freien gehört ganz sicher zu den atemberaubendsten Settings, um sich das Jawort zu geben. Hier in Norddeutschland ist das aber so eine Sache. Spielt das Wetter mit? Die realistische Chance für eine gelungene Hochzeit im Freien dürfte wohl bei fifty-fifty liegen. „Kein Grund zur Sorge!“ dachten sich Michaela & Christian und hielten gleich einen Plan B bereit. Bei schlechtem Wetter wird in der Scheune geheiratet, bei gutem im Garten! Und es wurde: gut, richtig gut! Also GARTEN! „Yieehaaah!

    Location Hochzeitsfeier

    Im großen Saal wird später gefeiert, die Zeremonie der freien Trauung findet im Garten statt.

    Hochzeitstisch Deko

    Saal

    Mr & Mrs

    Tischdeko Hochzeitsfeier

    Die kleinen, schnuckeligen Details der Tischdeko – klasse!

    Hochzeit im Freien

    Hochzeitslocation ist das Landhaus Westerhof, in dem ich schon häufig traumhafte Hochzeiten begleiten durfte. Nun aber erstmal zurück auf Anfang: Michaela & Christian haben sich eine fotografische Begleitung ab dem Getting Ready, also dem Braut- und Bräutigam-Styling gewünscht. Ich liebe es, diesen Auftakt eines langen und spannenden Tages mit dem Fotoapparat zu belauschen. Ich bezeichne das Getting Ready gerne als „Vorglühen“ und bin überzeugt, dass es aus fotografischer Sicht keinen besseren Startpunkt für eine rundum gelungene Hochzeitsreportage gibt. Ganz salopp ausgedrückt: Wenn du von „morgens noch mit Lockenwickler im Haar“, bis „abends alle betrunken“ im Kasten hast, kannst du später ein sehr, sehr feines und ebenso humorvolles Hochzeitsalbum daraus basteln. 

    Hemd für den Hochzeitsanzug auspacken

    Das Getting Ready von Christian – erstmal auspacken.

    Fotograf Florian Läufer hielt diese Szene beim Getting Ready fest.

    Trauzeuge André ist mit dabei. Was mögen die beiden wohl gerade denken? Vielleicht: „Passe ich da rein?“

    Handy Hilfe beim Fliege binden.

    Wie war das noch mit dem Binden der Fliege? Suchmaschine regelt!

    Getting Ready Bräutigam mit Trauzeugen

    Bräutigam Anzug hell

    „Männer, die auf Fliegen starren.“ Gar nicht so einfach…

    Fliege binden Bräutigam

    Fliege binden Bräutigam

    Es wird! 

    Fertigmachen für die Hochzeit. Blick zur Uhr

    Haben wir noch Zeit? Die Gäste kommen gleich!

    Gartenhochzeit mit Getting Ready

    Doch so weit sind wir noch nicht. Michaela & Christian haben sich im Landhaus Westerhof die obere Etage gemietet und machen sich in getrennten Zimmern fertig. Nur sehen dürfen sie sich auf GAR KEI-NEN FALL vor der Hochzeit im Freien. Michaela wird im Beisein ihrer Freundinnen Shirin und Joy von Hair & Make Up Artist Tanja Urbach im Brautzimmer gestylt, Christian lässt sich im Nebenzimmer von den Trauzeugen Candy und André helfen. Wie (fast) immer beim Getting Ready: Es geht hektisch und mit pochenden Herzen vonstatten. Und zwar in beiden Zimmern!

    Getting Ready Fotograf

    Im Nebenzimmer wird Braut Michaela gestylt. Ich belausche sie mit der Kamera.

    Make up Artist

    Hair und Make Up Artist Tanja Urbach arbeitet ruhig, präzise und mit Leidenschaft. 

    Styling Visagisting

    Lockenwickler

    Braut blickt beim Styling in den Spiegel

    Getting ready der Braut fotografieren

    Ich glaube, Michaela ist zufrieden. Zumindest sagen das ihre Augen. Was meinst du?

    Haarschmuck auf Spiegel fotografieren

    Haarschmuck.

    Bride

    Halskette der Braut

    C wie: Christian!

    Freundinnen beim Styling

    Vorglühen beim Getting Ready

    Eindeutig: Michaela hat den Logenplatz, Freundinnen Shirin und Joy haben es sich vor dem großen Wandspiegel gemütlich gemacht.

    Brautkleid anziehen mit Trauzeugin

    Hochzeitskleid anziehen

    Taadaaaa! Braut Michaela in einem Traum in Weiß!

    Braut mit Freundinnen nach Getting Ready

    Fertig! 

    Hochzeits-Shooting im warmen Abendlicht

    All das ist aber nur der Vorgeschmack auf die eigentliche Hochzeit im Freien. Michaela wird ganz traditionell von ihrem Papa an Gleich-Gatten Christian übergeben. Man kann die Spannung und Aufregung fast körperlich spüren, hier und da müssen kleine Tränchen weggetupft werden. Es ist eine Hochzeit mit Emotionen in Überfluss. Das mag ich! 

    Hochzeitsgesellschaft bei Hochzeit im Freien.

    „Bumm…, Bumm…“ Ich höre Christians Herz bis hier klopfen.

    Blumenkind

    Die Braut kommt! 

    Einzug der Braut mit ihrem Papa. Fotograf: Florian Läufer

    Was für ein Moment!

    Trauung unter freiem Himmel

    Händchen halten Hochzeit

    Together!

    Eheversprechen fotografieren

    Beim Eheversprechen wird es emotional.

    Bräutigam gibt sein Eheversprechen ab.

    Ringkissen

    Und die hier kommen auch gleich zum Einsatz…

    Bräutigam im hellen Anzug

    Trauungszeremonie

    Ringtausch bei einer Hochzeit im Freien

    Hochzeit im Freien. Fotografiert von Florian Läufer aus Hamburg

    Just Married! „Wooohooo!“

    Just Married

    Nach den Eheversprechen ist die große Anspannung vorbei, dann folgen Glückwünsche, Umarmungen und Hochzeitstorte. Schon bald verabschieden wir uns für ein knappes Stündchen, um die Paarfotos im warmen Abendlicht schießen zu können. Am Abend dann Eröffnungstanz, Spiele und Paaarty!!! Hochzeits-Feeling!

    Hochzeitstorte

    Anschnitt der Hochzeitstorte

    Anschnitt der Hochzeitstorte.

    Guten Appetit - Hochzeitstorte

    Paarshooting Hochzeit

    Die Paarfotos finden in unmittelbarer Nähe der Location statt – und im spätem Sonnenschein. Tolles Licht, oder?

    Brautpaar

    Verliebt, verlobt, verheiratet!

    Paarfotos Hochzeit

    Eheringe

    Hochzeitspaar im Kornfeld

    Der gemeinsame Blick in die Zukunft.

    Hochzeitsshooting in der warmen Abendsonne

    Fotossistenz Hochzeitsfotograf

    Behind the scenes: Bei starkem Sonnenschein brauchst du ein starkes Blitzgerät, um die Schatten aufzuhellen. Freund und Gast Philip wurde kurzerhand zum Fotoassistenten ernannt und macht seine Sache so, als hätte er nie etwas anderes getan. Das Ergebnis siehst du hier:

    Hochzeitsfotograf Florian Läufer (Hamburg) hielt diese Szene mit dem Brautpaar fest.

    Paarfoto

    Love is in the air!

    Ansprache des Bräutigams bei seiner Hochzeitsfeier

    Zurück in der Location. Christian hält eine Ansprache, dann wird getanzt, gefeiert und geschwoft. 

    Eröffnungstanz im großen Saal.

    Eröffnungstanz fotografieren lassen vom Profifotograf Florian Läufer aus Hamburg

    Hochzeitsparty Tanzfläche

    Partytime!

    IN EIGENER SACHE

    Wenn auch dein großer Tag bevorsteht und du dir vorstellen kannst, dass ich ihn in dynamischen, stimmungsvollen, lustigen und emotionalen Bildern als dein Hochzeitsfotograf festhalten darf, dann komme gerne über das Kontaktformular ins Gespräch mit mir. Bei einer Tasse Kaffee können wir unverbindlich über die fotografischen Möglichkeiten auf deiner Hochzeitsfeier sprechen.

    Weitere Beispiele einiger meiner fotografischen Hochzeitsbegleitungen findest du unter oder rechts neben diesen Beitrag – je nach verwendetem Endgerät. Klicke einfach bei „Themen“ auf den Button „Hochzeitsreportage“. Viel Spaß beim Anschauen!

  • Nadin & Danilo – Freie Trauung im Barracuda Beach Eventhaus

    Nadin & Danilo – Freie Trauung im Barracuda Beach Eventhaus

    Nadins und Danilos freie Trauung im Barracuda Beach Eventhouse (Neustadt-Glewe) startete bei leichter Bewölkung, direkt nach dem Jawort reißt der Himmel auf und zeigt sich von seiner blauesten Seite. It’s a kind of magic! 

    Fangen wir von vorne an: Das Eintreffen der Gäste am Nachmittag fühlt sich für mich fast ein wenig vertraut an – viele bekannte Gesichter! Kein Zufall, hier und heute handelt es sich um den in Teilen gleichen Freundeskreis, den ich bereits auf der Hochzeit von Emmelin & Andreas kennenlernen durfte. Alles mega entspannte Menschen mit Mut und Mumm für rauschende Feste!  Das gibt mir ein gutes Gefühl zum fotografieren.

    Heiraten unter freiem Himmel

    Danilo ist ein perfekter Gastgeber und begrüßt eintreffende Freunde und Verwandte herzlich. Der große Saal, in dem die freie Trauung im Barracuda Beach später gefeiert wird, bleibt vorerst geschlossen, ich kann mich für einige Bilder vom beeindruckend geschmückten Saal hineinschummeln. Bald setzt sich die Gesellschaft die 50 Meter zur „Hochzeitsinsel“ – einer kleinen Landspitze direkt neben dem Hausstrand der Location – in Bewegung. Heiraten unter freiem Himmel mit unvergleichlichem Blick auf den Neusiedler See. Kann man nicht anders sagen: Die Location haben sich Nadin & Danilo gut ausgesucht! 

    Welcome Schild

    Hochzeitslocation fotografieren

    Brauttisch in der Hochzeitslocation Barracuda Beach in Neustadt-Glewe. (Foto: Florian Läufer)

    Die Barracuda Beach Eventlocation in Neustadt-Glewe ist ein ganz hervorragender Ort, um seine Hochzeit am Ufer des Neusiedler Sees zu feiern. Stimmt alles: Geschmackvolles Ambiente, aufmerksames Servicepersonal, tolles Essen und: Strand direkt vor der Terrassentür! 

    Festliche Tischkarte Hochzeit

    Gästebuch Hochzeit.

    Typen an der Bar.

    Echte Macker stehen schon bei Tageslicht an der Bar!

    Die freie Trauung am Barracuda Beach

    Jetzt kommt die Braut – Trommelwirbel! Was Nadin wohl fühlt, als sie gemächlichen Schrittes die 50 langen Meter bis zu ihrem Danilo geführt wird? Herzklopfen – ich glaube, sie ist ganz schön dolle aufgeregt! Traurednerin Carolin Wenzel redet nicht nur, sie singt auch. Und so treffen Nadin & Danilo bei ihrer freien Trauung im Barracuda Beach bei Live-Gesang aufeinander – schön! Klar, dass hier und da ein paar Tränchen weggetupft werden müssen. 

    Einzug der Braut.

    Herzklopfen!

    Heiraten am See - die Hochzeitsgesellschaft wartet.

    Der Bräutigam sieht seine Braut kommen.

    Bräutigam Danilo – äußerlich ruhig.

    Einzug der Braut zur freien Trauung.

    Freie Trauung unter freiem Himmel.

    Aus fotografischer Sicht ist die kleine Hochzeitsinsel eine große Herausforderung: Umrandet von einer Kirschlorbeerhecke hast du außenrum nur einen etwa 40 Zentimeter schmalen Streifen, auf dem du dich bewegen und Perspektiven suchen kannst. Daneben nur noch Wasser. „Bloß nicht reinfallen, Florian. NICHT REINFALLEN!“ dachte ich die ganze Zeit. Glück gehabt!

    Trauungszeremonie am Neusiedler See

    Traurednerin Carolin: professionell, einfühlsam, energiegeladen, herzlich – alles auf einmal!

    Witziges Hochzeitsfoto von der freien Trauung.

    Outtake: AM See wird geheiratet, AUF dem See geangelt. Cheers und Petri Heil!

    Hochzeitsfotograf Florian Läufer war bei dieser freien Trauung im Barracuda Beach engagiert.

    Gibt’s das? Gibt es: Kurz vor dem Jawort reißt der Himmel auf! 

    Jaaa!

    Nun wird es aufregend – die beiden Jawörter stehen unmittelbar bevor. Im Brustton der Überzeugung und kraftvoll ins Mikrofon gesprochen: zweimal JAAA! Und jetzt küssen, küssen, küssen. Just Married! Die Hochzeitsgesellschaft ist jetzt mindestens so happy wie Nadin & Danilo und man sieht ausschließlich strahlende Gesichter. Ein toller Moment! Mit „Woohooo!“ geht es nun zurück zur Location. Glückwünsche, drücken, knuddeln und ein Gläschen Sekt. So gehört es sich für eine Hochzeit unter freiem Himmel. 

    Freie Trauung in Schwarzweiß fotografiert.

    Love is all around.

    Hand in hand bei der freien Trauung.

    Träne wegwischen bei der Hochzeit am See.

    Das Jawort vom Bräutigam

    „Jaaa, ich will!“

    Ringtausch fotografieren

    Der Ringtausch ist immer ein sehr spannender Moment.

    Hochzeitskuss bei freier Trauung

    Brautpaar nimmt sich frisch verheiratet in den Arm.

    No words needed!

    Brautpaar wurde gerade frisch verheiratet.

    Just Married: „Wooohooo!!!“

    Hochzeitsgesellschaft folgt dem Brautpaar zur Location.

    Ja, die haben alle unter den Pavillon der Hochzeitsinsel gepasst!

    Anfangsbuchstaben des Brautpaares.

    Handyfoto vom Brautpaar machen.

    Erinnerungen schaffen.

    Hochzeitsgäste in Leinen gekleidet

    Emmelin & Andreas habe ich 2019 auf ihrer unfassbar tollen Gartenhochzeit und zum Paarshooting an den Strand von Kühlungsborn mit dem Fotoapparat begleitet. (Hier findest du tolle Fotos davon: Emmelin & Andreas) Heute sind sie in Sachen Outfit ganz gewiss das am besten aufeinander abgestimmte Paar. Geschmack haben sie! 

    Candybar

    Braut an der Candy Bar.

    Candy Bar!

    Hochzeitsgeschenke fotografieren.

    Geldhahn als Hochzeitsgeschenk

    Super Geschenkidee: Der Geldhahn ist aufgedreht!

    Das Servicepersonal bereitet das Büffett vor.

    Das Büffett wird von fleißigen Händen vorbereitet.

    Die Liebe tanzt barfuß im Sand

    Nach den obligatorischen Gruppenfotos auf der Wiese, am Strand (und die Damen bis über die Knöchel im Seewasser stehend), nehmen Nadin, Danilo und ich uns eine gute halbe Stunde Zeit für die Paarfotos. Ganz ehrlich: Was gibt es Schöneres für einen Hochzeitsfotografen, als das Strandufer eines Badesees für das Paarshooting? Eben! Richtig klasse finde ich, dass die beiden offen für Barfußfotos im Sand sind. Das verleiht den Bildern einen herrlich legeren Stil, der ganz ausgezeichnet zu den zwei Frischvermählten passt. 

    Natürliche Hochzeitsfotos am Wasser.

    Der Hochzeitsfotograf Florian Läufer hielt diese Stimmung beim Paarshooting am Neusiedler See fest.

    „Ich liebe dich!“

    Paarshooting am Seeufer

    Der Fotograf Florian Läufer fotografierte die freie Trauung im Barracuda Beach von Nadin & Danilo.

    Barfuß im Sand – toll!

    Ungestellte Hochzeitsfotos vom Fotograf Florian Läufer

    Life is a beach!

    Heiratem am Neusiedler See. Fotograf war hier Florian Läufer aus Hamburg.

    Die beiden lieben sich. Sieht man, gell? 

    Als letzter Akt des offiziellen Parts dieser freien Trauung im Barracuda Beach am Neusiedler See steht der Eröffnungstanz, den Nadin & Danilo mit Bravour meistern, an. Danach wird getanzt und gefeiert, während ich langsam mein Foto-Equipment verräume. Tolle Hochzeit, liebenswertes Paar! Klasse!

    Fotograf Hochzeit Barracuda Beach. Eröffnungstanz.

    Den Hochzeitstanz fotografierte hier der Profi Florian Läufer, Hamburg.

    Für solche Fotos bringe ich mehrere Blitzegräte mit, die ich im Raum „verstecke“ und über einen Funksender auslöse. 

    Hochzeitstanz (Fotograf: Florian Läufer, Hamburg)

    Gäste der Hochzeitsparty

    Tolle Stimmung beim Eröffnungstanz. Lass dich mitreißen! 

    Tanzfläche Hochzeitsfeier fotografieren.

    DJ-Pult bei Hochzeitsfeier.

    Die Party steigt! Ich packe mein Foto-Equipment zusammen und trete den Heimweg an. Schön war’s!

    IN EIGENER SACHE

    Wenn auch dein großer Tag bevorsteht und du dir vorstellen kannst, dass ich ihn in dynamischen, stimmungsvollen, lustigen und emotionalen Bildern als dein Hochzeitsfotograf festhalten darf, dann komme gerne über das Kontaktformular ins Gespräch mit mir. Bei einer Tasse Kaffee können wir unverbindlich über die fotografischen Möglichkeiten auf deiner Hochzeitsfeier sprechen.

    Weitere Beispiele einiger meiner fotografischen Hochzeitsbegleitungen findest du unter oder rechts neben diesen Beitrag – je nach verwendetem Endgerät. Klicke einfach bei „Themen“ auf den Button „Hochzeitsreportage“. Viel Spaß beim Anschauen!

  • Fotografie für Handwerksbetriebe – Schuhmacherei Bartold

    Fotografie für Handwerksbetriebe – Schuhmacherei Bartold

    Schon häufig habe ich in der Fotografie für Handwerksbetriebe ganz besondere Menschen in den Fokus rücken dürfen. Es sind die Fachleute der verschiedenen Gewerke, die mittels Werkzeug viel Know-how und geschickten Händen Produkte für dich, für mich, für uns alle herstellen. Mich überkommt Ehrfurcht, wenn ich ein Handwerkserzeugnis in den Händen halte, dem von seinem Macher ein Stück Seele eingehaucht wurde. Ganz gleich, um welche Arbeit es sich handelt, handgemacht bedeutet: Im Geiste erschaffen, mit den Händen gemacht! 

    Es riecht anders, es fühlt sich anders an, ja, du selbst fühlst dich anders, wenn du von einem Stück Handwerkskunst durch den Alltag begleitet wirst. Das industrielle Gegenstück dazu? Kaum mehr als ein totes Ding – ein Wegwerfartikel, der nie einen echten Wert hatte. Der Hamburger „Penmaker“ (also ein Hersteller von handgefertigten Schreibgeräten) Frank Pressentin hat es so gesagt: „Emotionen übertragen sich von der Hand auf’s Werk. Was wir heute als Luxus empfinden, ist mehr als das bloße Produkt; es umfasst den Prozess ebenso wie das Erlebnis.“ Besser lässt es sich nicht beschreiben. (Übrigens: Im Rahmen meiner Fotografie für Handwerksbetriebe habe ich ein fotografisches Portrait über Frank Pressentin und seine Atelier-Werkstatt erstellt. Hier geht es direkt dorthin: „Penmaker Frank Pressentin“) 

    Die Hamburger Scuhmacherei Bartold im fotografischen Portrait

    Die Werkstatt – das Herzstück der Schuhmacherei Bartold in Hamburg-Uhlenhorst.

    Schuhmacher Martin Bartold

    Fast 40 Jahre Berufserfahrung hat der sympathische Schuhmacher-Obermeister Martin Bartold auf dem Buckel. Einige seiner traditionellen Maschinen dürften noch ein bisschen älter sein. Und sie schnurren wie am ersten Tag! 

    Schuhmacherei als Handwerksbetrieb

    Vorsprung durch Technik: Erst wird das Loch durch die harte Ledersohle gestochen, dann der Faden durchgeführt. Wer denkt sich solche Geräte aus?

    Rahmengenähte Schuhe - Detailfoto

    Handwerkszeug eines Schuhmachers in hamburg

    Schuhmacher, nicht Schuster! 

    Ein herausragender Fachmann in seinem Bereich ist Schuhmacher Martin Bartold, der auf der Hamburger Uhlenhorst den vor 30 Jahren eröffneten Meisterbetrieb mit Sohn Sascha führt. In einer eigenen Maßschuhkollektion bieten die beiden sympathischen Schuhprofis individuell vermessene und damit passgenaue Schuhe aus Wunschmaterialien an. Ab 500 Euro kann derartiges Bespoke-Schuhwerk hergestellt werden. Extra-Tipp: Wenn du bei den Bartolds am Tresen stehst, sag’ Schuhmacher, nicht Schuster! Das liegt zwar alles ein paar Hundert Jahre zurück, aber in der mittelalterlichen Epoche haben Schuhmacher die Schuhe hergestellt, während Schuster sie lediglich repariert haben. Wusste ich vorher auch nicht, jetzt haben wir aber gleichzeitig geklärt, woher der Begriff „Flickschusterei“ kommt. 

    Teambesprechung Handwerker

    In der Schuhmacherei Bartold herrscht ein erkennbar gutes Betriebsklima mit viel Know-how.

    Meister und Auszubildender in der Schuhmacherei Bartold.

    Hier muss und wird Hand in Hand gearbeitet.

    Unternehmensfotografie - Schuhmacherei Bartold in Hamburg

    Azubi Raven bereitet einen Schuh vor, dessen Fersenkappe lackiert werden soll. (Das Ergebnis siehst du auf einem späteren Foto weiter unten.)

    Handwerker Fotograf: Schuhmacher bei der Arbeit.

    Ich liebe diese Details beim Fotografieren! Die Nagelschale, den Holzschemel, den geschwungenen Hammer. Und: Saschas Socken mit Schatzi und Hund „Killer“! 

    Handwerk im fotografischen Portrait

    Handwerkerhände

    Echte Handarbeit – wo gibt’s das noch?

    In der Fotografie für Handwerksbetriebe kommt es auf Details an.

     

    Fotografie für Handwerksbetriebe: Schuhmacher-Obermeister Martin Bartold

    Ich schrieb es oben schon: Die Menschen hinter der Handwerkskunst sind für mich als Fotograf besonders interessant. Sie sind Erschaffer und werden automatisch Teil des fertigen Produktes. Schuhmacher-Obermeister Martin Bartold liebt und lebt seine Arbeit. Man sieht es, man spürt es! Wie er von seinen traditionellen Maschinen schwärmt, wie er die Materialien durch die Hände gleiten lässt und wie er im Umgang mit Kunden agiert – so machen es nur Menschen, die ihre Passion gefunden haben. 

    Der junggebliebene Endfünfziger duzt seine Kundschaft – jeden Kunden! Und wie es sich für den Stadtteil Uhlenhorst gehört, ist das Klientel gemischt. Vom Akademiker bis zum leichten Gewerbe, vom kauzigen Professor bis zum Paradiesvogel ist alles dabei. Martin Bartold: „Moin, was kann ich für dich tun!?“ Hamburger eben!

    Details fotografieren Handwerker

    Schuhe weiten? Mit diesem Gerät wird es gemacht.

    Schuhmacher bei der Arbeit fotografiert.

    Schuhmacherobermeister Martin bartold wurde hier von dem Unternehmensfotograf Florian Läufer fotografiert.

    Der junge Martin Bartold aus Hamburg

    Schuhmacher-Obermeister Martin Bartold – hier war er noch ein bisschen jünger, im Geiste hat sich nichts geändert. Ist’n dufte Kerl!

    Firmenportrait und Unternehmensfotografie von Florian Läufer

    Auch Gürtel und Armbänder stellen die Jungs nach individuellem Wunsch in der Werkstatt her. 

    Handwerkszeug

    4,9 von 5 Sternen bei Google

    Was über Generationen weitergegeben wurde, führt Martin Bartold konsequent weiter: Der humorvolle und sportliche Obermeister möchte nachrückende Generationen für das alte Handwerk begeistern. Mit Erfolg! Zwei Bundessieger haben schon bei ihm gelernt und auch Sohn Sascha hat seine Ausbildung zum Schuhmacher hier erfolgreich absolviert. Aktuell ist Azubi Raven im zweiten Lehrjahr bei Martin Bartold und mit erkennbarem Spaß bei der Sache – netter Kerl! 

    Portrait von Schuhmacherobermeister Martin Bartold. (Foto: Florian Läufer, Hamburg)

    Teamfotos: Martin Bartold

    Teamfoto Handwerksbetrieb: Sascha Bartold

    Sohn Sascha Bartold

    Handwerker fotografieren. Hier: Azubi Raven

    Azubi Raven

    das Team der Schuhmacherei Bartold in Hamburg Uhlenhorst

    Das Team der Schuhmacherei Bartold im Verkaufsraum auf der Uhlenhorst in Hamburg.

    Aber nicht nur die Handwerkskammer weiß die Kompetenzen der Schuhmacherei Bartold zu schätzen, auch die Kundschaft teilt aus: Satte 4,9 von 5 möglichen Sternen ist der Durchschnitt bei den vielen Google-Rezensionen dieser hanseatischen Maßschuhmacherei. Das muss man erstmal schaffen! Was mich abseits von Siegern und Sternen aber noch viel mehr fasziniert und man bestenfalls aus dem Fernsehen kennt: Dass der Vater dem Sohne sein Handwerk beibringt. Muss ein tolles Gefühl sein!

    Wie vor 30 Jahren!

    Meine Art der Fotografie für Handwerksbetriebe ist meist eine Mischung aus Beobachtung, vielen gestellten Fragen und überschaubarer Technik. Hin und wieder setze ich mehrere Blitzgeräte ein – in diesem Fall bei den gestellten Portraits von Martin und Sascha Bartold und Azubi Raven. Überwiegend arbeite ich aber nur mit dem vorhandenen Licht (Available Light-Fotografie), um die natürliche Werkstatt-Atmosphäre zu erhalten. Dazu dezentes Color Grading in der Postproduktion, was der Szenerie in Kombination mit einem leicht entsättigten Look mehr Ausdruck (und meine fotografische Handschrift) verleihen soll. 

    Handwerk fotografieren - Stillleben

    Handwerkszeug wie im Museum!

    Fotografie für Handwerksbetriebe - Schuhmacherei Bartold

    Hände, die Schuhe erschaffen!

    Ich habe die Fotografie in der Schuhmacherei Bartold wie eine kleine Zeitreise erlebt. Viele Geräte und Maschinen dürften längst ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel haben. Es riecht nach Leder und Kleber, wie ich es aus Jugendjahren kenne, als ich die Sohlen meiner Durango-Boots beim Schuhmacher erneuern ließ. Und: Ich würde wetten, dass die nummerierten Etiketten im Abholregal hinterm Tresen die gleichen sind wie 1986 – damals bei den Durango-Boots. Echtes Kulturgut!

    Handwerksbetrieb Bartold

    Schuhmacher Sascha Bartold

    Als Fotograf für handwerker hat hier Florian Läufer ein Portrait über die Schuhmacherei Bartold erstellt.

    Abholzettel

    So sahen die Abholzettel eines Schuhmachers schon vor 35 Jahren aus – und gehen damit durchaus als „Kulturgut“ durch! 

    IN EIGENER SACHE

    Solltest Du Interesse haben, Schaffensprozesse in deinem Unternehmen, Business-Events oder deine Mitarbeiter ins rechte Licht zu rücken, dann nimm gerne über das Kontaktformular Kontakt zu mir auf. Hier siehst du einige Beispiele vergangener Shootings: KLICK

    Ganz gleich ob Handwerksbetrieb, Ladengeschäft, Büro, Hotel oder Fitnesscenter: Um sich von Mitbewerbern abzuheben, kann ein niveauvolles Firmenporträt zu einem wichtigen Baustein werden. Aussagekräftige Fotos helfen, dein Unternehmen im richtigen Licht zu präsentieren und sprechen die Emotionen des Betrachters an. Ein stilvolles Ambiente, Schaffensprozesse im Handwerksbetrieb oder positive Eindrücke von deinen Mitarbeitern lassen sich über eine entsprechende Bildsprache perfekt vermitteln. Das hilft bei der Kundengewinnung und vermittelt ein überzeugendes Image deines Betriebes.

  • Daniela & Daryl – Standesamtliche Trauung in Henstedt-Ulzburg

    Daniela & Daryl – Standesamtliche Trauung in Henstedt-Ulzburg

    Die fotografische Begleitung  für die standesamtliche Trauung in Henstedt-Ulzburg von Daniela & Daryl begann für mich bereits ein paar Stunden vor dem Jawort. Und zwar beim Getting Ready von Daniela. Für mich ist dies immer ein toller Start in den Tag der Hochzeit. Ich fotografiere sehr gerne die Brautvorbereitungen am Morgen der Hochzeit und finde, dass dies ein toller Einstieg in eine Hochzeitsreportage ist. Mit Daniela & Daryl war abgestimmt, dass ich in den letzten 20 Minuten des Getting Readys mit Friseurin Sibel mit dem Fotoapparat dazukomme und wir dann das erste Aufeinandertreffen der beiden auf einer abgelegenen Feldstraße festhalten.

    Beim Getting ready mit dem Fotoapparat belauscht.

    Zum Ende des „Getting Readys“, also den aufregenden Brautvorbereitungen, stoße ich als stiller Beobachter mit dem Fotoapparat hinzu und halte Danielas Verwandlung zur Braut in einigen Fotos fest.

    Getting Ready Fotograf aus Hamburg

    Getting ready fotografieren wenn die Friseurin vor Ort ist.

    Details fotografieren beim Getting Ready

    Die kleinen Details machen häufig den großen Unterschied. Was du hier siehst,…

    Die Frisur der Braut.

    …findet sich kurze Zeit später in Danielas Frisur wieder.

    Getting Ready fotografieren: Braut steckt sich die Ohrringe ins Ohr.

    Papa hilft der Braut beim Schmuck anlegen. (Foto: Florian Läufer)

    Papa hilft!

    Der First Look

    Daniela & Daryl haben Glück. Für ihre standesamtliche Trauung in Henstedt-Ulzburg haben sie sich (natürlich) Sonnenschein gewünscht und: einen traumhaften Frühlingstag bekommen! Und es wird noch besser: Gelb ist die Farbe des Tages und so finden sich in Brautstrauß, Bräutigam-Anstecker und Hochzeitsdeko überall gelbe Blumen als Eyecatcher wieder. Da passt es mehr als perfekt, dass die Rapsfelder knallegelb in Vollblüte stehen – traumhaft!

    Braut wartet beim First Look auf den Bräutigam (Fotograf: Florian Läufer)

    Das erste Aufeinandertreffen von Daniela und Daryl findet an einem abgelegenen Feldweg statt.

    Gelber Brautstrauß

    Brautstrauß in Gelb. Passt perfekt zur Jahreszeit!

    Hochzeitsauto mit gelbem Blumenschmuck.

    Daryl wird von Danielas Papa zum vereinbarten Treffpunkt chauffiert.

    Bräutigam geht beim First Look Fotoshooting auf seine Braut zu.

    Kurz darauf fallen sich beide in die Arme!

    Kuss beim First Look

    Brautpaar betrachtet sich beim First Look.

    Brautpaar im Frühling

    Hochzeitsfotos im Rapsfeld mit dem Fotograf Florian Läufer

    Gelb ist die Farbe des Tages. Da passt es perfekt, dass die Rapsfelder in voller Blüte stehen.

    Es geht los – standesamtliche Trauung in Henstedt-Ulzburg

    Nun wird es spannend! Die standesamtliche Trauung in Henstedt-Ulzburg beginnt. Richtig süß: Daryls Neffe kündigt Braut Daniela mit einem großen Schild vor der Brust an, dann wird Daniela im Standesamt ganz traditionell von ihrem Papa an Daryl übergeben. Toller Moment! 

    Das Hochzeitsauto hält vor dem Standesamt Henstedt-Ulzburg

    Ankunft am Standesamt in Henstedt-Ulzburg.

    Standesamtliche Trauung in Henstedt-Ulzburg

    Ist DAS nicht drollig? Ich liebe es, solche Details fotografieren zu können!

    Fotograf Standesamt Henstedt-Ulzburg

    Der Gang ins Standesamt

    Klopfende Herzen!

    Standesamt Trauzimmer Henstedt-Ulzburg

    Hochzeitspaar im Trauzimmer

    So sehen zwei glückliche Menschen aus.

    Hand in Hand beim Standesamt

    Hand in Hand im Standesamt.

    Die Standesbeamtin findet tolle, persönliche und herzliche Worte für die Trauungszeremonie. Ein paar Tränen kullern. Als die kleine Hochzeitsgesellschaft gebeten wird, sich von den Stühlen zu erheben, steht nur noch diese eine Frage im Raume, die beide mit einem kräftigen „Jaa!“ beantworten. Verheiratet! 

    Jawort fotografieren

    Trommelwirbel – nun kommt der entscheidende Moment dieser standesamtlichen Trauung in Henstedt-Ulzburg.

    Verheiratet! Standesamt Henstedt-Ulzburg

    Der Vermählungskuss bei standesamtliche Trauung in Henstedt-Ulzburg

    „Jaaa, wir wollen!“

    Holzscheibe statt Ringkissen

    Ring aufstecken bei standesamtliche Trauung in Henstedt-Ulzburg

    Der Ringtausch – ein aufregender Moment.

    Ringtausch - festgehalten von dem Hochzeitsfotograf Florian Läufer, Hamburg

    Freudentränen

    Just Married - Standesamt Henstedt-Ulzburg

    Just Married!

    Cheers! Brautpaar im Hochzeitsauto.

    Hochzeitsauto mit Blechdosen

    Blechdosen für das Hochzeitsauto.

    Und immer wieder: Gelb!

    Gut vorbereitet ins Paarshooting

    Nach den Glückwünschen und einem Gläschen Sekt verabschieden wir uns zum Paarshooting. Dafür hatten wir uns einige Tage zuvor verschiedene Fotospots ausbaldowert und können nun die knappe Stunde gut nutzen. Gute Vorbereitung ist eben alles! 

    Brautpaar Fotoshooting im Frühjahr.

    Na gut, es lässt sich nicht verheimlichen: Der Nachwuchs ist bald da!

    Liebe!

    Hochzeitspaar beim Fotoshooting am kleinen See.

    Klassische Hochzeitsfotos

    Hochzeitsfoto im April

    Brautpaarshooting in henstedt-Ulzburg mit dem Hochzeitsfotograf Florian Läufer aus Hamburg.

    Jetzt zur Location, dem Bürgerhaus in Kaltenkirchen. Dort erwartet die beiden Frischverheirateten das berühmte Bettlaken-Herz zum Ausschneiden, viele, viele Seifenblasen und reichlich gut gelaunte Freunde und Verwandte. Es folgen spürbar herzliche Glückwünsche, die obligatorischen Gruppenfotos und eine kleine Ansprache von Daniela & Daryl, bevor ich diskret mein Equipment zusammenpacke und mich auf den Nachhauseweg begebe. Tolles Paar!

    Übrigens, wenn du eine weitere Hochzeit mit sehr ungewöhnlichen Paarfotos sehen möchtest, die ich im Bürgerhaus Kaltenkirchen fotografiert habe, dann klicke auf diesen Link: LARP-Hochzeit in Kaltenkirchen

     

    Kennt jder Hochzeitsfotograf: Das Herz auf einem Bettlaken

    Bevor es zum Feiern ins Bürgerhaus Kaltenkirchen geht: Herz ausschneiden!

    Brautpaar schneidet Herz aus Bettlaken aus

    Bräutigam schneidet Herz aus.

    Brautpaar schneidet Herz aus Bettlaken aus.

    Nagelschere für das Bettlakenherz

    Nagelscheren sind gerade groß genug, um das Herz aus dem Bettlaken auszuschneiden. 

    Geschafft! Das Herz ist vom Brautpaaraus dem Bettlaken ausgeschnitten.

    Tadaaaa! Geschafft!

    Seifenblasen auf der Hochzeitsfeier in Kaltenkirchen.

    Eingang zur Hochzeitsfeier in Kaltenkirchen.

    Ansprache des Brautpaares im Bürgerhaus Kaltenkirchen.

    Ansprache des Brautpaares im Bürgerhaus Kaltenkirchen

    Bei der Ansprache wird es nochmal emotional.

    Braut blickt Bräutigam bei seiner Rede an. 

    IN EIGENER SACHE

    Wenn auch dein großer Tag bevorsteht und du dir vorstellen kannst, dass ich ihn in dynamischen, stimmungsvollen, lustigen und emotionalen Bildern als dein Hochzeitsfotograf festhalten darf, dann komme gerne über das Kontaktformular ins Gespräch mit mir. Bei einer Tasse Kaffee können wir unverbindlich über die fotografischen Möglichkeiten auf deiner Hochzeitsfeier sprechen.

    Weitere Beispiele einiger meiner fotografischen Hochzeitsbegleitungen findest du unter oder rechts neben diesen Beitrag – je nach verwendetem Endgerät. Klicke einfach bei „Themen“ auf den Button „Hochzeitsreportage“. Viel Spaß beim Anschauen!

  • Babybauch-Shooting – Indoor oder Outdoor?

    Babybauch-Shooting – Indoor oder Outdoor?

    Auf die Frage, ob du dein Babybauch-Shooting lieber Indoor oder Outdoor planen solltest, gibt es keine allgemeingültige Antwort. Zumindest nicht von mir als Fotograf. Mir ist beides recht. Dennoch bin ich ein großer Fan von einem gut geplanten Outdoor Babybauch-Shooting. Überspitzt formuliert: Wer natürliche Fotos haben möchte, muss in die Natur! Zur richtigen Zeit bietet die nämlich die schönsten Kulissen, außerdem können Bäume, Bänke, Wiesen, Strand und vieles mehr als ganz hervorragende Posing-Hilfen genutzt werden. Fotografenherz was willst du mehr? 

    Schwangerschaftsfotos im Frühling

    Ein Traum: Babybauch-Shooting zur Vollblüte der Narzissen. Der bewusst genutzte Sonnenstern macht das Foto besonders.

    Frühlingsfoto mit Babybauch

    Du brauchst Plan A, Plan B und manchmal auch Plan C! 

    Wichtig für ein Babybauch-Shooting Outdoor: Die Rahmenbedingungen müssen stimmen – und da bin ich durchaus ein penibler Planer! Zufällig gutes Wetter ist mir zu wenig. Ich möchte SICHERGEHEN, dass bei meinen Babybauch-Shootings gutes Fotografierwetter herrscht. Deshalb mache ich immer einen A- und gleich auch einen B-Termin ab, wenn es um die Abstimmung einer Verabredung geht. Am Vorabend checke ich nochmal den Wetterbericht und verschiebe notfalls das Babybauch-Shooting A auf den Ausweichtermin B, wenn die Vorhersage nichts Gutes verspricht. Man wünscht sich Sonnenschein, ja. Eine leichte Bewölkung ist aber ebenfalls super zum Fotografieren, weil das Licht dann weich und zart wird. Erst wenn richtig trüber Himmel oder (genauso schlimm) starker Wind oder (noch viel schlimmer) Regen zu erwarten ist, muss die Notbremse gezogen werden. Übers Knie brechen hat noch nie geholfen!  

    Outdoor Babybauch-Shooting am Rande von Hamburg

    Ein leicht bedeckter Himmel verhalf beim Babybauch-Shooting von Franziska & Matthias zu einer schattenfreien Belichtung – toll! Übrigens: Eine Auswahl der Bildergebnisse dieses Sommerabends findest du hier: Outdoor Babybauch-Shooting

    Paarfotos mit Babybauch

    Drei, die glücklich sind! Sieht man, oder?

    Babybauchfotos in Hamburg vom Fotograf Florian Läufer

    Wenn aus Liebe Leben wird!

    babybauchbilder im Frühling fotografieren

    Glück, Glück, Glück!

    Outdoor Babybauch-Shooting: Die goldene Stunde

    In den Sommermonaten treffe ich mich meistens erst am frühen Abend zum Outdoor Babybauch-Shooting. „Goldene Stunde“ sagen wir Fotografen zum späten Abendlicht rund um den Sonnenuntergang. Wenn ich eine Stunde vorher mit dem Shooting beginne, können wir alle (also du mit deinem Babybauch, dein Partner und ich) uns erstmal „eingrooven“ und haben uns zum besten, äh goldenen (!) Licht schon ein bisschen eingestimmt, um jetzt die richtig guten Fotos zu machen! Es ist so: Du kannst dieses späte Licht mit keiner Bildbearbeitung imitieren – die goldene Stunde ist magisch! 

    Babybauchfotos im Gegenlicht zur Goldenen Stunde (Foto: Florian Läufer)

    Hat was: Babybauch-Shooting mit Eli im „Orange & Teal-Look“. Mehr von diesem Abend kannst du dir hier ansehen: Shooting in den Boberger Dünen

    Goldene Stunde beim Fotografieren

    Babybauch-Shooting Outdoor im Licht der untergehenden Sonne

    Goldene Stunde beim Babybauch Shooting in Hamburg

    Manchmal reicht eine Silhouette im warmen Gegenlicht, um das Wichtigste zu zeigen.

    Schwangerschaftsfotos – diese besondere Energie

    Nicht jede werdende Mama möchte bei einem Babybauch-Shooting ihren Bauch freimachen. Und nicht jede, für die es grundsätzlich okay wäre, möchte dies in der Öffentlichkeit tun. Dazu kann ich sagen: In aller Regel kümmern sich andere Menschen kaum um uns, wenn sie uns am Timmendorfer Strand oder in der Lüneburger Heide beim Fotografieren sehen. Geglotzt wird selten bis nie und wenn, würde ich höflich um Distanz und Zurückhaltung bitten. Das musste ich bisher aber noch nie. 

    Babybauch Shooting im Hamburger Umland während der Heideblüte

    Man sagt, die Heide blüht verlässlich zwischen dem 8.8 und 9.9. eines jeden Jahres. Da ist was dran! Wenn du dir ebenfalls Babybauchbilder zur Heideblüte wünscht, ist dies die beste Zeit.

    Fotoshooting mit Babybauch in Hamburg

    Love is in the air!

    Babybauch Paarshooting im Wilhelmsburger Inselpark

    Janina & Tobias hatten sich den Wilhelmsburger Inselpark als Foto-Location ausgesucht – gute Entscheidung!

    Freier Bauch hin oder her – ich persönlich finde es vollkommen unerheblich, ob der freigelegte Bauch zu sehen ist oder ob er bedeckt bleibt. Letztlich möchte ich auch (und vor allem!) etwas ganz anderes auf meinen Fotos zeigen. Und das zeigt sich in den Augen der werdenden Mamas, es liegt in der Körpersprache und ist den Bald-Mamas quasi ins Gesicht gemalt. Dies sind Glück, Stolz, Neugierde, Überschwenglichkeit, eben diese besondere Energie, von der Schwangere erfüllt sind. Wenn mir jemand sagt, dass dies auf meinen Fotos von einem Babybauch-Shooting erkennbar ist, dann gibt es kein größeres Kompliment für mich.

    Babybauch-Shooting - Indoor oder Outdoor?

    Bestes Licht und eine sehr, sehr in sich ruhende Bald-Mama! Toll, oder?

    Frieren für Fotos? Lieber nicht!

    Um das mit dem „Übers-Knie-Brechen“ nochmal aufzugreifen: Manchmal bekomme ich Anfragen zu einem Babybauch-Shooting in freier Natur in der kälteren Jahreszeit. Selbstverständlich könnte ich auch jetzt technisch ausgereifte Fotos von dir und deinem Bauch hier draußen machen. Du müsstest dich in deiner leichten Kleidung ein bisschen durch die Kälte quälen und das Frieren weglächeln. Manche werdende Mamas wünschen sich so sehr diese Outdoor-Fotos von sich mit ihren Bäuchen, dass sie die Gänsehaut gerne in Kauf nehmen würden. Man kann sich ja schließlich kaum aussuchen, zu welcher Jahreszeit man hochschwanger ist. Trotzdem rate ich davon ab, in den Wintermonaten leicht bekleidete Schwangerschaftsfotos zu machen. Weil: Du selbst wirst mit den entstandenen Fotos gedanklich immer, immer, immer das Shooting verbinden und dir denken: „Brrr, war DAS kalt damals!“ Und so ganz nebenbei, wird jedem Betrachter der Fotos das gleiche durch den Kopf gehen. Bilder erzählen Geschichten und diese ist: „Ein freigelegter Bauch in einer Winterlandschaft? Das muss kalt gewesen sein!“

    Babybauch-Shooting Indoor

    Da ich – ganz bewusst – kein eigenes Fotostudio unterhalte, besuche ich werdende Mamas gewöhnlich für ein Homeshooting zu Hause. Was ebenfalls möglich ist: Ein Indoor Babybauch-Shooting im Hotel oder einer anderen tollen Location. Das kann ein ländliches Gutshaus, eine tolle Ferienwohnung oder ein ganz anderer Ort deiner Wahl sein. 

    Indoor Schwangerschaftsfotos im Landhaus

    Babybauch Shooting Indoor mit dem Hamburger Fotograf Florian Läufer

    Tolle Idee: Samantha & Christoph haben sich zum dritten Hochzeitstag für das Indoor Babybauch-Shooting in die Location eingemietet, in der auch ihre Hochzeitsfeier stattgefunden hat. Die Hochzeitsreportage davon findest du in einem älteren Blogbeitrag von mir: Hochzeit auf Gut Bardenhagen

    Ich möchte ehrlich sein: Beim Homeshooting kann es aus fotografischer Sicht eine Reihe limitierender Faktoren geben. Nicht jede(r) hat das Glück, ein 30 Quadratmeter großes Wohnzimmer mit heller Fensterfront und Kaminkulisse sein Eigen nennen zu können – ich leider auch nicht. Andererseits: Oft braucht es nicht viel, um trotzdem gefühlvolle Fotos gestalten zu können. Aber – jetzt kommt’s – ich bin recht zuversichtlich, dass wir in kleinen Räumen immer auch ein bisschen Möbelrücken müssen. (Ich helfe hinterher auch beim Aufräumen – versprochen!)

    Babybauch-Shooting Indoor

    Homeshooting mit Nina & Jan-Hendrik in der Hafencity-Hamburg. Die Einrichtungsgegenstände haben wir bewusst in das Babybauch-Shooting einfließen lassen und sind so zu ganz persönlichen Fotos gekommen.

    Homeshooting Schwangerschaftsfotos

    Ich mag solche Gegenlichtaufnahmen, auf denen man nicht alles erkennt, aber das Wesentliche spürt.

    Schwangerschaftsfotos lustig (Fotograf: Florian Läufer)

    Der Spaß kam nicht zu kurz! Wie so häufig kam auch dieses Shooting über die zuvor von mir fotografierte Hochzeit der beiden super Verliebten zustande.

    Babybauch Fotografie als Homeshooting

    Geschwister mit einbeziehen? Unbedingt! 

    Fotograf Florian Läufer hielt diese Szene bei einem Homeshooting fest

    Ein, zwei Studiolichter und eine weiße Wand – mehr war bei diesem Indoor Babybauch-Shooting nicht nötig.

    Schummerlicht ist im kleinsten Raum möglich

    Übertreiben wollen wir es mit den häuslichen Umbauarbeiten natürlich nicht. Ich finde es ehrlicherweise sogar häufig sehr passend, die persönliche Einrichtung in die Bilder vom Indoor Babybauch-Shooting einfließen zu lassen. Individueller geht’s doch gar nicht! Mehr als eine Notlösung ist übrigens mein kleines mobiles Fotostudio, welches ich nach Absprache gerne zu einem Homeshooting mitbringe. Das benötigt ein Viertelstündchen Aufbauzeit, danach können wir aber diese tollen Schwangerschaftsbilder vor schwarzem Hintergrund erstellen, die so eine schöne Schummrigkeit ausstrahlen. Wäre das nichts für dich?

    Homeshooting Schwangerschaft

    Schwangerschaftsfotos mit gerichtetem Licht

    Schwarzer Hintergrund (den bringe ich mit) und eine diffuse Beleuchtung sind im kleinsten Wohnzimmer zu realisieren.

    Indoor Babybauchfotos

    Kontrast!

    In eigener Sache: Wenn auch bei Dir das freudigste aller Ereignisse ansteht und du Dir vorstellen kannst, gemeinsam mit mir ein Babybauchshooting durchzuführen, dann komme gerne über das Kontaktformular ins Gespräch mit mir. So können wir unverbindlich über die fotografischen Möglichkeiten sprechen.

  • Unternehmensfotograf: die Druckerey in Berlin

    Unternehmensfotograf: die Druckerey in Berlin

    Als Unternehmensfotograf komme ich in ganz Norddeutschland herum. Einer meiner aktuellen Aufträge führte mich nun in die Druckerey nach Berlin-Weißensee. Und ja, Druckerey mit Ypsilon, nicht mit i! Die Druckerey ist eben nicht irgendeine Druckerei. Es ist ein Ort von Tradition, Leidenschaft, althergebrachter Technologien und vieler mechanischer Klänge. Es rattert, rüttelt und zischt in der Druckerey mit ihren historischen Heidelberger Druckmaschinen. Diese eindrucksvollen Druckerpressen brauchen Öl und Händchen, keine Updates. Wer sich also fragt, wo die gute alte Zeit geblieben ist, der findet sie jetzt und hier in der Meyerbeerstraße im Komponistenviertel von Berlin-Weißensee. Sowas liebe ich als Unternehmensfotograf!

    Die gute alte Zeit ist heute

    Inhaber Martin Z. Schröder ist gelernter Setzer, leidenschaftlicher Drucker und enthusiastischer Traditionsbewahrer in Personalunion. „Schweizerdegen“ nennt man diese Beideskönner, die in Schriftsetzerei ebenso ausgebildet wurden wie im Buchdruck. Schrift und Sprache liegen im Blut: Der Vater Redakteur, die Mutter Lektorin – man könnte meinen, die Richtung sei vorbestimmt gewesen. War sie auch: Bereits mit 14 Jahren trat Martin Z. Schröder der Arbeitsgemeinschaft „Junge Schriftsetzer“ im Pionierpalast in der Berliner Wuhlheide bei. Das liegt nun vier Dekaden zurück. Sei es wie es sei – für mich ein sehr besonderer Mensch, wenn ich das nach diesem gemeinsamen Fotoprojekt sagen darf. 

    Als Unternehmensfotograf in der Druckerey

    Dieses Portrait der Schriftsetzers Martin Z. Schröder machte der Unternehmensfotograf Florian Läufer aus Hamburg.

    Martin Z. Schröder in seiner Druckerey in Berlin-Weißensee. Ich habe den sympathischen Mittfünfziger als einen Bewahrer der guten alten Zeit erlebt. Die Süddeutsche Zeitung schrieb über ihn: „Schlechten Geschmack und kruden Stil lässt er seinen Kunden nicht durchgehen.“

    Schriftsetzer Details

    Buchsstabe für Buchstabe, überkopf und spiegelverkehrt – die Schriftsetzerei wie man sie nur noch aus dem Museum kennt. Hast du das Wort im Winkelhaken schon erkannt?

    Schriftsetzer mit geschwungenem A

    Holzletter in der Schriftsetzerei

    Als Unternehmensfotograf in der Werkstatt von Martin Z. Schröder

    Ich habe Martin Z. Schröder – der sich in seiner Vita kurz MZS nennt – als sympathischen Feingeist erlebt. Wenn er die bleiernen Buchstaben in den Druckstock spannt, mit Metallstegen fixiert und zu Wörtern und Sätzen zusammenfügt, scheint es, als würde der Berliner voller Vorsicht mit gläsernen Lettern hantieren. Und da ist was dran! „Blei ist ein sehr weiches Material und verzeiht keine Fehler. Fällt ein Buchstabe herunter, kann er schnell unbrauchbar werden!“ so der 55-jährige. Die Schriftsetzerei ist eine filigrane Arbeit, die Präzision bis auf das letzte Mμ erfordert. Ich finde es bereichernd, dieses alte Handwerk als Unternehmensfotograf festhalten und den Worten des Fachmanns zuhören zu dürfen. Martin Z. Schröder spricht wie gedruckt und mit geschwungenen Buchstaben: gewählt, bedacht, auf den Viertelmillimeter genau. 

    Schriftsetzer Martin Z. Schröder im Firmenportrait

    Als Schriftsetzer brauchst du viel Licht auf deinem Arbeitsbereich und gute Augen. Oder wie hier: ZWEI Brillen!

    Schriftsetzer bei der Arbeit über die Schulter fotografiert.

    Filigrane Arbeit: Mit der Ahle werden die kleinen (und das hier sind längst nicht die kleinsten!) Buchstaben im Bleisatz zurechtgerückt.

    Schriftsetzer Detailfoto

    „4000 TALER“ Zahlen gehen natürlich auch! Nachdem die Zwischenräume mit Stegen, Füllstücken und Regletten ausgefüllt sind, wird die druckfertige Form geschlossen und gebunden.

    Visitenkarten aus der Druckerey in Berlin-Weißensee

    Eleganz. Kräftiges Papier mit Struktur, im Bleisatz gedruckt und mit Prägung versehen – was für tolle Visitenkarten!

    MZS

    Das ist Kunst und darf auf keinen Fall weg!

    Aus fotografischer Sicht gibt es für mich einen kleinen Pferdefuß: MZS ist Sammler. Oder sagen wir Aufheber. Vieles ist eben zu schade zum Wegwerfen. Als Herr Schröder zum Beispiel die Farbe für den Druck einer exklusiven Visitenkarte auf einem Blatt Papier anmischt, liegen gleich mehrere solcher (längst getrocknete) Mischunterlagen auf der Arbeitsplatte herum. Martin Z. Schröder dazu: „Für mich ist das eine Form von Schönheit, wie sich die Farben auf dem Papier vereinen – ich lasse das immer ein bisschen liegen und schaue es mir gerne an.“ 

    Der Unternehmensfotograf Florian Läufer aus hamburg fotografierte hier in der Druckerei Berlin

    Zwei historische Heidelberger Druckmaschinen sind das mechanische Herzstück der Druckerey. 

    Handwerker fotografieren in der Werkstatt Druckerey in Berlin-Weißensee.

    Der Hamburger Fotograf Florian Läufer nutzte hier die Perspektive von oben, um dem Schriftsetzer auf die Hände zu gucken.

    Die Druckplatte wird für den Druck einer Visitenkarte eingerichtet.

    Der Druckstock wird eingerichtet.

    „Wenn man ein Handwerk lange ausübt, staunt man eines Tages über seine Hände. Also wie autonom sie arbeiten. Als wüssten sie, was zu tun ist.“ Eine ausdrucksstarke Aussage von Martin Z. Schröder, die ich ihm entwendet und in abgewandelter Form auf meine Homepage geschummelt habe. 

    Schriftsetzer am Druckstock.

    Alles vorsichtig festklopfen und schon kann der erste Probedruck beginnen.

    Handwerk fotografieren an der historischen Heidelberger Druckmaschine.

    So eine historische Druckerpresse gibt es nur noch in der Erinnerung – und in der Berliner Druckerey!

    Details der Heidelberger Druckmaschine

    Details!

    Visitenkarten in der Heidelberger Druckmaschine

    So sieht das Ergebnis aus. Hat was, gell?

    Drucker betrachtet das Papier im Gegenlicht

    Erste Inaugenscheinnahme im Gegenlicht, dann…

    Betrachtung des ersten Drucks durch die Lupe

    …nochmal mit der Lupe. 

    Die Dinge sind kompliziert

    Und so liegen unzählige schöne Dinge in der Druckerei herum. Übereinander, nebeneinander, scheinbar durcheinander. Es ist schwierig, beim Fotografieren nicht irgendwo gegenzustoßen. Allerdings: Was Martin Z. Schröder braucht, findet er auf Anhieb. Immer! Das Wort „Unordnung“ passt hier also nur bedingt. Können wir uns auf eine „nicht ausschließlich auf Systematik beruhende Ordnung“ einigen? Immerhin: Setzerei und Druckerei sind räumlich voneinander getrennt – ein anerkennenswerter Ansatz von Gliederung.

    Drucker und Schriftsetzer Martin Z. Schröder im Firmenportrait.

    Oder doch lieber mit einem anderen Farbton? 

    Farbe anmischen für den Druck.

    Gemischt wird von Hand, mit Gefühl und nach Gusto.

    Farbe auftragen

    Ganz dünn wird die Farbe auf die Walze gestrichen, dann wird wieder gedruckt…

    Unternehmensfotograf - Die Druckerey in Berlin-Weißensee

    Druckerey-Inhaber Martin Z. Schröder ist ein Schweizerdegen. So nennt man Facharbeiter, die sowohl ausgebildete Schriftsetzer als auch Buchdrucker sind. Wie viele mag es davon wohl noch in Deutschland geben?

    IN EIGENER SACHE

    Solltest Du Interesse haben, Schaffensprozesse in deinem Unternehmen fotografisch festzuhalten, Business-Events zu begleiten oder jede andere Form der Industriefotografie durchzuführen, dann nimm gerne über das Kontaktformular Kontakt zu mir auf. Hier siehst du einige Beispiele vergangener Shootings: Unternehmensfotograf Florian Läufer

    Ganz gleich, ob Handwerksbetrieb, Ladengeschäft, Büro, Hotel oder Fitnesscenter: Um sich von Mitbewerbern abzuheben, kann ein niveauvolles Firmenporträt zu einem wichtigen Baustein werden. Aussagekräftige Fotos helfen, dein Unternehmen im richtigen Licht zu präsentieren und sprechen die Emotionen des Betrachters an. Ein stilvolles Ambiente, Schaffensprozesse im Handwerksbetrieb oder positive Eindrücke von deinen Mitarbeitern lassen sich über eine entsprechende Bildsprache perfekt vermitteln. Das hilft bei der Kundengewinnung und vermittelt ein überzeugendes Image deines Betriebes.

  • Hier starb James Bond – eine Fotoreise auf die Färöer-Inseln

    Hier starb James Bond – eine Fotoreise auf die Färöer-Inseln

    Unsere Fotoreise auf die Färöer-Inseln war lange geplant, dann wegen Corona ausgefallen, nochmal wegen Corona ausgefallen und fand nun beim dritten Anlauf – oh Wunder – doch noch statt. Jieehhaaah! Um das mit der Überschrift gleich aufzuklären: James Bond ist in „Keine Zeit zu sterben“ tatsächlich von einem Feuerball auf der färöischen Insel Kalsoy verschlungen worden und gestorben. (R.I.P.) Im Film liegt Kalsoy allerdings irgendwo zwischen Japan und Russland und heißt auch anders. Nun ja, und eigentlich ist die Insel auch nur per Computer-Animation in den epischen Showdown eingefügt worden. So wird das beim Film eben gemacht. Ich komme an anderer Stelle nochmal darauf zurück.

    Färöer-Inseln – 300 Regentage im Jahr

    Bleiben wir in der Realität und bei den Facts der Färöer-Inseln: Die insgesamt 18 nordatlantischen Inseln vulkanischen Ursprungs sind – bis auf die kleinsten von ihnen – alle bewohnt. Jetzt kommt’s: Und zwar von 50.000 Einwohnern, den Färingern, und etwa 80.000 Schafen! Mehr Schafe als Menschen also. Oha! Dank Golfstrom ist es hier nie wirklich kalt, ehrlicherweise aber auch nie wirklich warm. Drei Grad im Winter, dreizehn im Sommer – durchschnittlich. Es ist ganzjährig feucht, windig und an etwa 300 Tagen regnerisch. Einen natürlichen Bestand an Bäumen gibt es nicht, dafür Gräser, Flechten und Moose – also die Schafe finden’s super! Was die Färinger so treiben? Die leben überwiegend von Fischfang, Schafzucht und: Tourismus. 

    Abgeschiedener geht nicht: Der klitzekleine Punkt im Dreieck zwischen Großbritannien, Island und Norwegen, das sind die Färöer-Inseln. (Credit: Google Earth)

    Eidi - doppelter Wasserfall. Eine Szene wie aus Game of Thrones

    Für solche Game of Thrones-Stimmungen sind wir hergeflogen. Die Färöer sind mystisch!

    Wellen in Tjornuvik

    Die perfekte Welle. Wer es rau und ungemütlich mag, wird bei einer Fotoreise auf die Färöer-Inseln glücklich. Wer nicht, nicht! 

    Drama, Dunst und dicke Wolken

    Warum Fotobuddy Holger und ich uns die Fotoreise auf die Färöer-Inseln antun? Warum nicht? Mal ehrlich: Postkartenidylle kannst du auf Ibiza und Mallorca knipsen. Wir wollen Drama, Dunst und dicke Wolken. Kriegen wir auch! Vorher ist da aber noch der Sturm. Eigentlich sind die Färöer in zwei Flugstunden von der EU aus zu erreichen. Wir haben bei unserer Anreise Wind in höherer Stärke als 10 Bft, was dann offiziell als Orkan bezeichnet wird. Flugzeugen wird damit das Landen unmöglich gemacht. Ärgerlich – so stranden wir erstmal in Kopenhagen, warten dort das Schlimmste ab und kommen nach 28 Stunden Anreise endlich in unserer Unterkunft auf der Hauptinsel Streymoy an. „Erstmal `nen Kaffee!“

    Unser Bootshaus hat Holger im Vorfeld strategisch auf der Hauptinsel Streymoy ausgesucht. Von dort aus sind wir mit dem Mietwagen zu keiner Location länger als eine Stunde unterwegs und können so kurzfristig auf Wetter und Licht reagieren. So machen wir es dann auch und fahren eine Woche lang als Jäger des Lichts kreuz, quer und nur selten geradeaus über die Inseln Vágar, Eysturoy, Kalsoy und Streymoy. Ersparen wir uns lieber das Tohuwabohu auf diesem Blog und fahren aus erzählerischen Gründen systematisch von Insel zu Insel. Anschnallen, los geht’s…

    Bootshaus in Hosvik

    Ganz rechts brennt noch Licht! Unsere Unterkunft ist ein ausgebautes Bootshaus direkt am Wasser. 

    Vágar – die Insel mit der Sklavenklippe

    Vágar ist die drittgrößte der Färöer-Inseln. Auf ihr befinden sich der Flughafen, die Sklavenklippe, der „Hexenfinger“ und angeblich die schaurige Nixe Nykur, die als Pferd getarnt Ahnungslose auf den Grund des Sees Leitisvatn/Sørvágsvatn zieht. Klingt wie Geisterbahn, soll es vermutlich auch. Die Färinger sind eben heute noch echte Wikinger! 

    Gásadalur: Hier fließt das Wasser bergauf!

    Der Reihe nach: Unser erstes Ziel bei dieser Fotoreise auf die Färöer-Inseln ist der kleine Ort Gásadalur mit seinem berühmten Wasserfall Múlafossur, der aus 30 Metern Höhe in den Atlantik stürzt. Bevor 2003 der Tunnel nach Gásadalur fertiggestellt wurde, konnte das Dorf nur zu Fuß oder mit dem Hubschrauber erreicht werden. Heute ist der berühmte Blick von der Tunnelseite auf Dorf und Wasserfall DAS Fotomotiv für jeden Färöer-Reisenden. Als wir erstmals dort sind, herrscht strahlend blauer Himmel und noch immer kräftiger Sturm. Beeindruckend: Bei starken Sturmböen wird das ablaufende Wasser vom Múlafossur den Berg hinauf (!) gepeitscht und erreicht nicht die Oberfläche des tosenden Atlantiks. Hat man sowas schon gesehen? Ich nicht!

    Das kleine Örtchen Gasadalur steht ikonisch für die Färöer-Inseln

    Wandbild des Fotografen Florian Läufer aus Hamburg

    Macht sich doch gut, oder? Einige Aufnahmen von den Färöer-Inseln kannst du in meinem Shop als hochwertigen Druck kaufen. Hier geht es direkt dorthin: Wandbilder-Shop

    Häuser in Gasadalur

    Die kleine Ortschaft Gásadaur galt bis 2003 als einer der isoliertesten Orte Europas und war nur zu Fuß oder per Hubschrauber erreichbar. Heute verbindet ein Tunnel das Dorf mit den übrigen Einwohnern der Inseln. 

    The Witches Finger

    Richtig gut gefällt uns auch „The Witches Finger“ oder auf Färöisch: „Trøllkonufingur“, also Hexenfinger. Und tatsächlich: Der spitze Monolith erinnert im Profil an den schrumpeligen Finger (samt langem Fingernagel) einer Hexe. Aus fotografischer Sicht ergibt sich hier nur eine einzige Perspektive, trotzdem statten wir dem Hexenfinger zwei Besuche ab, um ihn in unterschiedlichem Licht zu erwischen. 

    The witches finger auf Vagar im Licht der aufgehenden Sonne

    Wir erwischten „The Witches Finger“ mit zwei unterschiedlichen Lichtsituationen. Welche Variante gefällt dir besser?

    The Witches finger auf den Färöer-Inseln

    Wasserfall auf der Insel Vagar (Färöer-Inseln)

    Auf dem Rückweg vom „Hexenfinger“ überquerst du diesen kleinen Bach. Hat was, oder?

    Die Nixe Nykur

    Ich will aufrichtig bleiben: Ein großer Fan von modernem „Storytelling“, also dem Erzählen von Geschichten aus Marketing-Gründen, bin ich nicht. Von der Legende der Nixe Nykur hat man zwar schon vor Hunderten von Jahren gesprochen, die Statue am Ufer des Sørvágsvatn-Sees wurde aber erst 2017 errichtet – für mich irgendwie zu modern. Dem Mythos nach gehört das Wesen Nykur zu den Wasserpferden, steigt hin und wieder aus den Tiefen des Sees auf und ermuntert Menschen dazu, auf seinen Rücken zu steigen. Einmal aufgestiegen wird es unmöglich Nykur zu entkommen, das sein Opfer nun unter Wasser zieht und auffrisst. Hmmm, kann ja alles sein. Hätte die Skulptur nicht gut erreichbar dicht an der Straße gestanden, hätte ich wenig Lust gehabt, sie zu fotografieren. Der Vollständigkeit halber hab ich sie nun – fotografischer Beifang. 

    Die Nixe Nykur auf Vagar

    Moderne Kunst – wer’s mag…

    Die Sage von der Nixe Nykur auf den Färöer-Inseln

    148 Meter senkrecht nach unten – Trælanípa

    Trælanipa sollte eines meiner Highlights sein bei dieser Fotoreise auf die Färöer-Inseln. Warum? Darum: Die senkrecht abfallende Klippe ist nur über einen gut 1,5-stündigen Fußmarsch zu erreichen und bietet einen weltweit einmaligen Ausblick auf die schroffe Küstenlinie. Zwischen Meeresspiegel und Klippengipfel liegt der See Sørvágsvatn (der mit der Nixe), was sich zu einem unwirklichen Bild vereint: Auf der oberen Etage liegt der See, im Erdgeschoss der Atlantik. Abgefahren! 

    Panorama vom Latisvatn See auf den Färöer-Inseln

    Panorama mit Blick auf den See Leitisvatn/Sørvágsvatn. Ich hatte zwei Ziele bei dieser Fotoreise auf die Färöer-Inseln. Erstens: Nicht sterben und, zweitens, gute Fotos nach Hamburg mitbringen. Dabei war mir die Reihenfolge von erstens und zweitens besonders wichtig. Deshalb hielt ich mich eine Woche lang mindestens drei Meter entfernt von allen Abgründen auf. Für die Fotos „Kleiner Mensch in großer Natur“ musste dann Holger immer mit seiner roten Jacke herhalten. Dem wird in schwindelerregender Höhe nicht schwindelig – mir schon. 

    Höhenangst!

    Für mich gibt es ein wiederkehrendes (und sich immer mehr verstärkendes) Problem, das mir schon im Dezember auf Madeira Sorgen machte  – Höhenangst! Wenn du dieses ganz dramatische Foto von dort oben machen willst, musst, musst, musst du bis auf den allerletzten Meter an den Klippenrand ran und auf den Auslöser drücken. Stehst du auch nur einen Meter weiter zurück, kriegst du diesen faszinierend-schrecklichen Abgrund zwischen deinen Zehenspitzen und gegenüberliegender Uferkante nicht mit aufs Bild. Für mich ist das nichts, für Holger schon! Er hat das Bild, ich nicht. Gegen Höhenangst bist du machtlos.

    Fotografieren am Abgrund

    Fotografieren am Limit. Ich hätte mir in die Hosen gemacht!

    Blick von Traelanipa auf Latisvatn

    Für dieses dramatische Foto darfst du nur wenige Zentimeter entfernt vom Abgrund stehen. Gehst du einen Meter zurück, kriegst du den Zwischenraum (also die Tiefe) der beiden Klippen nicht aufs Bild. Holger hat’s gemacht und mir das Bild für den Blog zur Verfügung gestellt. Big THX, Holger! Übrigens: Siehst du die kleine Ortschaft oben rechts im Bild? Da steht unser Auto – Trælanipa musst du dir erwandern!

    Klippe Färöer

    Ganz schön hoch. Für dieses Foto habe ich mir was getraut! Von hier oben (genauer genommen von etwas höher) wurden einst arbeitsunfähige Sklaven in den Abgrund gestürzt – barbarisch!

    Schild an der Sklavenklippe

    Ist gefährlich, hab‘ ich verstanden!

    Und jetzt bin ich wieder bei den Mythen und Sagen. Die Klippe Trælanipa heißt Trælanipa, weil das übersetzt „Sklavenklippe“ heißt. Man sagt, dass früher vom höchsten Punkt der Klippe irische Sklaven hinabgestürzt wurden, die nicht mehr arbeitsfähig waren. Ich fürchte, das stimmt! Mir wird kalt, wenn ich daran denke… 

    Big Picture

    Am südlichen Ende des Sørvágsvatn ergießt sich das Seewasser über den Wasserfall Bøsdalafossur in den meist wütenden Atlantik. Wie viele andere Motive von den Färöer-Inseln leben auch die Fotos von diesem grobschlächtigen Küstenabschnitt nur mit einem Größenvergleich. Ohne ist es ganz schick, ja. Aber erst wenn du eine Person mit in den Fokus rückst, wird das Fotos zu einem Big Picture. Erst jetzt kannst du erkennen, dass die einlaufenden Wellen an den schwarzen Klippen in bis zu 30 Meter hohen Fontänen explodieren. Fällst du rein, bist du tot! 

    Der wasserfall Bosdalafossur am südlichen Ende des Sees Sørvágsvatn

    Wenn du das siehst, willst du hin. Wenn du da bist, willst du weg!

    Fotoreise auf die Färöer-Inseln – Eysturoy

    Die Insel Eysturoy (Ostinsel) ist nur durch einen Sund von der Hauptinsel Streymoy getrennt, über den eine Brücke führt, die wir täglich passiert haben. Je nach Tide wird hier das Atlantikwasser gurgelnd durch die Enge gedrückt. Was für eine Strömung! Aus fotografischer Sicht zu vernachlässigen, wenn hier aber Sturm gegen Strömung kämpft, wirkt mein Heimatfluss Elbe nur wie ein müder Rinnsal. 

    Eiði – wie aus Game of Thrones

    Im äußersten Nordwesten von Eysturoy liegt der malerische Ort Eiði, der mit diesem komischen D in der Mitte geschrieben wird. Keine Ahnung, wie man das richtig ausspricht. Egal, hier soll sich alles um Fotomotive drehen, nicht um Linguistik. Wir sind besonders angetan von der schroffen Felsküste hinter der Ortschaft. Die könnte locker als Filmkulisse für Game of Thrones oder irgendeinen anderen Fantasy-Film herhalten. Wer weiß, vielleicht entdecken die professionellen Location-Scouter dieses Areal ja noch. 

    Das malerische Dorf Eidi auf der Insel Eysturoy

    Idylle! 

    Making of auf Eysturoy

    Bei der Ortschaft Eiði konnten wir tolle Wellenfotos machen. (Foto: Holger Kröger)

    Atlantikwellen bei Eidi auf Eysturoy (Färöer-Inseln)

    Mystisch-düstere Stimmung bei dieser Fotoreise auf die Färöer-Inseln.

    Düster war’s! 

    Schlucht auf Eysturoy bei Regenwetter

    Durch Zufall entdeckt und reingeklettert: Ein kleiner Canyon auf der Insel Eysturoy.

    Kirchentag in Funningur

    Die pittoreske Kirche in Funningur ist von Eiði nicht weit entfernt. Als Fotograf musst du hier ein bisschen tricksen. Die Kirche selbst liegt mit ihrem begrünten Dach direkt neben einem kleinen Wasserlauf am Ufer einer ruhigen Bucht. Sieht richtig klasse aus! Ungünstig ist, dass die umstehenden Bauten irgendwie nur so mittel-fotogen sind – du musst sie also aus der Bildkomposition heraushalten. Wir haben die Kirche einmal bei Sonnenschein, einmal bei Schmuddelwetter fotografiert. Ich finde sie bei Sonnenschein schöner.

    Die pittoreske Kirche von Funningur

    Die Kirche von Funningur findet sich auf vielen Postkarten wieder – und jetzt auch auf meiner Festplatte.

    Hey, hey, Wickie!

    Wir müssen gar nicht weit fahren, um in das Dorf Gjógv zu gelangen. Das färöische Wort Gjógv steht für Felsspalte. Das kommt nicht von ungefähr. Eine Felsspalte bildet hier einen kleinen Naturhafen, der die Boote vor Wind und Wellen schützt. Sieht schon cool aus! In meiner Vorstellung müssen hier einst „Wickie und die starken Männer“ in ihr rot-weiß besegeltes Wikingerschiff gestiegen sein, um auf große Fahrt zu gehen. 

    Sonnenaufgang bei Gjogv mit Blick auf Kalsoy.

    Die Sonne haben wir nicht häufig gesehen bei unserem Fototrip. An diesem Morgen in Gjógv war’s wie im Bilderbuch. Aber unter uns: Ruppig und kalt wäre hier passender.

    Birdhouse in Gjogv

    Tradition im Miniaturformat: Selbst die kleinen Vogelhäuser haben grüne Dächer!

    Der Naturhafen von Gjogv bei Sonnenaufgang

    Der kleine Naturhafen in Gjógv. Nur eine Vermutung: Früher hieß das Dorf noch Flake, beherbergte Wickie und die starken Männer Halvar, Faxe und Snorre und das Drachenschiff war genau hier festgemacht. Kann das sein?

    Kalsoy – die Klippen von Kallur

    Auf die Insel Kalsoy gelangt man ausschließlich mit einer Fähre, die jetzt im Winter nur wenige Male am Tag ausläuft. Platz ist für ein Dutzend Fahrzeuge und viele Fußgänger. Manchmal braucht es Glück, um mitgenommen zu werden: Die Bewohner von Kalsoy haben IMMER das Erstrecht auf die Fähre zu gelangen. Erst wenn sie mit ihrem PKW auf der Fähre stehen, dürfen weitere Autos auffahren. 

    Die Fähre spuckt uns am kleinen Hafen auf Kalsoy aus. 

    Und nun sind wir wieder bei Agent 007, James Bond! Als wir die Morgenfähre nehmen, um uns auf Kalsoy die Klippen von Kallur zu erwandern, sind auffällig viele einheimische Fußgänger an Bord. Was wollen die dort? Hoffentlich möchten die nicht auch auf die Klippen, die wir in unserer Vorstellung menschenleer zu fotografieren gedenken. 

    Um es abzukürzen: Genauso kommt es! Mit unserem Mietwagen sind wir schneller und kommen gut 30 Minuten vor dem großen Tross am Klippen-Trail an. Nach einstündigem Fußmarsch am Leuchtturm angekommen, holt jetzt die 30-köpfige Gruppe auf. Aaaargh! Gibt’s doch gar nicht! Vermutlich stehen hier nur ein einziges Mal im Jahr so viele Menschen gleichzeitig an den verlassenen Klippen. Warum ausgerechnet heute?

    Was machen die da? Und warum?

    Ein Helikopter taucht auf

    Es bleibt mysteriös. Die Gruppe trifft sich am Scheitelpunkt zum höchsten Punkt der Klippen. Jetzt kommt noch ein Hubschrauber dazu, lädt zusätzliche Personen ab. Durchs lange 400-Millimeter-Objektiv betrachte ich die Szenerie und erkenne: eine Trauerfeier! Jetzt wird alles klar! Ich sehe einen Grabstein, einen Redner und mehrere Filmer und Fotografen neben der Trauergesellschaft. Ach herrje…, hier wird wohl jemand abgestürzt sein. Jedes Jahr sterben schließlich Menschen auf den Färöer, die in den Abgrund stolpern. Amen!

    Wer mit dem Helikopter gebracht wird, muss ziemlich wichtig sein!

    R.I.P. James Bond 007

    Als die „Trauerfeier“ vorüber ist, kommen einige Personen zu uns am Leuchtturm herüber. Ich frage nach. Alles ist ganz anders: Heute wurde hier oben ein James Bond-Memorial enthüllt, weil Daniel Craig aka James Bond in dem Film „Keine Zeit zu sterben“ genau an dieser Stelle auf der großen Leinwand in dem Feuerball eines Raketenangriffs stirbt. Wie ich oben schon schrieb: Im Film liegt die Insel zwischen Japan und Russland und wurde auch nur per Animation in den Blockbuster eingefügt. Trotzdem spannend und ein kluger Schachzug der Tourismusbranche! Ganz sicher werden viele Filmfreunde zu dieser Stelle pilgern. Und die Nummer mit dem Hubschrauber? Der Färöische Premierminister Bárður Nielsen war ebenfalls Gast bei der Enthüllung des Memorials. Zu Fuß gehen braucht der natürlich nicht, ist klar. 

    Der färöische Premierminister (links im Bild) war zur Enthüllung des James Bond-Memorials geladen. 

    Dies ist die Szene in „No time to die“ bei der James Bond stirbt. (R.I.P.) (Credit: Screenshot Youtube)

    Erster! Ich bin der erste Nicht-Färöer, der am James Bond-Memorial steht. 

    Der Clip zum Grabstein – gut gemacht! 

    Fernsicht? Fehlanzeige!

    Okay, wir sind aber natürlich nicht wegen 007 auf die Färöer-Inseln gekommen, sondern für mystisch-dramatische Landschaftsfotos. Die Klippen von Kallur sind dabei ein absoluter Klassiker, aber du brauchst gute Sicht, um Weite und Entfernung darzustellen. Ein Grundproblem übrigens auf unserer Fotoreise auf die Färöer-Inseln. Wir haben nur am allerersten Tag Weitsicht, da herrscht aber noch dieser fiese Sturm, der es zu einem Risiko gemacht hätte, in die Höhe zu gehen. So gelingt uns kein einziges brauchbares Foto von einem der Bergkuppen mit Blick auf Fjorde, Nachbarinseln oder Dörfer. Vielleicht nächstes Mal, man weiß ja nie.

    Der Blick vom Kalsoyer Leuchtturm auf die Nachbarinseln Kunoy und Viðoy. Hast du die rote Jacke schon entdeckt?

    Kein Handyempfang – die kleinen Walkie-Talkies leisteten uns gute Hilfe bei der Kommunikation für die Bildgestaltung. „Jetzt reiß mal die Arme hoch, Holger!“

    Dies ist der Blick, für den du den einstündigen Hike zum Leuchtturm auf dich nimmst. Wir hatten so viel Dunst in der Luft, dass mir nur die Ausarbeitung in Schwarzweiß gefällt. Einigermaßen zumindest…

    Rückweg über Stock, Stein und Steppe.

    Das war mir wichtig: Ich wollte eine richtig coole Aufnahme eines Schafes mit nach Hause bringen. Nicht falsch verstehen, aber das hier finde ich „sexy“. Hat Ausstrahlung mit dem dicken Wollpullover, gell?!

    Fotoreise auf die Färöer-Inseln: Die Hauptinsel Streymoy

    Streymoy hält gleich mehrere tolle Fotospots für uns bereit. Auf ihr stürzt Färöers höchster Wasserfall, der Fossá, in zwei Stufen 140 Meter in die Tiefe. Von unseren Islandreisen kennen wir die Eindrücke riesiger Wasserfälle, hier ist es aber nochmal etwas anders. Während du dir auf Island mit Dutzenden (und Hunderten!) anderen Touris die Wasserfälle teilst, bist du am Fossá oft alleine unterwegs. Wir klettern bis auf die zweite Stufe hinauf und lassen die Auslöser rattern. 

    Der Fossa Wasserfall fällt in zwei Stufen 140 Meter in die Tiefe.

    Fossá – höchster Wasserfall auf den Färöer-Inseln mit insgesamt 140 Metern Falltiefe über zwei Ebenen.

    Das Making of der Bilder aus der kleinen Wasserfallschlucht

    Die Gischt dieses Wasserfalls, der auf der gleichen Insel wie der Fossá liegt, war ein bisschen fiese zum Fotografieren. Immer im Wechsel: Auslösen…, Linse wischen.., auslösen.., Linse wischen…, auslösen…

    Hidden Waterfall

    Eines meiner Lieblingsfotos der Fotoreise auf die Färöer-Inseln. Ich liebe diese dunkle Endzeitstimmung aus der kleinen Schlucht in die wir hinabgeklettert waren!

    Der Riese und das Weib

    Tjørnuvík ist nicht allzu weit von unserer Unterkunft entfernt. Hier liegt einer der wenigen Orte mit (schwarzem) Sandstrand. Im Sommer finden hier sogar Kurse im Wellenreiten statt. Jetzt ist Winter und wir sind nahezu alleine hier. Puh! Es bieten sich allerlei tolle Motive mit dem Blick auf die beiden Steinsäulen Risin und Kellingin (Der Riese und das Weib), die neben dem Berg Eiðiskollur zerbrechlich wie Zahnstocher wirken. Immerhin: Mit 71 (Risin) und 69 (Kellingin) Metern Höhe handelt es sich nicht gerade um Pygmäen. Wie auch immer, die einrollenden Wellen bieten uns gleich an verschiedenen Tagen unzählige Möglichkeiten für raue Küstenfotos – ich mag diesen Ort! 

    Risin og Kellingin

    Risin og Kellingin (Der Riese und das Weib) – die beiden klitzeklein wirkenden Felsnadeln sind 70 Meter hoch.

    Langzeitbelichtung in Tjornuvik

    Brechende Wellen in Tjornuvik

    „Wuuusch!“

    Tjornuvik in Schwarzweiß

    Hier hat mir die Ausarbeitung in Schwarzweiß sehr gut gefallen.

    Schafe auf den Färöer-Inseln

    „Määhhäää!“ Black lives matter!

    Saksun – Einwohnerzahl: 8

    In das Dorf Saksun habe ich mich verliebt! Nicht nur ich – es ist vermutlich der meistbesuchteste Ort auf den Färöer-Inseln. Und jetzt wird es ein bisschen traurig: Saksun hat heute nur noch acht Einwohner, wird in der Sommersaison aber regelrecht von Touristen überrannt. Ein Parkplatz für mehrere Reisebusse lässt erahnen, was hier auf die Einwohner einwirkt. Zurückhaltung ist nicht jedes Besuchers Stärke und so liest man auf diversen Reiseblogs von genervten Einwohnern und heftigen Konflikten – verständlicherweise. Wie würde man sich selbst fühlen, wenn täglich mehrere Drohnen über den Köpfen kreisen und Touristen durch den Vorgarten stapfen, um sich am Wohnzimmerfenster die Nase plattzudrücken? Ich würde vermutlich die kleine Zufahrtsstraße mit einer Schranke versehen… Was denkst du? 

    Fotoreise auf die Färöer-Inseln: Museumsdorf Saksun auf der Insel Streymoy

    Der klassische Blick auf das kleine Dorf Saksun mit seinen traditionellen Steinhäusern samt Grasdächern.

    Die Kirche von Saksun

    Man soll sich ja nicht selbst loben, aber diese Perspektive mit der kleinen Kirche gefällt mir sehr! *Hast du fein gemacht, Florian!* 

    Gänse in Saksun

    In Saksun leben heute nur noch acht Einwohner, jede Menge Schafe und: zwei Gänse.

    Saksun Wasserfall

    Wie vor 100 Jahren. Ach was, 200!

    Wasserfall hebt ab in Saksun

    Ist ja nur’n büschen Wind – der Wasserfall über Saksun hebt ab!

    Fotograf Florian Läufer bei einer Fotoreise auf die Färöer-Inseln

    Schön war’s!

    IN EIGENER SACHE:

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  • St. Moment Agentur: Kirche, Kiez & Kneipentrauung

    St. Moment Agentur: Kirche, Kiez & Kneipentrauung

    Hamburgs sündige Meile, die Reeperbahn, hat mit der Kirche ungefähr so wenig zu tun, wie die Mafia mit dem Fiskus. Hier Rotlicht, Alk und Thekengespräch, dort Kerzenlicht, Wein und Glaubensbekenntnis. Zwei Welten, die nicht unterschiedlicher sein könnten und in denen die eine von der anderen behauptet, ein ungewöhnlicher Ort zu sein. Nur: Ist diese Denke tatsächlich noch zeitgemäß in einer modernen Gesellschaft? Die evangelische Kirche in Hamburg sieht das nicht so und geht in die Offensive. Die Nordkirche möchte mit der St. Moment Agentur mehr Menschen dafür begeistern, sich bei bedeutenden Lebensstationen wie Hochzeit, Taufe und Bestattungen auch an ausgefallene Orte begleiten zu lassen.

    Aber wer weiß davon, dass eine Taufe am Baggersee ebenso möglich ist, wie die Trauerfeier im Lieblingscafé oder eben eine Hochzeit an der Theke? Dazu gründete die evangelische Kirche in Hamburg im vergangenen Jahr die „Ritualagentur“, die das den Menschen bekannt machen soll. Jetzt ist 2022 und aus dem etwas sperrigen Arbeitstitel „Ritualagentur“ wird heute mit offizieller Pressemeldung die St. Moment Agentur für Hochzeit, Taufe & Bestattungen. Der passende Claim dazu: „Dein Leben, dein Moment!“

    St. Moment Agentur: Vier gewinnt!

    Mit insgesamt vier Pastoren und Pastorinnen geht die evangelische Kirche in Hamburg das Vorhaben St. Moment an. Pastorin Angelika Gogolin, aus der kleinen Brunstorfer Kirchengemeinde am Rande von Hamburg, hatte sich im vergangenen Jahr auf eine der zu vergebenen Stellen beworben und wünscht sich, die Idee ganz offiziell zum Erfolg bringen zu dürfen. Das kommt nicht von irgendwoher: Die sympathische Pastorin fühlt sich in ihrer Freizeit in den kultigen Bars und Clubs auf Hamburgs Reeperbahn wohl. Warum also nicht beides miteinander verbinden? Eine Hochzeitslocation muss ja nicht zwingend als geleckte Atmosphäre mit behandschuhtem Oberkellner im Stil eines vornehmen Schiffs-Stewards daherkommen. Heiraten im Freudenhaus? Daraus könnte aus Angelika Gogolins Sicht was werden! (Zum Freudenhaus an späterer Stelle mehr.) Herzlich, rau und geradeaus – wem das nicht etepetete genug ist, hat auf St. Pauli nichts verloren!  

    Kneipentrauung: Fotoreportage auf St. Pauli

    Ganz von vorne: Pastorin Gogolin hat sich bei der Nordkirche auf eben diese Stelle beworben. Ganz offiziell. Die Antwort kam prompt – mit Hausaufgabe: Eine Hochzeit in einer Bar konzeptionieren. Weil Praxis schon immer die beste Theorie war, entschließt sich Angelika dazu, bereits vor ihrem Vorstellungsgespräch das Vorhaben in verschiedenen Bars und Kneipen auf der Reeperbahn zu bewerben und diese am besten gleich mit ins Boot zu holen.

    Die Barleiter vom „Schmidt Theater“ am Spielbudenplatz, „Zum Windjammer“ in der berühmten Davidstraße und vom „Freudenhaus St. Pauli“ in der Hein-Hoyer-Straße spricht Pastorin Gogolin einfach ein paar Tage vorher an, zur Kneipe „Fasan“ in Eimsbüttel stellt eine Freundin den Kontakt her. Was für ein großartiges Projekt! Und jetzt komme ich ins Spiel: Ich muss mich nicht lange selbst überreden, als Pastorin Angelika Gogolin mich fragt, ob ich den Abend in Hamburgs weltberühmtem Rotlichtviertel in einer Fotoreportage festhalten könnte. Anschnallen!  (Extra-Tipp: Ich habe vor einigen Monaten Angelika Gogolin für ein freies Projekt als eine von fast 30 Freiwilligen fotografiert. Hier kannst du dir das Ergebnis anschauen: Charakterportraits)

    Schmidt Theater

    Verabredet sind wir im Schmidt Theater an der Hausbar – 20:30 Uhr. Weil auf St. Pauli das „Du“ die einzig richtige und akzeptierte Ansprache ist, heißt Pastorin Angelika Gogolin ab jetzt nur noch Angelika. Für heute und immer: Partners in Crime! Angelika ist etwas zu früh dort, schickt mir eine Nachricht. „Bin schon da. Ziehe mich noch um!“ Mit kleinem Schultergepäck (eine Kamera, zwei lichtstarke Objektive) bin ich auch gleich da. Angelika empfängt mich vis-à-vis der Bar im Talar und mit dem breitesten Grinsen, welches ich je bei ihr gesehen habe. Man kann ihr Brennen für das Projekt St. Moment fast körperlich spüren – toll.

    Die meisten Gäste ignorieren uns, was die angenehmste Form der Akzeptanz ist. Manche blicken verstohlen. Eine Frau im Priesterkleid? Ernst oder Spaß? Fetisch oder fromm? Und noch bevor ich meine Kamera ausgepackt habe, traut sich ein Ehepaar zu fragen. Angelika erklärt, auf der anderen Seite aufrichtiges Interesse. Der Nebentisch klinkt sich ein, nach wenigen Minuten sind alle im Thema. Wow, so schnell möchte ich auch mal ins Gespräch kommen!

    Gespräch mit Pastorin im Schmidts Tivoli auf der Reeperbahn

    In der Hausbar vom Schmidt Theater am Spielbudenplatz kommt Angelika Gogolin schnell mit Frauke und ihrem Begleiter ins Gespräch. Kurz darauf klinkt sich auch der Nebentisch ein.

    Gespräch an der Bar

    Hochzeiten mit der St. Moment Agentur im Schmidt Theater?

    Jetzt das formelle Gespräch über die St. Moment Agentur mit Serviceleiter Jacek, der mit gezwirbeltem Bart (wo sieht man sowas noch?) hinter der Theke steht. Ich höre mit einem Ohr hin, bin gedanklich aber noch in meine Kameraeinstellungen vertieft. Alles geht so schnell, es gibt kein ankommen, eingrooven, im Flow sein, wie es bei den meisten Fotoaufträgen üblich ist. Denn das zieht sich durch den Abend: Wo Angelika in ihrer Robe auftaucht, ist sie sofort im Gespräch. Im tiefen Gespräch!  Zugegeben, nicht jeder ist grundsätzlich kritiklos. Aber Wohlwollen ist in erheblichem Maß vorhanden. Und da soll nochmal jemand sagen Kirche wäre Kokolores! 

    Jedenfalls: Bei Jacek läuft Angelika offene Türen ein. Hochzeiten im Schmidt Theater? Jederzeit – alles kein Problem, sehr gerne! Ich würde sagen: „Volle Punktzahl, Angelika!“

    Serviceleiter Jacek an der Bar im Schmidts Tivoli

    Serviceleiter Jacek ist offen für eine Kooperation mit der St. Moment Agentur im Schmidt Theater – ein guter Start in den ereignisreichen Abend!

    Kultkneipe „Zum Windjammer“

    Nächste Station: „Zum Windjammer“ in der Davidstraße, nicht weit von Hamburgs berühmter Davidwache entfernt. Die Begrüßung durch Barfrau Izabella „Izi“ ist warm und herzlich. Wir werden gedrückt und fühlen uns auch so. Der Kiez ist ehrlich, wenn man mit ehrlichen Absichten kommt. Izi würde sich sooo über Hochzeiten der St. Moment Agentur in ihrer Kultkneipe mit über vierzigjähriger Kiezgeschichte freuen! Im Hinterzimmer steht sogar noch die Hochzeitsdeko einer Trauung vor langer Zeit. Hier sprechen Angelika und Izi über die Pläne, an Izis Bar kirchliche Hochzeiten zu vollziehen. Und auch hier: Schon bald bekommt die Unterhaltung Tiefgang. Ich mag nicht unterbrechen, schalte das Auslösegeräusch der Kamera aus. Irgendwann traue ich mich: „Ähem.., könnten wir die Hochzeitsdeko nicht dort an der Wand, über euren Köpfen, aufhängen? Wäre cool für’s Foto!“ Wir können und machen’s! 

    Pastorin spricht mit Barfrau Isi vom Windjammer über eine Kneipentrauung

    Die super-herzliche Bardame Izi würde sich riesig über kirchliche Hochzeiten mit der Agentur St. Moment in ihrer Kultkneipe „Zum Windjammer“ freuen!

    St. Moment Agentur: „Dein Leben, dein Moment!“

    Zurück am Tresen lernen wir Olli kennen. Der legt eigentlich Platten auf, heißt dann „DJ PartyOlli“. Après Ski, Mallorca, Stadtfest – diese Nummer. Hier und heute ist er ganz gechillt, trinkt Drittel-Astra aus der Flasche und findet die Idee mit den Trauungen gar nicht ganz schlecht. Netter Typ! Und dann ist da noch Weronika. Weronika mit W,  heute erstmalig Gast bei Izi. Weronika würde SO-FORT in einer Bar heiraten, wüsste aber nicht wen. Findet sich, ganz sicher. Irgendwann. Vielleicht schon heute Abend. Man weiß ja nie. Ach, im Windjammer hätte ich den ganzen Abend bleiben können. Unser nächster Stop wartet. Nütztjanix.

    Pastorin Angelika in der Kiezkneipe zum Windjammer um die Ritualagentur bekannt zu machen

    Durch die Tür geluschert – Angelika im Gespräch mit Olli.

    Thekengespräch mit Pastorin

    DJ PartyOlli (Foto: Florian Läufer)

    Heute ist Olli extrem chillig, er kann aber auch anders! Als DJ PartyOlli begeistert er sonst prall gefüllte Partyzelte.

    Postkarte Hausbesuch

    Passt irgendwie zum Thema…

    Kiezkneipe Windjammer

    Weronika würde so-fort (!) für eine Trauung auf der Reeperbahn zusagen! Gute Sache, die Idee mit der St. Moment Agentur der evangelischen Kirche in Hamburg.

    Es wird sündig: Das „Freudenhaus St. Pauli“

    Weiter, immer weiter – wir gehen ins Freudenhaus. Genauer: In die Bar „Freudenhaus St. Pauli“, nicht ins echte. Bardame Natascha nimmt sich Zeit für Angelika, bringt Wasser an den Tisch. „Ach Gott, ach Gott. Fotos ohne Lippenstift, ich trage doch sonst Maske den ganzen Abend. Nun ja, ist ja für eine gute Sache!“ Zur Kirche hat Natascha ein ganz praktisches Verhältnis. Die Kita für den Nachwuchs ist eine tolle Sache, mit der Kirche an sich hat die auffallend herzliche Wirtin keine Berührungspunkte. Aber klar, eine Fürbitte würde Natascha gerne im Gottesdienst mal sprechen. „…und das mit der Kneipentrauung zwischen all dem sündigen Zeugs hier, ist eine klasse Idee! Ritualagentur? Gerne!“ (Übrigens: Hier geht es zu einer interessanten NDR-Reportage über Thekenfrau Natascha: Die Nordreportage

    Barfrau Natascha im Gespräch zum Thema Ritualagentur mit Pastorin Angelika. Hier sollen Kneipentrauungen vollzogen werden.

    „Cheers!“ Thekenfrau Natascha nimmt sich Zeit für ein Gespräch mit Pastorin Angelika. 

    Pastorin Angelika Gogolin im Freudenhaus auf dem Hamburger Kiez

    Ihre Augen verraten: Angelika brennt für die Idee der St. Moment Agentur!

    Trinken auf der Kirchenbank

    An der Bar gibt es doch noch einen gemeinsamen Nenner von Kirche und Kiez: Bei den Barsitzen handelt es sich um eine alte Kirchenbank, die hier nun zweckentfremdet zum Trinken einlädt. Wer hätte das gedacht? Heute sitzen hier Stephan und Gattin Danni. Sie trinken ein gepflegtes Gläschen und rauchen selbstgedrehte Zigaretten. Der Beweis, dass die Welt klein ist: Stephan kennt das kleine Dorf mit seiner Elisabeth-Kirche, in der Angelika zum jetzigen Zeitpunkt Pastorin ist. Das aufgeschlossene Pärchen erklärt sich für eine Segnung durch Angelika bereit, was mir zu einem großartigen Foto verhilft.  

    Kneipentrauung

    Pastorin Angelika hinterm Tresen im Freudenhaus. Der Kiez ist ihr heilig – darf man das so schreiben?

    Pastorin Angelika Gogolin segnet im Freudenhaus auf ihrer Werbetour für die Ritualagentur

    Dass Stephan und Danni an diesem Abend im Freudenhaus gesegnet werden, hätten sie sich vorab wohl kaum denken können.

    Segen Ehering

    Fasan – die Sperrstunde naht!

    Unsere letzte Station führt uns in den Stadtteil Eimsbüttel, in die Kneipe Fasan. Wir kommen gerade noch rechtzeitig kurz vor der Corona-Sperrstunde. Uns bleibt eine gute Viertelstunde. Zwischen Aufbrechenden und Sitzenbleibern können zu dieser Uhrzeit zwei Promille liegen. Und so ist es dann auch. Gesprochen hat Angelika mit beiden. Eine Runde junger Männer aus einer katholisch geprägten Region in Niedersachsen zeigt sich offen für ein Gespräch. Der gemeinsame Tenor: Super, dass die Kirche offener wird. Eigentlich längst überfällig! Wie wahr! Und überhaupt: „Ganz herzlichen Dank für dieses Gespräch!“

    Kneipe Fasan kurz vor Sperrstunde

    Letzte Station an diesem Abend: die Kneipe Fasan in Eimsbüttel. Auch hier ist Angelika ganz fix in eine Unterhaltung über die St. Moment Idee vertieft.

    Fasan Eimsbüttel

    Angelika Gogolin im Fasan

    „Mach ma noch einen!“

    Die letzten drei Stammgäste sind gesellig, gesprächsbegeistert und haben heute vermutlich schon mehr „Mach ma noch einen!“ bestellt als andere vertragen können. Einer, Jürgen, war mal als junger Fußballer auf dem Cover des „Kickers“ zu sehen, das nun gerahmt an einem Ehrenplatz in der Kneipe hängt. Ein anderer nennt mir seine Mailadresse, damit ich ihm ein paar Fotos des Abends schicken kann. „Mach ich, Ehrensache!“ Der dritte trägt einen Mantel wie Buffalo Bill und sieht auch ein bisschen so aus. Er wünscht ganz viel Erfolg beim Missionieren. Angelika muss schmunzeln und wiederholt mit kippelnden Kopfbewegungen: „Missionieren…!?“ 

    Stammgäste in der Kneipe Fasan in Eimsbüttel mit Pastorin Gogolin

    Fasan-Stammgäste Tave und Jürgen zeigen sich aufgeschlossen für die Idee mit der Kneipenhochzeit.

    handyfoto

    Eine Pastorin in der Kneipe? Der Videobeweis für die Daheimgebliebenen!

    Fasan Wirt

    Wirt Martin mit Angelika am Fasan-Tresen. Auch er ist für die Ideen der evangelischen Kirche mit ihrer St. Moment Agentur offen.

    Ich habe im Duden nachgeschlagen. Dort wird Missionieren mit Bekehren gleichgesetzt. Doch darum geht es Angelika nicht und so habe ich sie auch nie erlebt. Mein Verständnis nach diesem spannenden Abend: Angelika hat den Segen im Gepäck – dafür möchte sie werben. Und das tut Sie mit Tatendrang, Elan und von ganzem Herzen! Ich habe ihr vom Tag unserer gemeinsamen Kieztour an ganz fest alle Daumen gedrückt, dass es ihr gelingt, das Gremium von ihren Fähigkeiten zu überzeugen! Als besonders herausfordernd habe ich dabei empfunden, dass das Vorhaben St. Moment Agentur eine Top Secret-Angelegenheit war und ich niemand davon erzählen und schon gar keine Fotos zeigen durfte! Mit der heutigen Pressemitteilung ist aber alles ganz offiziell, womit das Jucken in den Fingern endlich ein Ende hat: ANGELIKA HAT DEN JOB – ZUSAGE! WOHOOO!

    Abschlussfoto der Kieztour mit Pastorin Angelika Gogolin

    Für ein Abschlussfoto dieses aufregenden Abends zum Thema Kneipentrauung kann ich Angelika noch in einen Hamburger U-Bahnhof entführen, der sich als ganz ausgezeichnete Kulisse anbietet. Also mir gefällt’s!

    Wenn du dir das Projekt St. Moment Agentur gerne von Angelika direkt erklären lassen möchtest, dann schau dir dieses zweiminütige Youtube-Video an:

    In eigener Sache

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  • Freie Arbeit: Madeira Fotoreise im Dezember

    Freie Arbeit: Madeira Fotoreise im Dezember

    Meine Madeira Fotoreise ist eher Schnapsidee als akribisch vorbereitetes Fotoprojekt. Ich habe – nach 18 Monaten Corona-Flaute – eine gut ausgelastete zweite Jahreshälfte mit vielen aufregenden Fotoaufträgen hinter mir. Im Kopf schreit es, der bescheiden wieder aufgebaute Kontostand erlaubt es: „Florian, die Landschaft ruft!“ Der erste Gedanke ist, mich einer begleiteten Fotoreise anzuschließen. Das ist natürlich kompletter Unsinn. Mal ehrlich: Mit einer sechs- bis achtköpfigen Gruppe unbekannter Menschen für viel Geld Orte fotografieren, die mir ein Workshop-Programm zu festen Uhrzeiten vorschreibt? Hilfeee!

    Dann lieber mit wenig Geld mein eigenes Ding machen. Alleine komme ich gut klar, kann im Kopf alles neu ordnen und gehe niemand auf die Nerven. Andersherum genauso. Paradiesisch! Bei der Planung gehe ich rückwärts vor. Erster Schritt: Ziel festlegen und Flug buchen – damit ist schonmal der „Point of no return“ erreicht. Drei Stunden später ist klar: Es wird die portugiesische Atlantikinsel Madeira, der Flug geht in knapp drei Wochen – damit kann man doch arbeiten! Jetzt wird geplant.

    Abflug zur Fotoreise

    Als ich dieses (Handy-)Foto aus der Wartehalle am Flughafen mache, habe ich ganz schwitzige Hände vor Aufregung. Meine erste Reise seit Beginn der Pandemie!

    Gut & günstig

    Es sind die Nebelwälder, die mich bei dieser einwöchigen Madeira Fotoreise ganz besonders reizen. Dazu die raue Küstenlinie und: ausgedehnte Wanderungen in den Bergen. Ich verbringe die Abende vor der Abreise auf Google Earth – Brainstorming mit mir selbst! Mir ist schnell klar, dass mir der Süden der kleinen Insel zu touristisch und fotografisch wenig reizvoll erscheint. Bedeutet: Ich bleibe im Norden Madeiras und suche mir eine strategisch gut gelegene Ferienwohnung in Ponta Delgada. Von dort aus lassen sich alle mir wichtigen Orte in maximal einer Stunde mit dem Mietwagen erreichen.

    Ach so, um nochmal den Bogen zu einer begleiteten Fotoreise zu schlagen: Die Kosten für Flug, Unterkunft und Mietwagen belaufen sich bei meiner Madeira Fotoreise auf gut 900 Euro. Später kommen noch 200 Euro Spritkosten hinzu. Hätte ich es drauf angelegt, wären sogar noch einige Euro Ersparnis drin gewesen. Meine Nachrecherche ergibt, dass eine begleitete Fototour gleicher Dauer mit 2.300 Euro zu Buche schlägt – ohne Flug! Dazu an späterer Stelle mehr…  

    Karte Madeira Fotoreise

    Der Süden der Insel erscheint mir fotografisch wenig reizvoll. Also buche ich im mittleren Norden eine Unterkunft und kann so meine favorisierten Spots alle gut erreichen. (Screenshot: Google Earth)

    1. Die Felsnadeln von Ribeira de Janela

    Den Abend der Ankunft gehe ich ruhig an. Mein erster Fotospot am nächsten Morgen ist die schroffe Felsformation in Ribeira de Janela. Hier fließt Madeiras längster Wasserlauf in den Atlantik. Beides zusammen erklärt den Namen der Ortschaft und des gleichnamigen Wasserlaufs, der übersetzt so viel wie „Fensterfluss“ heißt. Weil: In dem größten der Inselfelsen befindet sich ein fensterähnliches Loch! 

    Madeira Fotoreise: Beliebter Spot ist Ribeira de Janela

    Ribeira de Janela. Hast du schon das Fenster im Felsen entdeckt?

    Lichtschein durch die Wolkendecke bei Ribeira de Janela auf Madeira

    Im Hintergrund der oberen Aufnahme ist bereits zu erkennen, wie sich einzelne Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke schummeln. Hier die Detailansicht. Sieht toll aus, oder?

    Felsnadel mit großer Welle in Ribeira de Janela.

    Atlantikwellen haben Zähne!

    Ungewöhnliche Perspektive mit Wasserfall in Ribeira de Janela.

    Perspektive und Licht sind die wichtigsten Elemente in der Fotografie, mit denen man kreativ arbeiten kann. Einen echten Wasserfall gibt es in Ribeira de Janela nicht. Es ist der Ablauf eines Wasserkraftwerks, den ich hier in der Vordergrund der Aufnahme rücke.

    Ribeira de Janela Langzeitbelichtung.

    Wenn man bedenkt, wie breit die Felsformation von der Seite betrachtet ist, mag man kaum glauben, dass sie bei direkter Draufsicht schmal wie ein Bowlingkegel ist.

    Die Felsformationen von Ribeira de Janela mit Lichtstrahlen der aufgehenden Sonne.

    Auf diesem Bild gut zu erkennen: das fensterähnliche Loch im Fels.

    Wie auf Island

    Mich fasziniert dieses urige Gebilde, an dem sich die schweren Atlantikbrecher die Zähne ausbeißen. Die Formation erinnert mich ein wenig an die Felsnadeln von Reykjanes (Island), die ich 2017 mit meinem Fotobuddy Holger fotografierte. Ebenfalls im Atlantik, aber gut 3.500 Kilometer weiter nördlich. Jetzt im Winter ist hier in Ribeira de Janela der Sonnenstand leider nicht optimal. Die Sonne bleibt ganztägig im Rücken der Insel, sodass jetzt ein dramatischer Sonnenauf- oder -untergang nicht zu fotografieren ist. Nun ja, die Sonne sehe ich bei dieser Madeira Fotoreise eh nicht allzu häufig. Kann man nix machen. 

    Die Felsnadeln in Reykjanes, Island

    Mich erinnern die Felsen von Ribeira de Janela an diese Felsnadeln, die ich 2017 in Reykjanes (Island) aufgenommen habe.

    Foto: Andrea Lazzarini

    Als ich am ersten Morgen die Felsen von Ribeira de Janela fotografiere, bin ich nicht alleine am Spot. Der Italiener Andrea Lazzarini fotografiert etwas oberhalb von mir und nimmt mich für diese Aufnahme mit ins Bild. Wir halten einen kurzen Plausch, später schickt er mir das Ergebnis aufs Handy. Tolle Geste! Dass wir uns bei dieser Madeira Fotoreise gleich mehrmals über den Weg laufen werden, wissen wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

    2. Posto Florestal Fanal – der „Feenwald“

    Von Ribeira de Janela sind es nur wenige Kilometer in den „Feenwald“ von Fanal. Dieser ikonische Ort ist sicherlich mein No.1-Spot bei meiner Madeira Fotoreise. Schon lange bestaune ich die mystischen Fotos der uralten verwachsenen, knorrigen Lorbeerbäume, die sich im Nebel zu gespenstisch anmutenden Kreaturen verwandeln. Ich drücke mir selbst die Daumen für dichten Nebel und habe bei meiner Ankunft in gut 1.100 Meter Höhe: richtig trübe Suppe! Jaaaa!!! Mich macht das ganz kribbelig. Nach Jahren bin ich endlich an diesem Ort und finde gleich meine absoluten Wunschbedingungen vor.

    Ich muss gestehen, dass ich die erste Stunde etwas fahrig fotografiere. So viele Eindrücke, so viele Formen, so groß meine Begeisterung. Erst mit der Zeit nehme ich mir Zeit für die Aufnahmen – jetzt werden sie besser. Und ich kehre im Verlauf der Woche drei weitere Male zu diesem verwunschenen Lorbeerwald zurück. 

    Der Nebelwald in Fanal ist ein absolutes MUSS bei einer Madeira Fotoreise.

    Insgesamt besuche ich den Nebelwald in Fanal viermal. An drei Tagen liegen die Bäume im Nebel. Als die Luft hingegen klar ist, bin ich beim vierten Besuch am Parkplatz gleich wieder umgekehrt. Hier MUSS einfach Nebel sein!

    Lorbeerbaum in Fanal auf Madeira

    Knorrige Lorbeerbäume im Feenwald auf Madeira

    Es scheint, als hätten die knorrigen Bäume Arme, Beine, Körper – und manchmal auch Augen!

    Klassiker bei dieser Madeira Fotoreise: die mystischen Lorbeerbäume von Fanal

    Haben sie auch eine Seele? Vermutlich stellen wir uns hier beide die gleiche Frage…

    Nebelwälder in Fanal bei Sonnenaufgang.

    Das könnte ich mir gut in Übergröße an der Wohnzimmerwand vorstellen. It’s a kind of magic!

    Ein Ergebnis dieser Madeira Fotoreise als Wandbild

    Posto Florestal Fanal mit Kühen.

    Unwirklich!

    Lorbeerwälder Madeira wandern

    3. Das Fischerdorf Seixal wird zu meinem Waterloo bei dieser Madeira Fotoreise

    Das kleine Fischerdorf Seixal liegt nur wenige Kilometer von meiner Unterkunft entfernt und bietet mir aus fotografischer Sicht reichlich Möglichkeiten, brechende Wellen in zerklüftetem Lavagestein zu fotografieren. Die See ist tückisch – und wird mir zum Verhängnis. Es sind nicht die kleinen, kabbeligen Wellen, die sich hier am Ufer entladen und dir Probleme machen. Ganz anders: Die Dünung des Atlantiks, also das langsame Heben und Senken des Wasserspiegels, beträgt trotz ruhig wirkenden Seegangs schnell mal drei bis vier Meter Höhenunterschied. Erst wenn diese Dünung aufs flache Uferwasser trifft, wird sie zu einer „echten“ Welle. Tückisch! 

    Wellen in Seixal.

    Die See wirkt glatt, hat es aber in sich, sobald die Dünung ans Ufer drückt! 

    Seixal mit wild tobenden Wellen

    Hier geht es schon ruppiger zu. Ohne Freischwimmer solltest du hier nicht reinfallen.

    Samt Ausrüstung von der Welle überspült

    In meinem Jahresrückblick 2021 hatte ich es schon erwähnt, hier nochmal in Kürze: Um die brechenden Wellen in ihrer Dynamik abzubilden, kraxele ich durch das schroffe Lavagestein bis an die Uferkante. Ich halte Sicherheitsabstand zum tosenden Wasser. Knapp 15 Minuten geht alles gut, ich mache sogar ein kurzes Handyvideo von diesem faszinierenden Wellenspektakel. „Ah, cool! Da rollt ein richtig dicker Brecher rein – wird ein super Foto!“ denke ich noch. Ich behalte Recht – aber sowas von! Die Welle baut sich auf…, wird größer…, größer…, gröööößer! Als mir das Weißwasser wie eine Wand entgegen kommt, ist mir klar, dass ich die Situation falsch eingeschätzt habe. Zu spät!

    „WUUUUSCH!!!“ Ich werde mitsamt meiner Ausrüstung überspült. Und das ist nicht alles. Ersatzkamera und -objektive liegen (genauer: lagen!) hinter mir im geöffneten Rucksack, der treibt jetzt mit Schlagseite im fast brusttiefen Wasser. „Ach du Sch***e!“ Ich springe rein, kriege alles gegriffen und rette mich triefend nass ans Ufer. Game Over! 

    Letztes Foto vor dem Unfall in Seixal

    Das letzte Foto aus meiner Sony A7R IV, bevor ich realisiere, dass von rechts eine Wand aus Wasser angeschossen kommt. Zu spät! (Im Hintergrund zu sehen: die Felsen von Ribeira de Janela.)

    Whatsapp Nachricht nach Fotounfall.

    30 Minuten nach dem Unfall schicke ich eine WhatsApp-Nachricht an meinen Reise- und Fotopartner Holger Kröger, der diesmal nicht dabei sein konnte. Zu diesem Zeitpunkt bin ich innerlich komplett leer. Ach, viel schlimmer: vakuumiert!

    Teile der Ausrüstung befanden sich kurzzeitig unter Wasser und sind damit automatisch als Totalschaden zu werten, andere Gegenstände kriegen „nur“ die fette Welle ab. Salzwasser ist wie ätzende Säure für das Fotoequipment. Ich bin jetzt nicht nur klitschnass, sondern auch völlig überfordert. Ich lasse das Wasser aus den Objektiven herauslaufen, rechne kurz durch, wie hoch der Maximalschaden sein könnte. Das hätte ich nicht tun dürfen. Äußerlich ruhig, innerlich zerstört raffe ich alles zusammen und fahre in die Unterkunft – erstmal sammeln. Resignation fühlt sich wie eine stumme innere Leere an. Schlimm. Übrigens: Wie alles ausgeht, erfährst du am Ende dieses Blogbeitrags. 

    4. Der höchste Berg Madeiras: der Pico Ruivo

    Mein zweitwichtigster Spot der Madeira Fotoreise ist ein toter Baum etwa 100 Höhenmeter unter dem höchsten Gipfel Madeiras – dem Pico Ruivo, der 1.862 Meter weit in den Himmel ragt. Ich hatte in einem YT-Video des britischen Landschaftsfotografen Nigel Danson diesen Spot gesehen und war total geflasht davon. Den gleichen Baum finde ich im Instagramprofil des Fotografen Maxim Moskalenko wieder und schreibe ihn via PN an. Maxim gibt mir reichlich Tipps für Madeira mit auf die Reise. Und: eine Wegbeschreibung zu dem Spot mit dem toten Baum! Tschakkaaa! (Danke nochmal, Maxim!)

    Der Fotograf Maxim Moskalenko

    Der Fotograf Maxim Moskalenko lebt in der Schweiz, war einige Monate zuvor mit dem Fotoapparat auf Madeira und gibt mir hilfreiche Tipps für meine Madeira Fotoreise mit auf den Weg. Tiptop!

    Alles Taktik!

    Bei meiner Madeira Fotoreise gehe ich taktisch vor. Morgens und Abends möchte ich jeweils zum besten Licht an einem meiner ausbaldowerten Spots stehen, während ich tagsüber die Zeit zum Scouten nutze. Diese Vorgehensweise hilft mir sehr, die Orte nach den Erkundungstouren besser einzuschätzen und mit diesem Wissen zu entscheiden, zu welcher Zeit und bei welchen Bedingungen ich wohin zum Fotografieren zurückkehre. Womit wir wieder beim toten Baum von Nigel Danson sind. Meinen ersten Hike zum Gipfel des Pico Ruivo trete ich nachmittags an und hoffe auf einen tollen Sonnenuntergang. 

    Der Weg auf den Gipfel von Madeiras höchstem Berg, dem Pico Ruivo.

    Der Trail zum Gipfel ist ein Traum!

    Der Gipfel vom Pico Ruivo, Madeira.

    Über den Wolken! Der Weg zum Gipfel ist auch für Einsteiger wie mich geeignet. Ausgesetzte Stellen gibt es nicht.

    Dead Trees of Pico Ruivo.

    Tausende tote Bäume befinden sich an den Hängen des Picu Ruivo. 2016 hatte es hier einen verheerenden Waldbrand gegeben, der diese knochig-weißen Baumskelette hinterlassen hat – gespenstisch! Einer davon steht auf einem kleinen Plateau direkt am Abgrund und wird bei dieser Madeira Fotoreise zu einem meiner Top 3-Spots. Hier treffe ich ein zweites Mal auf den Italiener Andrea Lazzarini – was für ein Zufall. 

    Schutzhütte auf dem Weg zum Gipfel des Pico Ruivo auf Madeira.

    Viel zu früh verschwindet bereits am späten Nachmittag die untergehende Sonne hinter den Bergkuppen. (Hier beim Abstieg.) Der Pico Ruivo ist definitiv ein Spot für den Sonnenaufgang.

    Wegweiser für Wanderungen auf Madeira.

    Wehe hier steckt jemand die Schilder um! 

    Ich komme wieder!

    Als Norddeutscher bin ich nicht mit Bergen vertraut. Erstaunlicherweise muss ich relativ häufig BERGAB wandern, obwohl ich doch BERGAUF zum Gipfel möchte. Ich hatte nicht bedacht, dass man immer wieder durch Senken laufen muss, wenn man einen Berg hinauf möchte. Ich finde das anstrengend und gemein! Aber so sind wohl die Berge. 

    Die Sache mit dem Gipfel und der Aussicht stimmt! Bergsteiger sagen immer, dass die Belohnung für einen Aufstieg zum Gipfel in seiner Aussicht steckt. Ist was dran! Als ich schwitzend auf der Bergspitze des Pico Ruivos stehe, denke ich: Für diese Aussicht hat sich jeder Tropfen Schweiß ausgezahlt. Toll, von hier oben auf den Rücken der Wolkendecke zu blicken! 

    Jetzt runter zum Baum. Es stellt sich heraus, dass das Nachmittagslicht aus fotografischer Sicht nicht dolle ist. Noch bevor die Sonne die Szenerie in goldenes Licht tauchen kann, verschwindet sie hinter der Gipfelkuppe. So wird das nichts mit meinem Wunschfoto, auf dem ich mir den toten Baum im warmen Sonnenlicht samt mystischer Nebelschwaden im Hintergrund vorstelle. Es nützt nichts: Ich muss morgens zum Sonnenaufgang hier oben sein. In den letzten drei Tagen werde ich also jeden Morgen im stockdunklen mit der Kopflampe auf der Stirn zum Baum wandern, um ihn letztlich in tollem (aber nicht bestem) Licht zu erwischen. Verrückt.

    5. Die Steilklippen von Ponta de Sao Lourenco

    Als ich vom Pico Ruivo zum Auto zurückwandere, öffnet sich für einen kurzen Moment die Wolkendecke und ich kann einen Blick auf die Ostküste Madeiras werfen. Beeindruckend – schon aus dieser Entfernung! Das langgestreckte Naturschutzgebiet mit seinen bizarren Felsen bietet einmalige Panorama-Meerblicke aus teils luftigen Höhen. Dort verbringe ich die kommenden zwei Tage. Es gibt nur einen Trampelpfad, der sich über die Felsen des Kaps schlängelt – Autos verboten. Auch hier führt der Weg zum Ziel auf und ab. Apropos: Das Ziel am ersten Scouting-Tag ist das knapp 4 Kilometer entfernte „Casa do Sardinha“, ein kleines Restaurant am Ende der Halbinsel. Zum Fotografieren sind aus meiner Sicht der Aussichtspunkt Ponta do Rosto und die höchste Erhebung des Kaps (in der Nähe des Parkplatzes Sao Lourenco) am schönsten. 

    Blick auf Sao Lourenco

    Als sich beim Abstieg vom Pico Ruivo für einen Moment die Wolkendecke öffnet, kann ich aus der Höhe einen ersten Blick auf die gut 20 Kilometer entfernte Ostspitze Madeiras werfen. Die steinig-karge Halbinsel unterscheidet sich deutlich von der üblichen Erscheinung Madeiras.

    Ich beginne am nächsten Morgen etwa eine Stunde vor Sonnenaufgang in Ponta do Rosto am Aussichtspunkt zu fotografieren. Der lässt sich sogar bequem mit dem Auto erreichen. Ich bin nicht der Erste. Eine begleiteter Foto-Workshop ist bereits dort. Sieben Fotografen stehen Schulter an Schulter, Stativ an Stativ am Geländer des Aussichtspunktes. Irgendwie witzig. So sähe also meine Realität aus, wenn ich mich für eine organisierte Fotoreise entschieden hätte. Ich bin froh, alleine zu sein.

    Du bist machtlos, wenn das Licht nicht stimmt

    Es kommt schlimmer. Der Himmel ist bedeckt (doof!), in die Riege der Rudelknipser möchte ich mich nicht einreihen. Weg hier! Ich gehe links auf die nächste Bergspitze und stehe jetzt 100 Meter entfernt und 20 Meter über der Workshop-Gruppe. Die Fotos werden so „naja“. Bewölkung halt, kannst nix machen. Rechts neben der langgezogenen Halbinsel würde die Sonne hochkommen, wenn sie sich nicht hinter dem Wolkenvorhang versteckt hielte. Ärgerlich. Du kannst die beste Ausrüstung haben, wenn das Licht nicht stimmt, bist du machtlos. Zehn Minuten später wird es spannend! In die Wolkendecke kommt leichte Farbe – ganz subtil. Eher Magenta als Orange. Das bedeutet, dass die Sonne irgendwo eine Lücke findet und von unten in die Bewölkung färbt. Zu sehen ist sie nicht. Trotzdem ein gutes Zeichen. Könnte doch noch was werden mit einem schönen Foto heute. Mal abwarten…

    Bewölkung am Aussichtspunkt Ponta do Rosto

    Die starke Bewölkung in Ponta do Rosto am frühen Morgen ist etwas enttäuschend. Ich mache einige Fotos, ja. Richtig doll werden die aber nicht. Das denkt sich auch der anwesende Foto-Workshop und verlässt den Ort – trotz vielversprechender Vorzeichen – wenige Minuten vor einer wahren „Lichtexplosion“. 

    Der Himmel wird immer besser

    Jetzt kommt Bewegung in die Fotogruppe. Klar, die müssten den Wink mit dem Zaunpfahl ebenfalls erkennen, auf jeden Fall aber deren Tourguide. Häh, was machen die? Die Gruppe schraubt tatsächlich die Stative zusammen und stapft zum Auto! Echt jetzt? Echt jetzt! Es dauert ein bisschen, dann sitzen alle im Minibus und brausen davon. „Mööp-mööp!“ Der Himmel wird immer besser. Magenta verwandelt sich in Orange, die Wolkendecke bricht nach und nach auf. Innerhalb von fünf Minuten explodiert der Himmel und die warme Sonne lacht schadenfroh von hinten in die Felsformationen. Es ist traumhaft! Mein Auslöser rattert! Und der Foto-Workshop sitzt im Auto auf dem Weg nach nirgendwo. Im Konjunktiv ausgedrückt: Wenn ich dort jetzt als zahlender Tourteilnehmer im Auto sitzen würde, hätte ich vermutlich schlechte Laune ob der verpassten Chance bekommen. 

    Der Aussichtspunkt Ponta do Rosto ist ein beliebter Spot bei jeder Madeira Fotoreise

    It’s all about light! Als die Wolkendecke aufbricht, herrscht für etwa 20 Minuten ein ganz hervorragendes Licht. Yiieehaaah! (Spoiler: Siehst du die Spitze des höchsten Berges, rechts oben im Bild? Das wird mein Fotospot für den kommenden Morgen!)

    Ponta do Rosto fotografieren bei Sonnenaufgang.

    Schau mal, wie von hinten die Sonne in die aufgewirbelte Gischt scheint. 

    Höhenangst!

    Für den nächsten Morgen nehme ich mir die hohe Bergspitze an der nördlichen Steilklippe vor. Die Kopflampe weist bei völliger Dunkelheit den Weg, ich verliere trotzdem den Pfad und kraxele querfeldein nach oben. Schwindelfrei bin ich nicht. Nicht mehr! Seit etwa dem 40. Lebensjahr habe ich Höhenangst entwickelt und die wird von Jahr zu Jahr schlimmer.

    Hoch finde ich weniger schlimm als runter, außerdem ist es ja dunkel – das hilft. Dennoch weiß ich: Gleich neben mir geht es exakt 126 Meter senkrecht nach unten. Ich fühle mich nicht wohl. Na gut, ich möchte ehrlich bleiben: Ich habe Angst. Höhenangst. Aber: Gegen Angst hilft nur WOLLEN. Und ich will dieses dramatische Foto von dort oben un-be-dingt machen. Weiter!

    „Florian, is it you?“

    Wenige Meter vor der Spitze knipst plötzlich jemand seine Kopflampe an und leuchtet mir ins Gesicht. „Florian, is it you!?“ Zum dritten Mal treffe ich meinen italienischen Fotokollegen Andrea Lazzarini wieder. Klar, wenn zwei Fotografen mit gleichen Gedanken Wind und Wetter checken, trifft man sich eben an den besten Spots wieder. Heute war er schneller als ich und kauert bereits hinter seinem Stativ direkt an der Kante zum Abgrund. Ich bin froh, hier oben nicht alleine zu sein und: dass jemand zwischen mir und dem Abgrund sitzt! Wir verbringen eine gemeinsame Stunde (bei schlechtem Licht und starkem Wind) auf der Spitze und müssen dann rasch herunter – Gewitter im Anmarsch! Aaaargh!

    Fotografen bei Sao Lourenco.

    Auf dem höchsten Berg der Halbinsel treffe ich zum dritten Mal auf meinen italienischen Fotografenkollegen Andrea Lazzarini. (Handyfoto) Trotz Weitwinkel ist es nicht leicht, die vorgelagerten Inseln mit aufs Foto zu bekommen. Man muss das Stativ dafür am äußersten Rand der Klippe aufbauen. Einen Meter neben Andrea geht es ganz genau 126 Meter senkrecht in die Tiefe. Ich bin froh, rechts zu stehen. Links hätte ich mir in die Hosen gemacht! 

    Blick auf die Halbinsel im Osten bei Sao Lourenco auf Madeira.

    So sieht das Ergebnis dieses Morgens aus. Schade, dass die Sonne nicht herauskommt. Ach so, siehst du am Ende der Inselformation den dunklen Bereich in der hellen Senke? Dort liegt das Café „Casa do Sardinha“ zu dem ich am Vortag hingewandert bin.

    Felsspitzen bei Sao Lourenco, Madeira.

    Wanderschuhe für Madeira

    Die Schuhe sind müde und ausgelaugt – ich bin es auch.

    Halbinsel im Osten Madeiras bei Sonnenaufgang

    Ein einziges Mal durchbrechen Sonnenstrahlen die Wolkendecke, dann ist auch schon ein Gewitter im Anmarsch. Schnell weg von hier!

    Gewitter auf dem Atlantik mit kleinem Segelboot.

    Ein einsames Segelboot. Immer rein in die Suppe!

    Regenbogen bei Sao Lourenco.

    Ohne Regen kein Regenbogen – so einfach ist das!

    Der letzte Morgen: bestes Licht am Pico Ruivo

    Inzwischen bin ich bereits dreimal zum toten Baum am Pico Ruivo gewandert, war aber nie ganz zufrieden mit dem Licht. Zu viel Nebel, zu wenig Nebel, gar kein Nebel, falscher Nebel. Irgendwas ist immer. Am Morgen des Abflugs will ich es nochmal wissen. Um 14 Uhr muss ich am Flughafen sein. Für einen Aufstieg vor Sonnenaufgang reicht die Zeit, spätestens um 9 Uhr muss ich absteigen. Aber das weiß jeder Landschaftsfotograf: Ab 9 ist in der Natur eh alles gelaufen! 

    Gehört bei einer Madeira Fotoreise unbedingt dazu: Der Weg zum Gipfel des Pico Ruivo.

    Am ersten Morgen fehlt der Nebel. Das Licht ist nicht schlecht, mir aber irgendwie zu „clean“. 

    Der tote Baum

    Einen Tag später herrscht morgens so viel Nebel, dass die gegenüberliegende Bergkette nicht mehr zu erkennen ist. Auch irgendwie blöd. Einen Versuch am Tag der Abreise habe ich noch…

    Der gepackte Koffer liegt im Auto, als ich mich zum vierten Mal auf den Weg nach oben mache. Bald ist die Madeira Fotoreise vorbei. Die Nacht ist klar und kalt, der steinige Weg nach oben stellenweise mit Eis überfroren. Viel zu früh bin ich oben und beobachte die Sterne. Kein gutes Zeichen. Wer Nebel will, sollte keine Sterne erkennen können. Klaren Himmel finde ich für diesen Spot einfach nicht so passend. Ich wünsche mir ein geheimnisvolles Foto, keine Postkartenidylle.  

    Madeira Fotoreise – alles wird gut!

    Die Nacht weicht dem Tag und der Himmel wird klarer und klarer. Offizieller Sonnenaufgang ist um 8:02 Uhr. Es ist 7:55 Uhr als über den Berghang in meinem Rücken feinste Nebelschwaden in das vor mir liegende Tal ziehen. Und dann geht alles so schnell, wie es vermutlich nur in den Bergen vor sich gehen kann. (Ich bin ja Norddeutscher und weiß sowas nicht.) Innerhalb von Minuten wird der Nebel dichter und dichter. Er kommt nicht in vereinzelten Dunstwolken, sondern wird einfach immer dicker. Wie weiße Béchamelsauce, die man mit Mehlschwitze bindet. Um 8:15 Uhr ist der gegenüberliegende Bergkamm bereits in einer weißen Nebelwand verschwunden. Zwischen gar keinem und viel zu viel Nebel liegen also rund 20 Minuten. Genug Zeit, um „mein“ Bild zu machen, (fast) wie ich es mir gewünscht habe. Schnell zum Flughafen! 

    Madeira Fotoreise - die toten Bäume am Pico Ruivo.

    Auf den letzten Drücker schiebt sich pünktlich zum Sonnenaufgang geheimnisvoller Nebel ins Bild, der von links durch die Sonne beschienen und in gelb-oranges Licht getaucht wird. Das kommt meinem Zielfoto dieser Madeira Fotoreise ziemlich nahe und macht mich sehr glücklich. Fotografieren ist salopp ausgedrückt: geil!

    DasErgebnis dieser aufregenden Madeira Fotoreise als hochwertiger Druck

    Auf dieser Couch würde ich gerne herumlümmeln. 

    Beim Waldbrand 2016 auf Madeira sind tausende Bäume verbrannt und stehen heute als Skelette in der Landschaft.

    Das könnte ich mir den ganzen Tag anschauen!

    Nebel in den Bergen Madeiras.

    Nebel am Pico Ruivo bei einer Madeira Fotoreise.

    Urlaub vorbei – zurück zum Flughafen!

    Übrigens: Einige meiner Madeira-Fotos kannst du direkt auf dieser Homepage als Highend-Druck auf Leinwand, Alu Dibond, Holz, Acrylglas oder Künstlerpapier ordern. Hier geht es direkt in die Galerien: LEINWAND-SHOP

    Randnotiz: Infos zur Fotoversicherung und meinem Unfall

    Da ich mit etlichen Fotografen verbunden bin, die hier auch immer wieder vorbeischauen, ein paar Sätze zu meinem Fotounfall. Vor vielen Jahren habe ich über die „Aktivas Assekuranz GmbH“ eine Fotoversicherung für mein Equipment abgeschlossen, die ich jährlich dem Umfang meiner sich ständig verändernden Ausrüstung anpasse. Ich habe mich für die teuerste Premium-Variante entschieden, die mich im Jahr rund 800 Euro kostet. Das ist ne Menge Holz! Der erste Impuls mag sein, dass man diese 800 Euro lieber sparen möchte. Das verstehe ich. Andererseits möchte man aber auch keine Ausrüstung im Wert von vielen Tausend Euro durch Dummheit, Dieb oder Desaster verlieren. In meinem Fall ist das Equipment ja auch die Grundlage meiner beruflichen Existenz. Es wäre fahrlässig, KEINE Versicherung abzuschließen!

    Mit meinem Unfall habe ich nun innerhalb von mehr als zehn Jahren meinen vierten und bisher größten Versicherungsfall. Der anfangs befürchtete Totalverlust der mitgeführten Ausrüstung stellt sich nach mehreren Gutachten immerhin noch als ein Schaden in Höhe von rund 5.500 Euro dar. Autsch! 

    Der Sony Imaging Pro Support

    Meine Schadenmeldung und -abwicklung leite ich bereits am Unfalltag aus der Ferienwohnung dieser Madeira Fotoreise in die Wege. Als Berufsfotograf und guter (nein: sehr guter!) Sony-Kunde bin ich Mitglied des „Sony Imaging Pro Supports“. Letztlich ist das eine besondere – und sehr angenehme – Form der Kundenbetreuung. Ich schildere dem Support-Team also per E-Mail meinen Unfall und den zu befürchtenden Schadenumfang. Zwei Stunden später erhalte ich einen Rückruf, in dem mir die weitere Vorgehensweise erklärt wird: Für den Folgetag nach meiner Ankunft in Hamburg wird von Sony die Abholung der Gerätschaften organisiert, damit die beiden betroffenen Kameras und die Objektive bei der Vertragsfirma Geissler GmbH begutachtet und ggf. repariert werden können. Ergebnis: Die Gutachten und in Auftrag gegebenen Reparaturen sind innerhalb einer Woche erledigt. Klasse!

    B.I.G. hilft!

    Ein systemfremdes LAOWA-Objektiv (dafür kann Sony selbstverständlich nicht zuständig sein) wird ebenfalls innerhalb einer Woche vom Importeur B.I.G. in Weiden begutachtet und als Totalschaden dokumentiert. Hier ist es LAOWA Product Manager Guido Wystrichowski, der mich noch auf Madeira kontaktiert und alles in die Wege leitet. Richtig gut! Eine eher enttäuschende Reaktion habe ich in diesem Zusammenhang bei meinem Fachhändler „Foto-Koch“, bei dem ich in der Vergangenheit bereits für mehrere Tausend Euro Equipment (und besagtes LAOWA-Objektiv) kaufte und den ich zunächst vor B.I.G. wegen des Laowas kontaktiere.

    Runtergebrochen: Mann könne da nicht viel machen. Dauert alles seine Zeit. „Ja, ich verstehe, dass Sie das Equipment für Ihren Beruf brauchen, Herr Läufer. Sechs bis sieben Wochen wird das alles aber dauern! Nein, schneller geht’s leider nicht. Tut mir sehr leid!“ Ich erkläre, dass aus dem Objektiv Salzwasser herausgelaufen ist und damit ein Totalschaden vollkommen unstrittig sein wird. Ich müsse das für die Schadenmeldung aber eben schriftlich bestätigt haben – ein Zweizeiler reicht! „Tut mir leid, Herr Läufer!“ (Das alles mit einer gehörigen Portion Gleichgültigkeit in der Stimme. Mir wird klar, dass ein Händler wahrscheinlich gar nicht helfen, sondern eigentlich nur verkaufen will. Dass man perspektivisch mehr verkaufen könnte, WEIL man hilft, ist vermutlich zu abstrakt gedacht.) Erst danach kontaktiere ich den oben erwähnten LAOWA-Importeur und erfahre eine unfassbar wertvolle und raketenschnelle Hilfe. Geht, man muss es nur wollen.  

    Fotoversicherung? Jeden Euro Wert!

    Ich habe eine Woche nach meiner Rückkehr also alle benötigten Gutachten für die Versicherung beisammen. Dazu suche ich die jeweiligen Einkaufsrechnungen aus meinen Unterlagen heraus und übermittele alles mit einer Schadenmeldung an die Aktivas. Die liebe Frau Palatzky der Aktivas meldet sich noch einmal per Telefon und macht mir Mut, dass die Sache in Kürze aus der Welt ist. Alles ist wie in einer Fernsehwerbung, nur in echt! Durch die Weihnachtstage und den Jahreswechsel kommt es zu minimaler Verzögerung, gleich zu Jahresbeginn erfolgt die Schadenregulierung. Und zwar ohne Wenn und Aber und alles zum versicherten Neupreis! Zwischen Unfall und Gutschrift liegt exakt ein Monat – inklusive Rückreise, Versandwege des Equipments, Gutachtenerstellung, sowie Weihnachtstage und Jahreswechsel. Solche Versicherung wünscht man sich! Die gibt es zwar nicht kostenlos, ist im Fall des Falles aber jeden Euro wert. Think about it!    

    In eigener Sache:

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